DE384397C - Verfahren zum Schutze gegen die zerstoerende Wirkung galvanischer Stroeme - Google Patents

Verfahren zum Schutze gegen die zerstoerende Wirkung galvanischer Stroeme

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DE384397C
DE384397C DEA39134D DEA0039134D DE384397C DE 384397 C DE384397 C DE 384397C DE A39134 D DEA39134 D DE A39134D DE A0039134 D DEA0039134 D DE A0039134D DE 384397 C DE384397 C DE 384397C
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Germany
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protected
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galvanic currents
anode
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Expired
Application number
DEA39134D
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English (en)
Inventor
Dr Ulrich Relzow
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AEG AG
Original Assignee
AEG AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F13/00Inhibiting corrosion of metals by anodic or cathodic protection
    • C23F13/02Inhibiting corrosion of metals by anodic or cathodic protection cathodic; Selection of conditions, parameters or procedures for cathodic protection, e.g. of electrical conditions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Prevention Of Electric Corrosion (AREA)

Description

  • Verfahren zum Schutze gegen die zerstörende Wirkung galvanischer Ströme. Das unbeabsichtigte Auftreten galvanischer Ströme in metallischen Gebilden oder an den Berührungsstellen verschiedenartiger Metalle ist wegen der damit verbundenen Anfressungen und Zerstörungen des Materials eine bekannte, aber auch ebensosehr gefürchtete Erscheinung. Zu ihrem Zustandekommen bedarf es lediglich eines als Rückleitung dienenden Elektrolyten, den in den meisten Fällen schon die Feuchtigkeit der atmosphärischen Luft durch Kondensation bei Temperaturschwankungen darbietet.
  • Wissenschaftliche Untersuchungen haben gelehrt, daß bei der Berührung eines Elektrolyten mit einem festen Material, z. B. einem Metall, eine bestimmte elektrische Spannungsdifferenz auftritt, die lediglich von äußeren Bedingungen abhängig ist. Dementsprechend haben sich die verschiedenen Materialien j e nach der Größe des auftretenden Potentialgefälles gegenüber dem betreffenden Elektrolyten in eine bestimmte Reihe einordnen lassen, aus der sich die Verhältnisse in einer solchen Zusammenstellung überblicken lassen.
  • Taucht man beispielsweise zwei verschiedene 1Zetalle, die miteinander in metallisch leitender Verbindung stehen, in eine als Elektrolyt wirkende Flüssigkeit, so wird die aus der galvanischen Spannungsreihe zu ersehende elektronegative Elektrode zur Kathode des Elementes, glas Spannungsgefälle`geht als Strom durch clie äußere Verbindung zur elektropositiver. Elektrode, der Anode, und schließt sich von dieser durch den Elektrolyten wieder zur Kathode.
  • Die Kenntnis der dabei auftretenden Zerstörungen beschränkt sich darauf, daß das Material der Anode an der Stelle, an der das Austreten des Stromes jin die elektrolytische Flüssigkeit erfolgt, durch elektrochemische Vorgänge eine Veränderung erfährt, wobei die entstehenden Salze und Oxyde sich als eine schwerlösliche, kompakte Schicht auf der Oberfläche festsetzen. Da aber die elektrische Leitfähigkeit dieser Oxydschicht gegenüber dem reinen Metall erheblich schlechter ist, wird sich der Strom durch dieses einen Weg suchen und immer weitere Stellen der Oberfläche in Mitleidenschaft ziehen, bis schließlich die ganze in den Elektrolyten ragende : Oberfläche der Anode angegriffen ist und der Strom dann stets an der Stelle auftreten wird, an der ihm die entstandene Oxydschicht den geringsten Widerstand entgegensetzt.
  • Während zahlreiche Verfahren zum Schutze gegen diese Zerstörungen sich die entsprechende Wahl des zu verwendenden Materials zunutze machen, soll nach der Erfindung der Schutz der gefährdeten Stellen in das Material selbst verlegt werden.
  • Es liegt in dieser Hinsicht die Beobachtung vor, daß das Anodenmaterial an solchen Stellen gegen derartige- Zerstörungen geschützt ist, die eine örtliche Härtung und Verfestigung gegenüber der Umgebung erfahren haben. Es ist dann durch die erfolgte Härtung, wie sie bei fast allen Metallen unter dem Einfluß eines ausgeübten Druckes stattfindet, die elektrische Leitfähigkeit in diesem behandelten Gebiet geringer geworden gegenüber dem nicht verfestigten Material, so daß der galvanische Strom an dieser Stelle einen höheren Widerstand zu überwinden hat.
  • Von dieser Tatsache wird gemäß der Erfinciung Gebrauch gemacht, indem man die besonders zu schützenden Teile der Anode einer beabsichtigten örtlichen Härtung unterzieht. Diese kann entweder auf rein mechanischem Wege durch aufgewandten Druck oder Sandstrahlgebläse erzielt werden oder auf thertnische Weise durch geeignetes Anlassen und Abschrecken der betreffenden Teile; andererseits wäre der Schutz in ähnlicher Weise dadurch zu erreichen, daß man dem umgebenden Material mit Ausnahme der gefährdeten Stelle durch geeignete thermische Behandlung ein weicheres Gefüge, also eine höhere Leitfähigkeit, gibt.
  • Ein Schutz der angegebenen Art ist besonders an solchen elektrischen Verbindungsstellen und Kontakten wichtig, bei welchen durch die Wirkung galvanischer Ströme Anfressungen auftreten können, .die eine Erhöhung des übergangswiderstandes und eine Lockerung der \"erliindungen mit den daraus entstehenden Folgen befürchten lassen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANspRÜcHE_ z. Verfahren zum Schutze gegen die zerstörende Wirkung galvanischer Ströme, dadurch gekennzeichnet, daß die zu schützende Stelle des als Anode dienenden Materials beispielsweise durch geeigneten Druck oder Sandstrahlgebläse eine örtliche Härtung und Verfestigung erfährt, durch die die elektrische Leitfähigkeit dieses Teiles gegenüber der Umgebung herabgesetzt und der Stromfluß von der gehärteten Stelle abgelenkt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Härtung auf thermischem Wege durch geeignetes Anlassen und Abschrecken der zu schützenden Teile erzielt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Anodenmaterial mit Ausnahme der zu schützenden Teile durch geeignete thermische Behandlung eine höhere Leitfähigkeit verliehen wird.
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