DE3838159C2 - Einstellmechanismus für einen in einem Scheinwerfergehäuse verschwenkbar gelagerten Reflektor - Google Patents

Einstellmechanismus für einen in einem Scheinwerfergehäuse verschwenkbar gelagerten Reflektor

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Einstellmechanismus für einen in einem Scheinwerfergehäuse von Kraftfahrzeugen verschwenkbar ge­ lagerten Reflektor mit den im Oberbegriff des Patentanspruchs genannten Merkmalen. Ein solcher Scheinwerfer ist aus der DE 35 09 831 A1 bekannt, wenn auch dort ein Motorantrieb nicht erwähnt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Einstellmechanismus der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem die Arbeitsgänge der Montage und Demontage von einem Monteur an einem bereits in einem Fahr­ zeug montierten Scheinwerfer mit einer einzigen Hand ausführbar sind. Dies gilt insbesondere für den Fall von Reparaturen oder Wartungsarbei­ ten, während die Zugänglichkeit bei der Montage von Neufahrzeugen we­ sentlich günstiger gestaltet sein kann. Auf die Vereinfachung der Monta­ ge hebt auch die eingangs genannte Druckschrift ab.
Die erfindungsgemäße Lösung der obigen Aufgabe ergibt sich aus dem Gesamtinhalt des Patentanspruchs 1.
Teilmerkmale des kennzeichnenden Teils sind aus der DE 34 22 488 C1 bekannt. Diese Druckschrift offenbart einen Einstellmechanismus für einen Reflektor, der an einem Scheinwerfergehäuse mittels einer Klipsverbindung montierbar ist. Dabei ist vorgesehen, einen Gewindebol­ zen, ein Verbindungsteil und ein Aufnahmeteil einstückig aus Kunststoff auszubilden, wobei neben einem zylindrischen Korpus auch elastisch ein­ schnappbare Klinken vorgesehen sind.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die beige­ fügten Zeichnungen näher erläutert, welche einen nur als Ausführungsbei­ spiel zu verstehenden Gegenstand der vorliegenden Erfindung darstellen.
Fig. 1 zeigt im Schnitt einen Scheinwerfer gemäß der vorlie­ genden Erfindung, und
Fig. 2 bzw. 3 zeigen im Schnitt ein Einzelteil aus Fig. 1 in zwei unterschiedlichen Montagepositionen.
In Fig. 1 ist mit 1 der gesamte Scheinwerfer bezeichnet, der insbesondere für Kraftfahrzeuge bestimmt ist und ein Scheinwerfergehäuse 2 umfaßt, bestehend aus einem topfförmigen Gehäuse 3 und einer vorderen Abdeckscheibe 4. Der Scheinwerfer 1 umfaßt ferner einen Reflektor 5 nor­ malerweise vom Paraboltypus, der im Inneren des topfförmigen Gehäuses 3 angeordnet ist und auf seiner Rückseite ein erstes Paar von oberen Fort­ sätzen 6 aufweist (von denen nur einer dargestellt ist) sowie einen dritten Fortsatz 7, der unterhalb der ersten beiden angeordnet ist.
Die Fortsätze 6 und 7 sind im wesentlichen parallel zueinander und zu einer optischen Achse des Reflektors 5, und sie tragen jeweils an ihrem freien Ende mittels einer Schraube 8 befestigt einen Sockel 9, der auf seiner einer Bodenwandung 10 des hinteren Körpers 3 zugekehrten Rückseite einen sphärischen Sitz 11 aufweist.
Die sphärischen Sitze 11 der beiden Fortsätze 6 besitzen Zen­ tren, die auf einer (nicht dargestellten) im wesentlichen horizontalen Linie liegen und nehmen jeweils einen sphärischen Kopf auf (von denen nur einer dargestellt ist), verbunden mit der Wandung 10. Die Sitze 11 definieren auf diese Weise zusammen mit den zugeordneten Köpfen 12 ent­ sprechende Kugelgelenke 13 (von denen nur eines dargestellt ist), welche ihrerseits ein auf einer im wesentlichen horizontalen Achse liegendes Zylinderscharnier 14 definieren, um das der Reflektor 5 relativ zum Ge­ häuse 3 verdrehbar ist.
Der sphärische Sitz 11 des Fortsatzes 7 umfaßt einen zugeord­ neten sphärischen Kopf 15 und definiert mit diesem ein Kugelgelenk 16 für die Verbindung zwischen dem Fortsatz 7 und einer Kupplungsvorrich­ tung, die insgesamt mit 17 bezeichnet ist, eingefügt zwischen dem Re­ flektor 5 um die Achse des Scharniers 14.
Wie in Fig. 1 und insbesondere in Fig. 2 und 3 dargestellt, umfaßt die Einstellanordnung 18 eine Motorgetriebebaugruppe 19 mit einem rohrförmigen Ausgangsansatz 20, bestehend aus drei im wesentlichen zy­ lindrischen Segmenten 21, 22 und 23, die zueinander koaxial sind und ab­ nehmende Durchmesser aufweisen und miteinander über zwei Ringschultern 24 bzw. 25 verbunden sind. Schulter 24 ist mit einer elastischen Packung 26 versehen, während das Zwischensegment 22 außen seitliche Fortsätze 27 aufweist und eine Öffnung 28 durchsetzt, die in die Wandung 10 einge­ bracht ist, um nach Art einer Bajonettkupplung die Einstellanordnung 18 mit dem Gehäuse 3 zu verbinden, wobei die Packung 26 in Kontakt mit der hinteren Außenoberfläche der Wandung 10 gepreßt wird.
Der Ansatz 20 wird von einer Ausgangswelle 29 des Getriebemo­ tors 19 durchsetzt, der so ausgebildet ist, daß er auf die Welle 29 be­ stimmte Axialverlagerungen in zwei Richtungen überträgt. Die Welle 29 erstreckt sich längs einer im wesentlichen horizontalen und senkrecht zur Achse des Scharniers 14 verlaufenden Achse 30 und ist an ihrem frei­ en Ende mit einem Endkopf 31 verbunden, der im dargestellten Ausfüh­ rungsbeispiel im wesentlichen die Form eines Rechteckprismas aufweist, der jedoch bei anderen nicht dargestellten Ausführungsformen auch Kegel­ stumpf- oder Pyramidenstumpfform oder auch die Form einer Kugel aufwei­ sen kann.
Wie insbesondere in Fig. 2 und 3 dargestellt ist, umfaßt die Kupplungsanordnung 17 eine Führung 32, gebildet von einem im wesentli­ chen zylinderförmigen, zur Lochöffnung 28 koaxialen Körper, der sich nach vorne von der vorderen inneren Oberfläche der Wandung 10 erstreckt. Die Führung 32 ist einstückig mit der Wandung 10 und weist innen eine Nockenbahn 33 auf, gebildet von zwei ebenen Vorsprüngen 34, die einander diametral gegenüber angeordnet sind und eine Länge aufweisen, die etwa gleich ist der des Segmentes 22 und jeweils hinten durch eine Ringschul­ ter 35 (Fig. 3) begrenzt sind, angeordnet in einem Abstand von der Öff­ nung 28 in der Größenordnung des Abstandes zwischen dem Endkopf 31 und der Schulter 25.
Die Kupplungsanordnung 17 umfaßt ferner ein Gleitstück 36, das im Inneren der Führung 32 verlagerbar angeordnet ist und in dem Raum zwischen den beiden Vorsprüngen 34 und an diesem prismatisch geführt ist. Das Gleitstück 36 umfaßt einen vorderen Kopf 37, von dem nach vorn ein Axialvorsprung 38 ausgeht, der fest mit ihm verbunden am freien Ende den sphärischen Kopf 15 trägt. Gemäß einer nicht dargestellten Alterna­ tive wird der Kopf 15 nicht direkt mit dem Kopf 37 verbunden, sondern über ein Übertragungsgelenk.
Von dem Kopf 37 ragt nach hinten ein zentraler Axialfortsatz 39, von dem eine Endfläche 40 die Bodenfläche eines Sitzes 41 definiert, in dem der Kopf 31 sitzt und der seitlich begrenzt wird durch zwei ela­ stische Klinken 42, die sich in Kontakt mit den ebenen Vorsprüngen 34 erstrecken und einstückig mit dem Kopf 37 ausgebildet sind. Die Klinken 42 sind mit entsprechenden hinteren Querrippen 43 versehen, die hinter der Fläche 40 angeordnet sind, von der jeweiligen zugeordneten Klinke 42 entweder nach innen oder nach außen vorspringend durch Zusammenwirken mit der entsprechenden Schulter 35 bei vorgegebenen Positionen des Gleitstücks 36 relativ zur Führung 32, und die Querrippen 43 begrenzen zwischeneinander eine Zugangsöffnung 44 für den Sitz 41.
Hinter der Öffnung 44 trägt die Führung 32 stationär einen Ring 45, der es ermöglicht, den Kopf 31 korrekt relativ zur Öffnung 44 zu orientieren. Es versteht sich, daß in dem Fall, wo der Kopf 31 sphä­ risch ausgebildet ist, der Ring 45 weggelassen werden kann.
Die Montage der Einstellanordnung 18 des Scheinwerfers 1 wird nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 2 und 3 der beigefügten Zeichnun­ gen erläutert.
Zunächst befindet sich das Gleitstück 36 in der in Fig. 2 dar­ gestellten Position, d. h. in einer festliegenden Ruheposition, in der die Klinken 42 in einer ihrer Positionen sind, in der sie nicht defor­ miert sind durch den Kontakt mit entsprenden Vorsprüngen 34, und die Querrippen 43 berühren mit Anlage die jeweils zugeordnete Schulter 35, um das Gleitstück 36 und mit ihm den Reflektor 5 in einer bestimmen Po­ sition zu halten, ohne irgendeinen Eingriff der Person, die die Montage der Einstellanordnung 18 vornimmt.
Mit dem Gleitstück 36 in der oben beschriebenen Ruheposition bringt der Monteur, indem er die Einstellanordnung 18 mit nur einer Hand hält, diese mit der Welle 29 in eine Position ausgefluchtet mit der Öff­ nung 28 und schiebt sie gegen das Gehäuse 3 unter Einführen des Kopfes 31 der Welle 29 und des Segmentes 23 in das Innere der Führung 32.
Diese Einführbewegung findet ein Ende, wenn der Kopf 31 wegen Fehlausfluchtung mit dem Zentrierring 45 aufstößt, was seitens des Mon­ teurs eine eventuelle Drehung der Einstellanordnung 18 um die Achse 30 erfordert. Wenn der Kopf 31 den Ring 45 passiert hat, befindet er sich perfekt ausgefluchtet mit der Öffnung 44 und dem Sitz 41, und infolge­ dessen bringt eine weitere Vorschubbewegung der Einstellanordnung 18 durch den Monteur den Kopf 31 in Anschlag an der Fläche, welche Position in Fig. 2 dargestellt ist.
Der Monteur, der immer noch nur eine Hand benötigt, schiebt die Einstellanordnung 18 weiter in Richtung der Achse 30 und bewirkt auf diese Weise einerseits das Lösen der Querrippen 43 von der jeweils zuge­ ordneten Schulter 35 und ihr Inkontaktgelangen mit dem zugeordneten Vor­ sprung 34 der Nockenbahn 33 und andererseits das Einführen des Segmentes 22 in die Öffnung 28, bis die Schulter 24 unter Pressung der Packung 26 gegen die Außenoberfläche an der Wandung 10 anliegt. An dieser Stelle bewirkt eine durch den Monteur vorgenommene Drehung der Einstellanord­ nung 18 um die Achse 30 die Bajonettankupplung zwischen dem Ansatz 20 und der Wandung 10 und damit die definitive Befestigung der Einstellan­ ordnung 18 an dem Gehäuse 2.
Im Hinblick auf das Vorstehende ist anzumerken, daß - wie deutlich in Fig. 2 dargestellt - während der Endphase der Einführung des Ansatzes 20 die Position des Reflektors 5 relativ zum Gehäuse 2 perfekt kontrolliert bleibt ohne Notwendigkeit irgendeines äußeren Eingriffs. Wenn nämlich das Gleitstück 36 aus seiner Ruheposition nach vorn gescho­ ben wird, bewirken die Querrippen 43 im Zusammenwirken mit dem jeweiligen Vorsprung 34 eine Biegung der Klinken 42 gegeneinander und eine entspre­ chende Verengung der Öffnung 44, wodurch der Endkopf 31 in Axialrichtung im Inneren des Sitzes 41 blockiert bleibt, womit über ihm das Gleitstück 36 und die Einstellanordnung 18 miteinander verbunden werden.
Eine Umkehr der Reihenfolge der oben beschriebenen Arbeitsgän­ ge macht es möglich, die Einstellanordnung 18 vom Gehäuse 3 zu demontie­ ren, wobei immer nur eine Hand benötigt wird. Es ist hier anzumerken, daß, wenn einmal das Segment 22 von der Wandung 10 abgekoppelt ist, eine Rückwärtsbewegung der Einstellnanordnung 18 eine analoge Rückwärtsbewe­ gung des Gleitstücks bewirkt, bis es wieder seine Ruheposition einnimmt, die in Fig. 2 dargestellt ist, und nur in dieser wird der Endkopf 31 freigegeben. Mit anderen Worten umfaßt die Demontage der Einstellanord­ nung 18 eine gleichzeitige Verlagerung des Gleitstücks 36 in eine Aus­ gangsposition, um die korrekte Abwicklung eines folgenden Demontagear­ beitsganges zu ermöglichen.

Claims (1)

  1. Einstellmechanismus für einen in einem Scheinwerfergehäuse von Kraftfahrzeugen verschwenkbar gelagerten Reflektor, welcher Scheinwerfer ein topfförmiges Gehäuse (3) mit einer vorderen Abdeckscheibe (4) um­ faßt, mit einem im Inneren des Gehäuses angeordneten Reflektor (5), wo­ bei der Reflektor über ein ein Festlager bildendes Scharnier (14) am Ge­ häuse angelenkt ist und das Scharnier eine horizontale Achse festlegt, um die der Reflektor verschwenkbar ist, ferner mit einer motorangetrie­ benen Einstellanordnung (18) mit einem rohrförmigen Ausgangsansatz zur Einführung in eine in der Rückseite des Gehäuses ausgebildeten Öffnung (28), gekennzeichnet durcheine Kupplungsvorrichtung (17) zwischen dem Ausgangsansatz und einer in Form eines Kugelgelenks (16) ausgebildeten zweiten Befestigung des Reflektors, wobei diese in einer Vertikalebene des Scheinwerfers beabstandet zum Scharnier liegt, wobei die Kupplungs­ vorrichtung einen zum Ausgangsansatz koaxial verlaufenden zylinderförmi­ gen Körper (32), ein längs des zylinderförmigen Körpers bewegliches Gleitstück (36), einen auf dem Gleitstück angeordneten Endkopf (31) mit einem Verbindungsstück zwischen Gleitstück und Reflektor umfaßt, ferner sich eine Nockenbahn (33) längs des zylinderförmigen Körpers erstreckt und eine federnd ausgebildete Klinke (42) am Gleitstück ausgebildet ist, die durch an ihr angeformte Querrippen (43) mit einer an der Nockenbahn angeformten Schulter (35) zum Blockieren des Gleitstücks im zylinderför­ migen Körper in zwei festgelegten Positionen in Wirkverbindung steht.
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