DE37405C - Steigapparat für Zimmergymnastik - Google Patents

Steigapparat für Zimmergymnastik

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DE37405C
DE37405C DENDAT37405D DE37405DA DE37405C DE 37405 C DE37405 C DE 37405C DE NDAT37405 D DENDAT37405 D DE NDAT37405D DE 37405D A DE37405D A DE 37405DA DE 37405 C DE37405 C DE 37405C
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DE
Germany
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container
air
climbing
bellows
water
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37405D
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English (en)
Original Assignee
C. ULBRICH in Niederlöfsnitz bei Dresden
Publication of DE37405C publication Critical patent/DE37405C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M16/00Devices for influencing the respiratory system of patients by gas treatment, e.g. ventilators; Tracheal tubes
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B22/00Exercising apparatus specially adapted for conditioning the cardio-vascular system, for training agility or co-ordination of movements
    • A63B22/20Exercising apparatus specially adapted for conditioning the cardio-vascular system, for training agility or co-ordination of movements using rollers, wheels, castors or the like, e.g. gliding means, to be moved over the floor or other surface, e.g. guide tracks, during exercising
    • A63B22/201Exercising apparatus specially adapted for conditioning the cardio-vascular system, for training agility or co-ordination of movements using rollers, wheels, castors or the like, e.g. gliding means, to be moved over the floor or other surface, e.g. guide tracks, during exercising for moving a support element in reciprocating translation, i.e. for sliding back and forth on a guide track
    • A63B22/205Exercising apparatus specially adapted for conditioning the cardio-vascular system, for training agility or co-ordination of movements using rollers, wheels, castors or the like, e.g. gliding means, to be moved over the floor or other surface, e.g. guide tracks, during exercising for moving a support element in reciprocating translation, i.e. for sliding back and forth on a guide track in a substantially vertical plane, e.g. for exercising against gravity
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63BAPPARATUS FOR PHYSICAL TRAINING, GYMNASTICS, SWIMMING, CLIMBING, OR FENCING; BALL GAMES; TRAINING EQUIPMENT
    • A63B21/00Exercising apparatus for developing or strengthening the muscles or joints of the body by working against a counterforce, with or without measuring devices
    • A63B21/008Exercising apparatus for developing or strengthening the muscles or joints of the body by working against a counterforce, with or without measuring devices using hydraulic or pneumatic force-resisters
    • A63B21/0085Exercising apparatus for developing or strengthening the muscles or joints of the body by working against a counterforce, with or without measuring devices using hydraulic or pneumatic force-resisters using pneumatic force-resisters

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Dieser Apparat ist zu mannigfacher Aushülfe für die von Prof. Dr. O e r t e 1, Prof. Dr. Schweninger und Dr, Ebstein zuerst vorgeschriebenen Terrainkuren zur Behandlung der Kreislaufstörungen, Kraftabnahme des Herzmuskels, ungenügenden Compensationen bei Herzfehlern, Fettherz, Fettsucht, Veränderungen im Lungenkreislauf u. s. w. unentbehrlich, indem er das dabei unumgänglich nöthige Bergsteigen in freier Luft auf folgende Weise so gut wie möglich im Zimmer ersetzt und zur heilsamen Gymnastik der Lungen, des Herzens, der Muskeln und sonstiger Organe vielseitige Verwendung finden kann.
TT1 sind zwei Stufen, welche mittelst eines Seiles, das über zwei Rollen rr1.läuft, derartig verbunden sind, dafs sich die eine Stufe so weit hochhebt, als die andere niedergetreten wird. Diese zwei Stufen gleiten auf der schiefen Ebene E leicht auf und ab.
Unter jeder Stufe ist ein hoch ausziehbarer Blasebalg BB' angebracht, um das Niedertreten der Stufen zu erschweren bezw. den ganzen Körper in dieselbe Thätigkeit versetzen zu müssen, wie beim Bergsteigen.
Die Bälge BB' saugen beim Aufgang der Stufen frische Freiluft durch einen Schlauch, welcher durch ein Fenster oder sonstwie mit der Aufsenluft in Verbindung steht. Diese hereingezogene Luft tritt zunächst in den Deckel des Behälters D. Dort setzt sie beim Durchstreichen durch die Wolle alle Unreinigkeiten, Staub u. s. w. ab, auch ihren Wassergehalt setzt sie in dem im Deckel befindlichen calcium chloratum ab, wenn trockene Luft eingeathmet werden soll, schwängert sich dafür aber mit Waldbaumextracten und Sauerstoff, weil die Wolle auch mit diesen Stoffen versehen werden kann. Hat die so regenerirte Luft diese Schichten passirt, so wird sie von den Bälgen durch das Schlangenrohr F gesogen.
Dieses Schlangenrohr ist entweder mit Eis oder warmem Wasser umgeben, je nachdem kalte oder warme Luft eingeathmet werden soll. Nach diesem Durchgang tritt die Luft in die Blasebalge B B' ein und diese drücken sie bei jedesmaligem Niedertreten einer Stufe in den unten angebrachten Luftbehälter L, welcher sich dadurch nach unten erweitert, weil die Spiralfedern dem Luftdruck'nachgeben, aber auch gleichzeitig bewirken, dafs ein ziemlich gleichmäfsiger, erquickender Luftstrom durch das Rohr H und Hahn H1 dem Steiger als frische Athemspeise zuweht.
Diese comprimirte Luft kann man durch einen Schlauch und ein Mund- oder Nasenstück auch direct einathmen.
Da beim Steigen durch das Absaugen der Luft durch die Bälge B B' in dem Behälter D ein luftdünner Raum geschaffen wird, so kann man auch in verdünnte Luft ausathmen, wenn man durch einen Schlauch mit Mundstück in diesen Behälter ausathmet.
Ob ein steiler oder weniger steiler Berg mit dem Apparat nachgeahmt werden soll, ist mit dem Hahn H nach Belieben leicht und einfach einzustellen. Je mehr dieser Hahn zugedreht wird, um so steiler bezw. mühsamer wird das Steigen, je weiter man den Hahn H öffnet, um so leichter entweicht die comprimirte Luft und erfordert weniger Kraftanstrengung.
Soll dieser Steigapparat nur im Freien gebraucht werden, so wird er dadurch bedeutend einfacher, weil alle die Freiluft zuführenden Theile BB' LDHN wegfallen. Der verticale Stab Z (Bergstock), welcher an den Stufen T T' mit Scharnieren angebracht ist, erschwert das Steigen umsomehr, je mehr man sich bei der aufsteigenden Stufe auf diesen Bergstock stützt, und ersetzt somit in dieser Richtung die Bälge BB'.
Dieser Bergstock Z gestattet nicht blos eine senkrechte Auf- und Abbewegung der Arme, sondern auch eine waagrechte. Diese letztere würde einer ähnlichen Körperleistung entsprechen, wie das Holzsa'gen.
Statt des Apparates N wird bei diesem Steigapparate ein Schrittzähler angebracht.
Die geleistete Muskelarbeit verzeichnet bei den Steigapparaten mit Bälgen der kleine Markirapparat N. Derselbe enthält in dem unteren Behälter Wasser oder andere flüssige Stoffe.
Fast auf den Grund dieses Wassers taucht das schwache Glasröhrchen a, welches in den vom unteren dicht abgeschlossenen oberen Raum hoch oben ausmündet. Durch das Röhrchen c, welches aus dem unteren Behälter emporragt, tritt die durch die Trittbewegungen erzeugte comprimirte Luft über die Oberfläche des Wassers.
Der Luftdruck drückt umsomehr Wasser durch das Glasröhrchen α in den oberen Behälter, je mehr der Steiger Muskelanstrengungen ausübt. Jeder Strich, den das Wasser im oberen Behälter höher steigt, ist gleich einem abgesteckten rothen Strich, welchen die Patienten in den Bergen der Terrainkurorte des Prof. Dr. Oertel und Prof. Dr. Schweninger erreicht haben. Zu dem Markirungsapparat N tritt die Luft durch das Rohr P. Der Zeiger wird nach dem Gewicht des Steigers auf das gleiche, auf der Scala d verzeichnete Gewicht gestellt, wobei der Zeiger einen Hahn mehr oder weniger öffnet oder schliefst.
Die Holme stw dienen als Reck, als Barren, zum Nachdruck beim Treten durch die Arme, um diese, sowie die Brustmuskeln zeitweise mit an der Arbeit zu betheiligen, sowie zur Entlastung der Lungenspitzen und Erweiterung des Brustkorbes beim Tiefathmen.
Zu gleichen Zwecken dient auch der Stab Z (Bergstock).

Claims (5)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Steigapparat, bei welchem:
    ι. auf Blasebälgen B B' angebrachte, mit diesen auf der schiefen Ebene E mit Hülfe eines über zwei Rollen r r laufenden Seiles auf- und niedergehende Stufen T T' dazu dienen, Aufsenluft in den Apparat zu saugen, diese Luft in dem Behälter D von Staub und sonstigen schädlichen Beimischungen, event, auch von Wasser zu befreien, sie zu erwärmen oder abzukühlen, ihr mehr Sauerstoff beizubringen, sie mittelst des auf Spiralfedern ruhenden Behälters L zu comprimiren und die Ueberwindung der daraus entstehenden Widerstände mit Hülfe der Stufen TT' und durch die dabei arbeitenden menschlichen Körperorgane zu Gesundheits- und Heilzwecken, ähnlich dem Bergsteigen zu Terrainkuren, zu gebrauchen;
  2. 2. durch die Trittbewegungen des Steigers mittelst der Bälge B B' comprimirte Luft zum Einathmen oder aber ein verdünnter Luftraum im Behälter D geschaffen wird, in welchen der Steiger ausathmen kann;
  3. 3. durch eine entsprechende Stellung des Hahnes H das .Steigen erschwert oder erleichtert · werden kann;
  4. 4. der durch die Trittbewegungen erzeugte Druck der comprimirten Luft das Wasser aus dem mit dem Leitungsrohr H in Verbindung stehenden unteren Behälter des Markirungsapparates N durch ein Röhrchen α in den oberen Behälter hebt, um dort mit der wachsenden Höhe des Wasserniveaus an Strichen die geleistete Muskelthätigkeit anzuzeigen;
  5. 5. der an den Stufen T T' beweglich angebrachte Bergstock Z einmal dazu dient, das Steigen zu erleichtern oder zu erschweren, falls der Steigapparat ohne Freiluftzuführung, also ohne Blasebälge hergestellt wird, das andere Mal dazu, eine Körperbewegung damit vornehmen zu können, die eine dem Holzsägen ähnliche ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT37405D Steigapparat für Zimmergymnastik Expired - Lifetime DE37405C (de)

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