DE373786C - Radiale Dampf- oder Gasturbine - Google Patents
Radiale Dampf- oder GasturbineInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D5/00—Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
- F01D5/02—Blade-carrying members, e.g. rotors
- F01D5/04—Blade-carrying members, e.g. rotors for radial-flow machines or engines
- F01D5/041—Blade-carrying members, e.g. rotors for radial-flow machines or engines of the Ljungström type
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
873786
Die Erfindung bezieht sich auf Radialturbinen, die durch Dampf oder Gas betrieben
werden, und ist besonders bestimmt für Turbinen mit gegenläufigen Rädern. Der Zweck der Erfindung besteht darin, daß Niederdruckschaufeln
vorgesehen sind, welche einfach in der Form und zur Bewältigung großer Niederdruckdampfmengen geeignet
sind.
Turbinen mit Gegenlaufrädern, beispielsweise nach der Ljungström - Bauweise,
sind praktisch auf geringe Leistungen beschränkt. Es ist vorgeschlagen worden, die
Leistungsfähigkeit von Turbinen dieser Art dadurch zu steigern, daß die Läufer mit
Zwischenschaufeln versehen werden, in denen Dehnungskanäle vorgesehen sind. Eine solche
Beschaufelung ist aiber hohen Fliehkraftbeanspruchungen ausgesetzt, ist teuer herzustellen,
schwierig zusammenzubauen und auf die Dauer betriebssicher zu erhalten.
Demgegenüber wird gemäß der Erfindung in der Radialturbine der letzte Schaufelkranz
so ausgebildet, daß er den Dampf in allgemein radialer Richtung aufnimmt, ihn aber radial
und seitlich ausläßt, wodurch ein ausreichender Austrittsquerschnitt zur Bewältigung
großer Dampfmengen mit günstigen kleinen Austrittswinkeln erzielt wird. Im Rahmen
dieser grundsätzlichen Anordnung ist die ,besondere Form der Schaufeln nicht wesentlich.
Damit aber unausgeglichene Biegungsmomente durch die Fliehkräfte vermieden werden, sind
die Schaufeln vorteilhafterweise so gestaltet, daß der Schwerpunkt jeder Schaufel im wesentlichen
in der Mitte ihres Baustoffes liegt.
j Dies wird vorteilhaft dadurch erreicht, daß die Schaufeln einen im wesentlichen radialen
■ Innenteil und einen hakenförmigen oder trogförmigen Rand erhalten, wobei im letzteren
Falle dieser Teil vorteilhaft so gestaltet ist, daß sich erweiternde Dampfwege gebildet
werden, um die Dehnung des Druckmittels zu steigern.
Die Zeichnung zeigt einige Ausführungsformen. Abb. 1 ist teilweise ein Schnitt durch
eine Radialturbine mit Gegenlaufrädern mit einer Ausführungsform des letzten Schaufelkranzes.
Abb. 2 und 3 sind Schnitte nach den Linien H-II und IH-III der Abb. 1.
Abb. 4 zeigt eine abgeänderte Schaufelform, von der die Abb. 5 und 6 Schnitte nach den
Linien V-V und VI-VI sind. Abb. 7 zeigt einen Teilschnitt einer abgeänderten Form
des Schaufelrandes gegenüber den Abb. 5 und 6, während Abb. 8 eine weitere Ausführungsform
zeigt.
In der Abb. 1 ist eine Radialturbine 10 dargestellt,
in deren Gehäuse 11 Läufer 12 auf Wellen 13 gegenläufig umlaufen. Diese WeI-len
sind in geeigneter Weise in Gehäusen gelagert und mit Stopfbüchsen 14 versehen.
Die Läufer 12 sind mit Schaufeln 15 versehen, deren Befestigung in beliebiger Weise,
beispielsweise mittels Expansionsringen ιό, erfolgt.
Der Dampf wird durch geeignete Leitungen 17 nach dem Raum 18 im Innern der
Schaufeltrommel geführt. Die Leitungen 17 münden in Kammern 19, welche durch Kanäle
20 in den Läufern mit dem Mittelraum 18 in Verbindung stehen.
Bine Labyrinthdichtung 21 ist zwischen
die Läufer 12 und das Gehäuse 11 eingeschaltet,
um einen Übertritt des Dampfes in die Auspuffkammer 22 zu verhindern und
gleichzeitig dem Schub auf die Läufer entgegenzuwirken.
Nach den Abb. 1 bis 7 besteht der gemäß der Erfindung ausgeführte letzte Schaufelkranz
aus Schaufeln 25, die an Seitenringen 26 in geeigneter Weise befestigt sind, von
denen der eine mit dem einen Läufer, beispielsweise durch einen Expansionsring 27,
verbunden ist.
Die Schaufeln 25 halben gerade Einlaßkanten 128 und halbkreisförmige Auslaßkanten 29,
so daß die Auslaßkanten langer sind als die Einlaßkanten. Die Schaufeln 25 sind also so
geformt und gekrümmt, daß sie den Diampf sowohl radial wie auch achsial austreten las-
ao sen, wie durch die Pfeile in Abib. 1 angedeutet. Da die Auelaßkante erheblich langer ist
als die Einlaßkante, wird ©ine ausreichende Austrittsnäehe für große Dampfmengen bei
verhältnismäßig kleinem Austrittswinkel ge-
ä5 wonnen. In den Abb. r bis 3 sind die Schaufeln
25 von halbmondförmigem oder konkavkonvexem Querschnitt mit einer geraden Einlaßkante
28. In den Abb. 4, 5 und 6 ist die Schaufel mit einem hakenförmigen Rand 30 versehen, der im wesentlichen konzentrisch
zur gekrümmten Kante 29 verläuft und eine im wesentlichen halbkreisförmige Mittelfläche
31 umschließt. Ein Vorteil dieser Ausfüliriungsform
der Abb. 4 ibis 6 ist der, daß die Maße jeder Schaufel; so gestaltet werden
kann, daß der 'Schwerpunkt im wesentlichen in der Mitte der Dicke des Innenteiles 31
liegt, wodurch unausgeglichene Fliehkraftsbiegungsmomente
vermieden werden.
Eine Abänderung der Ausführungsform der Abb. 4, 5 und 6 ist in Abb. 7 ersichtlich,
■bei welcher die Auslaßsteile 32 des hakenförmigen Randes 30 so gestaltet sind, daß
düsenartige, divergierende Spalten 33 ent-
stehen mit einem verengten Querschnitt 34. Hierdurch soll die Dehnung des Dampfes gesteigert
werden.
Eine weitere Ausführungsform zeigt Abb. 8, bei welcher die Auslaßkante noch
weiter verlängert ist. Die verlängerte Schaufel 35 (hat eine gerade Einlaßkante 36 und
seitliche Auskultanten 37, die durch eine gekrümmte Auslaßkante 38 verbunden sind.
Für diese Schaufelform kann der Querschnitt nach den Abb. 1 bis 7 gewählt werden, um
einen kleinen Austrittswinkel zu bekommen. Die Schaufeln 35 werden durch kräftige Ringwulste
39 versteift, von denen der eine mit dem einen Läufer 12 mittels eines !geeigneten
Expansionsringes 40 verbunden ist.
Wesentlich ist, daß die Gesamtlänge der Auslaßkante erheblich größer ist als die Emlaßkainte,
wodurch das Ergebnis einer großen Dampfaustrittsfläche bei kleinem Auslaßwinker
erzielt wird.
Die Arbeitsweise folgt ohne weiteres aus der ,Schaufelform. Der Dampf oder das Gas
wind radial zwischen den Zwischenschaufeln den gegenläufigen Läufer 12 in bekannter
Weise expandiert und tritt aus dem letzten Schaufelkranz 15 zwischen die Einlaßkanten
oder 36 der Endschaufeln 25 oder 35. Zwischen diesen wird das Treibmittel weiter
gedehnt, und es tritt sowohl radial wie auch seitlich aus, wie aus den Pfeilen in den Abb. 1
und 8 ersichtlich.
Claims (6)
1. Radialturbine, 'dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewinnung eines großen Austrittsquerschriittes
bei kleinen Austrittswinkeln der letzte Laufschaufelkranz das Triöbmittel in wesentlich radialer Richtung
strömend empfängt und es sowohl radial wie auch achsial austreten läßt.
2. Radialturbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung
.unausgeglichener Biegungsmomente im letzten Schaufelkranz jede Schaufel so
gestaltet ist, daß ihr Schwerpunkt in der . Mitte der Baustoff dicke liegt.
3. Radialturbine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaufeln des letzten Schaufelkranzes einen im wesentlichen radialen Innenteil (3.1) und einen hakenförmigen Randteil
(30) zeigen.
4. Radialturbine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der hakenförmige
Randteil zu düsenförtnigen Kanälen (33) gekrümmt ist.
5. (Schaufel für Radialturbinen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaufel bei ,annähernd gerader Einlaßkante (28) einen beiderseits an die Enden
der Einlaßkante anschließenden gekrümmten Auslaßrand (29) hat.
6. Schaufel für Radialturbinen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
an die gerade Einlaßkante (36) beiderseits zunächst gerade, radiale Auslaßkanten
(40) vor dem Übergang in die gekrümmte Auslaßkante (38) anschließen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW62076D DE373786C (de) | Radiale Dampf- oder Gasturbine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW62076D DE373786C (de) | Radiale Dampf- oder Gasturbine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE373786C true DE373786C (de) | 1923-04-16 |
Family
ID=7606474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW62076D Expired DE373786C (de) | Radiale Dampf- oder Gasturbine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE373786C (de) |
-
0
- DE DEW62076D patent/DE373786C/de not_active Expired
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