DE3642136C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen di/dt-Auslöser gemäß dem Ober
begriff des Anspruchs 1.
Derartige Auslöser haben die Aufgaben, so früh wie möglich
Überströme, insbesondere Kurzschlußströme, zu erkennen und
den Schalter auszulösen, um die thermische und dynamische
Belastung der zu schützenden Anlagen auf ein Minimum zu ver
ringern.
Aus den CALOR-EMAG-MITT., 1963, H. 1/2, S. 42-55, ist ein
Verfahren für die di/dt-Auslösung in Wechsel- und Drehstrom
netzen bekannt, mit dem die Auslösung nach Überschreitung
eines Schwellenwertes der Stromsteilheit erfolgt. In diesem
Verfahren wird die Stromsteilheit der Augenblickwerte des Kurzschluß
stromes innerhalb eines einge
schränkten Meßbereiches
ausgewertet. Lage und Breite dieses Meßbereiches in
Bezug auf einen für den Kurzschlußpfad definierten An
sprechstrom I A bestimmen die am di/dt-Auslöser einzustel
lende Ansprechsteilheit. Bei diesem Verfahren ist es mög
lich, daß ein Strom mit einem kleineren Effektivwert als I A
im Meßbereich die Ansprechsteilheit überschreitet.
Deshalb ist die Einführung eines Streufaktors ks erforder
lich, der den kleinsten Strom bestimmt, der noch zur Aus
lösung führen kann. Der Streufaktor ist von der Lage und
Breite des Meßbereiches ebenfalls abhängig. Entscheidend ist
dabei die Lage der Meßbereichsgrenzen relativ zum effekti
ven Ansprechstrom I A bzw. zu seinem Scheitelwert î A .
Aus der DE-OS 35 19 262 ist ein Verfahren für eine Überstrom
auslösung mit einem elektronischen Auslöser bekannt, bei dem
in Abhängigkeit von der Größe und Dauer eines Überstromes
ein Auslösesignal erzeugt wird. Um bei schwindendem Über
strom eine Fehlauslösung zu verhindern, wird der Differenzen-
oder Differentialquotient der Meßgröße bei der Auswertung
berücksichtigt.
Ein aus der DE-OS 15 13 283 bekannter Auslöser spricht auf
Überlast dadurch an, daß in Abhängigkeit von Größe und
Dauer eines Überstromes ein Kondensator geladen wird, und
daß bei einer bestimmten Kondensatorspannung die Auslösespule
des Leistungsschalters aktiviert wird. Die Aufladung des
Kondensators wird von einem Verzögerungsglied gesteuert, das
bei kleineren Überlastströmen die Kondensatorladung verzö
gert.
di/dt-Auslöser können statt auf elektromechanische Lei
stungsschalter auch auf Thyristoren einwirken. Unabhängig von
dem hier aufgezeigten Anwendungsfall ist es allgemein be
kannt, daß die Ausschaltung von Thyristoren mit Löschkon
densatoren durchgeführt werden kann ("Grundlagen der Lei
stungselektronik", Teubner-Verlag, 1978, 2. Aufl.,
Seite 117-119).
In der DE-AS 28 41 009 ist ein Verfahren und eine Einrichtung
zur Fehler- und/oder Fehlerrichtungsdetektion beschrieben.
In diesem Verfahren werden Strom- und Spannungsabweichungen
gegenüber dem fehlerfreien Strom- und Spannungsverlauf er
faßt und zur Fehlerdetektion mindestens einer der Abwei
chungswerte mit einer Grenzwertfunktion verglichen, die aus
beiden Abweichungswerten gebildet ist. In einer Auswertungs
variante dieses Verfahrens wird aus den Abweichungswerten
von Strom und Spannung über eine rationale Funktion ein
Kombinationswert einem Grenzwertvergleich, vorzugsweise mit
einem festen Grenzwert, unterzogen. Die aus den Strom- und
Spannungsabweichungen gebildete Grenzwertfunktion verläuft,
bezogen auf eine Darstellung in einem Koordinatensystem,
dessen Koordinaten durch die Strom- und Spannungsabwei
chungen gebildet sind, wenigstens abschnittsweise unter
einem Neigungswinkel (a) gegen eine der Koordinatenachsen
sowie mit Abstand vom Koordinaten-Nullpunkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen di/dt-Auslöser für in
Wechsel- oder Drehstromanlagen eingesetzte Leistungsschalter
zu schaffen, der trotz kleiner Bauabmessungen gegen alle in
der Praxis auftretenden Über- und Kurzschlußströme ausreich
end Schutz bietet.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale gelöst.
Hiermit wird ein einfacher und platzsparender Auslöser ge
schaffen, mit dem eine Auslösung und Ausschaltung bei we
sentlich kleineren Strömen als mit konventionellen Auslösern
erzielt wird. Die Ausschaltung wird erleichtert, weil die
z. B. im Lichtbogen umzusetzende magnetische Energie mit dem
Quadrat des Stromes steigt. Ferner wird die thermische und
dynamische Belastung der zu schützenden Anlage und des Schal
ters verringert, weil auch sie sich mit dem Quadrat des
Stromes verringert. Das bedeutet aber, daß mit kleineren
Schaltern ein größerer Anlagenschutz erzielt wird.
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen dargelegt.
In der Zeichnung sind mögliche Arbeitsweisen und der prin
zipielle Aufbau eines Auslösers nach der Erfindung darge
stellt.
Fig. 1-3 zeigen grafische Darstellungen des zeitlichen Ver
laufes des Einschaltstromes und des Verlaufes der
Stromsteilheit als Funktion dieses Stromes bei
verschiedenen cosϕ-Werten und Einschaltzeitpunkten.
Fig. 4 zeigt den Verlauf einer möglichen Schwellenwert
funktion eines Auslösers und
Fig. 5 den prinzipiellen Aufbau eines solchen Auslösers.
Bei der Betrachtung der Fig. 1 bis 4 wird beispielsweise
ein elektronischer Auslöser für einen Motorschutzschalter
für 100 A Nennstrom angenommen, dessen Auslöser ansprechen
soll, wenn I eff < 1200 A wird und cosϕ = 0,2...0,95 beträgt.
In den Fig. 1 bis 3 wurden zugunsten einer übersichtlichen
Darstellung nur die Einschaltzeitpunkte t ein =
0...10 ms nach dem positiven Spannungs-Nulldurchgang betrachtet.
In den Fig. 1 bis 3 sind für I eff = 1200 A beispielsweise
dargestellt
- a) der Stromverlauf über der Zeit i = f (t) und
- b) die Stromsteilheit über dem Augenblickswert des Stromes, di/dt = f (i), unter folgenden Bedingungen:
Fig. 1 Einschaltung im ungünstigsten Einschaltzeitpunkt,
nämlich im Spannungs-Nulldurchgang, bei cosϕ = 0,2.
Der Scheitelwert des Stromes i (Stromsteilheit
di/dt = 0) hat hier sein Maximum, nämlich
i max = · I eff · · cosϕ
d. h. i max = · I eff · 1,56 = 2640 A
d. h. i max = · I eff · 1,56 = 2640 A
Für einen nur stromabhängigen Auslöser wäre das
der Ansprechgrenzstrom. Erst bei noch größeren
Stromwerten muß er auslösen. Ein gleich großer und
kleinere Stromwerte dürfen nicht zur Auslösung
führen, weil sie betriebsmäßig, z. B. beim Motoranlauf,
auftreten können.
Fig. 2 Einschaltung im günstigsten Einschaltzeitpunkt,
nämlich im Strom-Nulldurchgang.
Da hier kein Ausgleichsglied auftritt, entspricht
der Stromverlauf völlig dem stationären Zustand,
d. h.: dem eingeschwungenen Zustand nach Abklingen
des Ausgleichsgliedes. Der weitere Stromverlauf
beim Anlauf des Motors wird hier nicht betrachtet.
Fig. 3 Einschaltung in dem Zeitpunkt, in dem die höchste
Stromsteilheit im Augenblick des Stromflußbeginns
auftritt, nämlich im Maximum der Spannung, 5 ms
nach ihrem Nulldurchgang, bei cosϕ = 0,95.
Die Fig. 1 und 3 zeigen die Extrema, die sich bei I eff =
1200 A, cosϕ = 0,2...0,95 und Einschaltzeitpunkten 0 bis
10 ms nach dem positiven Spannungs-Nulldurchgang ergeben.
Zur Erfassung aller Einschaltzeitpunkte von 0 bis 20 ms nach
dem positiven Spannungs-Nulldurchgang sind in den Fig. 1b
und 3b die Kurven di/dt = f (i) sowohl an der Ordinate als
auch an der Abszisse zu spiegeln. Das Ergebnis ist in Fig. 4
dargestellt.
Alle Kurven di/dt = f (i), die unter den gemachten Voraus
setzungen auftreten können, liegen innerhalb der so gewonnenen
Hüllkurve (Schwellenwertfunktion). Diese Hüllkurve definiert
also die Ansprechgrenze des Auslösers durch die Vorgabe der
noch zulässigen Werte der Stromsteilheit in bezug auf den
Augenblickswert des Stromes bzw. durch die Vorgabe der noch
zulässigen Augenblickswerte des Stromes in bezug auf die
Stromsteilheit.
Alle Wertepaare aus Stromsteilheit und Augenblickswert des
Stromes, die außerhalb der Hüllkurve liegen, führen zur un
verzögerten Auslösung.
Die Hüllkurve kann in einem elektronischen Auslöser nachge
bildet oder als mathematische Funktion mit beliebig großer
Genauigkeit angenähert werden. Eine einfache Möglichkeit
wäre z. B. ein Rechteck, dessen Seitenlängen durch die positiven
und negativen Maximalwerte der Stromsteilheit bzw.
des Augenblickswertes des Stromes bestimmt werden. Dabei
würde sich allerdings die Ansprechgenauigkeit verringern,
weil die in Fig. 4 dargestellte Kurve die hohe Stromsteil
heit bei Stromflußbeginn berücksichtigt, die sich bei Ein
schaltung des Stromes von I eff = 1200 A mit cosϕ = 0,95
im Spannungs-Scheitelwert ergibt.
Gerade bei dem hier beispielsweise gewählten Auslöser für
einen Motorschutzschalter mit einem Ansprechwert des Kurz
schlußauslösers von 1200 A kann angenommen werden, daß der
Motoranlaufstrom einen wesentlich kleineren cosϕ hat. Prak
tisch kann hier mit cosϕ-Werten unter 0,5 gerechnet werden.
Dadurch würde sich die maximale Stromsteilheit bei i = 0 von
etwa 1700 A/ms auf etwa 600 A/ms verringern, und die Empfind
lichkeit des Auslösers könnte entsprechend erhöht werden.
So könnte die Ansprech-Grenzkurve beispielsweise auch durch
die Funktion einer Ellipse bzw. eines Kreises angenähert
werden.
Mit dem Auslöser gemäß Fig. 5 können mit einer Sampling-Rate
von beispielsweise 10 Mikrosekunden größere Kurzschlußströme
(über etwa 500 A) bereits bei der ersten Messung als solche
erkannt und es kann schon bei Strom-Augenblickswerten von
weniger als 300 A der Auslösebefehl gegeben werden.
Mit R, S und T sind die Phasen eines Netzes bezeichnet. In
jeder Phase ist als Sensor ein Stromwandler 1, 2, 3, z. B.
eine Rogowski-Spule vorgesehen, mit dem die Stromsteilheit
di/dt erfaßt wird, und zwar in regelmäßigen kurzen Zeitab
ständen (sampling rates), beispielsweise in 10 µs. Die di/dt-
Werte werden in A/D-Wandlern 4, 5, 6 digitalisiert und einem
Mikro- oder Signalprozessor 7 zugeführt.
Die digitalisierten Stromsteilheiten di/dt werden in Multipli
zierern 8, 9, 10 mit den Zeitwerten (sampling rates) multi
pliziert und aus diesen Produkten in den Bauelementen 11,
12, 13 die dazugehörigen Strom-Augenblickswerte i errechnet.
Somit kann aus den erfaßten Stromteilwerten durch permanente
Integration der Strom errechnet werden nach der Gleichung
i t+ Δ t = i t + (di/dt) · Δ t
In weiteren Bausteinen 14, 15, 16, die die Auslösekennlinien
enthalten und denen die Stromsteilheiten di/dt und die er
rechneten Stromwerte i zugeführt werden, wird der Vergleich
der gemessenen bzw. errechneten Werte mit den Auslöse-Grenz
daten vorgenommen. Die Ausgangssignale gehen einem Rechner
17 zu, der eine unverzögerte Auslösung des Schutzschalters
über eine Auslösespule 18, z. B. eine Thomsonspule, ver
anlaßt, wenn Schwellenwerte, die aus der Funktion von Strom
und Stromsteilheit gebildet werden, überschritten werden.
Das Symbol 1 im Rechner 17 bedeutet, daß schon das An
sprechen einer der drei Phasenschaltungen bzw. deren Funk
tion zur Auslösung führt. Über die Auslösespule 18 werden
Schaltkontakte 19 in den Phasenleitungen R, S, T geöffnet
und die zu schützende Anlage abgeschaltet.
Der elektronische Auslöser läßt sich vorteilhaft auch zum
Schutz von Asynchronmotoren einsetzen, bei denen zunehmend
Stromüberhöhungen beim Anlauf durch Eisensättigung auf
treten. Dadurch bilden sich im Stromverlauf größere Strom
steilheiten bei höheren Strom-Augenblickswerten aus. Um
diese sättigungsbedingten größeren di/dt-Werte noch zuzu
lassen, muß die üblicherweise vorgegebene Kennlinie in ei
nem Strombereich, z. B. i < 1500 A, angehoben werden. Damit
können Rushspitzen relativ einfach berücksichtigt und
gleichzeitig eine wesentliche Vereinfachung in der Vorgabe
des Auslösekriteriums in Hinblick auf den Prozessor-Aufbau
erzielt werden.
Praktisch kann dieses dadurch verwirklicht werden, daß mehrere
Auslösekennlinien in den Bausteinen 14 bis 16 der Fig. 4
mit unterschiedlichen Auslösewerten vorgesehen werden. Hier
durch wird eine verzögerte Auslösung bei mehrmaligem Über
schreiten des weiteren Schwellenwertes des Stromes und der
Stromsteilheit erzielt. Die Verzögerung kann mit bekannten
Verzögerungsgliedern erreicht werden.
Bei Einsatz mehrpoliger Schalter kann darüber hinaus eine
unverzögerte oder verzögerte Auslösung erfolgen, wenn die
Summe der Ströme oder der Stromsteilheiten von Null ab
weicht. Damit kann ein Phasenausfallschutz gewährleistet
werden.
Wenn dagegen als Auslösekriterium die Summe der Ströme oder
der Stromsteilheiten gleich Null verwendet wird, wäre auch
ein Fehlerstromschutz realisierbar. Hierfür könnte ein wei
terer Summierer vor den Multiplizierern 8 bis 10 in der Anord
nung nach Fig. 5 dienen.
Um den Auslöseimpuls zu verstärken, kann ein geladener Kon
densator über einen Operationsverstärker auf die Spule des
Schnellauslösers, z. B. Thomsonspule, entladen werden, wobei
ein Kurzschlußring direkt die Kontakte aufschlägt.
Schließlich ist eine interessante Verwendung des Anmeldungs
gegenstandes bei elektronischen Schaltern dadurch möglich,
daß eine schnelle Löschung des Halbleiters
durch Gegenstrom erfolgen kann. Dieser wird durch Ent
ladung eines Kondensators, eingeleitet durch den Auslöseim
puls, erzeugt.
Claims (6)
1. di/dt-Auslöser für kurzschlußstrombegrenzende Schalter
zur raschen Erkennung von Überströmen, vorzugsweise Kurz
schlußströmen, in Wechselstrom- und Drehstromnetzen, da
durch gekennzeichnet, daß in jeder Hauptstrombahn ein Sensor
(1, 2, 3) zur Messung der Stromsteilheit in regelmäßigen
kurzen Zeitabständen vorgesehen ist, daß über A/D-Wandler
(4, 5, 6) die Meßwerte digitalisiert werden, daß aus den
digitalisierten Meßwerten in nachgeschalteten Mikro- oder
Signalprozessoren (8 bis 17) der Augenblickswert des Stromes
jeder Hauptstrombahn durch Summation der Produkte aus Strom
steilheit und konstantem Zeitintervall errechnet wird, daß
ein aus den Augenblickswerten von Strom und Stromsteilheit
gebildetes Wertepaar mit einer vorgebbaren, Strom und Strom
steilheit miteinander verknüpfenden Schwellenwertfunktion
verglichen wird, und daß bei Überschreitung des von der
Schwellenwertfunktion vorgegebenen, zulässigen Bereiches
durch das ermittelte Wertepaar eine unverzögerte Auslösung
des Schalters erfolgt.
2. di/dt-Auslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Vorliegen eines zulässigen Wertepaares dieses Werte
paar einem weiteren Vergleich mit einer anderen Schwellen
wertfunktion unterzogen wird, die kleinere Werte von Strom
und Stromsteilheit miteinander verknüpft, und daß bei Über
schreitung dieser Schwellenwertfunktion ein Verzögerungs
glied erst nach einer vorgegebenen Anzahl von Überschrei
tungen den Auslöseimpuls gibt.
3. di/dt-Auslöser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verlauf der Schwellenwertfunktion in einem
rechtwinkligen Koordinatensystem, dessen einer Koordinate
die Augenblickswerte des Stromes und dessen anderer Koordinate
die Augenblickswerte der Stromsteilheit zugeordnet sind,
ellipsen- oder kreis- oder rechteck- oder spiralförmig ist.
4. di/dt-Auslöser für kurzschlußstrombegrenzende Schalter
zur raschen Erkennung von Überströmen, vorzugsweise Kurz
schlußströmen, in Wechselstrom- und Drehstromnetzen, da
durch gekennzeichnet, daß in jeder Hauptstrombahn eines
mehrpoligen Schalters ein Sensor (1, 2, 3) zur Messung der
Stromsteilheit in regelmäßigen kurzen Zeitabständen vorge
sehen ist, daß über A/D-Wandler (4, 5, 6) die Meßwerte di
gitalisiert werden, daß aus den digitalisierten Meßwerten in
nachgeschalteten Mikro- oder Signalprozessoren die Summe der
Stromsteilheits-Werte gebildet und bei Abweichung der Summe
vom Wert Null der Auslöseimpuls gegeben wird.
5. di/dt-Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Auslöseimpuls über einen Verstärker
die Entladung eines Kondensators auf die Spule (18) eines
Schnellauslösers (z. B. Thomsonspule) freigibt, dessen re
aktives Element (z. B. ein Kurzschlußring) direkt die Kon
takte der Hauptstrombahn aufschlägt.
6. di/dt-Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Halbleiterschaltern die Ausschaltung
durch Gegenstrom bewirkt wird, der durch eine durch den Auslöseimpuls
eingeleitete Entladung eines Kondensators erzeugt wird.
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