DE3605359C2 - Rechnersystem mit mehreren Rechnern - Google Patents
Rechnersystem mit mehreren RechnernInfo
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- G06F11/0703—Error or fault processing not based on redundancy, i.e. by taking additional measures to deal with the error or fault not making use of redundancy in operation, in hardware, or in data representation
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Rechnersystem mit mehreren
Rechnern gemäß der Gattung des Hauptanspruchs. Rechnersysteme,
bei denen zwischen den einzelnen Rechnern Daten in Form von
Datenblöcken seriell übertragen werden, können beispielsweise in
elektronischen Steuergeräten Anwendung finden. Dabei soll auf
möglichst einfache Weise festgestellt werden können, ob die
Übertragung der Daten fehlerlos und ohne Störungen erfolgt. Die
kommunizierenden Rechner können auch in unterschiedlichen
Steuergeräten untergebracht sein, wobei auch hier eine
Überprüfung der einwandfreien Übertragung bzw. der Funktion des
sendenden Rechners gewünscht wird.
Zur Überprüfung der empfangenen Daten können jeweils zusätzliche
Prüfbits vorgesehen sein, die sich aus den Daten berechnen
lassen. Die erforderlichen Berechnungen und die Übertragung der
zusätzlichen Prüfbits stellen dabei einen beträchtlichen
Mehraufwand dar. Eine andere Prüfmöglichkeit besteht darin, die
empfangenen Daten nochmals zum sendenden Rechner
zurückzuübertragen, um einen Datenvergleich vornehmen zu können.
Diese Art der Datenüberprüfung verschlingt einen beträchtlichen
Teil der zur Verfügung stehenden Rechnerzeit, weshalb diese Art
der Überprüfung für viele Anwendungsfälle keinesfalls geeignet
ist.
Aus der Zeitschrift "Automatik", Oktober 1967, Seite 347 bis
350, 352 bis 354 und 356 ist eine Methode für die Absicherung
der Datenübertragung bei Fernscheibnetzen bekannt. Darin wird
vorgeschlagen, zusätzlich zu den sieben Zeichen eines
Datenblocks ein Kontrollzeichen zu senden, das stets die
"1"-Zustände in den einzelnen Kanälen zur Geradzahligkeit
ergänzt. Dafür ist in jedem Kanal ein Kanalzähler vorgesehen.
Nachdem jeweils sieben Zeichen des Datenblocks empfangen wurden,
werden die Kanalzähler, die in Stellung "1" stehen veranlaßt,
einen Impuls abzugeben. Aus diesen Impulsen setzt sich das
Kontrollzeichen zusammen. Nach dem Empfang der sieben Zeichen
der Datensendung plus dem Kontrollzeichen wird überprüft, ob
alle Kanalzähler eine "0" registriert haben. Wenn dies nicht der
Fall ist, wird der Datenblock als fehlerhaft markiert.
Aus der US 4 390 989 ist eine Anordnung bekannt, bei der die
Datenübertragung zwischen zwei Computern mit Hilfe von
Checksummen überprüft wird.
Es ist Aufgabe der Erfindung den Datenaustausch zwischen zwei
oder mehr Rechnern auf einfache Art und Weise abzusichern, wobei
insbesondere das korrekte Aussenden der Daten seitens des
sendenden Rechners überwacht werden soll. Die genannte Aufgabe
wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Rechnersystem mit den Merkmalen des
Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß durch eine
einfache Maßnahme, nämlich dadurch, daß am Anfang eines
Datenblocks ein Markierungsbit übertragen wird und daß der
empfangende Rechner bei Erreichen eines Zählerstandes, der das
Ende eines Datenblocks anzeigt, überprüft, ob das nächste
empfangene Datum das Markierungsbit enthält und so eine
Überprüfung der Datenübertragung erfolgen kann. Da die
Datenblöcke zyklisch übertragen werden, kann mit dem jeweiligen
Auftreten des Markierungsbits am Anfang eines Datenblocks schon
erkannt werden, daß der sendende Rechner ordnungsgemäß arbeitet.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind
vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im
Hauptanspruch angegebenen Rechnersystems möglich. So ist es
besonders vorteilhaft, daß der empfangende Rechner das Auftreten
der Markierungsbits innerhalb vorgegebener Zeitabschnitte, die
größer oder gleich der Zyklus zeit sind, überwacht und beim
Ausbleiben eines Markierungsbits ein Fehlersignal erzeugt. Das
daraufhin erzeugte Fehlersignal kann eine Notfunktion einleiten,
wodurch beispielsweise Ersatzwerte für die zu empfangenden Daten
weiterverarbeitet werden. Gleichzeitig kann auch ein Warnsignal
akustischer oder optischer Art ausgelöst werden.
Das Rechnersystem überprüft die Datenübertragung ständig, also
auch dann, wenn eine vorübergehende Störung aufgetreten ist.
Sobald wieder ein korrekter Datenempfang festgestellt wird, geht
der Rechnerbetrieb auf Normalfunktion über.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein vereinfachtes Blockschaltbild eines erfin
dungsgemäßen Rechnersystems,
Fig. 2 ein Flußdiagramm zur Verdeutlichung der Über
prüfung der Datenanzahl und
Fig. 3 ein Flußdiagramm zur Verdeutlichung der zyklischen
Überprüfung des Markierungsbits.
Das in Fig. 1 dargestellte Steuergerät SG besitzt ein
Rechnersystem mit zwei Rechnern C1, C2, die über Steuer
leitungen S1, S2 mit einer Warnsignalanzeige W verbun
den sind. Untereinander tauschen die beiden Rechner C1,
C2 über einen Datenbus D seriell Daten aus, die zu Daten
blöcken mit Daten gleicher Anzahl zusammengefaßt sind.
Für jeden Datenblock ist eine vorgegebene Anzahl A von
Daten vorgesehen. Der jeweils empfangende Rechner C1 oder
C2 zählt die empfangenen Daten und überprüft am Ende des
Datenblocks, ob die vorgegebene Anzahl A mit der tat
sächlich übertragenen Anzahl Z übereinstimmt. Bei Nicht
übereinstimmung wird beispielsweise über die zugehörige
Steuerleitung S1 oder S2 ein Fehlersignal FS abgegeben.
Das Fehlersignal FS kann auch intern im Rechner zum Ab
ruf einer Notfunktion verwendet werden.
Anhand von dem in Fig. 2 dargestellten Flußdiagramm
wird der Ablauf der im empfangenden Rechner vorgenom
menen Prüfung nachfolgend erläutert.
Der Zähler des empfangenden Rechners wird ausgehend
von einem Zählerstand ZS durch jedes eintreffende Datum
um 1 verringert, bis der Zählerstand ZS = 0 ist. So
lange der Zählerstand den Wert 0 nicht erreicht, wird
ständig überprüft, ob das empfangene Datum ein Markie
rungsbit B ist. Falls nicht, wird weiterhin der Zähler
stand dekrementiert, bis der Wert ZS = 0 erreicht ist.
Daraufhin wird der Zählerstand ZS auf den Wert A ge
setzt der die pro Datenblock vorgegebene Anzahl von
Daten darstellt. Es wird dann überprüft, ob das nächste
empfangene Datum das Markierungsbit B ist und wenn ja,
wird ein Merkbit M auf 1 gesetzt. Der Zählerstand ZS wird
nunmehr wieder durch weitere eintreffende Daten dekre
mentiert, bis wiederum der Zählerstand ZS = 0 ist.
Bei fehlerhafter Funktion wird beim Zählerstand ZS = 0
ebenfalls zunächst der Zählerstand auf den Wert A ge
setzt, jedoch wird das nächste empfangene Datum im Stö
rungsfall nicht das Markierungsbit B enthalten, so daß das
Merkbit M auf Null gesetzt und ein Fehlersignal FS aus
gelöst wird. Das Fehlersignal FS kennzeichnet die fehler
hafte Übertragung und leitet entsprechende Notfunktionen
oder Warnsignale ein.
Bei einer Störung, während der Zählerstand ZS noch nicht
gleich Null ist, löst ein auftretendes Markierungsbit B
ebenfalls das Fehlersignal FS aus. Auch in diesem Fall
wird der Zählerstand zunächst auf den Anfangswert A
gesetzt und das Merkbit M gelöscht.
Auf diese Weise wird die tatsächlich empfangene Anzahl Z
von Daten mit der vorgegebenen Anzahl A verglichen und
bei Nichtübereinstimmung ein Fehlersignal ausgelöst. Bei
Nichtübereinstimmung tritt nämlich das Markierungsbit B
in bezug auf den jeweiligen Zählerstand an falschen
Stellen auf, was als Fehlfunktion erkannt wird.
Entsprechend dem in Fig. 3 dargestellten Diagramm kann
gleichzeitig das zyklische Auftreten des Merkbits M
überwacht werden. Dabei kann stets nach Ablauf einer
festen Zeitspanne, beispielsweise alle 50 ms, geprüft
werden, ob das Merkbit M gelöscht ist. Falls dies der
Fall ist, liegt eine Fehlfunktion vor, da bedingt durch
die zyklische Datenübertragung beispielsweise innerhalb
von 50 ms wenigstens ein Merkbit M zur Kennzeichnung
eines Datenblockanfangs gesetzt werden muß. Ist also
nach Ablauf dieses beispielsweise festgelegten Zeitraums
das Merkbit M immer noch gleich Null, so wird das Fehlersignal FS
ausgelöst.
Ist dagegen das Merkbit M ungleich Null, so bedeutet dies,
daß die Normalfunktion N bezüglich der Merkbitübertragung
M vorliegt.
Durch die Kombination der Überwachung des Merkbits M
und der Überwachung der empfangenen Anzahl Z von Daten
kann für viele Anwendungen eine ausreichende Überprüfung
auf Funktionstüchtigkeit des Rechnersystems durch sehr
einfache Maßnahmen vorgenommen werden.
Claims (4)
1. Rechnersystem mit mehreren Rechnern, bei dem die zu
Datenblöcken zusammengefaßten Daten seriell zwischen den
Rechnern ausgetauscht werden und der Datenaustausch im
jeweils empfangenden Rechner überprüft wird, wobei jeder der
übertragenen Datenblocks eine vorgegebene Anzahl von Daten
enthält und der die Daten empfangende Rechner die Anzahl der
innerhalb eines Datenblocks empfangenen Daten zählt, dadurch
gekennzeichnet, daß am Anfang eines Datenblocks ein
Markierungsbit (B) übertragen wird, daß die Datenblöcke
zyklisch übertragen werden, daß der empfangende Rechner (C1,
C2) bei Erreichen eines Zählerstandes, der das Ende eines
Datenblocks anzeigt, überprüft, ob das nächste empfangene
Datum das Markierungsbit (B) enthält und daß der empfangende
Rechner (C1, C2) ein Fehlersignal (FS) abgibt, wenn das
nächste empfangene Datum das Markierungsbit (B) nicht
enthält.
2. Rechnersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der empfangende Rechner (C1, C2) das Auftreten der
Markierungsbits (B) innerhalb vorgegebener Zeitabschnitte,
die größer oder gleich der Zyklus zeit sind, überwacht und
beim Ausbleiben eines Markierungsbits (B) das Fehlersignal
(FS) erzeugt.
3. Rechnersystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Fehlersignal (FS) eine Notfunktion
einleitet und/oder ein Warnsignal auslöst.
4. Rechnersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß auch nach Erzeugung des
Fehlersignals (FS) eine ständige Überprüfung der Übertragung
der Datenblocks erfolgt und bei korrektem Datenempfang
wieder auf Normalfunktion (N) übergegangen wird.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863605359 DE3605359C2 (de) | 1986-02-20 | 1986-02-20 | Rechnersystem mit mehreren Rechnern |
| JP62033589A JPS62200432A (ja) | 1986-02-20 | 1987-02-18 | 複数のコンピユ−タを有するコンピユ−タ装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863605359 DE3605359C2 (de) | 1986-02-20 | 1986-02-20 | Rechnersystem mit mehreren Rechnern |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3605359A1 DE3605359A1 (de) | 1987-08-27 |
| DE3605359C2 true DE3605359C2 (de) | 1995-03-16 |
Family
ID=6294493
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863605359 Expired - Fee Related DE3605359C2 (de) | 1986-02-20 | 1986-02-20 | Rechnersystem mit mehreren Rechnern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS62200432A (de) |
| DE (1) | DE3605359C2 (de) |
Families Citing this family (2)
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| US5916296A (en) * | 1995-06-05 | 1999-06-29 | Nippondenso Co., Ltd. | Dual processor automotive control system having flexible processor standardization |
Family Cites Families (3)
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|---|---|---|---|---|
| JPS53137603A (en) * | 1977-05-07 | 1978-12-01 | Omron Tateisi Electronics Co | Error detection system |
| SE417760B (sv) * | 1979-05-15 | 1981-04-06 | Ellemtel Utvecklings Ab | Sett att vid dataoverforing mellan en sendande dator och en mottagande dator overvaka fel och anordning for genomforande av settet |
| JPS5852712A (ja) * | 1981-09-25 | 1983-03-29 | Nec Corp | デ−タ転送処理装置 |
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-
1987
- 1987-02-18 JP JP62033589A patent/JPS62200432A/ja active Pending
Also Published As
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| DE3605359A1 (de) | 1987-08-27 |
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