DE3518103C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Schraubenschlüssel
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Aus der DE 34 13 284 C1 ist ein
Schraubenschlüssel mit Drehmomentverstärkung bekannt, bei
welchem ein Schraubengetriebe Verwendung findet, dessen
Gehäuse nach Art eines Spannschlosses ausgebildet ist, das
mit zwei gleichachsigen Gewindebohrungen versehen ist, in
welche jeweils ein Gewindestab eingesetzt ist. An die
Gewindestäbe sind jeweils über Gelenke ein Abstützteil zur
Realisierung einer Drehmomentabstützung und ein Hebelarm
mit einem daran befestigten Schlüsselteil angesetzt. Die
Achsen der Gelenkteile sowie die Achse des Schraubwerkzeugs
verlaufen senkrecht zur Achse des Gehäuses bzw. dessen
Gewindebohrungen. Die Betätigung dieses Schraubenschlüssels
erfolgt über einen Steckhebel, durch welchen das Gehäuse
gegenüber den Gewindestäben gedreht wird, so daß die über
die Gewindestäbe entwickelte Axialkraft über die Gelenke in
eine Drehbewegung des Schraubwerkzeugs umgesetzt wird. Da
das Abstützteil gelenkig an dem diesem zugeordneten
Gewindestab angebracht ist, muß dieses an zwei mit Abstand
voneinander angeordneten Punkten befestigt werden. Diese
Befestigung erfolgt über zwei Steckschlüssel, die an dem
Abstützteil angebracht sind.
Aus der DE 34 23 026 A1 ist ein vergleichbarer
Schraubenschlüssel bekannt, dessen Drehmomentverstärkung
von einem ebenen Zahnradgetriebe abhängig ist, dessen
Abtriebswelle ein Schraubwerkzeug trägt, dessen
gleichachsige Eingangswelle dem Antrieb dient und dessen
Gehäuse zur Übertragung eines Reaktionsmoments mit einem
rohrartig ausgebildeten, in seiner Abstandsposition zum
Werkzeug einstellbar ausgebildeten Stützhalter versehen
ist. Die Verwendung dieses bekannten Schraubenschlüssels
kann bei bestimmten Felgen- bzw. Nabenformen, insbesondere
Nabentiefen aufgrund der ebenen, d. h. sich im wesentlichen
senkrecht zur Achse des Schraubwerkzeugs erstreckenden
Anordnung des Getriebes problematisch sein. Letzteres
bringt darüber hinaus in Verbindung mit dem einstellbaren
Stützhalter auch einen vergleichsweise komplizierten Aufbau
mit sich.
Aus der DE 33 45 950 A1 ist ein weiteres, mit einer
Drehmomentverstärkung versehenes Schraubwerkzeug bekannt,
welches aus einem Getriebe sowie einer in der Länge
variablen Drehmomentabstützung besteht, welch letztere auf
ihrem, dem Getriebe abgekehrten Ende mit einem als
Steckschlüssel ausgebildeten Befestigungselement versehen
ist, über welches die Übertragung eines Reaktionsmomentes
erfolgt. Die Drehmomentabstützung ist an dem Gehäuse des
Getriebes sowie an dem genannten Befestigungselement über
zueinander parallele Achsen schwenkbar angelenkt, welche
Achsen wiederum senkrecht zu der, ein Schraubwerkzeug
tragenden Abtriebswelle des Getriebes verlaufen. Im
Bedarfsfall kann hierbei das Schraubwerkzeug über eine
Kardanwelle an die Abtriebswelle des Getriebes
angeschlossen sein. Von Nachteil ist bei diesem bekannten
Schraubschlüssel ein insbesondere aufgrund der Ausbildung
der Drehmomentabstützung vergleichsweise komplizierter
Aufbau.
Schließlich ist aus dem DE 79 30 779 U1 ein Schraubwerkzeug
bekannt, dessen als Getriebe ausgebildete
Drehmomentverstärkung gleichachsig verlaufende An- und
Abtriebswellen aufweist, wobei die Abtriebswelle wiederum
ein Schraubwerkzeug trägt und auf der Antriebswelle ein
Handhebel oder sonstiger Antrieb angeordnet ist. Auf einer,
an dem Getriebegehäuse angeschraubten Hülse ist ein Bügel
angeordnet, der eine Drehmomentabstützung bildet und dessen
dem genannten Getriebegehäuse abgekehrtes Ende zum
Einstecken in eine Öffnung des Gegenstands bestimmt ist, an
dem eine Schraube zu lösen ist. Die Kupplung des genannten
Bügels mit dem Getriebegehäuse erfolgt über eine dem Schutz
des Getriebes dienende Überlastsicherung. Dieser bekannte
Schraubenschlüssel ist jedoch aufgrund der Handhabung der
Drehmomentabstützung nur bei bestimmten Gegenständen
einsetzbar.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Schraubenschlüssel
der eingangs bezeichneten Gattung in konstruktiv einfacher
Weise bei hoher Drehmomentverstärkung und geringem
Bauvolumen hinsichtlich der praktischen Handhabbarkeit,
insbesondere der universellen Einsetzbarkeit zu verbessern.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß bei einem gattungsgemäßen
Schraubenschlüssel durch die Merkmale des
Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1.
Das Gehäuse des Schraubengetriebes steht hierbei mit einem
Abstützteil in fester Verbindung und es kann das
Abstützteil, insbesondere dessen, der eigentlichen
Abstützung dienender Abschnitt konstruktiv sehr einfach
gehalten werden. Somit kann grundsätzlich jede beliebige
Kante als Stützfläche zur Herstellung einer
Drehmomentabstützung benutzt werden. Der erfindungsgemäße
Schraubenschlüssel ist damit universell einsetzbar, wo
immer eine derartige Kante als Drehmomentabstützung zur
Verfügung steht. Er kann insbesondere zum Lösen, jedoch zum
Anziehen von Schrauben benutzt werden. Bei dem
erfindungsgemäßen Getriebe wird eine eingangsseitige
Drehbewegung zunächst in eine Axialbewegung einer Spindel
umgesetzt, welche wiederum in eine Drehbewegung eines das
Schraubwerkzeug antreibenden Mitnahmerohres umgeformt wird.
Es ist auf diese Weise eine zweistufige hohe
Drehmomentübersetzung möglich, nämlich zum einen über die
Steigung des Gewindes der Spindel und zum anderen über die
Einrichtung zur Übertragung der Axialbewegung dieser
Spindel in eine Rotationsbewegung des Mitnahmerohres.
Wesentlich ist insoweit, daß sich innerhalb eines beim
Gebrauch des Schraubenschlüssels feststehenden Gehäuses ein
gleichachsig zu der Spindel angeordnetes, das
Schraubwerkzeug führendes Mitnahmerohr dreht, welches
grundsätzlich die Spindel umgeben kann. Die letztere ist
innerhalb des Gehäuses, welches in besonders vorteilhafter
Weise als Rohrelement ausgestaltet sein kann, lediglich
axial verschiebbar und führt insbesondere keine
Rotationsbewegungen gegenüber dem Gehäuse aus. Es ist auf
diese Weise möglich, das Getriebe besonders raumsparend und
kompakt zu bauen, wodurch nicht nur die Handhabbarkeit beim
praktischen Gebrauch des Schraubenschlüssels, sondern auch
die Lagerfähigkeit des letzteren, beispielsweise als
Bordwerkzeug von Kraftfahrzeugen erheblich weiter
verbessert wird.
Die Maßnahmen nach Anspruch 2 stellen eine besonders
einfache Ausführungsform der Einrichtung zur Umsetzung der
Axialbewegung der Spindel in eine Drehbewegung des
Mitnahmerohrs dar, wobei wesentlich ist, daß der Richtungs-
bzw. Umdrehungssinn der Schlitze des Gehäuses demjenigen
der Schlitze des Mitnahmerohrs entgegengerichtet ist. Diese
Schlitze sollten darüber hinaus, mit Hinblick auf den
Richtungssinn - in einer ebenen Abwicklung der
Mantelflächen des rohrförmigen Gehäuses einerseits und des
Mitnahmerohrs andererseits gesehen - zueinander
spiegelsymmetrisch verlaufen, damit durch diese
gegenläufige Steigung der Windungen eine ausschließlich
geradlinige Bewegung der Spindel gegeben ist. Diese
Ausführungsform ist insbesondere konstruktiv einfach zu
realisieren und gleichzeitig wartungsfreundlich
ausgebildet, da nur wenige, in ihrem funktionellen
Zusammenwirken einfach zu überschauende Elemente benötigt
werden.
Die axiale beidseitige Lagerung des Grundkörpers gegenüber
dem Gehäuse gemäß Anspruch 3 ist dann zweckmäßig, wenn der
Schraubenschlüssel sowohl zum Losbrechen festsitzender
Muttern als auch zum Anziehen von Muttern benutzt werden
soll, da die über die Spindel auf den Grundkörper
übertragenen Axialkräfte entsprechend diesen
Verwendungszwecken unterschiedlich ausfallen. Besonders
zweckmäßig ist im Rahmen der axialen Lagerung des
Grundkörpers eine Verwendung von Wälzlagern mit
nadelförmigen Wälzkörpern. Es ist auf diese Weise ein
reibungsarmer Betrieb des Schraubenschlüssels auch bei
extrem festsitzenden Muttern bzw. hohen Anzugsmomenten
gewährleistet.
Die auf die Lagerung des Grundkörpers in dem Gehäuse
gerichteten Maßnahmen der Ansprüche 5 bis 7 sind
konstruktiv einfach realisierbar und erlauben insbesondere
eine gute Zugänglichkeit der Einzelelemente des
Schraubenschlüssels, beispielsweise zu Wartungszwecken. Es
sind demzufolge die den Druckring fixierenden Stifte
zweckmäßigerweise derart eingesetzt, daß sie von außen
einfach zugänglich sind.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, welche weitere
Vorteile offenbaren, werden im folgenden anhand der
Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen
Schraubenschlüssels;
Fig. 2 einen Längsschnitt des Schraubenschlüssels gemäß
Fig. 1 in einer Ebene II-II;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung des Schraubenschlüssels
gemäß Fig. 1 in einer Ebene III-III;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung des Schraubenschlüssels
gemäß Fig. 2 in einer Ebene IV-IV;
Fig. 5 eine Darstellung einer Variante der Lagerung des
Antriebsteils des Schraubenschlüssels im Längsschnitt;
Fig. 6 eine Querschnittsdarstellung der Lagerung gemäß
Fig. 5 in einer Ebene VI-VI.
In den Fig. 1 bis 4 ist ein erstes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Schraubenschlüssels 1 gezeigt.
Dieses besteht im einzelnen aus einem Gehäuse 2, einem
Abstützteil 3, einem Aufnahmeteil 4, in welches ein
Schraubwerkzeug 5, nämlich ein Schlüsselteil einsetzbar
ist, einem Antriebsteil 6, welches unmittelbar mit einem
Handantrieb koppelbar ist sowie einem, zwischen dem
Antriebsteil 6 und dem Aufnahmeteil 4 angeordneten,
drehmomentverstärkend wirkenden Getriebe 7.
Das Gehäuse 2 wird im wesentlichen durch ein Rohrelement 8
gebildet, an dessen einem, dem Schraubwerkzeug 5
zugekehrten Ende ein Ringteil 9 angeschweißt ist. Das
Ringteil 9 bildet den dem Schraubwerkzeug zugekehrten
Abschluß des Gehäuses 2. Das dem Ringteil 9
gegenüberliegende Ende des Rohrelementes 8 ist mit einer
Eindrehung 10 versehen, auf deren Zweck im folgenden noch
näher eingegangen werden wird. Das Antriebsteil 6 besteht
aus einem rotationssymmetrischen, mit einer zentralen
Gewindebohrung 11 versehenen, in die Eindrehung 10
eingesetzten, einen scheibenartigen Vorsprung 12
aufweisenden Grundkörper 13, an dessen einem Ende sich der
scheibenartige Vorsprung 12 und an dessen anderem Ende sich
ein Sechskantdorn 14 befindet, wobei der scheibenartige
Vorsprung 12 vollständig in der Eindrehung 10 aufgenommen
ist.
Der scheibenartige Vorsprung 12 ist in der Eindrehung 10
gegenüber dieser drehbar gelagert und in axialer Richtung
über ein axiales Wälzlager 15 gegenüber der
kreisringförmigen radiale Abschlußfläche der Eindrehung 10
abgestützt. Das Wälzlager ist hier als Nadellager
ausgebildet, dessen axiale Anlagefläche der scheibenartige
Vorsprung 12 des Grundkörpers 13 bildet. Der Grundkörper 13
ist auf der, dem Wälzlager 15 abgekehrten Seite über eine
Anlaufscheibe 17 und einen Sicherungsring 18, der in eine
entsprechende Nut der Eindrehung 10 eingesetzt ist, in
axialer Richtung arretiert.
Das als Schraubengetriebe ausgebildete Getriebe 7 besteht
u. a. aus einer, an einem Ende mit Außengewinde versehenen
Spindel 19, die in die Gewindebohrung 11 eingesetzt ist.
Die Spindel 19 trägt auf ihrem, dem Gewindeabschnitt
abgekehrten Ende eine Querbohrung 20, deren Achse sich
senkrecht zur Längsachse der Spindel 19 erstreckt. In die
Querbohrung 20 ist ein Bolzen 21 eingesetzt, auf dessen
Funktion im folgenden noch näher eingegangen werden wird.
Die Spindel 19 befindet sich im übrigen innerhalb eines,
sich koaxial zu dem Rohrelement 8 erstreckenden
Mitnahmerohres 22, in dessen einen Endbereich das
Aufnahmeteil 4 eingeschweißt ist. Das Aufnahmeteil 4 ist
mit einem Innenvierkant 23 zur Aufnahme des entsprechend
gestalteten Dorns des Schraubwerkzeugs 5 versehen.
Das Ringteil 9 weist auf einer Seite, wie insbesondere aus
den Fig. 1 und 3 erkennbar ist, einen geringfügig konisch
verlaufenden Verlängerungsabschnitt 24 auf, der auf seiner,
dem Rohrelement 8 abgekehrten Seite mit einer Rechtecknut
25 versehen ist, in welcher das Abstützteil 3 mittels einer
Schraube 26 gehalten ist. Die Schraube ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel eine Imbusschraube. Das Abstützteil als
solches ist als im Querschnitt rechteckiger bzw.
quadratischer Stab ausgebildet und dient in noch zu
erläuternder Weise der Realisierung einer
Drehmomentabstützung.
Der Bolzen 21 der Spindel 19 durchdringt das Mitnahmerohr
22 in zwei, einander gegenüberliegenden Schlitzen 27, die
bezüglich der Mantelfläche dieses Mitnahmerohres 22
schraubenlinienförmig gleichsinnig gewunden sind. Der
Bolzen 21 durchdringt darüber hinaus zwei weitere Schlitze
28 innerhalb des Rohrelementes 8, die ebenfalls einander
gegenüberliegen und bezüglich der Mantelfläche des
Rohrelementes 8 schraubenlinienförmig gleichsinnig gewunden
sind, deren Windung jedoch gegenläufig zu der Windung der
Schlitze 27 verläuft.
Der rotationssymmetrische Grundkörper 13 bildet in
Verbindung mit der Spindel 19, dem Bolzen 21, den Schlitzen
27, 28 und dem Mitnahmerohr 22 in Verbindung mit dem
Aufnahmeteil 4 das Getriebe 7.
Man erkennt bereits aus der vorangegangenen Darstellung,
daß eine über den Sechskantdorn 14 eingeleitete
Drehbewegung eine axiale Bewegung der Spindel 19 in
Richtung der Pfeile 29 zur Folge hat, wobei aufgrund der
entsprechenden Bewegung des Bolzens 20 in Verbindung mit
den gegenläufigen Windungen der Schlitze 27, 28 eine
Drehbewegung auf das Mitnahmerohr 22 übertragen wird, so
daß auf diese Weise auch das mit dem Mitnahmerohr 22 fest
verbundene Aufnahmeteil 4 und damit das Schraubwerkzeug 5
gedreht wird. Der mit diesem erfindungsgemäßen
Schraubenschlüssel maximal mögliche Drehwinkel des
Schraubwerkzeugs 5 ist gegeben durch die Geometrie der
Schlitze 27, 28, insbesondere den diesen - in einer
Querschnittsebene des Gehäuses 2 gesehen - zuzuordnenden
Drehwinkel. Die mögliche Drehmomentübersetzung dieses
Schraubenschlüssels ist gegeben durch die Steigung des
Gewindes der Innenbohrung 11 in Verbindung mit der Steigung
der Windungen der Schlitze 27, 28.
Der praktische Gebrauch dieses Schraubenschlüssels nach den
Fig. 1 bis 4, welcher zum Losbrechen von beispielsweise
festsitzenden Radmuttern eines LKW bestimmt ist, erfolgt
derart, daß zunächst das entsprechende Schraubwerkzeug 5,
das an einem Ende einen Vierkantdorn aufweist, in das
Aufnahmeteil 4 eingesetzt wird. Anschließend wird der
Schraubenschlüssel 1, insbesondere dessen Schraubwerkzeug 5
auf die zu lösende Mutter gesetzt, wobei über das
Abstützteil 3 eine Drehmomentabstützung des Gehäuses 2 an
einer anderen Radmutter vorgenommen werden kann. Die
manuelle Betätigung des Sechskantdorns 14 kann mit einem
entsprechenden Maul- oder Ringschlüssel oder einem
sonstigen konventionellen Schraubwerkzeug, z. B. einem
Kreuzschlüssel vorgenommen werden. Die während des
Losbrechens von der Spindel 19 übertragenen Axialkräfte
werden über das Wälzlager 15 auf das Gehäuse 2 übertragen,
so daß durch die Drehung des Grundkörpers 13 bedingte
Reibungskräfte klein gehalten werden.
Es sind in der Regel zum Lösen festsitzender Radmuttern im
allgemeinen lediglich die Überwindung kleinster Drehwinkel
ausreichend, um ein Losbrechen derselben zu bewirken.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine Abwandlung eines
drehmomentverstärkten Schraubenschlüssels, der sowohl zum
Losbrechen festsitzender Radmuttern als auch zum Anziehen
von Radmuttern geeignet ist. Die diesem Schraubenschlüssel
eigenen Abwandlungen betreffen lediglich die Lagerung bzw.
Arretierung des Antriebsteils 6′, so daß die nachfolgende
Beschreibung auf dieses Teil beschränkt worden ist.
Ein scheibenförmiger Vorsprung 30 des Grundkörpers 31 ist
auf der einem Wälzlager 32 abgekehrten Seite über ein
weiteres axiales Wälzlager 33 abgestützt, und zwar an
einem, in die Eindrehung 34 des Rohrelements 35 außenseitig
eingesetzten Druckring 36, der mit dem Ende des
Rohrelementes 35 abschneidet. Der Druckring 36 wird durch
zwei sich parallel zueinander erstreckende Stifte 37, die
in Bohrungen eingesetzt sind, deren Längsachsen in Ebenen
parallel zur Mittelachse des Gehäuses 38 und senkrecht zu
dieser Mittelachse verlaufen, arretiert. Die Stifte können
von außen in die in den Zeichnungen nicht bezifferten
Bohrungen des Gehäuses 38 eingesetzt werden.
Wesentlich ist bei dieser Ausführungsform, daß sämtliche,
in Richtung der Pfeile 39 über die Spindel 40 auf den
Grundkörper 31 übertragenen Axialkräfte über die Wälzlager
32, 33 auf das Gehäuse 38 übertragen werden können, d. h.
sowohl Kräfte, die durch ein Anziehen von Radmuttern
bedingt sind als auch Kräfte, die durch ein Losbrechen
festsitzender Radmuttern bedingt sind. Der auf diese Weise
ausgestaltete Schraubenschlüssel ist somit sowohl zum
Losbrechen als auch zum Anziehen von Radmuttern geeignet.
Die Stifte 37 können gegebenenfalls auch durch
Madenschrauben ersetzt werden. Mit 41 ist das funktionell
dem Mitnahmerohr 4 des Ausführungsbeispiels gemäß den
Fig. 1 bis 4 entsprechende Mitnahmerohr bezeichnet.
In Abhängigkeit von dem Schraubwerkzeug kann das
Mitnahmerohr 22, 41 in Verbindung mit dem Aufnahmeteil 4
auch derart ausgestaltet sein, daß an dem Aufnahmeteil 4
bzw. dem Mitnahmerohr ein Vierkantdorn angebracht ist, der
in eine entsprechende Öffnung des Schraubwerkzeugs
einsetzbar ist.
Ferner können die Schlitze 27, 28 auch derart angeordnet
sein, daß die Schlitze 28 des Gehäuses 2 axial und die
Schlitze 27 des Mitnahmerohres 22 unter einem Winkel hierzu
verlaufen.
Claims (7)
1. Schraubenschlüssel mit Drehmomentverstärkung zum
Anziehen und/oder Lösen festsitzender Muttern,
insbesondere der Radmuttern von Kraftfahrzeugen,
bestehend aus einem Gehäuse (2; 38), einem Aufnahmeteil
(4) für ein Schraubwerkzeug (5), einem Abstützteil (3)
zur Realisierung einer Drehmomentabstützung, einem
Getriebe (7) zur Drehmomentverstärkung und einem
Antriebsteil (6; 6′) zur Einleitung einer Drehbewegung in
das Getriebe (7), dadurch gekennzeichnet, daß das
Getriebe (7) als Schraubengetriebe ausgebildet ist,
dessen Drehachse mit derjenigen des Schraubwerkzeugs (5)
bzw. des Aufnahmeteils (4) für das Schraubwerkzeug
fluchtet, daß das Gehäuse (2; 38) mit dem Abstützteil (3)
in starrer Verbindung steht, wobei das Getriebe (7) aus
einem gegenüber dem Gehäuse (2; 38) drehbar gelagerten,
mit einer zentralen, axial verlaufenden Gewindebohrung
(11) versehenen Grundkörper (13; 31), einer in die
Gewindebohrung (11) eingesetzten, gegenüber dem Gehäuse
(2; 38) lediglich axial bewegbaren Spindel (19; 40), einem
gleichachsig zur Spindel (19; 40) angeordneten, gegenüber
dem Gehäuse (2; 38) drehbaren Mitnahmerohr (22; 41) für
das Schraubwerkzeug (5) und einer Einrichtung zur
Umsetzung einer Axialbewegung der Spindel (19; 40) in
eine Drehbewegung des Mitnahmerohres (22; 41) besteht.
2. Schraubenschlüssel nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Umsetzung der
Axialbewegung der Spindel (19; 40) in eine Drehbewegung
des Mitnahmerohres (22; 41) als Bolzen (21) ausgebildet
ist, der jeweils zwei, auf einander gegenüberliegenden
Seiten des Gehäuses (2; 38) und des Mitnahmerohres
(22; 41) angeordnete, schraubenlinienförmig paarweise
gegenläufig gewundene Schlitze (27, 28) durchdringt.
3. Schraubenschlüssel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grundkörper (13; 31) axial
vorzugsweise beidseitig gegenüber dem rohrartig
ausgebildeten Gehäuse (2; 38) gelagert ist.
4. Schraubenschlüssel nach einem der vorangegangenen
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
Mitnahmerohr (22; 41) das Aufnahmeteil (4) befestigt ist.
5. Schraubenschlüssel nach einem der vorangegangenen
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuse (2; 38) an einem Ende mit einer Eindrehung
(10, 34) versehen ist, innerhalb welcher sich die axiale
Lagerung des Grundkörpers (13; 31) befindet.
6. Schraubenschlüssel nach einem der vorangegangenen
Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei
beidseitiger axialer Lagerung in der Eindrehung (10) ein
Druckring (36) das Widerlager für den Grundkörper (31)
bildet, der über Stifte (37) gegenüber dem Gehäuse (38)
axial gesichert ist.
7. Schraubenschlüssel nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die Stifte (37) mit Abstand und
parallel zueinander, senkrecht zur Längsachse des
Gehäuses (38) jeweils zum Teil das Mitnahmerohr (41) und
zum Teil das Gehäuse (38) durchdringend, erstrecken.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19853518103 DE3518103A1 (de) | 1985-05-21 | 1985-05-21 | Schraubenschluessel mit drehmomentverstaerkung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3518103A1 DE3518103A1 (de) | 1986-11-27 |
| DE3518103C2 true DE3518103C2 (de) | 1989-02-16 |
Family
ID=6271167
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853518103 Granted DE3518103A1 (de) | 1985-05-21 | 1985-05-21 | Schraubenschluessel mit drehmomentverstaerkung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3518103A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE509414C2 (sv) * | 1997-05-26 | 1999-01-25 | Ingvar Hejninger | Handverktyg med stödarm och spärrmekanism och ett förfarande för lossning av fästorgan |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7930779U1 (de) * | 1979-10-31 | 1982-01-07 | Dymax Maschinenbau- und Handelsgesellschaft mbH, 5300 Bonn | Ueberlastungssicherung fuer schraubwerkzeuge |
| DE3345950A1 (de) * | 1983-06-03 | 1984-12-06 | Hans 3200 Hildesheim Lange | Schraubwerkzeug |
| DE3413284C1 (de) * | 1984-04-07 | 1985-08-01 | Hans 3200 Hildesheim Lange | Schraubenschlüssel mit Handantrieb eines Schraubengetriebes |
| DE3423026A1 (de) * | 1984-06-22 | 1984-10-31 | Josef Dipl.-Ing. 8000 München Schöttner | Vorrichtung zur drehmomentverstaerkung |
-
1985
- 1985-05-21 DE DE19853518103 patent/DE3518103A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3518103A1 (de) | 1986-11-27 |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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