DE3419986C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung für
Flüssiggastanks, mit einem bei Erreichen eines Ansprech
drucks im Tank öffnenden Überdruckventil, einer Steuer
leitung zum Öffnen des Überdruckventils bei einem unter
dem Ansprechdruck liegenden Tankdruck und mit mindestens
einem Absperrorgan, das bei hohen Außentemperaturen
öffnet und die Steuerleitung mit einem definierten Druck
zum Öffnen des Überdruckventils verbindet.
Es ist bekannt, Tanks, die Flüssiggas enthalten, mit
einem pilotgesteuerten Überdruckventil auszustatten
(DE-OS 28 40 191). Das Überdruckventil ist mit einem
federgespannten Pilotventil versehen, das im Fall eines
Überdrucks im Tank öffnet und hierdurch das Öffnen des
Überdruckventils veranlaßt. Das Überdruckventil weist
einen Entlastungsanschluß auf, der normalerweise abge
sperrt ist und im abgesperrten Zustand die geschilder
ten Funktionen von Überdruckventil und Pilotventil zu
läßt. Wenn der Entlastungsanschluß jedoch drucklos wird,
wird das Überdruckventil zwangsweise geöffnet, so daß
aus dem Tank Gas durch das Überdruckventil ausströmt.
Zwischen den Entlastungsanschluß und eine drucklose
Auslaßleitung sind mehrere Schmelzsicherungen parallel
zueinander eingesetzt. Diese Schmelzsicherungen stellen
Branddetektoren dar, die temperaturabhängig öffnen. Auf
diese Weise wird sichergestellt, daß das Überdruckven
til im Brandfall auch dann öffnet, wenn der Tankdruck
noch unterhalb des zulässigen Höchstwertes liegt. Bei
der bekannten Sicherheitseinrichtung wird Gas bereits
dann abgeblasen, wenn eine der Schmelzssicherungen an
spricht. Wenn nicht durch manuellen Eingriff ein zu
sätzliches Ventil geschlossen wird, wird der gesamte
Tankinhalt abgeblasen.
Die Sicherheitsvorschriften sehen vor, daß ein Flüssig
gastank maximal bis zu 98% seines Volumens mit Flüssig
gas gefüllt sein darf. Wird dieser Füllgrad im Brand
fall bei einer Ausdehnung der Flüssigkeit infolge Tempe
raturerhöhung überschritten, dann besteht die Gefahr,
daß Flüssigkeit in das Überdruckventil gelangt, das nur
zum Abblasen von Gas ausgelegt ist und nicht ordnungs
gemäß funktioniert, wenn Flüssigkeit eindringt. Bei
einer temperaturbedingten Ausdehnung des Flüssigkeits
volumens erhöht sich zwar gleichzeitig der Druck im
Tank, jedoch kann es vorkommen, daß das Flüssigkeits
volumen über 98% des Tankvolumens ansteigt, ohne daß
der Druck, bei dem das Überdruckventil anspricht, er
reicht wird. Um dies zu verhindern, ist eine Beladung
bis zu 98% des Tankvolumens häufig nicht zulässig. In
solchen Fällen wird der Tank unzureichend ausgenutzt.
Die Einhaltung des Füllgrades von 98% beim Befüllen
ist nicht problematisch, da sie mit geeigneten Über
wachungseinrichtungen erfolgen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicher
heitseinrichtung der eingangs genannten Art zu schaf
fen, die es ermöglicht, den Tank mit hoher Füllrate zu
betreiben, ohne daß die Gefahr besteht, daß der zuläs
sige Füllgrad im Brandfall überschritten wird.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin,
daß das Absperrorgan mit einem Ventil in Reihe liegt,
welches von einem durch Temperaturerhöhungen des Flüs
siggases aktivierbaren Sensor gesteuert ist.
Nach der Erfindung wird die Temperatur des Flüssiggases
daraufhin überwacht, ob sie den zulässigen Wert über
schreitet. Nicht jede Überschreitung des zulässigen
Temperaturwertes führt jedoch zum Abblasen von Gas.
Vielmehr erfolgt das Abblasen nur dann, wenn der zuläs
sige Temperaturwert überschritten wird und wenn gleich
zeitig mindestens eines der auf Wärme reagierenden Ab
sperrorgane, die mit dem Ventil in Reihe geschaltet
sind, angesprochen hat. Es müssen also die beiden
folgenden Bedinungen erfüllt sein:
- 1. Temperaturerhöhung auf einen Grenzwert, bei dem der Flüssigkeitsstand über 98% ansteigt,
- 2. starke Temperaturerhöhung in der Tankumgebung.
Damit wird verhindert, daß bei kurzzeitigem Übersteigen
der Grenzwerte der Temperatur im Tank bzw. des Flüssig
keitsvolumens bzw. des Tankdruckes bereits ein Abblasen
von Gas verursacht wird. Nur bei hoher Außentemperatur
(wie sie im Brandfall auftritt) und bei gleichzeitiger
thermischer Ausdehnung des Flüsiggases wird Gas abge
blasen. Andererseits wird nur so viel Gas abgeblasen,
wie erforderlich ist, um die Grenzwerte wieder zu unter
schreiten. Entsteht ein Brand, der rechtzeitig gelöscht
wird, so wird nur eine begrenzte Menge des Gases abge
blasen. Zu berücksichtigen ist auch, daß ein Feuer durch
Abblasen von Gas neu geschürt werden kann, so daß die
Menge des abgeblasenen Gases so niedrig wie möglich
gehalten werden sollte.
Die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung ermöglicht
es, Tankfüllungen bis auf die maximal zulässige Höhe
von 98% des Tankvolumens zuzulassen. Wenn der Tank durch
Sonneneinstrahlung oder durch andere übliche Einflüsse
erwärmt wird und sich die Flüssigkeit ausdehnt, sorgt
die Rückverflüssigungsanlage für eine hinreichende Küh
lung und Verringerung des Flüssigkeitsvolumens; die
Sicherheitseinrichtung spricht dann nicht an.
Dagegen tritt die erfindungsgemäße Sicherheitseinrich
tung ausschließlich im Brandfall in Funktion. Sie ver
meidet, daß das Abblasen beginnt, wenn das Füllvolumen
z. B. weniger als 98% beträgt und gleichzeitig auch der
Ansprechdruck für das Überdruckventil nicht vorliegt.
Bei auftretendem Feuer bewirkt die in das Ladegut ein
strömende Wärmeenergie zunächst eine Temperatursteige
rung und Volumensteigerung des Ladegutes.
Die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung bietet den
Vorteil, daß sie ausschließlich im Brandfall in Funk
tion tritt, und selbst dann nur, wenn gleichzeitig der
maximal zulässige Füllstand überschritten wird, der
entweder über einen Füllstandsdetektor direkt oder in
direkt über einen Tankdruckdetekter bzw. Cargot Tempe
raturdetektor abgefragt wird.
Die Sicherheitseinrichtung, die man auch als Füllstands
regelung für den Brandfall bezeichnen kann tritt also
nur im Brandfall in Funktion. In allen anderen denk
baren Betriebsfällen ist die Rückverflüssigungsanlage
als System für "98%-Füllstandsregelung" durch Tempe
ratur-Konstanthaltung oder Temperatur-Reduzierung in
Funktion. Zur Feststellung des Brandfalles werden die
obengenannten Kriterien, hohe Außentemperatur und er
höhte Innentemperatur im Tank nach Art einer UND-Bedin
gung verknüpft. Um eine erhöhte Innentemperatur festzu
stellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die im
Rahmen der Erfindung angewandt werden können. So kann
der Sensor ein Füllstandsdetektor, ein Druckdetektor
oder ein Temperaturddetektor sein. Wenn das Flüssiggas
bei einer bestimmten Solltemperatur im Tank enthalten
ist, stellt sich im Tank der Sättigungsdruck des Flüs
siggases bei dieser Temperatur ein. Erhöht sich die
Temperatur, so erhöhen sich gleichzeitig das Volumen
des Flüssiggases und der Tankdruck. Jedes dieser drei
Kriterien, Temperatur, Volumen und Druck kann für die
Betätigung des Ventils benutzt werden.
Vorzugsweise ist das Überdruckventil ein pilotge
steuertes Ventil, das einen Entlastungsanschluß auf
weist, der mit der Steuerleitung verbunden ist. Hierbei
besteht die Möglichkeit, das Überdruckventil auf be
sonders einfache Weise zu öffnen, indem die Entlastungs
leitung drucklos gemacht wird.
Bei einer anderen Variante der Erfindung weist das Über
druckventil einen federbelasteten Ventilteller auf und
auf den Ventilteller wirkt zusätzlich eine Kolben-
Zylinder-Einheit ein, die an die Steuerleitung ange
schlossen ist. Durch den Druck in der Steuerleitung
wirkt die Kolben-Zylinder-Einheit zusätzlich zur Ven
tilfeder auf den Ventilteller ein, wodurch die Kraft
der Ventilfeder verkleinert wird. Auf diese Weise kann
in Abhängigkeit von dem Druck in der Steuerleitung das
Überdruckventil durch die Unterstützung der Kolben-
Zylinder-Einheit schon bei einem Druck geöffnet werden,
der niedriger ist als der Ansprechdruck.
Es gibt Fälle, in denen die Sicherheitseinrichtung schon
bei einem relativ geringen Tankdruck ansprechen muß. Um
mit einem niedrigen Druck eine hinreichend große Stell
kraft zu erzeugen, benötigt man große Membranen oder
Kolben. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist
vorgesehen, daß die Reihenschaltung aus dem Ventil und
dem Absperrorgan mit einer separaten Druckquelle ver
bunden ist. Diese Druckquelle sorgt für den erforder
lichen Druck zum Verstellen des Ventils bzw. zum Ver
stellen einer Kolben-Zylinder-Einheit zum Öffnen des
Überdruckventils.
Gemäß einer anderen Variante der Erfindung ist vorge
sehen, daß der Sensor zur Steuerung des Ventils ein
Hilfsventil aufweist, das einen Steueranschluß des Ven
tils in der einen Stellung mit einer separaten Druck
quelle und in der anderen Stellung mit der Außenluft
verbindet.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist
das Absperrorgan ein temperaturabhängig gesteuertes
Ventil. Im Gegensatz zu einer Schmelzsicherung ist die
Funktion eines derartigen Ventils reversibel, d. h. wenn
nach einem Brand die Temperatur wieder absinkt, schließt
das Ventil wieder. Dies hat zur Folge, daß die Sicher
heitseinrichtung nach einer Temperaturerhöhung selb
ständig wieder den Normalzustand einnimmt, indem sie
funktionsbereit ist.
Die erfindungsgemäße Sicherheitseinrichtung eignet sich
insbesondere für die Verwendung auf Tankerschiffen, wo
an die Branderkennung und an die Einzelheiten der Gegen
maßnahmen hohe Anforderungen gestellt werden.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Sicher
heitseinrichtung mit Füllstandsdetektor,
Fig. 2 eine modifizierte Ausführungsform des Aus
führungsbeispiels von Fig. 1,
Fig. 3 eine Sicherheitseinrichtung mit Druckdetektor,
Fig. 4 eine Sicherheitseinrichtung mit Temperatur
detektor im Tank,
Fig. 5 eine Sicherheitseinrichtung, die mit der
Hilfsenergie einer zusätzlichen Druckgas
quelle betrieben wird, bei einem Tank mit
pilotgesteuertem Überdruckventil, und
Fig. 6 eine Sicherheitseinrichtung mit Druckgasquelle
bei einem Tank mit federgespanntem Überdruck
ventil.
Der Tank 10 in Fig. 1 ist zu 98% seines Volumens mit
Flüssiggas 11 gefüllt, das eine tiefe Temperatur hat.
An einer Haube 12 in der Dachwand des Tanks 10 ist das
pilotgesteuerte Überdruckventil 13 angebracht. Dieses
Überdruckventil ist an sich bekannt und wird hier nicht
näher erläutert. Es ist beispielsweise in der DE-OS
28 40 191 beschrieben. Das Überdruckventil 13 enthält
ein Pilotventil 13′, das von einer Feder auf einen
bestimmten Ansprechdruck eingestellt ist. Wenn dieser
Druck im Tank 10 überschritten wird, gibt das Überdruck
ventil 13 die Verbindung von dem Einlaß 14 zum Auslaß
15 frei und das Gas strömt in die Auslaßleitung 16, die
drucklos ist und in die Umgebung führt. Das Pilotventil
weist einen Entlastunganschluß 17 auf, der bewirkt, daß
das Überdruckventil 13 öffnet, wenn er drucklos wird.
Dieser Entlastungsanschluß 17 ist an eine Steuerleitung
32 angeschlossen, die ein manuell betätigbares Ventil
18, ein schwimmergesteuertes Ventil 19 und ein tempe
raturgesteuertes Absperrorgan 20, die sämtlich in Reihe
geschaltet sind, enthält und mit der Auslaßleitung 16
verbunden ist.
Das schwimmergesteuerte Ventil 19 ist Bestandteil des
Füllstandsdetektors 21, der außerdem einen Schwimmer 22
aufweist. Der Schwimmer 22 ist in einem Rohr oder Käfig
23 vertikal bewegbar geführt und er trägt einen nach
oben ragenden Stift 24, der gegen eine Membran 25 an
der Unterseite des Ventils 19 stößt, wenn der maximale
Füllstand von 98% des Tankvolumens überschritten wird.
Von der Membran 25 steht ein weiterer Stift 26 nach
oben ab, der gegen den Ventilkörper 27 stößt und diesen
gegen die Wirkung der Feder 28 von seinem Sitz abhebt,
so daß das Ventil 19 öffnet, wenn der Schwimmer 22 auf
steigt. Bei geöffnetem Ventil 19 wird die von dem Ven
til 18 kommende Leitung 29 mit der Leitung 30 ver
bunden, die zu dem temperaturgesteuerten Absperrorgan
20 führt.
Das Absperrorgan 20 weist einen Temperaturfühler 31
auf, der beispielsweise aus einem Behälter besteht,
welcher ein Fluid enthält und von einer Membran abge
schlossen ist. Bei Temperaturerhöhung dehnt sich das
Fluid (Flüssigkeit oder Gas) aus und verschiebt die
Membran, wodurch ein Ventil geöffnet wird. Sinkt die
Temperatur danach ab, zieht sich das Fluid wieder zu
sammen und das Ventil schließt. Zweckmäßigerweise ist
das Absperrorgan 20 so ausgebildet, daß es im Falle der
Zerstörung des Temperaturfühlers 31 öffnet.
Das manuell verstellbare Ventil 18 ist normalerweise
geöffnet und in diesem Zustand verplombt. Um die Steuer
leitung 17 mit der Auslaßleitung 16 zu verbinden und
dadurch das Überdruckventil 13 zwangsweise zu öffnen,
ist es erforderlich, daß das Ventil 19 und das Absperr
organ 20 beide geöffnet sind. Sinkt anschließend der
Flüssigkeitsstand im Tank unter den zulässigen Maxi
malwert an, und schließt demnach das Ventil 19 wieder
und/oder sinkt die Temperatur ab, wodurch das Absperr
organ 20 schließt, so wird das Abblasen unverzüglich
beendet, da die Steuerleitung 17 durch das schließende
Ventil abgesperrt wird.
Zweckmäßigerweise ist der Schwimmer 22 im Niveau ver
stellbar, um unterschiedliche Eintauchtiefen bei unter
schiedlichen spezifischen Gewichten der Flüssigkeiten
berücksichtigen zu können. Die Funktionstüchigkeit der
Sicherheitseinrichtung kann während des Betriebes da
durch überwacht werden, daß der Schwimmer 22 angehoben
und das temperaturabhängige Absperrorgan 20 erwärmt
wird.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 sind Kompo
nenten, die denjenigen der Fig. 1 entsprechen, mit den
gleichen Bezugszeichen versehen wie in Fig. 1. Die nach
folgende Beschreibung beschränkt sich auf die Unter
schiede.
Der in einem Rohr oder Käfig 23 vertikal verschiebbar
geführte Schwimmer 22 weist eine aufragende Stange 33
auf, die über ein Gelenk mit einer im wesentlichen hori
zontalen Stange 34 verbunden ist. An der Haube 12 ist
ein rohrförmiger Anschlußstutzen 35 vorgesehen, dessen
Öffnung durch eine Wand 36 in Form einer druckfesten
Membran abgedichtet ist. Die Wand 36 ist zwischen einem
Flansch des Stutzens 35 und einem Flansch einer Kappe
37, die von außen gegen den Stutzen gesetzt ist, einge
spannt. Das Ventil 19, das die Leitungen 29 und 30 mit
einander verbindet, wenn der Pegel des Flüssiggases 11
über 98% des Tankvolumens ansteigt, ist im Innern der
Kappe 37 geschützt untergebracht. Die Leitungen 29 und
30 führen durch Öffnungen der Kappe 37 hindurch. Die
Stange 34, die in der Wand 36 gelagert ist, bildet einen
zweiarmigen Hebel. An dem einen Hebelarm greift der
Schwimmer 22 an und der andere Hebelarm betätigt im
Innern der Kappe 37 das Ventil 19.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist an der Haube
12 des Tanks ebenfalls ein pilotgesteuertes Überdruck
ventil 13 vorgesehen. Die Entlastungsleitung 17 des
Überdruckventils ist an die Steuerleitung 32 angeschlos
sen, die das Ventil 19 und das Absperrorgan 20 in Reihen
schaltung enthält und mit der Auslaßleitung 16 verbunden
ist. Das Ventil 19 wird von dem Druckdetektor 38 ge
steuert. Dieser Druckdetektor ist über eine Rohrleitung
39 mit dem Innern des Tanks 12 verbunden. Er weist eine
vorgespannte Membran 40 auf, die das Ventil 19 steuert.
Bei geringem Tankdruck sperrt das Ventil 19 die Steuer
leitung 32 ab. Steigt der Tankdruck über den einge
stellten Grenzwert hinaus an, dann verstellt die Membran
40 das Ventil 19 derart, daß dieses durchschaltet. Das
Absperrorgan 20 besteht im vorliegenden Fall aus einer
Schmelzsicherung, die die Steuerleitung 32 blockiert
und die in der Umgebung des Tanks angeordnet ist.
Mehrere solcher Schmelzsicherungen können parallelge
schaltet sein. Wenn ein Absperrorgan 20 öffnet und wenn
außerdem der Tankdruck über den Grenzwert, der einem
Füllvolumen von 98% entspricht, ansteigt, öffnet das
Ventil 19 und der Entlastungsanschluß 17 wird über das
Ventil 19 und das Absperrorgan 20 mit der Auslaßleitung
16 verbunden. Dadurch wird der Entlastunganschluß 17
drucklos und das Überdruckventil 13 öffnet.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4 gleicht demjenigen
der Fig. 3, mit Ausnahme der Tatsache, daß das Ventil
19 nicht von einem Druckdetektor, sondern von einem
Temperaturdetektor 41 gesteuert wird. Der Temperatur
detektor 41 weist im Innern des Tanks einen Behälter 42
auf, der mit einem sich bei Erwärmung ausdehnenden
Medium gefüllt ist und der über ein Kapillarrohr 43 an
einen Raum angeschlossen ist, der durch die Membran 40
begrenzt wird. Dieser Raum ist ebenso wie das Kapillar
rohr 43 mit dem genannten Medium gefüllt. Bei einer
Temperaturerhöhung dehnt sich das Medium aus und ver
stellt die Membran 40, die ihrerseits das Ventil 19 in
die Durchlaßstellung bringt. Durch geeignete Vorspan
nung der Membran 40 kann die Umschalttemperatur fest
gelegt wird.
Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem an den
Entlastungsanschluß 17 die Steuerleitung 32 angeschlos
sen ist, die eine Reihenschaltung aus dem Ventil 19 und
dem Absperrorgan 20 enthält und deren anderes Ende mit
der Auslaßleitung 16 verbunden ist. Das Ventil 19 wird
durch ein Hilfsventil 44 gesteuert, dessen Einlaßleitung
45 über ein Druckreduzierventil 46 mit einer Druckgas
quelle 47, z. B. einer Stickstoff-Flasche, verbunden
ist. An die Einlaßleitung 45 sind außerdem ein Sicher
heitsventil 48 und ein Druckmanometer 49 angeschlossen.
Das Hilfsventil 44 wird von einer Membran 50 gesteuert.
Der von der Membran 50 begrenzte Raum ist über eine
Rohrleitung 39 mit dem Innern des Tanks 10 verbunden.
Das Hilfsventil 44 wird in Abhängigkeit vom Tankdruck
gesteuert. Wenn der Tankdruck unterhalb des Grenzwertes
liegt, verbindet das Hilfsventil 44 die Einlaßleitung
45 mit der Auslaßleitung 45′. Dadurch gelangt der Druck
der Eingangsleitung 45 zu dem druckgesteuerten Ventil
19, das gegen die Wirkung der Feder 51 im Sperrzustand
gehalten wird und die Steuerleitung 32 absperrt. Steigt
der Tankdruck dagegen über den Grenzwert hinaus an,
dann entlüftet das Hilfsventil die Leitung 45′, d. h.
Leitung 45′ wird mit der Atmosphäre verhunden. Die Feder
51 schiebt nun das Ventil 19 in die Durchlaßstellung.
Das Ventil 19 wird außerdem in die Durchlaßstellung
gebracht, wenn der Druck der Druckquelle 47 absinkt,
d. h. wenn die Stickstoff-Flasche leer ist. In diesem
Fall fehlt der Druck, um die Feder 51 zusammengedrückt
zu halten.
In Fig. 5 wurde die Verwendung des Hilfsventils 44 und
der Druckquelle 47 an einem Beispiel erläutert, bei dem
der Sensor ein Druckdetektor 38 ist. Der Druckdetektor
38 könnte jedoch auch durch einen Füllstandsdetektor
oder einen Temperaturdetektor ersetzt werden.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 ist anstelle
eines pilotgesteuerten Überdruckventils ein Überdruck
ventil 52 vorgesehen, dessen Ventilkörper durch eine
Feder 53 gegen seinen Sitz gedrückt wird. An dem Ven
tilkörper greift außerdem eine Stange 54 an, die mit
dem Kolben 55 einer Kolben-Zylinder-Einheit 56 ver
bunden ist. Wenn die Kolben-Zylinder-Einheit 56 über
die Leitung 57 mit Druck beaufschlagt wird, wirkt die
Kraft des Kolbens 55 über die Stange 54 der Kraft der
Feder 53 entgegen, so daß das Überdruckventil 52 bei
einem geringeren Druck anspricht. Die Kraft des Tank
drucks, die gegen den Ventilteller des Überdruckventils
52 wirkt, wird also durch den Druck in Leitung 57 unter
stützt. Leitung 57 ist an die das Ventil 19 und das
Absperrorgan 20 enthaltende Steuerleitung 32 angeschlos
sen. Das Ventil 19 wird bei dem vorliegenden Aus
führungsbeispiel von dem Drucksensor 38 gesteuert, der
in der oben schon beschriebenen Weise ausgebildet ist
und auf den Tankdruck anspricht. Bei niedrigem Tank
druck sperrt das Ventil 19, während bei hohem Tankdruck
das Ventil 19 geöffnet wird.
Die Steuerleitung 32 ist - anders als bei den bisher
beschriebenen Ausführungsbeispielen - über das Druck
reduzierventil 46 mit der Druckquelle 47 verbunden.
Im Brandfall werden das Ventil 19 und das Absperrorgan
20 gemeinsam durchlässig. Dadurch wird der durch das
Reduzierventil 46 reduzierte, definierte Druck auf die
Kolben-Zylinder-Einheit 56 gegeben, wodurch das Über
druckventil 52 geöffnet wird und Gas aus dem Tank 10
abgeblasen wird.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 kann an
stelle eines Druckdetektors 38 ein Temperaturdetektor
oder ein Füllstandsdetektor zur Steuerung des Ventils
19 benutzt werden.
Claims (11)
1. Sicherheitseinrichtung für Flüssiggastanks, mit
einem bei Erreichen eines Ansprechdrucks im Tank
(10) öffnenden Überdruckventil (13; 52), einer
Steuerleitung (32) zum Öffnen des Überdruckventils
bei einem unter dem Ansprechdruck liegenden Tank
druck und mit mindestens einem Absperrorgan (20),
das bei hohen Außentemperaturen öffnet und die
Steuerleitung (32) mit einem definierten Druck zum
Öffnen des Überdruckventils verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrorgan (20) mit einem Ventil (19) in
Reihe liegt, welches von einem durch Temperaturer
höhungen des Flüssiggases aktivierbaren Sensor
gesteuert ist.
2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor ein Füllstandsde
tektor (21) ist.
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor ein Druckdetektor
(38) ist.
4. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Sensor ein Temperaturde
tektor (41) ist.
5. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Überdruck
ventil (13) ein pilotgesteuertes Ventil ist, das
einen Entlastungsanschluß (17) aufweist, der mit
der Steuerleitung (32) verbunden ist.
6. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Überdruck
ventil (52) einen federbelasteten Ventilteller
aufweist und daß auf den Ventilteller zusätzlich
eine Kolben-Zylinder-Einheit (56) einwirkt, die an
die Steuerleitung (32) angeschlossen ist.
7. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihen
schaltung aus dem Ventil (19) und dem Absperrorgan
(20) mit einer separaten Druckquelle (47) verbunden
ist.
8. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor zur
Steuerung des Ventils (19) ein Hilfsventil (44)
aufweist, das einen Steueranschlu8 (46) des Ven
tils (19) in der einen Stellung mit einer separaten
Druckquelle (47) und in der anderen Stellung mit
der Außenluft verbindet.
9. Sicherheitseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperror
gan (20) ein temperaturabhängig gesteuertes Ventil
mit reversiblem Betriebsverhalten ist.
10. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Füllstandsdetektor (21)
einen in einem vertikalen Rohr oder Käfig (23)
geführten Schwimmer (22) aufweist und daß das Ven
til (19) im Innern des Rohres oder Käfigs (23)
angeordnet ist.
11. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 2 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (19) außer
halb des das Flüssiggas enthaltenden Raumes des
Tanks (10) angeordnet ist und über eine Über
tragungseinrichtung, durch eine den Raum ab
dichtende Wand auf den Füllstandsdetektor (21)
einwirkt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843419986 DE3419986A1 (de) | 1984-05-11 | 1984-05-29 | Sicherheitseinrichtung fuer fluessiggastanks |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3417440 | 1984-05-11 | ||
| DE19843419986 DE3419986A1 (de) | 1984-05-11 | 1984-05-29 | Sicherheitseinrichtung fuer fluessiggastanks |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3419986A1 DE3419986A1 (de) | 1985-11-14 |
| DE3419986C2 true DE3419986C2 (de) | 1992-04-23 |
Family
ID=25821104
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19843419986 Granted DE3419986A1 (de) | 1984-05-11 | 1984-05-29 | Sicherheitseinrichtung fuer fluessiggastanks |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3419986A1 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014006029C5 (de) | 2014-04-24 | 2023-08-10 | Hydac Electronic Gmbh | Austragsystem |
| DE102016114335B4 (de) * | 2016-08-03 | 2019-04-18 | Gottlob Thumm Gmbh | Pulverbeschichtungsvorrichtung |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2840191A1 (de) * | 1978-09-15 | 1980-03-27 | Cryogas Technik Ingenieurgesel | Sicherheitseinrichtung fuer tanks fuer verfluessigtes gas |
-
1984
- 1984-05-29 DE DE19843419986 patent/DE3419986A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3419986A1 (de) | 1985-11-14 |
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
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Ipc: F17C 13/12 |
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