DE3415768C2 - - Google Patents

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
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Description

Die Erfindung betrifft eine Gas-Dampfkraftanlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Als Stand der Technik sind offene Gasturbinen bekannt ge­ worden, sowie offene Gasturbinen mit Zwischenüberhitzung, bei denen die angesaugte Luft im Kompressor komprimiert wird, in der Hochdruckbrennkammer Brennstoff zugeführt und Rauchgas erzeugt wird, dieses in der Hochdruckgas­ turbine entspannt wird, worauf in der Niederdruckbrenn­ kammer neuerlich Brennstoff zugeführt und die Temperatur erhöht wird, wonach die restliche Entspannung in der Niederdruckgasturbine erfolgt, wonach die Gase ins Freie entlassen werden.
Bekannt sind ferner Anlagen, die den Wärmeinhalt dieser Abgase in einer nachgeschalteten Dampfanlage nützen. Um eine optimale Nutzung der Abwärme zu erhalten, ist es dabei nötig, eine mehrfache Druckstufung des erzeugten Dampfes vorzunehmen, der vorzugsweise einer gemeinsamen Mehrdruckdampfturbine zur Expansion zugeführt wird. Der­ artige Anlagen sind die Wärmekraftmaschinen, die den bisher höchsten thermischen Wirkungsgrad erreicht haben.
Aus der DE-OS 16 26 151 ist ein Zwischenüberhitzer be­ kannt, der durch eine Brennkammer im Abgas der Gasturbine getrennt beheizt wird.
Es liegt also eine kombinierte Gas-Dampf-Anlage vor, be­ stehend aus Gasturbine und konventioneller Hochdruck- Dampf-Anlage mit Zwischenüberhitzung, wobei die Abgase der Gasturbine zweifach zugefeuert werden. Zuerst im oben erwähnten Zwischenüberhitzer und dann nochmals im Dampf­ kessel, der den Hochdruckdampf erzeugt.
Ein Vorteil der getrennten Brennkammer zur Feuerung des Zwischenüberhitzers ist nicht gegeben. Die Zwischenüber­ hitzung könnte genauso gut im Dampfkessel erfolgen.
Weiter sind geschlossene Gasturbinenanlagen bekannt ge­ worden, die für die Verfeuerung von fossilen Brennstoffen in mehreren Anlagen gebaut wurden und besonders für die Anwendung der Hochdrucktemperatur-Atomreaktoren in Aussicht genommen sind. Derartige Anlagen bestehen aus einem ge­ schlossenen Kreislauf eines Gases, somit aus einem Kompressor, einem Wärmetauscher, einem Gaserhitzer, einer Gasturbine und einem Gaskühler, in denen Gase im ge­ schlossenen Kreislauf zirkulieren. Als derartige Gase wurden schon Luft, Kohlendioxid und Helium eingesetzt. Weiter ist bekannt, die abgegebene Wärme, die im Gas­ kühler aus dem Gaskreislauf entnommen wird, zur Fern­ heizung bzw. als Wärmezufuhr für eine nachgeschaltete Dampfanlage zu verwenden.
Diese bekannten Anlagen weisen folgende Nachteile auf:
Bei der offenen Gasturbine ist auch bei Ausnützung der bei der heutigen Schaufelkühlung möglichen Spitzengas­ temperaturen der Sauerstoffanteil der angesaugten Luft bei weitem nicht ausgenützt. Das in die Atmosphäre ent­ weichende Abgas enthält noch reichlich Sauerstoff, so daß in bezug auf den an der Verbrennungsreaktion teil­ nehmenden Sauerstoff die gesamte Abgasmenge noch zu groß ist. Daher ist auch die mit den Abgasen ins Freie ent­ weichende Abwärme noch zu groß und kann dadurch weiter verkleinert werden, daß ein vollständiger Ausbrand der Luft und des in ihr erhaltenen Sauerstoffes erzielt wird. Dies ist jedoch bei den heute verwirklichbaren Temperaturen, wie sie auf Grund der derzeit vorhandenen Konstruktionen der Schaufelkühlung und der Materialien möglich sind, nicht durchführbar. Selbst bei Anwendung der Zwischenerhitzung ist dies nicht der Fall.
Auch die geschlossene Gasturbine in der derzeit bekannten Form ist in ihrer Höchsttemperatur durch die Materialien des Gaserhitzers beschränkt. Da eine große Wärmeüber­ gangsfläche vorhanden sein muß, die aus teurem Material zu fertigen ist und dieses Rohrmaterial außerdem hohen Spannungen unterliegt, ist es nicht möglich, die Spitzen­ temperatur einer geschlossenen Gasturbinenanlage auf ähnliche Werte zu heben, wie die einer offenen Gas­ turbinenanlage. Weiter hat die geschlossene Gasturbine in ihrer derzeitigen Form den Nachteil, daß im unteren Temperaturbereich bei der Wärmeabgabe im Gaskühler eine gewisse Temperaturdifferenz erforderlich ist, um die Wärme zu übertragen, soll die Heizfläche und der Druck­ verlust dieses Gaskühlers nicht zu groß werden. Aus Über­ legungen über die Energie ergibt sich aber, daß Temperaturdifferenzen für den Kreisprozeß um so schädlicher sind, bei je tieferer Temperatur diese statt­ finden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Gas-Dampfkraftanlage zu schaffen, mit der es möglich ist, einen Wärmekraftprozeß mit höchstem Wirkungsgrad durchzuführen, ohne daß Temperaturen erreicht werden, die aufgrund der derzeit vorhandenen Konstruktionen der Schaufelkühlung und der Materialien nicht beherrschbar sind.
Die erfindungsgemäße Gas-Dampfkraftanlage ist durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteran­ sprüchen zu entnehmen.
Als wesentliche Vorteile der erfindungsgemäßen Anlage sind zu nennen:
Die der geschlossenen Gasturbinenanlage über die in der Niederdruckbrennkammer der offenen Gasturbine ange­ ordnete Heizfläche zugeführte Wärmemenge ist so bemessen, daß in der Niederdruckbrennkammer der offenen Gasturbine gerade der fast vollständige Ausbrand, also die Ausnutzung des nahezu gesamten Sauer­ stoffinhaltes der Rauchgase erreicht wird. In der Hochdruckbrennkammer der offenen Gasturbinenanlage wird die Temperatur so hoch wie möglich, also den gerade bekannten Schaufelkühlungsverfahren für die Hochdruck­ gasturbine entsprechend, gewählt. Dasselbe gilt für die Niederdruckgas­ turbine, wobei jedoch im Falle der Luftkühlung der Schaufeln der offenen Gasturbine die Niederdruckgasturbine vorzugsweise in ungekühlter Aus­ führung ausgeführt wird, also mit Temperaturen arbeitet, die kleiner als ungefähr 900°C am Eintritt in die Niederdruckgasturbine liegen. Werden als Brennstoffe für die offene Gasturbine Erdgas oder destillierte Erd­ ölprodukte vorgesehen, so wird die Hochdruckbrennkammer in der üblichen Weise gestaltet. Die Niederdruckbrennkammer wird insofern ausgestaltet, als nach dem Flammrohr die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden, um die Heizfläche der nachfolgend integrierten Dampfanlage zu beauf­ schlagen. Wird als Brennstoff Kohle vorgesehen, so wird die Hochdruck­ brennkammer der offenen Gasturbine ebenfalls in konventioneller Weise mit dem Gas, das durch das Austreiben der flüchtigen Bestandteile aus der Kohle erzeugt wird, befeuert, die Niederdruckbrennkammer ist jedoch als ein Fließbett-Reaktor gestaltet, in dem die staubförmige Kohle im Rauchgasstrom schwebend verbrannt wird, wobei Wärme an die am Rande des Reaktors angeordneten Kühlrohre abgegeben wird. Diese sind wiederum die Heizflächen für die nachgeschaltete integrierte Dampfanlage. Auch hier ist der Ausbrand so zu wählen, daß möglichst der gesamte Sauerstoffin­ halt der Rauchgase aufgebraucht wird. In diesem Fall kommt nur eine Ausführung der Niederdruckgasturbine in Frage, die mit ungekühlten Schaufeln arbeitet, was wieder gerade der optimalen Temperatur des Fließ­ bett-Reaktors entspricht. Werden die Turbinen der offenen Gasturbine mit Wasser gekühlt, so sind zwei Ausführungen möglich, entweder das gesamte Kühlwasser verdampft und der Dampf tritt durch die Austrittskanten und Spitzen der Schaufeln in den Rauchgasstrom über. In diesem Fall kann auch die Niederdruckturbine durch Wasser gekühlt werden und ihre Temperatur ent­ sprechend höher gewählt werden. Wird der Dampf aus den gekühlten Schaufeln durch den Rotor wieder nach außen abgezogen, dann kann er im Sinne der vor­ liegenden Erfindung in einfacher Weise an der passenden Druckstelle in die Dampfturbine eingepeist und dort verwertet werden.
In der integrierten Dampfanlage wird der Dampf in der Hochtemperatur­ dampfturbine auf die höchstmögliche Temperatur einer geschlossenen Gas­ turbine erhitzt und expandiert, um anschließend dem Dampfwärmetauscher zugeleitet zu werden, in dem er einen Teil seines Wärmeinhaltes abgibt, und zwar gerade so viel, wie zu der Niederdruckseite der Hochtemperatur­ dampfturbine passend, so daß dann eine Eintrittstemperatur für die nach­ geschaltete Niederdruckdampfturbine erhalten wird, die eine günstige Expansionslinie bis zum Kondensator im Sinne der Einhaltung der maximalen Feuchtigkeit ermöglicht. Ein Teil des Dampfes strömt nach dem Dampfwärme­ tauscher zur Niederdruckdampfturbine. Der größere Teil strömt weiter zum Dampfkompressor. Zur notwendigen Temperaturabsenkung und auch zur Her­ stellung des Kreislaufes wird in diesen Teilstrom des Dampfes die Konden­ satormenge, die nach der Niederdruckdampfturbine erhalten wird, wieder eingespritzt, und zwar derart, daß am Kompressoren-Eintritt Sattdampf bzw. feuchter Dampf erhalten wird, mit nicht mehr als 10% Feuchtigkeit. Diese Feuchtigkeit ist für Schaufelungen von Turbomaschinen verträglich. Der Dampf kann daher auch auf diese Weise dem Dampfkompressor zugeleitet werden, der den Dampf wieder auf den Druck der Hochdruckseite des geschlos­ senen Kreises verdichtet. Vom Dampfkompressor wird der Dampf über den Wärmetauscher, in dem er erwähnt wird, dem Dampferhitzer in der Niederdruck­ brennkammer zugeleitet, wobei der Hochtemperaturkreis somit geschlossen ist.
Die Verwertung des Wärmeinhaltes der Rauchgase erfolgt durch den Rauchgas- Verdampfer und durch den Speisewasservorwärmer in der Weise, daß das ge­ samte Speisewasser zunächst im Speisewasservorwärmer von den Rauchgasen vorgewärmt und hierauf zum Großteil vor dem Dampfkompressor in den Strom des geschlossenen Dampfkreises eingespritzt wird, während der restliche Teil dem Verdampfer zugeleitet, dort vorgewärmt, verdampft und überhitzt wird und in die Hochdruckschiene nach dem Dampfkompressor bzw. Dampf-Wärme­ tauscher eingespeist wird.
Eine Verbesserung des integrierten Dampfkreises bringt die Aufspaltung des Dampferhitzers in der Niederdruckbrennkammer der offenen Gasturbine bzw. Einspeisung in zwei Teilturbinen der Hochtemperaturdampfturbine, also die Ausführung mit Zwischenerhitzung, wodurch sich eine kompliziertere Schaltung der Einspritzung des Speisewassers bzw. der Einspeisung des von den Rauchgasen erzeugten Dampfes in den Dampfkompressor ergibt.
Die Erfindung wird am Beispiel der nachstehenden Zeichnung erläutert, in der Fig. 1 die erfindungsgemäße Schaltung des Kreisprozesses bedeutet und Fig. 2 eine weitere, verbesserte Erfindungsvariante.
In Fig. 1 bedeutet 1 die Luftansaugung der offenen Gasturbine, 2 den Kompressor derselben, 3 die Anzapfungen für Kühlluft aus dem Kompres­ sor, die über einen Kühler der Hochdruckgasturbine zugeleitet werden, 4 die Hochdruck-Brennkammer der offenen Gasturbine, 5 die Brennstoffzu­ fuhr zu derselben, 6 die Hochdruckgasturbine. Dieser nachgeschaltet ist die Niederdruckbrennkammer 7, deren Brennstoffzufuhr mit 8 angedeutet ist. Um die gewünschte vollständige Verbrennung, also d. h. die voll­ ständige Ausnützung des Sauerstoffgehaltes der Rauchgase zu erreichen, wird das Rauchgas in dieser Brennkammer durch ein Gebläse 9 rückgewälzt. Die Wärmeabgabe erfolgt dabei an die Heizfläche eines Dampferhitzers 10. Am Austritt aus der Niederdruckbrennkammer wird das Rauchgas der Nieder­ druckgasturbine 11 zugeleitet, wobei nach der Expansion in derselben die Verwertung des Wärmeinhaltes der Rauchgase im Rauchgasverdampfer 13 und im Speisewasservorwärmer 14 erfolgt. Mit 15 ist der Austritt in den Schorn­ stein gekennzeichnet.
Der integrierte Dampfkreis besteht aus der Heizfläche des Dampferhitzers 10, die, wie er­ wähnt, in der Niederdruckbrennkammer 7 der offenen Gasturbine angeordnet ist und durch das Umwälzgebläse 9 beaufschlagt wird. In dieser erfolgt die Er­ hitzung des Dampfes im Hochtemperaturkreis. Dieser Dampf strömt der Hoch­ temperaturdampfturbine 16 zu, wird in dieser expandiert und kommt von dieser in den Dampfwärmetauscher 17. Nach Abkühlung in demselben ist der Dampf im geeigneten Zustand, der Niederdruckdampfturbine 20 zugeleitet zu werden. In dieser erfolgt die Expansion über mehrere Stufen bis auf das Druckniveau des Kondensators 22, so daß die gewünschte maximale End­ feuchte in der letzten Schaufelreihe der Dampfturbine eingehalten werden kann.
Die erzeugte mechanische Leistung wird an einen ersten Generator 21 im Falle der Dampfturbine und einen zweiten Generator 12 im Falle der offenen Gas­ turbine abgegeben. Über die Konsensatpumpe 23 und die Speisewasser­ anzapfvorwärmer 24 sowie über den Entgaser 25 und über die Speise­ pumpe 26 wird das Konsensat wieder auf das erforderliche Druckniveau gebracht, um im Einspritzkühler 18 dem restlichen Dampfstrom des Hoch­ temperaturdampfkreises eingespritzt zu werden, womit richtiger Dampf­ zustand und Menge vor dem Dampfkompressor 19 hergestellt wird. In diesem Schaltschema sind außerdem mit den Knoten 27 die Abzweigung des Ein­ spritzwassers vom Wasserstrom in den Verdampfer, mit 28 die Einspeisung des Einspritzwassers in den Dampfstrom des Hochtemperaturkreises, mit 30 die Einspeisung des im Rauchgasverdampfer erzeugten Dampfes in den Hoch­ temperaturkreis, mit 29 die Abzweigung des Dampfes zur Niederdruck- Dampfturbine bezeichnet.
Die erfindungsgemäße Schaltung hat folgende Vorteile:
Durch die Wärmeabgabe an den integrierten Dampfkreis in der Niederdruck­ brennkammer der Gasturbine ist es möglich, einen vollständigen Ausbrand der Rauchgase, d. h. also eine vollständige Ausnützung des Sauerstoffin­ haltes zu erzielen. Damit wird in bezug auf die Wärmeumsetzung des Kreises eine minimale Abgasmenge und damit ein minimaler Abgasverlust erreicht.
Durch die Ausnützung der Spitzentemperatur der offenen Gasturbinenanlage kann die höchstmögliche Temperatur, die in solchen Kreisprozessen bisher erreicht wurde, in den Prozeß eingebunden werden. Durch Anwendung geeigneter Kühlungsmaßnahmen können sowohl Hochdruck- als auch Niederdruckturbine auf diese Spitzentemperaturen gebracht werden.
Durch die Schaltung des integrierten Dampfkreises, die eine Kombination einer geschlossenen Gasturbine mit einer Dampfanlage darstellt, mit dem gemeinsamen Betriebsmedium Wasserdampf betrieben, ergeben sich große Vor­ teile durch die Wärmezufuhr bei hoher Temperatur in den Hochtemperatur­ kreis und die Vermeidung von Temperaturdifferenzen bei der Wärmeabgabe aus dem Hochtemperaturkreis.
In der vorliegenden Schaltung ist hierfür keine eigene Heizfläche notwendig. Es entstehen daher keine Druckverluste und es sind keine Temperatur­ differenzen erforderlich, sondern dies geschieht dadurch, daß Dampf für die Niederdruckdampfturbine abgezogen wird und deren Kondensat wiederum in den Dampfkreis eingespritzt wird, was in der Dampfströmung mit minimalen Druckverlusten vor sich geht.
Weiter hat das Arbeitsmedium Wasserdampf für den Teil des Kreises, der der geschlossenen Gasturbinenanlage entspricht, den Vorteil, daß die Kompressionsarbeit verringert wird, u. zw. durch die thermodynamischen Eigenschaften des Wasserdampfes, in der Nähe der Grenzkurve weniger Wärmegefälle zur Kompression zu erfordern, als ein Gas, das sich im Ideal-Gaszustand befindet. Hierdurch wird ein wesentlicher Teil der Kompressionsarbeit eingespart.
Im Vergleich zur geschlossenen Gasturbine wird außerdem ein weiterer Teil der Kompressionsarbeit und des Wärmetauscherumsatzes eingespart, da Dampf aus dem Rauchgasverdampfer zur Verfügung steht und auf der Hoch­ druckseite des Dampfkreises eingespeist wird, wodurch einerseits Kompres­ sionsarbeit im Kompressor erspart wird und andererseits Wärmemenge im Dampfwärmetauscher eingespart wird, wodurch sich infolge der Temperatur­ eigenschaften des Wasserdampfes besonders günstige Wärmeübergangsver­ hältnisse und Temperaturdifferenzen für den Dampfwärmetauscher ergeben.
Fig. 2 zeigt eine Variante der erfindungsgemäßen Schaltung im Sinne einer weiteren Verbesserung, indem eine Zwischenüberhitzung in der Hochtemperatur­ dampfturbine wahrgenommen wird. Es bedeutet dabei analog der Fig. 1 wieder 1 die Luftansaugung, 2 den Kompressor der offenen Gasturbine, 3 die Kühl­ luftleitungen und den Kühler für die Kühlluft, 4 die Hochdruckbrennkammer, 5 die Brennstoffzufuhr zu derselben, 6 die Hochdruckgasturbine, 7 die Niederdruckbrennkammer, 8 die Brennstoffzufuhr in der Niederdruckbrenn­ kammer, 9 das Umwälzgebläse, 10 die Hochdruckerhitzer-Heizfläche, 10a die Mitteldruckerhitzer-Heizfläche des Dampferhitzers, 11 kennzeichnet die Niederdruckgasturbine, 12 den Generator der offenen Gasturbine. Der Rauchgasdampferzeuger ist mit 13a bezeichnet, der Speisewasservorwärmer mit 14 und die Rauchgas­ abfuhr in den Schornstein mit 15 bezeichnet. Der integrierte Dampfkreis be­ steht aus der Hochtemperatur-Hochdruck-Dampfturbine 16 und der Hochtemperatur- Dampfturbine 16a, geschaltet nach dem Mitteldruckerhitzer 10a. Am Austritt aus dieser (10a) gelangt der Dampf in den Dampfwärmetauscher 17 niederdruckseitig und wird in der Folge durch den Dampfkompressor 19a, der in diesem Fall aus mehreren Abschnitten besteht, verdichtet und wird über den Dampfwärmetauscher 17 hochdruckseitig wieder dem Dampferhitzer (Hochdruckerhitzer-Heizfläche) 10 zugeführt. Am Austritt aus dem Dampf­ wärmeaustauscher 17, am Knoten 39 wird der Dampf zur Niederdruckdampfturbine 20 abgezweigt, die erzeugte Leistung des gesamten Dampfturbosatzes wird im Generator 21 umgesetzt. Aus der Niederdruckdampfturbine 20 gelangt ent­ sprechend einer geeigneten Expansionslinie, die die richtige Endfeuchte her­ stellt, der Dampf in den Kondensator 22, von dort über Kondensatpumpe 23, Anzapfvorwärmer 24, Entgaser 25 und Speisepumpe 26 in den Speisewasservor­ wärmer 14, in dem die Erwärmung auf die geeignete Einspritztemperatur erfolgt. Die Einspritzung erfolgt an den Knoten 33, 34, 35, 36 zur Her­ stellung des richtigen Dampfzustandes an den einzelnen Abschnitten des Dampfkompressors 19a, und zwar in der Weise, daß eine Feuchtigkeit von 5-10% am Eintritt in eine Kompressorstufe nicht überschritten wird. Über die Speisepumpen 31 und 32 gelangt über zwei weitere Druckstufen Speisewasser in die beiden oberen Sektionen des Rauchgasver­ dampfers 13a, in denen mit mehreren Druckstufen Sattdampf und überhitzter Dampf erzeugt wird, der in den Dampfkompressor 19a eingespeist bzw. in die Schiene nach dem Kompressor eingespeist wird. Die entsprechenden Knoten sind mit 38 und 30 bezeichnet. Der Druck der Speisepumpe 26 entspricht einer Verdampfung im Rauchgasverdampfer, der erzeugte Sattdampf wird von dem Eintritt in den Dampfkompressor am Knoten 37 in denselben eingespeist.
Der Vorteil dieser verbesserten Schaltung liegt in einer Verringerung der Kompressionsarbeit des Dampfkompressors 19a und in einer Erhöhung der Arbeit der Hochdrucktemperatur-Dampfturbine. Eine deutliche Verbesserung des Wirkungsgrades des Gesamtkreisprozesses ist die Folge.

Claims (10)

1. Gas-Dampfkraftanlage, bestehend aus einer offenen Gas­ turbine zur Verbrennung von gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen, insbesondere von Kohle, wobei zur Ver­ brennung der gasförmigen Bestandteile der Kohle eine Hochdruckbrennkammer und zur Verbrennung der festen Bestandteile eine als Fließbett gestaltete Nieder­ druckbrennkammer verwendet wird und einer nachge­ schalteten Dampfkraftanlage mit Wasserdampf als Kreis­ laufmedium, wobei zur Wärmezufuhr von der offenen Gas­ turbinenanlage an die Dampfkraftanlage der Wärmeinhalt des aus der Niederdruck-Gasturbine austretenden Rauch­ gases ausgenutzt und das unter Druck befindliche Rauchgas in einer der Brennkammern zur weiteren Wärme­ abgabe durch ein Umwälzgebläse in Zirkulation versetzt und gleichzeitig die gewünschten Temperaturver­ hältnisse am Ein- und Austritt aus jeweiliger Brenn­ kammer herstellt, dadurch gekennzeichnet, daß zur Wärmeabgabe an die nachgeschaltete Dampfkraftanlage die Niederdruckbrennkammer der mit Zwischenerhitzung arbeitenden offenen Gasturbine verwendet ist.
2. Gas-Dampfkraftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die nachgeschaltete Dampfkraftanlage als integrierte Dampfanlage gestaltet ist, aus einem Hoch­ temperaturkreis mit Dampfkompressor (19, 19a), einem Dampfwärmetauscher (17), einem Dampferhitzer (10, 10a) und einer Hochtemperatur-Dampfturbine (16, 16a) be­ steht, wobei Wasserdampf als Kreislaufmedium dient und nach dem Dampfwärmetauscher (17) zur Wärmeabfuhr ein Teil des Dampfes der Niederdruck-Dampfturbine (20) zu­ geführt und in dieser expandiert wird, dann dem Kondensator (22) zur Kondensation und das so er­ haltene Speisewasser der Speisepumpe (26) zur Druckerhöhung sowie dem Einspritzkühler (18) zu­ geführt wird.
3. Gas-Dampfkraftanlage nach Anspruch 1-2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß ein Rauchgaspeisewasservorwärmer (14) zwischen Speisepumpe (26) und Dampfkompressor (19, 19a) vorgesehen ist, der zur Aufwärmung dieses Speisewassers dient.
4. Gas-Dampfkraftanlage nach den Ansprüchen 1-3, da­ durch gekennzeichnet, daß ein Teil des Speisewassers einem Rauchgasverdampfer (13, 13a) zugeführt wird, der überhitzten Dampf erzeugt, dessen Temperatur der der Temperatur des Dampfes nach dem Dampfwärmetauscher (17, 17a) entspricht.
5. Gas-Dampfkraftanlage nach den Ansprüchen 1-4, da­ durch gekennzeichnet, daß der integrierte Dampfkreis im Hochtemperaturteil mit Zwischenüberhitzung (16, 16a) ausgeführt ist, wobei nach der Expansion im ersten Teil (16) der Hochtemperatur-Dampfturbine der Hochdruckdampf wieder der Niederdruckbrennkammer (7) zugeführt wird.
6. Gas-Dampfkraftanlage nach Anspruch 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zur Verdampfung des vom Speisewasser­ vorwärmer (14) kommenden Wassers ein Rauchgasver­ dampfer (13a) mit mehreren Druckstufen (40, 41, 42) vorgesehen ist, wobei der erzeugte Sattdampf oder überhitzte Dampf (40, 41) in den Dampfkompressor ein­ gespeist oder in die Druckschiene nach dem Dampf­ kompressor (19a) bzw. Dampfwärmetauscher (17) einge­ speist wird.
7. Gas-Dampfkraftanlage nach den Ansprüchen 5-6, da­ durch gekennzeichnet, daß der Dampfkompresor (19a) aus mehreren Teilkompressoren und entsprechenden mehrfachen Einspritzkühlern (34, 35, 36, 37, 38) für das Speisewasser besteht, so daß an keiner Stelle des Dampfkompressors (19a) eine Feuchtigkeit von 5-10% überschritten wird.
8. Gas-Dampfkraftanlage nach den Ansprüchen 1-7, da­ durch gekennzeichnet, daß zur Kühlung der offenen Gasturbine Wasser verwendet ist, wobei der bei Kühlung entstehende Wasserdampf aus den Rotoren der Gasturbine herausgeführt und der integrierten Dampf­ anlage zur Verwertung zugeleitet wird.
9. Gas-Dampfkraftanlage nach den Ansprüchen 1-8, da­ durch gekennzeichnet, daß das Gehäuse der Hoch­ temperatur-Dampfturbine (16, 16a) durch eine innen­ liegende, dampfundurchlässige Isolationsschicht, z. B. Keramik, isoliert ist.
10. Gas-Dampfkraftanlage nach den Ansprüchen 1-9, da­ durch gekennzeichnet, daß zur Kühlung des Rotors der Hochtemperatur-Dampfturbine (16, 16a) aus dem Dampf­ kompressor (19, 19a) entnommener Anzapfdampf dient.
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