DE339641C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Legierungen von Leichtmetallen mit Schwermetallen aus der Schmelze von Leichtmetallverbindungen auf elektrischem Wege und zur weiteren Verarbeitung der Legierungen in fortlaufendem Arbeitsgang unter Anwendung des Zweizellenverfahrens - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Legierungen von Leichtmetallen mit Schwermetallen aus der Schmelze von Leichtmetallverbindungen auf elektrischem Wege und zur weiteren Verarbeitung der Legierungen in fortlaufendem Arbeitsgang unter Anwendung des Zweizellenverfahrens

Info

Publication number
DE339641C
DE339641C DE1912339641D DE339641DD DE339641C DE 339641 C DE339641 C DE 339641C DE 1912339641 D DE1912339641 D DE 1912339641D DE 339641D D DE339641D D DE 339641DD DE 339641 C DE339641 C DE 339641C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloys
light
metals
alloy
cell
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1912339641D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE339641C publication Critical patent/DE339641C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C7/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells
    • C25C7/005Constructional parts, or assemblies thereof, of cells; Servicing or operating of cells of cells for the electrolysis of melts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das bekannte elektrolytische Zweizellenverfahren zur Darstellung von Leichtmetallen oder deren Verbindungen aus solchem Rohmaterial, welches eine direkte elektrolytische Abscheidung des reinen Metalles nur schwer zuläßt. Nach diesem Verfahren erfolgt die Elektrolyse in zwei Zellen, zwischen denen sich eine in der ersten Zelle als Kathode, in
ίο der zweiten Zelle als Anode dienende geschmolzene Bleimasse im Umlauf befindet. Das Leichtmetali, das sich in der ersten Zelle an dieser flüssigen Kathode abscheidet, bildet sofort mit ihr eine Legierung und gelangt so in die zweite Zelle, wo es von einer seiner Verbindungen, die sich in dieser Zelle in schmelzflüssigem Zustande befindet, aufgenommen wird. Aus dieser wird es dann an der Kathode abgeschieden und entweder als reines Metall gewonnen, oder auf andere Verbindungen weiterverarbeitet.
Je nachdem in der Zeiteinheit mehr oder weniger Alkalimetall auf der einen Seite produziert oder auf der anderen Seite in der Schmelze gelöst wird, schwankt · die Menge der Bleilegierung. Das Verfahren litt daher bisher an dem Mißstand, daß sich der Abstand der Legierung von den festen Elektroden in den Zellen fortwährend änderte, wodurch auch die Stromdichte und die Temperatur der geschmolzenen Elektrolyte Schwankungen unterworfen war. Eine genaue Einhaltung bestimmter Größen ist aber von Wichtigkeit.
Nach der vorliegenden Erfindung soll das Verfahren dadurch verbessert werden, daß für eine Konstanthaltung der Spiegelhöhe der Bleilegierung Sorge getragen wird. Die hierzu vorgeschlagenen Mittel bestehen in einem System von Überläufen, über die die Bleilegierung fließt, und zwischengeschalteten Kammern, die die Schwankungen in der Menge der Legierung aufnehmen. Der diese Überläufe und Kammern enthaltende Apparatteil soll nach der Erfindung aus einem einzigen Stück bestehen, da sich gezeigt hat, daß die bei den bisherigen Apparaten ähnlicher Art verwendeten Verbindungen durch Flansche u. dgl. gegenüber der flüssigen Legierung niemals dicht halten. 5Q
Eine Ausführungsform des Apparates nach der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Fig. ι ist ein Schnitt und Fig. 2 eine Ansicht von oben auf den ganzen Apparat, Fig. 3 ein Schnitt nach Linie A-B der Fig. 4 und Fig. 4 eine Ansicht von oben auf das den unteren Teil des Apparates bildende Gehäuse; Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie C-D, Fig. 6 ein solcher nach Linie E-F und Fig. 7 ein solcher nach Linie G-H der Fig. 4.
In den Zeichnungen stellt 1 die erste und 2 die zweite Zelle dar. Der untere Teil dieser Zellen, der die flüssige Legierung enthält, wird von einem gewöhnlich aus Stahl bestehenden Gehäuse 3 (Fig. 3 bis 7) gebildet, das aus einem einzigen Stück besteht und die Kammern, Kanäle und Überläufe für die Le-
gierung und die geschmolzenen Elektrolyte mit umfaßt.
Die erste Zelle enthält am Boden eine Öff-■ nung 6, durch die die Legierung zu einem Überlauf 9 gelangt.
Die über diesen fließende Legierung tritt | in einen die erste Zelle umgebenden Kanal 7, der sich zwischen den beiden Zellen zu einer | großen Kammer 8 erweitert. An diese schließt : sich ein am Grunde der zweiten Zelle ver- j laufender Kanal 5 an, der zu einer Zirkula- I tionspumpe 11 führt. Diese Pumpe, die in j dem Ausführungsbeispiel als Schnecke dar- ! gestellt ist, hebt die Legierung in die zweite Zelle. In letzterer ist an der gegenüberliegenden Seite ein Überlauf 10 angebracht, der in dem Ausführungsbeispiel sich zu beiden Seiten einer Zirkulationspumpe für den Elektrolyten der zweiten Zelle befindet. Letztere Pumpe steht mit einem in der Mitte der zweiten Zelle angebrachten, den Überlauf 10 etwas überragenden Überlauf für den Elektrolyten in Verbindung und bewirkt, daß der Elektrolyt ständig in einer dünnen Schicht über die durch den Überlauf 10 auf gleichbleibender Höhe gehaltene Legierung strömt. Von dem Überlauf 10 aus gelangt die Legierung durch einen Kanal 25 zur ersten Zelle zurück.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Innenseite der ersten Zelle mit einer Auskleidung 4 aus einem wärmeisolierenden, basischen Material versehen.
Die oberen Teile der ersten und zweiten Zelle sind mit Bolzen auf dem Gehäuse 3 befestigt. Die Anode 12 in der ersten Zelle besteht aus Graphit und ist jnit den erforderlichen elektrischen Leitungen 13 verbunden und mit Schutzvorrichtungen versehen. Diese bestehen aus einer Muffe 14 aus hitzebeständigem Material, die ein wenig in den Elektrolyten hineinreicht, und einer darüberliegenden Muffe 15 aus emailliertem Eisen o. dgl. Eine Öffnung 16 dient zum Ableiten des konzentrierten, an der Anode freiwerdenden Gases, während Leitungen 17 von größerem Durchmesser, durch die ein fortwährender Luftstrom geleitet wird, das außerhalb der Anode entweichende Gas fortleiten und so dessen Entweichen in den Arbeitsraum verhindern. Die zweite Zelle 2 ist ebenso wie die erste Zelle 1 mit Bolzen auf dem Gehäuse 3 befestigt. Je nach dem Endprodukt, das in dem Apparat hergestellt werden soll, kann die zweite. Zelle in verschiedener Weise ausgeführt sein. Ein kupferner Leiter 18 von großem Querschnitt dient zur Erzeugung eines magnetischen Feldes, das die Zirkulation des Elektrolyten gegenüber der Legierung befördert.
Die Beheizung des Apparates erfolgt durch künstlich erzeugte Wärme, meistens durch einen besonderen Wechselstrom, der einen in dem isolierten Mauerwerk, das die Unterlage des Apparates bildet, eingebetteten Widerstand durchfließt, oder auch durch die innere, durch den Strom erzeugte Wärme. Hierdurch kann der untere und äußere Teil und die in dem Apparat enthaltene Kammer sowie auch die zweite Zelle und das außerhalb der ersten Zelle befindliche Metall auf einer konstanten Temperatur gehalten werden, die ungefähr zwischen 300 und 500 ° beträgt, je nach den verwendeten Elektrolyten und je nach den sekundären Reaktionen, die bei der Fortsetzung des Prozesses im Apparat erforderlich sind. Die tieferen Temperaturen kommen bei Amiden oder kaustischen Elektrolyten in Betracht, während die höheren Temperaturen bei Zyaniden anzuwenden sind. Die Einwirkung des Stromes bewirkt zusammen mit der Isolierschicht 4, daß das Metall in der ersten Zelle eine bedeutend höhere Temperatur, ungefähr 750° annimmt, unter der der Elektrolyt schmilzt und leicht fließt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche :
1. Verfahren zur Herstellung von Legierungen von Leichtmetallen mit Schwermetallen aus der Schmelze von Leichtmetallverbindungen auf elektrischem Wege und zur weiteren Verarbeitung der Legierungen in fortlaufendem Arbeitsgang unter Anwendung des Zweizellen Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, 'daß die Spiegelhöhe der Legierung, während diese durch die Reaktionsgefäße strömt, in diesen konstant gehalten wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Legierung aus einem Reaktionsgefäß ins andere überleitenden Kanäle (5, 6, 7, 8\ sich zwischen den Reaktionsgefäßen zu Kammern erweitern, die eine Schwankung in der Menge der Legierung ausgleichen, während die Oberfläche der letzteren in den Reaktionsgefäßen durch Überläufe (9, 10) konstant gehalten wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der untere, die Zellen, Kanäle und Überläufe enthaltende Teil des Apparates aus einem einzigen Stück besteht.
Hierzu ι "Blatt Zeichnungen.
DE1912339641D 1912-01-12 1912-02-27 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Legierungen von Leichtmetallen mit Schwermetallen aus der Schmelze von Leichtmetallverbindungen auf elektrischem Wege und zur weiteren Verarbeitung der Legierungen in fortlaufendem Arbeitsgang unter Anwendung des Zweizellenverfahrens Expired DE339641C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB191201001T 1912-01-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE339641C true DE339641C (de) 1921-08-01

Family

ID=32367463

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1912339641D Expired DE339641C (de) 1912-01-12 1912-02-27 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Legierungen von Leichtmetallen mit Schwermetallen aus der Schmelze von Leichtmetallverbindungen auf elektrischem Wege und zur weiteren Verarbeitung der Legierungen in fortlaufendem Arbeitsgang unter Anwendung des Zweizellenverfahrens

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE339641C (de)
FR (1) FR457817A (de)
GB (1) GB191201001A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN111945188B (zh) * 2020-07-20 2023-02-10 超威电源集团有限公司 一种熔盐原电池法铅基母合金配制装置及配制方法

Also Published As

Publication number Publication date
FR457817A (fr) 1913-09-26
GB191201001A (en) 1913-01-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69112343T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Oberflächenbehandlung von Metallfolie.
DE69002036T2 (de) Kalter Tiegel mit Bodenentleerung.
DE3638249C2 (de)
DE339641C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Legierungen von Leichtmetallen mit Schwermetallen aus der Schmelze von Leichtmetallverbindungen auf elektrischem Wege und zur weiteren Verarbeitung der Legierungen in fortlaufendem Arbeitsgang unter Anwendung des Zweizellenverfahrens
DE2542582C2 (de) Stromzuführungsvorrichtung für einen Elektrodenbadofen
DE1521241A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung metallischer UEberzuege
DE861750C (de) Elektrolytische Zelle
DE2258906A1 (de) Filterelement und verfahren zu dessen herstellung
DE2941849A1 (de) Verfahren zur herstellung von konstruktionsteilen durch elektro- schlacke-schweissen
DE2637632A1 (de) Bodenelektrode fuer schmelzoefen
DE2339979C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Metallgegenstandes
DE2501603C3 (de)
AT409729B (de) Verfahren und anordnung zur herstellung von hohlen gusskörpern aus metallen
DE10005821A1 (de) Gekühlte Edelmetallelektrode zum Einstellen einer bestimmten Elektrodenoberfläche
DE4129756C2 (de) Metallurgisches Gefäß für eine Gleichstromlichtbogeneinrichtung
DE2244039A1 (de) Verfahren und vorrichtungen zum herstellen von drahtglas
DE2723568B2 (de) Schlackenabstich
DE2113521C3 (de) Verfahren zum Elektroschlackeumschmelzen und Kokillen zur Durchführung des Verfahrens
DE2319982C3 (de) Einrichtung zur Elektroschlacke-Erschmelzung von Metallhohlblöcken
DE2706811B2 (de) Elektrischer Widerstandsofen
DE2019318C (de) Verfahren zum Elektroschlackeschwei ßen und aufschweißen von Metallen
DE2609506A1 (de) Lichtbogenofen
DE117358C (de)
DE2224612C3 (de) Anlage zum Elektroschlacke-Umschmelzen von Abschmelzelektroden
DE2019318B2 (de) Verfahren zum elektroschlackeschweissen und -aufschweissen von metallen