DE331350C - Verfahren zum Leimen von Papier mit tierischem Leim oder Eiweissstoffen - Google Patents

Verfahren zum Leimen von Papier mit tierischem Leim oder Eiweissstoffen

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DE331350C
DE331350C DE1914331350D DE331350DD DE331350C DE 331350 C DE331350 C DE 331350C DE 1914331350 D DE1914331350 D DE 1914331350D DE 331350D D DE331350D D DE 331350DD DE 331350 C DE331350 C DE 331350C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/20Macromolecular organic compounds
    • D21H17/33Synthetic macromolecular compounds
    • D21H17/46Synthetic macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D21H17/47Condensation polymers of aldehydes or ketones

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Description

  • Verfahren zum Leimen von Papier mit tierischem Leim oder Eiweißstoffen. Für die Leimung des Papiers im Stoff wird fast ausschließlich die vegetabilische Leimung mit Harzseifen und Aluminiumsulfat benutzt, trotz der großen Vorzüge, die die animalische Lrimung für die Güte des Erzeugnisses hat; letztere eignet sich :im besten für die Oberflächenleimung. In dem Mitscherlichschen Verfahren (Leim mit Gerbstoff in Sodalösung, Fällung durch Säure) ist allerdings eine Ausführungsart gegeben, die tierische Leimung im Stoff ermöglicht. Das Verfahren ist aber unter anderem wegen der durch die Gerbstoffe bewirkten dunklen Färbung nur für Packpapier anwendbar. Die Leimung im Stoff durch Kaseinlösungen mit fällenden Salzen ist teuer und wenig ergiebig.
  • Es wurde gefunden, daß man für die Leimung im Stoff sehr gut Leim oder Eiweiß zusammen mit künstlichen Gerbstoffen verwenden kann, und zwar mit Sulfosäuren ungesättigter Kohlenwasserstoffe (besonders der höheren Kohlenwasserstoffe des Steinkohlenteers) und den aus diesen durch Erhitzen zu erhaltenden Kondensationsprodukten oder mit aus diesen Sulfosäuren mit Formaldehyd zu erhaltenden Kondensationsprodukten oder mit den aus diesen Sulfosäuren mit Phenolsulfosäuren zu erhaltenden Kondensationsprodukten.
  • Diese Stoffe geben mit Leim und Eiweiß Fällungen, die feucht gummiartig, trocken aber sehr hart und in dünnen Schichten ziemlich elastisch sind. Diese Eigenschaften der Fällungen bewirken eine sehr gute und ökonomische Leimung des Papiers neben großer Festigkeit. Da die Fällungen leicht rein weiß zu erhalten sind und sich mit Eisensalzen nicht färben, so ist -die Verwendung für alle Papierarten möglich.
  • Man kann entweder so verfahren, daß man dem Papierstoff abwechselnd Leim- oder Eiweißlösungen und die Lösungen der Fällungsmittel zusetzt, oder so, daß man beide zusammen in Soda gelöst dem Papierstoff zusetzt und dann durch Zusatz von säure die Fällung bewirkt.
  • Beispiele. i. Zoo Teile Naphthalin werden mit ioo Teilen konz. Schwefelsäure ungefähr 6 Stunden bis auf etwa i7o bis i8o° C erhitzt, die abgekühlte, aber noch flüssige Masse wird mit 45 Teilen Formaldehyd (4.o Prozent) vorsichtig versetzt und bis ioo° C erwärmt bis zur vollständigen Kondensation.
  • Für die Leimung im Stoff wird das Kondensationsprodukt in der ungefähr 40fachen Menge Was-er gelöst und die milchige Flüssigkeit im Ganzzeugholländer der Papiermasse abwechselnd mit Leimlösung zugesetzt. Je nach dem Grade der beabsichtigten Leimung «erden etwa 2 bis 6 Prozent des Papiers an Kondensationsprodukt zugesetzt. An Leim ist etwa 2o Prozent vom Gewicht des Kondensationsprndukts nötig.
  • 2. Zoo Teile Naphthalin «erden mit ioo Teilen konz. Schwefelsäure ungefähr io Stunden auf 17o bis 18o° C erhitzt, nach dem Verdünnen mit «'asser wird gegebenenfalls das überschüssige Naphthalin mit Wasserdampf abgeblasen oder im Vacuum abdestilliert und die zurückbleibende milchige Flüssigkeit nach weiterer Verdünnung mit Wasser wie oben abwechselnd mit Leimlösung der Palaic,rnt:isse zugesetzt.. :Mengenverhältnisse wie beim Bc#.i-:piel x. - .
  • 3. iob Teile Karbolsäure, ioo Teile Naphthalin, i5o Teile hoüz. Schwefelsäure werden ungefähr, i3. Stunden, auf 16o, bis iqo° C erhitzt. Das' üondeisätionsprodukt wird in Wasser gelöst und weiter wie beim Beispiel i verfahren.
  • Man kann auch so verfahren, daß man die Kondensationsprodukte erst mit Leimlösung fällt, den Niederschlag in Soda löst und diese Lösung abwechselnd mit Säure oder mit Aluminiumsulfat dem Papierstoff zusetzt.
  • Bei der Oberflächenleimurg läßt man das Papier in der Leimmaschine erst durch eine Lösung der Kondensationsprodukte, dann durch Leimlösung gehen und trocknet wie üblich.
  • An Stelle von Leim kann man auch Eiweiß-Stoffe, z. B, aus flefe oder ans Fischen, verwenden.

Claims (1)

  1. PATENT- ANSPRUCH: Verfahren zum Leimen von Papier mit tierischem Leim oder Eiweißstoffen. dadurch gekennzeichnet, daß das dieser Stoffe durch Sulfosäuren ungesättigter Kohlenwasser_toffe (besonders der höheren Kohlenwasserstoffe des Steinkohlenteers) und die aus diesen durch Erhitzen zu erhaltenden Kondensationsprodukte, oder durch die aus diesen --ulfosäuren mit Formaldehyd zu erhaltenden Kondensationsprodukte, oder durch die aus diesen Sulfosäuren mit Phenolsulfosäuren zu erhaltenden Kondensationsprodukte bewirkt wird.
DE1914331350D 1914-03-31 1914-03-31 Verfahren zum Leimen von Papier mit tierischem Leim oder Eiweissstoffen Expired DE331350C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1256528B (de) * 1963-12-27 1967-12-14 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Papier und Karton erhoehter Steifigkeit

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