DE32237C - - Google Patents

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DE32237C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/56Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating moisture content
    • G01N25/66Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating moisture content by investigating dew-point
    • G01N25/68Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating moisture content by investigating dew-point by varying the temperature of a condensing surface

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Februar 1885 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf die Construction eines Instruments zum Hervorbringen niedriger Temperaturen, die für wissenschaftliche Beobachtungen, namentlich zur Bestimmung des Thaupunktes oder aber auch zur demonstrativen Erläuterung der künstlichen Eisbildung nutzbar gemacht werden sollen; das Instrument ist in beiliegender Zeichnung in seiner Anwendung als sogen. »Thaupunktspiegel« veranschaulicht, und seine Construction gründet sich im wesentlichen auf dem Erfindungsgedanken, wonach durch denselben Luftstrom, durch welchen ein Flügelrad behufs lebhafter Aufrührung einer leicht verdunstenden Flüssigkeit (Aether) in rasche Rotation gesetzt wird, diese Flüssigkeit gleichzeitig auch zum schnellstmöglichen Verdunsten gebracht und auf diese Weise Kälte sehr schnell erzeugt wird.
Das Instrument besteht aus einer leichten, runden Kapsel a, die durch eine Zwischenwand b in zwei Abtheilungen al und a? eingetheilt ist. In der Abtheilung αx befindet sich ein Flügelrädchen c, das auf einer leicht drehbaren Achse d sitzt, die in den Hülsen e und e1 der Wände b und b1 gelagert ist und auf seinem aufsen vorstehenden Ende ein Schwungrad f trägt. Ein Rohr ,g mit Zweigrohr gx mündet seitlich in die Kammer a\ während aufserdem oben auf derselben ein offenes Röhrchen h mit erweitertem Mundstück sich befindet. Die zweite Kammer a? ist durch einen etwas gewölbten, hochpolirten Metallspiegel i abgeschlossen. In das Innere derselben ragt durch ein Rohrstück k mit Gummiring / ein feines, sehr empfindliches Thermometer m hinein, welches am besten nach unten gebogen ist und vor dem Spiegel herunterhängt, oder aber auch, wie punktirt ist, gerade sein kann. Der ganze Apparat steht nun auf einem durchbohrten Stativ n, auf dessen unterem Kautschukmundstück ο ein Gummischlauch ρ sitzt, der mit einem leichten Gebläse oder Blasebalg in Verbindung steht.
Die Handhabung und Wirkung des Instruments ist nun folgende:
Durch das Röhrchen h wird eine Quantität leicht flüchtigen Aethers oder ähnlicher Flüssigkeit in die Kammer a1 gebracht und gleichzeitig wird durch den Schlauch ρ ein Windstrom geblasen, der aus dem gebogenen Rohr g1 nahezu tangential auf das Flügelrädchen c wirkt. Dieses wird dadurch in schnelle Rotation versetzt, welch letztere auch auf das Schwungrad f übertragen wird, das sowohl die Bewegung regulirt, als auch, weil aufsen sitzend, dieselbe dem Auge sichtbar macht. Der in der engen Kammer befindliche Aether geräth dabei in heftige Wallung und verdunstet mit grofser Schnelligkeit,. indem er die umgebende Luft so rapid abkühlt, dafs sich die Feuchtigkeit derselben als Thau niederschlägt. Dieser Thauniederschlag ist nun auf dem blank polirten Metallspiegel sehr scharf und deutlich zu beobachten, während das Thermometer gleichzeitig den entsprechenden Temperaturgrad anzeigt. Da nun das erste Auftreten des Thaues für den Feuchtigkeitsgehalt der Luft bestimmend ist und dazu eine scharfe Beobachtung gehört, so ist es von gröfster Wichtigkeit, dafs das Auge, ohne aufblicken oder umherblicken zu müssen, an derselben Stelle den Temperaturgrad ablesen kann,

Claims (2)

bei welchem die Thaubildung stattfindet, was bei diesem Instrument und insbesondere der mit gebogenem Thermometer gezeichneten Ausführung leicht ist. Der Rand des Spiegels steht ein Beträchtliches über der Kapsel hervor und wird sich anfänglich nur die Mitte desselben scharf begrenzt mit Thau bedecken, während der äufsere Theil hell und ungetrübt bleibt, was die genaue Bestimmung des Thaumoments ungemein erleichtert. Damit die Ge-• nauigkeit der Wirkung des Instruments durch die Nähe des Beobachters nicht beeinträchtigt werde, kann dasselbe mit einer Glasglocke g umgeben werden, wie Fig. ι der Zeichnung darstellt. Füllt man die Kammer a? des Instruments mit Wasser anstatt mit dem Quecksilberbehälter des eingesteckten Thermometers, so wird das Wasser selbstverständlich sehr rapide zu Eis erstarren, so dafs das Instrument also auch ein sehr einfaches Mittel bietet, um die künstliche Eisbildung demonstrativ zu erläutern. Wenn der Raum, in welchem die Beobachtung stattfindet, nicht durch die aus dem Rohr h ausströmenden Aetherdämpfe erfüllt werden soll, so kann man an das Rohr h einen Gummischlauch anschliefsen, welcher ins Freie mündet. Will man das Instrument vor dem Fenster im Freien anbringen, so wendet man statt des Stativs ein gebogenes Winkelrohr, welches mit einem Schenkel durch den Fensterrahmen in das Zimmer hineinragt, an. Man kann vom Zimmer aus die Luft durchblasen und eine Beobachtung des Thaupunktes im Freien anstellen, ohne selbst im Freien sein zu müssen. Patenτ-Ansprüche: An einem Instrument zur Hervorbringung niedriger Temperaturen:
1. Das in Abtheilungen α1 und α2 eingetheilte Gehäuse a, in dessen Abtheilung al sich Aether oder entsprechend andere Verdunstungsflüssigkeit und das Flügelrad c befinden, in Verbindung mit dem Luftrohr g1, durch welches ein Luftstrom in die Abtheilung al eingeblasen wird, der sowohl das Flügelrad in rasche Rotation versetzt, als auch gleichzeitig die dadurch in heftige Wallung gerathende Flüssigkeit rapide verdunstet, so dafs die Temperatur in der anderen Abtheilung α2 entsprechend rasch erniedrigt wird.
2. In Verbindung mit der Abtheilung α2 der polirte Metallspiegel i, dessen Rand über <Ier Abtheilung a2 vorsteht, um einen scharf begrenzten Thauniederschlag nur auf der Spiegelmitte zu erzielen, während der vorstehende Rand ungetrübt bleibt, sowie das Thermometer tn, auf welchem der in der Abtheilung a1 im Thaumomente vorherrschende Temperaturgrad gleichzeitig bequem abgelesen werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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