DE3221382A1 - Anordnung zum ueberpruefen des ausgangssignals eines pyrometers - Google Patents
Anordnung zum ueberpruefen des ausgangssignals eines pyrometersInfo
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- G01J5/52—Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using comparison with reference sources, e.g. disappearing-filament pyrometer
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum überprüfen des
Ausgangssignals eines Pyrometers, insbesondere eines Strahlungspyrometers.
Ein Strahlungspyrometer mißt bekanntlich die von einer vorgegebenen
Fläche einer Oberfläche über einen vorgegebenen Raumwinkel ausgesandte Strahlung, um die Temperatur der
Oberfläche zu bestimmen. Anfänglich sind Pyrometer durch Messung der Strahlung geeicht worden, die von einer Oberfläche
bekannter Temperatur und mit einer Emissionsstärke von 1,0, gewöhnlich einem Hohlraumofen, ausgesandt worden
ist. Solche Öfen sind jedoch groß, sperrig und thermisch massiv, so daß zum Eichen des Pyrometers über einen Temperaturbereich
eine beachtlxhe Zeit benötigt wird, wenn nur ein einziger Ofen verwendet wird. Eine Eichung kann zwar
auch durch Messung der von einem heißen Faden bzw. Draht ausgesandten Strahlung vorgenommen werden, wahrscheinlich
wird jedoch die Fadenfläche kleiner als die Zielfläche des
Pyrometers sein und die Emissionsstärke unter 1,0 liegen. Allerdings kann vom Pyrometer ausreichende Strahlung aufgenommen
werden, um die gewünschte Temperatur eines schwarzen Körpers zu simulieren, indem der Faden auf eine Temperatur
gebracht wird, die höher als die zu untersuchende Temperatur ist. Geeignete Helligkeitseinstellungen für den
Faden können durch eine Vergleichseinstellung des Fadens gegenüber einem Pyrometer bekannter Eichung erreicht werden.
Andrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in Essen
Wird ein Faden in der zuvor, beschriebenen Art und Weise benutzt,
ergeben sich zwei größere Probleme. Die Strahlungsabgabe eines elektrisch beheizten Fadens kann instabil sein.
Darüber hinaus hat die Verteilung der ausgesandten Strahlung nicht dieselbe spektrale Verteilung wie ein Hohlraumstrahler
bei der simulierten Temperatur. Das ist von Bedeutung, wenn ein Pyrometer überprüft wird, das eine andere
spektrale Empfindlichkeit als das für die Eichung der Fadenhelligkeit
verwendete Pyrometer aufweist. Solche Unterschiede würden ein unrichtiges Ausgangssignal des überprüften Pyrometers
ergeben.
Ein anderes, bei der Überprüfung des Ausgangssignals eines Pyrometers auftauchendes Problem besteht darin, daß man das
Pyrometer von seinem Arbeitsort entfernen und an den Überprüfungsort bringen muß. Das ist besonders zeitaufwendig
und jede Verkürzung der zum überprüfen eines Pyrometers benötigten Zeit würde für den Benutzer von großem Vorteil
sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zum überprüfen des Ausgangssignals eines Pyrometers zu entwickeln,
die besonders einfach aufgebaut, wirksam und transportabel ist, so daß Pyrometer an ihrem Einsatzort
wirksam überprüft werden können.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß eine Mehrzahl von glühenden Lampen vorgesehen und jede
Lampe mit einer Mehrzahl von Sichtbahnen versehen ist, daß die Mehrzahl der Sichtbahnen aller Lampen dieselbe Länge
aufweist und mit ihren gesammelten Enden eine einzige bündige Zielfläche bildet, daß die Mehrzahl der Sichtbahnen
von allen Lampen zum Ausgleich jeglicher Helligkeitsdifferenz
zwischen den Fäden der Lampen willkürlich verteilt sind und daß zwischen jeder Lampe und ihrer Mehrzahl von
Sichtbahnen ein optisches Filter angeordnet ist. Vorzugsweise
sind die Sichtbahnen von Bündeln optischer Fasern gebildet.
Da mehrere glühende Lampen vorgesehen sind, wird jegliche Helligkeitsänderung eines Fadens gegenüber den anderen
durch die willkürliche Verteilung der Sichtbahnen jeder Lampe zur Zielfläche hin kompensiert. Und wenn ein zu überprüfendes
Pyrometer so an die Zielfläche gebracht wird, daß die Linse sich so nah wie möglich am Ziel befindet,
dann wird das Ziel vom Pyrometer nicht abgebildet und kann das von jeder Lampe ausgesandte Licht durch Defokussierung
weiter vergleichmäßigt werden.
Infolge des optischen Filters zwischen jeder Lampe und
ihrer Mehrzahl von Sichtbahnen kann die spektrale Strahlungsverteilung durch Filterwahl so geändert werden, daß
das zu untersuchende Pyrometer eine spektrale Verteilung aufweist, die der eines schwarzen Körpers bei der simulierten
Temperatur ähnlich ist, und kann eine geeignete Wahl
— 6 ~
tatsächlich getroffen werden, auch wenn die Wahl von Filtern zugestandenermaßen nicht perfekt sein kann, weil sie
über einen Temperaturbereich arbeiten müssen.
Der Einsatz einer Mehrzahl von Lampen mit willkürlich verteilten Sichtbahnen beseitigt zwar in einem wesentlichen
Umfang durch Helligkeitsänderung verursachte Probleme, nichtsdestoweniger ist es höchst wünschenswert, eine Kontrolle
über die Spannung auszuüben, mit der die Lampen versorgt werden. Aus diesem Grunde, d. h. zwecks Konstant- ;
haltung der Lampenleistung ist es - entsprechend einem weiteren Vorteil der Erfindung - vorzuziehen, einen Photo- ι
detektor vorzusehen sowie eine Sichtbahn von der Mehrzahl der Sichtbahnen einer jeden Lampe auf den Photodetektor
zu richten und das Ausgangssignal des Photodetektors zur '. Kontrolle der Lampenspannung einzusetzen. !
Daher kann die erfindungsgemäße Anordnung, insbesondere
in ihrer bevorzugten Ausführungsform, gegenüber einem Pyrometer mit bekannter Eichung eingestellt und dann beispielsweise
zu einem Düsentriebwerk eines Flugzeuges transportiert sowie zum Überprüfen eines im Flugzeug angeordneten Pyrometers
eingesetzt werden, das beispielsweise die Turbinenlaufradschaufeln
überwacht. Das hat den großen Vorteil, daß das Pyrometer nicht von seinen elektrischen Kreisen
im Flugzeug getrennt werden muß und beim Testen des Pyrometers zugleich auch die Anzeige in der Flugzeuginstrumentierung
überprüft werden kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Anordnung zum überprüfen
des Ausgangssignals von Strahlungspyrometern und
Fig. 2 die Schaltung der beim Gegenstand der Fig. 1 eingesetzten gedruckten Leiterplatte.
Die Anordnung zum überprüfen des Ausgangssignals von
Strahlungspyrometern weist einen rohrförmigen Körper 1 auf, an dessen einem Ende ein Pyrometerrohr 2 in einer
Bohrung eines Befestigungsblocks 4 z. B. mit einem Kleber befestigt ist. Der Befestigungsblock 4 ist mit Schrauben
5 an eingezogene Flansche 6 eines Hülsenteiles 7 angeschlossen, das seinerseits wiederum beispielsweise durch Klebung
im rohrförmigen Körper 1 befestigt ist. Innerhalb des Hülsenteiles 7 befindet sich ein mit Schrauben 8 an den Flanschen
6 befestigter Block 9, der eine durchgehende Bohrung
mit konischem Einlaßabschnitt 10 und anschließendem Parallelseitenabschhitt
11 aufweist. Die äußere Mantelfläche des
Blockes 9 ist zur Aufnahme des Endes eines Zylinders 12 mit geschlossenem anderen Ende 13 abgesetzt. An diesem Ende
des Zylinders 12 liegt ein Montageblock 14 mit mehreren
Durchgangsbohrungen 15 an, in denen zwölf Lampen 16 angeordnet
bzw. befestigt sind, von denen nur zwei dargestellt
:- -. - 322fI8~2
8 -
sind. Der Montageblock 14 wird durch Stützstäbe 17 in Stellung
gehalten, die durch nicht dargestellte Schrauben gegen den Montageblock 14 gehalten sind und sich zu einem Endblock
18 erstrecken, an dem die Stützstäbe mit Schrauben 19 befestigt sind. Der Endblock 18 wird durch eine auf den
rohrförmigen Körper 1 aufgeschraubte Überwurfmutter 20 an Ort und Stelle gehalten.
Im Endblock 18 ist ein Anschlußteil 21 für die Energieversorgung vorgesehen, welches mit den Eingängen einer gedruckten
Leiterplatte 22 verbunden ist. Die Leiterplatte 22 ist zwischen dem Endblock 18 und dem Montageblock 14
mit den Lampen 16 befestigt, die mit den Ausgängen der Leiterplatte 22 verbunden sind. Außerdem ist an die Leiterplatte
22 ein Photodetektor 23 angeschlossen, der in einer Zentralbohrung des Montageblockes 14 befestigt ist.
Jeder Lampe 16 ist ein Bündel aus z. B. zwölf schlauchförmigen
optischen Fasern 24 zugeordnet. Die Enden der optischen Fasern 24 sind von einem Bandring 25 zusammengehalten,
der in eine mit der zugeordneten Lampe 16 fluchtende Bohrung
26 eingesetzt ist, so daß die Enden der optischen Fasern 24 ganz dicht in der Nähe der Lampe 16 liegen. Die
Bündel der optischen Fasern jeder Lampe 16 verlaufen längs des Zylinders 12 - aus Gründen der Klarheit sind wiederum
nur zwei Bündel dargestellt - und sind willkürlich verteilt sowie insgesamt zusammengefaßt durch den Block 9 bzw. dessen:
konischen Einlaßabschnitt 10 und Parallelseitenabschnitt
11 geführt, so daß die Enden der optischen Fasern 24 mit
dem Ende des Blockes 9, das dem Pyrometerrohr 2 am nächsten
liegt, im wesentlichen Schluchten. Eine optische Faser 24A eines jeden Bündels ist umgebogen und die Enden dieser
Fasern 24A sind in einem Bandring 27 befestigt, der in eine Zentralbohrung 28 am Ende des Gehäuses eingesetzt ist, so
daß die Enden der Fasern 24A ganz in der Nähe des Photodetektors 23 liegen.
Da die optischen Fasern 24 und 24A eine bekannte Länge aufweisen,
kann jede Lampe 16 mit einer Linse versehen werden, um das Licht dieser Lampe auf das gegenüberliegende Ende
der optischen Fasern zu fokussieren. Außerdem ist zwischen jeder Lampe und dem benachbarten Ende der optischen Fasern
noch ein optisches Filter 29 eingeführt.
Vorzugsweise sind die Lampen 16 in Serie miteinander verbunden, so daß bei Ausfall einer Lampe die gesamte Anordnung
ausfällt.
Ist die beschriebene Anordnung anfangs gegen ein Pyrometer
bekannten Ausgangssignals geeicht worden, kann der Lampe eine Spannung zugeführt werden, um eine vorgegebene
Temperatur zu simulieren. Wenn dann in das Pyrometerrohr 2 ein Pyrometer 30 eingeschoben wird, bis sich dessen
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Fenster nahe bei den Enden der optischen Fasern 24 befindet/
kann den Lampen Spannung zugeführt werden, um eine bestimmte Temperatur zu simulieren, und die Anzeige vom Pyrometer 30
daraufhin überprüft werden, ob sie die gewünschte Temperatur anzeigt. Durch Änderung der Lampenspannung kann das Pyrometer
30 über seinem gesamten Arbeitsbereich.überprüft werden, um sicherzustellen, daß es bei allen Temperaturen
korrekt arbeitet.
Ein großer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß dann, wenn das Pyrometer 30 z. B. in einem Flugzeug in Arbeits- i
Stellung montiert ist, um die Temperatur der Turbinenlaufradschaufeln zu überwachen, es nicht notwendig ist, das Pyrometer
von seinen zugeordneten elektrischen Kreisen zu trennen. Es braucht lediglich aus seiner Montierung entfernt
und in das Pyrometerrohr 2 eingesetzt zu werden. Das hat den weiteren Vorteil, daß neben der Überprüfung des Aus- '
gangssignals des Pyrometers gleichzeitig auch die Flugzeuginstrumentierung auf korrekte Temperaturanzeige überprüft >
werden kann. i
Wie in Fig. 1 dargestellt ist, wird über das Anschlußteil
21 Energie der gedruckten Leiterplatte 22 zugeführt, an die jede der zwölf Lampen 16 und der Ausgang des Photodetektors
23 angeschlossen sind.
In Fig. 2 ist die Schaltung dieser gedruckten Leiterplatte
22 wiedergegeben. Bei eingeschalteter Energiequelle und
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beleuchteten Lampen werden die zurückgebogenen optischen Fasern 24A zur Beleuchtung des Photodetektors 23 benutzt,
der aus einer Photodiode, beispielsweise Silizium-EXP503-Photodiode
besteht. Das Ausgangssignal der Photodiode ist
ein Photostrom und wird über einen 1C1A-Baustein in eine
Spannung umgewandelt, der eine Rückkopplungsschaltung 31 aus einem ausgesuchten Thermistor/Resistor-Netzwerk aufweist,
so daß die Ausgangsspannung des 1C1A-Bausteines bei
Umgebungstemperatur konstant ist. Hierzu muß das Ausgangssignal der Photodiode als Funktion der Umgebungstemperatur
bekannt sein und geeignetes Netzwerk ausgesucht werden.
Der mit steigernder Helligkeit negativ werdende Ausgang des 1C1A-Bausteines wird einer Referenzspannung von einer
Zenerdiode 32 hinzuaddiert. Das bildet die Eingangsspannung
eines 1C1B-Bausteines, der mit einem Strombooster 1C2 für die Versorgung der Lampen 16 arbeitet. Negative Rückkopplung
des Gesamtsystems wird dadurch erreicht, daß die Photodiode 23 die Lampenleistung zu sehen vermag. Das Helligkeitsniveau
der Lampen wird mit einem veränderlichen Widerstand 33 zwischen der Zenerdiode 32 und dem 1C1B-Baustein
bestimmt. Lampenstabilität ist gewährleistet, weil Helligkeitsverminderungen eine erhöhte Lampenversorgungsspannung
zur Folge haben.
Claims (1)
- Andrejewski, Honke & PartnerDiplom-PhysikerDr. Walter AndrejewskiDiplom-IngenieurDr.-Ing. Manfred HonkeDiplom-PhysikerDr. Karl Gerhard MaschAnwaltsakte:58 955/Rt-ma4300 Essen 1, Theaterplatz 3, Postf. 1002543. Juni 1982Patentanmeldung LAND PYROMETERS LIMITED Wreakes Lane, Dronfield Sheffield S18 6DJ, EnglandAnordnung zum überprüfen des Ausgangssignals eines PyrometersPatentansprüche:rl J Anordnung zum Überprüfen des Ausgangssignals eines Pyrometers, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von glühenden Lampen (16) vorgesehen und jede Lampe (16) mit einer Mehrzahl von Sichtbahnen versehen ist, daß dieAndrejewski, Honke & Partner, Patentanwälte in EssenMehrzahl der Sichtbahnen aller Lampen (16) dieselbe Lange aufweist und mit ihren gesammelten Enden eine einzige bündige Zielfläche bildet, daß die Mehrzahl der Sichtbahnen von allen Lampen (16) zum Ausgleich jeglicher Helligkeitsdifferenz zwischen den Fäden der Lampen (16) willkürlich verteilt sind und daß zwischen jeder Lampe (16) und ihrer Mehrzahl von Sichtbahnen ein optisches Filter (29) angeordnet ist.2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sichtbahnen von Bündeln optischer Fasern (24) gebildet sind.3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Photodetektx (23) vorgesehen ist und eine Sichtbahn von der Mehrzahl der Sichtbahnen einer jeden Lampe (16)auf den Photodetektor (23) gerichtet ist. ;4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ende eine Halterung (Pyrometerrohr 2) vorgesehen ist, mit der ein zu überprüfendes Pyrometer im Bereich der Enden der willkürlich verteilten Bündel der Sichtbahnen haltbar ist.5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine gedruckte Leiterplatte (22) mit Kontrollkreisen für die glühenden Lampen (16) und den Photodetektor (23) aufweist und diese gedruckte Leiterplatte(22) über ein Anschlußteil (21) an der Anordnung mit einer Energiequelle verbunden ist.
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|---|---|---|---|
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Owner name: LAND INFRARED LTD., DRONFIELD, SHEFFIELD, GB |
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| D2 | Grant after examination | ||
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Owner name: LAND INSTRUMENTS INTERNATIONAL LIMITED, DRONFIELD, |
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