DE320893C - Verfahren zur Entziehung des Luftsauerstoffs aus dem Wasser mittels Eisen - Google Patents

Verfahren zur Entziehung des Luftsauerstoffs aus dem Wasser mittels Eisen

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DE320893C
DE320893C DE1917320893D DE320893DD DE320893C DE 320893 C DE320893 C DE 320893C DE 1917320893 D DE1917320893 D DE 1917320893D DE 320893D D DE320893D D DE 320893DD DE 320893 C DE320893 C DE 320893C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/20Treatment of water, waste water, or sewage by degassing, i.e. liberation of dissolved gases

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Description

  • Verfahren zur Entziehung des Luftsauerstoffs aus dem Wasser mittels Eisen. Durch die Eisenspanfilter zur Entziehung des Sauerstoffes aus dem Wasser ist der Beweis erbracht, , daß sich im praktischen Betriebe auf diese Weise selbst dann der Sauerstoff restlos dem Wasser entziehen läßt, wenn der Sauerstoffgehalt sehr hoch ist. Mit Hilfe dieser Filter ist es also gelungen, eine sehr wichtige technische Aufgabe zu lösen. Sie haben aber den großen Nachteil, daß sie zu bald versagen, zu viel Spülwasser verbrauchen und eine zu häufige Auswechselung der Eisenspäne bedingen. Solche Filter bedürfen zur Spülung täglich erheblicher Wassermengen. Da zum Spülen nur reines Kondensat gebraucht werden darf, so verursacht die Reinhaltung des Filters erhebliche Kosten. Z. B. bedarf ein Filter für eine stündliche Leistung von io cbm täglich 3 cbm Kondensat zur Spülung, welches M. t,zo/cbm kostet, das macht im Jahr, zu 36o Arbeitstagen gerechnet, einen Kostenaufwand von M. 1--g6 allein für Spülung eines Filters. Dazu kommt, daß trotz ausgiebiger Spülung das Filter nach kurzer Zeit verschmutzt, der Filterwiderstand steigt und die Filterwirkung sinkt, so daß es außer Betrieb genommen, entleert und mit neuen Spänen gefüllt werden muß. Solche Späne kosten für den als Beispiel gewählten Apparat M. iio,- für eine Füllung, und da jährlich bisher etwa q. Füllungen nötig sind, so verteuert dies den Filterbetrieb um jährlich qq:o M. F-in derartiges Filter erfordert mithin einen jährlichen Aufwand von 1736 M. Wenn diese Kosten nicht sehr stark herabgemindert werden, so ist die Frage der Sauerstoffentziehung nur theoretisch als gelöst zu betrachten; für die Praxis können derartige Eisenspanfilter im größeren Umfange nicht in Betracht kommen.
  • Das frühzeitige Versagen der Filter rührt größtenteils daher, daß der beim Oxydationsprozeß erzeugte Eisenoxydoxydulschlamm sich zu fest in die rauhen Vorsprünge festsetzt, so daß es nicht möglich ist, ihn durch Spülen wieder gänzlich zu entfernen. Es ist infolgedessen erklärlich, daß große Spülwassermengen gebraucht werden. Trotz häufiger Spülung kann es aber nicht vermieden werden, daß sich immer mehr Schlamm ansetzt, der mit den bisherigen Mitteln nicht entfernt werden kann. In dem Maße aber, wie sich der nicht entfernbare Schlamm festsetzt, verringert sich die wirksame Oberfläche der Filter. Es hat sich im praktischen Betriebe herausgestellt, daß die Wirkung der Eisenspanfilter bereits nach zwei, spätestens drei Monaten sehr stark nachläßt.
  • Eine Vergrößerung der Eisenspanfilter würde die Lebensdauer der Filter allerdings vergrößern, aber die sämtlichen Nachteile, die jetzt vorhanden sind, entsprechend steigern, so daß auf diese Weise nichts gewonnen würde. Eine Vergrößerung der Filter durch Hintereinanderschaltung mehrerer gleicher Filter kann schon deshalb nicht in Betracht kommen, weil der Druckverlust dann allzu groß würde.
  • Nach der Erfindung werden die erwähnten Übelstände dadurch behoben, daß einem Eisenspanfilter ein weniger wirksames, dafür aber leicht zu reinigendes Filter mit weniger rauhen Fil:termaterialflächen vorgeschaltet wird. Ein solches Filter ist zwar nicht in der Lage, den gesamten, wohl aber den größeren Teil (etwa 70 Prozent) des Sauerstoffes aus dem Wasser zu -esttziehen@ Üm das Eisenspanfilter wirksamer gegen den Eisenschlamm des vorgeschalteten-Filtcrs zu schützen, wird zwischen beiden ein Koks- oder Kiesfilter eingeschaltet. Durch die Vorschaltung eines solchen Filters wird erzielt, daß die größte Menge des Eisenoxydoxydulschlammes mit verhältnismäßig wenig Spülwasser gründlich entfernt werden kann, ohne daß diese Schlammenge zur Verschmutzung des viel empfindlicheren eigentlichen Eisenspanfilters beiträgt.
  • DurchdieseHintereinanderschaltung zweier derartiger Filter wird nicht nur erreicht, daß erheblich geringere Spülwassermengen gebraucht werden, sondern auch, daß die Lebensdauer der Filter erheblich größer wird. Sie versagen weniger schnell und außerdem braucht das Filtermaterial weniger oft ausgewechselt zu werden, weil die wirksame Oberfläche länger rein gehalten werden kann.
  • Bei Ausführung der Erfindung ist es vorteilhaft, die vorgeschalteten Filterflächen aus Blechen, Blechzylindern, Röhren, Ringen o. dgl. bestehen zu lassen.. Insbesondere die Verwendung der Röhren bietet den Vorteil, daß dieselben durch entsprechende Bürsten leicht und gründlich gereinigt werden können.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Verfahren zur Entziehung des Luftsauerstoffes aus dem Wasser mittels Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser zunächst durch Filter mit verhältnismäßig glatten und leicht zu reinigenden Flächen von geringer Wirksamkeit, danach durch Filter mit sehr rauhen Flächen von höchster Wirksamkeit geleitet wird.
DE1917320893D 1917-05-30 1917-05-30 Verfahren zur Entziehung des Luftsauerstoffs aus dem Wasser mittels Eisen Expired DE320893C (de)

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