DE3150702C2 - Verfahren zur Herstellung einer elektrochemischen Speicherzelle sowie eine nach diesem Verfahren hergestellte Speicherzelle - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer elektrochemischen Speicherzelle sowie eine nach diesem Verfahren hergestellte SpeicherzelleInfo
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Abstract
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in den Kathodenraum (4) einer elektrochemischen Speicherzelle (1) ein stark anisotroper Filz (11) eingefüllt. Die Fasern des Filzes (11) verlaufen parallel zum Festelektrolyten (3). Der Filz wird mit einem Duromer (12) getränkt. Die größere Menge des Duromers (12) wird im Bereich des kathodischen Stromabnehmers (4B) angeordnet. Das Duromer (12), das die Eigenschaften eines Klebers besitzt, verbindet die Fasern des Filzes (11) nach seiner Verkokung dauerhaft elektrisch leitend mit dem kathodischen Stromabnehmer (4B). Die Fasern des Filzes (11) selbst sind untereinander ebenfalls über das verkokte Duromer (12) elektrisch leitend miteinander verbunden.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer elektrochemischen Speicherzelle gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie auf eine nach diesem Verfahren hergestellte Speicherzelle.
Solche wiederaufladbaren elektrochemischen Speicherzellen mit Festelektrolyten eignen sich sehr gut zum
Aufbau von Akkumulatoren hoher Energie- und Leistungsdichte. Die in den Alkali/Schwefel-Speicherzellen
verwendeten Festelektrolyten, die beispielsweise aus Beta-AIuminiumoxid gefertigt sind, zeichnen sich dadurch
aus, daß die Tei'Jeitfähigkeit des beweglichen Ions sehr hoch und die Teilleitfähigkeit der Elektronen um
vielfache Zenerpotenzen kleiner ist. Durch die Verwendung solcher Festelektrolyten für den Aufbau von elektrochemischen
Speicherzellen wird erreicht, daß praktisch keine Selbstentladung stattfindet da die Elektronenleitfähigkeit
vernachlässigbar ist und die Reaktionssubstanzen auch nicht als neutrale Teilchen durch den
Festelektrolyten gelangen können. Ein Vorteil dieser elektrochemischen Speicherzellen auf der Basis von Natrium
und Schwefel besteht darin, daß beim Laden keine elektrochemischen Nebenreaktionen auftreten. Der
Grund dafür ist wiederum, daß nur eine Ionensorte
durch den Festelektrolyten gelangen kann. Die Stromausbeute einer solchen Natrium/Schwefel-Speicherzelle
liegt daher etwa bei 100%. Bei diesen elektrochemischen Speicherzellen ist das Verhältnis von Energieinhalt
zum Gesamtgewicht einer solchen Speicherzelle im Vergleich zum Bleiakkumulator sehr hoch, da die Reaktionsstoffe
leicht sind und bei der elektrochemischen Reaktion viel Energie frei wird. Elektrochemische Speicherzellen
auf der Basis von Natrium und Schwefel besitzen also gegenüber konventionellen Akkumulatoren,
wie den Bleiakkumulatoren, erhebliche Vorteile. Um ein einwandfreies Funktionieren derartiger Speicherzellen
zu gewährleisten, muß die Kathode aus einem elektronenleitenden Matrix-Material aufgebaut sein, in dessen
Porenstruktur die geschmolzenen aktiven Massen, Schwefel- und Natriumpolysulfid, aufgesaugt werden
können. Der spezifische Widerstand des Matrix-Materials sollte nicht größer als 10 Ohm · cm sein, möglichst
aber etwa 1 Ohm · cm betragen. Wegen der außerordentlichen Agressivität der kathodischen Schmelze haben
sich bisher nur filzartige Matrix-Materialien auf der Basis von Kohlenstoff bewährt. Gemeinsam ist bei diesen
Filzen der Aufbau aus Faserschichten, deren Fasern durch Vsrnadelung miteinander verbunden sind. Die
Hauptfaserrichtungen in diesen Filzen verlaufen parallel zur Filzebene. Daraus ergibt sich, daß auch die elektrische
Leitfähigkeit parallel zur Filzebene größer ist als senkrecht dazu. Bei der Herstellung von Schwefelelektroden
für elektrochemische Speicherzellen muß deshalb darauf geachtet werden, daß für den Fall, daß der
Filz mit seiner Oberfläche parallel zur Oberfläche des
Festelektrolyten in den Kathodenraum eingebaut wird, eine relativ große Menge an Filz verwendet wird, um
die gewünschte Leitfähigkeit quer zur Hauptfaserrichtung zu erreichen. Dies hat zur Folge, daß der Filz vor
dem Einbau in die Speicherzelle, insbesondere in den Kathodenraum, stark kompromiert werden mu3. Dadurch kommt es zum Bruch einer großen Anzahl von
Fasern. Dies wiederum führt zu einem Verlust der Elastizität des Filzes. Es besteht die Möglichkeit die Schwe-
felelektrode entweder vorzufertigen und dann in den Kathodenraum einzubauen oder direkt innerhalb des
Kaihodenraumes herzustellen. Bei vorgefertigten Schwefelelektroden wird der Kontakt zum kathodischen Stromabnehmer meist durch die elastische Aus-
dehnung des als Matrix-Material verwendeten Filzes nach dem Schmelzen des Schwefels hergestellt. Wird für
die Ausbildung der Schwefelelektrode ein starres Matrix-Material verwendet, so stellt die Ausbildung des
Kontakts zwischen dem Matrix-Material und dem Gehäuse einerseits und dem Festelektrolyten andererseits
ein Problem dar, das noch nicht befriedigend gelöst ist
Aus der US-PS 41 69 120 ist eine elektrochemische
Speicherzelle auf der Basis von Natrium und Schwefel bekannt. Der Kathodenraum dieser Speicherzelle ist mit
Graphitfasern ausgefüllt, die sehr kurz geschnitten und mit einem Harz vermischt sind. Die aus den Graphitfasern und dem Harz gebildete Masse ist zusammengepreßt und mit einer vorgebbaren Dichte in den Kathodenraum eingefüllt Zusätzlich ist die gesamte Katho-
denfüllung verkokt und mit Schwefel getränkt
Das hier verwendete Matrix-Material weist nicht die erforderliche Elastizität auf, so daß der gewünschte
Kontakt zwischen dem Matrix-Material und dem Festelektrolyten einerseits sowie dem kathodischen Strom-
abnehmer andererseits nicht gegeben ist Aufgrund dieses Nachteils weist die Speicherzelle nicht die erforderliche Leitfähigkeit auf, die für ein gutes Funktionieren
der Speicherzelle erforderlich ist
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem eine elektrochemische Speicherzelle hergestellt werden kann, deren
Schwefelelektrode eine wesentlich höhere Leitfähigkeit aufweist als die Schwefelelektroden der bisher bekannten Speicherzellen. Das Verfahren soll ferner eine ko-
stengünstigp HtrsteMung dieser Schv^felelektroden ermöglichen.
Die Lösung erfolgt gemäß dem Kennzeichen des Patentanspruches 1.
Der in den Kathodenr?um gefüllte Filz wird mit einem Phenolharz getränkt, das zuvor in Äthanol gelöst
wird. Die Menge des verwendeten Lösungsmittels, ins besondere die Menge des Äthanols beträgt 50 bis
95 Gew.-%. Die Gewichtsangabe bezieht sich auf das Gesamtgewicht des Lösungsmittels und des zu lösenden
Duromers, insbesondere des Phenolharzes.
Erfindungsgemäß wird die größere Menge des Duromers im Bereich des kathodischen Stromabnehmers angeordnet.
Bei zylindrischen Speicherzellen mit einem becherförmigen Festelektrolyten dienen die becheriör- wi
migen Metallgehäuse als kathodische Stromabnehmer, insbesondere in den Fällen, in denen der Kathodenraum
zwischen den Festeiektrolyten und den Gehäusen angeordnet ist. Bei diesen Speicherzellen kann die oben beschriebene
Verteilung des Duromers innerhalb des Ka- b5 thodenraums durch die Rotation der Speicherzellen um
ihre Längsachsen erzielt werden. Wird eine solche Speicherzelle, in deren Kathodenraum sich ein mit Phenolharz getränkter Filz befindet, in eine solche Rotationsbewegung versetzt, so wird aufgrund der wirkenden
Zentrifugalkraft das Duromer nach außen, insbesondere zu der Innenfläche des metallischen Gehäuses hintransportiert. Die kleinere Menge des Duromers verbleibt
zwischen den Fasern des Filzes. Die Verteilung des Duromers erfolgt vorzugsweise während der Verdampfung des Lösungsmittels. 1st das Lösungsmittel, insbesondere das Äthanol vollständig verdampft und das Duromer in der gewünschten Weise innerhalb des Katho
denraums verteilt, wird dasselbe bei einer Temperatur zwischen 500 und 15000C verkokt
Eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herge stellte elektrochemische Speicherzelle auf der Basis von
Natrium und Schwefel ist dadurch gekennzeichnet, daß in den Kathodenraum wenigstens ein stark anisotroper
Filz mit der Hauptfaserrichtung parallel zum Festelektrolyten eingelegt und mit wenigstens einem Duromer
getränkt ist. und daß die Fasern des Filzes mit dem kathodischer. Stromabnehmer und untereinander über
das verkokte Duromer elektrisch L.iend verbunden sind.
Das zur Tränkung des Filzes verwendete Phenolharz, wirkt wie ein Kleber und verbindet die Fasern des Filzes
mit dem kathodischen Stromabnehmer. Bei dem Verkoken des Phenolharzes wird diese Verbindung nicht gelöst Für die Verbindung der Filzfasern mit dem kathodischen Stromabnehmer wird der größte Anteil des Duromers verwendet Die übrige Menge des Duromers verbleibt zwischen den Fasern des Filzes und verbindet
diese miteinander. Auch hierbei geht durch die Verkokung des Phenolharzes die Verbindung zwischen den
Fasern nicht verloren. Vielmehr wird das Duromer durch die Verkokung so umgewandelt, daß zwischen
dem kathodischen Stromabnehmer und den Fasern des Filzes einerseits sowie zwischen den Fasern des Filzes
selbst elektrisch leitende Pfade gebildet werden. Über diese Pfade können die Elektronen in dem Reaktanden
eingeleitet oder daraus weggeleitet werden. Bei de;· Entladung der Speicherzellen, z. B. werden die Elektronen
vom kathodischen Stromabnehmer aus über die oben bescnriebenen Leitpfade in den Reaktanden geführt.
Dadurch werden die für die Entladung notwendigen chemischen Reaktionen innerhalb des Kathodenraums
ermöglicht und eine optimale Entladung der Speicherzelle sichergestellt In gleicher Weise wird auch die Aufladung der Speicherzelle durch die oben beschriebenen
Maßnahmen erleichtert. Erfindungsgemäß wird in den Kathodenraum ein stark anisotroper Filz mit langen
Fasern eingefüllt, der den Raum zwischen dem Festelektrolyten und dem kathodischen Stromabnehmer vollständig ausfällt. Diese Anisotropie ist sehr stark bei
Kohlenstoff- und Graphi'Jilzen ausgeprägt, die aus verkckte..
Fschfasern bestehen, Be: diesen Filzen sind die Fasern weniger miteinander vernadelt. Der mit dem
vei kokten Duromei versteifte Filz weist neben einer
verbesserten Leitfähigkeit auch die für seine Verwendungszwecke erforderliche Elastizität auf. Aufgrund
dieser Eigenschaft ist es möglich, daß auch Festelektroiyte mit merklichen geometrischen Abweichungen von
der idealen Kohrform so in das becherförmige Gehäuse
eingesetzt werden können, daß sie allseitig dicht von
dem Filz, insbesondere seinen Fasern umgeben werden. Dadurch wird die Bildung von Hohlräumen innerhalb
des Kathodenraumcs in denen es zu makroskopischer Phasentrennung kommen kann, verhindert und damit
das Langzeitverhalten der Speicherzelle verbessert.
Durch die oben beschriebenen Maßnahmen kann ei-
nc kostengünstige Schwcfelclekirode für cine Natrium/
Schwefel-Speicherzelle hergestellt werden. Der für die
Ausbildung der Sehwelelelcktrode verwendete anisotrope
Pilz ist wesentlich billiger, als die bisher benutzten stark vernadelten fiizartigen Matrix-Materialien. Durch
das Tranken des Filzes mit dem Duromer wird die Elastizität derselben so verändert, insbesondere so weit
verbessert, daß sie mit der Elastizität der bisher verwendeten Filze vergleichbar ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung erläutert.
In der Figur ist eine elektrochemische Speicherzelle I
im Vertikalschnitt dargestellt. Die elektrochmisehe Speicherzelle auf der Basis von Natrium und Schwefel
weist ein metallisches Gehäuse 2 auf. das becherförmig ausgebildet ist. Im Inneren dieses becherförmigen Gehäuses
2 ist ein ebenfalls becherförmig ausgebildeter Festelektrolyt 3 angeordnet. Der Festelektrolyt 3 ist aus
gewählt, daß zwischen den inneren Begrenzungsflächen des metallischen Gehäuses 2 und seinen äußeren Begrenzungsflächen
ein zusammenhängender Zwischenraum 4 gebildet wird. Dieser Zwischenraum 4 dient bei
dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel als Kathodenraum. Das Innere des Festelektrolyten 3 wird als
Anodenraum 5 benutzt. Das metallische Gehäuse 2 ist an seinem offenen Ende mit einem nach innen weisenden
Flansch 6 versehen, auf den der nach außen weisende Flansch 7 des Festelektrolyien aufgesetzt ist. Der
Flansch 7 des Festelektrolyten 3 wird durch eine Isolierung gebildet, der aus Alpha-Aluminiumoxid gefertigt
ist. Die Verbindung zwischen dem Festelektrolyten 3 und dem Isolierring erfolgt über ein Glaslot (hier nicht
dargestellt). Der Isolierung ist so ausgebildet, daß er über den Festeiektrolyten 3 nach außen übersteht und
gleichzeitig die Funktion des Flansches 7 übernimmt. Zwischen dem Flansch 6 des Gehäuses 2 und dem
Flansch 7 des Festelektrolyten 3 wird vorzugsweise eine Dichtung (hier nicht dargestellt) angeordnet. Durch den
nach innen weisenden Flansch 6 des metallischen Gehäuses 2 und den nach außen weisenden Flansch 7 des
Festelektrolyten 3 wird der zwischen dem Gehäuse 2 und dem Festelektrolyten 3 liegende Kathodenraum gegen
den Anodenraum 5 und nach außen hin vollständig verschlossen. Der Verschluß des Anodenraums 5 erfolgt
durch die eine Platte 8, die auf den Flansch 7 des Festelektrolyten 3 aufgelegt ist. Zwischen dem Flansch 7 und
der Platte 8 wird zusätzlich eine Dichtung (hier nicht dargestellt) angeordnet. Der anodische Stromabnehmer
9 ist durch einen Metallstab gebildet, der weit in den Festelektroiyten 3 hineinragt und einige mm über die
Deckplatte 8 übersteht. Die Deckplatte 8 ist für den Durchlaß des anodischen Stromabnehmers 9 in der Mitte
mit einer Durchführung versehen. Der anodische Stromabnehmer 9 ist im Bereich dieser Durchführung
10 unter Zwischenfügung einer Isolierung 19 mit der Deckplatte 8 verbunden.
Wie bereits oben erwähnt, dient der zwischen dem metallischen Gehäuse 2 und dem Festelektroiyten 3 liegende
Zwischenraum 4 als Kathodenraum. Dieser enthält die erfindungsgemäße Schwefelelektrode. Für die
Herstellung dieser Schwefelelektrode wird vor dem Einsatz des Festelektrolyten 3 in die Speicherzelle 1 und
dem endgültigen Verschließen derselben durch die Deckplatte 8 ein Filz 11 eingesetzt Bei diesem Filz handelt
es sich um einen Kohlenstoffilz oder einen Graphitfiiz.
Beide sind aus verkokten Pechfasern hergestellt. Die Herstellung dieses Filzes gehört bereits zum Stand
der Technik und soll hier nicht näher erläutert werden. Vorzugsweise wird der Filze Il su in den Kathodenr.iuiii
eingesetzt, daß seine HauptfaserrichtLing parallel
/ur Längsachse der Speicherzelle verläuft. Die Menge
ι des verwendeten 1 il/es Il wird so bemessen, daß der
Kathodenruum 4. insbesondere der Raum zwischen dem metallischen Gehäuse und dem Festelektrolyten vollständig
ausgefüllt ist. Nach dem Anordnen des Filtcs innerhalb des Kathodenraumes 4 wird dieser mit einem
in Duromer 12 getränkt. Dieses Duromer ist in Äthanol
gelöst. Vorzugsweise beträgt die verwendete Menge an Äthanol 50 bis 95 Gew.-%. Die angegebene Gewichtsmenge bezieht sich als auf das Gesamtgewicht des zu
lösenden Duromers und des verwendeten Lösungsmit-
i) tcls. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel
wird der Filz 11 insbesondere mit Phenolharz getränkt,
das in Äthanol gelöst ist. Nach dem Tränken des Filzes Il mit dem Phenolharz wird dieses innerhalb des Katho-
Phenolharzes anschließend im Bereich des metallischen Gehäuses 2 befindet. Bei der hier beschriebenen Ausführungsform
dient das metallische Gehäuse 2 als kathodischer Stromabnehmer 4A Diese Verteilung des
Duromers 12 innerhalb des Kathodenraums wird dadurch erreicht, daß die Speicherzelle 1 in eine Rotationsbewegung
versetzt wird. Als Rotationsachse dient die Längsachse der Speicherzelle 1. Während der Rotation
der Speicherzelle 1 wird zusätzlich das Lösungsmittel
des Duromers, insbesondere das Äthanol verdampft.
jo Ist die gewünschte Verteilung des Duromers innerhalb
des Kathodenraums 4 erreicht, d.h. befindet sich die größere Menge des Duromers zwischen dem Filz, der
direkt an das metallische Gehäuse 2 angrenzt, so wird dieser Verfahrensschritt beendet. Durch die Anordnung
des Duromers im Bereich des Gehäuses wird sichergestellt, daß die Fasern des Filzes 11 für das Duromer 12
gut mit dem Gehäuse 2 verklebt sind. Im Anschluß daran wird das Duromer verkokt. Die Verkokung des Duromers
erfolgt bei einer Temperatur zwischen 500 und 1500° C. Bei dieser Verkokung wird ein Stoff geschaffen,
der graphitähnliche Eigenschaften hat. Je höher die Verkokungstemperatur liegt, um so besser ist die graphitähnliche
Eigenschaft dieses Stoffes. Nach dem Verkoken des Duromers 12 wird der Filz 11 mit Schwefel
getränkt. Die gewünschte Schwefelmenge wird durch ein Schleudergußverfahren in den Kathodenraum 4 eingebracht.
Nach dem Erkalten des Filzes 11 kann der mit Natrium gefüllte Festelektrolyt 3 in das Innere des metallischen
Gehäuses 2 eingesetzt werden. Der im Kathodenraum 4 angeordnete Filz ist so elastisch, daß seine
Fasern sich eng an den Festelektroiyten 3 anlegen und
diesen fest umschließen, so daß kein Spalt zwischen dem Filz 11 und dem Festelektrolyten entsteht Beim Einsetzen
des Festelektroiyten 3 in das metallische Gehäuse ist der Innenraum des Festelektroiyten 3, der den Anodenraum
5 bildet, bereits mit Natrium ausgefüllt und durch die Deckplatte 8 fest verschlossen. Der anodische
Stromabnehmer 9 ist ebenfalls, in der oben beschriebenen Art und Weise installiert Nach dem Einsetzen des
Festelektroiyten 3 wird dessen Flansch 7 noch mit dem Flansch 6 des metallischen Gehäuses 2 fest verbunden.
Damit ist die Herstellung der Speicherzelle abgeschlossen. Sie kann jetzt in Betrieb genommen werden.
Die Erfindung bezieht sich nicht nur auf das in der F i g. 1 dargestellte und in der dazugehörigen Beschreibung
erläuterte Ausführungsbeispiel, vielmehr umfaßt die Erfindung auch Speicherzellen, die mit mehreren
Anoden- und mehreren Kathodenräumen ausgerüstet
Bei diesen Speicherzellen enthält jeder Kathodenraum
einen anisotropen Filz 11, der mit einem Duromer 12 getränkt ist. Über das verkokte Duromer sind die
Fasern des Filzes mit dem jeweiligen kathodischen Stromabnehmer 4ß und untereinander elektrisch leitend
verbunden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
K)
20
JO
35
40
45
50
60
65
Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung eirer elektrochemischen Speicherzelle (1) auf der Basis von Natrium
und Schwefel, mit mindestens einem Anodenraum (5) und einem Kathodenraum (4) sowie einem die
beiden trennenden alkaliionenleitenden Festelektrolyten (3), wobei im Kathodenraum (4) mindestens ein
kathodischer Stromabnehmer (4B) und ein elektronenleitendes Matrix-Material (11) angeordnet werden,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Kathodenraum (4) wenigstens ein stark anisotroper
Filz (11) mit der Hauptfaserrichtung parallel zum Festelektrolyten (3) eingelegt und mit mindestens
einem gelösten Duromer (12) getränkt wird, und daß daraufhin die größere Menge des Duromers (12) im
Bereich des kathodischen Stromabnehmers (4B) angesammelt und das gesamte Duromer (12) anschließend
verkokt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Filz (11) nach dem Einfüllen in den
Kathodenraum (4) mit einem in Äthanol gelösten Phenolharz getränkt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Lösung des Duromers (12) 50 bis 95 Gew.-°/o Äthanol bezogen auf das Gesamtgewicht
des Lösungsmittels und des Duromers (12) verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Duromer (12) bei einer Speicherzelle
(1) mit einem,"/echeri.rmigen Festelektrolyten
(3) und einem ebensolchen metallischen Gehäuse (2) durch Rotation der S. oicherzelle (1) um
ihre Längsachse im Bereich des kathodischen Stromabnehmers (4B) angesammelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Äthanol während der Rotation
der Speicherzelle (1) verdampft wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verkokung des Duromers (12)
bei einer Temperatur zwischen 500 und 15000C durchgeführt wird.
7. Elektrochemische Speicherzelle (1) auf der Basis von Natrium und Schwefel mit mindestens einem
Anodenraum (5) und einem Kathodenraum (4), die durch einen alkaliionenleitenden Festelektrolyten
(3) getrennt und mindestens bereichsweise von einem korrosionsgeschützten metallischen Gehäuse
(2) umgeben sind, wobei im Kathodenraum (4) mindestens ein kathodischer Stromabnehmer (9) und ein
elektronenleitendes Matrix-Material (11) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in den Kathodenraum
(4) wenigstens ein stark anisotroper Filz
(11) mit der Hauptfaserrichtung parallel zum Festelektrolyten (3) eingelegt und mit mindestens einem
Duromer (12) getränkt ist, und daß die Fasern des Filzes (11) mit dem kathodischen Stromabnehmer (9)
und untereinander über das verkokte Duromer (12) elektrisch leitend verbunden sind.
8. Elektrochemische Speicherzelle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Duromer
(12) ein Phenolharz ist.
9. Elektrochemische Speicherzelle nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Kathodenraum (4) ein stark anisotroper FiIz(Il) mit langen Fasern eingefüllt ist, der den Raum zwischen
dem Festelektrolyten (3) und dem kathodischen
Stromabnehmer (9) vollständig ausfüllt.
10. Elektrochemische Speicherzelle nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Kathodenraum (4) ein aus verkokten Pechfasern hergestellter Kohlenstoffilz eingefüllt ist
11. Elektrochemische Speicherzelle nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den
Kathodenraum (4) ein aus verkokten Pec'ifasern hergestellter Graphitfilz eingefüllt ist
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