DE3143341C2 - Prüfgefäß zur Anzeige eines definierten Flüssigkeitsvolumens, insbesondere zur Überprüfung von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μ1-Bereich - Google Patents
Prüfgefäß zur Anzeige eines definierten Flüssigkeitsvolumens, insbesondere zur Überprüfung von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μ1-BereichInfo
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Abstract
Zur Anzeige eines definierten Flüssigkeitsvolumens, insbesondere zur Überprüfung von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μl-Bereich, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, ein aus Flüssigkeitsaufnahmegefäß (1) und Glasstopfen (3) mit zylindrischem Kernschliff (12) und Kapillare (4) bestehendes Gemäß, wobei der Stopfen (3) eine Skala aus mindestens drei Ringen (6, 7, 8) für Nennvolumen und obere und untere Toleranzgrenze trägt, derart auszubilden, daß der Stopfen (3) mit Schliffteil (12) im eingeschobenen Zustand eine zylindrische Öffnung (2) des Umfüllgefäßes (1) vollständig ausfüllt und das Innenvolumen der Kapillare (4) so bemessen, daß zwischen Schliffende (10) und Nennvolumenring (6) das Nennvolumen enthalten ist. Durch diese Ausbildung wird in besonders einfacher Weise die Überprüfung von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μl-Bereich mit einer entsprechenden Genauigkeit ermöglicht. Dabei wird die abzumessende Flüssigkeit vollständig in die Kapillare (4) aufgenommen.
Description
35
Die Erfindung betrifft ein Prüfgefäß zur Anzeige eines definierten Flüssigkeitsvulumens, insbesondere
zur Überprüfung von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μΙ-Bereich, bestehend aus Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß
und Glasstopfen mit zylindrischem Kernschliff und Kapillare, wobei der Stopfen eine Skale aus mindestens
drei Ringen für Nennvolumen und obere und untere Toleranzgrenze trägt.
In der klinischen und chemischen Analytik werden in zunehmendem Maße Volumenmeßgeräte mit Hubkolben
eingesetzt, die Flüssigkeitsvolumina im μΐ-Bereich
abmessen, dosieren und/oder transferieren.
Bei diesen Volumenmeßgeräten wird über eine mechanische oder elektromechanische Bewegung eines
Hubkolbens, oft im Zusammenwirken mit einem dazwischen liegenden Luftpolster, ein abzumessendes
Volumen definiert. Kleine Änderungen in der Hubeinstellung oder in der Kolbenabdichtung können hier zu
beträchtlichen relativen Fehlern führen. Daher muß der Anwender in regelmäßigen Abständen, insbesondere
nach irgendwelchen Servicearbeiten, die vom Gerät abgegebene Flüssigkeitsmenge überprüfen.
Die Überprüfung dieser Volumenmeßgeräte mit Hubkolben erfolgt überwiegend gravimetrisch, also
durch Auswiegen einer abgemessenen Flüssigkeit und Umrechnung auf das Volumen oder photometrisch
durch Messung der Absorption einer mit diesem Volumenmeßgerät hergestellten Farbverdünnung. Die f>5
gravimetrisch^ Methode ist sehr zeitaufwendig, außerdem verfügen viele Laboratorien nicht über eine Waage
geeigneter Auflösung. Die photometrische Methode ist ebenfalls aufwendig und im allgemeinen zu ungenau, um
die sehr engen Fehlergrenzen bei den genannten Volumenmeßgeräten im μΐ-Bereich zu verifizieren.
Es sind Gefäße vorgeschlagen, die zur einfachen volu metrischen Überprüfung von Volumenmeßgeräten
im μΙ-Bereich dienen. Diese Geräte bestehen aus einem Glasfläschchen mit Hülsenschliff und einem dazugehörigen
Glasstopfen, in dem sich eine Kapillare befindet Längs der Kapillare sind mindestens drei Ringe als
Marken angebracht wobei ein Ring das Nennvolumen und zwei weitere Ringe die obere bzw. untere
Toleranzgrenze kennzeichnen. Diese Fläschchen werden aus dem zu überprüfenden Meßgerät mit Flüssigkeit
gefüllt Beim Einschieben der Flüssigkeit wird ein Teil davon in die Kapillare gedrückt Die Steighöhe der
Flüssigkeit in der Kapillare ist derart daß sich bei exakter Abgabe des Nennvolumens der Meniskus in
Höhe des Nennvolumenringes befindet Bei Abweichung vom Nennvolumen liegt der Meniskus entsprechend
höher oder tiefer. Er soll beim intakten Gerät innerhalb der Toleranzgrenze liegen.
Diese Gefäße sind auf eine Anwendung bis herab zu ca. 1 ml begrenzt, da kleinere Fläschchen aus Glas nicht
hergestellt werden können bzw. keine ausreichende Flüssigkeitsmenge zur Verfügung steht, um luftblasenfrei
Fläschchen und Kapillare zu füllen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Gefäß zu schaffen, das insbesondere die Überprüfung von
Flüssigkeits-Dosiergeräten gestattet, die im μΙ-Bereich dosieren und das eine entsprechende Genauigkeit
besitzt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Prüfgefäß der eingangs erläuterten Art dadurch gelöst,
daß der Stopfen mit Schliffteil im eingeschobenen Zustand eine zylindrische Öffnung des Flüssigkeitsaufnahme-Gefäßes
vollständig ausfüllt und daß das Innenvolumen der Kapillare so bemessen ist, daß
zwischen Schliffende und Nennvolumenring das Nennvolumen enthalten ist.
Durch die Erfindung wird ein Prüfgefäß geschaffen, bei dem die abzumessende Flüssigkeit vollständig in
eine Kapillare aufgenommen wird.
In einem massiven, zylindrischen Stopfen, insbesondere aus Glas, ist eine Kapillare angeordnet, an deren
unterem Ende ein zylindrischer Bereich mit genauem Durchmesser angeschliffen ist. Die Kapillare trägt die
Marken für das Nennvolumen und die uniere und obere Toleranzgrenze.
Zur blasenfreien Übertragung der abgemessenen Flüssigkeit in die Kapillare dient ein Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß,
das über eine zylindrische Innenöffnung verfügt, die im Durchmesser genau dem zylindrischen
Schliffteil der Kapillare entspricht.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß ganz oder teilweise ein Spritzteil ist.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß ganz oder teilweise
aus einem nichtbenetzenden Material gefertigt.
Gemäß einer Abwandlung der Erfindung ist die Innenwandung der öffnung des Flüssigkeitsaufnahmegefäßes
ganz oder teilweise mit einem nicht benetzenden Material überzogen.
Nach einem abgewandelten Ausführungsbeispiel ist das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß zweiteilig ausgebildet
und besteht aus einem zylindrischen Teil und einem ebenen Bodenteil, die in fertigungstechnisch geeigneter
Weise miteinander verbunden z. B. verklebt oder verschweißt sind.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung naher erläutert Dabei zeigt
F i g. 1 ein erfindungsgemäßes Prüfgefäß in auseinandergezogenem Zustand,
F i g. 2 den Gebrauchszustand, und
F i g. 3 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel des Flüssigkeitsaufnahmegefäßes.
Das erfindungsgemäße Prüfgefäß besteht aus einem Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß 1, das über eine zylindrische
Innenöffnung 2 verfügt, die im Durchmesser genau iü
einem zylindrischen Schliffteil 12, mit Schliffende 13 eines Stopfens 3 entspricht
Der Stopfen 3 weist eine durchgehende Kapillare 4 auf sowie einen Ring 6, für das Nennvolumen und Ringe
7 und 8 für obere — und untere Toleranzgrenze. Die Ringe 6, 7, 8 können als Rillen, Ausfräsungen oder
Gravuren an der Außenwand des Stopfens 3 angebracht sein oder auch als ringartige Randverstärkung ausgebildet
sein. Ferner können diese Ringe auch durch einen zusätzlichen Materialauftrag, beispielsweise Farbmalerial,
gebildet sein.
Zur Durchführung einer Volumensüberprüfung wird eine zu überprüfende Flüssigkeitsmenge in die Öffnung
2 des Flüssigkeitsaufnahme-Gefäßes 1 pipettiert Anschließend wird der Stopfen 3 mit der Kapillare 4 mit
dem zylindrischen Schliff teil 12 in die Öffnung 2 eingesetzt und bis zum Boden dieser Öffnung 2
eingeschoben. Da Innendurchmesser der Öffnung 2 und Außendurchmesser des Schliffteiles 12 des Stopfens 3
exakt aufeinander abgestimmt sind, kann keine Flüssigkeit nach oben entweichen und die Flüssigkeit wird
quantitativ vollständig in die Kapillare hineingedrückt. Es kann zweckmäßig sein, insbesondere auch um eine
Kapillare 4 mit geeigneter lichter Öffnung 5 verwenden zu können, auf der Unterseite des Schliffteiles 12 eine
konische Einführung 9 vorzusehen. Im eingeschobenen Zustand bildet das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß 1 den
Boden für die Kapillare 4.
Das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß 1 ist zweckmäßig aus einem nichtbenetzenden Material gefertigt, kann
jedoch auch lediglich an der Innenseite der Öffnung 2 mit einem derartigen Material überzogen sein. Dadurch
bildet die dosierte Flüssigkeit einen abgerundeten Tropfen, der sich leicht und blasenfrei in die Kapillare 4
einschieben läßt.
Das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß 1 kann einstückig mechanisch oder auch durch Spritzguß hergestellt sein.
Eine besonders günstige Herstellungsweise ergibt sich, wenn das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß 1 aus zwei oder
mehr Teilen besteht, wobei ein Teil 11 mit einer glatten,
zylindrischen Innenöffnung durch einen ebenen Bodenteil 10 in der Weise verschlossen wird, daß sich am
unteren Ende der Öffnung 2 eine scharfe Kante ausbildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Prüfgefäß zur Anzeige eines definierten Flüssigkeitsvolumens, insbesondere zur Überprüfung
von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μΙ-Bereich, bestehend aus Flüssigkeitsaufnahmegefäß und Glasstopfen
mit zylindrischem Kernschliff und Kapillare, wobei der Stopfen eine Skale aus mindestens drei
Ringen für Nennvolumen und obere und untere Toleranzgrenze trägt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stopfen (3) mit Schliffteil (12) im eingeschobenen Zustand eine zylindrische öffnung
(2) des Flüssigkeitsaufnahme-Gefäßes (1) vollständig ausfüllt und daß das Innenvolumen der
Kapillare (4) so bemessen ist, daß zwischen Schliffende (13) und Nennvolumenring (6) das
Nennvolumen enthalten ist.
2. Prüfgefäß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß (1) ganz oder teilweise ein Spritzteil ist.
3. Prüfgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß (1)
ganz oder teilweise aus einem nichtbenetzenden Material gefertigt ist.
4. Prüfgefäß nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwandung der öffnung
(2) ganz oder teilweise mit einem nichtbenetzenden Material überzogen ist.
5. Prüfgefäß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsaufnahme-Gefäß
(1) zweiteilig ausgebildet ist und aus einem zylindrischen Teil (11) und einem ebenen
Bodenteil (10) besteht.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19813143341 DE3143341C2 (de) | 1981-10-31 | 1981-10-31 | Prüfgefäß zur Anzeige eines definierten Flüssigkeitsvolumens, insbesondere zur Überprüfung von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μ1-Bereich |
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Publications (2)
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| DE3143341A1 DE3143341A1 (de) | 1983-05-19 |
| DE3143341C2 true DE3143341C2 (de) | 1983-11-24 |
Family
ID=6145354
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19813143341 Expired DE3143341C2 (de) | 1981-10-31 | 1981-10-31 | Prüfgefäß zur Anzeige eines definierten Flüssigkeitsvolumens, insbesondere zur Überprüfung von Flüssigkeits-Dosiergeräten im μ1-Bereich |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3143341C2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3518865A1 (de) * | 1985-05-24 | 1986-11-27 | Ingenieurbüro Bernhard Martin, 8031 Wessling | Verfahren und vorrichtung zum volumetrischen messen von hochviskosen fluessigkeiten |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP1099941B1 (de) * | 1999-11-09 | 2005-08-10 | Tecan Trading AG | Verfahren zur Bestimmung der Gewichte von Flüssigkeitseinheiten, Wägeeinsatz sowie Wägeanordnung |
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-
1981
- 1981-10-31 DE DE19813143341 patent/DE3143341C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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|---|
| NICHTS-ERMITTELT |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3518865A1 (de) * | 1985-05-24 | 1986-11-27 | Ingenieurbüro Bernhard Martin, 8031 Wessling | Verfahren und vorrichtung zum volumetrischen messen von hochviskosen fluessigkeiten |
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| DE3143341A1 (de) | 1983-05-19 |
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