DE313342C - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M4/00—Electrodes
- H01M4/02—Electrodes composed of, or comprising, active material
- H01M4/06—Electrodes for primary cells
- H01M4/08—Processes of manufacture
- H01M4/10—Processes of manufacture of pressed electrodes with central core, i.e. dollies
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Description
Um bei der Fabrikation von Trockenelementen ein gutes und gleichmäßiges Fabrikat
■ zu erzielen, müssen die einzelnen Elemente einer bestimmten Gattung gleiche E. M. K.,
inneren Widerstand und Kapazität besitzen. Während nun die E . M. K. und Kapazität
hauptsächlich von der Konstruktion und den Abmessungen des Elementes, ferner von der
Güte der Rohmaterialien, d. h. ihrem Gehalt
ίο an wirksamen Stoffen und ihrer chemischen
Reinheit abhängen, alles Punkte, die von vornherein festliegen und durch die mehr oder
minder sorgfältige Fabrikation nicht wesentlich zu ändern sind, hat diese großen Einfluß
auf den inneren Widerstand des Elementes. Da von diesem wiederum die nutzbar abzu-
- gebende Arbeit des Elementes, in Wattstunden ausgedrückt, abhängt, so ist aller Anlaß vorhanden,
bei der Fabrikation dahin zu wirken, daß der innere Widerstand einmal im Interesse
der Güte des Fabrikates möglichst gering, dann im Interesse der Gleichmäßigkeit bei allen Elementen gleiqh ausfällt.
Das ist von ganz besonderer Bedeutung bei den Taschenlampenbatterien, die aus mehreren in Reihe geschalteten Trockenelementen
bestehen, denn hier genügt ein einziges schlechtes Element, um die ganze Batterie unbrauchbar
öder minderwertig zu machen.
Führt man daher die Prüfung erst an der fertigen oder nahezu fertigen Batterie aus, so bewirkt
das Vorhandensein eines mangelhaften Elementes den Verlust der ganzen Batterie, zum mindesten aber, daß außer dem mangelhaften
Elemente nach andere wertvolle Batteriebestandteile und Materialien sowie die für
den Zusammenbau der Batterie aufgewandten Arbeitslöhne in Verlust geraten.
Aber auch dann, wenn man die Messung des inneren Widerstandes an dem fertigen EIemente
ausführt, möge es sich um größere Trockenelemente für Telephonzwecke, Weckeranlagen
u. dgl. oder um. Einzelelemente von Taschenlampenbatterien handeln, so hat man,
falls sich' ein zu hoher innerer Widerstand ergibt, wenn nicht mit dem Verlust des ganzen
Elementes, so doch mit der Mehrzahl seiner Einzelteile und der für den Zusammenbau
aufgewandten Löhne zu rechnen. Um diese Verluste auf ein Mindestmaß zurückzuT
führen und damit gleichzeitig ein .gutes gleichmäßiges Fabrikat zu erhalten, geht das den
Gegenstand dieses Patentes bildende Verfahren noch einen, und zwar einen entscheidenden
Schritt weiter, indem es die Vorprüfung bereits an dem den inneren Widerstand entscheidend
beeinflußenden Teil des Elementes, dem positiven Polkörper, vornimmt.
Durch den Fabrikationsgang und die übliche Kontrolle sind der Zinkbecher und die Elektrolytflüsisigkeit
dauernd in praktisch gleicher Beschaffenheit herzustellen. Wesentlich anders verhält es sich dagegen mit dem positiven
Polkörper, der bei dem Trockenelement aus einem Kohlenstab und der ihn umgebenden
Depolarisationsmasse besteht. Letztere, die sogenannte Puppe, wird im wesentlichen
aus einem mäßig angefeuchteten Gemisch aus
Braunstein und Graphit auf besonderen Pressen hergestellt. Theorie und Erfahrung lehren
nun übereinstimmend, daß der innere Widerstand und die gleich diesem die Leistung des
^ ganzen Elementes entscheidend beeinflußende depolarisierende Kraft von der Güte dieser
Puppe in der Hauptsache abhängen. Es kommt hierbei im wesentlichen darauf an, daß
einmal in der Puppe die wirksamen Stoffe, Braunstein und Graphit, in der richtigen Verteilung,
Mischung vorhanden sind, ferner daß die Puppe die nötige Feuchtigkeit enthält und
vor allen Dingen, daß sie fest genug gepreßt ist. Denn der Widerstand dieser feinpulvrigen
Materialien, Graphit und Braunstein, kann nur durch starke Pressung" auf das erforderliche
Mindestmaß gebracht werden. Statt nun wie bisher das Element fertigzustellen und es dann erst irgendwie elektrisch
auf die nötige E. M. K. und den inneren Widerstand, zu prüfen, wird die gewickelte
Puppe nach dem vorliegenden Verfahren erst durch Gegenüberstellung oder Einsetzen in'
eine Prüfelektrode aus Zink, Eisen, Kadmium oder einem anderen geeigneten Metall mit vollkommen
flüssigem Elektrolyt elektrisch gemessen. Für diese Prüfelektrode kann man einmal den endgültig zu verwendenden Zinkbecher
benutzen, indem man ihn mit einer geeigneten Elektrolytflüssigkeit, z. B. einer Salmiaklösung, in Höhe der Puppe füllt.
Zweckmäßig benutzt man hierzu aber besondere Meßgefäße oder Meßgitter aus Zink, die
für die Aufnahme einer großen Zahl von Puppen bestimmt sind und mit Elektrolyt in bestimmter
gleicher Höhe gefüllt sind. Diese Meßgefäße oder Gitter brauchen für die einzelnen
Puppen durchaus nicht die gleiche Form und Oberfläche wie der endgültig zu
verwendende Zinkbecher zu besitzen. Es genügt sogar ein reihenweises Einbauen der gewickelten
Puppen in mit Elektrolytflüssigkeit .gefüllte Gefäße unter Zwischenlage von Zinkblechstreifen
von annähernd gleicher Höhe der Puppen. Wesentlich ist nur, daß durch die
Anordnung der Puppen in den Meßgefäßen oder Gittern die Messung jeder einzelnen Puppe der sie umgebenden Zinkelektrode oder
Elektroden gegenüber unter vollständig glei· clien Bedingungen geschieht.
Zweckmäßig benutzt man besondere Meßgitter, die eine bestimmte Zahl Hohlräume
von quadratischem oder rundem Querschnitt bilden, in die die einzelnen Puppen dann eingesetzt
, werden. Das Meßgitter verbindet man mit dem 'einen Pol eines Gleichstromvoltmeters
für etwa 2 Volt, das mit den Enden eines bestimmten Widerstandes, z. B. 5 Ohm, fest verbunden ist, während der andere Pol
des Voltmeters durch eine biegsame Leitung mit einem etwa ähnlich einem Bleistift gestalteten
Prüfstift verbunden ist. Setzt man nun die leitende Spitze dieses Stiftes der'
Reihe nach auf die Kohlenstäbe bzw. Kohlenkappen der Puppen auf, so wird das aus der
Puppe, dem Elektrolyten und dem Meßgefäß gebildete Element über 5'Ohm geschlossen, und
das Voltmeter zeigt sofort die Klemm- oder Arbeitsispannung dieses Elementes an. Die
Höhe dieser Arbeitsspannuhg ist nun ein direktes Maß für den inneren Widerstand des
Elementes; und den vorstehenden Ausführungen zufolge im wesentlichen durch die Güte
der Puppe bedingt. Z\vecks noch genauerer Messung müßte man zwar, und kann dies auch 7^
durch Anbringung eines Unterbrechers zwischen dem einen Ende des 5 Ohm-Widerstandes
und der entsprechenden Voltmeterklemme tun, nicht allein die Arbeitsspannung,
sondern auch den Spannungsabfall, den das Element offen und mit 5 Ohm belastet, erfährt,
messen. Da indessen bei einigermaßen geordneter Fabrikation die E. M. K. der unbelasteten
Elemente praktisch vollständig gleich ist, so genügt die Messung der Arbeitsspannung
in der· vorbeschriebenen Weise durch augenblicklichen Schluß des Elementes
über 5 Ohm und gleichzeitige Messung der Klemmspannung.
Der Wert 5 Ohm stellt, wie bemerkt, nur ein Beispiel dar, und man kann den Widerstand
auch den Anforderungen entsprechend, die an das Element gestellt werden, auf einen
kleineren wie größeren Betrag ändern. In jedem Falle bildet die so festgestellte Arbeitsspannung
der betreffenden Puppe einen direkten Prüfstein ihrer Güte.
Es werden nun nur diejenigen Puppen, deren Arbeitsspannung einen gewissen Betrag
nicht unterschreitet, z. B. bei Taschenlampenbatterien, die über .15 Ohm gemessen
keinen größeren Spannungsabfall als 0,6 Volt haben sollen, 1,35 Volt, weiter verarbeitet,
die anderen dagegen als mangelhaft ausgeschieden. Hier ist es nun von besonderem
Wert, daß auch die bei der ersten1 Messung als mangelhaft erkannten Puppen nicht unbedingt
unbrauchbar sein müssen.. Die Erfahrung zeigt vielmehr, daß ein nicht unwesentlicher
Teil dieser mangelhaften Puppen noch durch längeres Belassen in den Elektrolyten
des Meßgitters an Güte zunimmt, so daß bei einigermaßen ordnungsmäßiger Fabrikation
nur ein geringer Teil der Puppen als nicht verwendbar ausscheidet.
Die Prüfung der Puppen auf diesem Wege beschränkt sich indessen nicht allein auf mangelhafte
Ausführung der Puppen selbst, vielmehr lassen sich auf diesem, Wege auch einwandfrei
gebrochene Kohlenstifte feststellen. Denn mag die Puppe auch noch so gut und fest hergestellt sein, zerbricht der Kohlensitift
beim Einsetzen in die Puppe, was hin und wieder vorkommt, so bedingt dies,er Bruch
ebenfalls, einen zu hohen Widerstand1 des Elementes, der gegebenenfalls eine ganze Batte-
■ 5 rie unbrauchbar macht.
Die als mangelhaft erkannten Kohlenpuppen sind nun aber keineswegs wertlos, es lassen
sich vielmehr aus ihnen fast sämtliche Rohmaterialien wieder gewinnen, .d. h. nach
ίο Auseinandernehmen weiter benutzen.
Die durch die Prüfung als einwandfrei er-
_ kannten Puppen werden in üblicher Weise zu den fertigen Elementen weiter verarbeitet.
Man hat jetzt die Gewähr, falls keine weiteren Versehen in der Fabrikation mehr gemacht
werden, daß das Element, bei Taschenlampenbatterien die Batterie, den Mindestanforderungen
entsprechen muß, da ja\die Puppe, der wesentlichste Teil «des Elementes, schon
daraufhin geprüft ist.
Auf diese Weise vermindert man einmal den Ausschuß, indem die mangelhaften Puppen
sofort nach ihrer Herstellung als solche erkannt und von der weiteren Verarbeitung
25. ausgeschlossen werden, wodurch weitere Verluste an anderen Materialien und Löhnen erspar,t
werden. Man erzielt weiterhin ein tadellos gleichmäßiges Fabrikat, indem die Puppe, der praktisch für die Güte des EIementes
ausschlaggebende Teil des Elementes, in dem frühesten möglichen Fabrikationsstadium
auf die betreffende Mindestleistung hin geprüft ist.
Claims (2)
1. Verfahren zur Prüfung von Trockenelementen während der Fabrikation, dadurch
gekennzeichnet, daß lediglich die positive.n Polkörper, die sogenannten Puppen,
sofort nach dem Pressen und Bewickeln und vor dem weiteren Bearbeiten
in einer leitenden Flüssigkeit gegenüber einer Lösungselektrode auf ihre Arbeitsspannung bzw. ihren Spannungsabfall über
einen bestimmten Widerstand geprüft werden, um· dadurch -Fabrikationsfehler
und die Länge der notwendigen Tränkungsdauer feststellen zu können.
2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Puppen in besonderen Meßgittern in für jede Puppe bestimmte Einzelbehälter oder reihenweise
in gemeinsame Gefäße, in denen die einzelnen Puppenreihen durch Zinkstreifen voneinander getrennt sind, eingesetzt und
durch Anlegen eines mit einem bestimmten Widerstand kurzgeschlossenen Voltmeters
an Zink- und Kohlepol auf ihre Arbeitsspannung bzw. ihren Spannungsabfall
geprüft werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE313342C true DE313342C (de) |
Family
ID=566215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT313342D Active DE313342C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE313342C (de) |
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0
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