DE3130152C2 - Vorrichtung zum magnetischen Rühren von geschmolzenem Metall - Google Patents
Vorrichtung zum magnetischen Rühren von geschmolzenem MetallInfo
- Publication number
- DE3130152C2 DE3130152C2 DE19813130152 DE3130152A DE3130152C2 DE 3130152 C2 DE3130152 C2 DE 3130152C2 DE 19813130152 DE19813130152 DE 19813130152 DE 3130152 A DE3130152 A DE 3130152A DE 3130152 C2 DE3130152 C2 DE 3130152C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- molten metal
- permanent magnet
- continuous casting
- inclusions
- strand
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/10—Supplying or treating molten metal
- B22D11/11—Treating the molten metal
- B22D11/114—Treating the molten metal by using agitating or vibrating means
- B22D11/115—Treating the molten metal by using agitating or vibrating means by using magnetic fields
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Abstract
Die Erfindung beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum magnetischen Rühren von geschmolzenem Metall in einer Kokille mittels eines drehbaren die Kokille umgebenden Permanentmagneten. Der drehbare Permanentmagnet ist derart ausgestaltet, daß er ein sich drehendes Magnetfeld in einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung der Kokille erzeugt sowie ein sich verschiebendes Magnetfeld in einer Richtung parallel zur Längsrichtung bei Drehung des Perma nent magneten.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Erfindung eignet sich insbesondere zur Entfernung von Verunreinigungen und Einschlüssen aus geschmolzenem
Metall, das zu Barren gegossen wird, bei denen das Verhältnis von Breite zu Höhe nicht größer
als 2,5 :1 ist.
Bekanntlich treten beim Stranggießen einer Stahlschmelze oftmals in der Mitte Steigerungen oder poröse
Stellen auf. Diese Fehlstellen sind auf metallurgische Ursachen und mechanische Probleme zurückzuführen.
So wird z. B. angenommen, daß das Auftreten poröser Stellen in der Mitte auf ungenügende Zufuhr von flüssigem
Stahl zur Barrenmitte und auf eine während des Erstarrungsprozesses auftretende Brückenbildung zurückzuführen
ist.
Es wurde deshalb bereits vorgeschlagen, diese Fehlstellen durch elektromagnetisches Rühren oder Bewegen
mit Mehrphasen-Wechselstrom zu beseitigen. Beim elektromagnetischen Rühren erfolgt eine Bewegung
des geschmolzenen Metalls entlang der Erstarrungsfront unter dem Einfluß eines von außen angelegten
magnetischen Feldes, das dem geschmolzenen Metall d. h. dem flüssigen Stahl, entlang seiner Erstarrungsfläche
eine derartige Bewegung erteilt, daß die Brückenbildung verhindert wird. Dadurch kann ein Strang mit
gleichachsigen Kristallen und wesentlich verringerter mittlerer Steigerung und mittlerer Porosität erhalten
werden (vgl. »Iron and Steel Internationl«, Feb. 1979, Seiten 19 bis 41 und »Fachberichte Hüttenpraxis, Metallweiterverarbeitung«,
17. Jahrgang, Heft 10/19, Seiten 820 bis 831).
Eine derartige Vorrichtung zum elektromagnetischen Rühren erzeugt sich drehende, magnetische Induktionsfelder mit einer Vielzahl von Elektromagneten, die um
die Stranggießkokille herum angeordnet sind. Mit der Zunahme der Größe der Stranggießkokille ist es deshalb
notwendig, die Elektromagnete zu vergrößern, um eine ausreichende Rührbewegung zu erzielen. Die Anordnung
wird damit groß und teuer. Handelt es sich um eine sehr große Stranggießanlage, so ist es manchmal
unmöglich, entsprechende Rührvorrichtungen bereitzustellen. Feiner kann der induzierte Strom im geschmolzenen
Metall nur eine bestimmte Tiefe erreichen. Die Grenze wird dabei durch die Frequenz des Wechsilstromcs
bestimmt Verwendet man z. B. einen Wechsilström
mit einer Frequenz, von 50 Hz, so beträgt die
maximale Eindringtiefe des induzierten Stroms ungefähr 100 mm, auch wenn die Magnetfelder auf beiden
Seiten des Stranges erzeugt werden.
Sollen Stränge mit einer Dicke von mehr als 100 mm
Sollen Stränge mit einer Dicke von mehr als 100 mm
ίο erzeugt werden, so muß die Frequenz auf einige Hz
oder weniger mittels eines Frequenzumsetzers verringert werden. Dies erhöht aber die Kosten der Anlage,
wobei weiterhin ein großer Teil der Energie, gleichgültig ob hohe oder niedrige Frequenzen verwendet werden,
in den Kernen und Spulen als Verlustleistung auftritt, so daß der Wirkungsgrad bei 0,05 bis 13% liegt Im
Falle der allgemein üblichen Frequenz von 50 Hz erfolgt eine sehr schnelle Drehung des Magnetfeldes, die
z. B. 3000 U/m für ein bipolares System beträgt Hingegen beträgt die Drehung des geschmolzenen Metalls
nur 100 bis 300 m/m. Daraus folgt, daß ein starkor Schlupf des geschmolzenen Metalls auftritt. Da außerdem
die Temperatur des gerührten geschmolzenen Metalls als Funktion der Gießtemperatur, der Absenkgeschwindigkeit
und der Abkühlbedingungen des Stranges variiert und dadurch auch die Viskosität, ist der
Rühreffekt nicht immer reproduzierbar, selbst wenn das geschmolzene Metall die gleiche Zusammensetzung
aufweist und die gleichen Rührbedingungen vorliegen.
Aus der offengelegten japanischen Patentanmeldung Nr. 55-1 49 754 ist bereits eine Vorrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
Durch die Anordnung von Permanentmagneten um die Stranggießkokille herum und die Bewegung entlang
des Umfangs der Stranggießkokille erzielt man eine ausreichende Eindringtiefe des induzierten Stroms unter
gleichzeitiger Vermeidung des Schlupfes im geschmolzenen Metall. Gleichzeitig wird der bauliche
Aufwand erheblich verringert, der sonst zur Erzeugung von abwechselnden magnetischen Drehfeldern erforderlich
ist, so daß die Kosten für die Vorrichtung erheblich verringert werden.
Weit verbreitet bei rechteckigen Stahlsträngen oder Knüppeln ist das Auftreten von Einschlüssen, die hauptsächlich
in Form von Mangan-Silikat-haltigen, kugelförmigen Einschlüssen und von klumpenförmigen Aluminiumoxideinschlüssen
vorliegen. Beim Rühren mit induzierten Drehfeldern mit Hilfe von Elektromagneten
wird dem geschmolzenen Metall eine Bewegung in ciner Ebene senkrecht zur Absenkrichtung des Stranges
erteilt. Dem flüssigen Stahl mit hohem spezifischen Gewicht wird dadurch eine Zentrifugalkraft erteilt, die in
Richtung der Barrenkante wirkt. Andererseits sind die Einschlüsse, deren spezifisches Gewicht gering ist, im
Mittelteil des Stranges konzentriert. Man hat daher angenommen, daß das elektromagnetische Rühren durch
ein verbessertes Entfernen von Verunreinigungen oder Einschlüssen aus dem Bereich unmittelbar unterhalb der
Oberfläche des Stranges zu einer Reinigung des Erstarrungsbereiches führt. Da ferner die Einschlüsse, die im
mittleren Bereich der Stranggießkokille konzentriert sind, sich zusammenballen, neigen sie dazu, durch das
geschmolzene Metall aufzusteigen. Das elektromagnetische Rühren wurde deshalb besonders wirksam zur Bc-
(,5 handlung von geschmolzenem Stahl angesehen.
Es wurde jedoch festgestellt, daß die Geschwindigkeit, mit der zusammengeballte Einschlüsse aufsteigen,
geringer ist als die Absenkgeschwindigkeit des Barrens
und demzufolge die meisten Einschlüsse im Strang verbleiben.
Ein Strang mit großen Einschlüssen beeinträchtigt jedoch die Qualität des Endproduktes urd macht
den Stahl je nach Größe der Einschlüsse sogar unbrauchbar.
Auch ist es bereits bekannt, ein axial gerichtetes, elektrodynamisches
Feld zu erzeugen, so daß dem flüssigen Stahl eine Bewegung in einer Ebene parallel zur Ziehrichtung
der Barren erteilt wird (GB-PS 13 26 728 und Herrmann, »Handbuch des Stranggießens«, 1958, Seite
426). Obwohl dadurch die Einschlüsse tatsächlich zur Oberfläche des geschmolzenen Metalls aufsteigen, wurden
die folgenden Nachteile festgestellt. Da auch hier Elektromagnete verwendet werden, ist der Wirkungsgrad
der Anlage sehr klein und die Vorrichtung selber sehr groß. Da prinzipiell dieser elektromagnetische
Rührprozeß nur eine geringe Bewegungskraft auf die Randzonen bewirkt, insbesondere auf die gegenüberliegenden
Randteile in Richtung der Breite des Stranges in einer Ebene senkrecht zur Absenkrichtung des Stranges,
ist dieses Verfahren nicht zur Erzeugung von rechtwinkligen Strängen geeignet, deren Breiten/Höhenverhältnis
kleiner als 2,5 :1 ist.
Durch das sich verschiebende induzierte Feld ist obendrein das Stromlinienbild des geschmolzenen Metalls
uneinheitlich und kompliziert Aufgrund der ungleichmäßigen Bewegungen des geschmolzenen Metalls
werden noch einige Einschlüsse vom Metall mitgenommen und werden später im Strang vorgefunden, insbesondere
wenn dem geschmolzenen Metall eine Bewegung in Richtung einer Ebene senkrecht zur Absenkrichtung
des Stranges erteilt wird, durch die eine vollständige Entfernung von Einschlüssen aus dem Mittelteil
des Stranges verhindert wird.
Der Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum magnetischen Rühren von geschmolzenem Metall in einer Stranggießkokille anzugeben, mit der
das Auftreten von Fehlstellen in der Barrenmitte vermieden wird und Einschlüsse vollständig entfernt werden.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird dem geschmolzenen Metall eine Drehbewegung und eine
Konvektionsbewegung erteilt, wodurch das Auftreten von Fehlstellen verhindert und ein vollständiges Entfernen
der Verunreinigungen und Einschlüsse ermöglicht ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es,
dem geschmolzenen Metall auch dann eine ausreichende Bewegungskraft zu übertragen, wenn sich das Magnetfeld
nur langsam dreht, da die Stärke des Magnetfeldes im mittleren Bereich des geschmolzenen Metalls
sehr stark ist. Neben dem nur geringen Schlupf erzielt man eine gleichförmige Bewegung geringer Geschwindigkeit
im geschmolzenen Metall auch bei großen Siranggießkokillen aufgrund der großen Eindringtiefe
des Stromes. Dies wurde anhand von Vergleichsversuchen festgestellt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert, in der vorteilhafte Ausführungsbeispiele dargestellt sind. Es zeigt
Fig. 1 einen Querschnit1 durch ein erstes Ausfühningsbeispiel
einer eifinduri;sgemäßen Vorrichtung;
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemaßen
zylindrischen Permanentmagneten:
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer anderen
Anordnung eines erfindutigsgemäßen Permanentmagneten;
F i g. 4 ein Diagramm, das die Änderung des Magnetfeldes
in Abhängigkeit von der Bewegung des Permanentmagneten zeigt;
F i g. 5 eine schematische Darstellung der Rührbewegungen
im Flüssigkeitsstrahl;
F i g. 6a einen Querschnitt durch die Makrostruktur des Stranges;
F i g. 6b zum Vergleich einen Querschnitt durch die Makrostruktur eines Stranges ohne erfindungsgemäße
Anwendung des magnetischen Rührens, wobei in den
ίο beiden letzten Figuren mit χ gleichachsige Kristalle bezeichnet
sind, mit dem kleinen Kreis in der Mitte eine Fehlstelle bezeichnet ist und bei denen die die gleichachsigen
Kristalle umgebenden Bereiche ein sogenanntes Stengelgefüge aufweisen;
F i g. 7 eine grafische Darstellung der in der Mitte des Stranges auftretenden Seigerung und
F i g. 1 zeigt einen Querschnitt einer Stranggießvorrichtung 1 mit einer Halterung 8 für einen mit 2 bezeichneten
drehbaren Permanentmagneten, der den Kühlbereich der Stranggießkokille 3 in einer Stranggießanlage
5 umgibt. Der drehbare Permanentmagnet 2 umgibt den Kühlbercich der Stranggießkokille zwischen dem Einlaß
6 und dem Auslaß 7. Die Halterung 8 mit einem Lager 9 zur Drehung des Magneten ist außerhalb des
Magneten angeordnet. Zum Schutz des Magneten 2 kann noch ein nicht dargestellter Schutzring auf der
Innenfläche des zylindrischen Magneten angeordnet werden.
Die den Permanentmagneten 2 tragende Halterung 8 ruht auf dem unten angeordneten Lager 9, das sich wiederum
auf dem Grundteil 10 für die Stranggießkokille 3 abstützt. Die Drehung des Permanentmagneten 2 erfolgt
mittels eines Motors 11, der ein Getriebe 12 antreibt, so daß sich der zylindrische Permanentmagnet 2
dreht. Anstelle des Getriebes 12 kann auch jede beliebige andere Antriebsvorrichtung verwendet werden. Der
Motor 11 kann ein Elektromotor oder ein hydraulischer
Motor sein. Die Oberfläche des geschmolzenen Metalls ist mit 13 bezeichnet.
Der Permanentmagnet kann streifenförmig auf der Innenfläche eines zylindrischen Körpers aus magnetischem
Material aufgebracht sein; F i g. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines derartigen erfindungsgemäßen
drehbaren Permanentmagneten. Dabei wechseln sich Permanentmagnetteile 21 und nichtmagnetische
Abstandshalter 22 spiralförmig ab. Wird dieser zylindrische Körper um die Stranggießkokille herum gedreht,
so erstreckt sich ein gleichgerichtetes Magnetfeld durch die Stranggußkokille in einer Richtung senkrecht zur
Abziehrichtung des Stranges. Die nicht magnetischen Teile sind Abstandshalter, während auch zwei oder
mehr Magnetbahnen verwendet werden können, die dann ebenfalls abwechselnd mit den nicht magnetischen
Teilen spiralförmig angeordnet sind. F i g. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel in perspektivischer Ansicht
eines zylindrischen Magneten, bei dem Permanentmagnetteile 21 und nicht magnetische Abstandshalter
22 stufenweise in einem zylindrischen Körper angeordnet sind.
bo In Fig.4 ist das Prinzip der Erfindung näher erläutert,
wobei bei dieser Figur die waagerechte Achse die Umfangsrichtung des zylindrischen Magneten (Φ) oder
die axi>.le Richtung des zylindrischen Magneten (z) angibt, und die senkrechte Achse das Magnetfeld am
br> Punkt (/., Φ) in der Nähe der Magnetoberfläche. Wie
man sieht, bewegt sich das Magnetfeld sowohl in Umfangsrichtung als auch in Axialrichtung, sofern der zylindrische
Magnet verdreht wird. Bekanntlich fällt die
Richtung oder in einem leitenden Körper (in diesem Fall geschmolzenem Metall) induzierten elektromagnetischen
Kraft mit der Bewegungsrichtung des Magnetfeldes zusammen, so daß dem geschmolzenen Metall innerhalb
der Kokille sowohl eine Drehbewegung (horizontale Bewegung) aufgrund des drehenden Magnetfeldes
und eine Konvektionsbewegung (vertikale Bewegung) aufgrund der Verschiebung des Magnetfeldes erteilt
wird.
F i g. 5 zeigt schematisch die erfindungsgemäßen Bewegungsrichtungen.
Die Einschlüsse an der Erstarrungsfläche werden aufgrund des Auswascheffektes der
erzeugten Bewegung und der Zentrifugalkraft entfernt und steigen auf bis zur Meniskusfläche. Die Einschlüsse
können dann durch Aufbringen eines pulverförmigen Fließmittels auf die Metalloberfläche entfernt werden.
Wird der zylindrische Permanentmagnet 3t um die Strangkruste 33 gemäß dem Pfeil 32 verdreht, so dreht
sich der Metallsumpf 34 entsprechend dem Pfeil 35 in einer Ebene senkrecht zur Abziehrichtung des Stranges.
Gleichzeitig wird dem Flüssigkeitsstrahl eine durch den Pfeil 36 angegebene Bewegung erteilt in einer Ebene
parallel zur Abziehrichtung des Stranges.
Mit der erfindungsgemäßen Rührvorrichtung kann also die Brückenbildung durch die Drehbewegung des
geschmolzenen Metalls vollständig verhindert werden, wobei gleichzeitig die in der Mitte auftretende Steigerung
und die dort auftretenden porösen Fehlstellen fast vollständig verhindert werden. Obendrein erreicht man
ein Aufsteigen der Einschlüsse zur Oberfläche des geschmolzenen Metalls mit einer Geschwindigkeit, die erheblich
höher als die der Abziehgeschwindigkeit des Barrens ist.
Im folgenden werden einige praktische Versuchsergebnisse angegeben.
Erfindungsgemäße magnetische Rührvorrichtung mit einem spiralförmigen drehbaren Permanentmagneten
und einer Antriebsvorrichtung gemäß F i g. 1 und 2 wurde in einer Stranggießanlage mit vier Gußöffnungen zur
Herstellung von Knüppeln der Größe 100 mm · 80 mm und demzufolge einem Seitenverhältnis von 1,25 eingesetzt
Ein zylindrischer Körper (360 mm Innendurchmesser, 440 mm Außendurchmesser) wurde spiralförmig gemäß
F i g. 2 magnetisiert. Zwischen den spiralförmigen Permanentmagnetteilen waren Abstandshalter aus nicht
magnetischem Material vorgesehen. Der derart erhaltene zylindrische Permanentmagnet wurde in eine Schulzhülle
eingesetzt, deren Außendurchmesser 520 mm betrug und deren Höhe 300 mm betrug. Als Permanentmagnet
wurde bei diesem Beispiel ein Samarium-Kobalt-Magnetmaterial verwendet mit einer maximalen
Magnetfeldstärke von 20 MGOe und einer magnetischen Flußdichte von 980 G im mittleren Bereich des
Zylinders. Der zylindrische Magnet wurde mit einer Geschwindigkeit von 100—250 U/m gedreht
Das magnetische Rühren gemäß der Erfindung erfolgte an zwei Stranggießkokillen während die anderen
beiden Stranggießkokillen nicht mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung versehen waren. Die Abzichgcschwindigkeit
des Stranges betrug 13 m/min und die Stahlzusammensetzung lautete wie folgt:
C: 0,43%
Mn: 0.65%
S: 0,010%
Si: 0,27%
P: 0,019%
Al-Ver.: 0,0295%
Rest Eisen mit geringfügigen Verunreinigungen.
Rest Eisen mit geringfügigen Verunreinigungen.
Es wurden Teststücke aus dem Strang geschnitten ;m denjenigen Stellen, die einer gesamten Gießmenge von
10 Tonnen und 30 Tonnen entsprachen. Die Teststücke
lu wurden anschließend auf Makrostruktur, Seigerung und
die Anzahl der Einschlüsse untersucht.
Fig.6a zeigt einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäß
hergestellten Strang. Der gesamte Aufbau besteht fast aus glcichachsigen Kristallen ohne Seige-
!5 rungsbereiche und ohne Fehlstellen in der Mitte. Das in
Fig.6b dargestellte Vergleichsstück, das ohne Anwendung
des erfindungsgemäßen Rührverfahrens erhalten wurde, weist zum großen Teil Bereiche mit Stengelgef üge
auf und nur einen kleinen Bereich gleichachsiger Kiistalle.
Die Seigerungswerte hinsichtlich Schwefel (S) und Kohlenstoff (C) sind in Fig. 7 grafisch dargestellt.
Die Kurven A beziehen sich dabei auf die Meßwerte für den Strang, der ohne Anwendung des erfindungsgem ißen
Verfahrens erzeugt wurde und die Kurven B auf die Meßwerte für Barren mit Anwendung der Erfindung.
Wie die Kurven B erkennen lassen, wird die Seigerung durch Anwendung der Erfindung erfolgreich verhindert.
Obendrein betrug die Anzahl der Einschlüsse 13 fur
jeden Quadratmeter des Vergleichsbarrens aber nur 2 für jeden Quadratmeter des erfindungsgemäß hergestellten
Barrens. Dies zeigt, daß mit der Erfindung die Einschlüsse sehr erfolgreich entfernt werden können.
Das magnetische, erfindungsgemäße Rührverfahren kann mit einer einfachen Vorrichtung durchgeführt
werden, in der der Permanentmagnet spiralförmig oder stufenförmig angeordnet ist und während des Gießens
um die Stranggießkokille herum verdreht wird. Das geschmolzene Teil in der Stranggießkokille führt sowohl
eine waagrechte Bewegung als auch eine senkrechte Bewegung aus, so daß die im mittleren Bereich des geschmolzenen
Metalls konzentrierten Einschlüsse und Verunreinigungen in Bewegung gesetzt werden und
nach oben befördert werden, wo sie entfernt werden können. Die derart hergestellten Stränge weisen eine
erheblich verbesserte Qualität auf und sind frei von Einschlüssen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zum magnetischen Rühren von^eschrnolzenem
Metall in einer Stranggießkokille mit wenigstens einem drehbaren Permanentmagneten
(2), der um die Stranggießkokille (3) angeordnet ist
und bei der eine Antriebsvorrichtung zur Drehbewegung des Permanentmagneten (2) um die Stranggießkokille
(3) und eine drehbare Hülle (8) zum Tragen des Permanentmagneten vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Permanentmagnet (2) spiralförmig um die Stranggieß-Kokille
(3) ausgebildet ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen stufenweise zusammengesetzten, um die
Stranggießkokille (3) herum angeordneten Permanentmagneten.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß zwischen den Permanentmagneten
(21) ein nichtmagnetischer Abstandshalter (22) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813130152 DE3130152C2 (de) | 1981-07-30 | 1981-07-30 | Vorrichtung zum magnetischen Rühren von geschmolzenem Metall |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813130152 DE3130152C2 (de) | 1981-07-30 | 1981-07-30 | Vorrichtung zum magnetischen Rühren von geschmolzenem Metall |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3130152A1 DE3130152A1 (de) | 1983-02-17 |
| DE3130152C2 true DE3130152C2 (de) | 1984-12-06 |
Family
ID=6138139
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813130152 Expired DE3130152C2 (de) | 1981-07-30 | 1981-07-30 | Vorrichtung zum magnetischen Rühren von geschmolzenem Metall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3130152C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN108580823A (zh) * | 2018-07-16 | 2018-09-28 | 张森林 | 炼钢连铸机铸坯凝固末端永磁搅拌器 |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1326729A (en) * | 1970-11-18 | 1973-08-15 | Central Electr Generat Board | Temperature measuring apparatus |
| JPS55149754A (en) * | 1979-05-09 | 1980-11-21 | Sumitomo Metal Ind Ltd | Electromagnetic agitation method of molten metal |
-
1981
- 1981-07-30 DE DE19813130152 patent/DE3130152C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3130152A1 (de) | 1983-02-17 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69010404T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen. | |
| DE2720391C3 (de) | Strangführung einer Stranggießanlage | |
| DE2731238A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen vergiessen insbesondere von stahl unter einwirkung eines magnetischen wanderfeldes | |
| DE2528931C2 (de) | Verfahren zum Rühren der Metallschmelze in einer Stranggießkokille | |
| DE69528954T2 (de) | Stranggiessanlage für stahl | |
| DE2803503C2 (de) | Zwei- oder mehrphasiger Umrührer | |
| DE2814600C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Stahlstranggießen | |
| DE2902341C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Stranggießen von Rohren, insbesondere aus Stahl | |
| DE2702267A1 (de) | Stranggussverfahren sowie vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens und nach dem verfahren hergestellter gussrohling | |
| DE69224148T2 (de) | Verfahren zum elektromagnetischen Führen beim stranggiessen | |
| DE2819160C2 (de) | ||
| CH625728A5 (de) | ||
| EP2326441B1 (de) | Elektromagnetische bremseinrichtung an stranggiesskokillen | |
| DE1583601A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen eines schmelzfluessigen Metallstranges | |
| DE3130152C2 (de) | Vorrichtung zum magnetischen Rühren von geschmolzenem Metall | |
| DE2029443A1 (en) | Travelling electric magnetic field - for ingot solidification | |
| DE69019954T2 (de) | Verfahren für das Stranggiessen von Stahl. | |
| DE69614274T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum giessen von metall | |
| DE69110166T3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Stranggiessen von Stahlschmelzen. | |
| DE69702268T2 (de) | Stranggiessanlage | |
| EP0009803B1 (de) | Verfahren zum Stranggiessen von Stahl | |
| DE2911842A1 (de) | Verfahren zum umruehren beim stranggiessen | |
| DE3819492A1 (de) | Knueppel- bzw. vorblock-stranggiesskokille | |
| DE2810876A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum umruehren von im schmelzzustand befindlichen metallen waehrend des kontinuierlichen giessens von brammen | |
| DE2827240A1 (de) | Einrichtung zum umruehren von metallischen schmelzen in stranggiessanlagen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |