DE308494C - - Google Patents

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DE308494C
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arms
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating

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  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)

Description

AUSGEGEBEN
AM 23. FEBRUAR 1920
In Fahrzeugen, in denen der Lenker und die Insassen mehr oder weniger der Kälte ausgesetzt sind, hat man sich bisher durch Pelze, Wollkleidung usw. gegen dieselbe zu schützen gesucht, was bei höheren Kältegraden jedoch sich als unzureichend erwies. Daraufhin hat man einzelne Körperteile durch bereits bekannte elektrisch beheizte Kleidungsstücke erwärmt und warmgehalten, was die Nachteile
ίο hat, daß auch bei bester Wärmeisolierung nach außen immer noch Wärme- und damit Stromverluste stattfinden und für die Erzeugung.des elektrischen Heizstromes entweder eine besondere Stromerzeugungsanlage oder
eine Umformeranlage für die Umwandlung des drahtlosen Telegraphiestromes in für Heizzwecke geeigneten Niederspannungsstrom nötig ist.
Diese zwei Nachteile fallen bei Anwendung des an sich bekannten Diathermieverfahrens weg und kommt noch hinzu, daß eine vollständige Durchwärmung des Körpers oder einzelner Körperteile im Innersten stattfindet, anstatt wie bei· elektrisch beheizter Kleidung die Erwärmung und Warmhaltung nur von außen her geschieht und in das Innere des Körpers nur vordringt durch die in dem Blutkreislauf in dem menschlichen Organismus beförderten Wärmemengen (Kalorien). Es wird daher nach vorliegender Erfindung der für drähtlose Telegraphie erzeugte Strom gleichzeitig für nach Art der Diathermie verwendet, und zwar nicht wie bisher für rein medizinische, d. h. Heilzwecke, sondern im Kampf gegen höhere Kältezonen als Vorrichtung zur Erwärmung, also zum Schütze gegen höchste Kältegrade. Außer der hier angeführten neuen Verwendung wird noch der große Vorteil gegenüber der Wärmezufuhr von außen erzielt, daß die Haut, wie bei den medizinischen Diathermieverfahren, als vorzüglicher Wärmeisolator in Mitwirkung tritt und durch Umgebung mit aus geeigneten Isolierstoffen angefertigten Kleidungsstücken noch weiter unterstützt wird.
Die Diathermie wurde bis jetzt nur für medizinische oder Heilzwecke angewandt und die hierfür erforderlichen Ströme: immer in besonderen Anlagen erzeugt.
Die Stromzufuhr und Anordnung der Elektroden war nur für rein medizinische Zwecke angeordnet und berechnet, wogegen es sich hier um die allgemeine, möglichst gleichmäßige Ermärmung und Warmhaltung sämtlicher Körperteile, mit Ausnahme der Hände und Füße, handelt, für welche, da in den Fuß- und Handgelenken eine zu starke Stromschnürung und damit Wärmesteigerung stattfinden würde, elektrisch beheizte Fuß- und Handschuhe zur Anwendung kommen, die von einer in fast jedem Fahrzeug für andere Zwecke vorhandenen geeigneten Stromquelle, Stromerzeuger, Strömspeicher oder Akkumulator gespeist werden. .
Anstatt wie bisher bei der Diathermie für medizinische Zwecke die Elektroden nur in Gestalt einer Bleiplatte oder Stanniolfolie auf einzelne Körperteile aufzulegen, werden hier die Elektroden, wie nachfolgend beschrieben, appliziert und angeordnet, d. h. die für medizinische Zwecke bereits bekannte Stanniolfolie oder äußerst fein und engmaschig gewebtes, aus feinsten Aluminiumfäden behufs ungiftigen Oxydationsprodukten bestehendes Metalltuch

Claims (7)

oder das mit gutleitendem Metallpulver und ebensolcher Bindeflüssigkeit imprägnierte Stoffgewebe, das in die Unterkleidungsstücke nach innen zu eingenäht oder eingeklebt und entweder durch die .,elastische.! sich gut anschmiegende'-'OBerklteicfünl, öder' durch Umwicklung mit elastischen Stoffen bedeckt ist, wird von außen auf die Hautoberfläche gleichmäßig aufgedrückt. ■"■··■': ίο Zur möglichst gleichmäßigen Stromverteilung über den ganzen Körper, in Anbetracht des voneinander sehr verschiedenen Widerstandes der menschlichen Haut, Fett, Knochen, Nervengewebe, Muskelgewebe und Körperflüssigkeit, werden hier die Diathermieströme nur in der Längsrichtung der betreffenden Leiter durchgeleitet, und zwar indem die eine Elektrode im Gesäß, in Form der gesamten Sitzfläche im Fahrzeug.mit dem einen Pol verbunden, der andere Pol· mit einer Elektrode, die beide Schultern, Nacken und Hals bedeckt, also Mantelkragenform besitzt, verbunden wird. Durch diese Anordnung wird das Gesäß und der gesamte Oberkörper bis zum Hals möglichst gleichmäßig erwärmt. Zur Erwärmung auch der Beine und Arme werden an den Beinen, von oberhalb der Knöchel bis zu den Waden und an den Armen, von oberhalb des Handgelenks bis gegen das Ellbogengelenk zu, Elektrodenflächen zur guten Auflage gebracht, welche zusammen mit dem entgegengesetzten Pol der Gesäßelektrode verbunden werden, wobei der beide Arme entlanggehende Diathermiestrom zusammen auf seinem Wege in der Längsrichtung durch den Oberkörper bis zum Gesäß denselben infolge der dem Diathermiestrom darbietenden breiteren Strombahn etwas wenig, jedoch noch genügend miterwärmt, so daß die Mantelkragenelektrode abgeschaltet werden kann. Da in fast.allen Fahrzeugen die Beine des Lenkers sowohl als der Insassen weniger Gelegenheit zur Betätigung und Erzeugung von Eigenwärme haben als die Arme, so kann die mit möglichst großer Oberfläche und Berührungsfläche angeordnete Gesäßelektrode in einen Nebenstromkreis mit Beinelektroden gelegt werden, um eine stärkere Erwärmung der Beine zu erzielen. Bei gewünschter stärkerer Erwärmung der Arme sowie des Oberkörpers kann die Hals-, Schulter und Nackerielektrode mit dem einen, die Arm- und Gesäßelektrode zusammen mit dem andern Pol verbunden werden. Bei gewünschter besonders starker Erwärmung der Arme können auch diese mit der Hals-, Schulter- und Nackenelektrode in einen besonderen Stromkreis gelegt werden. P ATEN τ-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Erwärmung sowie Warmhaltung einzelner Körperteile oder : des ganzen Körpers von Lenkern oder Insassen von mehr oder weniger der Kälte ausgesetzten Fahrzeugen, die mit Stromerzeugungsanlagen für drahtlose Telegraphie ausgerüstet sind, gekennzeichnet durch die Anwendung und Ausnutzung der drahtlosen Telegraphieströme zu Wärmezwecken unter Anwendung der in der Diathermie üblichen Verfahren. -
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Einbau durch Einnähen und Einkleben der Diathermieelektroden in die elastische/sich gut'anschmiegende Unterbekleidung, zwecks dauernd guter Auflage auf der Haut.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Metallimprägnierung und Versehen des Unterbekleidungsstoffes mit gutleitendem Aluminium-, Bronze- oder sonstigem ungiftigem Metallüberzug an für die Stromzuführung geeigneten Körperbezirken.
4. Vorrichtung nach Anspruch i, 2 und 3, gekennzeichnet durch Anordnung einer Schulter-, Nacken- und Halselektrode in der Unterbekleidung oder Metallimpräghierung nach innen, im Unterbekleidungsstoffe über die Körperberührungsfläche in Mantelkragenform. /
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, gekennzeichnet durch Anordnung einer Gesäß elektrode in der Unterbekleidung.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2, 3, 4 und 5, gekennzeichnet durch gleichzeitige Anwendung bereits bekannter elektrischer Heizgewebe in Form von Fuß- und Handschuhen zu genügender Erwärmung und Warmhaltung von außen, an Stelle der in den Fuß- und Handgelenken sich stauenden und abschnürenden Diathermieströme, die zu einer auf die Dauer unerträglichen Überhitzung der Fuß- und Handgelenke führen würden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Ausnutzung der zwischen den Entladungsfunkenelektroden entstehenden und in Flüssigkeitszirkulationskühlkörpern aufgenommenen Wärme durch Anordnung von . damit, in Zirkulatiönsverbindung stehender Wärmeabgabe- oder Heizkörper, unter Isolierung: der Kühlkörper des Funkenaggregats gegen Wärme-
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