DE296384C - - Google Patents

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DE296384C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43CFASTENINGS OR ATTACHMENTS OF FOOTWEAR; LACES IN GENERAL
    • A43C17/00Spurs
    • A43C17/04Releasable spur fastenings

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Form und Anordnung der Reitsporen sind seit Jahrhunderten im Grunde unverändert geblieben; nur die äußere Ausstattung und die Abmessungen, auch die Form des Sporns selbst haben im Laufe der Zeit unter dem Einflüsse der Geschmacksrichtung gewechselt. Besonders in bezug auf die Befestigung des Anschnallsporns am Stiefel ist eine wesentliche Änderung nicht vorgekommen. Man
ίο legte Wert auf schnelles Anlegen und Wiederablegen der Sporen.
Der metallene Bügel, an dessen mittelstem Punkte der Spornhals sitzt, war bisher an seinen beiden Enden mit je einem Knopfe versehen, und auf diesen Knopf wurden die Enden der beiden mit je einem Knopfloch versehenen Ledergurte geknöpft. Von diesen beiden Ledergurten geht der eine, der sogenannte Steg, unter der Stiefelsohle hindurch, während der obere über den Spann des Stiefels gelegt wird.
Diese bekannte Einrichtung leidet an Unvollkommenheiten, die besonders vom militärischen Reiter im Gefecht lebhaft empfunden werden. Der erste und schlimmste Fehler besteht darin, daß der Sporn verlierbar ist. Schon in Friedenszeiten ist der Übungsplatz einer Reiterabteilung nach jeder Übung erfahrungsgemäß mit verlorenen Sporen bestückt.
Im Ernstfalle aber, insbesondere beim Sturmangriff, wenn die Leiber der Pferde dicht gedrängt vorwärtsstürmen und sich die Füße der Reiter berühren, noch mehr aber, wenn der Kavallerist zum Fußgefechte absitzt und in waldigem Grunde und durch Gestrüpp zu Fuß vorgeht, bleiben Anschnallsporen in Menge auf dem Felde zurück, und der Gefechtswert der Truppe vermindert sich. Dieser Umstand ist dadurch zu erklären, daß, wie schon erwähnt, die Anschnallriemen nur über einen Knopf des Spornbügels ohne jede. Sicherung aufgelegt sind und daher bei unsanfter Berührung mit dem Sattelzeug oder dem Fuße des Nebenreiters oder beim Hängenbleiben im Gestrüpp des Waldes oder in den Wurzelfasern des Moorbodens während eines Fußgefedhtes ein Abknöpfen des Riemens vom Sporn selbsttätig eintritt. ■
Ein anderer großer Übelstand des bekannten Anschnallsporns besteht .darin, daß ihm kein Mittel innewohnt/ das Hochklappen des Sporns zu verhindern. Betritt der Reiter zu Fuß den nassen Wiesengrund und sinkt mit den Stiefeln an besonders nachgiebigen Stellen ein, so schiebt sich der Sporn aufwärts, wie in Fig. ι durch die punktierte, Lage angedeutet. Der Sporn drückt hierbei oft so heftig gegen die Achillesferse, daß das Weitermarschieren· Schmerzen verursacht und oft genug den Mann marschunfähig macht. ·
Diese Nachteile des bekannten Anschnallsporns zu beseitigen, ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, wozu noch das Streben tritt, die Vorteile des den Fußgängern, den Jägern und den Fußsoldaten bekannten, als Stiefelhalter und »Fußschoner« wirkenden, über dem Schuhwerk anzuschnallenden Geschirrs hinzuzunehmen, dessen Wirkung bekanntlich darin besteht, daß das Knochengerüst des Fußes zusammengespannt und innerlich gestützt wird, so daß eine vorzeitige Ermüdung verhindert und die Marschleistung ganz erheblich erhöht
wird. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht. ·
Fig. ι zeigt den gebrauchsfertig angeschnallten Sporn. Fig. 2 zeigt den metallenen Bügel des Sporns in einem etwas größeren Maßstabe für sich allein, und Fig. 3 bedeutet einen Querschnitt durch die ganze Einrichtung, der Deutlichkeit wegen in noch größerem Maßstabe. Endlich ist Fig. 4 die Seitenansicht eines Einzesteils aus Fig. 3.
An den beiden Enden des Spornbügels α ist je ein breitgestreckter Bügel b starr befestigt. Der Steg c, der unter der Sohle des Stiefels hindurchführt, ist mit einem Schlitz d an jedem seiner beiden Enden versehen, der auf den Bügel δ stramm paßt. Im Bedarfsfalle kann man noch einen zweiten Schlitz d' an einem oder an beiden Enden des Steges c vorsehen, nämlich dann, wenn man die Einrichtung für verschiedene Fußgrößen bereithalten will. Durch den über den Steg c hervorstehenden Teil der beiden Bügel b steckt man in der aus Fig. 1 und Fig. 3 ersichtlichen Weise einen zweiten Riemen e. Dieser Riemen β liegt doppelt über dem Spann des Stiefels und wird mittels Schnalle f eingestellt. Hierdurch wird zweierlei erreicht: einmal die Unverlierbarkeit, weil der Steg c gewissermaßen durch den Riemen e verriegelt wird, dann aber wird durch die feste Einlagerung des Bügels b in den Schlitz d verhindert, daß der Sporn die in Fig. 1 punktiert gezeichnete Lage einnehmen kann. Endlich aber wird durch das Anspannen des Riemens e auch noch erreicht, daß das Knochengerüst des Fußes zusammengehalten bleibt, wodurch dem Kavalleristen beim Fußgefecht und beim Marschieren eine ganz außerordentliche, nämlich dieselbe Erleichterung geschaffen wird, die der Infanterist nach Anlegung des schon erwähnten bekannten Geschirrs zu schätzen weiß.
Es wurde schon oben gesagt, daß die in der Zeichnung dargestellten Anordnungen nur als Beispiele für die Ausführbarkeit der Erfindung gelten sollen. Es können in mancher Hinsicht Abänderungen stattfinden, ohne den Erfindungsgedanken zu berühren oder gar zu verkleinern. So z. B. braucht der Riemenbügel δ nicht unbedingt die schräge Lage zu haben, wie in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt wird. Das kommt mehr oder weniger auf die Form des Fußes und auf Nebenumstände an. Der Bügel 5 könnte auch unter Umständen statt der schrägen eine mehr wagerechte Lage aufweisen. Man könnte auch, um die Massenherstellung durch Guß (Stahlguß, Temperguß) zu erleichtern, die Form nach V (Fig. 2) wählen. Auch ist es nicht unbedingt notwendig, daß der Steg c aus einem Lederriemen angefertigt wird, der die Schlitze d und d' besitzt. Man könnte statt dessen den Steg c etwa aus Federstahl oder aus einem Messingbandstreifen herstellen. Notwendig ist nur, daß seine Verbindung mit dem Spornbügel α eine gewisse Steifigkeit und Widerstandsfähigkeit habe. Es möge nochmals auf den Zweck hingewiesen werden, daß der Spornbügel, der nach unten-Mn auf einer an der Stiefelkappe festsitzenden Nase i aufruht, nicht in die punktiert gezeichnete Stellung aufwärts rutschen kann. Dieser Zweck würde auch dann erreicht werden, wenn abweichend, von Fig. ι die beiden Teile α und c aus einem einzigen Stück, z. B-. aus Stahlguß, hergestellt würden. Diese Ausführung wäre selbstverständlich teurer und würde nur für vornehme Reiterstiefel und Offiziersstiefel Bedeutung haben und müßte der Form des Stiefels von Fall zu Fall angepaßt werden. . . ■

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: . .
    Anschnallsporn, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung des Spornbügels (a) ■ mit dem unter der Stiefelsohle hindurchgeführten Steg (c) und dem über den Spann des Stiefels sich legenden Spannriemen (e) ein am Spornbügel (a) starr befestigter Bügel (δ) dient, über den zunächst der Steg (c) mit gut passendem Schlitz [d) gestreift und durch dessen aus dem Steg (c) dann noch hervorstenden Teil der Spannriemen (β) hindurchgesteckt wird, so daß der Steg (c) durch den Spannriemen (e) verriegelt und die Unverlierbarkeit des Sporns gesichert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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