DE296384C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE296384C DE296384C DENDAT296384D DE296384DA DE296384C DE 296384 C DE296384 C DE 296384C DE NDAT296384 D DENDAT296384 D DE NDAT296384D DE 296384D A DE296384D A DE 296384DA DE 296384 C DE296384 C DE 296384C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- spur
- web
- strap
- boot
- foot
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 3
- 229910001208 Crucible steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910001296 Malleable iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910000639 Spring steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 238000005266 casting Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 1
- 230000001012 protector Effects 0.000 description 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43C—FASTENINGS OR ATTACHMENTS OF FOOTWEAR; LACES IN GENERAL
- A43C17/00—Spurs
- A43C17/04—Releasable spur fastenings
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Form und Anordnung der Reitsporen sind seit Jahrhunderten im Grunde unverändert
geblieben; nur die äußere Ausstattung und die Abmessungen, auch die Form des Sporns
selbst haben im Laufe der Zeit unter dem Einflüsse der Geschmacksrichtung gewechselt.
Besonders in bezug auf die Befestigung des Anschnallsporns am Stiefel ist eine wesentliche
Änderung nicht vorgekommen. Man
ίο legte Wert auf schnelles Anlegen und Wiederablegen
der Sporen.
Der metallene Bügel, an dessen mittelstem Punkte der Spornhals sitzt, war bisher an
seinen beiden Enden mit je einem Knopfe versehen, und auf diesen Knopf wurden die
Enden der beiden mit je einem Knopfloch versehenen Ledergurte geknöpft. Von diesen
beiden Ledergurten geht der eine, der sogenannte Steg, unter der Stiefelsohle hindurch,
während der obere über den Spann des Stiefels gelegt wird.
Diese bekannte Einrichtung leidet an Unvollkommenheiten, die besonders vom militärischen
Reiter im Gefecht lebhaft empfunden werden. Der erste und schlimmste Fehler besteht darin, daß der Sporn verlierbar ist.
Schon in Friedenszeiten ist der Übungsplatz einer Reiterabteilung nach jeder Übung erfahrungsgemäß
mit verlorenen Sporen bestückt.
Im Ernstfalle aber, insbesondere beim Sturmangriff, wenn die Leiber der Pferde dicht gedrängt
vorwärtsstürmen und sich die Füße der Reiter berühren, noch mehr aber, wenn der Kavallerist zum Fußgefechte absitzt und
in waldigem Grunde und durch Gestrüpp zu Fuß vorgeht, bleiben Anschnallsporen in Menge
auf dem Felde zurück, und der Gefechtswert der Truppe vermindert sich. Dieser Umstand
ist dadurch zu erklären, daß, wie schon erwähnt,
die Anschnallriemen nur über einen Knopf des Spornbügels ohne jede. Sicherung
aufgelegt sind und daher bei unsanfter Berührung mit dem Sattelzeug oder dem Fuße
des Nebenreiters oder beim Hängenbleiben im Gestrüpp des Waldes oder in den Wurzelfasern
des Moorbodens während eines Fußgefedhtes ein Abknöpfen des Riemens vom Sporn selbsttätig eintritt. ■
Ein anderer großer Übelstand des bekannten Anschnallsporns besteht .darin, daß ihm kein
Mittel innewohnt/ das Hochklappen des Sporns zu verhindern. Betritt der Reiter zu Fuß
den nassen Wiesengrund und sinkt mit den Stiefeln an besonders nachgiebigen Stellen ein,
so schiebt sich der Sporn aufwärts, wie in Fig. ι durch die punktierte, Lage angedeutet.
Der Sporn drückt hierbei oft so heftig gegen die Achillesferse, daß das Weitermarschieren·
Schmerzen verursacht und oft genug den Mann marschunfähig macht. ·
Diese Nachteile des bekannten Anschnallsporns zu beseitigen, ist das Ziel der vorliegenden
Erfindung, wozu noch das Streben tritt, die Vorteile des den Fußgängern, den Jägern
und den Fußsoldaten bekannten, als Stiefelhalter und »Fußschoner« wirkenden, über dem
Schuhwerk anzuschnallenden Geschirrs hinzuzunehmen, dessen Wirkung bekanntlich darin
besteht, daß das Knochengerüst des Fußes zusammengespannt und innerlich gestützt wird,
so daß eine vorzeitige Ermüdung verhindert und die Marschleistung ganz erheblich erhöht
wird. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung veranschaulicht. ·
Fig. ι zeigt den gebrauchsfertig angeschnallten Sporn. Fig. 2 zeigt den metallenen Bügel des
Sporns in einem etwas größeren Maßstabe für sich allein, und Fig. 3 bedeutet einen Querschnitt
durch die ganze Einrichtung, der Deutlichkeit wegen in noch größerem Maßstabe.
Endlich ist Fig. 4 die Seitenansicht eines Einzesteils aus Fig. 3.
An den beiden Enden des Spornbügels α ist
je ein breitgestreckter Bügel b starr befestigt. Der Steg c, der unter der Sohle des Stiefels
hindurchführt, ist mit einem Schlitz d an jedem seiner beiden Enden versehen, der auf den
Bügel δ stramm paßt. Im Bedarfsfalle kann man noch einen zweiten Schlitz d' an einem
oder an beiden Enden des Steges c vorsehen, nämlich dann, wenn man die Einrichtung für
verschiedene Fußgrößen bereithalten will. Durch den über den Steg c hervorstehenden Teil der
beiden Bügel b steckt man in der aus Fig. 1 und Fig. 3 ersichtlichen Weise einen zweiten
Riemen e. Dieser Riemen β liegt doppelt über dem Spann des Stiefels und wird mittels
Schnalle f eingestellt. Hierdurch wird zweierlei erreicht: einmal die Unverlierbarkeit, weil
der Steg c gewissermaßen durch den Riemen e
verriegelt wird, dann aber wird durch die feste Einlagerung des Bügels b in den Schlitz d
verhindert, daß der Sporn die in Fig. 1 punktiert gezeichnete Lage einnehmen kann. Endlich
aber wird durch das Anspannen des Riemens e auch noch erreicht, daß das Knochengerüst
des Fußes zusammengehalten bleibt, wodurch dem Kavalleristen beim Fußgefecht und beim
Marschieren eine ganz außerordentliche, nämlich dieselbe Erleichterung geschaffen wird,
die der Infanterist nach Anlegung des schon erwähnten bekannten Geschirrs zu schätzen
weiß.
Es wurde schon oben gesagt, daß die in der Zeichnung dargestellten Anordnungen nur
als Beispiele für die Ausführbarkeit der Erfindung gelten sollen. Es können in mancher
Hinsicht Abänderungen stattfinden, ohne den Erfindungsgedanken zu berühren oder gar zu
verkleinern. So z. B. braucht der Riemenbügel δ nicht unbedingt die schräge Lage zu
haben, wie in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt wird. Das kommt mehr oder weniger auf die Form
des Fußes und auf Nebenumstände an. Der Bügel 5 könnte auch unter Umständen statt
der schrägen eine mehr wagerechte Lage aufweisen. Man könnte auch, um die Massenherstellung
durch Guß (Stahlguß, Temperguß) zu erleichtern, die Form nach V (Fig. 2) wählen.
Auch ist es nicht unbedingt notwendig, daß der Steg c aus einem Lederriemen angefertigt
wird, der die Schlitze d und d' besitzt. Man könnte statt dessen den Steg c etwa aus Federstahl
oder aus einem Messingbandstreifen herstellen. Notwendig ist nur, daß seine Verbindung
mit dem Spornbügel α eine gewisse Steifigkeit und Widerstandsfähigkeit habe.
Es möge nochmals auf den Zweck hingewiesen werden, daß der Spornbügel, der nach unten-Mn
auf einer an der Stiefelkappe festsitzenden Nase i aufruht, nicht in die punktiert gezeichnete Stellung aufwärts rutschen kann. Dieser
Zweck würde auch dann erreicht werden, wenn abweichend, von Fig. ι die beiden Teile α
und c aus einem einzigen Stück, z. B-. aus Stahlguß, hergestellt würden. Diese Ausführung
wäre selbstverständlich teurer und würde nur für vornehme Reiterstiefel und
Offiziersstiefel Bedeutung haben und müßte der Form des Stiefels von Fall zu Fall angepaßt
werden. . . ■
Claims (1)
- Patent-Anspruch: . .Anschnallsporn, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung des Spornbügels (a) ■ mit dem unter der Stiefelsohle hindurchgeführten Steg (c) und dem über den Spann des Stiefels sich legenden Spannriemen (e) ein am Spornbügel (a) starr befestigter Bügel (δ) dient, über den zunächst der Steg (c) mit gut passendem Schlitz [d) gestreift und durch dessen aus dem Steg (c) dann noch hervorstenden Teil der Spannriemen (β) hindurchgesteckt wird, so daß der Steg (c) durch den Spannriemen (e) verriegelt und die Unverlierbarkeit des Sporns gesichert ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE296384C true DE296384C (de) |
Family
ID=550774
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT296384D Active DE296384C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE296384C (de) |
-
0
- DE DENDAT296384D patent/DE296384C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE296384C (de) | ||
| AT76795B (de) | Anschnallsporns. | |
| DE296552C (de) | ||
| AT17644B (de) | Halter für gerollte Mäntel, Decken u. dgl. | |
| DE193867C (de) | ||
| DE322272C (de) | Sicherheitssteigbuegel | |
| DE571481C (de) | Schnuerschuh | |
| DE102008027506A1 (de) | Vorrichtung zum Halten des Hosenbeinendes einer getragenen Hose | |
| DE276083C (de) | ||
| DE559874C (de) | Verschluss fuer Schnuerschuhe | |
| DE159449C (de) | ||
| DE202021001211U1 (de) | Sattelriemen zum Befestigen von Reitsportequipment am Reitsattel | |
| DE301473C (de) | ||
| DE91442C (de) | ||
| DE1384570U (de) | ||
| DE161333C (de) | ||
| CH201981A (de) | Vorrichtung zum Verbinden eines Skis mit dem Fuss des Skifahrers. | |
| DE99327C (de) | ||
| CH185699A (de) | Einrichtung zur Bildung einer Steigvorrichtung für Skier unter Zuhilfenahme von Skistöcken. | |
| DE80492C (de) | ||
| AT107604B (de) | Schneeschuhbindung. | |
| DE202006008684U1 (de) | Universelles Fixiersystem für offenes, hinten nicht fixiertes Schuhwerk | |
| WO2007134557A1 (de) | Universelles fixiersystem für offenes, hinten nicht fixiertes schuhwerk | |
| DE1047068B (de) | Gleitschutzvorrichtung fuer Schuhe | |
| DE29904541U1 (de) | Steigbügel |