DE2932360C2 - Verfahren zur Wärmebehandlung von dünnen Erzeugnissen aus Aluminiumlegierungen des A1-Zn-Mg-Cu-Typs - Google Patents
Verfahren zur Wärmebehandlung von dünnen Erzeugnissen aus Aluminiumlegierungen des A1-Zn-Mg-Cu-TypsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 vorausgesetzten Art.
Die klassischen Aushärtungsbehandlungen solcher Legierungen umfassen die folgenden Stufen in der angegebenen Reihenfolge:
Die klassischen Aushärtungsbehandlungen solcher Legierungen umfassen die folgenden Stufen in der angegebenen Reihenfolge:
60 1. Lösungsglühung,
2. Abschrecken,
3. Auslagern,
mit gegebenenfalls einer plastischen Kaltverformung von 1 bis 5% zwischen den Stufen 2 und 3 zur Entspannung
der Erzeugnisse im rohen Abschreckzustand.
Diese plastische Verformung wird allgemein durch gesteuertes Ziehen für die flachen Erzeugnisse erhalten
(Zustand »TXX 51«).
Die zu den höchsten mechanischen Zugeigenschaften führende Auslagerbehandlung besteht allgemein in
einem Anheben auf eine Temperatur unter 1400C, einem isothermen Halten und einer Abkühlung. Dieser
»—T6« (»—T651«) genannte Zustand führt zu einer sehr schlechten Beständigkeit gegenüber der Korrosion
unter Spannung in der Quer-Kurz-Richtung und gegenüber der abblätternden Korrosion.
Um diesen Nachteil zu überwinden, nimmt man allgemein eine Behandlung vor, die aus einer ersten isothermen
Stufe bei einer Temperatur unter 140° C mit anschließender zweiter isothermer Stufe bei einer Temperatur
über 150° C und nachfolgender Abkühlung besteht, wobei jeder Stufe ein langsamer Temperaturanstieg vorausgeht.
Die Behandlung ist dazu bestimmt, der Legierung eine gute Beständigkeit gegenüber der Korrosion unter
Spannung in Quer-Kurz-Richtung zu verleihen, doch ist sie mit einer sehr erheblichen Verringerung ihrer
mechanischen Eigenschaften im Vergleich mit dem »—T6«- (oder »—T651«-) Zustand verknüpft
Dieser Zustand wird von Fachleuten »—T73«- (oder »— T7351«-) Zustand genannt
Es gibt schließlich eine Auslagerbehandlung, die dazu bestimmt ist, den gewalzten Erzeugnissen mechanische
Zugc'genschaften und eine Spannungskorrosionsbeständigkeit zu verleihen, die zwischen den der »—T6«- (oder
»—T651«-) und »—T73«- (oder »—T7351«-)Zustände liegen und gleichzeitig eine gute Beständigkeit gegenüber
der abblätternden Korrosion gewährleisten. Diese Auslagerbehandlung ist der »—T73«- (oder »—T7351 «-)Auslagerbehandlung
ähnlich, doch sind die Behandlungsdauern hier allgemein kürzer. Dieser Zustand wird von is
Fachleuten »—T76« (oder »—T7651«) genannt und auf dünne oder mittlere Bleche angewendet
Die Beständigkeit gegenüber Spannungskorrsion wird allgemein an Proben, die in Quer-Kurz-Richtung
geschnitten sind, durch Versuche abwechselnden Eintauchens und Austauchens (10 min—50 min) im Reagens
mit 3,5% NaCi nach der Norm »ASTM G44-75« (»Standard Recommended Practice for Alternate Immersion
Stress Corrosic-a Testing in 3.5% Sodium Chloride Solution«) ausgewertet
Die Beständigkeit gegenüber der abblätternden Korrosion wird nach dem »Exco«-Test gemäß der Norm
»ASTM G34-72« (»Standard Method of test for Exfoliation corrosion Susceptibility in 7XXX Series Copper
Containing Aluiminium Alloys«) bewertet
Es ist jedoch möglich, gleichzeitig diese beiden widersprüchlichen Eigenschaften, d. h. gute mechanische
Eigenschaften und erhöhte Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion, zu erhalten, wenn das Anlassen
(3) die folgenden Stufen umfaßt:
3a) einVor-Auslagern in der Zone von 100 bis 150° C während einer von 5 min bis 24 h reichenden Zeit,
3b) ein Zwischenauslagern bei höherer Temperatur,
3c) ein Endauslagern von 2 bis 48 him Bereich von 100 bis 160° C.
In der GB-PS 14 80 351 ist eine behandlung dieser Art beschrieben. Sie sieht für z. B. 635 mm dicke Bleche aus
Al-Zn-Mg-Cu-Legierungen mit 1 bis 2,5% Kupfer nach dem Lösungsglühen und Abschrecken ein Vor-Auslagern
bei 79,4 bis 163° C während 24 stunden, ein isothermes Zwischenauslagern in einem flüssigen Bad, z. B. aus
Wood-Metall bei Temperaturen von 190 bis 246°C während einer Zeit von 0,5 bis 15 Minuten und ein Endauslagern
bei 79,4 bis 163° C während 3 bis 24 Stunden vor. Nun weiß man, daß das Eintauchen der Aiuminiumiegierungen
in ein solches Medium beim Zwischenauslagern zu einer erheblichen interkristallinen Versprödung
dieser Legierungen führen kann. Außerdem ist die angewandte Erhitzungsart wegen ihrer Einsatzschwierigkeiten
aufgrund vor allem der großen Dichte des Mediums vor allem im Fall der Erzeugnisse großer Abmessungen,
z. B. der dünnen oder mittlsren Bleche, überhaupt nicht empfehlenswert.
Schließlich läßt sich die beschriebene Behandlung industriell auf Erzeugnisse nicht anwenden, für die der
Temperaturverlauf der Werkstücke in der Mehrzahl der Fälle nicht als isotherm betrachtet werden kann, was
bei auch dünnen Erzeugnissen in industriellen Anlaßöfen der Fall ist
Die Anmelderin hat überraschend gefunden, daß das isotherme Halten während des Zwischenablagen«
überhaupt nicht erforderlich ist und daß Erzeugnisse, die gleichzeitig gute mechanische Eigenschaften und eine
gute Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion oder der Abblätterungskorrosion aufweisen, durch eine
Zwischenauslagerbehandlung erhalten werden können, die z. B. nur einen Temperaturanstieg vorsieht, auf den
eine Abkühlung unverzüglich folgt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs vorausgesetzten Art zu entwikkeln,
mit dem eine interkristalline Versprödung der Legierung vermieden wird und das auch bei Erzeugnissen
großer Abmessungen und Erzeugnissen, für die der Temperaturverlauf nicht als isotherm betrachtet werden
kann, durchführbar ist, um gleichzeitig gute mechanische Eigenschaften und eine gute Beständigkeit gegenüber
der Spannungskorrosion oder der Abblätterungskorrosion der Erzeugnisse zu erzielen.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Auslagerungsstufen können entweder durch Rückkehrvorgänge auf eine Temperatur unter oder gleich
derjenigen der vorangehenden Stufe, insbesondere auf die Raumtemperatur, getrennt sein oder zusammenhängend
erfolgen.
Es wurde festgestellt, daß die zu den optimalen Eigenschaften führenden Zwischenauslagerbedingungen
tatsächlich von der Existenz (oder Nichtexistenz) einer nach dem Abschrecken durchgeführten Entspannungsbehandlung
abhängen; sie besteht in einer plastischen Zugverformung von 1,5 bis 3%, vorzugsweise 2%. In der
Abwesenheit einer solchen Behandlung muß der Parameter R(T)\m Bereich:
0,50 <R(T)< 1,50,
vorzugsweise zwischen 0,75 und 1,25 sein; dagegen muß beim Arbeiten mit einer Entspannungsbehandlung
durch plastische Verformung nach dem Abschrecken R(T) im Bereich von 0,5 bis 1,25 und vorzugsweise
zwischen 0,5 und 1 liegen.
Andererseits ist wenn das Zwischenauslagern einen isothermen Teil bei einer Temperatur θ aufweist, seine
Dauer geringer als die Zeit fo (in min) derart daß:
34 log ίο=225-0,
wobei θ in ° C anzugeben ist und log der dezimale Logarithmus ist.
Man stellte nämlich fest daß längere Auslagerdauern bei dünnen Erzeugnissen, für die die Temperaturanstiegsgeschwindigkeit
groß ist, eine um so erheblichere Verringerung der mechanischen Zugeigenschaften
verursachen konnten, je höher die Zwisehenauslagertemperatur ist, besonders wenn die Erzeugnisse eine
ίο plastische Verformung nach dem Abschrecken durchgemacht haben.
Außerdem sind die Behandlungsdauern gemäß der Erfindung bei gegebener Temperatur kurzer als die in der
oben genannten GB-PS 14 80 351 angegebenen Minimaldauern.
Die erfindungsgemäß behandelten Erzeugnisse weisen die folgenden Eigenschaften auf:
1. Die mechanischen Zugeigenschaften, insbesondere in der Quer-Kurz-Richtung, sind denen äquivalent, die
nach der bekannten, »T6« (oder »T651«) genannten Maximalaushärtungsbehandlung erhalten werden; ihre
mechanischen Festigkeitseigenschaften (Bruchlast und Elastizitätsgrenze bei 0,2% bleibender Dehnung)
sind über oder gleich 95% derjenigen, die durch »T6« bei derselben Legierung, z. B. 24 h bei 1200C im Fall
der Legierung »7475«, d. h. 5,2 bis 6,2% Zn, 1,9 bis 2,6% Mg, 12, bis 13% Cu, bis zu 0,1 % Si, bis zu 0,12% Fe,
bis zu 0,06% Mn, 0,18 bis 0,25% Cr, bis zu 0,06% Ti, Rest Al1 erhalten werden.
Z Die Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion ist über derjenigen, die nach der Behandlung »T76«
(oder »T7351«) erhalten wird, und mindestens gleich derjenigen, die durch die Behandlung »T73« (oder
»T7351«) erhalten wird. Außerdem ist für die dünnen Erzeugnisse die Beständigkeit gegenüber der abblätternden
Korrosion im »EXCO«-Test (nach der Norm »ASTM G 34—72«) wenigstens gleich derjenigen des
»76«- (oder »T7651 «-)Zustandes.
Einer der wesentlichen Vorteile der Erfindung ist, daß es wenn man durch irgendein Mittel (z. B. mit Hilfe von
Thermoelementen oder durch Erfahrung mit unter reproduzierbaren Bedingungen erhitzten Erzeugnissen
gegebener Form) die thermische Kinetik der Erzeugnisse bei der Zwischenauslagerbehandlung kennt, möglich
ist, diese Behandlung so zu führen und abzuschließen, daß man damit die optimalen Eigenschaften erzielt Die
Berechnung der Funktion R(T) kann durch jedes bekannte Mittel, gegebenenfalls während des Wärmebehandlungsablaufs
erfolgen.
Ein anderer Vorteil der Erfindung besteht darin, Erzeugnisse mit besser reproduzierbaren Verwendungseigenschaften
aufgrund der Tatsache zu erzielen, daß der gleiche Wert von R zu identischen Gefügen und
Eigenschaften führt, was es ermöglicht, den Effekt geringer Unterschiede zwischen den Wärmezyklen einer
Behandlung gegenüber der anderen oder eines Ofens gegenüber dem anderen zu annullieren.
Für die Zwischenauslagerstufe sind die verwendeten Erhitzungsmittel von allen bekannten Arten, beruhen
jedoch vorzugsweise auf dem Eintauchen in ein (flüssiges oder gasförmiges) Fluid wie z. B. Salz- cder Ölbäder,
Durchlauföfen usw.
Weiter hat die Anmelderin beobachtet, daß es vorteilhaft ist, die oben beschriebene Behandlung mit einer
Homogenisierungs- und/oder Lösungsglühbehandlung nacu Patentanspruch 6 zu kombinieren.
Eine solche Behandlung ist in der FR-PS 22 78 785 beschrieben. Man stellt außer einer merklichen Verbesserung
der mechanischen Eigenschaften und der Spannungskorrosionsbeständigkeit eine Verbesserung der Zähigkeit
fest, wie sie durch den Parameter Kc gemessen wird, der nach der »ASTM«-Empfehlung »Proposed
recommanded practise for R. Curve Determination«, Seiten 811 bis 825 des Teils 10 aus 1975, »Annual Book of
ASTM Standard« bestimmt wird.
Weiter wurde beobachtet, daß am Ausang des Zwischenauslagerns die behandelten Erzeugnisse bereits
mechanische Zugeigenschaften und eine Spatinungskorrosionsbeständigkeit, die befriedigend und mit denen des
»T73«-Zustandes vergleichbar sind, und eine durch den Parameter Kc gemessene, der mit einem Endauslagern
erhaltenen deutlich überlegene Zähigkeit aufweisen.
Es kann daher in gewissen Fällen zweckmäßig sein, kein Endauslagern durchzuführen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, die die große Anpassungsflexibilität dieses
Verfahrens für Erzeugnisse verschiedener Dicken oder für verschiedene Erhitzungsarten zeigen, die für die
Wärmebehandlung der Al-Mg-Zn-Cu-Legierungen des Typs »7000« angewandt werden. Die Beispiele stellen
keine Einschränkung des durch die Erfindung beanspruchten Bereichs dar:
Ein Blechband aus der schon erwähnten Legierung »7475« (5,2 bis 6,2% Zn, 1,9 bis 2,6% Mg, 1,2 bis 1,9% Cu,
bis ZU 0,1% Si, bis ZU 0,12% Fe, bis zu 0,06% Mn, 0,18 bis 0,25% Cr, bis zu 0,06% Ti, Rest Al) von 2 mm Dicke im
Anfangszustand ;·>Τ351« wurde in der folgenden Weise behandelt: Vorauslagern in einem Ruheofen, Lu'tabkühlung,
Zwischenauslagern in einem Durchlaufofen von 30 mm Länge, der auf eine bestimmte Ausgangstemperatur
6F voreingeregelt ist, mit einer Durchlaufgeschwindigkeit V, Ausgang in Luft, Endauslagern in einem
Ruheofen unter den in der Tabelle I angegebenen Bedingungen. Andererseits wurde der Versuch C mit, Erhitzen
beim Zwischenauslagern im Salzbad (Nitrite-Nitrats) bei Voreinregelung auf die Temperatur ÖFvon 230° C und
Austritt in die Luft durchgeführt.
Die Ergebnisse der mechanischen Eigenschaften (in Quer-Längs-Richtung) und der Korrosionsversuche sind
in der Tabelle I angegeben.
Man stellt fest, daß die Elastizitätsgrenzen und die Bruchfestigkeiten für die erfindungsgemäßen Wärmebehandlungen
merklich über 95% derjenigen des »T6«-Zustandes liegen.
Bleche von 8 mm Dicke aus der Legierung »7475« wurden im »T351 «-Zustand durch Dreifach-Auslagern in
verschiedenen Medien (Salz- oder Ölbädern) bei verschiedenen Temperaturen ÖFfür das Zwischenauslagern
unter den in der Tabelle Il angegebenen Bedingungen behandelt; man führte ebenfalls die »T651«-Behandlung
zum Vergleich durch.
Die Ergebnisse der mechanischen Eigenschaften (in Quer-Längs-Richtung) und der Versuche bezüglich der
Abblätterungskorrosion sind in der Tabelle Il angegeben.
Man stellt fest, daß zu hohe (Versuch A) oder zu niedrige (Versuch B) Werte von R(T) zu einem schlechten
Kompromiß zwischen den mechanischen Eigenschaften und der Korrosionsbeständigkeit führen. Dagegen führt
der Versuch C gemäß der Erfindung zu einem befriedigenden Kompromiß.
Bleche von 8 mm Dicke aus der Legierung »7475« im »T351«-Zustand wurden in der folgenden Weise
behandelt:
Versuch A:
Herkömmliche Homogenisierung bei 4600C, herkömmliche LösungsglUhung (Maximaltemperatur 468°C),
Auslagern gemäß der Erfindung unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 2.
Versuche B und C:
Herkömmliche Homogenisierung bei 460°C.
Speziallösungsglühung bei 515" C unter den in der FR-PS 22 78 785 beschriebenen Bedingungen,
herkömmliches »T7651 «-Auslagern (Versuch B) oder Auslagern fe-emäß der Erfindung (Versuch C).
Die Auslagerbehandlungen wurden am Ausgang des Ofens mit Salzbad abgebrochen.
Versuch D:
Spezialhomogenisierung bei 5150C,
Speziallösungsglühung bei 510°C,
Auslagern gemäß der Erfindung.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle !!! angegeben.
Man stellt fest, daß die mechanischen Eigenschaften (Elastizitätsgrenze, Bruchfestigkeit, Zähigkeit Kc)verbessert
werden, wenn man die Lösungsglüh- und Homogenisierungsbehandlungen nach der FR-PS 22 78 785 in
Kombination mit der erfindungsgemäßen Auslagerbehandlung anwendet. -to
Bleche einer Dicke von 5 mm aus der Legierung »7049« d. h. aus 7,2 bis 8,2% Zn, 2,0 bis 2,9% Mg, 1,2 bis 1,9%
Cu, bis zu 0,15% Si, bis zu 0,20% Fe, bis zu 0,20% Mn, 0,10 bis 0,22% Cr, bis zu 0,10% Ti, Rest Al, im
»-T-351 «-Zustand wurden in der folgenden Weise behandelt:
Versuch A (»—T651 «-Zustand):
48 h Auslagern bei 120° C,
Versuch B(»—T7351«-Zustand): so
Versuch B(»—T7351«-Zustand): so
24 h Auslagern bei 1200C + 16 h Auslagern bei 160°C,
Versuch C (gem. der Erfindung):
Vorauslagern 4 h bei 120° C,
Zwischenauslagern: Im Durchlaufofen, der auf eine Ausgangstemperatur von 215°C voreingeregelt ist,
Durchlaufdauer2 min 15 s(Durchiaufgeschwindigkeit 15 m/min, Luftabkühlung, R:0,81),
Ergänzendes Auslagern: 24 h bei 120°C.
Die Tabelle IV zeigt gegenüber dem gegenwärtigen »-T7351 «-Zustand die Verbesserung der in Quer-Längs-Richtung
gemessenen mechanischen Zugeigenschaften und der Beständigkeit gegenüber der abblätternden
Korrosion der Bleche (»EXCO«-Test) der erfindungsgemäß behandelten Erzeugnisse.
Ver- Auslagerna)
such Vorauslagern Zwischenauslagern
fVi /ι V &F ι
(0C) (h) m/min (0C) (min.s)
Mechanische
Endauslagern Eigenschaften b)
R(T) Θ, I, Rp 0.2 Rm A
R(T) Θ, I, Rp 0.2 Rm A
c) CC) (h) MPa MPa %
Beständigkeit gegen Abblätterungskoi-rosion (»EXCO«-Test)
| A | 120 | 2 | 12 | 215 | 2'30" | 1,02 | 120 | 48 | 482 | 561 | 13,5 | gut |
| B | 120 | 2 | 10 | 210 | 3' | 0,91 | 140 | 16 | 473 | 543 | 11,2 | gut |
| C | 120 | 2 | d) | 230 | e)55" | 1,25 | 140 | 16 | 467 | 538 | 16,5 | gut |
| Df) | 120 | 24 | — | — | — | — | 470 | 550 | 12,0 | schlecht |
a) Auslagern ((h) bei θ{° C).
b) Quer-Längs-Richtung.
c) Werte von R(t)gemäu der Beschreibung.
d) Behandlung in Salzbädern.
e) gesamte Eintauchdauer.
f) »T651 «-Zustand.
Ver- Auslagern a)
such Vorauslagern Zwischenauslagern
θ\ (ι Mil ΘΡ t
CC) (h) c) CC) (min, s)
Mechanische
Endauslagern Eigenschaften b)
R(T) <93 fj Kp 0.2 Rm A
R(T) <93 fj Kp 0.2 Rm A
d) ("C) (h) MPa MPa %
Beständigkeil gegen Abblätterungskorrosion (»EXCO«-Test)
A 120 2 S
B 120 2 H
C 120 2 S
De) 120 24 -
:.; Auslagern f(h) bei θ(° C).
b) Quer-Längs-Richtung.
c) S: Salz. H: öl.
d) Wert von R(T) gemäß der Beschreibung.
e) »T65I «-Zustand.
| 235 | 3' | 2,56 | 120 | 24 | 430 | 496 | 12,7 | gut |
| 220 | 6' | 0.48 | 120 | 24 | 472 | 552 | 16,1 | schlecht |
| 212 | 2'30" | 1,10 | 120 | 48 | 478 | 547 | 12,3 | gut |
| 464 | 554 | 17 | schlecht |
| Tabelle III | Behandlung | Auslagern | il | Zwischenauslagern | θ | Halten | Ab | R(T) | Endauslagern | ί3 | Mechanische | Rm | A | Kc | Beständigkeit gegen | K) |
| Ver | vor dem | Vorauslagern | (h) | Anstieg | CQ | (min, s) | kühlen | θ} | (h) | Eigenschaften | MPa | o/o | MPaj/m | Abblätterungskorrosion | ||
| such | Abschrecken | θ\ | 2 | (min, s) | 212 | 0 | Luft | 1.10 | (°C) | 24 | Rp 02 | 534 | 12,4 | 147 | (»EXCO«-Test) ; | f » |
| (°C) | 4 | 2'45" | _ | — | — | — | 120 | 15 | MPa | 508 | 13,5 | 171 | OJ | |||
| herkömml. | 120 | 2 | — | 215 | 0 | Luft | 1,14 | 160 | 48 | 457 | 559 | 12,7 | 156 | gut | OJ | |
| A | spezielle | 120 | 4 | 2'30" | 218 | — | Luft | 1,23 | 120 | 24 | 437 | 552 | 13,2 | 174 | gut | O |
| B | spezielle | 120 | 2' | 120 | 489 | gut | ||||||||||
| C | spezielle | 120 | 483 | gut | ||||||||||||
| D | ||||||||||||||||
Versui■■! Mechanische Eigenschaften in Quer-Längs-Richtung Besländigkeil gegenüber
Rm[MPa) /?p0.2(MPa) AVo AbblätterungskorrosionfnEXCO«)
| A | 557 | 602 | 14,0 | mittelmäßig |
| (Poren mit Abblätterungsneigung) | ||||
| B | 485 | 540 | 12,5 | gut (Poren) |
| C | 524 | 593 | 12,3 | gut (Poren) |
Claims (7)
1. Verfahren zur Wärmebehandlung eines dünnen Erzeugnisses mit einer Äquivalentdicke, d. h. dem
Doppelten des Verhältnisses des Volumens zur Summe der Seitenflächen, von höchstens 15 mm aus einer
Aluminiumlegierung des AI-Zn-Mg-Cu-Typs mit 0,4 bis 5 Gew.-% Kupfer, durch Lösungsglühen, Abschrek-
ken und Auslagern, das drei Stufen, nämlich
1) ein Vor-Auslagern im Bereich von 100 bis 150° C während einer Dauer von 5 Minuten bis 24 Stunden,
2) ein Zwischen-Auslagern und
ι ο 3) ein End-Auslagern von 2 bis 48 Stunden im Bereich von 100 bis 160° C
umfaßt,dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischen-Auslagern einen Temperaturanstieg mit einer Geschwindigkeit über 1°C pro Minute im
Temperaturbereich von 150 bis 1900C vorsieht, auf den irgendeine Entwicklung 0(t)der Erzeugnistemperatür
(0) als Funktion der Zeit (t) folgt, die wenigstens einen Teil bei einer Temperatur über 1900C während
einer Gesamtdauer Tderart aufweist, daß die Funktion
loio J -■*"*>
R (Γ) = -^t- e ou) di
20 1)5 ο
zwischen 0,5 und 1,5 liegt, worin e die Basis der Neper'schen Logarithmen,
T die Gesamtdauer dieser Stufe in Sekunden von dem Augenblick an, wenn die Temperatur des Erzeug
nisses erstmals im aufsteigenden Sinne 190° C übersteigt,
θ(ί) die Temperatur in ° C des kältesten Punktes des Erzeugnisses über 190° C und unter 250° C und
f die Zeit in Sekunden
f die Zeit in Sekunden
30 bedeuten,
daß das Erzeugnis vor und/oder nach dem Zwischen-Auslagern auf eine Temperatur unter oder gleich
derjenigen der in der unmittelbar vorausgehenden Stufe überführt wird, oder
daß wenigstens zwei der drei Auslagerungsstufen zusammenhängend erfolgen.
daß wenigstens zwei der drei Auslagerungsstufen zusammenhängend erfolgen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Zwischen-Auslagern einen isothermen Teil bei der Temperatur
θ enthält, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Dauer unter der durch die Formel:
341ogto=225-0,
worin θ in ° C angegeben ist, definierten Zeit ίο (in Minuten) liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Erzeugnis nach dem Abschrecken zum Entspannen um 1,5
bis 3% kaltverformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte R(T) im Bereich von 0,5 bis 1,25 liegen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte von R(T) im Bereich von 0,75
bis 1,25 liegen.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte von R(T) im Bereich von 0,5 bis 1
liegen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Auslagern von einer
Lösungsglühtemperatur zwischen θρ und 0s abgeschreckt wird, wobei θρ die Schmelzbeginntemperatur der
Legierung im rohen Gußzustand und 0s die Schmelzbeginntemperatur der homogenisierten Legierung
unter dem thermodynamischen Gleichgewicht nahen Bedingungen (Solidus) bedeuten.
so
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslagerungswärmebe
handlung auf die zwei ersten Stufen beschränkt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792932360 DE2932360C2 (de) | 1979-08-09 | 1979-08-09 | Verfahren zur Wärmebehandlung von dünnen Erzeugnissen aus Aluminiumlegierungen des A1-Zn-Mg-Cu-Typs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792932360 DE2932360C2 (de) | 1979-08-09 | 1979-08-09 | Verfahren zur Wärmebehandlung von dünnen Erzeugnissen aus Aluminiumlegierungen des A1-Zn-Mg-Cu-Typs |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2932360A1 DE2932360A1 (de) | 1981-02-19 |
| DE2932360C2 true DE2932360C2 (de) | 1986-06-05 |
Family
ID=6078075
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19792932360 Expired DE2932360C2 (de) | 1979-08-09 | 1979-08-09 | Verfahren zur Wärmebehandlung von dünnen Erzeugnissen aus Aluminiumlegierungen des A1-Zn-Mg-Cu-Typs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2932360C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4431467A (en) * | 1982-08-13 | 1984-02-14 | Aluminum Company Of America | Aging process for 7000 series aluminum base alloys |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| SE414193B (sv) * | 1973-10-26 | 1980-07-14 | Aluminum Co Of America | Sett att termiskt behandla en artikel av en aluminiumlegering for att ge denna hog hallfasthet och god herdighet mot spenningskorrosion |
-
1979
- 1979-08-09 DE DE19792932360 patent/DE2932360C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2932360A1 (de) | 1981-02-19 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
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