DE2932360C2 - Verfahren zur Wärmebehandlung von dünnen Erzeugnissen aus Aluminiumlegierungen des A1-Zn-Mg-Cu-Typs - Google Patents

Verfahren zur Wärmebehandlung von dünnen Erzeugnissen aus Aluminiumlegierungen des A1-Zn-Mg-Cu-Typs

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 vorausgesetzten Art.
Die klassischen Aushärtungsbehandlungen solcher Legierungen umfassen die folgenden Stufen in der angegebenen Reihenfolge:
60 1. Lösungsglühung,
2. Abschrecken,
3. Auslagern,
mit gegebenenfalls einer plastischen Kaltverformung von 1 bis 5% zwischen den Stufen 2 und 3 zur Entspannung der Erzeugnisse im rohen Abschreckzustand.
Diese plastische Verformung wird allgemein durch gesteuertes Ziehen für die flachen Erzeugnisse erhalten (Zustand »TXX 51«).
Die zu den höchsten mechanischen Zugeigenschaften führende Auslagerbehandlung besteht allgemein in
einem Anheben auf eine Temperatur unter 1400C, einem isothermen Halten und einer Abkühlung. Dieser »—T6« (»—T651«) genannte Zustand führt zu einer sehr schlechten Beständigkeit gegenüber der Korrosion unter Spannung in der Quer-Kurz-Richtung und gegenüber der abblätternden Korrosion.
Um diesen Nachteil zu überwinden, nimmt man allgemein eine Behandlung vor, die aus einer ersten isothermen Stufe bei einer Temperatur unter 140° C mit anschließender zweiter isothermer Stufe bei einer Temperatur über 150° C und nachfolgender Abkühlung besteht, wobei jeder Stufe ein langsamer Temperaturanstieg vorausgeht. Die Behandlung ist dazu bestimmt, der Legierung eine gute Beständigkeit gegenüber der Korrosion unter Spannung in Quer-Kurz-Richtung zu verleihen, doch ist sie mit einer sehr erheblichen Verringerung ihrer mechanischen Eigenschaften im Vergleich mit dem »—T6«- (oder »—T651«-) Zustand verknüpft
Dieser Zustand wird von Fachleuten »—T73«- (oder »— T7351«-) Zustand genannt
Es gibt schließlich eine Auslagerbehandlung, die dazu bestimmt ist, den gewalzten Erzeugnissen mechanische Zugc'genschaften und eine Spannungskorrosionsbeständigkeit zu verleihen, die zwischen den der »—T6«- (oder »—T651«-) und »—T73«- (oder »—T7351«-)Zustände liegen und gleichzeitig eine gute Beständigkeit gegenüber der abblätternden Korrosion gewährleisten. Diese Auslagerbehandlung ist der »—T73«- (oder »—T7351 «-)Auslagerbehandlung ähnlich, doch sind die Behandlungsdauern hier allgemein kürzer. Dieser Zustand wird von is Fachleuten »—T76« (oder »—T7651«) genannt und auf dünne oder mittlere Bleche angewendet
Die Beständigkeit gegenüber Spannungskorrsion wird allgemein an Proben, die in Quer-Kurz-Richtung geschnitten sind, durch Versuche abwechselnden Eintauchens und Austauchens (10 min—50 min) im Reagens mit 3,5% NaCi nach der Norm »ASTM G44-75« (»Standard Recommended Practice for Alternate Immersion Stress Corrosic-a Testing in 3.5% Sodium Chloride Solution«) ausgewertet
Die Beständigkeit gegenüber der abblätternden Korrosion wird nach dem »Exco«-Test gemäß der Norm »ASTM G34-72« (»Standard Method of test for Exfoliation corrosion Susceptibility in 7XXX Series Copper Containing Aluiminium Alloys«) bewertet
Es ist jedoch möglich, gleichzeitig diese beiden widersprüchlichen Eigenschaften, d. h. gute mechanische Eigenschaften und erhöhte Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion, zu erhalten, wenn das Anlassen (3) die folgenden Stufen umfaßt:
3a) einVor-Auslagern in der Zone von 100 bis 150° C während einer von 5 min bis 24 h reichenden Zeit,
3b) ein Zwischenauslagern bei höherer Temperatur,
3c) ein Endauslagern von 2 bis 48 him Bereich von 100 bis 160° C.
In der GB-PS 14 80 351 ist eine behandlung dieser Art beschrieben. Sie sieht für z. B. 635 mm dicke Bleche aus Al-Zn-Mg-Cu-Legierungen mit 1 bis 2,5% Kupfer nach dem Lösungsglühen und Abschrecken ein Vor-Auslagern bei 79,4 bis 163° C während 24 stunden, ein isothermes Zwischenauslagern in einem flüssigen Bad, z. B. aus Wood-Metall bei Temperaturen von 190 bis 246°C während einer Zeit von 0,5 bis 15 Minuten und ein Endauslagern bei 79,4 bis 163° C während 3 bis 24 Stunden vor. Nun weiß man, daß das Eintauchen der Aiuminiumiegierungen in ein solches Medium beim Zwischenauslagern zu einer erheblichen interkristallinen Versprödung dieser Legierungen führen kann. Außerdem ist die angewandte Erhitzungsart wegen ihrer Einsatzschwierigkeiten aufgrund vor allem der großen Dichte des Mediums vor allem im Fall der Erzeugnisse großer Abmessungen, z. B. der dünnen oder mittlsren Bleche, überhaupt nicht empfehlenswert.
Schließlich läßt sich die beschriebene Behandlung industriell auf Erzeugnisse nicht anwenden, für die der Temperaturverlauf der Werkstücke in der Mehrzahl der Fälle nicht als isotherm betrachtet werden kann, was bei auch dünnen Erzeugnissen in industriellen Anlaßöfen der Fall ist
Die Anmelderin hat überraschend gefunden, daß das isotherme Halten während des Zwischenablagen« überhaupt nicht erforderlich ist und daß Erzeugnisse, die gleichzeitig gute mechanische Eigenschaften und eine gute Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion oder der Abblätterungskorrosion aufweisen, durch eine Zwischenauslagerbehandlung erhalten werden können, die z. B. nur einen Temperaturanstieg vorsieht, auf den eine Abkühlung unverzüglich folgt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs vorausgesetzten Art zu entwikkeln, mit dem eine interkristalline Versprödung der Legierung vermieden wird und das auch bei Erzeugnissen großer Abmessungen und Erzeugnissen, für die der Temperaturverlauf nicht als isotherm betrachtet werden kann, durchführbar ist, um gleichzeitig gute mechanische Eigenschaften und eine gute Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion oder der Abblätterungskorrosion der Erzeugnisse zu erzielen.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Auslagerungsstufen können entweder durch Rückkehrvorgänge auf eine Temperatur unter oder gleich derjenigen der vorangehenden Stufe, insbesondere auf die Raumtemperatur, getrennt sein oder zusammenhängend erfolgen.
Es wurde festgestellt, daß die zu den optimalen Eigenschaften führenden Zwischenauslagerbedingungen tatsächlich von der Existenz (oder Nichtexistenz) einer nach dem Abschrecken durchgeführten Entspannungsbehandlung abhängen; sie besteht in einer plastischen Zugverformung von 1,5 bis 3%, vorzugsweise 2%. In der Abwesenheit einer solchen Behandlung muß der Parameter R(T)\m Bereich:
0,50 <R(T)< 1,50,
vorzugsweise zwischen 0,75 und 1,25 sein; dagegen muß beim Arbeiten mit einer Entspannungsbehandlung durch plastische Verformung nach dem Abschrecken R(T) im Bereich von 0,5 bis 1,25 und vorzugsweise zwischen 0,5 und 1 liegen.
Andererseits ist wenn das Zwischenauslagern einen isothermen Teil bei einer Temperatur θ aufweist, seine Dauer geringer als die Zeit fo (in min) derart daß:
34 log ίο=225-0,
wobei θ in ° C anzugeben ist und log der dezimale Logarithmus ist.
Man stellte nämlich fest daß längere Auslagerdauern bei dünnen Erzeugnissen, für die die Temperaturanstiegsgeschwindigkeit groß ist, eine um so erheblichere Verringerung der mechanischen Zugeigenschaften verursachen konnten, je höher die Zwisehenauslagertemperatur ist, besonders wenn die Erzeugnisse eine ίο plastische Verformung nach dem Abschrecken durchgemacht haben.
Außerdem sind die Behandlungsdauern gemäß der Erfindung bei gegebener Temperatur kurzer als die in der oben genannten GB-PS 14 80 351 angegebenen Minimaldauern.
Die erfindungsgemäß behandelten Erzeugnisse weisen die folgenden Eigenschaften auf:
1. Die mechanischen Zugeigenschaften, insbesondere in der Quer-Kurz-Richtung, sind denen äquivalent, die nach der bekannten, »T6« (oder »T651«) genannten Maximalaushärtungsbehandlung erhalten werden; ihre mechanischen Festigkeitseigenschaften (Bruchlast und Elastizitätsgrenze bei 0,2% bleibender Dehnung) sind über oder gleich 95% derjenigen, die durch »T6« bei derselben Legierung, z. B. 24 h bei 1200C im Fall der Legierung »7475«, d. h. 5,2 bis 6,2% Zn, 1,9 bis 2,6% Mg, 12, bis 13% Cu, bis zu 0,1 % Si, bis zu 0,12% Fe, bis zu 0,06% Mn, 0,18 bis 0,25% Cr, bis zu 0,06% Ti, Rest Al1 erhalten werden.
Z Die Beständigkeit gegenüber der Spannungskorrosion ist über derjenigen, die nach der Behandlung »T76« (oder »T7351«) erhalten wird, und mindestens gleich derjenigen, die durch die Behandlung »T73« (oder »T7351«) erhalten wird. Außerdem ist für die dünnen Erzeugnisse die Beständigkeit gegenüber der abblätternden Korrosion im »EXCO«-Test (nach der Norm »ASTM G 34—72«) wenigstens gleich derjenigen des »76«- (oder »T7651 «-)Zustandes.
Einer der wesentlichen Vorteile der Erfindung ist, daß es wenn man durch irgendein Mittel (z. B. mit Hilfe von Thermoelementen oder durch Erfahrung mit unter reproduzierbaren Bedingungen erhitzten Erzeugnissen gegebener Form) die thermische Kinetik der Erzeugnisse bei der Zwischenauslagerbehandlung kennt, möglich ist, diese Behandlung so zu führen und abzuschließen, daß man damit die optimalen Eigenschaften erzielt Die Berechnung der Funktion R(T) kann durch jedes bekannte Mittel, gegebenenfalls während des Wärmebehandlungsablaufs erfolgen.
Ein anderer Vorteil der Erfindung besteht darin, Erzeugnisse mit besser reproduzierbaren Verwendungseigenschaften aufgrund der Tatsache zu erzielen, daß der gleiche Wert von R zu identischen Gefügen und Eigenschaften führt, was es ermöglicht, den Effekt geringer Unterschiede zwischen den Wärmezyklen einer Behandlung gegenüber der anderen oder eines Ofens gegenüber dem anderen zu annullieren.
Für die Zwischenauslagerstufe sind die verwendeten Erhitzungsmittel von allen bekannten Arten, beruhen jedoch vorzugsweise auf dem Eintauchen in ein (flüssiges oder gasförmiges) Fluid wie z. B. Salz- cder Ölbäder, Durchlauföfen usw.
Weiter hat die Anmelderin beobachtet, daß es vorteilhaft ist, die oben beschriebene Behandlung mit einer Homogenisierungs- und/oder Lösungsglühbehandlung nacu Patentanspruch 6 zu kombinieren.
Eine solche Behandlung ist in der FR-PS 22 78 785 beschrieben. Man stellt außer einer merklichen Verbesserung der mechanischen Eigenschaften und der Spannungskorrosionsbeständigkeit eine Verbesserung der Zähigkeit fest, wie sie durch den Parameter Kc gemessen wird, der nach der »ASTM«-Empfehlung »Proposed recommanded practise for R. Curve Determination«, Seiten 811 bis 825 des Teils 10 aus 1975, »Annual Book of ASTM Standard« bestimmt wird.
Weiter wurde beobachtet, daß am Ausang des Zwischenauslagerns die behandelten Erzeugnisse bereits mechanische Zugeigenschaften und eine Spatinungskorrosionsbeständigkeit, die befriedigend und mit denen des »T73«-Zustandes vergleichbar sind, und eine durch den Parameter Kc gemessene, der mit einem Endauslagern erhaltenen deutlich überlegene Zähigkeit aufweisen.
Es kann daher in gewissen Fällen zweckmäßig sein, kein Endauslagern durchzuführen.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, die die große Anpassungsflexibilität dieses Verfahrens für Erzeugnisse verschiedener Dicken oder für verschiedene Erhitzungsarten zeigen, die für die Wärmebehandlung der Al-Mg-Zn-Cu-Legierungen des Typs »7000« angewandt werden. Die Beispiele stellen keine Einschränkung des durch die Erfindung beanspruchten Bereichs dar:
Beispiel 1
Ein Blechband aus der schon erwähnten Legierung »7475« (5,2 bis 6,2% Zn, 1,9 bis 2,6% Mg, 1,2 bis 1,9% Cu, bis ZU 0,1% Si, bis ZU 0,12% Fe, bis zu 0,06% Mn, 0,18 bis 0,25% Cr, bis zu 0,06% Ti, Rest Al) von 2 mm Dicke im Anfangszustand ;·>Τ351« wurde in der folgenden Weise behandelt: Vorauslagern in einem Ruheofen, Lu'tabkühlung, Zwischenauslagern in einem Durchlaufofen von 30 mm Länge, der auf eine bestimmte Ausgangstemperatur 6F voreingeregelt ist, mit einer Durchlaufgeschwindigkeit V, Ausgang in Luft, Endauslagern in einem Ruheofen unter den in der Tabelle I angegebenen Bedingungen. Andererseits wurde der Versuch C mit, Erhitzen beim Zwischenauslagern im Salzbad (Nitrite-Nitrats) bei Voreinregelung auf die Temperatur ÖFvon 230° C und Austritt in die Luft durchgeführt.
Die Ergebnisse der mechanischen Eigenschaften (in Quer-Längs-Richtung) und der Korrosionsversuche sind in der Tabelle I angegeben.
Man stellt fest, daß die Elastizitätsgrenzen und die Bruchfestigkeiten für die erfindungsgemäßen Wärmebehandlungen merklich über 95% derjenigen des »T6«-Zustandes liegen.
Beispiel 2
Bleche von 8 mm Dicke aus der Legierung »7475« wurden im »T351 «-Zustand durch Dreifach-Auslagern in verschiedenen Medien (Salz- oder Ölbädern) bei verschiedenen Temperaturen ÖFfür das Zwischenauslagern unter den in der Tabelle Il angegebenen Bedingungen behandelt; man führte ebenfalls die »T651«-Behandlung zum Vergleich durch.
Die Ergebnisse der mechanischen Eigenschaften (in Quer-Längs-Richtung) und der Versuche bezüglich der Abblätterungskorrosion sind in der Tabelle Il angegeben.
Man stellt fest, daß zu hohe (Versuch A) oder zu niedrige (Versuch B) Werte von R(T) zu einem schlechten Kompromiß zwischen den mechanischen Eigenschaften und der Korrosionsbeständigkeit führen. Dagegen führt der Versuch C gemäß der Erfindung zu einem befriedigenden Kompromiß.
Beispiel 3
Bleche von 8 mm Dicke aus der Legierung »7475« im »T351«-Zustand wurden in der folgenden Weise behandelt:
Versuch A:
Herkömmliche Homogenisierung bei 4600C, herkömmliche LösungsglUhung (Maximaltemperatur 468°C),
Auslagern gemäß der Erfindung unter den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 2. Versuche B und C:
Herkömmliche Homogenisierung bei 460°C.
Speziallösungsglühung bei 515" C unter den in der FR-PS 22 78 785 beschriebenen Bedingungen, herkömmliches »T7651 «-Auslagern (Versuch B) oder Auslagern fe-emäß der Erfindung (Versuch C).
Die Auslagerbehandlungen wurden am Ausgang des Ofens mit Salzbad abgebrochen.
Versuch D:
Spezialhomogenisierung bei 5150C, Speziallösungsglühung bei 510°C,
Auslagern gemäß der Erfindung.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle !!! angegeben.
Man stellt fest, daß die mechanischen Eigenschaften (Elastizitätsgrenze, Bruchfestigkeit, Zähigkeit Kc)verbessert werden, wenn man die Lösungsglüh- und Homogenisierungsbehandlungen nach der FR-PS 22 78 785 in Kombination mit der erfindungsgemäßen Auslagerbehandlung anwendet. -to
Beispiel 4
Bleche einer Dicke von 5 mm aus der Legierung »7049« d. h. aus 7,2 bis 8,2% Zn, 2,0 bis 2,9% Mg, 1,2 bis 1,9% Cu, bis zu 0,15% Si, bis zu 0,20% Fe, bis zu 0,20% Mn, 0,10 bis 0,22% Cr, bis zu 0,10% Ti, Rest Al, im »-T-351 «-Zustand wurden in der folgenden Weise behandelt:
Versuch A (»—T651 «-Zustand):
48 h Auslagern bei 120° C,
Versuch B(»—T7351«-Zustand): so
24 h Auslagern bei 1200C + 16 h Auslagern bei 160°C, Versuch C (gem. der Erfindung):
Vorauslagern 4 h bei 120° C,
Zwischenauslagern: Im Durchlaufofen, der auf eine Ausgangstemperatur von 215°C voreingeregelt ist, Durchlaufdauer2 min 15 s(Durchiaufgeschwindigkeit 15 m/min, Luftabkühlung, R:0,81),
Ergänzendes Auslagern: 24 h bei 120°C.
Die Tabelle IV zeigt gegenüber dem gegenwärtigen »-T7351 «-Zustand die Verbesserung der in Quer-Längs-Richtung gemessenen mechanischen Zugeigenschaften und der Beständigkeit gegenüber der abblätternden Korrosion der Bleche (»EXCO«-Test) der erfindungsgemäß behandelten Erzeugnisse.
Tabelle I
Ver- Auslagerna)
such Vorauslagern Zwischenauslagern
fVi /ι V &F ι
(0C) (h) m/min (0C) (min.s)
Mechanische
Endauslagern Eigenschaften b)
R(T) Θ, I, Rp 0.2 Rm A
c) CC) (h) MPa MPa %
Beständigkeit gegen Abblätterungskoi-rosion (»EXCO«-Test)
A 120 2 12 215 2'30" 1,02 120 48 482 561 13,5 gut
B 120 2 10 210 3' 0,91 140 16 473 543 11,2 gut
C 120 2 d) 230 e)55" 1,25 140 16 467 538 16,5 gut
Df) 120 24 470 550 12,0 schlecht
a) Auslagern ((h) bei θ{° C).
b) Quer-Längs-Richtung.
c) Werte von R(t)gemäu der Beschreibung.
d) Behandlung in Salzbädern.
e) gesamte Eintauchdauer.
f) »T651 «-Zustand.
Tabelle I!
Ver- Auslagern a)
such Vorauslagern Zwischenauslagern
θ\ (ι Mil ΘΡ t
CC) (h) c) CC) (min, s)
Mechanische
Endauslagern Eigenschaften b)
R(T) <93 fj Kp 0.2 Rm A
d) ("C) (h) MPa MPa %
Beständigkeil gegen Abblätterungskorrosion (»EXCO«-Test)
A 120 2 S
B 120 2 H
C 120 2 S
De) 120 24 -
:.; Auslagern f(h) bei θ(° C).
b) Quer-Längs-Richtung.
c) S: Salz. H: öl.
d) Wert von R(T) gemäß der Beschreibung.
e) »T65I «-Zustand.
235 3' 2,56 120 24 430 496 12,7 gut
220 6' 0.48 120 24 472 552 16,1 schlecht
212 2'30" 1,10 120 48 478 547 12,3 gut
464 554 17 schlecht
Tabelle III Behandlung Auslagern il Zwischenauslagern θ Halten Ab R(T) Endauslagern ί3 Mechanische Rm A Kc Beständigkeit gegen K)
Ver vor dem Vorauslagern (h) Anstieg CQ (min, s) kühlen θ} (h) Eigenschaften MPa o/o MPaj/m Abblätterungskorrosion
such Abschrecken θ\ 2 (min, s) 212 0 Luft 1.10 (°C) 24 Rp 02 534 12,4 147 (»EXCO«-Test) ; f »
(°C) 4 2'45" _ 120 15 MPa 508 13,5 171 OJ
herkömml. 120 2 215 0 Luft 1,14 160 48 457 559 12,7 156 gut OJ
A spezielle 120 4 2'30" 218 Luft 1,23 120 24 437 552 13,2 174 gut O
B spezielle 120 2' 120 489 gut
C spezielle 120 483 gut
D
Tabelle IV
Versui■■! Mechanische Eigenschaften in Quer-Längs-Richtung Besländigkeil gegenüber
Rm[MPa) /?p0.2(MPa) AVo AbblätterungskorrosionfnEXCO«)
A 557 602 14,0 mittelmäßig
(Poren mit Abblätterungsneigung)
B 485 540 12,5 gut (Poren)
C 524 593 12,3 gut (Poren)

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Wärmebehandlung eines dünnen Erzeugnisses mit einer Äquivalentdicke, d. h. dem Doppelten des Verhältnisses des Volumens zur Summe der Seitenflächen, von höchstens 15 mm aus einer Aluminiumlegierung des AI-Zn-Mg-Cu-Typs mit 0,4 bis 5 Gew.-% Kupfer, durch Lösungsglühen, Abschrek-
ken und Auslagern, das drei Stufen, nämlich
1) ein Vor-Auslagern im Bereich von 100 bis 150° C während einer Dauer von 5 Minuten bis 24 Stunden,
2) ein Zwischen-Auslagern und
ι ο 3) ein End-Auslagern von 2 bis 48 Stunden im Bereich von 100 bis 160° C
umfaßt,dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischen-Auslagern einen Temperaturanstieg mit einer Geschwindigkeit über 1°C pro Minute im Temperaturbereich von 150 bis 1900C vorsieht, auf den irgendeine Entwicklung 0(t)der Erzeugnistemperatür (0) als Funktion der Zeit (t) folgt, die wenigstens einen Teil bei einer Temperatur über 1900C während
einer Gesamtdauer Tderart aufweist, daß die Funktion
loio J -■*"*> R (Γ) = -^t- e ou) di
20 1)5 ο
zwischen 0,5 und 1,5 liegt, worin e die Basis der Neper'schen Logarithmen,
T die Gesamtdauer dieser Stufe in Sekunden von dem Augenblick an, wenn die Temperatur des Erzeug
nisses erstmals im aufsteigenden Sinne 190° C übersteigt,
θ(ί) die Temperatur in ° C des kältesten Punktes des Erzeugnisses über 190° C und unter 250° C und
f die Zeit in Sekunden
30 bedeuten,
daß das Erzeugnis vor und/oder nach dem Zwischen-Auslagern auf eine Temperatur unter oder gleich derjenigen der in der unmittelbar vorausgehenden Stufe überführt wird, oder
daß wenigstens zwei der drei Auslagerungsstufen zusammenhängend erfolgen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Zwischen-Auslagern einen isothermen Teil bei der Temperatur θ enthält, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Dauer unter der durch die Formel:
341ogto=225-0,
worin θ in ° C angegeben ist, definierten Zeit ίο (in Minuten) liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Erzeugnis nach dem Abschrecken zum Entspannen um 1,5 bis 3% kaltverformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte R(T) im Bereich von 0,5 bis 1,25 liegen.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte von R(T) im Bereich von 0,75 bis 1,25 liegen.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte von R(T) im Bereich von 0,5 bis 1 liegen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Auslagern von einer Lösungsglühtemperatur zwischen θρ und 0s abgeschreckt wird, wobei θρ die Schmelzbeginntemperatur der Legierung im rohen Gußzustand und 0s die Schmelzbeginntemperatur der homogenisierten Legierung unter dem thermodynamischen Gleichgewicht nahen Bedingungen (Solidus) bedeuten.
so
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslagerungswärmebe
handlung auf die zwei ersten Stufen beschränkt wird.
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