DE2909660C3 - Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von in alphanumerischer Form vorliegender Information auf einem nach dem Zeilenrasterverfahren arbeitenden Sichtgerät - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von in alphanumerischer Form vorliegender Information auf einem nach dem Zeilenrasterverfahren arbeitenden Sichtgerät

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DE2909660C3
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Christof Dr. 5170 Jülich Krischer
Friedrich LÖSER
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Darstellung von in alphanumerischer Form vorliegender Information auf einem nach dem Zeilenrasterverfahren arbeitenden Sichtgerät wie es im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegeben ist Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Derartige Verfahren und Geräte dienen der Ausgabe von Informationen, die im digitalen Code vorliegen, auf Monitoren, wie beispielsweise Fernseh- und sonstigen Datensichtgeräten, wobei der Betrachter den Text eingeben und dessen Wiedergabe auf dem Sichtgerät steuern kann. Dabei kommt es insbesondere, wenn es sich beim Betrachter um einen Sehbehinderten handelt, darauf an, daß die Textwiedergabe in einer der Sehfähigkeit des Betrachters angepaßten Weise dargeboten werden kann.
Geräte v.ur Wiedergabe von digitalcodierter Textinformation sind bekannt Auch ist aus der DE-OS 25 59 628 eine Vorrichtung bekannt, bei der die Zeichen in variabler Größe wählbar dargestellt werden, wobei zur Einstellung der Zeichengröße die Dauer der Auslesung des Zeichengenerators zeilensynchron in horizontaler und vertikaler Richtung durch einstellbare Frequenzen bestimmt wird. Eine optimale Anpassung des Textes an die Sehfähigkeit eines sehbehinderten Betrachters ist damit jedoch noch nicht möglich, zumal es sich hierbei um bei der Wiedergabe feststehende Zeichen handelt
Zwar ut aus DE-AS 20 28 344 auch eine Datenanzeigeanordnung bekannt, bei der eine in horizontaler Richtung über den Bildschirm gleitende Zeichendarstellung vorgesehen ist Bei dieser bekannten Anordnung ist es jedoch nicht möglich, die Gleitgeschwindigkeit der Zeichen unabhängig von deren Größe frei zu wählen, so daß auch bei dieser bekannten Anordnung eine optimale Anpaßbarkeit des auf dem Sichtgerät wiedergegebenen Textes an die Sehfähigkeit eines sehbehinderten Betrachters nicht gegeben ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs bezeichneten Art zu schaffen, das eine Steuerung der Textwiedergabe durch den Betrachter in einer solchen Weise erlaubt, daß die Textwiedergabe an die Sehfähigkeit des Betrachters, insbesondere des auch hochgradig Sehbehinderten, optimal anpaßbar ist, das gleichwohl aber eine einfache Handhabung des Gerätes erlaubt. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu schaffen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs bezeichneten Art gemäß der Erfindung durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 angegebenen Verfahrensmaßnahmer. gelöst.
Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, daß die Aufnahme einer Textinformation, insbesondere für einen hochgradig Sehbehinderten, nur dann in optimaler Weise gewährleistet ist, wenn die Wiedergabe einreihig und dabei in einem kontinuierlichen Gleiten, im Normalfall von rechts nach links, erfolgt Dabei kann beim kontinuierlichen Gleiten ein flimmerfreier Textdurchlauf mit einer für das Lesen des Textes angenehmen Geschwindigkeit nur dann erzielt werden, wenn bei jeder Bildwiedergabe, das heißt alle zwanzig Millisekunden bei einem 50 Hz Fernseh-Bildablenksystern, wie bei dem in der Bundesrepublik Deutschland verwendeten CCIR-System. eine Horizontalverschiebung der Zeichen erfolgt Wird der Verschiebungsschritt dagegen seltener ausgeführt zum Beispiel nur alle 40 ms oder 80 ms, so entsteht eine unangenehme, scheinbar von einem Jitter überlagerte Bewegung, da die Taktfrequenz der Verschiebung dann im Bereich der Flimmerfrequenzen des menschlichen Auges liegt Unter flimmerfreiem Durchlauf wird daher ein Durchlauf mit ruhiger, angenehmer Bewegung durch Einsatz einer genügend hohen Taktfrequenz, nämlich mindestens 50 Hz verstanden. Eine Änderung der Gleitgeschwindigkeit erfolgt daher nach dem Verfahren gemäß der Erfindung nicht durch Änderung der Schrittzahl pro Sekunde, sondern durch Änderung der Verschiebungsschrittgröße.
Die Erfindung unterscheidet sich somit von dem Verfahren aus der vorgenannten DE-AS 20 28 344 schon in der Aufgabenstellung, da sie nicht nur eine kontinuierliche Verschiebung der Zeichen zum Ziel hat. Darüber hinaus unterscheidet sich das Verfahren gemäß der ErfincV.ing von dem bekannten Verfahren nicht nur durch die einreihige Textwiedergabe und durch den Verfahrensschritt, daß die Größe der Zeichen vom öetrachter unabhängig von der Gleitbewegung gewählt werden kann, sondern insbesondere auch durch den Vt-rfahrensschritt, der sich auf die Wählbarkeit der Gleitbewegung bezieht: bei dem bekannten Verfahren wird zwar die Gleitbewegung (dort »Wandern«) genannt, ebenfalls nach dem Verfahren gemäß der Erfindung durch Verringerung der Verzögerung der Darstellung nach dem Zeilensynchronimpuls erzielt. Die Gleitgeschwindigkeitsänderung erfolgt jedoch hierbei durch Änderung der Zahl der Schritte pro Zeiteinheit, wobei die Schrittgröße auf Vm der jedem Zeichen zugeordneten Flächenbreite festgelegt ist. Dies hat — ganz abgesehen davon, daß die Textinformation nicht einreihig erfolgt — den Nachteil, daß sich beim Einstellen größerer Zeichen und einer geringeren Gleitgeschwindigkeit, wie es für Sehbehinderte von Bedeutung ist, auf dem Bildschirm ein unangenehmer Bewegungsablauf ergibt.
Demgegenüber wird nach dem Verfahren pemäß der Erfindung die Änderung der Gleitjeschwindigkeit durch Änderung der Größe der bei jedem Bildsynchronimpuls erfolgten Bewegungsschritte bewirkt, wobei die Schrittgröße durcii die vom Grundtakt abgeleitete Frequenz fi, bestimmt wird. Bei hinreichend großer Grundtaktfrequenz sind auf diese Weise sehr kleine Schrittgrößen und damit sehr geringe Gleitgeschwin-
cligkeilen er/.ielbar, ohne daß sich dabei ein für ilen Betrachter störender Bewegungsablauf ergeben würde.
Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird die Verzögerung der Zeichendarstellung durch Anhalten der Teilerkette 1 bewirkt, wobei entsprechend der kurzen Periodendauer des hochfrequenten Gnindiaktsignals eine sehr feine Änderung der Verzögerung möglich ist. Bei dem aus der I)K-AS 20 28 344 bekannten Verfahren werden dagegen ganze Taktimpulse für den X-Zähler durch Gatter ausgeblendet.
Eine vorteilhafte Variante des Verfahrens genial) der Erfindung besteht darin, daß zur Erzielung eines ohne wahrnehmbaren Sprung verlaufenden Gleitens auch bei Änderung der Gleitgeschwindigkeit die die aktuelle Verzögerung bestimmende Zahl (n) der noch durchzuführenden Verringerungsschritte nach dem Wechsel der Geschwindigkeit entsprechend der nunmehr veränderten Größe der Verringcrungsschrilte durch die Steuereinrichtung verändert wird. Dadurch ist auch eine Änderung der Gleitgeschwindigkeit vom Betrachter wählbar, ohne daß ein Springen der Textreihe die folge wäre.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird gemäß der Erfindung ferner bei einem Gerat mit Zwischenspeicher. Bildwiedcrholspeieher. Zeichengenerator. Zeilen- und Bildsynchronimpulserzeuger. Grundtaktgenerator sowie einer Einrichtung zur Übertragung der .Synchronimpulse und des Bildinhaltcs auf das Sichtgerät dadurch gelöst.
a) daß der Wiederholspeicher für eine einreihige Darstellung der Information ausgelegt ist.
b) daß für die Größenbestimmung der Zeichen dem Grundtaktgenerator eine erste Frcquenzteilerkettc (Teilerkette I) zur Bildung der Frequenzen für die horizontale und eine zweite Frcquenzteilcrkcttc (Teilerkette 2) für die vertikale Auslosung des Zeichengenerators mit einer von außen einstellbaren Schalteinrichtung (Selektor »Größe«) zur Auswahl jeweils einer der gebildeten Frequenzen nachgeschaltet sind, wobei beide Teilerketten auf einen vorgegebenen Zustand einstellbar sind und die erste Teilerkette für den Horizontaltakt in diesem für eine vorgegebene Zeit fcsthaltbar ist und
c) daß zur Bestimmung der Gleitgeschwindigkeit eine Steuereinrichtung vorgesehen ist. die die erste Frequenzteilerkette (Teilerkette 1) für die der jeweiligen aktuellen Verzögerung entsprechende Zeit in dem vorgegebenen Zustand hält, wobei das Maß der zur Verringerung der Verzögerung nach jeder Bildwiedergabe erforderlichen Verkürzung dieser Zeit durch die Periodendauer einer Impulsfolge mit einer wählbaren Frequenz (ύ) bestimmt wird, die über eine dem Grundtaktgenerator nachgeschaltete dritte Frequenzteilerkette (Teilerkeite 3) in Verbindung mit einer von außen einstellbaren Schalteinrichtung (Selektor »Geschwindigkeit«) abgegeben wird, und die Zahl der zur Gesamtänderung der Verzögerung nötigen Verringerungsschritte von den von außen einstellbaren Bestimmungsgrößen für die Größe und die Gleitgeschwindigkeit der Zeichen bestimmt wird und wobei die Steuereinrichtung nach Erreichen der vorgesehenen Restverzögerung ein Signal abgibt, aufgrund dessen irn Biidwiederholspeicher die darzustellende Zeichenreihe um die Zahl des oder der innerhalb der Gesamtverzögerungsänderung befindlichen Zeichen verschoben und gleichzeilig die Verzögerung wieder auf ihren Maximalwert gesetzt wird.
Zweckmäßig ist, daß die Steuereinrichtung aus zwei Vorwahlzähler1! (Vorwahlzähler I und 2) besteht, von denen der erste, ausgehend von der die Maximalverzögerung bestimmenden Zahl (N) die Bildsynchronimpulse (V) zählt, und dabei nach jeder Bildwiedergabe die Zahl um eine Einheit bis zu einem Restwert veningert und seirien Zählstand (n)an den zweiten Vorwahlzähler als Voreinstellung weitergibt, der bis zum Erreichen der voreingestellten Zahl (n) diejenigen Impulse (f<) zählt, die er über die zur Bestimmung der Gleitgeschwindigkeit vorgesehene Schalteinrichtung (Selektor »Geschwindigkeit«) erhält, wobei er während dieser Zählzeil die erste Frequenzteilerkette (Teilerkette I) in dem vorgegebenen Zustand hält und wobei der erste Vorwahlzähler (Vorwahlzähler 1) jeweils nach Erreichen des Restwertes das Signal abgibt, das die Verschiebung der Zeichenreihe im Bildwiederholspeicher und die erneute Übernahme der die Maximalverzögerung bestimmenden Zahl in den ersten Vorwahlzähler bewirkt.
Eine besonders einfache Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Sieueriinrichtung so ausgelegt ist, daß das für die GesamtSnderung der Verzögerung maßgebliche ganzzahlige Vielfache der Flächenbreite eines Zeichens gleich I und die Rest verzögerung gleich 0 ist.
Dabei ist ferner zur Erzielung eines auch bei Änderung der Gleitgeschwindigkeit ohne wahrnehmbaren Sprung verlaufenden Gleitens vorteilhafterweise in der Steuereinrichtung ein mit den beiden Vorwahlzählern in Verbindung stehendes Schaltungsteil vorgesehen, in welchem die vor dem Umschaltzeitpunkt im ersten Vorwahlzähler gebildete Zahl gespeichert wird, diese Zahl durch eine dem Verhältnis von neuer zu alter Geschwindigkeit entsprechende Zahl dividiert und der dabei gebildete Wert zu einer ganzen Zahl gerundet in den ersten Vorwahlzähler eingespeist wird.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung erlaubt insbesondere auch die zyklische Wiedergabe von Textinformationen, welche Tagesnachrichten, der Werbung dienende Aussagen oder dergleichen enthält. Eine besondere Verwendung der Vorrichtung besteht daher in deren Einsatz zur Wiedergabe derartiger Texte im Bereich der Werbung beziehungsweise der Nachrichtenvermittlung.
An Hand eines in der Zeichnung schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispiels wird dac Verfahren sowie die Vorrichtung gemäß der Erfindung im folgenden näher erläutert:
Es zeigt
F i g. 1 verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der Vorrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 2 den Zeitverlauf eines Video-Signals für die erste Matrix-Zeile eines Sichtgerätes bei aufeinanderfolgenden Bildern k) und I),
F i g. 3 ein Blockschaltbild der Vorrichtung gemäß der Erfindung.
Wie in Fig. 1 dargestellt, können als Textquelle für die Vorrichtung 1 gemäß der Erfindung alle modernen Geräte dienen, die Texte digital codiert verarbeiten, übertragen oder speichern, wie zum Beispiel Schreiboder Textautomater., Fernschreiber, Rechner. Telefon oder auch Einrichtungen, die für die in naher Zukunft geplante Fernsehzeitung vorgesehen sind- Der maschi-
nell codierte Text kann dabei auf normalen Tonbandkassetten zwischengespeichert und sodann »seitenweise« (/.um Beispiel 4096 /eichen) auf den Zwischenspeicher der Voirichtung I aufgespielt werden, von wo er vom Betrachter nach dessen persönlichen Bedarf /.ur Wiedergabe auf dein Sichtgerät 2 abgerufen wird.
Zum besseren Verständnis des Verfahrens gemäß der ["Windung wird zunächst folgendes ausgeführt:
Sei einer Darstellung auf dem Sichtgerät 2 im Fernsehrasterverfahren wird ein Bild dadurch geschrieben, daß der Elektronenstrahl, der Jie Lichtemission verursacht, in der Bildschirmröhrc in horizontaler Richtung mit hoher Geschwindigkeit repetierend von links nach rechts über den Bildschirm abgelenkt wird, während er in vertikaler Richtung langsam von oben nach unten gezogen wird. Hierdurch setzt sich ein Bild aus einer größeren Zahl von llorizontallinien. den Zeilen, zusammen, wobei der Beginn jeder Zeile durch ist; die Zeit 7> muß also ein ganzzahliges Vielfaches des Zeitunterschiedes ΔΤ\ sein. Nun steht das zweite Zeichen exakt an der Stelle, an der zunächst das erste Zeichen des Textes stand. Der Adressen-Setz-Zähler. der das erste darzustellende Zeichen bestimmt, wird nun um I erhöht und gleichzeitig wieder 7\ = 7> gesetzt. Der Text ist somit um genau ein Zeichen nach links geschoben. Das zunächst erste Zeichen ist am linken Monitorrand verschwunden, während am rechten Bildrand ein neues Zeichen sichtbar geworden ist. Durch Fortführung dieser Verfahrensweise ist es möglich, beliebig lange Tcvte flimmerfrei einreihig über den Bildschirm gleiten zu lassen.
Der in Fig. 3 rechts dargestellte Teil der Schaltung erzeugt in bekannter Weise aus Textdaten, die in den Schreib-Lese-Speicher. RAM, eingegeben werden, ein Bildsignal. Die Matrix-Zeile, die zeitlich vor der Darstellung eines jeden Zeichens parallel aus dem
man. wie es bei geringer Anforderung an die Ortsauflösung zweckmäßig ist. auf die Darstellung in zwei unterschiedlichen Halbbildern, so wird beim 50-H/-Betrieb dieses Bild alle 20 ms neu geschrieben. Unterschiedliche Helligkeit ergibt sich aus unterschiedlicher Stromstärke des Elektronenstrahles.
Wie in F i g. 2 wiedergegeben, wird ein Zeichen aus einer Matrix von Matrix-Zeilen und Matrix-Spalten gebildet. Zur Darstellung eines Zeichens, das im Digital-Code vorliegt, auf dem Bildschirm wird dazu aus einem die Zeichenform bestimmenden Halbleiterspei- ·. iier, dem sogenannten Zeichengenerator, nach dem Zeilensynchronimpuls der Befehl ausgelesen, ob der Bildschirm hell oder dunkel zu tasten ist. Dabei ist das Zeichen umso höher, je mehr Zeilen auf dem Bildschirm zur Darstellung des Zeichens genommen v/erden. Es wird umso breiter, je niedriger die Frequenz des Taktsignals ist. mit dem der Zeichengenerator während der Ablenkung einer Zeile abgefragt wird. Dieses die Breite bestimmende Taktsignal dessen Frequenz hier f/ genannt wird, wird phasenstarr zu jedem Zeilenanfang gestartet. Wird dieser Start gegenüber dem Zeilensynchronimpuls verzögert, so werden die Zeichen erst entsprechend später ausgegeben, so daß der Text nach rechts verschoben auf dem Monitor erscheint. Eine Veränderung des Start-Zeitpunktes hat also eine Verschiebung des Textes auf dem Bildschirm zur Folge.
Ein Vergleich der in F i g. 2 dargestellten Monitorbilder k und /zeigt, daß durch zweckmäßige Veränderung des Startzeitpunktes eine Horizontalverschiebung des Textes nach links erzielt wird. Hierzu wird unter der Annahme, daß die Restverzögerung gleich Null und das für die Gesamtänderung der Verzögerung maßgebliche ganzzählige Vielfache der Flächenbreite eines Zeichens gleich 1 gewählt ist. zunächst der Anfang der darzustellenden Textreihe mit einer solchen Zeitverzögerung 7Y nach dem Zeilensyr.chronimpuls begonnen, welche gleich der Zeitdauer 7> = Mfζ ist, die bei der Strahlablenkung vom Beginn eines Zeichens bis zum Beginn des nächsten Zeichens vergeht. Zunächst wird also 7Y = 7> und damit auf den Maximalwert gesetzt. Anschließend wird Fi nach jeder Bildwiedergabe (also in Fig. 2 nach Monitorbild k) um einen bestimmten Zeitunterschied J7Y verringert, so daß nach jedem Bildwechsel der Text etwas nach links verschoben ist Je größer Δ Tv ist. umso größer ist der jeweilige Verschiebungsschritt und damit die Gleitgeschwindigkeit.
Dieser Vorgang wird so lange fortgesetzt, bis Tv = 0 i.CICItcngCHCI dlUI HI Ud.1» JLIMCUCfCgIMCI gefältelt VVIIU, wird dabei durch den von der Teilerkette 2 stammenden »Vertikal-Takt« bestimmt. Die serielle Ausgabe der Matrix-Zeile erfolgt durch den »Horizontal-Takt«. Der Adressenzähler bestimmt dabei, welches Zeichen aus dem Schreib-Lese-Speicher über den Zeichengenerator ins Schieberegister geladen wird. Für den Fall, daß das für die Gesamtänderung der Verzögerung maßgebliche ganzzahlige Vielfache der Flächenbreite eines Zeichens gleich I ist, zählt der Adressenzähler nach jedem Laden um eins höher, damit das nächste Zeichen übernommen werden kann. Der Adressen-Setz-Zähler bestimmt dabei das erste Zeichen des darzustellenden Textteiles.
Breite und Höhe der Zeichen richten sich nach der Frequenz des Horizontal· und des Vertikal-Taktes, die in dem vom Betrachter einstellbaren Selektor »Größe« aus den unterschiedliche Frequenzen aufweisenden Ausgangssignalen der Teilerkelten 1 und 2 ausgewählt werden. In diesen Teilerketten werden die hochfrequenten Impulse des Grundtakt-Generators auf für verschiedene Zeichengrößen zweckmäßige Frequenzen heruntergeteilt.
Das horizontale Gleiten des Textes über den Bildschirm wird folgendermaßen erzeugt:
Die Teilerkette 1 liefert die Ausgangsimpulse nach jedem Zeilensynchronimpuls erst mit einer Zeitverzögerung Tv. Die Teilerkette 1 wird dazu über den Lösch-Eingang im Zustand Null festgehalten. Die Erzeugung der Zeitverzögerung 7\ und ihrer zum Gleiten erforderlichen Änderung JTi erfolgt mit den zwei setzbaren Vorwahlzählern 1 und 2 der Steuereinrichtung. Am Zählereingang erhält der Zähler 1 die Bildsynchronimpulse, der Zähler 2 Impulse mit der wesentlich höheren Folgefrequenz fc- Diese Impulse werden durch den (vom Betrachter ebenfalls einstellbaren) Selektor »Geschwindigkeit« aus den Ausgangssignalen der Teilerkette 3 ausgewählt.
Hierbei wird die Zeitverzögerung 7\ im Vorwahl-Zähler 2 durch Zählen der Impulse mit der Frequenz f(, aus einer Summe von Zeitunterschieden Δ T\ gebildet, so daß mit/7 = 0.1,2...NgHt:
T, = π ■ J T1 .
(1)
Ferner gilt wegen der Bedingung, daß die größte Verzögerungszeit gleich der Zeitdauer T/ ist
T,-S-ATx. (2)
Der Zähler 1 wird also zu Beginn auf die Zahl N gesetzt und zählt dann bei jedem Bildimpuls um
rückwärts bis zum Zählerstand 0. Sein Zählerstand gibt die Zahl nan.
Auf diese Zahl π wird der Zähler 2 bei jedem Zeilensynchronimpuls gesetzt. Der Zähler 2 zählt dann die Impulse mit der Frequenz fc = MTa rückwärts bis zum Zählerstand 0.
Während der Dauer des Rückwärtszählens gibt Zähler 2 nach jedem Zeilensynchronimpuls das Lösch- und Haltesignal fur die Teilerkette 1 ab und bildet somit die Zeitverzögerung Tv-
Da die Periodendauer Tr, dem kleinstmöglichen Zeitunterschied Δ 7Ventspricht, gilt
/;, = a Tx.
Je niedriger also die Frequenz fc ist, um so größer ist die zwischen zwei nachfolgenden Bildern auftretende Zeitverzögerungsänderung ΔΤ\ und damit die Gleitgeschwindigkeit.
Aus den Gleichungen 2 und 3 folgt
(4)
Die Zahl Vergibt sich somit aus dem Verhältnis der beiden vom Grundtakt abgeleiteten und in den Teilerketten 1 und 3 zur Festlegung der Größe beziehungsweise der Gleitgeschwindigkeit gebildeten Frequenzen /> und fc. Die Zahlen, die den Werten 7/ und Tc, entsprechen und am Eingang des Dividierers 1 liegen, werden in den Selektoren »Größe« und »Geschwindigkeit« gebildet.
Hat der Zähler 1 durch Rückwärtszählen der Bildsynchronimpulse den Stand /7 = 0 erreicht, so ist der Text gegenüber dem Stand η = N gerade um ein Zeichen vorgerückt. Der Adressen-Setz-Zähler wird daher um I erhöht und gleichzeitig der Zähler 1 wieder auf N gesetzt.
Beim Umschalten der Gleitgeschwindigkeit während des Lesens, wobei meistens η φ /V ist, muß nicht nur fc
10
geändert werden, sondern analog zu Gleichung 4 muß auch der aktuelle Wert von η vor der Umschaltung entsprechend dem Verhältnis von neuer zu alter Geschwindigkeit umgerechnet und der Zähler I auf > diesen neuen Wert gesetzt werden. Hierzu dient ein Speicher zur Speicherung der alten Werte und der Dividierer 2. Falls η nicht umgerechnet würde, würde der Text um eine Strecke springen, die sich aus
Π ■ (Teilt Tdncu)
ergibt.
Die Gleitgeschwindigkeit kann ohne Jitter- bezie hungsweise Flimmereffekte durch Wahl einer genügend hohen Frequenz fc praktisch beliebig gering gewählt i) werden. Durch Abschalten der Bildsynchronimpulse vom Zähleingang des Zählers 1 erreicht man Stillstand der Zeichenreihe.
Selbstverständlich ist es bei Benutzung der Vorrichtung gemäß der Erfindung auch möglich, eine
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dem Bildschirm darzustellen. Hierzu ist eine vom Leser durch Tastendruck initiierte sprunghafte Textbewegung bei zwischenzeitlich stehendem Text geeignet. Dabei wird durch Erhöhung des Zählerstandes des Adressen-Setz-Zählers um einen bestimmten Wert der Text um entsprechend viele Zeichen nach links verschoben. Ein zweckmäßigerer Wert für die SprunggröDe kann dabei die Anzahl der bei der jeweiligen Zeichengröße auf dem Bildschirm gleichzeitig darstellbaren Zeichen sein, was durch die Tz entsprechende Zahl aus dem Selektor »Größe« bestimmbar ist. Eine Verringerung des Zählerstandes des Adressen-Setz-Zählers holt den schon dargestellten Text zurück.
Analog hierzu können die Suchläufe für vor- beziehungsweise zurückliegende Textstücke durch Vorbeziehungsweise Rückwärtszählen des Adressen-Setz-Zählers durchgeführt werden.
llici/u 4 BIiUt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von in alphanumerischer Form vorliegender Information auf einem nach dem Zeilenrasterverfahren arbeitenden Sichtgerät, bei dem die im Digitalcode vorliegende Information in einem Zwischenspeicher gespeichert und der auf dem Sichtgerät darzustellende Teil der Information aus einem Bildwiederholspeicher abgerufen, in einem Zeichengenerator für die Darstellung auf dem Sichtgerät umcodiert und unter Verknüpfung mit den zur Ansteuerung des Sichtgerätes vorgesehenen Zeilen- und Bildsynchronimpulsen in das Sichtgerät eingespeist wird und wobei das Abrufen des darzustellenden Teils der Information und das Erzeugen des Bildsignals von einem Grundtakt gesteuert werden und die Information in horizontaJer Richtung in vom Betrachter wählbarer, variabler Geschwindigkeit über den Bildschirm gleitend dargestellt wird, wobei die Gleitbewegung durch Verringerung der Verzögerung, mit der die Darstellung der Zeichenreihe in bezug auf den Zeilensynchronimpuls erfolgt, erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Information einreihig dargestellt wird, daß zur Erzielung einer vom Betrachter unabhängig von der Zeichengröße wählbaren, variablen, gegebenenfalls sehr geringen Gleitgeschwindigkeit die Verringerung der Verzögerung (Tv) von einer vorgegebenen Maximalverzö-. gerung aus mit jeder Bildwiedergabe bis zu einer Restverzögerung ir einer durch die gewählte Gleitgeschwindjgkeit bestimmten Schrittgröße (ΔΤν) erfolgt, die dadurch e iieugt wird, daß die Anzahl (n) der noch durchzuführenden Verringerungsschritte mit einer wählbaren, vom Grundtakt abgeleiteten Frequenz (fc) durchgezählt wird und die Dauer dieser Zählung die aktuelle Verzögerung (Tv) bildet, wobei diese Frequenz (fc) zu der die Flächenbreite eines Zeichens bestimmenden Frequenz (fz) in einem ganzzahligen Verhältnis (N) steht, die Maximalverzögerung einem ganzzahligen Vielfachen der zu einer Darstellung einer Zeichenflächenbreite erforderlichen Zeit (Tz) entspricht und daß die Information in an sich bekannter Weise in vom Betrachter wählbarer variabler Zeichengröße dargestellt wird, wobei zur Erzeugung der Zeichengröße die Dauer der Auslesung des Zeichengenerators zeilensynchron in horizontaler und vertikaler Richtung durch einstellbare, ebenfalls vom Grundtakt abgeleitete Frequenzen (fz, 4) bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines ohne wahrnehmbaren Sprung verlaufenden Gleitens auch bei Änderung der Gleitgeschwindigkeit die die aktuelle Verzögerung bestimmende Zahl (n) der noch durchzuführenden Verringerungsschritte nach dem Wechsel der Geschwindigkeit entsprechend der nunmehr veränderten Größe der Verringerungsschritte durch die Steuereinrichtung verändert wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit Zwischenspeicher, Bildwiederholspeicher, Zeichengenerator, Zeilen- und Bildsynchronimpulserzeuger, Grundtaktgenerator, so wie Einrichtung zur Übertragung der Synchroniinpulse und des Bildinhaltes auf das Sichtgerät dadurch gekennzeichnet,
a) daß der Wiederholspeicher für eine einreihige Darstellung der Information ausgelegt ist,
b) daß für die Größenbestimmung der Zeichen dem Grundtaktgenerator eine erste Frequenzteilerkette (Teilerkette 1) zur Bildung der
Frequenzen für die horizontale und eine zweite Frequenzteilerkette (Teilerkette 2) für die vertikale Auslesung des Zeichengenerators mit einer von außen einstellbaren Schalteinrichtung
ίο (Selektor »Größe«) zur Auswahl jeweils einer
der gebildeten Frequenzen nachgeschaltet sind, wobei beide Teilerketten auf einen vorgegebenen Zustand einstellbar sind und die erste Teilerkette für den Horizontaltakt in diesem
is Zustand für eine vorgegebene Zeit festhaltbar
ist und
c) daß zur Bestimmung der Gleitgeschwindigkeit eine Steuereinrichtung vorgesehen 'St, die die erste Frequenzteilerkette (Teilerkette 1) für die der jeweiligen aktuellen Verzögerung entsprechende Zeit in dem vorgegebenen Zustand hält, wobei das Maß der zur Verringerung der Verzögerung nach jeder Bildwiedergabe erforderlichen Verkürzung dieser Zeit durch die Periodendauer einer Impulsfolge mit einer wählbaren Frequenz (fc) bestimmt wird, die über eine dem Grundtaktgenerator nachgeschaltete dritte Frequenzteilerkette (Teilerkette 3) in Verbindung mit einer von außen einstellbaren Schalteinrichtung (Selektor »Geschwindigkeit«) abgegeben wird, und die Zahl der zur Gesamtänderung der Verzögerung nötigen Verringerungsschritte von den von außen einstellbaren Bestimmungsgrößen für die J5 Größe und die Gleitgeschwindigkeit der Zeichen bestimmt wird und wobei die Steuereinrichtung nach Erreichen der vorgesehenen Restverzögerung ein Signal abgibt, aufgrund dessen im BildwiederholfDeicher die darzustellende Zeichenreihe um die Zahl des oder der innerhalb der Gesamtverzögerungsänderung befindlichen Zeichen verschoben und gleichzeitig die Verzögerung wieder auf ihren Maximalwert gesetzt wird.
4".
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung aus zwei Vorwahlzählern (Vorwahlzähler 1 und 2) besteht, von denen der erste, ausgehend von der die Maximalverzögerung bestimmenden Zahl (N), die -in Bildsynchronimpulse (V) zählt und dabei nach jeder Bildwiedergabe die Zahl um eine Einheit bis zu einem Restwert verringert und seinen Zählstand (n) an den zweiten Vorwahlzähler als Voreinstellung weitergibt, der bis zum Erreichen der voreingestell- -,) ten Zahl ^diejenigen Impulse (fc) zählt, die er über die zur Bestimmung der Gleitgeschwindigkeit vorgesehene Schalteinrichtung (Selektor »Geschwindigkeit«) erhält, wobei er während dieser Zählzeit die erste Frequenzteilerkette (Teilerkette 1) M) in dem vorgegebenen Zustand hält und wobei der erste Vorwahlzähler (Vorwahlzähler I) jeweils nach Erreichen des Restwertes das Signal abgibt, das die Verschiebung der Zeichenreihe im Bildwiederholspeicher und die erneute Übernahme der die hl Maximalverzögeriing bestimmenden Zahl in den ersten Vorwahlzähler bewirkt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung so ausgelegt ist,
daß das für die Gesamtänderung der Verzögerung maßgebliche ganzzahlige Vielfache der Flächenbreite eines Zeichens gleich 1 und die Restverzögerung gleich O ist
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines auch bei Änderung der Gleitgeschwindigkeit ohne wahrnehmbaren Sprung verlaufenden Gleitens in der Steuereinrichtung ein mit den beiden Vorwahlzählern (Vorwahlzähler 1 und 2) in Verbindung stehendes Schaltungsteil (Speicher, Dividierer 2) vorgesehen ist, in welchem die vor dem Umschaltzeitpunkt im ersten Vorwahlzähler gebildete Zahl gespeichert wird, diese Zahl durch eine dem Verhältnis von neuer zu alter Geschwindigkeit entsprechende Zahl dividiert und der dabei gebildete Wert, zu einer ganzen Zahl gerundet, in den ersten Voi-wahlzähler eingespeist wird.
DE2909660A 1979-03-12 1979-03-12 Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von in alphanumerischer Form vorliegender Information auf einem nach dem Zeilenrasterverfahren arbeitenden Sichtgerät Expired DE2909660C3 (de)

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DE2909660B2 DE2909660B2 (de) 1981-04-09
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