DE286367C - - Google Patents
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- DE286367C DE286367C DENDAT286367D DE286367DA DE286367C DE 286367 C DE286367 C DE 286367C DE NDAT286367 D DENDAT286367 D DE NDAT286367D DE 286367D A DE286367D A DE 286367DA DE 286367 C DE286367 C DE 286367C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41N—PRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
- B41N3/00—Preparing for use and conserving printing surfaces
- B41N3/04—Graining or abrasion by mechanical means
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
- ing And Chemical Polishing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 286367 KLASSE 15/. GRUPPE
unter Verwendung pulverförmiger Körper.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1913 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
die Priorität
■14. Dezember 1900
auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 24. Februar 1912 anerkannt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Erzeugung einer oberflächlichen Körnung
von Metallplatten für lithographische Zwecke. Nach diesem Verfahren wird auf einer Metallplatte,
insbesondere auf einer Zinkplatte, eine feinkörnige Oberfläche erzeugt, deren Korn
aus festem Metall besteht und weder einen Überzug noch anhaftende Salze enthält. Die
nach dem Verfahren behandelten Platten halten die Farbe des Stiftes gut fest und
nehmen auch bei dem üblichen Übertragungsverfahren die Zeichnung leicht an. Die Zwischenräume
zwischen dem Korn der Platten halten beim Druck in der Presse genügend Wasser zwischen den eingefärbten Flächen fest.
Das Verfahren besteht darin, daß die Platte mit einer verdünnten Säure behandelt wird,
in der ein pulverförmiger, fein verteilter Körper aufgeschwemmt ist, der von der Säure
nicht angegriffen wird und sich allmählich absetzt, so daß er die Einwirkung der Säure
auf die Platte allmählich schwächt und schließlich aufhebt, wobei nach Bedarf der Vorgang
durch Aufschütteln der Flüssigkeit wiederholt werden kann.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 einen Schnitt durch ein Gefäß dar, in dem die Platte mit
der Ätzflüssigkeit behandelt wird, Fig. 2 dasselbe Gef£ß in geneigter Stellung. Fig. 3 bis 5
zeigen in vergrößertem Maßstabe die Ablagerungen des in der Ätzflüssigkeit suspendierten
körnigen Stoffes auf der Platte während der Behandlung.
Die Behandlung der Platte P geschieht in einem Gefäß C, das sowohl in ebener wie
auch in geneigter Stellung genügend Raum für die Platte und die Ätzflüssigkeit bietet.
Nimmt man eine größere Menge Flüssigkeit, so braucht man dieselbe nicht so oft zu erneuern,
doch ist es zweckmäßig, stets nur wenig Ätzflüssigkeit zu nehmen und dieselbe
öfter zu wechseln.
Das Bad E besteht aus Wasser, das mit einer geeigneten Säure angesäuert ist. Zur
Behandlung von Zinkplatten wird zweckmäßig Salpetersäure verwendet, die so stark verdünnt
wird, daß sie die Metallfläche nur schwach angreift. Eine Verdünnung von 1: 50
hat sich als zweckmäßig erwiesen, jedoch kann dies Verhältnis auch anders gewählt
werden, je nachdem man eine stärkere oder schwächere Wirkung wünscht.
Zur Erzeugung des unregelmäßigen Kornes wird dem Bade ein Stoff in feiner Verteilung
zugefügt, der leicht aufgeschwemmt werden kann und sich in der Säure nicht auflöst.
Das spezifische Gewicht dieses Stoffes wird so gewählt, daß sich die Teilchen auf der Platte
nur allmählich absetzen, so daß die abgelagerte Schicht während der Einwirkung der
Säure auf die Platte ständig zunimmt. Auf diese Weise wird die Platte der Einwirkung
der Säure allmählich entzogen. In der Praxis wurden gute Ergebnisse beim Zusatz eines
Stoffes vom spezifischen Gewicht 1,5 bis 2,5 erhalten; die Wahl des spezifischen Gewichts
des Zusatzes ist abhängig von der Feinheit und der Gestalt der Stoffteilchen und von
der Stärke der Säure des Bades.
Die Aufschwemmung des zugesetzten Stoffes ist in Fig. 1 und 2 mit Pf. bezeichnet. Die
kleineren Teilchen befinden sich zur Zeit, in der Schwebe, und manche Teilchen bleiben
dauernd so, jedoch ist letzteres nicht von besonderem Nachteil. Befindet sich das Bad E
für kurze Zeit in Ruhe, so setzt sich eine größere Anzahl der Teilchen f in einer ziemlieh
gleichmäßigen Schicht auf der Oberfläche S der Platte ab, so wie es in Fig. 3 und 4 bei g
angedeutet ist. Hierbei wird, wie anzunehmen ist, durch chemische, elektrische und
andere Eigenschaften der Stoffe unter den
geschaffenen Bedingungen die Oberfläche S einer Ätzwirkung ausgesetzt, die das für lithographische
Zwecke erforderliche Korn erzeugt. Befindet sich die Platte in dem angesäuerten Bade genügend tief unter der Oberfläche,
so setzt sich die Ablagerung der Teilchen weiter fort, während die Säure die Oberfläche
der Platte angreift. Je tiefer das Bad ist, desto stärker ist die Ablagerung während
einer bestimmten Zeit und bei einer bestimm ten Zusammensetzung des Bades. Man kann
daher durch zweckmäßige, durch Versuche zu ermittelnde Bemessung der Zusammensetzung
des Bades und seiner Tiefe die Geschwindigkeit der Ablagerung in geeigneten Grenzen
regeln.
Hat die Ätzflüssigkeit eine Zeitlang auf die Platte eingewirkt, so lagern sich Salze auf
der Fläche der Platte ab, wodurch die Ätzung aufgehalten wird. Es ist daher erforderlich,
die Platte von Zeit zu Zeit zu reinigen, was dadurch geschieht, daß man das Bad ziemlich
kräftig über die Oberfläche hin bewegt. Die Salzablagerungen, die sich etwa auf der
Platte gebildet haben, werden dadurch fortgespült. Im weiteren Verlauf ■ der Ätzung
setzt sich dann die körnige Substanz wieder auf der Platte ab. Diese Spülung wird von
Zeit zu Zeit wiederholt, bis die Platte das gewünschte Korn angenommen hat. Bei jeder
der. aufeinanderfolgenden Ablagerungen der Teilchen wird die neue Ablagerung durch die
bereits auf der Platte gebildeten Unebenheiten beeinflußt, und zwar so, daß das Metall
schrittweise weggefressen wird, wobei jedesmal bestimmte kleine Flächen, die beispielsweise
kleiner sind als die suspendierten Teilchen, allmählich vertieft werden, während
bpi jedem der aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte die die Wirkung verhindernden Salze
von der Oberfläche der Platte S fortgewaschen werden.
Zunächst wirkt die Säure nahezu auf die ganze Oberfläche der Platte ein, und es hat
sich als zweckmäßig herausgestellt, wenn die Ablagerung der Teilchen, durch die die
Ätzung beeinflußt wird, ziemlich allmählich vor sich geht. Werden durch Schütteln des
Bades die Teilchen vollständig aufgeschwemmt, so wirkt: die Säure wieder auf fast die ganze
Oberfläche, setzen sich unmittelbar darauf die Teilchen wieder, allmählich ab, so werden die
von der Säure beeinflußten Stellen verändert und unregelmäßig.
In der Praxis genügt es im allgemeinen, die Ablagerung so lange vor sich gehen zu
lassen, bis die ätzende Wirkung der Säure auf die Metallfläche erheblich nachläßt, und
alsdann die auf der Platte angesammelten Teilchen und gleichzeitig die Niederschläge, die
sich etwa auf der Platte gebildet haben, zu entfernen. Ist dies geschehen, und schweben
die Teilchen wieder in der Flüssigkeit, so beginnen sie alsbald wieder sich auf der Platte
anzusammeln, und die Ätzung der Platte nimmt in derselben Weise wie vorher ihren
Fortgang. Dies wird so lange fortgesetzt, bis die Körnung in der gewünschten Weise und
in der gewünschten Tiefe erzeugt ist.
Ist die Platte bereits teilweise gekörnt und darauf von den schädlichen Salzbildungen gereinigt,
so werden die Teilchen, wenn sie sich wieder absetzen, zunächst eine untere Lage g
(Fig. 5) bilden, die wellenförmig abgelagert ist, so daß die Lage der Teilchen zu dem
Korn der Platte bei jeder der aufeinanderfolgenden Wiederablagerungen verändert wird.
Dieser Vorgang ist durch die Fig. 4 und 5 näher erläutert. Die Teilchen g" haben sich
auf der teilweise gekörnten Oberfläche S' der Platte P in einer wellenförmigen und unregelmäßigen
Anordnung abgelagert, wie es natürlicherweise bei dem oben beschriebenen Vorgang
der Fall sein wird, wenn die Teilchen langsam durch die Flüssigkeit auf die wellenförmige
Fläche heruntersinken. Jede der aufeinanderfolgenden Ätzungen wirkt deshalb nicht lediglich als Wiederholung der ersten
oder der vorhergehenden, da eine jede Wiederablagerung in einem weiter vorgeschrittenen
Stadium der zu körnenden Platte vor sich geht.
Als geeigneter Schwemmkörper wird mit Vorteil ein Metallsalz verwendet, das durch
das verdünnte Säurebad nicht beeinflußt wird und eine feinkörnige, insbesondere schuppenartige
Form besitzt. Die einzelnen Teilchen müssen eine dem zu erzeugenden Korn ent-
sprechende Größe und ein solches spezifisches Gewicht haben, daß sie sich nicht zu schnell
auf der Platte absetzen.
Besonders geeignet für die Behandlung von Platten, insbesondere von Zinkplatten, sind
Mischungen der Salze zweier Metalle, namentlich zweier vom Zink bzw. von dem Metall
der Platte verschiedener Metalle. Sehr geeignet sind die Salze von Eisen und Kupfer,
ίο insbesondere Zyanverbindungen dieser Metalle.
Diese werden von der Säure des Bades nicht angegriffen, während ihre Teilchen sehr klein
sind und ihr spezifisches Gewicht so niedrig ist, daß sie sich leicht in der Flüssigkeit aufschwemmen
lassen, und das Absetzen auf der Platte in einer für das Verfahren günstigen
Weise vor sich geht.
Die auf diese Weise hergestellten lithographischen Metallplatten besitzen eine reine
und sehr wirksame Körnung, die aus festem Metall besteht und frei ist von Verunreinigungen
und von Salzen, die die Verwendung zu lithographischen Zwecken beeinträchtigen könnten. Bei Zinkplatten verläuft der Prozeß
in drei bis acht Minuten, je nach der Stärke der Säure, der Höhe des Bades über
der Platte und der Art des suspendierten Stoffes. Auch ist die Dauer des Prozesses
von der Häufigkeit des Aufschwemmens und Absetzenlasseiis der Teilchen abhängig. Dieses
muß gewöhnlich während des ganzen Prozesses drei- bis sechsmal wiederholt werden.
Werden andere Platten als Zinkplatten verwendet, beispielsweise solche aus Aluminium
oder Kupfer in reinem oder legiertem ZuStande, so wendet man statt der Salpetersäure
andere verdünnte Säuren an. Diese sowie der Grad der Verdünnung sind so zu wählen, daß die Metalloberfläche nur langsam
angegriffen wird, so daß genügend Zeit ist, um das Aufschwemmen des Schwebekörpers
mehrmals zu wiederholen. Auch bei der Verwendung von Zinkplatten wird man bisweilen
andere Säuren wählen, insbesondere dann, wenn andere Salze, die Zyanate sein können
oder auch nicht, verwendet werden. In diesem Falle ist die Säure so zu wählen, daß sie
diese Stoffe nicht zersetzt oder neutralisiert.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung einer Körnung für lithographische Zwecke auf Metallplatten
unter Verwendung pulverförmiger Körper, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte mit einer verdünnten Säure behandelt
wird, in der ein pulverförmiger, fein verteilter Körper aufgeschwemmt ist, der von der Säure nicht angegriffen wird
und sich allmählich absetzt, so daß er die Einwirkung der Säure auf die Platte
allmählich schwächt und schließlich aufhebt, wobei nach Bedarf der Vorgang durch Aufschütteln der Flüssigkeit wiederholt
werden kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Säurebade unlösliche
Zyanverbindungen zugesetzt werden, deren Metalle von dem Metall der Platte verschieden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE286367T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286367C true DE286367C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT286367D Active DE286367C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286367C (de) |
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