DE2829398C2 - Wellenlagerung für die Drosselklappe von Luftregel- und Gemischaufbereitungseinrichtungen, insbesondere Vergaser - Google Patents
Wellenlagerung für die Drosselklappe von Luftregel- und Gemischaufbereitungseinrichtungen, insbesondere VergaserInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wellenlagerung für die Drosselklappe von Luftregel- und GemischaufbereitungseinricMungen,
insbesondere Vergaser, mit quer zum Ansaugkanal in Durchbrüchen in der
Gehäusewand angeordneten Lagerstellen.
Bei einer aus der US 17 b7 050 bekannten Lagerung dieser Art ist die Welle der Jrosselklappe des
Vergasers beidscits des zu drosselnden Saugkanals in Durchbrüchen der Gehäusewandung in Lagerstellen
gelagert, die jeweils aus einer auf die Welle aufgeschobenen Lagerbuchse und aus einer im Gehäuse
vorgesehenen Lagerbohrung ausgebildet sind. Sowohl die Innenbohrung als auch die Außenbohrung der
Lagerbuchse und die Innenbohrung der Gehäusewandung für die Lagerbuchse sind zylindrisch ausgebildet.
Dabei werden regelmäßig Passungen mit einem Spiel von mindestens 0,07 mm verwendet. Dieses Spiel ist
erforderlich, da durch den im Saugkanal vorhandenen Unterdruck Belastungen bis zu 50 kp auf die Welle
ausgeübt werden, wodurch diese einer erheblichen Durchbiegung unterworfen wird. Diese Durchbiegung
bewirkt eine punktförmige Auflagerung der Welle innerhalb der zylindrischen Lagerschale. Um Verklemmungen
der Welle innerhalb der zylindrischen Lagerschale zu vermeiden, ist das Spiel von mindestens
0,07 mm zwischen Welle und Lagerschale erforderlich.
Die punktförmige Auflagerung der Welle bewirkt darüber hinaus eine relativ hohe spezifische Flächenbelastung,
welche zu einem vorzeitigem Verschleiß der bekannten Lagerung führen kann. Das große Spiel
innerhalb des Lagers ist erforderlich, um die Durchbiegung der Welle zu kompensieren.
Die Durchbiegung der Welle, die durch den Unterdruck im Saugkanal hervorgehoben wird, ist je
nach Betriebszustand sehr unterschiedlich. Die hohen Belastungen der Welle treten insbesondere dann auf,
wenn die Drosselklappe nur um kloine Winkel zur Senkrechten durch die Saugkanalachse ausgelenkt ist.
Gerade in diesem Bereich ist eine größte Genauigkeit der Wellenlagerung erforderlich. Die Saugkanalwandung
weist in diesem Bereich BypaQbohrungen auf, gegenüber denen die Drosselklappe genau positioniert
sein muß, um ein gutes Übergangsverhalten der Luftregel- und Gemischaufbereitungseinrichtungen, insbesondere
des Vergasers zu erzielen. Das bei bekannten Lagerungen erforderliche Spiel von mindestens
0,07 mm ist zu groß, um die erforderliche genaue Positionierung der Drosselklappe zu den Bypaßbohrungen
zu ermöglichen.
Bei weiterhin bekannten Lagerungen dieser Art werden durch äußerst genaue und aufwendige Fertigungsverfahren,
insbesondere durch Tieflochbohren, genau fluchtende Bohrungen in die Gehäusewandungen
beiderseits des Saugkanales eingebracht, in welche Festlager, insbesondere Sinter- und Nadellager eingepreßt
werden. Trotz aufwendiger Fertigungsverfahren, wie Tieflochbohren, Reiben und Schleifen der Wellen
und aufwendig ausgeführter Bauteile, wie Welle und Sinter- bzw. Nadellager, sind aufgrund von Fluchtungsfehlern
Klemmungen und Schwergängigkeit der Wellen der Drosselklappen aufgetreten. Zur genauen Dosierung
von Luft oder Gemischen ist es jedoch von besonderer Bedeutung, daß die Drosselklappe leichtgängig
und in besonders enger Winkelstellung insbesondere zur Horizontalen bei vertikal verlaufenden Luftoder
Gemischansaugkanälen einstellbar sein muß, ohne daß ein Festkiewcnen aufgrund sich addierender
Toleranzen erfolgt, oder die Stellung der Drosselklappe innerhalb des vorgesehenen Winkelbereiches instabil
ist.
Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde, eine Lagerung der gattungsgemäßen Art zu schaffen,
die bei einfachem Aufbau und preiswerter Herstellung in jedem Betriebszustand leichtgängig und insbesondere
bei kleinen Auslenkungswinkeln der Drosselklappe zur Senkrechten durch die Saugkanalachse leicht verschwenkbar
bzw. einstellbar ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor,
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor,
•to daß jede der beiden Lagersteüen ,ous je einer auf die
Welle aufgeschobenen Kugelschicht besteht und in ihrer Innenbohrung ein Gleitlager für die Welle bildet. Bei
einer solchen erfindungsgemäßen beweglichen Lagerung für die Welle der Drosselklappe von Luftregel- und
Gemischaufbereitungseinrichtungen, insbesondere Vergaser, kann das Lagerspiel durch eine H-7-Bohrung auf
0,02 mm vermindert werden. Hierdurch ist eine genaue Positionierung der Drosselklappe zu den in der
Saugkanalwandung angeordneten Bypaßbohrungen
möglich, wodurch ein besseres Übergangsverhalten der Luftregel· und Gemischaufbereitungseinrichtungen, insbesondere
der Vergaser erzielt werden kann. Die durch den Unterdruck hervorgerufene Durchbiegung der
Welle bewirkt kein Verklemmen der Welle innerhalb der Lagerbuchse mehr. Die erfindungsgemäße Lagerung
ist leichtgängig und insbesondere pendelfähig und kann sich jeder Änderung der Dtirchbiegungsform der
Welle, die durch unterschiedliche Motorleistung hervorgerufen wird, anpassen. Dieses Verhalten der erfindungsgemäßen
Lagerung hat sich bei Versuchsreihen als äußerst vorteilhaft erwiesen. Mit der erfindungsgemäßen
Lagerung ausgerüstete Vergaser haben bei Kraftfahrzeugmotoren bereits ein erheblich verbessertes
Übergangsverhalten gezeigt, insbesondere in der Übergangsphase vom Leerlaufbercich zur Teillast, in
welcher höchste Genauigkeit der Zuordnung von Drosselklappe zu den Bypaßbohrungen innerhalb der
Saugkanalwandung erforderlich ist.
Darüber hinaus ist die Möglichkeit gegeben, auf eine
spanabhebende Bearbeitung der für die Lagerstelle notwendigen Aufnahmeflächen am Gehäuse zu verzichten.
Bei der erfindungsgemäßen Lagerung können keine Fluchtungsfehler mit den damit verbundenen Klemmungen
und der damit verbundenen Schwergängigkeit mehr auftreten.
Die erfindungsgemäßen Lagerstellen sind auf unbearbeiteten Flächen des Saugkanalgehäuses leicht montierbar.
Es sind hohe .Lagerungsgenauigkeiten mit preiswerten Bauelementen herstellbar. Ein wesentlicher Teil der
im Stand der Technik aufwendigen spanenden Bearbeitungsvorgänge entfällt. Bei möglicher fehlerhafter
Funktion der Lagerung ist diese leicht demontierbar und die Teile sind wiederverwendbar. Schließlich erbringt
die erfindungsgemäße Lagerung eine besonders gute Lebensdauer der mit dieser ausgerüsteten Luftregel-
und Gemischaufbereitungseinrichtungen, insbesondere der Vergaser.
In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind die Kugelschichten aus porösem Sintermaterial
gebildet und mit Schmiermittel getränkt. Hierdurch wird eine Langzeitschmierung der Wellenlagermgen in
einfacher Weise ermöglicht
Aufgrund der selbsttätigen Einstellung der Lagerstellen
können die Lagerschalen für die Kugelschichten unmittelbar aus der Gehäusewandung ausgebildet sein.
Dabei kann das Gehäuse zusammen mit den Durchbrüchen und den Lagerschalen einstückig, insbesondere aus
einem Druckgußteil ausgebildet sein. Um ganz besonders gute Abdichtmöglichkeiten der Wellenlagerung im
Gehäuse zu erzielen, sind die Lagerschalen für die Kugelschichten in im Durchmesser vergrößerten
Gehäuseausnehmungen eingesetzt. Durch die dadurch möglichen Wellendichtungen zwischen Gehäusewandung
und Lagerschale ist ein zusätzlicher Druckabdichteffekt
erreichbar, der die erfindungsgemäße Wellenlagerung auch für den Einsatz bei Luftüberdrücken in
Turbo-Systemen einsetzbar macht, während die herkömmlichen Lagerungen dieser Anforderung nicht
genügen könnvn.
Schließlich sind die Kugelschichten von Federscheiben druckbeaufschlagt, die durch Abdeckhülsen über
eine Prägung in der Gehäusewandung getragen werden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Diü einzige Figur zeigt einen Vertikalschnitt
durch das Saugkanalgehäuse eines Vergasers, wobei in der linken Hälfte des Schnittes eine einfache und in der
rechten Hälfte des Schnittes eine besondere Wellenlagerung dargestellt sind, die bei Lagerungen mit
Überdrücken in Turbo-Systemen einsetzbar ist.
Innerhalb eines den Saugkanal 17 eines Vergasers bildenden Gehäuses 1, das aus einem Druckgußteil
besteht, ist eine Drosselklappe 12 mittels einer Welle 2
in beidseits des zu drosselnden Saugkanales 17 in in Durchbrüchen der Gehäusewandung angeordneten
Lagerstellen gelagert.
Für die in der einzigen Figur dargestellte linke Lagerstelle ist in der Gehäusewandung eine Ausnehmung
15 vorgesehen, die gleichzeitig mit der Herstellung des Gehäuses I aus Druckguß ausgeführt worden
ist. Die Gehäuseausnehmung 14 ist im Durchmesser größer als der Durchmesser der Gehäusedurchbrüche
ίο 13 für die Welle 2 und in Form einer nach außen offenen
Einsenkung ausgebildet, deren Durchmesser etwa doppelt so groß ist wie der Durchmesser der WeNe 2. In
die Ausnehmung 14 ist von außen eine Kugelschicht 3 eingesetzt, welche auf die Welle 2 aufgeschoben ist und
in ihrer Innenbohrung ein Gleitlager für die Welle 2 bildet. Die Kugelschicht 3 stützt sich mit einem
Teilbereich ihres Außenumfanges an dem äußeren Rand der Gehäuseausnehmung 14 ab, der als Lagerschale 6
mit abgeschrägten Wandungsteilen ausgebildet ist, die gleichzeitig mit dem Gehäuse 1 aus Druckguß
hergestellt worden sind. Eine Federscheibe 4 drückt auf die Kugelschicht 3 in Richtung auf iii.e Lagerschale 6.
Die Federscheibe 4 selbst wird durch eint Abdeckhülse 5 gehalten, die in Prägungen 18 des Gehäuses 1
eingesetzt ist. Außerhalb der Abdeckhülse 5 ist die Welle 2 mit einer Wellenscheibe 11 und einem
Steuerhebel 10 versehen, der durch eine Mutter 8 mit Unterlagscheibe 9 gesichert ist und damit auch eine
axiale Spielfreiheit gewährleistet.
Die ein Gleitlager für die Welle 2 in ihrer Innenbohrung bildende Kugelschicht 3 ermöglicht
zusammen mit ihrer aus dem Material des Gehäuses 1 ausgebildeten Lagerschale 6 eine selbsttätige Einstellung
der Kugelschicht 3, so daß Fluchtungsfehler und damit ein Verklemmen der Welle 2 in ihren beidseits des
zu drosselnden Saugkanales 17 angeordneten Lagerstellen nicht mehr auftreten können.
Im rechten Teil der einzigen Figur ist eine abgewandelte Ausführungsform der Wellenlagerung
dargestellt, die für den Einsatz bei Vergasern mit Luftüberdrücken in Turbo-Systemen dien!. Im Unterschied
zur oben beschriebenen Ausführungsform wird hierbei die Lagerschale 6' durch einen in eine
Gehäuseausnehmung 16 eingesetzten Ring gebildet, dessen innere Bohrung außen abgeschrägt ist, jm einen
Teilbereich der Kugelschicht 3 zwecks flinstellbarkeit
der Lagerung zu tragen. Zwischen der Lagerschale 6' und der innen am Saugkanal gelegenen Gehäuseausnehmung
13 ist in einer weiteren Gehäuseausnehmung 15 eine Wellendichtung 7 angeordnet, die mit ihrer
Dichtlippe den Umfang der Welle 2 umschließt. In beiden Fällen sind die Kugelschichten aus porösem
Sintermetall hergestellt und können mit öl getränkt werden, um so eine Langzeitschmierung der Lagerstelle
zu gewährleisten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Wellenlagerung für die Drosselklappe von Druckregel- und Gemischaufbereitungseinrichtungen,
insbesondere Vergaser, mit quer zum Ansaugkanal in Durchbrüchen in der Gehäusewand
angeordneten Lagerstellen, dadurch gekennzeichnet,
daß jede der beiden Lagerstellen aus einer auf die Welle (2) aufgeschobenen Kugelschicht
(3) besteht und in ihrer Innenbohrung ein Gleitlager Tür die Welle (2) bildet.
2. Wellenlagerurig nach Anspruch I1 dadurch
gekennzeichnet, daß die Kugelschichten (3} aus porösem Sintermaterial bestehen und mit Schmiermittel
getränkt sind.
3. Wellenlagerung nach Anspruch t oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Kugelschichten
Lagerschalen (6') in im Durchmesser vergrößerten Gehäuseausnehmungen (16) zur Verwendung einer
Wellendichtung (7) eingesetzt sind.
4. Welieuiägerung nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugelschichten (3) von Federscheiben (4) druckbeaufschlagt sind, die
durch Abdeckhülsen (5) über eine Prägung (18) in der Gehäusewandung getragen werden.
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