DE2817469C2 - Montageelement für die Befestigung von Drucktastern, Leuchtmeldern o.dgl. an einer Befestigungsplatte - Google Patents
Montageelement für die Befestigung von Drucktastern, Leuchtmeldern o.dgl. an einer BefestigungsplatteInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft ein aus Kunststoff bestehendes Montageelement für die Befestig-jng eines Drucktasters,
Leuchtmelders oder dgl. im Durchbruch einer Befestigungsplatte, welches den durch die Befestigungsplatte
ragenden zylindrischen Teil des Drucktasters, Leuchtmelders oder dgl. als Bajonettfassung umschließt
und welchem zwei, gegen die Befestigungsplatte anzuziehende, in jeder Stellung arretiert gehaltene
Schrauben hoher Gewindesteigung zum Ausgleich unterschiedlich dicker Befestigungsplatten zugeordnet
sind, deren Schraubenköpfe in am Montageelement angeformten Aufnahmehülsen liegen.
Es sind Montageelemente zur Befestigung von 5ü
Drucktastern, Leuchtmeldern oder sonstigen Befehlsoder Meldegeräten bekannt, die aus einer als Bajonettfassung
ausgebildeten Metallplatte bestehen, deren Bajonettverschluß-Nocken in entsprechende Ausnehmungen
des Rosettenschaftes von Drucktastern, ΐ5 Leuchtmeldern oder dgl. eingreifen. Diese Metallplatten
sind im allgemeinen mit zwei, schräg auf die Befestigungsplatte gerichteten Gewindelöchern zur
Aufnahme von verhältnismäßig feingängigen Metallschrauben versehen, die stramm gegen die Befesti- t>o
gungswand angezogen werden müssen, damit das eingebaute Gerät einen festen, verdrehsicheren Sitz
erhält. Mittels weiterer Schrauben können an der der Befestigungsplatte abgewandten Seite an das Momageelement
weitere Anbauelemente, z. B. Schalterblöcke, c> angeschraubt werden.
Bei dieser sehr verbreiteten Befestigungsart sind jedoch insbesondere die Kosten der im allgemeinen mit
vier Gewindebohrungen versehenen Metallplatten und außerdem die zeitaufwendigen Montagearbeiten nachteilig.
Die Befehls- oder Meldegeräte sind oft an schiecht zugänglichen oder schlecht beleuchteten
Stellen anzubringen, wobei es nicht immer einfach ist, die Schraubenschlitze der Ausgleichs- oder Befestigungsschrauben
zu finden und die Schrauben festzudrehen. Die, Schrauben müssen bei den bekannten
Montageelementen unbedingt zum Schutz gegen Selbstlockerung festangezogen werden. Dabei macht
das feine Gewinde der Schrauben viele Umdrehungen nötig, bis das Montageelement bei dünnen Befestigungsplatten
festsitzt
Durch das DE-GM 77 12 822 ist ein Montageelement aus thermoplastischem Material bekannt bei welchem
zur Befestigung und zum Ausgleich unterschiedlich dicker Befestigungsplatten selbstschneidende Metallschrauben
mit hoher Gewindesteigung gegen die Befestigungsplatte angezogen werden. Durch das
Steilgewinde genügen bei dieser Ausführung wenige Schraubenumdrehungen zur Arretierung des Montageelementes,
wobei durch den festen Sitz der Schrauben in den sebstgeschnittenen Gewinden ein selbsttätiges
Lösen verhindert wird. Nachteilig ist jedoch die Schwergängigkeit der Schrauben bei der ersten
Montage und vor allem das Aufweiten der Cewinde bei mehrfacher Benutzung. Die Schrauben werden zunehmend
leichtgängiger, so daß keine Selbstsicherung mehr gegeben ist, ein Effekt, der durch die Wahl eines
Kunststoff-Montageelementes anstelle eines Mete 11-Montageelementes
nur begrenzt verzögert werden kann. Nach dem Anziehen einer einige Male hin und her
gedrehten Ausgleichsschraube besteht für den Monteur in jedem Fall die Unsicherheit, ob ihre Festklemmung
auch noch bei einer Beanspruchung wie z. B. Vibrationen, Stößen oder Temperaturschwankungen, zuverlässig
aufrecht erhalten bleibt.
Durch das Buch »Richter/Voss, Bauelemente der Feinmechanik, Berlin 1952, Seite 334, Bild 1217« sind
schließlicn Sicherungsfedern bekannt, die mit einem formschlüEsigen Rasteingriff in eine an einer Mutter
angebrachte, axiale Verzahnung eingreifen, und so ein selbsttätiges Verdrehen der Mutter verhindern. Derartige
Sicherungsfedern können prinzipiell auch Schrauben mit hoher Gewindesteigung gegen ein Verdrehen
sichern, wenn die Schraubenköpfe mit einer entsprechenden axialen Verzahnung versehen werden. Derartige
zusätzliche Rastelemente sind jedoch bei einem gattungsgemäßen Montageelement, bei dem die
Schraubenköpfe in Aufnahmehülsen geführt sein sollen, praktisch nicht oder nur mit erheblichem Aufwand
anzuordnen. Abgesehen von den zusätzlichen Herstellungskosten müßten solche gesonderten Rastglieder
untrennbar bzw. unverlierbar am Montageelement angeordnet werden, damit die Gewähr dafür besteht,
daß bei der Gerätemontage die Ausgleichsschrauben auch tatsächlich arretiert werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Montageelement mit leichtgängigen
Ausgleichsschrauben zu versehen, die auch nach öfterem Drehen zuverlässig in ihrer Stellung arretiert
werden können, ohne daß separat gefertigte Rastglieder oder dgl. montiert werden müssen.
Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Ausgleichsschrauben aus
Kunststoff bestehen, daß die Köpfe der Ausgleichsschrauben axial verzahnt sind und daß ihre Aufnahmehülsen
längsgeschlitzt sind und an einem Schlitzlängs-
rand mit einer federnd in die Kopfverzahnung eingreifenden Rastnase versehen sind.
Bei Ausgleichsschrauben aus Kunststoff sind die Gewindegänge ausgeformt, weshalb die>e Schrauben
sehr leichtgängig und damit sehr mont&gefreundlich
sind, wobei durch die Wahl eines geeigneten Kunststoffes zusätzlich äußerst niedrige Reibwerte erzielt werden
können.
Bei der Ausführung nach der Erfindung ist die Arretierungsvorrichtung für die Ausgleichsschrauben in
das Montageelement integriert, so daß keine gesonderten Rastglieder oder dgl. gefertigt werden müssen.
Abgesehen von der Fertigungserieichterung bestehen nunmehr keinerlei Probleme bei der Montage und im
Hinblick auf die Gefahr eines Ablösen«; von separat montierten Arretierungselementen. Die Aufnahmehülse,
die eigentlich zum Zwecke der Führung und Zentrierung eines Schraubendrehers vorgesehen ist und
gemäß der Erfindung zugleich für den Schraubenkopf als Rastelement zur Schraubenarretierung ausgebildet
ist, kann durch den Längsschlitz in Umfangsrichtung federn. Daher ist ihr Federungs vermögen relativ zu den
Rastwegen verhältnismäßig groß, was eine stabile und verschleißfeste Anordnung ermöglicht.
Der Erfindung zufolge kann die Ganghöhe des Schraubengewindes 1 bis 3 mm betragen. Durch die
Verwendung von Schrauben mit einer derartig großen Ganghöhe kann schon bei maxima! zwei Umdrehungen
der gesamte in Betracht zu ziehende Unterschied zwischen dünnen und dicken Einbauplatten kompensiert
werden. Diese steilgängigen Ausgleichsschrauben brauchen auch nicht mehr fest angezogen zu werden,
weil sie der Erfindung zufolge mit einer Rastung versehen sind, die den Schutz gegen Selbstlockerung
übernimmt.
In Ausgestaltung der Erfindung kann ferner vorgesehen werden, daß an der der Befestigungsplatte
abgewandten Seite an das Montageelernent federnde Haltenasen zum Anschnappen von Anbauelementen
wie z. B. Schalterblöcken, Leuchtelementen, angeformt sind. Hierdurch werden Anschraubarbeiten bei der
Anbringung dieser Anbauelemente eingespart, die nunmehr ebenfalls durch eine elastische Verhakung mit
dem als Bajonettfassung ausgebildeten Montageelement verbunden werden. Die genaue Fixierung der
Anbauelemente am Montageelement übernehmen dabei zwei entweder an den Anbauelementen oder am
Montageteil angebrachte Paßstifte, die in jeweils am anderen Teil vorgesehene Stecklöcher eingesteckt
werden. Der elastischen Verhakung kommt also nur noch die Aufgabe zu. das angeschnappte Element
festzuhalten.
Durch das nachträgliche Aufschnappen der Anbauelemente und wegen geringer Umdrehung der ste'lgängigen
Schrauben zur Kompensation unterschiedlicher Befestigungsplatten ist eine erhebliche Montageerleichterung
gegeben, wozu außerdem noch beiträgt, daß bei in einer Hülse liegenden, mit einem Kreuzschiitz
versehenen Kunststoffschraube!! der Schraubendreher
sehr leicht und von selbst in den Schlitz findet, wie aus den Figuren noch näher hervorgeht.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, in der
ίο zeigt
F i g. 1 eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Montageelement,
F i g. 2 einen Schnitt durch das Montageelement gemäß der Schnittlinie U-II in Fig. 1, wobei zugleich der
Einsatz des Montageelementes veranschaulicht ist, und Fig.3 einen Schnitt gemäß der Linie III-III in F ig. 1.
Das Montageelement 1 ist als rechteckige, verhältnismäßig dicke Platte ausgebildet, deren Ecken abgerundet
sind. Eine zentrale Öffnung 2 dient zur Aufnahme des Schaftes 3 der Rosette 4 einer Drucktaste 5 oder dgl., die
im Durchbruch einer Befestigungswand 6 anzubringen ist. In die zentrale Öffnung 2 ragen mehrere über den
Umfang verteilte Nocken 7 hinein, denen am Rosettenschaft 3 Aussparungen 8 zugeordnet sind. Das
Montageelement 1 und der Schaft 3 sind in üblicher Weise als Teile eines Bajonettverschlusses ausgebildet.
An zwei einander diametral gegenüber liegenden Ecken sind an das Montageelement zwei längs
geschlitzte Hülsen 9, 10 angeformt, welche jeweils den mit einem Kreuzschlitz versehenen Kopf 11 einer
Ausgleichsschraube 12 aufnehmen, die mit einem steilen
Gewinde versehen ist und sich im Gewinde 13 des Montageelementes 1 führt. Die Schraubenköpfe 11 sind
mit einer Axialverzahnung vorgesehen, in die eine an j>
einem Längsrand der Hülsen 9,10 angeformte federnde Rastnase 14 eingreift. In der zeichnerischen Darstellung
ist der Einbau bei einer sehr dünnen Befestigungsplatte 6 veranschaulicht, jedoch ist ohne weiteres ersichtlich,
daß das Montageelement 1 auch an einer dicken Befestigungsplatte 15 befestigt werden kann, wozu die
Schraube etwa zwei Umdrehungen zurückgedreht werden müßte.
An den beiden einander gegenüber liegenden Schmalseiten sind an das Montageelement 1 zwei
federnde Haltenasen 16 angeformt, welche das Anschnappen von weiteren Anbauelementen 17, z. B. eines
Schalterblockes, erlauben, die mit zwei entsprechenden Gegenhaken 18 versehen sind, die hinter den Haltenasen
16 einrasten. Den Haltenasen 16 kommt nur die Vi Aufgabe zu, die Anbauelemente 17 festzuhalten,
während ihr genauer Sitz durch angeformte Paßstifte 19 erreicht wird, die in entsprechende Aufnahmelöcher 20
des Montageelementes 1 gesteckt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Aus Kunststoff bestehendes Montageelement für die Befestigung eines Drucktasters, Leuchtmelders
oder dgl. im Durchbruch einer Befestigungsplatte, welches den durch die Befestigungsplatte
ragenden zylindrischen Teil des Drucktasters, Leuchtmelders oder dgl. als Bajonettfassung umschließt
und welchem zwei, gegen die Befestigungsplatte anzuziehende, in jeder Stellung arretiert
gehaltene Schrauben hoher Gewindesteigung zum Ausgleich unterschiedlich dicker Befestigungsplatten
zugeordnet sind, deren Schraubenköpfe in am Montageelement angeformten Aufnahmehülsen liegen,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichsschrauben (12) aus Kunststoff bestehen,
daß die Köpfe (11) der Ausgleichsschrauben (12) axial verzahnt sind und daß ihre Aufnahmehüisen (9,
20) längsgeschlitzt sind und an einem Schlitzlängsrand mit einer federnd in die Kopfverzahnung
eingreifenden Rastnase (14) versehen sind.
2. Montageelement nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Ganghöhe des Schraubengewindes
1 bis 3 mm beträgt
3. Montageelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an seiner der Befestigungsplatte
(6) abzuwendenden Seite federnde Haltenasen (16) zum Anschnappen von Anbauelementen (17)
angeformt sind.
4. Montageelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es Stecklöcher (20) zur
Aufnahme von an den Anbauelementen (17) vorgesehenen Paßstiften (19) besitzt.
Priority Applications (1)
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| DE19782817469 DE2817469C2 (de) | 1978-04-21 | 1978-04-21 | Montageelement für die Befestigung von Drucktastern, Leuchtmeldern o.dgl. an einer Befestigungsplatte |
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Publications (2)
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| DE2817469A1 DE2817469A1 (de) | 1979-10-31 |
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Country Status (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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1978
- 1978-04-21 DE DE19782817469 patent/DE2817469C2/de not_active Expired
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| DE2817469A1 (de) | 1979-10-31 |
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