DE2805146C2 - Blattförmiger Dokumententräger - Google Patents

Blattförmiger Dokumententräger

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Description

Die Erfindung betrifft einen blattförmigen Dokumentträger mit darauf angebrachter Markierung und auf der Markierung aufgebrachter Maskierung, deren Farbdichte unterhalb des Reproduzierbarkeits-Grenzwertes eines xerographischen Farbkopierers liegt, wobei die Markierung von der Maskierung vom menschlichen Auge praktisch nicht unterscheidbar ist.
Aus der US-PS 38 02 724 ist ein blattförmiger Dokumentträger bekannt, der im Zusammenhang mit an Datenverarbeitungsgeräte angeschlossene Schnelldrucker verwendet werden kann und durch ein Muster von lesbaren Daten gegen eine mißbräuchliche Benutzung geschützt wird, die unter einer Maske auf einem Filmüberzug über den Daten versteckt werden, so daß eine mißbräuchliche Benutzung erkannt wird, wenn der Überzug verändert wird. Der bekannte blattförmige Dokumentträger besteht aus einem Formstreifen, transparentem Material, das einen hinreichenden Reibungskoeffizienten aufweist, um eine Markierung durch handelsübliche Schreiber, wie Kugelschreiber, Bleistifte o. dgl. zu vermeiden. Das Bandmaterial ist auf einer Seite mit einem leicht gefärbten, maskierenden Muster versehen, das mit einem druckempfindlichen, klebenden Überzug beschichtet ist. Die andere Seite des transparenten Bandes ist mit einem härtbaren, farblosen Silikonharz beschichtet. Das blattförmige Dokument, auf dem das druckempfindliche Band aufgebracht werden soll, kann mit einem leicht gefärbten, sogenannten VOID-Muster mit sich wiederholenden Symbolen versehen werden, beispielsweise mit dem Wort »leer, Fälschung, ungültig« o. dgl. Danach wird das Band mit dem Schutzüberzug über den Bereich des VOI D-Musters geklebt und maskiert auf diese Weise das VOID-Muster, während stärker dunkel gefärbte, gedruckte Zeichen, z. B. bei einem Scheck, die Höhe der Wertangabe oder die Unterschrift des Ausstellers, durch das Band hindurch sichtbar zu erkennen sind. Auf das derart geschützte blattförmige Dokument kann mit den üblichen Schreibern in dem geschützten Bereich nicht geschrieben werden, da die Oberfläche zu glatt ist Bei einem Versuch, das aufgeklebte Band vollständig oder teilweise zu entfernen, wird das Dokument im geschützten Bereich zerrissen oder auf andere Weise beschädigt
Seit der Einführung von qualitativ hochwertigen xerographischen Farbkopierern ist jedoch die mißbräuchliehe Benutzung von Dokumentkopien problematisch geworden. Das bekannte Schutzsystem für einen blattförmigen Dokumentträger kann nämlich außer Kraft gesetzt werden, wenn eine Farbkopie des Originals hergestellt und anschließend die Wertangabe bzw. Unterschrift geändert wird. Durch die sehr guten Farbkopien der Originale steigt somit die Gefahr einer mißbräuchlichen Benutzung durch Umgehung des bekannten Schutzsystems.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen blattförmigen Dokumentträger zu schaffen, der auch gegen eine Anfertigung mißbräuchlicher Kopien auf xerographischen Farbkopierern geschützt ist und eine Fälschung leicht erkennen läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Farbdichte der Markierung oberhalb oder unterhalb der Reproduzierbarkeits-Grenze des Farbkopierers liegt und an den Stellen, an denen sie von der Maskierung überdeckt ist, die Gesamt-Farbdichte oberhalb der Reproduzierbarkeits-Grenze des Farbkopierers liegt.
Die erfindungsgemäße Lösung sichert den blattförmigen Dokumentträger gegen eine Anfertigung mißbräuchlicher Kopien auf xerographischen Farbkopierern und macht eine Fälschung des betreffenden Dokumentes leicht erkennbar. Unabhängig von den jeweils benutzten Mitteln wird ein sichtbarer Nachweis von Änderungen oder einer gefälschten Kopie mit Farbkopierern sichtbar gemacht, wobei zusätzlich auch andere physikalische und/oder chemische Fälschungs-Schutzeinrichtungen verwendet werden können.
Anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles soll der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke näher erläutert werden. Es zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht eines vergrößerten Quer-Schnitts einer erfindungsgemäßen Dokumentenschutzeinrichtung auf einem üblichen Scheck als bevorzugte Anwendungsform der Erfindung;
F i g. 2 die Ansicht eines Teiles eines Maskierungsmusters für die Verwendung im Rahmen einer alternativen Ausführungsform der Erfindung;
F i g. 3 eine isometrische Ansicht des auf ein zu schützendes Dokument aufgeklebten Schutzbandes;
F i g. 4 die Draufsicht auf einen üblichen Scheck mit der Darstellung von UNGÜLTIG über dem für die Wertangabe des Scheckes vorgesehenen Bereich;
Fig.5 eine die Fig.4 ähnliche Darstellung mit dem über dem Betragsbereich befestigten Schutzband, wobei die vollständige Maskierung der Entwertung erkennbar ist. obwohl die Betragsangabe durch das Band sichtbar bleibt;
F i g. 6 eine Darstellung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; und
F i g. 7 eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Die Erfindung beschäftigt sich mil dem Schutz von handelbaren Urkunden vor Änderungen durch Chemikalien, durch mechanische Verletzung, durch Zusätze zur Wertangabe mit Stift oder Farbe, oder dergleichen. Allgemein haben Löschungen, Verstumme ungen. Schaben und dergleichen Methoden zur Änderung oder Auswechslung von Ziffern an den Wertangaben Herstellern und Benutzern der Urkunden seit der Einführung desselben zu schaffen gemacht. Bis heute konnte der geschickte Fälscher oder Dokumentenänderer mit einigen wenigen Chemikalien und einigem Aufwand an Fingerfertigkeit ein handelbares Dokument abändern, austauschen, neu gestalten oder auf andere Weise in ein Dokument verwandeln, dessen Wertangabe und/oder Unterschrift verändert war und sodann eine derartige Urkunde fast beliebig in Umlauf bringen.
Das Aufdecken solcher Abänderungen ist je nach der Geschicklichkeit des Fälschers unmöglich bis lächerlich einfach. Die Schutzvorkehrungen gegen die bekannten Fälschungsmethoden haben eine Stufenleiter durchlaufen, die von der chemischen Zusammensetzung verschiedener Papiere für den Vordruck der Urkunden bis zur Verwendung spezieller Stifte und Tinten, mechanischer Scheckschreiber, spezieller Pressen und komplizierter großer Typen reicht. Chemische Überzüge über das Dokument sowohl vor wie nach dem Druckvorgang gehören ebenso dazu wie die verschiedenen Verfahren, die mehr oder weniger mit der Technik der Abziehbilder verwandt sind. Die vorliegende Erfindung ist gegenüber allen diesen Methoden neu. Jedenfalls vermeidet die Erfindung die Nachteile bekannter Schutzeinrichtungen und schafft eine außerordentlich hohe Sicherheit gegen Veränderungen und speziell gegenüber Reproduktionen und Abänderungen unter Verwendung von Farbkopierern.
Fig. 1 zeigt einen Abschnitt aus einem Stück einer Urkunde, z. B. von Scheckpapier, in starker Vergrößerung im Querschnitt, um die verschiedenen Elemente der Kombination erkennbar zu machen. Das Scheckpapier 10 mit einer Stärke von 0,089 mm bis 0,17 mm kann auf seiner Oberfläche 12 ein gedrucktes Muster 14 z. B. aus dem in mehreren Reihen wiederholten Wort VOID = ungültig tragen, und dieses Worl oder eine andere ähnliche Markierung kann mindestens für den Eingeweihten die Warnung bedeuten, daß sein Sichtbarwerden eine Veränderung oder Fälschung anzeigt. Ein nicht in Lösungsmitteln löslicher Träger, wie z. B. ein Polyesterfilm 16 mit einer Stärke in der Größenordnung von 0,025 mm ist vorzugsweise auf seiner einen Oberfläche 18 mit einem härtbaren Silikonharz sowie mit einer Kontaktmittelschicht 20 von 0,012 mm bis 0,00127 mm Stärke beschichtet. Die gegenüberliegende Oberfläche 22 des Polyesterträgers 16 ist mit einem gedruckten Maskenmuster 24 versehen, welches direkt auT die Filmplatte aufgedruckt ist und, wie weiter unten gezeigt wird, mit dem auf dem Scheck in gleicher Farbe aufgedruckten Schutzmuster zusammenwirkt, so daß das Schutzmuster vollständig versteckt oder maskiert wird. Die Oberfläche des aufgedruckten Warnmusters 24 ist mit einer Schicht 26 eines sehr ablösefesten, agressiven Lösungsmittel- und hitzebeständigen, Druckklebers von 0,2 mm bis 0,038 mm Stärke überzogen. Die Farbe für den Aufdruck des Schutzmusters ist nicht lösungsmittellöslich. Wenn daher der Kleber von einem Lösungsmittel gelöst wird, so erscheint das Schutzmuster deutlich sichtbar und zeigt sofort die Fälschung an. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besitzt das Maskierungsmuster eine Farbdichte, die unterhalb des Grenzwertes für die Reprodu::ierbarkeit des Farbkopierers liegt, und eine Warnmarkierung, deren Farbdichte oberhalb des Grenzwertes der Reproduzierbarkeit durch den Farbkopierer liegt.
Wie aus F i g. 1 hervorgeht, ist der Polyesterträger mii seinen mehrfachen Materialschichten mit der Kleberschicht dem Warnmuster zugewandt auf dem Scheckpapier angeordnet.
F i g. 2 zeigt die Art des Maskierungrmusters 24, das
ίο zusammen mit dem Warnmuster 14 gemäß der Erfindung benutzt werden kann. Es können jedoch offensichtlich auch andere Muster verwendet werden, solan ge im Ergebnis das auf den Scheck gedruckte Warnmuster erfindungsgemäß maskiert wird, so daß es für das bloße Auge unsichtbar bleibt.
Diese Maske kann aus auf die Warnbuchstaben oder dergleichen ausgerichtete maskierenden Marken oder eine Abdeckung für die Warnmaskierung bestehen; sie muß jedoch von einer solchen Dichte sein, daß sie von einem Farbkopierer nicht mitkopiert wird, wenn ein derartiger Versuch gemacht werden sollte.
Fi g. 3 zeigt die Anwendung der erfindungsgemäßen Scheckschutzeinrichtung für den Schutz des Bereichs für die Wertangabe z. B. einer handelbaren Urkunde, etwa einen Scheck. Die im Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebene aus einzelnen Schichten zusammengesetzte Struktur wird in Form eines endlosen Bandes 28 hergestellt, das auf eine Vorratsrolle aufgewickelt werden kann und von dieser der Druckeinrichtung eines Schnelldruckers zugeführt werden kann, so daß ein Abschnitt des Bandes unter Kaltdruck mit einer Andruckrolle und einem Widerlager aufgepreßt werden kann, und zwar über die Wertangabe, die im Wertangabenbereich über das auf dem Scheck auf vorher aufgedruckte Schutzmuster gedruckt worden ist.
Fig. 4 zeigt ein Beispiel eines Schecks 10 mit einem vorgedruckten Warenmuster 14. Dieses Muster kann auch im Unterschriftsbereich 30 aufgedruckt werden. Dann wird das Schichtband in entsprechender Weise wie im Betragsfeld aufgebracht.
F i g. 5 zeigt eine mit der Schutzeinrichtung versehene Urkunde, in diesem Fall einen Scheck 10 vor der Unterschrift mit einem über den Betrag mit maskiertem Warnmuster aufgeklebten Schutzband 28, wobei jedoch die Wertangabe oder der Bet: ;ig durch das Band erkennbarbleibt.
Die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung verwendet eine maskierte Warnmarkierung, die beim Kopieren auf der Kopie erscheint, da ihre effektive Farbdichte oberhalb des Grenzwertes der Reproduzierbarkeit insbesondere für die Farbe durch den Kopierer liegt. Die Maske besitzt eine Farbdichte, die geringer ist als der Grenzwert für die Reproduzierbarkeit insbesondere der Farbe des Kopierers. Jede Überlagerung der Maske und der Warnmarkierung besitzt eine Farbdichte, die den Grenzwert für die Reproduzierbarkeit übersteigt. Die Farbe kann aus üblichen Druckfarben zusammengesetzt werden.
Der Farbdichtengrenzwert für die folgenden Farben hat folgende Größe: Magenta 0,12 ±0,01; Cyan 0,08 ± 0,01 und Gelb 0,05 + 0,01, abgeleser, von einem Macbeth Densitometer RD 517. Zusammensetzungen unterhalb dieser Dichten werden mit den handelsüblichen xerographischen Farbkopierern nicht wirksam re-
b5 produziert. Farbdichten oberhalb dieser Grenzwerte werden reproduziert.
F i g. 6 zeigt daher erfindungsgemäß eine Warnmarkierung VOID. die mit einer Dichte gedruckt ist, welche
vorzugsweise überhalb des genannten Grenzwertes liegt. Diese Warnmarkierung wird von der Maske überlagert, welche eine Dichte unterhalb der erwähnten Grenzwerte für die Reproduzierbarkeit besitzt. Die zusammengesetzte Dichte an den Stellen, an welchen die Warnmarkierung angebracht ist, liegt erfindungsgemäß oberhalb der erwähnten Reproduzierbarkeits-Grenzwerte.
Bei der Betrachtung der Figuren möge man sich vergegenwärtigen, daß diese Grenzwerte in einem Bereich liegen, der bei der Wiedergabe in den Zeichnungen nicht hervortreten würde, so daß insoweit die Zeichnungen nur zur Erläuterung dienen.
Wie F i g. 6 zeigt, trägt das Originaldokument 601 zumindest in einem Abschnitt, z. B. dem Feld für die Wertangabe oder dem Unterschriftsfeld, die Warnmarkierung VOID 602 in rotem Aufdruck. Dieser wird vollständig von einer roten Maske 603 überdeckt, deren Dichte unterhalb der genannten Grenzdichte liegt. Aus den Zeichnungen sieht man, daß die Markierung mit der VOID-Marke vordem Kopieren maskiert ist. Nach dem Kopieren auf einem Farbkopierer, der in F i g. 6 mit dem Bezugszeichen 604 schematisch bezeichnet ist, wird die Markierung VOID 602 reproduziert, da die zusammengesetzte Farbdichte an den Stellen höher ist, an denen die Warnmarkierung 602 erscheint.
Während in Fig.6 die Warnmarkierung mit Großbuchstaben dargestellt ist, können auch andere Markierungen im Rahmen der Erfindung verwendet werden.
Eine entsprechende Darstellung zeigt F i g. 7, bei der die Urkunde 701 die Warnmarkierung 702 trägt und mit einer Maske 703 bedruckt ist. Bei dieser Ausführungsform bilden die Kreise (die auch ausgefüllte Punkte, Quadrate, Linien oder dergleichen sein könnten) die Warnmarkierung 702 und die Maske 703. Die Warnmarkierung hat eine größere Dichte als die umgebende Maske, und bei dieser Ausführungsform liegt die umgebende Maske unterhalb der Grenzfarbdichte für die Reproduzierbarkeit, während die Warnmarkierung zumindest in zusammengesetzter Dichte nach Überdecken mit der aufgebrachten Maske eine Dichte aufweist, die oberhalb der Grenzwerte für die Farbdichten liegt.
In der bevorzugten Ausführungsform wird die Markierung VOID 602 mit einer Farbumschlag-Farblösung gedruckt. Für die Warnmarkierung wird eine sympathetische Farbe, die die Farbe und die Reproduktionsintensität ändert oder verstärkt, wenn sie mit einem Ausbleich- oder Entfernungsmittel behandelt wird. In der bevorzugten Ausführungsform ist die Farbe farblos und kann mit den übrigen Farben oder Pigmenten gemischt werden, die die Farbe der Warnmarkierung sowie der Maske bilden.
Wenn die Existenz des VOID-Musters festgestellt und ein Versuch gemacht wird, die Markierung mit dem Muster auszumerzen, z. B. von der Rückseite des Schecks gemäß F i g. 1 —5 her, etwa durch Ausbleichen mit einem Hypochlorit, wird die Farbe dunkel und zeigt einen Fälschungsversuch an.
Dieses Farbmuster bleibt bestehen und ist sogar noch leichter reproduzierbar, da es oberhalb der Grenzdichte der Kopien liegt
Fluoreszierende Tinten und andere in Verbindung mit dem Grenzwert benutzter Tinten erhöhen die Sicherheit der Einrichtung kumulativ.
Insgesamt wurde eine Urkunde sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung beschrieben, die Fälschungen unter Verwendung eines Farbkopierers oder ähnlicher Maschinen verhindert, welche gegenüber dem menschlichen Auge unterschiedliche Farbempfindlichkeiten besitzen. Farbdrucke unterhalb eines bestimmten kritischen Wertes (mit den oben angegebenen Grenzwerten) erscheinen nicht in der Kopie, während die Farbdrucke oberhalb der kritischen Farbdichte in der Kopie erscheinen.
Als Ergebnis dieses Verfahrens zur Herstellung von Urkunden oder Dokumenten fällt das überdruckte Hintergrundmuster beim Kopieren aus, während die Warnmarkierung mitkopiert wird.
Insgesamt wurde eine Dokumenten-Schutzeinrichtung für handelsfähige Urkunden, Inhaber-Papieren und Ausweisdokumenten beschrieben, die diese Papiere vor illegalem Kopieren durch Farbkopierer und vor Veränderungen beispielsweise der Wertangaben und der Unterschrift schützen, wobei die Schutzeinrichtung insbesondere für von Rechnern ausgedruckte Dokumente verwendbar ist. Dabei wird eine Warnmarkierung etwa in Form eines VOID oder UNGÜLTIG auf den Betrags- und/oder Unterschriftenfeld der Urkunde mit in Lösungsmittel unlöslicher oder die Farbe verändernder Tinte aufgedruckt. Diese Warnmarkierung wird mit einem maskierenden Muster überdruckt. Das Überdekken mit dem Maskenmuster kann die Form eines Musters oder eines festen Überzuges haben. Sie kann eine Beschichtung auf der Unterseite eines entsprechenden Bandes haben, das über die Warnmarkierung VOID gelegt wird. Das Band wird dann auf die zu schützende Urkunde, und zwar über das Feld für die Wertangabe und/oder das Unterschriftenfeld durch Kaltdruck aufgebracht. Beim Farbkopieren können die Farben der Tinten durch den Kopierer nicht kopiert werden, da ihre Farbdichten unter der kritischen Dichte des Kopierers liegen, so daß die Originalität und Unversehrtheit der Urkunde festgestellt und ein Mißbrauch durch Verwendung einer Kopie der Urkunde verhindert werden kann. Die Erfindung ist selbstverständlich auf die Verwendung spezieller Farben nicht beschränkt.
Es versteht sich, daß es im Sinne einer für das menschliche Auge Ununterscheidbarkeit zwischen Warnmarkierung VOID und Maskierung liegt, wenn die Farbdichten der Warnmarkierung einerseits und der Maskierung andererseits nur wenig voneinander verschieden
so sind, jedoch so gehalten sind, daß die Farbdichte der Warnmarkierung oberhalb des Reproduzierbarkeits-Grenzwertes und die Farbdichte der Maskierung innerhalb des Reproduzierbarkeits-Grenzwertes bleiben.
Es liegt selbstverständlich auch im Rahmen der Erfindung, die Farbdichte der Warnmarkierung kleiner zu wählen als den Reproduzierbarkeits-Grenzwert üblicher Farbkopierer. In diesen Fällen muß dann die Warnmarkierung von der Maskierung überdeckt sein und an denjenigen Stellen, an denen die Warnmarkierung von der Maskierung überdeckt ist, muß dann die Gesamt-Farbdichte oberhalb des Reproduzierbarkeits-Grenzwertes des Farbkopierers liegen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Blattförmiger Dokumentträger mit darauf angebrachter Markierung und auf der Markierung aufgebrachter Maskierung, deren Farbdichte unterhalb des Reproduzierbarkeits-Grenzwertes eines xerographischen Farbkopierers liegt, wobei die Markierung von der Maskierung vom menschlichen Auge praktisch nicht unterscheidbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbdichte der Markierung (14) oberhalb oder unterhalb der Reproduzierbarkeits-Grenze des Farbkopierers liegt und an den Stellen, an denen sie von der Maskierung (24) überdeckt ist, die Gesamt-Farbdichte oberhalb der Reproduzierbarkeits-Grenze des Farbkopierers liegt.
2. Blattförmiger Dokumentträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reproduzierbarkeits-Grenzen der Farbdichte für Magenta bei 0,12 ± 0,OJ, für Cyan bei 0,08 ± 0,01 und für Gelb bei 0,05 ± 0,01 liegen.
3. Dokumentträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung und/oder die Maskierung aus einer sympathetischen Tinte bestehen, die ihre Farbe und/oder ihre Farbdichte unter der Einwirkung eines Entfernungsmittels erhöht.
4. Dokumentträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung (14) eine fluoreszierende Substanz enthält.
5. Dokumentträger nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß neben der Maskierung (24) ein farbloses Fluoreszenzmaterial vorgesehen ist.
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