DE280422C - - Google Patents

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DE280422C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K13/00Thermometers specially adapted for specific purposes
    • G01K13/20Clinical contact thermometers for use with humans or animals
    • G01K13/25Protective devices therefor, e.g. sleeves preventing contamination

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring And Recording Apparatus For Diagnosis (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
. - JVl 280422 KLASSE 30«. GRUPPE
Gehäuse für medizinische Thermometer. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Februar 1914 ab.
Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für Thermometer für ärztliche Zwecke und bezweckt eine solche Ausbildung des Gehäuses, daß das Thermometer dauernd sauber und steril gehalten wird, so daß es sofort gebraucht werden kann, ohne daß die Gefahr besteht, daß durch das Instrument ansteckende Krankheiten übertragen werden könnten.
In der Zeichnung ist in beispielsweiser Ausführungsform
Fig. ι ein Längsschnitt durch das Gehäuse in der verschlossenen Stellung mit dem Thermometer ;
Fig. 2 zeigt das innere Gehäuse;
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Kolbens und der eigentlichen, das Thermometer erfassenden Scheide, welche miteinander verbunden sind; der Kolben ist dabei teilweise geschnitten;
Fig. 4 ist ein Querschnitt nach Linie 4-4 der Fig. i.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt das Gehäuse eine äußere rohrförmige Hülle ι aus Hartgummi mit geringer Elastizität oder irgendeinem anderen geeigneten Material. Diese äußere Hülle 1 ist auf einen Teil ihrer Länge an der inneren Seite ausgeschnitten, so daß hier die Wandstärke der Hülle verringert ist, und zwar endigt dieser geschwächte Teil in einer inneren ringförmigen Schulter 2, die etwa in der Mitte der Länge der Hülle liegt; nahe dieser Schulter sind in der dünnen Wand der Hülle Luftlöcher 3 vorgesehen. An dem einen Ende besitzt die Hülle ein Außengewinde, auf welches eine mit entsprechendem Innengewinde versehene Kappe 4 aufgeschraubt wird, wie aus Fig. 1 zu erkennen ist. Innerhalb der Hülle ι ist eine zweite röhrenförmige Hülle 5 von geringerem Durchmesser angeordnet; diese innere Hülle 5 (Fig. 2) besitzt an ihrem Ende einen abgerundeten Kopf oder Verschlußteil 6, welcher seitlich über die äußere Fläche der Hülle 5 hervorragt und mit einem ringförmigen Ansatz 7 versehen ist, der einen Sitz für das mit Gewinde versehene Ende der äußeren Hülle bildet. Der Kopf 6 ist entsprechend der Innenfläche der Kappe 4 geformt, so daß er dicht in diese hineinpaßt; wenn es erforderlich scheint, kann ein Dichtungsring 8 zwischen dem Ende der Hülle 1 und dem Ansatz 7 angeordnet werden, um eine flüssigkeitsdichte Verbindung herzustellen. Das offene Ende der inneren Hülle 5 ragt über das Ende der äußeren Hülle 1 etwas vor, zu einem Zwecke, der weiter unten erläutert werden wird.
Ein röhrenförmiger Kolben 9 ist so ausgebildet, daß er die innere Hülle 5 umgibt und fest an ihr anliegt, so daß zwischen diesen Teilen eine flüssigkeitsdichte Verbindung entsteht, der Kolben sich aber gegen die Hülle verschieben läßt.. Dieser Kolben 9 hat an einem Ende einen ringförmigen, seitlich etwas vorstehenden Kopf 10. Eine zur Aufnahme des Thermometers bestimmte . Scheide 11 ist mit dem anderen Ende des Kolbens verbunden und liegt im Inneren des Kolbens in solchem Abstand von der Innenfläche desselben, daß ein genügender Raum entsteht, um die innere Hülle 5 aufzunehmen. Der Kolben 9 hat ungefähr dieselbe Länge wie die Seitenwände der inneren Hülle 5, und die Scheide 11, welche in diese innere Hülle eingeschoben wird, ragt mit ihrem freien Ende etwas über den Kopf des Kolbens 9 heraus, so daß sie sich auf das geschlossene Ende der Hülle 5 aufsetzen kann; dieses Ende ist mit einer entsprechenden Sitzfläche versehen. Wenn die Scheide und der Kolben in der Gebrauchsstellung in dem Ge-
häuse sitzen, so liegt das freie Ende des Kolbens in geringerem Abstand von der Innenfläche des Kopfes 6 der inneren Hülle 5, so daß eine ringförmige Kammer 12 an diesem Ende des KoI-bens gebildet wird; diese Kammer steht mit dem Innenraume der inneren Hülle durch Öffnungen 13 in Verbindung, welche in der Wand der Hülle 5 an diesem Ende vorgesehen sind.
Die Scheide 11, welche mit dem Kolben verbunden ist, besteht zweckmäßig aus vier dünnen Streifen 11', die an ihren inneren Enden miteinander verbunden sind, so daß sie einen Träger für das Thermometer bilden, in welchem es geschützt liegt. Die Scheide ist mit vier Löchern' versehen, durch welche eine sterili-. sierende Flüssigkeit hindurchtreten kann, so daß sie" um das Thermometer herum frei zirkulieren kann.
An dem Ende des Kolbens, an welchem er mit der Scheide 11 verbunden ist, ist ein Gewinde vorgesehen, auf welches eine mit Innengewinde versehene Kappe 14 aufgeschraubt werden kann. Das Ende des Kolbens paßt über das eine Ende des Thermometers T, und durch die Kappe 14 wird es vollkommen eingekapselt, wie im folgenden noch näher beschrieben ist. Die Kappe 14 hat einen abgesetzten ringförmigen Flansch 14' an ihrem freien Ende, welcher über das äußere Ende der äußeren Hülle paßt, wie in Fig. 1 dargestellt ist; wenn erforderlich, kann eine entsprechende Dichtung 15 zwischen der Kappe 14 und der Hülle 1 vorgesehen sein, um einen dichten Verschluß zu erzielen.
Zwischen dem dünneren Teil der Wand der Hülle 1 und der Außenfläche des Kolbens 9 entsteht eine Kammer 16, die von der Schulter 2 und dem Kolbenkopf 10 begrenzt wird. Diese Kammer ist mit Luft gefüllt und steht durch die Löcher 3 mit der Außenluft in Verbindung, so daß die Bewegung des Kolbens in der Hülle ermöglicht wird.
Beim Zusammenbauen der Teile wird zunächst die innere Hülle 5 zwischen die Scheide 11 und den Kolben 9 eingeschoben und dann die äußere Hülle 1 über den Kolben geschoben; hierauf wird die Kappe 4 auf die Hülle 1 aufgeschraubt. Dann wird das Gehäuse ganz oder teilweise mit einer sterilisierenden Flüssigkeit gefüllt. Dann wird das Thermometer in das Gehäuse eingeschoben, so daß es vollkommen von der Flüssigkeit umgeben und steril gehalten wird. Nach dem Einschieben des Thermometers wird die Kappe 14 auf den Kolben 9 aufgeschraubt und gegen das äußere Ende der äußeren Hülle 1 fest angedrückt.
Es kann nun das ganze Gehäuse in jeder beliebigen ' Lage getragen werden, ohne daß Flüssigkeit auslaufen kann.
Wenn das Thermometer aus dem Gehäuse herausgenommen werden soll, so zieht man an der Kappe 14, worauf der Kolben und die Scheide 11, die miteinander und mit der Kappe verbunden sind, mit nach oben genommen werden. Bei der Auswärtsbewegung des Kolbens fließt die Flüssigkeit in dem Gehäuse selbsttätig in die Kammer 12 und folgt dem Kolben bei seinem Hochgehen, so daß sie den Raum zwischen der inneren und äußeren Hülle füllt, während die Luft aus der Kammer 16 durch die Löcher 3 ausgetrieben wird. Das Thermometer geht beim Herausziehen der Kappe 14 mit nach oben, und man kann dann die Kappe abschrauben und das Thermometer aus seiner Hülle herausnehmen. Da die Flüssigkeit hinter dem Kolben herfließt, so besteht keine Gefahr, daß sie während der Entfernung des Thermometers verschüttet wird. Man schraubt dann die Kappe 14 wieder auf den Kolben 9 auf, bis das Thermometer wieder in das Gehäuse eingeschoben werden soll, zu welchem Zwecke man die Kappe 14 abnimmt, das Thermometer in die Scheide schiebt und den Kolben nach unten drückt. Die Flüssigkeit wird dadurch durch die Löcher 13 und die Löcher der Scheide 11 in den Innenraum, der Hülle 5 und nach dem Thermometer getrieben, so daß dieses wieder vollkommen sterilisiert wird. Die Kraft, welche erforderlich ist, um die Flüssigkeit von der äußeren Kammer 16 durch die genannten Löcher der Scheide und der Hülle 5 nach innen zu treiben, schafft einen gewissen Widerstand und bewirkt eine Bewegung der Flüssigkeit rund um die Quecksilberkugel des Thermometers, so daß dieses gründlich gereinigt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Gehäuse für medizinische Thermometer, bei dem das Thermometer im Ruhezustand in einer aseptischen Flüssigkeit liegt, gekennzeichnet durch einen mit dem Thermometerträger fest verbundenen ringförmigen Pumpenkolben, durch den beim Herausziehen des Thermometerträgers die Flüssigkeit aus dem Aufbewahrungsraum in den ringförmigen Pumpenraum abgesaugt wird.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Luftpuffer zwischen einem nach außen vortretenden ringförmigen Vorsprung (iö) des Pumpenkolbens und einem nach innen vorstehenden Vorsprung (2) der äußeren Pumpenwandung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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