DE2751309C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Reaktor der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Katalytische Reaktoren zum Umwandeln von Kohlenwasserstoff
brennstoffen in nutzbare technische Gase, wie beispielswei
se Wasserstoff, sind bekannt. Beim Dampfreformieren
eines Kohlenwasserstoffbrennstoffes wird
der Prozeßbrennstoff durch einen den Reaktionskatalysator
enthaltenden rohrförmigen Reaktor hindurchgeleitet, der in
einem Ofen angeordnet ist, welcher die Wärme für den Reak
tionsvorgang liefert. Wenn der Reaktor vertikal angeordnet
ist und das Prozeßgas aufwärts durch ihn hindurchströmt,
ist die aufwärts gerichtete Kraft des strömenden Gases ge
wöhnlich größer als das Gewicht der Katalysatorteilchen,
was zu einer ständigen gegenseitigen Bewegung der Kataly
satorteilchen führt und als Fluidisierung des Katalysator
bettes bezeichnet wird. Die ständige Bewegung der Teilchen
führt zu deren Beschädigung, da die Teilchen in kleinere
Teilchen zerbrechen oder durch die gegenseitige Reibung
verschlissen werden. Feine Teilchen gehen verloren, weil
sie von den Reaktionsgasen aus dem Katalysatorbett mitge
nommen werden. Über eine längere Zeitspanne kann das Gesamt
volumen des Reaktionskatalysators innerhalb des Katalysator
bettes auf einen unannehmbar niedrigen Wert abnehmen, so daß
ein Auffüllen des Katalysatorbettes erforderlich wird.
Um das zu verhindern, ist es üblich, ein federbelastetes,
perforiertes Teil an der Oberseite des Katalysatorbettes an
zuordnen und dadurch das Katalysatorbett ständig mit Druck
zu beaufschlagen, um so die Fluidisierung des Katalysator
bettes zu verhindern. Eine solche Einrichtung zur Verhinde
rung der Fluidisierung ist teuer und häufig ist es schwierig,
wenn nicht gar unmöglich, ein geeignetes Federmaterial zu
finden, das die Umgebung innerhalb eines Reaktors, in welchem
es benutzt wird, verträgt.
Aus der US-PS 33 74 052 ist ein Reaktor der im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 angegebenen Art bekannt, bei dem die
perforierte Platte mit einer Antriebsvorrichtung versehen
ist, mittels welcher der Druck veränderbar ist, den die
perforierte Platte auf das Katalysatorbett ausübt. Die An
triebsvorrichtung erfordert eine Meßeinrichtung sowie eine
Ritzel- und Zahnstangenverbindung mit der perforierten Platte.
Bei diesem bekannten Reaktor wird keine vollständige Elimi
nierung der Fluidisierung des Katalysatorbettes angestrebt.
Vielmehr soll das Katalysatorbett in zwei Schichten unter
teilt werden. Direkt unterhalb der perforierten Platte soll
sich eine relativ dichte Schicht von Teilchen ähnlich ei
nem Festbett befinden, wogegen die übrigen Teilchen in ei
nem relativ weniger fluidisierten Zustand innerhalb des
Katalysatorbettes bleiben sollen. Bei diesem bekannten
Reaktor kann die Fluidisierung bei Bedarf zwar ebenfalls
verhindert werden, die dafür verwendete Einrichtung ist
aber komplex und teuer, weil außer der perforierten Platte
noch eine weitere Vorrichtung erforderlich ist, um eine
Kraft auf die Oberseite des Katalysatorbettes auszuüben.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem Reaktor der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art auf
unkompliziertere und billigere Weise die Fluidisierung
des Katalysatorbettes zu verhindern.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im kennzeich
nenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale ge
löst.
Bei dem Reaktor nach der Erfindung wird die Fluidisierung
des Katalysatorbettes verhindert, ohne daß dafür außer der
perforierten Platte noch eine weitere Vorrichtung erfor
derlich ist, um eine Kraft auf die Oberseite des Kataly
satorbettes auszuüben. Das Gewicht der perforierten Platte,
mit dem diese auf dem Katalysatorbett ruht, ist gering ge
nug, um die Expansion des Katalysatorbettes während nor
maler Betriebszustände zu gestatten, und der Rückhalter ver
hindert, daß die Expansion mehr als einige Prozent des unex
pandierten Katalysatorbettvolumens übersteigt. Die mit ihrem
Eigengewicht auf der Oberseite des Katalysatorbettes ruhen
de perforierte Platte kann sich aufwärts und abwärts be
wegen, wenn sich das Katalysatorbett ausdehnt bzw. zusam
menzieht, wobei die perforierte Platte in ständiger Be
rührung mit der Oberseite des Katalysatorbettes bleibt. Die
perforierte Platte ist zwar nicht schwer genug, um die Aus
dehnung des Katalysatorbettes zu verhindern, die Fluidi
sierung wird jedoch trotzdem verhindert, da die Expansion
des Katalysatorbettes auf nur wenige Prozent seines nicht
expandierten Volumens begrenzt wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden den Gegen
stand der Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im fol
genden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Teilvertikalschnittansicht durch eine Reaktoranlage mit
mehreren Reaktoren nach der Er
findung,
Fig. 2 einen Querschnitt der Anlage
im wesentlichen auf der Linie 2-2 in Fig. 1,
und
Fig. 3 eine vergrößerte Ansicht des oberen Teils
eines der Reaktoren von Fig. 1.
Die kataly
tische Reaktoranlage 10 in den Fig. 1 bis 3
dient zum Dampfreformieren
eines reformierbaren Kohlenwasserstoffbrennstoffes in Ge
genwart eines Katalysators, um Wasserstoff zu
erzeugen. Die Anlage 10 enthält einen Ofen 12 mit Brenner
düsen 14, mit einem Brennstoffverteiler 16 und mit
einem Luftverteiler 18. Innerhalb des Ofens 12 sind mehrere
rohrförmige Reaktoren 20 angeordnet. In dieser Aus
führungsform sind neunzehn Reaktoren in der in Fig. 2 gezeig
ten Weise angeordnet.
Jeder Reaktor 20 hat eine äußere zylindrische Wand 22
und eine innere zylindrische Wand in Form eines Mittelrohres 24,
die zwischen sich eine ringförmige Reaktionskammer 26 be
grenzen. Die Reaktionskammer 26 ist mit einem Reaktions
katalysator 28 in Form von Pellets gefüllt, die auf
einem Gitter 30 ruhen, das an dem Einlaß 32 der Reaktions
kammer angeordnet ist. Jeder geeignete Dampfreformier
katalysator, wie beispielsweise Nickel, kann benutzt werden,
um die Reaktionskammer 26 zu füllen. Eine Einrichtung 33 zur
Verhinderung der Fluidisierung des Katalysatorbettes ist an dem Auslaß 36 (Fig. 3)
der Reaktionskammer 26 angeordnet und wird im folgenden in
Verbindung mit der ausführlicheren Ansicht von Fig. 3 noch
ausführlicher erläutert. Der Zylinder, der durch die Auß
enwand 22 begrenzt ist, ist an seinem oberen Ende 38 durch
eine Endkappe 40 verschlossen. Das Mittelrohr 24 hat ein
oberes Ende 42 und ein unteres Ende 44. Das obere
Ende 42 endigt unterhalb der Endkappe 40, so daß das
Mittelrohr 24 in Gasverbindung mit dem Auslaß 36 der Reaktions
kammer 26 ist.
Innerhalb des Mittelrohrs 24 ist ein Einsatz in Form eines zylindrischen Stopfens 46
angeordnet, dessen Außendurchmesser etwas kleiner ist als
der Innendurchmesser des Mittelrohrs, so daß zwischen ihnen
eine ringförmige Regenerationskammer 48 gebildet ist, die
einen Einlaß 49 hat. Der Stopfen 46 kann zwar eine massive
Stange sein, bei dem hier beschriebenen Ausführungsbei
spiel ist es jedoch ein Rohr, das durch eine Endkappe 50
an seinem einen Ende verschlossen ist, so daß die Reak
tionskammer 26 verlassende Reaktionsprodukte um den Stopfen
46 herum durch die Regenerationskammer 48 strömen müssen.
Der Abstand zwischen dem Stopfen 46 und dem Mittelrohr 24
wird durch Ausbauchungen 52 in der Stopfenwand aufrechter
halten. Die Regenerationskammer 48 hat in der Anlage
die Aufgabe, Wärme aus den Reaktionsprodukten,
die den Auslaß 36 verlassen, in das Katalysatorbett der
Reaktionskammer 26 zurückzuleiten. Die Anordnung, die in
Fig. 1 gezeigt ist, sorgt für eine gewisse Vorwärmung des
Prozeßbrennstoffes, bevor dieser in das Katalysatorbett
eintritt.
Jeder Reaktor 20 weist
einen oberen Teil 56 und einen unteren Teil 58 auf.
Der obere Teil 56 ist in einem Raum angeordnet, der im fol
genden als Brennraum 60 bezeichnet wird. Der Brennraum 60
ist dasjenige Volumen des Ofens 12, innerhalb welchem die
tatsächliche Verbrennung des Brennstoffes und der Luft,
die in den Ofen eingeleitet werden, stattfindet. Dieses
Volumen ist durch sehr hohe Temperaturen, durch beträchtli
che Strahlungsheizung sowie durch Konvektionserhitzung
der Reaktoren 20 und durch axiales (d. h. in der Richtung
der Achse der Reaktoren 20 erfolgendes) sowie radiales
Vermischen der Gase darin gekennzeichnet.
Der untere Teil 58 jedes Reaktors 20 ist von einer zylindrischen Wand
62 umgeben, die mit Abstand von der äußeren
Wand 22 angeordnet ist und mit dieser einen ringförmigen
Ofengaskanal 64 begrenzt, welcher einen Einlaß 66 und
einen Auslaß 67 hat. Der Auslaß 67 befindet sich neben dem
Einlaß 32 der Reaktionskammer 26. Der Ofengaskanal 64
ist mit einem Wärmeübertragungsmaterial 70 gefüllt, bei
welchem es sich beispielsweise um Kugeln aus Aluminium
oxid handelt, die auf einem Gitter 68 ruhen. Der Zwischen
raum 72 zwischen benachbarten zylindrischen Wänden
62 ist mit einem nichtwärmeleitenden Material,
beispielsweise einer Keramikfaserisolation, gefüllt, das
auf einer Platte 74 ruht, die sich über den Ofen 12 erstreckt
und in welcher Löcher gebildet sind, durch die Reaktoren
20 hindurchgeführt sind. Die Platte 74 und das Material
innerhalb des Zwischenraums 72 hindern die Ofengase daran,
um die Außenseite der zylindrischen Wände 62
zu strömen.
Zusätzlich zu der Platte 74 erstrecken sich Platten 76,
78 und 80 ebenfalls über den Ofen 12 und begrenzen zwischen
sich Verteiler. Die Platte 80 ruht auf der Bodenwand 82
des Ofens 12. Die Platten 78 und 80 begrenzen zwischen sich
einen Reaktionsproduktverteiler 84. Die Platten 76 und
78 begrenzen zwischen sich einen Prozeßbrennstoffeinlaß
verteiler 86. Die Platten 74 und 76 begrenzen zwischen
sich einen Ofengasauslaßverteiler 88. Die Stopfen 46 und
die Mittelrohre 24 stoßen an die Bodenplatte 80 an. Die
äußeren Wände 22 der Reaktoren 20 stoßen an die Platte 78 an.
Die zylindrischen Wände 62 stoßen an die
Platte 74 an.
Im Betrieb tritt ein Gemisch aus Dampf und reformierbarem
Kohlenwasserstoffbrennstoff und aus dem Verteiler 86 in den
Einlaß 32 der Reaktionskammer 26 über Löcher 100 in
der äußeren Wand 22 ein. Der Verteiler 86 wird über eine Leitung
102 versorgt. Sofort beginnt die Erhitzung des Gemisches
durch die im Gegenstrom zu ihm durch den Ofengaskanal 64 strömenden
Ofengase, und das Gemisch beginnt, in Gegenwart des Reaktionskataly
sators 28 zu reagieren. Wenn sich Brennstoff,
Dampf und Reaktionsprodukte innerhalb der Reaktionskammer
26 aufwärts bewegen, reagieren sie weiterhin und nehmen
zusätzliche Wärme auf. Die heißen Reaktionsprodukte tre
ten in den Einlaß 49 der Regenerationskammer 48 ein. Wenn
die Reaktionsprodukte sich über die Länge der ringförmigen
Regenerationskammer 48 hinwegbewegen, wird Wärme von ihnen
in die Reaktionskammer 26 zurückgeleitet. Sie treten
daraufhin in den Reaktionsproduktverteiler 84 über
Löcher 104 in dem Mittelrohr 24 ein und werden über eine
Leitung 106 zur weiteren Verarbeitung, zur Lagerung oder
zum Verbrauch aus dem Reaktor 20 abgeführt.
Brennstoff für den Ofen 12 tritt in den Verteiler 16 über
eine Leitung 108 ein und gelangt daraufhin über die Düsen
14 in den Brennraum 60. Luft tritt in den Verteiler 18
über eine Leitung 110 ein und gelangt über ringförmige
Durchlässe 112, die jede Düse 14 umgeben, in den Brennraum
60. Das Verbrennen des Brennstoffes und der Luft erfolgt
innerhalb des Brennraums 60. Die heißen Ofengase aus dem Brenn
raum 60 bewegen sich durch die Ofengaskanäle 64 in den Verteiler 88
und werden über eine Leitung 113 abgelassen.
Gemäß Fig. 3 besteht die Einrichtung 33 zur Verhinderung
der Fludisierung des Katalysatorbettes aus einer ringförmigen Platte 90 und einem Rückhalter
92. Die ringförmige Platte 90 ruht einfach mit ihrem
Eigengewicht oben auf dem Katalysatorbett und ist mit der
oberen Schicht des Reaktionskatalysators 28 in Berührung.
Die Platte 90 ist perforiert, damit die Reaktionsprodukte durch
sie hindurchgehen können. Ihre Gewichts- und Druckabfall
kenndaten sind so gewählt, daß sie nicht von dem Kataly
satorbett abgehoben wird, sondern ständig mit dessen oberer
Schicht während des Betriebes
auch dann in Berührung bleibt, wenn das Bett expandiert
und kontraktiert. Dadurch wird die obere Schicht der Pellets des
Reaktionskatalysators 28 am Fluidisieren gehindert,
wodurch wiederum verhindert wird, daß das Katalysator
bett fluidisiert wird, solange dem Katalysatorbett nicht
gestattet wird, sich um mehr als einige Prozent seines
Volumens (oder seiner axialen Länge, die zu dem Volumen
direkt proportional ist) auszudehnen. Wenn dem Katalysatorbett ge
stattet wird, sich zu stark auszudehnen, werden die Pellets
unterhalb der oberen Schicht fluidisiert,
und diese Fluidisierung überträgt sich auf das Katalysatorbett,
bis das gesamte Katalysatorbett fluidisiert ist.
Der Rückhalter 92 ist vorgesehen, um die Expansion des
Katalysatorbettes durch Stoppen der Aufwärtsbewegung der
Platte 90 zu begrenzen. In der gezeigten Ausführungsform hat
der Rückhalter 92 eine ringförmige Platte 91, die an ihrem
inneren Umfang 94 an die Außenfläche des Mittelrohrs 24
angeschweißt ist. Die Platte 91 ist ebenfalls perforiert, denn sie hat Durchgangslöcher
93. Ein zylindrischer Flansch 96 ist in einem
Stück mit der Platte 91 gebildet und erstreckt sich von
dieser an ihrem äußeren Rand 98 vertikal abwärts. Die
Platte 91 könnte auch an die äußere zylindrische Wand
22 statt an das Mittelrohr 24 angeschweißt worden sein.
Die axiale Wärmeausdehnung des Mittelrohrs 24 ist jedoch
geringer als die der äußeren Wand 22, so daß die Befe
stigung der Platte 91 an dem Mittelrohr 24 vorzuziehen ist.
Der in der Beschreibung und in den Ansprüchen verwendete
Ausdruck "Gewicht" der perforierten Platte 90 beinhaltet
das Gewicht von all dem, was auf der Platte 90 oder auf einem
Teil der Platte ruhen oder an der Platte oder an einem
Teil der Platte befestigt sein kann, sich aber gemeinsam mit der
Platte bewegt. Beispielsweise kann ein nicht dargestellter
Ring an der oberen Fläche der Platte 90 befestigt sein, um
zusätzliches Gewicht zu erzeugen. Die Aufwärtsbewegung
der Platte 90 wird gestoppt, wenn der Ring den
Rückhalter 92 berührt.
Selbst ohne Fluidisierung wird das Katalysatorbett sich während
des Betriebes des Reaktors 20 aufgrund von Schwingungen
sowie von thermischer Expansion und Kontraktion
der äußeren Wand 22 relativ zu dem Mittelrohr 24 absetzen.
Das Absetzen des Katalysatorbettes während des
Betriebes sollte deshalb so weit wie möglich minimiert werden.
Das wird durch Vorabsetzen, d. h. Verdichten des Katalysatorbettes
erreicht, beispielsweise durch eine mechanische Rüttelvor
richtung, wenn die Reaktionskammer 26 während des Zusammen
baus der Anlage 10 gefüllt wird.
Durch Vorabsetzen des Katalysatorbettes, durch Hinzufügen
von Katalysatorteilchen, um den durch die vorabgesetzten
Teilchen gelassenen Hohlraum zu füllen, durch erneutes
Vorabsetzen des Bettes, usw. kann die Reaktionskammer 26 bis
zu dem gewünschten Ausmaß gefüllt werden und das Absetzen
während des Betriebes (vorausgesetzt, daß die Fluidisierung
verhindert wird) wird dadurch minimiert. Nachdem die Reak
tionskammer 26 bis zu der gewünschten Höhe mit vorabgesetzten
Katalysatorteilchen gefüllt worden ist, wird die perforierte
Platte 90 auf das Katalysatorbett aufgebracht, und der Rückhalter 92
wird in seiner richtigen Lage verschweißt. Vorzugsweise ist
der Rückhalter 92 so angeordnet, daß der Flansch 96 mit der
Platte 90 in Berührung oder ihr so nahe wie möglich ist,
denn die Expansion des Katalysatorbettes ist die
Summe des Abstandes zwischen der Platte 90 und dem Flansch
96 plus dem Ausmaß der Kontraktion des Bettes aufgrund des
unvermeidlichen zusätzlichen Absetzens während des Betrie
bes des Reaktors 20.
In einem Test wurde ein Reaktor, der in allen wichtigen
Punkten wie der Reaktor 20 aufgebaut war, der in den Fig. 1 bis
3 gezeigt ist, 732 Stunden lang betrieben, ohne daß sich irgend
ein Anzeichen für eine Fluidisierung des Katalysatorbettes
ergab. In der getesteten Anlage hatte die ringförmige Reak
tionskammer 26 einen Außendurchmesser von 222 mm, einen Innen
durchmesser von 168 mm und ein vorabgesetztes Katalysator
bett mit einer Länge von 1600 mm vor dem Betrieb des Reaktors.
Der Reaktionskatalysator 28 hatte die Form von zylindrischen Pellets.
Die Platte 90 bestand aus einer hitzebeständigen Nickel-Chrom-Eisen-Legierung,
hatte eine Dicke von
3,2 mm und einen Innen- und einen Außendurchmesser von
168 mm bzw. 217 mm. Sie war auf ihrer gesamten Fläche mit
Durchgangslöchern mit einem Durchmesser von 3,2 mm in einem
solchen Ausmaß versehen, daß die Platte zu 40% porös war.
Die ringförmige Platte 91 des Rückhalters 92 hatte einen
Außendurchmesser von 217 mm und war zu 40% porös. Der
Flansch 96 war 9,7 mm lang und war vor dem Betrieb des Reak
tors im wesentlichen mit der Platte 90 in Berührung. Nach
732 Betriebsstunden und 34 Abschaltzyklen (bei welchen die
Anlage auf Umgebungstemperatur abgekühlt wurde) betrug
das Absetzen des Katalysatorbettes nur etwa 2% der Bettlänge. Es ist
zu erwarten, daß kein weiteres Absetzen bei einem weiteren
Betrieb auftritt. Die maximale Expansion des Katalysatorbettes betrug
daher etwa 2% der Bettlänge, und es trat keine Fluidi
sierung auf. Die Zunahme des Bettdruckabfalles wurde auf
weniger als 4% begrenzt. Es ist anzunehmen, daß, wenn
das Katalysatorbett vorabgesetzt wird, das Abhalten der
Platte 90 von einer Aufwärtsbewegung im wesentlichen über
ihre Anfangslage hinaus immer die Fluidisierung verhindern
wird, da ein weiteres Absetzen des Katalysatorbettes während des Be
triebes immer innerhalb zulässiger Grenzen liegen wird.
Es ist nicht bekannt, genau wieviel Expansion zugelassen
werden kann, ohne daß eine Fluidisierung auftritt. Aus dem
vorstehenden Beispiel geht hervor, daß 2% Expansion zu
lässig sind. Es können vielleicht bis zu 5% Expansion zu
lässig sein. Wenn vor dem Betrieb des Reaktors 20 der Rück
halter 92 in einiger Entfernung von der Platte 90 angeord
net wird (statt so nahe wie möglich an der Platte 90 ange
ordnet zu sein), wird das Ausmaß der Expansion während
des Betriebes um so viel größer sein. Es bringt keinen be
sonderen Vorteil, die Expansion auf einem absoluten Minimum
zu halten, solange die Expansion gestoppt wird, bevor eine
Fluidisierung einsetzt.
Der Reaktor 20, der in Verbindung mit der
Einrichtung 33 zur Verhinderung der Fluidi
sierung beschrieben worden ist, dient nur als Beispiel, denn
diese Einrichtung wäre ebenso nützlich bei der
Verhinderung der Fluidisierung eines zylindrischen Kataly
satorbettes.
Claims (4)
1. Reaktor für katalytische Reaktionen, mit einer sich
vertikal erstreckenden, ein Katalysatorbett aufnehmenden
Reaktionskammer, wobei das untere Ende der Reaktionskam
mer einen Einlaß und das obere Ende einen Auslaß auf
weist, mit einer über dem Katalysatorbett angeordneten
perforierten Platte und mit einem Rückhalter oberhalb der
perforierten Platte, dadurch gekennzeich
net, daß die perforierte Platte (90) mit ihrem Gewicht
auf dem Katalysatorbett ruht und bei Expansion und Kon
traktion des Katalysatorbetts in ständigem Kontakt mit die
sem bleibt und daß der Rückhalter (92) in einer nicht mehr
als einige Prozent der Katalysatorbetthöhe betragenden Ent
fernung über der perforierten Platte (90) angeordnet ist,
um die Aufwärtsbewegung der Platte zu stoppen, bevor die
Fluidisierung des Katalysatorbetts einsetzt.
2. Reaktor nach Anspruch 1, dessen Reaktionskammer eine
ringförmige Kammer (26) ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
perforierte Platte (90) eine erste ringförmige Platte ist.
3. Reaktor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rückhalter (92) an einem die innere Wand der Reaktionskammer
(26) bildenden Mittelrohr (24) starr befestigt ist.
4. Reaktor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rückhalter (92) eine zweite perforierte ringförmi
ge Platte (91) ist, die einen zylindrischen Flansch (96) auf
weist, der sich zum Stoppen der Aufwärtsbewegung der ersten
ringförmigen Platte (90) vertikal zu dieser erstreckt.
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