DE2740971C2 - Gestell der Vertikalbauweise - Google Patents
Gestell der VertikalbauweiseInfo
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- H05K7/00—Constructional details common to different types of electric apparatus
- H05K7/18—Construction of rack or frame
- H05K7/186—Construction of rack or frame for supporting telecommunication equipment
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gestell der Verlikalbauweise
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Gestellaufbauten der Vertikalbauweise bestehen aus aneinander gereihten Schmalfcstellen. in denen
Aufnahmen für Geräteeinsälze im Rahmen eines
Lochrasters beliebig übereinander an den Gestellholmen befestigbar s;nd. Es ergeben sich viele Möglichkeiten
des Bestückens mit unterschiedlich hohen Geräteeinsätzen beim Aufbau von Systemen und Anlagen. Bei
den Geräteeinsälzen handelt es sich vorwiegend um kastenförmige, steckbare Vertikalgehäuse mit Führungsschienen
an den Seitenwänden zur Aufnahme von liegend einzusetzenden Einschüben. An der Rückwand
eines Geräteeinsatzes sind innen die Steckverbinder für die Anschlüsse der Einschöbe und die interne Verdrahtung
des Einsatzes angeordet, wobei letztere in Form von freien Drähten. Kabeln usw. oder von einer die
Rückwand bildenden Leiterplatte oder Mehrlagenschaltung ausgeführt sein kann. Für den Anschluß an die
Gestell- und Außenkabel sind entweder auf >! Außenseite der als Leiterplatte ausgeführten Einsatrückwand wiederum Steckverbinder vorgesehen oder
ein Teil der Rückwand ist abgesetzt und als Anschlußfeld ausgestaltet, das mit dem in der Einsatzaufnahme
des Gestells untergebrachten Gegenkontakten korrespondiert (elektronik-zeitung, 6. August 1976, Seite 8).
Diese Bauweise ist in erster Linie für Nachrichtengeräte konzipiert, die überwiegend aus einer Anzahl von
Vierpolen zusammengesetzt sind. Diese haben nur relativ wenige Anschlußpunkte zu Außeneinrichtungen.
Aber bereits bei der PCM'Technik, die digitale Methoden zur Übertragung von Nachrichten benutzt,
entsteht das Problem, in bezug auf das Gerätevolumen für relativ viele Adern Anschlüsse Vorzusehen- Dabei ist
die übliche Art der doppelten Steckverbindung Eihschub/Eihsälz Und Einsatz/Gestell allein schon vom
Aufwand her nachteilig.
Noch ungünstiger ist das Verhältnis Vom Gefätevolu*
men zu den Anschlußpunkten bei der Fernwirktechnik, soweit sie sich ebenfalls der Vertikalbauweise bedient,
so daß auch hier schon aus wirtschaftlichen Gründen die doppelten Steckverbinderübergänge nicht mehr vertretbar
sind. Aus den gleichen Gründen ist es ferner wünschenswert, statt der bisher in der Vertikalbauweise
üblichen kleinen Leiterplatten für die Einschöbe die in der 19-Zoil-Bauweise gängigen, wesentlich größeren
Leiterplatten zu übernehmen.
ίο Bei anderen Bauweisen, z. B. für Elektronik oder
Vermittlungstechnik, ist es üblich, die Einschöbe (Leiterplatten) stehend in horizontal orientierten
Baugruppenträgern anzuordnen. Die Gestelle zur Aufnahme der Baugruppenträger sind bei diesen
Bauweisen wesentlich breiter als bei der Vertikalbauweise.
Beschränkungen für die Einschöbe ergeben sich daher nur für ihre Anzahl pro Baugruppenträger, nicht
jedoch für ihre Größe, da die Baugruppenträger beliebig hoch und tief ausgeführt werden können.
Allerdings wurde die mögliche Vielfalt durch Standardisierung auf einige zweckmäßige Größen beschränkt Ein
Beispiel ist die in der Vermittlungstechnik bevorzugte 19-Zoll-Bauweise, bei der sich dieses Maß auf die Breite
des Baugruppenträgers bezieht Von diesen Bauweisen ist es auch bekannt, die Vorderkanten der Baugruppen
mit Steckverbindern zum Anschluß von Kabeln zu versehen. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise
über die Frontstecker externe Kabel und über die rückwärtigen Stecker die interne Verdrahtung anschlie-Ben,
womit eine räumliche Trennung als Mittel gegen Störbeeinflussung gegeben ist (Siemens-Zeitschr. 48
(1974),Heft9.Seite668...673).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vertikalbauweise unter Beibehaltung der Gestellaufbauten
so abzuwandeln, daß die erwähnten doppelten Steckkontaktübergänge auf einfache, also direkte
Steckanschlüsse Einschub/Gestell reduziert werden, wobei die Einschöbe bei Wartungsarbeiten ungehindert
zugänglich und auswechselbar sein 'ollen. Die Aufgabe
■to wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1
angegebenen Merkmale gelöst. Voiteilhafte Weiterbildungen
sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Durch die erfindungsgemäße Ausführung können in vorteilhafter Weise die Leiterplatten der Einschöbe der
19-Zoll-Bauweise unverändert in die Vertikalbauweise übernommen werden. Ihre vertikale Anordnung nebeneinander
bringt den Vorteil, daß die jetzt vorn am Einschub in gleicher Höhe angebrachten Steckverbinder
gleiche Kabellängen auf der Frontseite bedingen, so daß das jeweils über dem Einsatz angebrachte
Schubfach nicht nur als Halterung der Kabel und Kabelstecker bei Wartungsarbeiten an den Einschüben,
sondern auch als Montagelehre beim Zuschneiden der Kabel und Anbringen der Stecker dienen kann. Eine
wesentliche Kostenersparnis wird durch den Wegfall der Anschlußübergänge Einsatz/Gestell erzielt, die aus
dem Wegfall sowohl der Steckverbinder als auch vor allem der lohnintensiven Anschlußarbeiten resultiert.
Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben, das in den zugehörigen Zeichnungen
dargestellt ist Es zeigt
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einem Gestell der Vertikälbauweise, das für die Bestückung mit einem
Einsatz wie ihn Fig.2 zeigt, vorbereitet ist, in Vorderansicht;
F i g; 2 einen Einsatz mit einer Anzahl über frontseitige
Stecker angeschlossenen Einschüben, der in das Gestell nach F i g. 1 eirisetzbaf ist;
F i g. 3 das Gestell nach F i g. 1 mit dem Einsatz nach F i g. 2 bestückt, in Seitenansicht und teilweise geschnitten;
Fig.4 einen Ausschnitt aus Fig.3 mit gezogenen
Kabelsteckern und ausgezogenem Schubfach zur Halterung der Stecker und Kabel, in vergrößerter
Seitenansicht
In Fig. 1 ist ein Teil eines Gestells G der Vertikalbauweise in Vorderansicht dargestellt, das mit
einer Aufnahme 4 zur Halterung eines Einsatzes 5, den Fig.2 zeigt, versehen ist. Das Gestell besteht im
wesentlichen aus zwei Profilholmen, die u. a. durch die AufnahKie A sowie durch Schubfächer 9 verbunden sind.
Der Einsatz nach Fig.2 enthält in drei Etagen übereinander Geräte, von denen die beiden unteren von
je fünf nebeneinander eingesteckten Einschüben 2 gebildet werden. Diese Einscliübe sind in dem Einsatz 1
gehaltert, indem einfache Quertraversen oben und unten als Führung für die senkrecht einzusteckenden,
kartenförmigen und mit Frontplatten versehenen Einschöbe 2 vorgesehen sind. An der Rückseite tragen
die Einschöbe durch Abdeckungen 3 geschützte Steckerleisten, die in die Buchsenleisten 4 des Finsatzes
1 eingreifen. Diese Steckverbinder dienen ausschließlich der internen Verdrahtung des Einsatzes 1, die z. B. von
einer Leiterplatte gebildet wird.
Die Anschlüsse für die als Kabel 5 ankommenden Außenleitungen jeweils an der Vorderseite der Einschöbe,
die zu diesem Zweck etwa in der Mitte ihrer Frontplatten mit Buchsenleisten 6 und Haltevorrichtun- sa
gen 7 ausgerüstet sind, in die die Stecker 8 der Kabel 5 einsteckbar sind. Jeweils zwischen zwei übereinander im
Einsatz 1 angeordneten Gruppen von Einschüben 2 sind die fünf Kabel 5 für die darunter befindlichen Einschöbe
2 von der Rückseite des Gestells G nach vorn durchgeführt.
In dem Raum zwischen zwei Einschub-Gruppen ragt ein Schubfach 9 hindurch, das im Gestell G befestigt ist
und das bei gelösten Kabelsteckern 8 nach vorn ausziehbar ist, v/ie aus Fig.4 hervorgeht. Das 4n
Schubfach be:'eht im wesentlichen aus einem Rahmen, der z.B. seitlich durch Gleitzapfen 10 in Schlitzen 11
geführt ist, wodurch zugleich auch auf einfache Weise die Auszuglänge festgelegt werden kann. Da das
Schubfach 9 nur etwa die halbe Höhe des Freiraumes einnimmt, ist die andere Hälfte durch eine Deckplatte 12
verschlossen (F i g. 2). Für die Kabel 5 sind entsprechende Durchlässe vorgesehen, die je zur Hälfte aus der
Deckplatte Ί2 und aus der Frontplatte des Schubfaches 9 freigeschnitten sind. Das Vorderteil des Schubfaches
ist außerdem so gestaltet, daß bei ausgezogenem Schubfach die Kabelstecker 8 hängend darin gehaltert
sind. Dadurch sind die Kabel geordnet und beim Ziehen der Einschöbe 2 nicht hinderlich. Bei der Montage der
normalerweise bereits mit Steckern 8 versehenen Kabel 5 in das Gestell G, werden diese in das ausgezogene
Schubfach 9 und das Gestell eingelegt und an letzterem z. B. durch Anbinden befestigt. Das Schubfach erfüllt
demnach zwei Funktionen: einmal als Montagelehre beim Einlegen der Kabel und zum zweiten als Halterung
für die Kabel bei Wartungsarbeiten.
Die Länge des Auszuges des Schubfaches 9 entspricht etwa dem Abstand der Buchsenleiste 6 von der
Oberkante eines Einschubs 2. Zweckmäßig sind die Buchsenleisten aller Einschöbe eines Einsatzes 1 auf
gleicher Höhe angebracht, was sich hei den stehend angeordneten Einschüben leicht realLviaren läßt. Diese
stehende Anordnung hat außerdem den Vorzug, daß die Höhe der Einschöbe nicht — wie bei der üblichen
liegenden Anordnung — begrenzt ist, so daß sich nun ohne weiteres Leiterplatten aus der 19-Zoll-Bauweise
zur Bildung der Einschöbe der Vertikalbauweise übernehmen lassen.
| Bezugszeichenliste | Aufnahme |
| A | Gestell |
| G | Einsatz |
| 1 | Einschub |
| 2 | Abdeckung |
| 3 | Buchsenleiste |
| 4 | Kabel |
| 5 | Buchsenleiste |
| 6 | Haltevorrichtung |
| 7 | Stecker |
| 8 | Schubfach |
| 9 | Gleitzapfen |
| 10 | Schlitz |
| 11 | Deckplatte |
| 12 |
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Gestell der Vertikalbauweise mit übereinander in Aufnahmen gehalterten Geräteeinsätzen, die mit
steckbaren, vorwiegend mit Leiterplatten versehenen Einschüben bestückt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einschöbe (2) nebeneinander stehend im Geräteeinsatz (1) angeordnet und
frontseitig mit Steckverbindern (6) versehen sind und daß jeweils über einer Einschubgruppe ein
Schubfach (9) vorgesehen ist, durch das die Außenkabel (5) von der Rückseite des Gestells (G)
nach vom auf die frontseitigen Steckverbinder (6) der unterhalb dieses Schubfaches stehenden Einschöbe
(2) geführt sind und mittels dessen die Kabel (5) mit ihren Steckern (8) bei Wartungsarbeiten in
gestrecktem Zustand gehaltert werden können.
2. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckverbinder (6) der Einschöbe (2)
eines Gera «einsatzes (1) alle in gleicher Höhe angeordnet sind.
3. Gestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schubfach (9) rahmenartig aufgebaut ist.
4. Gestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schubfach (5) mittels Zapfen (10) in
Schlitzen (11) des Gestells geführt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772740971 DE2740971C2 (de) | 1977-09-12 | 1977-09-12 | Gestell der Vertikalbauweise |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19772740971 DE2740971C2 (de) | 1977-09-12 | 1977-09-12 | Gestell der Vertikalbauweise |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2740971A1 DE2740971A1 (de) | 1979-03-22 |
| DE2740971C2 true DE2740971C2 (de) | 1982-11-11 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772740971 Expired DE2740971C2 (de) | 1977-09-12 | 1977-09-12 | Gestell der Vertikalbauweise |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2740971C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3633209A1 (de) * | 1986-09-30 | 1988-03-31 | Siemens Ag | Aufnahmevorrichtung fuer geraeteeinheiten der elektrischen nachrichtentechnik |
| DE3904935A1 (de) * | 1989-02-17 | 1990-08-23 | Nixdorf Computer Ag | Geraetewand fuer elektrische und/oder elektronische geraete |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4442476A (en) * | 1981-08-17 | 1984-04-10 | Westinghouse Electric Corp. | Versatile printed circuit board termination rack |
| EP0079805B1 (de) * | 1981-11-18 | 1986-03-19 | Fujitsu Limited | Gehäuse für Fernmeldeeinrichtung |
| DE3465864D1 (en) * | 1983-06-28 | 1987-10-08 | Contraves Ag | Construction system for a vertical rack |
-
1977
- 1977-09-12 DE DE19772740971 patent/DE2740971C2/de not_active Expired
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| DE3633209A1 (de) * | 1986-09-30 | 1988-03-31 | Siemens Ag | Aufnahmevorrichtung fuer geraeteeinheiten der elektrischen nachrichtentechnik |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2740971A1 (de) | 1979-03-22 |
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