DE271983C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8/. GRUPPE
ERNST JÜRGENS in SCHENEFELD, Bez. Kiel.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Januar 1913 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung für den Inhalt von Stoffballen — sogenannten Kupons —, die aus einem in Rollenform spiralig aufgewickelten Maßstreifen besteht, der den verkauften Längen entsprechend zu kürzen ist. Derartige, die Inventur in Manufakturwarengeschäften erleichternde Anzeigevorrichtungen sind bereits bekannt; sie besitzen aber keinen praktischen Wert, weil
ίο sie bei Zug an dem freien Ende des Maßstreifens in Unordnung geraten können, und weil sie nicht in einfacher, wohlfeiler Ausführung an den Stoffballen bequem angebracht werden können, sondern zu ihrer Anwendung besondere Anforderungen an die Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit stellen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die geschilderten Nachteile derartiger Anzeigevorrichtungen dadurch beseitigt, daß die Maßstreifenrolle von einem an dem Etikett des Stoffballens anzubringenden biegsamen Streifen aus Pappe o. dgl. umspannt wird, der mit seitlichen Armen in den mittleren Hohlraum der Maßstreifenrolle gesteckt wird und so die Drehachse für die letztere bildet, dessen freies Ende aber als Führungsbahn für den abzuwickelnden Maßstreifen so weit vorragt, daß durch Zug daran die Umspannung der Maßstreifenrolle, die diese gegen selbsttätiges Aufwickeln sichert, aufrechterhalten werden kann. Bei Zug an dem freien Ende des Maßstreifens kann demzufolge die Maß st reifenrolle nicht in Unordnung geraten. Das als Führungsbahn für den abzuwickelnden Maßstreifen dienende freie Ende des die Maßstreifenrolle umspannenden Streifens bildet gleichzeitig eine erwünschte Unterlage bei der Kürzung des Maßstreifens um die jeweilig verkaufte Länge des Stoffballens.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht worden, und zwar zeigt
Fig. ι die an einem Etikett befestigte Maßstreifenrolle in Vorderansicht,
Fig. 2 in Seitenansicht;
Fig. 3 veranschaulicht den die Maßstreifenrolle nachstellbar umspannenden, mit seitlichen Armen die Drehachse für die Abwicklung der Maßstreifenrolle bildenden und die Befestigung an dem Etikett vermittelnden Streifen;
Fig. 4 zeigt die Anwendung der Erfindung in Verbindung mit Aufschlagebrettern oder Patentpappen.
Ein den Inhalt des Kupons, etwa 10 m, in Zentimetern anzeigender Maßstreifen aus Papier wird in bekannter Weise spiralig aufgewickelt, so daß am freien Ende die den vollen Inhalt des Kupons entsprechende höchste Zahl zu Tage tritt. Die Maßstreifenrolle, die bei Herstellung des Maßstreifens aus dünnem Papier kaum nennenswerten Raum einnimmt, soll an dem zu Tage tretenden Ende jeweilig um solche Abschnitte gekürzt werden, als dem verkauften und von dem Kupon abgeschnittenen Stoff entspricht, so daß die Endzahl des Maßstreifens den Inhalt des Kupons ständig angibt. Zur Erleichterung der Übersicht können die vollen, ganzen, halben oder viertel
Metern entsprechenden Zahlen durch hervorstechenden Druck oder andere Farbe kenntlich gemacht werden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Maßstreifenrolle α in einen .Streifen δ aus Pappe oder dergleichen Material eingewickelt, so daß sie durch die Umspannung dieses Streifens gegen selbsttätiges Aufwickeln gesichert ist. An dem Streifen b sind zwei seitliche Arme c
ίο angebracht, die gegeneinander umgebogen in die Mitte der Maßstreifenrolle gesteckt werden und so die Drehachse für die Abwicklung der Rolle bilden, wie aus Fig. 2 hervorgeht. Die Maßstreifenrolle α mit dem sie umschließenden, durch die seitlichen Arme c die Drehachse bildenden Streifen b wird an dem mit den Kupons zu verbindenden Etikett d angebracht. Die Anbringung geschieht in dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung, indem auf der Rückseite der Etikette d ein Spalt e vorgesehen wird, durch den das freie Ende des Streifens b hindurchzustecken ist.
Mit dem Abnehmen des Kupons schreitet die Verkürzung des Maßstreifens vor sich, da von diesem die jeweilig verkauften Mengen abzuschneiden sind. Die mit der Verkürzung des Maßstreifens eintretende Lockerung in der Wicklung wird durch Zug an dem Streifen b, der die Rolle α wieder spannt, aufgehoben. Der Streifen b ist vorteilhaft so weit zu kürzen, daß er stets von dem Etikett d verdeckt bleibt und so vor dem versehentlichen Abreißen geschützt ist.
In Fig. 4 ist die Art der Verwendung der Maßstreifenrolle in Verbindung mit Aufschlagebrettern oder Patentpappen angedeutet worden.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch :
    In Rollenform aufgewickelter, den verkauften Längen entsprechend zu kürzender Maßstreifen zum Anzeigen des Inhalts von Stoffballen, dadurch gekennzeichnet, daß die Maßstreifenrolle von einem an dem Etikett des Stoffballens anzubringenden biegsamen Streifen (b) aus Pappe o. dgl. umspannt wird, der mit seitlichen Armen (c) in den mittleren Hohlraum der Maßstreifenrolle (a) gesteckt wird und so die Drehachse für die letztere bildet, dessen freies Ende aber als Führungsbahn für den abzuwickelnden Maßstreifen so weit vorragt, daß durch Zug daran die Umspannung der Maßstreifenrolle (a), die diese gegen selbsttätiges Aufwickeln sichert, aufrechterhalten werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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