DE2701960C2 - Stufbares Handbremsventil - Google Patents
Stufbares HandbremsventilInfo
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Description
55
Die Erfindung betriff*, ein stufbares Handbremsventil
für mit einem Federspeicherbremszylinder ausgestattete Motorwagen mit Anhänger, mit einem ersten, einen
Einlaßsitz und einen Auslaßsitz sowie einen Wiegekolben und einen Betätigungsstößel aufweisenden Ventil
der stufbaren Handbremse und einem zugehörigen Anschluß für eine Steuerleitung zum Be- und Entlüften
des Federspeicherbremszylinders, sowie einem zweiten, ein eigenes Einlaßventil und ein Durchlaßventil
aufweisenden Ventil, welches zur Realisierung einer Prüfstellung, in der die Federspeicherbremse des
Motorwagens betätigt und die Anhängerbremse gelöst ist, die Sekundärräume der beiden Einlaßventile
voneinander trennt wobei sämtliche Ventile ein gemeinsames Betätigungsorgan aufweisen.
Ein derartiges stufbares Handbremsventil mit Prüfstellung ist aus der DE-OS 24 35 243 bekannt Dieses
Handbremsventil besitzt ein erstes, einen Einlaßsitz und einen Auslaßsitz sowie den üblichen Wiegckolben
aufweisendes stufbares Ventil zur Betätigung der Federspeicherbremse. In nebeneinander, also nicht in
koaxialer, Bauart ist ein zweites Ventil vorgesehen, welches ein eigenes Einlaßventil und ein Durchlaßventil
aufweist Beide Ventile werden über ein gemeinsames Betätigungsorgan, einen in einer horizontalen Ebene
drehbaren Handgriff, betätigt Mit diesem Handbremsventil werden zwar die für die Prüfstellung erforderlichen
Funktionen verwirklicht jedoch baut dieses Ventil durch die Nebeneinanderbauart sehr groß bzw. breit
Steht nur eine bestimmte Einbaubreite bzw. Einbauraum zur Verfügung, dann wird der Durchmesser des
Wiegekolbens des stufbaren Handbremsventils relativ klein, was einer guten Stufbarkeit abträglich ist
Gemäß der DE-OS 2613 663 ist vorgeschlagen worden, die beiden Ventile, die für die Realisierung der
Prüfstellcng erforderlich sind, so zusammenzubauen,
daß ein Ventilkörper Verwendung findet der mit drei verschiedenen Teilen zusammenarbeitet wobei an
diesem Ventilkörper ein einziges Einlaßventil, ein Auslaßventil und ein Durchlaßventil gebildet werden.
Zu dem Durchlaßventil gehört ein gehäusefest gelagertes Trennstück, welches gleichachsig zu dem Betätigungsstößel
angeordnet ist In der gleichen Achse ist dann noch ein drittes Ventil angeflanscht welches ein
Einlaß- und ein Auslaßventil besitzt und über dessen Einlaßventil die Federspeicherzylinder auf einem
zweiten Weg angesteuert werden können. Die Verwirklichung von drei Ventilen an einem einzigen Ventilkörper
setzt eine präzise Bearbeitung der Einzelteile voraus, da zwischen zwei der genannten drei Ventile
eine Abschlußstellung möglich sein muß und außerdem das Durchlaßventil auch noch dichten soll.
Aus der US-PS 37 90 229 ist generell die koaxiale Bauweise verschiedener Ventile für verschiedene
Funktionen am Beispiel des Bremsventils bekannt Dabei findet ein erstes Ventil Verwendung, welches in
üblicher Weise die Betriebsbremse betätigt Bei Ausfall der Betriebsbremse wird in Fortsetzung der eingeschlagenen
Bewegungsrichtung eine Notbremsung über Federspeicher ausgelöst
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Handbremsventil der eingangs beschriebenen Art so
weiterzubilden, daß die Möglichkeit eine Prüfstellung zu realisieren, beibehalten bleibt und trotzdem der
Wiegekolben des Handbremsventils — relativ zu den Gesamtabmessungen des Handbremsventils — für gute
Stufbarkeit möglichst groß ausgebildet sein soll.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht daß der Betätigungsstößel des ersten Ventils einen Anschlag
zum öffnen des Einlaßventils des zweiten Ventils aufweist und daß das Durchlaßventil koaxial zu den
beiden Einlaßventilen angeordnet und ebenfalls vom Betätigungsstößel des ersten Ventils betätigbar ist
Durch die beschriebene koaxiale Bauweise kann der Durchmesser des Wiegekolbens relativ groß gewählt
werden, so daß eine gute Stufbarkeit des Handbremsventils erzielt wird. Durch die Verwendung eines
gemeinsamen Betätigungsstößels für die beiden Ventile in Verbindung mit zwei getrennten Einlaßventilen ist
eine relativ große Betriebssicherheit gegeben. Dabei ist
27 Ol
es vorteilhaft, daß auf diese Weise sämtliche Möglichkeiten
einer Folgesteuerung realisiert werden können und trotzdem nur ein einziger gemeinsamer Betätigungsstößel
vorgesehen sein muß.
Das Einlaßventil des zweiten Ventils kann so s ausgebildet sein, daß es erst nach dem Schließen des
Durchlaßventils öffnet Der Hub, den der Betätigungsstößel bei geschlossenem Durchlaßventil und vor dem
Öffnen des zweiten Einlaßventils zurücklegt, ist konstruktiv wählbar. ι ο
Koaxial ;mm ersten und zweiten Ventil kann ein
zusätzliches drittes Ventil vorgesehen sein, welches einen Einlaßsitz und einen Auslaßsitz sowie einen
zugehörigen Anschkiß für eine weitere zum Federspeicherbremszylinder
führende Steuerleitung aufweist, Damit ist es möglich, ein besonders einfach aufgebautes
'Sperrventil, nämlich ein Zweiwegeventil, in der Bremsanlage anzuwenden bzw. das Handbremsventil in
solchen bekannten Bremsanlagen einzusetzen. Bei .dieser Ausführungsform des Handbremsv_ntils entsteht
in einer damit ausgerüsteten Bremsanlage der Vorteil, daß bei einem Defekt in gleich welcher der beiden
Steuerleitungen die Hilfs- und/oder Feststellbremse über die jeweils ander« Steuerleitung betätigt werden
kann. Der Notbetrieb des Zuges oder des Motorwagens kann damit aufrechterhalten bleiben. Das erste und das
dritte Ventil sind gleichsinnig betätigbar, während das zweite Ventil gegensinnig betätigbar angeordnet ist
Dies bedeutet, daß bei einer Betätigungsrichtung des Betätigungsstößels bei dem ersten und dritten Ventil die
Einlaßsitze geschlossen und die Auslaßsitze geöffnet werden, während damit bei dem zweiten Ventil der
Auslaß geschlossen und der Einlaßsitz geöffnet wird.
Mit besonderem Vorteil kann der dem ersten Ventil zugeordnete Ventilkörper einen Fortsatz zur Betätigung
des dritten Ventils tragen. Das erste und das dritte Ventil weisen je einen separaten Druckraum auf, der je
einen Vorratsanschluß besitzt Die Ventilkörper des ersten und des dritten Ventils können koaxial
unmittelbar hintereinander angeordnet sein und miteinander fluchtende Entlüftungsbohrungen tragen. Die
Entlüftungsbohrung des dritten Ventils kann für die Entlüftung des ersten Ventils ausgebildet sein.
Die Erfindung wird anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele in den Zeichnungen dargestellt und im
folgenden näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine Bremsanlage in einer, schematischen Darstellung, in der das Handbremsventil eingesetzt
wird,
F i g. 2 eine erste konstruktive Ausführungsform des Handbremsventils,
F i g. 3 eine zweite Ausführungsform des Handbremsventils,
Fig.4 eine dritte Ausführungsform des Hcndbremsventils
mit drei Funktionen in der Fahrstellung,
Fig.5 das Handbremsventil gemäß Fig.4 in der
Bremsstellung und
Fig.6 das Handbremsventil gemäß Fig.4 in der
Prüfstellung.
In F i g. 1 ist die Bremsanlage schematisch dargestellt,
innerhalb der als Kernstück das stufbare Handbremsventil 1 eingesetzt wird.
Von einem Kompressor 2 führt über die üblichen Einrichtungen einer Druckluftbeschaffungsanlage eine
Leitung 3 zu einem Vierkreis-Schutzventil 4. Von dort zweigen in bekannter Weise Leitungen 5,6,7 und 8 ab,
die jeweils zu Druckluftvorratsbehältern 9,10,11 und 12
führen.
Die Vorratsbehälter 9 und 10 siad der Betriebsbremse
des Motorwagens zugeordnet, die zweiki eisig ausgebildet
sein kann. Leitungen 13 und 14 führen zu einem Bremsventil 15. Von diesem führt -eine Leitung 16 zu
mindestens einer Achse und den entsprechenden Bremszylindern 17. Es zweigt eine Leitung 18 ab, die
ebenso wie eine weitere Leitung 19 des anderen Kreises zu dem Anhängersteuerventil 20 führt Das Anhängersteuerventil
20 wird über eine Leitung 21 und den Druckluftvorratsbehälter 12 mit Vorratsdruckluft versorgt
Vom Anhängersteuerventil 20 führen Leitungen 22 und 23 zu den Kupplungsköpfen 24 und 25 für
Bremse und Vorrat
Das stufbare Handbremsventil 1 weist in koaxialer Bauweise integriert mindestens ein erstes Ventil A und
ein zweites Ventil B auf. Es kann zusätzlich noch ein drittes Ventil C besitzen. Das erste Ventil A ist das
übliche, einen Einlaß- und einen Auslaßsitz aufweisende Ventil einer gestuft betätigbaren Handbremse zum
Ansprechen der Federspeicherbremszylinder des Motorwagens. Das zweite Ventil B ist ein Ventil zur
Realisierung einer Prüfstellung, in der die Federspeicherbremse des Motorwagens betätigt und die
Anhängerbremse gelöst ist Eine konstruktive Ausbildungsmöglichkeit bei dem das stufbare Handbremsventil
1 in der F i g. 1 nur aus dem ersten Ventil A und dem zweiten Ventil B besteht, ist in F i g. 2 dargestellt Die
Fig.3 bis 6 zeigen Ausführungsformen, bei denen zusätzlich jeweils das dritte Ventil C koaxial und im
stufbaren Handbremsventil 1 integriert angeordnet ist
Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß das erste Ventil A des stufbaren Handbremsventils 1 mit Vorratsluft über eine
Leitung 26 versorgt wird bzw. an den Druckluftvorratsbehälter 12 angeschlossen ist. In der Leitung 26 ist ein
die Rückströmung verhinderndes Ventil 27 angeordnet Über eine abzweigende Leitung 28 oder in sonstiger
Weise ist auch das zweite Ventil B an einen Druckluftvorrat angeschlossen. Diese beiden Anschlüsse
können über einen Kreis oder auch in mehrkreisiger Weise realisiert werden. Das dritte Ventil C wird über
eine Leitung 29 aus dem Druckluftvorratsbehälter 11 mit Druckluft versorgt Ausgangsseitig ist an dem ersten
Ventil A eine erste Steuerleitung 30 vorgesehen, während das dritte Ventil Ceine zweite Steuerleitung 31
besitzt Beide Steuerleitungen 30 und 31 führen zu einem Sperrventil 32, welches an dem Federspeicherbremszylinder
33 vorgesehen ist oder mit diesem in Verbindung steht Die erste Steuerleitung 30 besitzt eine Verbindungsleitung
34, die eingangsseitig zu dem zweiten Ventil B führt Ausgangsseitig ist das zweite Ventil B
über eine Leitung 35 mit dem Anhängersteuerventil 20 verbunden.
Das in F i g. 2 dargestellte stufbare Handbremsventil 1 besitzt nur das erste Ventil A und das zweite Ventil B.
Im Gehäuse 36 dieses stufbaren Handbremsventils 1 führt die Leitung 26 über einen entsprechenden
Anschluß zu einem Druckraum 37, in welchem ein Doppelventilkörper 38 über eine Feder 39 federnd
aufgehängt und über eine Dichtung 40 dichtend geführt ist Der Doppelventilkörper 38 besitzt eine Entlüftungsbohrung 41. In dem Gehäuse 36 ist ein Wiegekolben 42
gleitend und dichtend geführt und über eine Feder 43 abgestützt. Der Wiegekolben 42 besitzt einen eingezogenen
durchbrochenen Rand 44, der mit dem Doppelventilkörper 38 das Einlaßventil 38, 44 am ersten Ventil
A bildet. Das stufbare Handbremsventil 1 ist von einem Stößel 45 durchsetzt, dessen Teller 46 mit dem
Doppelventilkörper 38 das Auslaßventil 38, 46 des
ersten Ventils A bildet. Das Einlaßventil 38, 44 trennt
den Druckraum 37 von einem Wiegeraum 47, der seinerseits über einen entsprechenden Anschluß mit der
ersten Steuerleitung 30 in Verbindung steht, die direkt zu dem Federspeicherbremszylinder 33 führt.
Das zweite Ventil B besitzt einen Druckraum 48, der über die Leitung 28 mit Vorratsluft versorgt wird. Es ist
ein Ventilkörper 49 federnd aufgehängt, der mit einem Sitz 50 an einer Trennwand 57 ein Einlaßventil 49, 50
des zweiten Ventils B bildet. Zur Betätigung des Ventilkörpers 49 besitzt der Stößel 45 den Anschlag 51,
der ansonsten durchbrochen ausgebildet ist, so daß eine Kammer 52 Ober diese Durchbrechungen 53 und eine
Durchgangsbohrung 54 mit dem Wiegeraum 47 in Verbindung steht Die Durchgangsbohrung 54 ist von
einer Dichtung 55 umgeben, die mit einer Verdickung 56 auf dem Stöße! 45 zusammenarbeitet Die Dichtung 55
und die Verdickung 56 bilden ein absperrbares Durchlaßventil 55, 56. Es versteht sich, daß dieses
absperrbare Durchlaßventil 55, 56 auch in anderer Weise realisiert werden kann.
Die Funktion des stufbaren Handbremsventils gemäß F i g. 2 ist folgende:
Das Ventil ist in Fahrstellung gezeigt also bei gelöstem Federspeicherbremszylinder 33. Dabei steht
Vorratsluft über die Leitung 26 in dem Druckraum 37 des ersten Ventils A an, die über das geöffnete
Einlaßventil 38,44 bei geschlossenem Auslaßventil 38,
46 in dem Wiegeraum 47 und über die erste Steuerleitung 30 in dem Federspeicherbremszylinder 33
wirksam wird, so daß die Bremse gelöst ist Das absperrbare Durchlaßventil 55, 56 ist geöffnet so daß
auch das Anhängersteuerventil 20 über die Durchbrechungen 53, die Kammer 52 und die Leitung 35 so
angesteuert wird, daß die Anhängerbremse gelöst ist Das Einlaßventil 49, 50 des zweiten Ventils B ist
geschlossen. Ober die Leitung 28 steht Vorratsluft in dem Druckraum 48 an.
Bei einer Bremsung des Zuges wird dei Stößel 45 um
ein gewisses Maß nach oben bewegt so daß das Einlaßventil 38,44 schließt und das Auslaßventil 38,46
für eine entsprechende Entlüftung sorgt Es wird eine BremsabschluSsiellung erreicht in der beide Ventile 38,
44 und 38,46 geschlossen sind, über den Wiegekolben
47 hat die entsprechende kraftmäßige Auswiegung stattgefunden. Jede weitere abgestufte Betätigung des
Stößels 45 ist möglich. Dabei ist ersichtlich, daß das
absperrbare Durchlaßventil 55,56 immer noch geöffnet ist während das Einlaßventil 49,50 des zweiten Ventils
B immer noch geschlossen ist Dies bedeutet daß auch die Anhängerbremse entsprechend betätigt wird.
Soll nun die Prüfstellung erreicht werden, so wird der
Stößel 45 noch weiter nach oben bewegt bis das absperrbare Durchlaßventil 55, 56 schließt und damit
die Kammer 52 von dem Wiegeraum 47 trennt In der Folge wird die Bremse des Motorwagens angezogen,
indem der Federspeicherbremszylinder 33 fiber die Steuerleitung 30, den Wiegeraum 47 und das geöffnete
Auslaßventil 38,46 bei geschlossenem Einlaßventil 38,
44 über die Enüüftungsbohrung 41 entlüftet wird. Durch
den Anschlag Sl an dem Stößel 45 wird der Ventilkörper 49 von dem Sitz 50 an der Trennwand 57
abgehoben, so daß das Einlaßventil 49,50 öffnet und die
im Druckramn 48 anstehende Vorratsluft in die Kammer 52 und von dort über die Leitung 35 zum
Anhängesteuerventn 20 gelangen kann, so daS die
Anhängerbremse wieder gelöst wird.
stufbaren Handbremsventils 1 dargestellt, welches zunächst das erste Ventil A und das zweite Ventil ßwie
bei dem Ausführungsbeispiel der Fig.2 aufweist Zusätzlich ist hier jedoch das dritte Ventil C
s verwirklicht. Zu diesem Zweck ist der Doppelventilkörper 38 des ersten Ventils A verlängert Er besitzt einen
Fortsatz 58 ist im übrigen über eine Dichtung 59 nochmals dichtend im Gehäuse 36 geführt, so daß hier
ein Druckraum 60 geschaffen ist in welchem Vorratsluft
ίο über die Leitung 29 ansteht. Ein Ventilkörper 61 bildet
mit dem Fortsatz 58 ein Auslaßventil 58, 61 und mit einem Einlaßsitz 62 ein Einlaßventil 61, 62. Von einer
Kammer 63 führt dann die zweite Steuerleitung 31 zu dem Sperrventil 32 am oder im Federspeicherbremszylinder
33 (siehe Fig. 1). Es versteht sich, daß der Ventilkörper 61 über eine Feder 64 gehäuseseitig
abgestützt ist Der Ventilkörper 38 des ersten Ventils A besitzt Durchbrechungen 65, über die und die
durchgehende Entlüftungsbohrung 41 die Entlüftung bei geöffneten Auslaßventil 58,61 stattfindet
Eine ganz ähnliche Ausführungsform wie in F i g. 3 ist in F i g. 4 dargestellt wobei lediglich das dritte Ventil C
konstruktiv etwas anders ausgebildet ist Hier findet ein etwas größer gestalteter Ventilkörper 61 Verwendung,
der mit Hilfe der Dichtung 59 gehäuseseitig dichtend
geführt ist und über die Feder 64 abgestützt ist Dieser Ventilkörper 61 besitzt eine eigene Entlüftungsbohrung
41'. Ansonsten stimmen die Ausführungsbeispiele der Fig.3 und 4 überein, so daß sich auch eine
entsprechende Wirkungsweise ergibt die anhand des Ausführungsbeispieles der Fig.4 bis 6 beschrieben
werden soll, wobei Fig.4 die Fahrstellung, Fig.5 die
Bremsstellung und F i g. 6 die Prüfstellung darstellt Es kann zunächst auf die Wirkungsweise verwiesen
werden, wie sie anhand des Ausführungsbeispieles der
F i g. 2 beschrieben worden ist Die zusätzliche Verwendung des dritten Ventils C hat den Vorteil, daß zwei
Steuerleitungen, nämlich die erste Steuerleitung 30 und die zweite Steuerleitung 31 Anwendung Finden können,
die dann zu einem besonders einfach ausgebildeten Sperrventil 32 führen, um den Federspeicherbremszylinder
33 zu betätigen. Der wesentliche Vorteil besteht darin, daß bei einem Defekt an einer der beiden
Steuerleitungen 30 oder 31 der Federspeicherbremszy-
linder 33 über die jeweils andere Steuerleitung belüftet werden kann. Der Notbetrieb des Zuges oder des
Motorwagens kann somit aufrechterhalten werden. Dies ist nicht möglich, wenn nur eine Steuerleitung
vorhanden ist Bei deren Defekt wird die Federspeicherbremse und auch die Anhängerbremse angezogen. Es
versteht sich, daß das Ventil A und das Ventil Cgetrennt abgesichert sein müssen, also aus unterschiedlichen
Vorratsbehältern 11 und 12 mit Druckluft beschickt werden.
In der Fahrstellung gemäß Fig.4 ist die Federspeicherbremse
gelöst, indem Druckluft über die Leitung 26, den Druckraum 37, das geöffnete Einlaßventil
38,44, den Wiegeraum 47 and die erste Steuerleioing
30 an dem Sperrventil 32 ansteht Gleichzeitig ist auch
das Einlaßventil 61,62 des dritten Ventils Cgeöffnet, so
daß ebenfalls Vorratshift über die Leitung 29, den Druckraum 60, die Kammer 63 und die zweite
Steuerleitung 31 an dem Sperrventil 32 ansteht In der besonders einfachen Ausbildung des Sperrventils 32,
wie es in F ig.1 dargestellt ist wird der höhere Druck an
. den Federspeich Iuslinder 33 weitergegeben.
In einer Bremsstelhmg, wie sie in Fig.5 dargestellt
ist, schließt zunächst das Einlaßventil 61,62 des dritten
Ventils C, während über das erste Ventil A die stufbare
Betätigung stattfindet. Dies ist der Fall, wenn in keiner der beiden Steuerleitungen 30 oder 31 ein Defekt
aufgetreten ist Tritt ein Defekt auf, dann wird durch die entsprechende Entlüftung eine Bremsung ausgelöst. Der
Notbetrieb kann jedoch wieder aufrechterhalten werden, und zwar entweder mit stufbarer Betätigung, sofern
die Steuerleitung 31 defekt ist oder mit ungestufter Betätigung, wenn die Steuerleitung 30 defekt ist
Die Prüfstellung gemäß F i g. 6 wird auch hier dadurch erreicht, daß der Stößel 45 noch weiter nach
oben bewegt wird, so daß das Einlaßventil 38, 44 des ersten Ventils A und das Einlaßventil 61,62 des dritten
Ventils C geschlossen sind, während bei geschlossenem Durchlaßventil 55,56 das Einlaßventil 49,50 des zweiten
Ventils B geöffnet wird, so daß die Motorwagenbremse betätigt und die Anhängerbremse über das Anhängersteuerventil
20 gelöst ist.
Claims (6)
1. Stufbares Handbremsventil für mit einem Federspeicherbremszylinder ausgestattete Motor- s
wagen mit Anhänger, mit einem ersten, einen Einlaßsitz und einen Auslaßsitz sowie einen Wiegekolben
und einen BetätigungsstöQel aufweisenden Ventil der stufbaren Handbremse und einem
zugehörigen Anschluß für eine Steuerleitung zum Be- und Entlüften des Federspeicherbremszylinders,
sowie einem zweiten, ein eigenes Einlaßventil und ein Durchlaßventil aufweisenden Ventil, welches zur
Realisierung einer Prüfstellung, in der die Federspeicherbremse des Motorwagens betätigt und die '5
Anhängerbremse gelöst ist, die Sekundärräume der beiden Einlaßventile voneinander trennt, wobei
sämtliche Ventile ein gemeinsames Betätigungsorgan aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
daß der Betätigungsstößel (45) des ersten Ventils (A) einen Anschlag (Sl) zum öffnen des Einlaßventils
(49,50) des zweiten Ventils (BJ aufweist und daß das
Durchlaßventil (55, 56) koaxial zu den beiden Einlaßventilen (38, 44 und 49, 50) angeordnet und
ebenfalls vom Betätigungsstößel (45) des ersten Ventils CA;betätigbar ist
2. Handbremsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßventil (49, 50) des
zweiten Ventils (B) erst nach dem Schließen des Durchlaßventils (55,56) öffnet
3. Handbremsventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß koaxial zum ersten und
zweiten Ventil (A bzw. B) ein zusätzliches drittes Ventil (C) vorgesehen ist, welches einen Einlaßsitz
(62) und einen Auslaßsitz (Fortsatz 58) sowie einen zugehörigen Anschluß für eine weitere zum
Federspeicherbremszylinder (33) führende Steuerleitung (31) aufweist
4. Handbremsventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß der dem ersten Ventil (A)
zugeordnete Ventilkörper (38) einen Fortsatz (58) zur Betätigung des dritten Ventils (C) trägt
5. Handbremsventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß die Ventilkörper (38 und 61) des
ersten und des dritten Ventils (A bzw. C) koaxial unmittelbar hintereinander angeordnet sind und
miteinander fluchtende Entlüftungsbohrungen (41 und 41') tragen.
6. Handbremsventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß die Entlüftungsbohrung (4Γ)
des dritten Ventils (C) für die Entlüftung des ersten Ventils fAJ ausgebildet ist
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| DE2701960A DE2701960C2 (de) | 1977-01-19 | 1977-01-19 | Stufbares Handbremsventil |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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