DE267166C - - Google Patents
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- G02B21/0004—Microscopes specially adapted for specific applications
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- Optics & Photonics (AREA)
- Microscoopes, Condenser (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 267166 KLASSE 42 h. GRUPPE
OSKAR HEIMSTÄDT in WIEN.
gefertigt sind.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. April 1911 ab.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Vorrichtung dient dazu, zu mikroskopierende
Gegenstände selbstleuchtend zu machen, um ein Differenzieren der Objekte nach ihrer chemischen Zusammensetzung zu
ermöglichen.
Die Gegenstände werden mit vorzugsweise dem ultravioletten Teil des Spektrums angehörigen
Strahlen beleuchtet und dadurch zur
ίο Fluoreszenz gebracht, wobei das Selbstleuchten
des Präparates ohne Beimischung störenden Nebenlichtes durch Filtern der beleuchtenden
Strahlen und Anwendung der Dunkelfeldbeleuchtungsmethoden erreicht wird. Die Betrachtung
der fluoreszierenden Gegenstände erfolgt durch ein gewöhnliches Mikroskop.
Um das Selbstleuchtendmachen der zu mikroskopierenden Gegenstände durch Herbeiführung
der Fluoreszenz zu bewirken, bedient man sich zur Belichtung der Gegenstände einer Einrichtung, die aus einer sehr viele
ultraviolette Strahlen aussendenden Lichtquelle (Eisenlicht) und einem Filter besteht,
das die sichtbaren Strahlen des Spektrums ganz oder doch zum größten Teil absorbiert,
leitet den Strahlenrest, gewünschtenfalls durch eine Beleuchtungslinse konzentriert, in den
Beleuchtungsapparat des Mikroskops und konzentriert ihn auf das Objekt.
Von wesentlicher Bedeutung ist, daß alle optischen Teile des Beleuchtungsapparates aus
Quarz oder aus einem anderen Material bestehen, welches die ultravioletten Strahlen
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hindurchläßt. Auch die Objektträger, gegebenenfalls sogar das Deckglas, sollen aus einem
derartigen Material bestehen. Auch ist es nötig, daß die Immersionsflüssigkeit, welche
Objektträger und Kondensorfläche mehr oder minder optisch homogen verbindet, für ultraviolette
Strahlen durchlässig ist. Die übrigen optischen Teile des Mikroskops, welche zur
Beobachtung dienen, können ganz unverändert bleiben, d. h. Objektive und Okulare
können aus Glas sein.
Da bei der Erregung des Objektes durch ultraviolettes Licht dieses, wenn es in das
Objektiv des Mikroskops gelangen kann, die Glaslinsen desselben auch zum Fluoreszieren
bringen würde, so daß man das Objekt nur wie durch einen blauen Schleier sehen könnte,
so muß man der Erfindung gemäß zur Bestrahlung des Objektes eine der Dunkelfeldmethoden
(Ultramikroskopie) anwenden. Als Beispiel einer solchen Methode sei die Verwendung
eines dreiteiligen Kondensors aus Quarz mit einer Apertur von 1,3 bis 1,4
(Abbescher Kondensor), dessen mittlerer Teil durch eine Sternblende abgeblendet wird, angeführt.
Die Beobachtung des selbstleuchtend gemachten Objektes erfolgt mit einem Trockenobjektiv.
Es sind mehrfach Mikroskope bekannt geworden, bei welchen zur Bestrahlung des Objektes
ebenfalls ultraviolettes Licht verwendet wurde. Das waren aber Mikroskope, bei welchen auch der Beobachtungsteil mit Linsen
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versehen war, die ultraviolettes Licht durchließen, bei denen also die Abbildung ebenfalls
durch ultraviolettes Licht erfolgte. Bei andern, gleichfalls bekannten Einrichtungen,
bei welchen neben einem Beleuchtungsapparat mit Quarzlinsen Objektive und Okulare aus
Glaslinsen verwendet worden sind, fehlte entweder die Dunkelfeldbeleuchtung oder die
Filteranordnung, welche die Beleuchtungsbündel von den sichtbaren Strahlen befreite.
Demgemäß besteht die Erfindung in der gleichzeitigen Anwendung zweier an sich bekannter
Methoden, nämlich der Filteranordnung für ultraviolettes Licht und der Dunkelfeldbeleuchtung
bei Mikroskopen, welche einen Beleuchtungsapparat mit Quarzlinsen und einen Beobachtungsteil mit Glaslinsen aufweisen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Mikroskop, bei welchem der Beleuchtungsapparat aus Material besteht, das die ultravioletten Strahlen durchläßt, während Objektive und Okulare aus gewöhnlichem Glas gefertigt sind, gekennzeichnet durch ein Filter, durch das die Lichtstrahlen vor Eintritt in den Beleuchtungsapparat zwecks Abhaltung der Strahlen größerer Wellenlänge gefiltert werden, und durch eine Dunkelfeldbeleuchtung mit koachsialer Anordnung von Beleuchtungsund Beobachtungssystem.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE267166C true DE267166C (de) |
Family
ID=524246
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT267166D Active DE267166C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE267166C (de) |
-
0
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