DE2653785C3 - Verfahren zum Aufbereiten von Trocknungsluft - Google Patents
Verfahren zum Aufbereiten von TrocknungsluftInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbereiten der Trocknungsluft zum Trocknen von Gegenständen,
z. B. frisch gestrichenen Gegenständen, die in einen Ofen eingeführt und nach einer vorbestimmten Verweilzeit aus diesem wieder ausgeführt werden, wobei ein v>
Teil von mit Verunreinigungen aus den Gegenständen durch das Trocknen beladener Abluft dem Ofen
entnommen und in ihn zurückgeführt wird, ein anderer Teil der verunreinigten Abluft durch die Flammen eines
von außen mit Brennstoff gespeisten Brenners ther- >o misch oxydiert und anschließend auch in den Ofen
zurückgeleitet wird und wobei ein Teil der Abluft nach der thermischen Oxydation ihrer Verunreinigungen aus
dem Kreislauf abgeführt wird.
Beim Trocknen entwickeln frisch gestrichene Gegen- r>5
stände Verunreinigungen, welche mit Lösungsmitteln beladen sind, deren Kohlenstoffgehalt den durch die
gesetzlichen Vorschriften in zahlreichen Ländern zugelassenen Gehalt übersteigt. Auch sind diese
Verunreinigungen häufig übelriechend. wi
Es ist daher vorgeschlagen worden, einen wesentlichen Teil der Verunreinigungen durch thermische
Oxydation, nämlich Veraschung, auszuscheiden, welche durch die aus dem Ofen abgeführte Ventilationsluft
mitgenommen werden. i> >
Ferner ist es bekannt, die durch die Veraschung der Verunreinigungen erzeugte Wärmeenergie zur Lieferune der dem Ofen erforderlichen Wärmezufuhr
zurückzugewinnen.
Die bekannten Verfahren besitzen den Nachteil, daß die Regelung der Strömungsmengen und der Drücke in
den Luftströmungskreisen, um eine Konzentration der Verunreinigungen unterhalb der Scnwelle der explosiblen Konzentration aufrechtzuerhalten, und um eine
bestimmte Temperatur an den zu trocknenden Gegenständen bei beliebiger Füllung des Ofens aufrechtzuerhalten, d. h. bei beliebiger Zahl der zu trocknenden
Gegenstände, sehr verwickelt ist Außerdem wird eine große Menge warmer gereinigter Luft ins Freie
abgeführt, was bedeutende Wärmeverluste verursacht, welche die Betriebskosten der öfen erhöhen. Diese
Verluste sind um so größer, je geringer die Zahl der zu trocknenden Gegenstände ist, da die am Ausgang der
Veraschungsvorrichtung verfügbare Wärmeleistung und die Menge der gereinigten Luft konstant sind.
Bei einem aus der österreichischen Patentschrift 3 21 820 bekannten Verfahren wird die zur Trocknung
verwendete Luft nach ihrem Durchgang durch den Ofen aus diesem abgezogen und in zwei Teilströme unterteilt,
wovon der eine direkt wieder in den Ofen zurückgeführt wird. Der andere Teilstrom wird durch eine Verbrennungskammer geführt und nach der Verbrennung
seinerseits in zwei Teilströme aufgeteilt, von denen der eine nach Durchströmen eines Wärmeaustauschers ins
Freie gelangt und der andere mit dem direkten Umwälzstrom und einer Frischluftzuführung vereinigt
wird und auf diese Weise ebenfalls wieder in den Ofen zurückgeführt wird. Die Frischluft, die die Sauerstoffzufuhr für die in der Verbrennungskammer stattfindende
Verbrennung der Verunreinigungen darstellt, gelangt somit zusammen mit der direkt umgewälzten Luft und
der im Nebenstrom durch die Verbrennungskammer umgewälzten Luft in den Trocknungsofen. Bei der
vorherigen Vermischung mit den umgewälzten Luftströmen wird die Frischluft auf die Ofentemperatur
erwärmt Hierzu ist es jedoch notwendig, daß die die Brennkammer verlassende Luft ein entsprechend hohes
Temperaturniveau besitzt. Von wesentlichem Nachteil ist beim \'erfahren nach der österreichischen Patentschrift, daß die in gesamter Menge in den Trocknungsofen einge!eitete Frischluft den Sauerstoffgehalt der
Trocknungsluft stark erhöht, was eine vergrößerte Explosionsgefahr bedeutet.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteilen abzuhelfen und insbesondere dem Ofen eine entsprechend
seiner Füllung veränderliche Wärmezufuhr zu sichern und aus dem Ofen nur eine möglichst kleine Menge
gereinigter Luft abzuführen.
Hierfür ist ein Trocknungsverfahren der oben erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, daß die zur
Verbrennung des von außen zugeführten Brennstoffs und zur thermischen Oxydation der Verunreinigungen
der Abluft benötigte Luft mindestens zum größten Teil durch den Brenner unter Vermischung mit dem
Brennstoff eingeführt wird, daß die von der Brenn- und Mischkammer für Verbrennungsgase und verunreinigte
Abluft in den Ofen zurückgeleitete Luftmenge praktisch gleich der regelbar aus dem verunreinigten, in den Ofen
unmittelbar zurückgeführten Abluftstrom entnommenen Luftmenge ist und daß die aus dem Luftkreis nach
der Brenn- und Mischkammer nach außen abgeführte Luftmenge der der Brenn- und Mischkammer als
Brennstoff und Verbrennungsgas zugeführten Menge entspricht.
Die thermische Oxydation der entnommenen Luftmenge nimmt man vorzugsweise dadurch vor, daß man
sie in der Brennkammer mit den Verbrennungsgas«.^
des Brenners mischt, dem der äußere Brennstoff und die den Sauerstoffträger bildende Luft in stöchiometrischer
Menge zugeführt werden, und daß ins Freie eine Luftmenge abgeführt wird, deren Verunreinigungen
oxydiert sind.
Die an dem Strömungskreis zur unmittelbaren Rückleitung entnommene Luftmenge Vird vorzugsweise
im wesentlichen entsprechend ihrer Temperatur am Ausgang des Ofens bestimmt ι ο
Ferner wird vorzugsweise der Betrieb des Brenners
entsprechend der Temperatur der Gase am Austritt aus der Brennkammer geregelt, um diese Temperatur bei
beliebiger Menge der entnommenen Luft möglichst konstant zu halten. ι s
Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Anlage kann wenigstens einen Strömungskreis zur
unmittelbaren Rückleitung enthalten, welcher zwischen eine Anzapfung zur Entnahme von Luft in einem Ofen
und eine Anzapfung zur Wiedereinführung geschaltet ist, wobei ein im Nebenschluß zu dem Strömungskreis
zur unmittelbaren Rückleitung liegender Veraschungskreis eine Veraschungsvorrichtung mit wenigstens
einem mit Brennstoff gespeisten Brenner aufweist, die den Sauerstoffträger darstellende Luft vorher mit dem
Brennstoff vor der Verbrennung in dem Brenner gemischt wird, und eine Anzapfung zur Abfuhr ins Freie
hinter der Veraschungsvorrichtung angeordnet ist, so daß nur gereinigte Gase ins Freie abgeführt werden.
Die nicht in den Ofen zurückgeführte Menge gereinigter Luft ist nur ein kleiner Teil, der in der Nähe
der Summe der Brennstoffmenge und der stöchiometi ischen
Menge der den Sauerstoffträger bildenden Luft, welche nur für die Verbrennung des Brennstoffs benutzt
wird, liegt
Die Anlage zur Durchführung der Trocknung kann sehr einfach gebaut sein und erfordert keine verwickelte
Vorrichtung zur Regelung der Strömungsmenge und des Drucks, wie bei den bekannten Anlagen. Die
Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert, deren einzige
Abbildung schematisch eine Ausführungsform des Trocknungsverfahrens wiedergibt.
Bei dem dargestellten Beispiel umfaßt die Trocknungsanlage
einen Ofen 1 mit einer Eingangsöffnung 2 -n zur Einführung von (nicht dargestellten) zu trocknenden
frisch gestrichenen Werkstücken und eine Ausgangsöffnung 3 für die Werkstücke für ihre Abfuhr aus dem Ofen
nach der Trocknung.
Sie enthält außerdem eine Anzapfung 4 zur Abfuhr ">o
der Ventilationsluft und eine Anzapfung 5 zur Wiedereinführung von Luft in den Ofen, wobei ein
außerhalb des Ofens angeordneter Ventilator 6 den Umlauf der Luft von der Abfuhranzapfung 4 zu der
Wiedereinführungsanzapfung 5 bewirkt. Die Anzapfun- > >
gen 4 und 5, der Ventilator 6 und die die Anzapfungen und den Ventilator verbindende Leitung 7 bilden den
Strömungskreis zur Rückleitung der Luft in den Ofen. Die Leitung 7 enthält außerdem ein einen Druckabfall
erzeugendes Organ la zum Ausgleich der Strömungs- w mengen in der Leitung 7 und in dem nachstehend
beschriebenen Veraschungskreis.
An dem strömungsabwärts liegenden Ende des Ventilators 6 ist an die Leitung 7 der Eingang eines
Veraschungskreises angeschlossen, dessen Ausgang mit <>
> der Wiedereinführungsanzapfung 5 des Rückleitungskreises verbunden ist. Der Veraschungskreis enthält
zwischen seinem Eingang und seinem Ausgang ein Drehklappenventil 8 und eine Veraschungseinrichtung
9.
Die Veraschungseinrichtung 9 enthält einen Brenner 10, welcher mit flüssigem oder gasförmigem Brennstoff
und den Sauerstoffträger bildender Luft durch die Leitungen 11 bzw. 12 gespeist wird, wobei der
Brennstoff und die den Sauerstoffträger bildende Luft vor der Verbrennung in der Veraschungseinrichtung
gemischt werden. Die Menge der den Sauerstoffträger bildenden Luft ist praktisch gleich der für die
Verbrennung des Brennstoffs erforderlichen stöchiometrischen Menge. Die Veraschungseinrichtung 9 enthält
noch eine Mischkammer 9a für die Verbrennungsabgase des Brenners und verunreinigte Luft Außerdem enthält
der Veraschungskreis hinter der Veraschungseinrichtung eine Anzapfung 13 zur Abfuhr der Luft ins Freie.
Eiit Ventil 8 kann durch eine (gestrichelt dargestellte)
Temperaturregelkette 14 gesteuert werden, deren Temperaturfühler 15 sich an dem Ruckleitungskreis vor
dem Rückleitungsventilator 6 befindet
Ebenso steuert eine Temperaturregelkette 16 den Brenner 10 entsprechend der von dem in der Kammer
9a befindlichen Fühler 17 festgestellten Temperatur.
Die obige Anlage arbeitet folgendermaßen:
Wenn keine Gegenstände in dem Ofen vorhanden sind und somit keine Verunreinigungen entwickelt
werden, ist der Wärmebedarf des Ofens am kleinsten und dient nur zum Ausgleich der Verluste an den
Wänden und den Enden des Ofens. Das Ventil 8 wird dann durch die Regelkette 14 und den Fühler 15 so
eingestellt, daß es nur den Durchtritt der kleinsten Luftmenge zuläßt, welche unbedingt erforderlich ist um
nach Erwärmung in der Veraschungseinrichtung dem Ofen die für den Ausgleich dieser Verluste . rforderliche
Wärmeenergie zuzuführen.
Wenn die Füllung des Ofens zunimmt, d.h. wenn infolge der Zahl von zu trocknenden Gegenständen die
in dem Ofen erforderliche Wärmemenge zunimmt, treten ein zusätzlicher Wärmebedarf und eine gleichzeitige
Vergrößerung der Menge der in dem Ofen entwickelten Verunreinigungen auf. Dieser Wärmebedarf
in dem Ofen erzeugt eine Temperatursenkung in diesem und somit der von der Abfuhranzapfung 5 in
dem Rückleitungskreis aufgenommenen Luft. Der Fühler 15 stellt dann diese Temperatursenkung fest und
bewirkt die öffnung des Ventils 8 über die Regelkette 14. Die öffnung des Ventils 8 führt dem Veraschungskreis
eine größere Luftmenge zu, welche durch die Veraschungseinrichtung strömt, um in dieser erwärmt
und von den in ihr befindlichen Verunreinigungen befreit zu werden. Der größte Teil dieser veraschten
Luft wird durch die Wiedereinführungsanzapfung 5 wieder in den Ofen 1 zurückgeführt. Nur eine Gasmasse,
welche gleich der dem Brenner iO durch die Leitungen U und 12 zugeführten Masse ist, wird durch die
Abfuhranzapfung 13 abgeführt. Die Regelkette 16 mit ihrem Temperaturfühler 17 ermöglicht, bei beliebiger
Menge und Temperatur der zu veraschenden Luft eine konstante Temperatur in der Veraschungseinrichtung 9
zu erhalten. Wenn daher die Temperatur der zu veraschenden Luft infolge der Zunahme der Füllung des
Ofens sinkt und diese Luft stärker verunreinigt ist, wird der Brenner 10 so gesteuert, daß seine Wärmeleistung
zunimmt.
Dank der Erfindung wird eine erhebliche fcnergieersparnis
erzielt, da die von dem Brenner SO gelieferte Leistung zu dem Bedarf des Ofens proportional ist, und
da die durch die Abfuhranzapfung 13 ins Freie
abgeführte Menge an veraschter Luft einen kleinsten Wert hat, weicher gleich der für die Verbrennung
erforderlichen stöchiometrischen Menge ist.
Die Arbeitsweise dieser Anlage ist ebenfalls sehr einfach, da nur zwei einfache und unabhängige
Regelketten erforderlich sind. Die Ausführung einer erfinduiigsgemäüen Anlage ist ebenfalls einfach, da
keine Regelkette für die Strömungsmenge erforderlich ist, wie bei den bekannten Anlagen. Die an dem
Rückführkreis abgenommene Menge an veraschter Luft kehrt nämlich nach der Veraschung vollständig in diesen
zurück, so daß die Rückleitungsströmungsmenge stets konstant ist
Ferner ist keine Druckregelungskette an den Kreisen zur Zufuhr von warmer oder kalter Luft zu dem Ofen
erforderlich, wie bei den bekannten Vorrichtungen, da kein Zusatz von warmer oder kalter Luft erfolgt. Da
außerdem die Menge veraschter Luft leicht regelbar ist und somit auf den unbedingt erforderlichen Wert
beschränkt wird, hat die in einer erfindungsgemäßen Anlage benutzte Veraschungseinrichtung geringe Abmessungen
gegenüber den üblicherweise benutzten Veraschungseinrichtungen, so daß sie einen geringeren
Gestehungspreis und geringe Abmessungen hat.
Ferner ermöglicht der Gewinn an Wärmeenergie, daß die Trockenanlage selbständig ist, während bei den
bekannten Anlagen aus dem Ofen abgeführte warme
Luft nicht wieder in diesem benutzt, sondern ins Freie abgeführt oder Nebenanlagen zugeführt wird, wo diese
Energie benutzt werden kann, jedoch nach von tier Beförderung herrührenden Verlusten. Diese Beförderung
ist jedoch kostspielig, da sie eine Wärmeisolierung der Luftleitungen erfordert, und ihre Ausführung ist
technologisch heikel infolge der hohen Temperatur der Luft in diesen Leitungen.
Eine erfindungsgemäße Anlage ist ganz besonders für Anlagen geeignet, deren verunreinigte zurückgeleitete
und veraschte Luft wenig oder keinen Sauerstoff enthält, da die erforderliche Oxydation an der Stelle des
Brenners vorgenommen werden kann. Es genügt nämlich in der Praxis, daß 5% Sauerstoff in dem
Gemisch der Verbrennungsgase des Brenners und der verunreinigten Luft in der Kammer 9a der Veraschungseinrichtung
vorhanden sind. Dieser Sauerstoff kann vollständig durch einen Überschuß von 5% Sauerstoff
an der Stelle des Brenners oder durch die verunreinigte Luft zugeführt werden, welche Sauerstoff enthalten
kann, welcher von dem Restsauerstoff nach der thermischen Oxydation oder von der in den Ofen an den
Enden desselben eintretenden Luft herrührt.
Ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, können für den gleichen Ofen mehrere Rückleitungskreise
mit einem Veraschungskreis vorgesehen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Aufbereiten der Trocknungsluft zum Trocknen von Gegenständen, z. B. frisch
gestrichenen Gegenständen, die in einen Ofen eingeführt und nach einer vorbestimmten Verweilzeit aus diesem wieder ausgeführt werden, wobei ein
Teil von mit Verunreinigungen aus den Gegenständen durch das Trocknen beladener Abluft dem Ofen
entnommen und in ihn zurückgeführt wird, ein anderer Teil der verunreinigten Abluft durch die
Flammen eines von außen mit Brennstoff gespeisten Brenners thermisch oxydiert und anschließend auch
in den Ofen zurückgeleitet wird und wobei ein Teil der Abluft nach der thermischen Oxydation ihrer
Verunreinigungen aus dem Kreislauf abgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zur
Verbrennung des von außen zageführten Brennstoffs und zur thermischen Oxydation der Verunrei-
nigungen der Abluft benötigte Luft mindestens zum größten Teil durch den Brenner unter Vermischung
mit dem Brennstoff eingeführt wird, daß die von der Brenn- und Mischkammer für Verbrennungsgase
und verunreinigte Abluft in den Ofen zurückgeleitete Luftmenge praktisch gleich der regelbar aus dem
verunreinigten, in den Ofen unmittelbar zurückgeführten Abluftstrom entnommenen Luftmenge ist
und daß die aus dem Luftkreis nach der Brenn- und Mischkammer nach außen abgeführte Luftmenge w
der der Brenn- und Mischkammer als Brennstoff und Verbrennungsgas zugeführten Menge entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Ofen ihrer thermischen
Oxydation zugeführte Abluftmenge in Abhängigkeit von ihrer Temperatur beim Austritt aus dem Ofen
bestimmt wird.
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