DE2636639C2 - Ofen zur Wärmebehandlung von Metallbändern - Google Patents
Ofen zur Wärmebehandlung von MetallbändernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen zur Wärmebehandlung von Metallbändern mit einer Ofenkammer,
deren Innenwandaufbau einen Strömungspfad für eine Gasrezirkulation innerhalb der Kammer
festlegt.
Wenn es erforderlich ist, Metallbänder auf eine hohe Temperatur aufzuheizen und hierzu ein großes VoIumen
von Heizgas benutzt wird, sind die thermischen Verluste beträchtlich. Die Gasrezirkulation des Heizgases
kann bis zu einem gewissen Grade diese thermischen Verluste vermindern, jedoch standen
bisher praktische Schwierigkeiten einer weitergehenden Anwendung dieser Technik entgegen. In gewissen
Fällen mußte das Gas durch enge Kanäle geleitet werden, die der Gasströmung einen beträchtlichen
Widerstand entgegensetzen, so daß leistungsfähige Gebläse benötigt wurden, um eine ausreichende
Druckenergie in das System einzuführen, mit der die erforderliche Rezirkulation durchgeführt werden kann.
Es besteht jedoch eine Begrenzung auf diejenige Temperatur, bei der derartige Gebläse noch zufriedenstellend
über ausgedehnte Zeitperioden arbeiten können.
Es sind Wärmebehandlungsöfen bekannt, die Ofenkammern aufweisen, welche entweder in Verbindung
mit einem äußeren Gasrezikulationsleitsystem arbeiten, über das der gesamte Gasgehalt des Ofens zwischen
getrennten Bereichen des Ofens rezirkuliert oder es finden Systeme Anwendung, bei denen das die
Ofenkammer verlassende Gas direkt abgelassen wird. Derartige Wärmebehandlungsöfen sind in der DE-OS
2018 568, US-PS 27 95 054 und der US-PS 19 48 173
beschrieben.
Die Arbeitsweise der mit Gasrezirkulation ausgerüsteten Wärmebehandlungsöfen erfordert bsi den für die
Wärmebehandlung der Metallbänder erforderlichen Temperaturen eine Abkühlung des die Ofenkammer
verlassenden Gases bevor das Gas in einem herkömmlichen Gebläse unter Druck gesetzt werden kann.
Infolgedessen ist es erforderlich, das unter Druck gesetzte Gas für die Wärmebehandlung innerhalb der
Ofenkammer wieder aufzuheizen bevor es der Kammer durch Rezirkulation wieder zugeführt werden kann.
Wenn das gesamte Gasvolumen innerhalb eines Ofens außerhalb des Ofens rezirkuliert, dann ergeben sich
hohe Kosten für die Voraufheizung des unter Druck stehenden Gases, bevor dieses wieder in die Ofenkammer
eingeführt werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Wärmeverluste dadurch zu vermeiden, ^aß nur ein
geringer Anteil des gesamten Gasvolumens innerhalb des Ofens über äußere Leitungen rezirkuliert, wodurch
die Kosten beträchtlich vermindert werden, die zur Erhitzung des rezirkulierten Gases auf die Arbeitstemperatur
erforderlich sind.
Ausgehend von einem Wärmebehandlungsofen der eingangs genannten Gattung wird die gestellte Aufgabe
erfindungsgemäß gelöst durch die im Kennzeichnungsteil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß nur eine geringe Gasmenge aus dem Ofen entweicht, die durch
eine entsprechende Frischgasmenge ersetzt werden muß, so daß sich eine beträchtlich verbesserte
Ausnutzung der Wärmeenergie ergibt.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. In der
Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäß ausgebildeten Wärmebehandlungsofens;
F i g. 2 einen Schnitt des in F i g. 1 dargestellten Ofens;
Fig.3 einen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsofens;
F i g. 4 einen Querschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels des Ofens;
F i g. 5 einen Querschnitt einer vierten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ofens;
F i g. 6 und 7 eine verkleinerte Draufsicht bzw. einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Ofens.
Der in F i g. 1 und 2 dargestellte Ofen dient zum Erhitzen eines sich kontinuierlich bewegenden Blechbandes
1 und weist eine langgestreckte Kammer 2 auf, die von dem Blechband im wesentlichen waagerecht
durchlaufen wird; der Ofen ist mit Ausnahme schmaler waagerechter Schlitze 3 an beiden Enden zum Zu- und
Abführen des Blechbandes 1 allseitig abgescnlossen.
Zwischen den beiden Seitenwänden 4 und 5 des Ofens ist eine stehende innere Wand 6 angeordnet, die sich
über die ganze Länge des Ofens nahe der Wand 4 erstreckt und zusammen mit der anderen Seitenwand 5
die eigentliche Ofenkammer bildet; zwischen den Wänden 5 und 6 erstreckt sich eine daran befestigte
waagerechte Platte 7 mit zahlreichen öffnungen 8, und gemäß F i g. 2 ist die Platte 7 etwas tiefer angeordnet als
die Schlitze 3.
Das Blechband 1 soll mit Hilfe eines Gases oder
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50 Gasgemisches erhitzt werden, das der Kammer mittels
eines Gebläses 9 zugeführt wird; es ist eine Einrichtung beliebiger Art vorhanden, die dazu dient das Gas auf die
gewünschte Temperatur zu erhitzen, und die entweder geiräß Fig.2 in der bei 10 angedeuteten Weise
zwischen dem Gebläse und der Ofenkammer oder auf der Innenseite der Ofenkammer angeordnet ist
Damit das Gas dem unteren Teil der Ofenkammer unter Druck zugeführt werden kann, sind mehrere
Zuführungseinrichtungen 11 in Abständen längs der Seitenwand 4 des Ofens verteilt und so angeordnet daß
sie das Gas zwischen den Wänden 5 und 6 in die Ofenkammer einleiten; hierbei hat das Gas einen
solchen Druck, daß es von unten nach oben durch die öffnungen 8 der Platte 7 strömt um Strahlen zu bilden,
die^uf die Unterseite des Blechbandes 1 auftreffen.
Das Gas wird dem Ofen je Zeiteinheit in einer solchen Menge zugeführt daß im Bereich der Zuführungseinrichtungen
11 ein Druckabfall auftritt der ausreicht um das Gas nach dem Erhitzen des Blechbandes 1 zu
veranlassen, mit hoher Geschwindigkeit vom oberen Teil der Ofenkammer aus nach unten durch den Kanal
12 zwischen der inneren Wand 6 und der ihr benachbarten Seitenwand 4 zu strömen. Dieses
Verfahren zum Umwälzen des Gases innerhalb des Ofens ermöglicht es, die thermischen Verluste erheblich
zu verringern, und es ist nicht erforderlich, das Gebläse in den erneut umzuwälzenden Gasstrom einzuschalten.
Geringe Gasmengen können aus den Enden des Ofens entweichen, und diese Verluste werden dadurch
ausgeglichen, daß dem Gebläse 9 über seinen Einlaß 13 Frischgas zugeführt wird.
Bei der in F i g. 3 dargestellten zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Ofens ist die äußere
Erhitzungseinrichtung 10 nach F i g. 1 und 2 durch innere Heizeinrichtungen, z. B. elektrische Widerstandsheizelemente 14, ersetzt, die an den Ofenwänden 5 und 6
unterhalb der Platte 7 angebracht sind. Außerdem wird ein Teil des Gebläses des aus dem oberen Teil der
Ofenkammer 2 mit Hilfe des Gebläses 9 erneut umgewälzt wodurch sich der Bedarf an nicht erhitztem
Frisch- bzw. Ergänzungsgas verringert.
Da die Temperatur des die Kammer 2 verlassenden Gasstroms normalerweise höher ist als die Temperatur,
bei der sich Gebläse bekannter Art störungsfrei betreiben lassen, ist ein Wärmetauscher 15 vorhanden,
der das Gas zwischen der Ofenkammer 2 und dem Gebläse 9 abkühlt.
Ferner kann eine nicht dargestellte Einrichtung zum Verändern der anteiligen Mengen des dem Ofen über
die Einrichtungen 11 zugeführten umgewälzten Gases und des Frischgases vorhanden sein.
Gemäß Fig.3 kann man elektrische Heizelemente
zusätzlich oder alternativ in dem Kanal 12 anordnen, wie es bei 14 angedeutet ist. Alternativ kann man andere
Heizeinrichtungen verwenden, z. B. im unteren Teil der Ofenkammer 2 angeordnete Gasbrenner.
F i g. 4 zeigt eine Weiterbildung der zweiten Ausführungsform nach F i g. 3, bei der der Wärmetauscher 15
dazu dient, die Temperatur des zur Ergänzung zuzuführenden Frischgases zu erhöhen, bevor das
Frischgas dem Gebläse 9 zugeführt wird; hierdurch lass?n sich die thermischen Verluste des Ofens weiter
verringern.
In bestimmten Fällen kann es möglich sein, den Wärmetauscher vollständig fortzulassen und Frischgas
mit einer entsprechend niedrigen Temperatur dem erneut umgewälzten Gas in einer geeigneten Menge
beizumischen, um letzteres abzukühlen, bevor es zum Gebläse zurückgeleitet wird.
Zwar durchläuft das Blechband 1 die öfen nach F i g. 1 bis 4 in waagerechter Richtung, doch könnte man
den Ofen einschließlich der Anordnung der Gaszuführungseinrichtung 11 auch so abändern, daß das
Blechband den Ofen längs einer senkrechten oder geneigten Ebene durchläuft.
Wird das Blechband waagerecht oder längs einer geringfügig nach unten geneigten Ebene durch den Ofen
geführt, kann man den Druck des dem Ofen zugeführten Gases so wählen, daß es das Blechband nicht nur erhitzt,
sondern auch ein Druckgaskissen bildet, um das Blechband beim Durchlaufen des Ofens zu unterstützen.
Bei einer solchen Anordnung kann man den unteren Teil der Ofenkammer eines Ofens nach F i g. 1 bis 4 mit
Hilfe mehrerer nicht dargestellter, stehend angeordneter Querwände in mehrere Einzelkammern unterteilen,
wobei diese Trennwände in Längsabständen von etwa 600 bis etwa 900 mm verteilt und so ausgebildet sind,
daß ihre oberen Ränder etwas tiefer liegen als die Schlitze 3, und wobei jeder Einzelkammer eine
gesonderte Gaszuführungseinrichtung 11 zugeordnet ist. Bei dieser Anordnung wird verhindert, daß die
örtlich auf das Blechband ausgeübte Tragkraft des Gases dadurch beeinträchtigt wird, daß in anderen
Teilen des Ofens andere Bedingungen herrschen, und es ist möglich, die durch bestimmte Ofenzonen strömenden
Gasmengen einzustellen, z. B. mit Hilfe der verschiedenen Zuführungseinrichtungen 11 oder durch eine
Drosselung des betreffenden Teils des Rückleitungskanals 12, der ebenfalls durch nicht dargestellte Querwände
in mehrere voneinander getrennte Abschnitte unterteilt sein kann.
In bestimmten Fällen kann es erforderlich sein, erhitztes Gas in Form einzelner Gasstrahlen auf beide
Seiten des Blechbandes 1 zu leiten; ein Ofen, bei dem dies möglich ist, ist in F i g. 5 dargestellt.
Bei dem Ofen nach F i g. 5 enthält die Ofenkammer 2 zwei waagerechte Düsenplatten TA und 7ß, die über
bzw. unter den Schlitzen 3 so angeordnet sind, daß das über die Einrichtungen 11 zugeführte erhitzte Gas durch
die öffnungen 8 der beiden Platten sowohl auf die Oberseite als auch auf die Unterseite des Blechbandes
geleitet wird; hierbei wird das Gas der Ofenkammer 2 über die Einrichtungen 11 mit einer solchen Durchsatzgeschwindigkeit
zugeführt, daß das Gas von dem Raum zwischen den Düsenplatten aus durch den Kanal 12
wieder zum Hauptteil der Ofenkammer 2 strömt, von wo aus es ähnlich wie bei den öfen nach Fig. 1 bis 4
erneut durch die öffnungen 8 der Düsenplatten auf das Blechband geleitet wird.
In F i g. 6 und 7 ist ein weiterer erfindungsgemäßer Ofen dargestellt, der wiederum dazu dient, ein sich
kontinuierlich bewegendes Blechband 1 zu erhitzen, und zu dem eine langgestreckte Kammer gehört, durch die
das Blechband im wesentlichen waagerecht oder längs einer etwas nach unten geneigten Bahn geführt wird.
Gemäß F i g. 6 gehören zu dem Ofen eine wassergekühlte Eintrittszone 14, eine Heizzone 15 und eine Kühlzone
16 am Austrittsende. Am Eingang und Ausgang des Ofens sind Druckabdichtungen 17 angeordnet, um die
Verluste an zur Atmosphäre entweichendem Gas möglichst niedrig zu halten. Das Blechband 1 wird dem
Ofen über einen Flotationstisch 18 zugeführt, und es wird dem Ofen über einen Rollentisch 19 mit Hilfe
zweier Abzugwalzen 20 entnommen.
Ebenso wie bei den schon beschriebenen Ausführungsformen wird unter Druck stehendes Gas der
Heizzone 15 über Einrichtungen 11 zugeführt; das zuzuführende Gas wird durch das Gebläse 9 verdichtet
und über mehrere Heizeinrichtungen 10 an Verteilerleitungen 21 abgegeben, die zu den verschiedenen
Zuführungseinrichtungen 11 führen.
Der untere Teil der Heizzone 15 ist durch mehrere in Längsabständen verteilte, stehend angeordnete Querwände
29 in Einzelkammern unterteilt. Die Oberkanten der Querwände 29 liegen etwas tiefer als die Eintrittsund
Austrittsöffnungen des Ofens, und jeder Einzelkammer wird unter Druck stehendes Gas über eine oder
mehrere Einrichtungen 11 zugeführt. Bei dieser Anordnung wird verhindert, daß die örtlich auf das
Blechband 1 ausgeübte Tragwirkung dadurch beeinträchtigt wird, daß in anderen Teilen des Ofens andere
Bedingungen herrschen, und außerdem kann man den Gasdurchsatz der Einzelkammern z. B. durch Regeln
der Gaszufuhr zu den Einrichtungen 11 nach Bedarf einstellen.
Gemäß Fig.7 ragt jede Zuführungseinrichtung 11
durch eine mit feuerfestem Material ausgekleidete Seitenwand 4 des Ofens, um unter Druck stehendes Gas
über eine Öffnung 23 im Ofenboden an eine Verteilerkammer 24 abzugeben. Der Ofenboden oder
Herd weist zwei senkrechte Wände 25 und 26 auf, die an ihren oberen Rändern mit nach außen geneigten Lippen
27 versehen sind, welche sich waagerecht über die ganze Länge des Ofens erstrecken.
Auf den Seitenwänden der Ofenkammer sind elektrische Heizelemente 28 angeordnet. Der obere Teil
der Seitenwand 4 ist mit Kanälen bzw. Leitungen 29 versehen, die Gas aus der Ofenkammer zu einem
äußeren Gaskreis strömen lassen, zu dem ein Kühler 30, das Gebläse 9, ein Trockner 31, die Heizeinrichtungen
10 und die Verteilerleitungen 21 gehören. Das unter Druck stehende Gas wird über die Verteilerleitungen 21
den Einrichtungen 11 zugeführt.
Beim Betrieb des Ofens nach F i g. 6 und 7 wird das Blechband 1 dem Ofen über die Eintrittsdichtung 17
zugeführt und beim Durchlaufen der Ofenkammer oberhalb der Lippen 27 von Gaskissen getragen, die von
der Verteilerkammer 24 aus gespeist werden. Der Verteilerkammer 24 wird unter Druck stehendes Gas
über die Einrichtungen 11 zugeführt Die in die Ofenkammer über die Einrichtungen 11 eintretenden
Gasstrahlen veranlassen das schon im Ofen vorhandene Gas, durch die Kanäle 23 in die Verteilerkammern 24
einzuströmen. Wie in Fig.7 durch Pfeile angedeutet, strömt das aus den Verteilerkammern 24 zwischen dem
Blechband 1 und den Lippen 27 entweichende Gas zunächst nach oben, um dann veranlaßt zu werden,
durch einen seitlichen Kanal 32 wieder zu den Zuführungseinrichtungen 11 zurückzuströmen, woraufhin
es wieder zu den Verteilerkammern 24 zurückgeleitet wird.
Ein Teil des zirkulierenden Gases wird aus dem Ofen über die Leitungen 29 abgezogen, abgekühlt, verdichtet,
getrocknet und erneut erhitzt, bevor es in der anhand von Fig.7 beschriebenen Weise dem Ofen über die
Verteilerleitungen 21 erneut zugeführt wird.
Bei Behandlungen, bei denen die Gasmenge, die benötigt wird, um das Blechband auf die erforderliche
Temperatur zu erhitzen, mit der Gasmenge kompatibel ist, die erforderlich ist, um das Blechband beim
Durchlaufen des Ofens zu tragen, benötigt man außer der in dem Gas enthaltenen Wärmeenergie keine
zusätzliche Wärmequelle. Mit anderen Worten, bei dem
Ofen nach F i g. 6 und 7 kann die gesamte von dem Gas aufzunehmende Wärmeenergiemenge von den Heizeinrichtungen
10 geliefert werden, so daß man die Heizelemente 28 entfernen oder abschalten kann. Bei
anderen Behandlungen dagegen, bei denen der Ofen je Zeiteinheit von einer großen Blechbandmenge durchlaufen
wird, und/oder wenn das Blechband auf eine über der Gastemperatur liegende Temperatur gebracht
werden muß, werden zusätzliche Wärmequellen benötigt. In diesen Fällen geben die elektrischen Widerstandsheizelemente
28 oder in der Ofenkammer angeordnete, gasbeheizte Strahlungsrohre auf direktem Wege Strahlungswärme an das Blechband ab. Solche
Betriebsbedingungen ergeben sich z. B. beim Sintern von durch Walzen verdichteten Metallpulverbändern,
da beispielsweise bei nichtrostenden Stählen Temperaturen im Bereich von 1000 bis 14000C erforderlich sind.
Die Verwendung der Zuführungseinrichtungen 11 führt zu einer schnellen Umwälzung der Gase in dem
Ofen, so daß das große Gasvolumen zur Verfugung steht, das erforderlich ist, um das Blechband auf
zweckmäßige und wirtschaftliche Weise zu unterstützen und zu erhitzen. Diese Kriterien sind dann von
besonderer Bedeutung, wenn es angesichts der Eigenschaften des einer Wärmebehandlung zu unterziehenden
Bandmaterials erforderlich ist, mit einer relativ teuren Ofenatmosphäre zu arbeiten. Beispielsweise läßt
sich ein durch Walzen verdichtetes Band aus pulverisiertem nichtrostendem Stahl auf vorteilhafte Weise in
einer Atmosphäre sintern, bei der es sich um ein Gemisch aus Argon und Wasserstoff handelt, wenn man
ίο Zuführungseinrichtungen benutzt, die das Traggas dem
unteren Teil der Ofenkammer zuführen, wobei die der bzw. jeder Verteilerkammer 24 zugeführte Gasmenge
infolge der zwangsläufig herbeigeführten inneren Umwälzung im Vergleich zu der über die Einrichtungen
11 zugeführten Gasmenge im Verhältnis von 2:1 bis 6 : i vergrößert wird. Weitere erhebliche Einsparungen
lassen sich erzielen, wenn man einen Teil des Gases nach dem Hinwegströmen über das Band 1 außerhalb des
Ofens zu dem Gebläse oder Verdichter 9 strömen läßt, von dem aus dieser Teil dem Ofen erneut zugeführt
wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
1. Ofen zur Wärmebehandlung von Metallbändern mit einer Ofenkammer (2), deren Innenwandaufbau
(6) einen Strömungspfad für eine Gasrezirkulation
innerhalb der Kammer festlegt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bandträgeroberfläche
(7) in Längsrichtung durch die Ofenkammer verläuft, daß mehrere Injektoren (11), die mit einer
Druckgasquelle außerhalb der Kammer in Verbindung stehen, betriebsmäßig an den Ofen so
angeschlossen sind, daß das Innere der Ofenkammer unter Druck gesetzt wird, um die innere Rezirkulation
des Gases innerhalb der Ofenkammer aufrechtzuerhalten und daß Mittel vorgesehen sind, um ein
Rezirkulationsgas über die Bandträgeroberfläche zu richten, damit ein Gaskissen zwischen der Bandträgeroberfläche
(7) und dem Metaliband, welches den Ofen durchläuft, erzeugt wird
2. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandträgeroberfläche (7) über die volle
Länge der Ofenkammer verläuft
3. Ofen nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandträgeroberfläche aus
einer Lochplatte (7) besteht, die unmittelbar unter dem Pfad angeordnet ist, die das Metallband (1)
durchläuft wenn es durch den Ofen geführt wird, daß der innere Wandaufbau (6) so beschaffen ist, daß das
Rezirkulationsgas nach oben durch die öffnungen
(8) der Platte strömt und dann mit der Unterseite des Bandes, welches die Kammer durchläuft, in Berührung
kommt.
4. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandträgeroberfläciie zwei im wesentlichen
parallele Elemente (27) aufweist, die in einem Abstand zueinander liegen, der kleiner ist als die
Breite des innerhalb des Ofens zu behandelnden Bandes.
5. Ofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente in einem geringen Winkel
gegenüber der Horizontalen nach ihren inneren Rändern nach unten angestellt sind.
6. Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bandträgeroberfläche nach außen geneigte
Wände (26,27) einer Mulde (24) umfaßt, die sich über die Gesamtlänge der Ofenkammer erstreckt, und
daß der Innenwandaufbau derart beschaffen ist, daß das Rezirkulationsgas in die Basis der Mulde
einströmt und von dort über die geneigten Wände der Mulde nach außen abströmt.
7. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der untere
Abschnitt der Ofenkammer in mehreren Kammern unterteilt ist, die durch querverlaufende Vertikalwände
(29) getrennt sind, deren Oberränder etwas unter dem Pfad den das Metallband bei seiner
Wanderung durch den Ofen durchläuft, enden.
8. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein geringerer Anteil des
Gases, das innerhalb der Ofenkammer rezirkuliert, aus der Kammer über einen äußeren Kanal (29')
abgezogen und durch eine Leitung nach einem Gebläse (9) geführt wird, und daß das Gas dann
unter erhöhtem Druck der Ofenkammer über die Injektoren (11) wieder zugeführt wird.
9. Ofen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der Ofenkammer abgezogene Gas auf
seinem Weg zwischen Gebläse (9) und Brennstoffin-
jektoren (11) erhitzt wird
10. Ofen nach den Ansprüchen 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Menge Frischgas dem
Gebläse zugeführt wird um einen Ausgleich im Hinblick auf das aus dem Ofen entweichende Gas zu
schaffen.
11. Ofen nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziges Gebläse
(9) vorgesehen ist, um unter Druck stehendes Gas sämtlichen Injektoren (11) zuzuleiten.
IZ Ofen nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebläseanordnung
(9) eine Vielzahl von Einzelgebläsen umfaßt, die einzeln mit jedem Injektor verbunden sind
13. Ofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
elektrische Heizelemente (28) innerhalb der Ofenkammer angeordnet sind, um das Rezirkulationsgas
aufzuheizen.
14. Verfahren zur Wärmebehandlung eines Metallbandes innerhalb eines Ofens gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 13, wobei das Band über einer Trägeroberfläche, die sich in Längsrichtung durch
die Gfenkammer erstreckt, auf einem Gaskissen abgestützt wird, wenn das Band durch den Ofen
läuft, dadurch gekennzeichnet, daß in die Ofenkammer
unter Hochdruck stehende Gasstrahlen eingeblasen werden, um eine Rezirkulationsgasströmung
innerhalb der Ofenkammer zu erzeugen, und daß die Rezirkulationsgasströmung über die Bandträgeroberfläche
gerichtet wird, um das Gaskissen zwischen dieser Oberfläche und dem durch den Ofen
laufenden Band zu erzeugen.
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-
1976
- 1976-08-13 DE DE2636639A patent/DE2636639C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2636639A1 (de) | 1978-02-16 |
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