DE2548852C3 - Verfahren zur meßtechnischen Bestimmung der Elementewerte eines 4-Elemente-Ersatzschaltbildes mechanischer Schwinger - Google Patents
Verfahren zur meßtechnischen Bestimmung der Elementewerte eines 4-Elemente-Ersatzschaltbildes mechanischer SchwingerInfo
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- Measurement Of Mechanical Vibrations Or Ultrasonic Waves (AREA)
Description
mit
und
und
= O
'/U
'/O
ermittelt werden und dabei
30
35
40
50
der Induktivitätswert des eine Längszweigspule enthaltenden Ersatzschaltbildes des
Längskopplers ist,
I* der Induktivitätswert der Spule des Serienresonanzkreises
des 4-Elemente-Ersat7.-Schaltbildes ist.
7)0 die Resonanzfrequenz des Parallelresonanzkreises
des 4-Elemente-Ersatzschaltbildes ist,
η,. mit V= 1 ... 4 die bezüglich η0 normierten
Koppelfrequenzen sind,
ηoo ι die untere und obere Serienresonanz im
Tj 00 2 Blindwiderstandsdiagramm des 4-Elemente-Ersatzschaltbildes
sind und
A-v für ν = 1_...4 die Werte O, 2- /2, 2
und 2+ j/2 annimmt.
2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, das die Messung der Koppelfrequenzen
von vier untereinander gleichen Biegeschwingern bo vorsieht, die über drei untereinander gleiche
Längskoppler mittels an den Biegeschwingern gleichenorts angebrachten Verbindungsstellen verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die in den neutralen Zonen mit stiftförmigen Halteorganen
versehenen Biegeschwinger (B) von einer Klemmvorrichtung an den Halteorganen gehalten sind, daß
eine Anregungsvorrichtung (A) der magnetostrikl,-ven Schwingungsanregung der Biegeschwinger (B)
dient, und daß ein hochempfindliches Mikrophon (Ml vorzugsweise ein Kondensatormikrophon, zur
Schwingungsabnahme mit nachgeschahetem Verstärker (W) und eine dem Verstärker (W) nachgeschalteten Frequenzmeß- und Anzeigevorrichtung
(F) vorgesehen ist
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung der numerischen Werte der die Frequenzabhängigkeit
des mechanischen Eingangsleitwertes eines Biegeschwingers nachbildenden Schaltelemente eines aus der
Serienschaltung eines Parallelresonanzkreises und eines Serienresonanzkreises bestehenden elektrischen 4-Elemente-Ersatzschaltbilaes
eines von mehreren, über im Verhältnis zu einem Viertel der Wellenlänge λ kurze
Längskoppler untereinander verbundenen Biegeschwingern, bei denen die Anbringungsorte der
Befestigungsstellen der Längskoppler an den Biegeschwingern bei allen Schwingern untereinander vollkommen
gleich sind.
Mechanische Filter mit drahtgekoppelten Ultraschall-Resonatoren und elektromechanischen Energiewandlern
werden wegen ihrer Überlegenheil hinsichtlich der Dämpfungsverluste, der Temperaturstabilität
und der kleinen geometrischen Abmessungen gegenüber herkömmlichen LC-Filtern in zunehmendem Maß
auf verschiedenen Gebieten der Übertragungstechnik bevorzugt eingesetzt.
Bei der Wahl der Schwingungsform für die mechanischen Resonatoren und die Koppler eines aufzubauenden
Filters werden im allgemeinen als Gesichtspunkte die Frequenzlage, die Bandbreite, Genauigkeitsanforderungen
und das Nebenwellenverhalten berücksichtigt. Für Frequenzen, insbesondere unter 100 kHz, haben
Biegeschwinger ein besonders günstiges Nebenwellenverhalten, da für einen mechanischen Resonator die
Biegeschwingung die Schwingungsform mit der tiefsten Eigenfrequenz ist. Deshalb können bei ihnen unterhalb
der Arbeitsfrequenz keine durch andere Schwingungsformen verursachte Nebenwellen auftreten.
Für den Entwurf von mechanischen Filtern mit vorgegebenem Betriebsverhalten im Durchlaß- und
Sperrbereich ist es notwendig, neben der relativ einfach zu bestimmenden Resonanzfrequenz, der mechanischen
Resonatoren den Zusammenhang zwischen deren mechanischen Abmessungen und dem gewünschten
Betriebsverhalten des Filters zu kennen. Dazu ist es wesentlich, den mechanischen Eingangsleitwert des
Resonators in der Umgebung seiner Resonanzfrequenz möglichst genau zu kennen. Eine rechnerische Ermittlung
aus den geometrischen Abmessungen und den Werkstoffkonstanten ist mit der notwendigen Genauigkeit
kaum zu erreichen, da häufig neben der gewünschten auch noch andere Schwingungsformen
angeregt werden und da außerdem die Verbindungsstellen zwischen den Kopplern und den Schwingern mit
ihrer Kerbwirkung sich einer genauen rechnerischen Bestimmung entziehen.
Als günstig hat es sich erwiesen, beim Filterenlwurf
durch Analogiebetrachtungen ein für die gewählte mechanische Anordnung innerhalb des interessierenden
Frequenzbereiches näherungsweise gültiges elektrisches Ersatzschaltbild zu ermitteln, durch das diu
Beziehungen zwischen den mechanische;'. Abmessun
gen der Filterresonatoren und Koppler und den Elementewerten des elektrischen Ersatzschaltbildes
gegeben sind. Ein solches aus der Serienschaltung eines Parallelresonanzkreises und eines Serienresonanzkreises
bestehendes elektrisches 4-EIemente-l;rsatzschaltbild
eines mechanischen Resonators und ein hiermit im Zusammenhang stehendes Filter-Entwurfsverfahren
sind in dem Aufsatz »High-Quality Wide-Band Mechanical Filters Theory and Design« von Älfhart E. Günther
in »IEEE Transactions on Sonics and Ultrasonics«, Vol. SU-20, No. 4, October 1973, ai>f den Seiten 294 bis 301,
beschrieben. Aus den Elementewerten dieses Ersatzschaltbildes können die zum Aufbau des mechanischen
Filters benötigten Kenngrößen und Abmessungen hergeleitet werden.
Ein solches, beispielsweise in F i g. 8 des obengenannten Aufsatzes angegebenes 4-Elemente-Ersatzschaltbild
ist besonders für den Entwurf von Filtern mit relativ breitem Durchlaßbereich geeignet, da hierfür, wie es
sich gezeigt hat, ein herkömmliches einfache;,, aus einem
einzigen Paralfel-Schwingkreis bestehendes Ersatzschaltbild nicht mehr ausreicht und beim hiermit
entworfenen Filter unerwünscht große Abweichungen der gemessenen von den zu erwartenden Filter-Werten
ergibt.
Durch Verwendung dieses ^Elemente-Ersatzschaltbildes
kann zusätzlich der Einfluß der oberhalb und unterhalb der Resonanzfrequenz liegenden Pole auf den
Verlauf des mechanischen Eingangsleitwertes im Durchlaßbereich berücksichtigt werden, was Voraussetzung
für den Entwurf von breitbandigen Filtern und von Filtern mit hohen Genauigkeitsanforderungen ist.
Mittels der durch das 4-Elemente-Ersatzschaltbild gegebenen Reaktanzschaltung, deren Blindleitwertsdiagramm
übereinstimmend mit dem Frequenzgang des mechanischen Eingangsleitwertes des Biegeschwingers
ober- und unterhalb der Resonanzfrequenz Pole aufweist, kann die Frequenzabhängigkeit des mechanischen
Eingangsleitwertes des Biegeschwingers innerhalb des interessierenden Durchlaßbereiches sehr gut
angenähert werden.
Durch die Zeitschrift »The Journal of the Institute of Electrical Communication Engineers of Japan« Vol. 43,
No. 8 (August 1960) Seiten 884 bis 889 und deren Beilage »Abstracts« auf den Seiten 3 und 4 ist ein Verfahren zur
meßtechnischen Bestimmung der numerischen Werte der Schaltelemente des elektrischen Ersatzschaltbildes
von elektromechanischen Filtern beschrieben. Dieses Verfahren ist jedoch daran gebunden, daß bei Filtern
mit mehr als zwei Resonatoren nicht nur die Endresonatoren, sondern auch die übrigen Resonatoren
des Filter-Schwingsystems die Eigenschaften von elektromechanischen Wandlern aufweisen. Bei den
behandelten Ausführungsbeispielen sind die Resonatoren aus piezoelektrischem Material gefertigt und mit
Elektroden versehen. Ferner werden bei diesem Verfahren den einzelnen Resonatoren einfache Ersatzschaltbilder
zugrundegelegt.
F i g. 1 zeigt eine Gegenüberstellung des Verlaufes des mechanischen Eingangsleitwertes FIv eines in
seiner Mitte durch die Kraft Fi mit der Geschwindigkeit
Vi angetriebenen Biegeschwingers und des elektrischen
Eir.gangsleitwertes I/U des in seinem Parallelresonanzkreis
eine Kapazität c und in seinem Serienresonanzkreis eine Induktivität Γ enthaltenden 4-Elemente-Ersatzschaltbildes
nach A. Günther, jeweils in Abhängigkeil von der auf die Nullstelle des Eingangsleitwertes
normierten Frequenz?;.
Beide Eingangsleitwerte haben annähernd gleichen Verlauf und unterscheiden sich erst bei höheren
Frequenzen durch eine zusätzliche Nullstelle des mechanischen Eingangsleitwertes.
Berechnet man die Steigung
Berechnet man die Steigung
77,
ίο des mechanischen Eingangsleitwertes FIv beim ersten
Nulldurchgang, so ergibt sich hierfür der Ausdruck j ■ 1,35 · m, mit m als Resonatormasse. Für die Steigung
des Eingangsleitwertes des elektrischen 4-Elemente-Ersatzschaltbildes
ergibt sich an dieser Stelle der Ausdruck j ■ 2 ■ c Es entspricht also die Masse m des
Schwingers der Kapazität cdes Parallelresonanzkreises
der Ersatzschaltung. Da im allgemeinen aus Gründen einer einfachen und rationellen Fertigung alle Schwinger
eines Filters gleiche Querschnittsform haben, kann mit Hilfe der bekannten Abhängigkeit der Eigenfrequenz
von den Abmessungen des Biegeschwingers und der hier gewonnenen Analogiebeziehung m = c die
Forderung abgeleitet werden, daß für konstanten Querschnitt der Biegeschwinger in dem 4-Elemente-Ersatzschaltbild
das Produkt aus der Eigenfrequenz und dem Quadrat der Kapazität c konstant sein muß.
Für das 4-Elemente-Ersatzschaltbild des Biegeschwingers fehlen jedoch noch Angaben für die, die
Frequenzlagen der beiden Pole bestimmenden Werte der einzelnen Elemente. Diese können zwar aus dem
berechenbaren Verlauf des Eingangsleitwertes übernommen werden, doch müßten dabei die nicht ideal
schlanke Form des Biegeschwingers, die durch eine tangentiale Ankopplung mitangeregte Drehschwingung,
sowie die besondere Ausbildung der Schweißstelle berücksichtigt werden. Insbesondere der Einfluß der
Schweißstelle, der sich auch auf die wirksame Länge des Kopplers auswirkt, ist hier rechnerisch mit der
notwendigen Genauigkeit kaum zu erfassen.
Als kurze Längskoppler sollen hier Längskoppler bezeichnet werden, deren Länge klein im Verhältnis zu einem Viertel der Wellenlänge A gewählt ist. Die Ersatzschaltung eines kurzen Längskopplers ist entsprechend Fig. 10 des obengenannten Aufsatzes ein jF-Glied mit einer Längsinduktivität k und zwei Querkapazitäten Q/2, wobei C* der Masse des Längskopplers entspricht und hier gegenüber der Masse des Biegeschwingers vernachlässigbar ist. Damit enthält das Ersatzschaltbild der Zusammenfügung von Biegeso schwinger und Koppler nach Wahl der Größe eines Schaltelementes, z. B. der Kapazität c des Parallelresonanzkreises, vier weitere Elemente, deren Relation zum gewählten Element für den Filterentwurf bekannt sein muß.
Als kurze Längskoppler sollen hier Längskoppler bezeichnet werden, deren Länge klein im Verhältnis zu einem Viertel der Wellenlänge A gewählt ist. Die Ersatzschaltung eines kurzen Längskopplers ist entsprechend Fig. 10 des obengenannten Aufsatzes ein jF-Glied mit einer Längsinduktivität k und zwei Querkapazitäten Q/2, wobei C* der Masse des Längskopplers entspricht und hier gegenüber der Masse des Biegeschwingers vernachlässigbar ist. Damit enthält das Ersatzschaltbild der Zusammenfügung von Biegeso schwinger und Koppler nach Wahl der Größe eines Schaltelementes, z. B. der Kapazität c des Parallelresonanzkreises, vier weitere Elemente, deren Relation zum gewählten Element für den Filterentwurf bekannt sein muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Ermittlung der numerischen Werte der
die Ffcquenzabhängigkeit des mechanischen Eingangsleitwertes eines Biegeschwingers nachbildenden Schaltelemente
des 4-Elemente-Ersatzschaltbildes eines Biegeschwingers
anzugeben, durch das sich die rechnerische Ermittlung des Ersatzschaltbildes aus den geometrischen
Abmessungen und den Werkstoffkonstanten erübrigt v.nd außerdem mitangeregte unerwünschte
Schwingungsformen sowie die Wirkungen der Verbindungssteilen zwischen Längskopplern und Biegeschwingern
berücksichtigt werden.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß vier solche untereinander gleiche Biegeschwinger und drei solche untereinander gleiche
Längskoppler mittels solcher untereinander gleicher Verbindungsstellen verbunden werden, und daß die Frequenzen
der vier Eigenschwingungen (Koppelfrequenzen) bei einer sehr geringen Ein- und Auskopplung
gemessen werden, und daraus für das elektrische 4-Elemente-Ersatzschaltbild die Frequenzabhängigkeit
des Eingangsleitwertes im Bereich der Koppelfrequenzen nach der Beziehung
| I* | ('il-ouibfiil-O2nI) | 2 |
| mil | '/C | |
| j | ||
| η, = | ||
| und | ||
| Oi = |
+ k, = 0
(D
ermittelt wird und dabei
Ik der Induktivitätswert des eine Längszweigspu-
Ie enthaltenden Ersatzschaltbildes des Längskopplers
ist,
/* der Induktivitätswert der Spule des Serienresonanzkreises
des 4-Elemente-Ersatzschaltbildes ist,
7)o die Resonanzfrequenz des Parallelresonanzkreises
des 4-Elemente-Ersatzschaltbildes ist,
η,- mit v= 1...4 die bezüglich τ)ο normierten
Koppelfrequenzen sind,
Tjooi, die untere und obere Serienresonanz des
τ) oo2 4-Elemente-Ersatzschaltbildes sind und
kv für ν = 1 ... 4 die Werte O, 2- fä 2 und
2 + ]/2 annimmt.
Vorteilhaft ist besonders die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erreichbare Genauigkeit der Nachbildung
des Frequenzverhaltens des mechanischen Einggngsleitwertes eines Resonators durch die elektrische
Ersatzschaltung, der geringe Meßaufwand zur Bestimmung der Relationen der Elementewerte des 4-Elernente-Ersatzschaltbildes
untereinander und die gute Obereinstimmung des Betriebsverhaltens von derart bemessenen
Filtern mit dem angestrebten Betriebsverhalten.
Ein weiterer Vorteil ist dadurch gegeben, daß das erfindungsgemäße Verfahren sich sinngemäß auf
Resonatoren mit anderen Schwingungsformen anwenden läßt.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausfühnmgsbeispielen noch näher erläutert. Es zeigen
in der Zeichnung:
Fig. 1 den bereits erläuterten mechanischen Eingangsleitwert eines Biegeschwingers und den ebenfalls
bereits erläuterten elektrischen Eingangsleitwert des 4-Elemente-Ersatzschaltbildes;
Fig.2 eine Prinzipskizze für den Aufbau des
Vier-Schwingerversuchs zur Ermittlung der Elementewerte des 4-EIemente-Ersatzschaltbildes eines Biegeschwingers;
Fig.3 ein elektrisches Ersatzschaltbild für die
Schwingeranordnung des Vier-Schwingerversuchs.
Bei der Anordnung für den Vier-Schwingerversuch nach F i g. 2 sind vier gleiche Biegeschwinger B mit drei
gleichen Längskopplern L über als Schweißstellen ausgeführte Verbindungsstellen V verbunden. Dabei ist
die Anordnung und die Verbindungstechnik identisch mit dem zu entwerfenden Filter. Das so aufgebaute
System hat vier Eigenschwingungen, die über dzn
interessierenden Frequenzbereich, z. B. den Durchlaßbereich des Filters, verteilt sein sollen. Die Schwingungsanregung
erfolgt unter loser Ankopplung mittels einer magnetostriktiven Anregungsvorrichtung A; zur
Frequenzmessung ist ein hochempfindliches Mikrophon M mit nachgeschaltetem Verstärker W und einer dem
Verstärker nachgeschalteten Frequenzmeßeinrichtung Fvorgesehen.
Fig.3 zeigt ein Ersatzschaltbild für die in Fig.2
beschriebene Anordnung. Es handelt sich hier um eine Kettenschaltung aus ^r-Gliedern mit vier in den
Querzweigen liegenden Reaktanzen g und drei zwischen den Querzweigen in den Längszweigen liegenden
Reaktanzen r. Dabei weisen die Querzweigreaktanzen g jeweils die Konfiguration des 4-Elemente-Ersatzschaltbildes
eines Biegeschwingers auf. Die zwischen den Querzweigen liegenden Längszweigreaktanzen r sind
identisch mit der Längsinduktivität h der Ersatzschaltung jeweils eines kurzen Längskopplers.
Damit enthält die Zusammenfügung von Biegeresonator und Längskoppler nach Wahl der Größe eines
Elementes, z. B. der Kapazität c des Parallelresonanzkreises, vier weitere Elemente, deren Relation zum
Wert des gewählten Elements für den Entwurf des Filters bekannt sein muß. Die gewünschten Relationen
der vier offenen Elemente zur Kapazität c können erfindungsgemäß aus den Frequenzen der vier Eigenschwingungen
des aus vier Schwingern und drei Kopplern bestehenden Systems bestimmt und daraus
die für das weitere Vorgehen praktischen Werte — nämlich Schwingerfrequenz, Polquadrate a, und a2
sowie die Kopplung MΓ — ermittelt werden. Dies wird
durch Anwendung der Resonanzbedingungen
S ■ r + A-,.
ermöglicht. Die Impedanzen /■ und g sind hierbei in folgender Form darstellbar:
'■ = ./ ■ ι ■ Ik
und
so a
und
so a
'ti
mit
und
1IO
'/0
Es sollen nun am Beispiel von tangential angeregten runden .Biegeschwingern unter Verwendung der Vier-Schwingeranordnung
nach Fig.2 die Polfrequenzen des 4-EIemente-Ersatzschaltbildes bestimmt werden.
Dabei haben die Biegeschwinger einen Durchmesser von 3,4 mm und eine Länge von 153 mm. Als Koppler
ist ein Draht von 0,3 mm Durchmesser vorgesehen. Der
lichte Abstand der einzelnen Biegeschwinger beträgt 1,3 mm, was einer wirksamen Koppeldrahtlänge von
zirka 4,5 mm entspricht. Als Koppelfrequenzen der Vier-Schwingeranordnung werden folgende Werte
gemessen:
./ι =47 824 Hz
/, =48 359 Hz
K = 49 702 Hz
U =51065 Hz
damit ergeben sich für itl die folgenden Werte:
>,? = (Mx)1=
1
.,? = (/://,/= 1,0224988
<j = (KK)2= 1,0800800
ν' = !/'.-'.!Ό2 = 1,1401313
Durch Einsetzen dieser Werte für η2,, in die Formel (1)
ergeben sich vier Gleichungen mit den vier unbekannten Größen:
UP, 7?o, a\ und ai,
aus denen sich a\ ■= 0,649723 und
a2 - 2,270528 ergibt.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, für Biegeschwinger, wie sie im Filter betrieben
werden sollen, durch reine Frequenzmessung ein Ersatzschaltbild zu gewinnen, das im Durchlaßbereich
des Filters sehr genau mit dem mechanischen Eingangsleitwert des Biegeschwingers übereinstimmt.
Praktisch aufgebaute Filter zeigen in ihrem Betriebsverhalten sehr gute Übereinstimmung mit der Analyse von
Filtern, die unter Berücksichtigung der hier ermittelten Bemessung des 4-Elemente-ErsatzschaItbildes eines
Biegeschwingers gerechnet wurden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Verfahren zur Ermittlung der numerischen Werte der die Frequenzabhängigkeit des mechanisehen Eingangsleitwertes eines Biegeschwingers
nachbildenden Schaltelemente eines aus der Serienschaltung eines Parallelresonanzkreises und eines
Serienresonanzkreises bestehenden elektrischen 4-Elemente-Ersatzschaltbildes eines von mehreren,
über im Verhältnis zu einem Viertel der Wellenlänge λ kurze Längskoppler untereinander verbundenen
Biegeschwingern, bei denen die Anbringungsorte der Befestigungsstellen der Längskoppler an den
Biegeschwingern bei allen Schwingern untereinander vollkommen gleich sind, dadurch gekennzeichnet,
daß vier solche untereinander gleiche Biegeschwinger (B) und drti solche untereinander
gleiche Längskoppler (T^mittels solcher untereinander
gleicher Verbindungsstellen (V) verbunden werden, und daß die Frequenzen der vier Eigenschwingungen
(Koppelfrequenzen) bei einer sehr geringen Ein- und Auskopplung gemessen werden
und daraus für das elektrische 4-Elemente-Ersatzschaltbild die Frequenzabhängigkeit des Eingangsleitwertes
im Bereich der Koppelfrequenzen nach der Beziehung
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752548852 DE2548852C3 (de) | 1975-10-31 | 1975-10-31 | Verfahren zur meßtechnischen Bestimmung der Elementewerte eines 4-Elemente-Ersatzschaltbildes mechanischer Schwinger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752548852 DE2548852C3 (de) | 1975-10-31 | 1975-10-31 | Verfahren zur meßtechnischen Bestimmung der Elementewerte eines 4-Elemente-Ersatzschaltbildes mechanischer Schwinger |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2548852A1 DE2548852A1 (de) | 1977-05-05 |
| DE2548852B2 DE2548852B2 (de) | 1981-07-16 |
| DE2548852C3 true DE2548852C3 (de) | 1984-04-05 |
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ID=5960577
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752548852 Expired DE2548852C3 (de) | 1975-10-31 | 1975-10-31 | Verfahren zur meßtechnischen Bestimmung der Elementewerte eines 4-Elemente-Ersatzschaltbildes mechanischer Schwinger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2548852C3 (de) |
-
1975
- 1975-10-31 DE DE19752548852 patent/DE2548852C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2548852A1 (de) | 1977-05-05 |
| DE2548852B2 (de) | 1981-07-16 |
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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