DE2503206C3 - Einphasenschrittmotor - Google Patents
EinphasenschrittmotorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Einphasenschrittmotor mit einem zwei- oder mehrpoligen
Dauermagnetrotor und einem Stator mit Haupt- und Hilfspolen, bestehend aus einem Brückenteil, das von
der Statorwicklung umgeben ist, und einem mit dem Brückenteil verbundenen, in sich einteiligen Statorteil,
das zwei die Hauptpole bildende halbkreisförmige Polschuhe aufweist, deren Enden jeweils über ein bei
Erregung der Statorwicklung magnetisch sättigbares Zwischenstück eine kreisförmige Ausnehmung zur
Aufnahme des Rotors bildend verbunden sind, und das im Bereich der Hauptpole mit mindestens einer einen
Hilfspol bildenden Erhebung versehen ist, die gegenüber der Hauptflußrichtung versetzt ist. Ein derartiger
Einphasenschrittmotor ist in der DT-OS 25 09 883 vorgeschlagen worden.
Es sind bereits eine Vielzahl von Einphasenschrittmotoren bekannt, die aus einem zwei- oder mehrpoligen
Dauermagnetrotor und einem Stator mit zwei L-förmigen Statorelementen, die jeweils an einem Ende mit
einem Haupt- und Hilfspole aufweisenden Polschuh versehen sind, und einem die polschuhfreien Enden der
Statorelemente miteinander verbindenden Brückünteil
ίο bestehen, auf dem die Statorwicklung angeordnet ist.
Sie unterscheiden sich im wesentlichen lediglich in der Ausbildung ihrer Haupt- und Hilfspole. So sind
Ausführungen bekannt (DT-AS 23 11 445), bei denen die
Polschuhe radial gegen den Rotor ragende ausgeprägte H.-Mjpt- und Hilfspole aufweisen, die sich durch
unterschiedliche Höhe unterscheiden. Bei anderen bekannten Motoren sind die beiden Polschuhe jeweils
mit einer ungefähr halbkreisförmigen, zur Roterachse
konzentrischen Ausnehmung versehen, die jeweils als Hauptpol dienen, während der bzw. die Hilfspole vom
Stator räumlich getrennt angeordnet sind. Wieder andere Ausführungsformen (US-PS 32 56 453) besitzen
Polschuhe mit ungefähr halbkreisförmigen, zur Rotorachse exzentrischen Ausnehmungen. Hierbei werden
die Haupt- und Hilfspole durch die unterschiedlichen Abstände der Ausnehmungen vom Rotorumfang
gebildet. Schließlich sind auch Motore (US-PS 34 33 987) mit auf dem Stator angeordneten Hilfsmagneten
und Motore (US-PS 33 75 384) mit auf dem Stator sitzenden Kurzschlußringen bekannt.
Allen diesen und anderen, ähnlich aufgebauten Einphasenschrittmotoren sind die Nachteile gemeinsam,
daß bereits geringe, in der Fertigungstoleranz liegende Lageänderungen der beiden Statorelemente zueinander
nicht unbeträchtliche Erhöhungen der Anlaufspannung und Verringerungen des Wirkungsgrades nach sich
ziehen. Dies ist insbesondere bei zur Verwendung in elektronischen Batterieuhren vorgesehenen Einphasenschrittmotoren
der Fall, bei denen zl- Erzielung eines hohen Wirkungsgrades und einer geringen Anlaufspannung
die beiden Statorelemente mit den Polschuhen auf einige hundertstel Millimeter genau zueinander ausgerichtet
sein müssen. Durch Anformen von in die Statorelemente eingreifende Zentrierzapfen an die
Uhrwerksplatinen kann zwar, wenn die Uhrwerksplatinen aus Metall bestehen, die gewünschte genaue
Ausrichtung erreicht werden, jedoch verteuert sich durch die Verwendung metallischer Uhrwerksplatinen
anstelle von Kunstsvoffplatinen das Uhrwerk nicht unwesentlich.
Es ist desweiteren ein Einphasenmotor der eingangs beschriebenen Art vorgeschlagen worden (DT-OS
25 09 883), bei dem durch die Verbindung beider Polschuhe über jeweils ein magnetisch sättigbares
Zwischenstück zu einem in sich einteiligen Statorteil der negative Einfluß von Lageänderungen der Polschuhe
zueinander auf die Anlaufspannung und den Wirkungsgrad unterbunden werden kann. Auch bei derartigen
Motoren lassen sowohl die Höhe der Anlaufspannung als auch der Wirkungsgrad noch zu wünschen übrig, dies
insbesondere dann, wenn die Motoren für Uhrwerke, die mit einer 1,5-Volt-Batterie betrieben werden sollen,
vorgesehen sind. Dies ist im wesentlichen auf die das Luftvolumen zwischen dem Rotor und dem Statorteil
fts ungünstig beeinflussende Gestaltung der Polschuhperipherie zurückzuführen.
Diese Nachteile der vorstehend beschriebenen Einphasenschrittmotore sollen durch die Erfindung
beseitigt werden. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Einphasenschrittmotor zu schaffen, der eine
möglichst geringe Anlaufspannung, das heißt eine Anlaufspannung von ungefähr 1 Volt oder weniger,
benötigt und mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad bzw. geringstem Energieverbrauch arbeitet. Zudem
sollen die zu ergreifenden Maßnahmen möglichst kostengünstig realisierbar sein
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Einphasenschrittmotor der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß jede gegenüber der Hauptflußrichtung versetzte Erhebung nahe der Ausnehmungskante
des Statorteüs in achsparalleler Richtung verläuft und daß der Dauermagnetrotor im Bereich
der Erhebung bzw. Erhebungen das Statorteil überragt.
Durch diese Maßnahmen wird ein Einphasenschrittmotor erhalten, der einen weit über dem Durchschnitt
liegenden Wirkungsgrad besitzt und eine äußerst geringe Anlaufspannung benötigt. Dies beruht im
wesentlichen darauf, daß die durch die beiden miteinander verbundenen Polschuhe gebildete Ausnehmung
im Statorteil vollständig kreisförmig auf gebildet und mithin der Luftspalt bzw. das Luftvolumen zwischen
dem Rotor und dem Statorteil auf ein Minimum vermindert werden kann. Ein besonderer Vorteil des
erfindungsgemäß aufgebauten Einphasenschrittmotors besteht darin, daß geringfügige Exzentrizitäten zwischen
Rotor und Statorteil im Gegensatz zu einem gemäß dem älteren Vorschlag aufgebauten Motor mit
einer nahezu konzentrischen öffnung im Statorteil keine ins Gewicht fallenden Änderungen der Anlaufspannung
nach sich ziehen. Ein weiterer besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Motors besteht darin,
daß sich die Maßnahmen ohne ins Gewicht fallenden Aufwand realisieren lassen.
Die Erhebung bzw. Erhebungen können gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform jeweils durch einen in
das Statorteil eingesetzten Stift realisiert sein, oder, was fertigungstechnisch besonders vorteilhaft ist, durch
jeweils eine ar das Statorteil angeformte zapfenförmige Einprägung. Eine andere vorteilhafte Realisierungsmöglichkeit besteht darin, jede Erhebung durch eine
Materialschwächung der Ausnehmungskante herzustellen. Bei den letztgenannten Ausführungsformen kann
das in sich einteilige Statorteil mit der bzw. den Erhebungen in einem einzigen Arbeitsgang auf einer
Presse hergestellt werden, was sich günstig auf die Produktkosten auswirkt.
Da bei einer einzigen als Hilfspol dienenden Erhebung im Statorteil und einem üblicherweise
verwendeten mehrpoligen Dauermagnetrotor Drehmomentschwan!:ungen von Schaltschritt zu Schaltschritt
auftreten können, empfielt es sich, bei einem /n-poligen
Rotor (m = 2, 4, 6, S...n) die Erhebungen jeweils
paarweise einander diametral gegenüberliegend anzuordnen und ein erstes Paar von Erhebungen
gegenüber der Hauptflußrichtung um 360/4/n Winkelgrade
zu versetzen und weitere Paare von Erhebungen um 360//Π Winkelgrade zueinander jeweils zu dem
ersten Paar oder zueinander zu versetzen. Auf diese Weise lassen sich Drehmomentschwankungen sicher
beseitigen. Es hat sich im übrigen gezeigt, daß, wenn bei einem 6-, 8- oder mehrpoligen Dauermagnetrotor auf
ein Paar von Erhebungen verzichtet wird — dies kann unter Umständen erforderlich werden, wenn ein ft.i
Erhebungspaar in den Bereich des sättigbaren Zwischenstücks zu liegen koirrit —, Drehmomentschwankungen
zwar auftreten, diese jedoch vernachlässigbar
klein sind.
Eine weitere Verringerung der benötigten Anlaufspannung und eine zusätzliche Erhöhung des Wirkungsgrades
läßt sich zudem dadurch erreichen, daß das Statorteil und das Brückenteil aus einem weichmagnetischen
Material geringer Koerzitivkraft hergestellt wird. Gute Ergebnisse können mit kaltverformbaren Materialien
erzielt werden, dabei können das Statorteil und das Brückenteil ausgestanzt werden.
Die Erfindung sei anhand der Zeichnung, die in zum Teil schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel
enthält, näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Aufsicht auf einen Einphasenschrittmotor
und
Fig. 2 einen Schnitt durch den Einphasenschrittmotor
gemäß Fig. 1 entlang der Linie H-Il.
Der Einphasenschrittmotor umfaßt einen sechspoligen Dauermagnetrotor 1 und ein Statorieil 2 mit zwei
L-förmigen Statorelementen 3 und 4, von denen jedes an einem Ende einen Polschuh 5 bzv 6 aufweist und
deren polschuh freie Enden über ein Brückentei! 7
miteinander verbunden sind. Auf dem Brückenteil 7, das mittels zweier Schrauben und Muttern an den
Statorelementen 3 und 4 befestigt ist, sitzt die Statorwicklung 8, die aus einem Spulenkörper 9 aus
Kunststort, der unmittelbar auf den Brückenteil aufgespritzt ist, und einer Vielzahl von Drahtwindungen
besteht.
Die beiden Polschuhe 5 und 6 sind an ihren einander gegenüberliegenden Enden jeweils über ein Zwischenstück
10 bzw. 11 verbunden, deren Querschnitt so gewählt ist, daß bei Erregung der Statorwicklung die
Zwischenstücke magnetisch gesättigt sind und mithin wie ein Luftspalt wirken. Die Zwischenstücke 10 und 11
sowie die Statorelemente 3 und 4 mit den Polschuhen 5 und 6 bilden ein in sich einteiliges Statorteil 2, das
ebenso wie das Brückenteil 7 aus einem kaitverformbaren Material besteht. Da die Dicke der einzelnen
Statorkomponenten wenige Millimeter beträgt — im allgemeinen wird eine Dicke von 2 Millimetern gewähl!
—, lassen sich das Statorteil und das Brückenteil ohne Schwierigkeiten aus kaltverformbaren Blechen
ausstanzen.
Die zwischen den beiden Zwischenstücken lt> und 11
befindlichen halbkreisförmigen und zur Rotorachse 12 konzentrischen Ausnehmungen 13 und 14 in den
Polschuhen 5 und 6 bilden die Hauptpole des Stators. Die für einen Selbstanlauf des Motors erforderlichen
Hilfspole des Stators sind durch vier an das Statorteil angeformte, zapfenförmige Einprägungen 15,16,17 und
18 realisiert, deren Längsachse zur Rotorachse verläuft und die in unmittelbarer Nähe der Ausnehmungskante
liegen. Die zwei radial einander gegenüberliegenden Einprägungen 15 und 16 sind um 360/4m Winkelgrade,
also bei dem vorliegenden sechspoligen Dauermagnetrotor um 15 Winkelgrade gegenüber der Hauptflußrichtung
A versetzt, während die beiden anderen, radial einander gegenüberliegenden Einprägungen 17 und 18
gegenüber den beiden anderen Einprägungen 15 und 16 um 60 Winkelgrade versetzt sind.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, überragt der Dauermagnetrotor 1 im Bereich der Einprägungen i5,16,17 und
18 das Statorteil. Seine Länge entspricht somit der wirksamen Höhe des Statorteüs. Selbstverständlich
kann seine Länge aucii größer als die wirksame Höhe des Statorteüs gewählt werden, jedoch wird dadurch der
Materialaufwand des Rotors ungünstig beeinflußt.
Bei einem nach den vorstehenden Merkmalen
aufgebauten Motor läßt sich bei entsprechender Wahl der Windungszahl der Statorwicklung eine Anlaufspannung
von ungefähr 0.6 Volt und ein Stromverbrauch von 100 μΑ bei 1,3 Volt Nennspannung ohne Schwierigkeilen
erreichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Einphasenschrittmotor mit einem zwei- oder mehrpoligen Dauermagnetrotor unil einem Stator
mit Haupt- und Hilfspolen, bestehend aus einem Brückenteil, das von der Statorwicklung umgeben
ist, und einem mit dem Brückenteil verbundenen, in sich einteiligen Statorteil, das zwei die Hauptpole
bildende halbkreisförmige Polschuhe aufweist, deren Enden jeweils überfein bei Erregung der Statorwicklung
magnetisch sättigbares Zwischenstück eine kreisförmige Ausnehmung zur Aufnahme des Rotors
bildend verbunden sind, und das im Bereich der Hauptpole mit mindestens einer einen Hilfspol
bildenden Erhebung versehen ist, die gegenüber der Hauptflußrichtung versetzt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß jede gegenüber der Hauptflußrichtung (A) versetzte Erhebung nahe der
Ausnehmungskante des Statorteils (2) in achsparal- !eler Richtung verläuft und daß der Dauermagnetrolor
(1) im Bereich der Erhebung bzw. Erhebungen das Statorteil (2) überragt.
2. Einphasenschrittmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Erhebung ein in das
Statorteil (2) eingesetzter Stift ist.
3. Einphasenschrittmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Erhebung durch
eine an das Statorteil angeformte zapfenförmige Einprägung(15bis 18) gebildet ist.
4. Einphasenschrittmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Erhebung durch
eine Materialschwächung der Miisnehmungskante
des Statorteils (2) gebildet ist.
5. Einphasenschrittmotor nach e./iem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem m-poligen Rotor (m=2,4,6,8... n)d\e Erhebungen
jeweils paarweise einander diametral gegenüberliegen und ein erstes Paar Erhebungen gegenüber der
Hauptflußrichtung (A) um 360/4m Winkelgrade versetzt ist und daß weitere Paare von Erhebungen
um 360/m Winkelgrade jeweils zu dem ersten Paar oder zueinander versetzt sind.
6. Einphasenschrittmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Statorteil (2) und das Brückenteil (7) aus einem weichmagnetischen Material geringer Koerzitivkraft
besteht.
Priority Applications (9)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |