DE2431237C3 - Ringhybrid für sehr kurze elektromagnetische Wellen - Google Patents
Ringhybrid für sehr kurze elektromagnetische WellenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ringhybrid für sehr kurze elektromagnetische Wellen, bestehend aus
einer in sich geschlossenen Leitungsschleife, an die wenigstens drei Leitungen in derartigem gegenseitigem
Abstand angeschaltet sind, daß in eine der Leitungen eingespeiste elektromagnetische Wellen auf die anderen
beiden Leitungen verteilt werden und die anderen der beiden Leitungen gegenseitig entkoppelt sind und
bei dem an den jeweiligen Anschlußstellen der Leitungen Reaktanz-Zweipole angeschaltet sind, die als
Serienresonanzkreise wirken.
Ein solcher Ringhybrid ist in der als älteres Recht geltenden DT-PS 23 12 947 beschrieben. Dabei sind die
Leitungslängen in der Leiterschleife, die zwischen den einzelnen Anschlüssen liegen, derart bemessen, daß bei
einer mittleren Frequenz die Leitungen die Entkopplungsbedingung erfüllen. An den jeweiligen Anschlußstellen
der Leitungen sind Reaktanzzweipole solchen Reaktanzverlaufs angeschaltet, daß durch die Reaktanzzweipole
bei den tieferen Betriebsfrequenzen eine elektrische Verlängerung und bei den höheren Betriebsfrequenzen eine elektrische Verkürzung der jeweils
zwischen den Leitungsanschlüssen gelegenen Teiie der Leitungsschleife gegeben ist.
Einrichtungen der vorbezeichneten Art werden häufig auch als Leistungsteiler bezeichnet, wobei die
elektrischen Leitungslängen zwischen den einzelnen Anschlußstellen innerhalb der geschlossenen Leiterschleife
je nach der Ausbildung unterschiedlich sind. In der Literatur befinden sich hierüber vor allem Aussagen
in den US-Patentschriften 21 47 809 und 22 44 756.
Bei der Leistungsaufteilung bzw. Leistungsaddition ist
es häufig erforderlich, gleichzeitig bestimmte Frequenzen zu sperren bzw. definiert abzuschließen. So sollen
beispielsweise bei der Parallelschaltung zweier Verstärker die erste und zweite Harmonische unterdrückt
werden und bei Gegentaktmischern im Mikrowellenbereich ein definierter Abschluß der Summenfrequenz und
der doppelten Oszillatorfrequenz erfolgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine ίο derartige Einrichtung eine Lösung anzugeben, mit der
die vorstehend genannten Forderungen erfüllt werden bei gleichzeitig platzsparendem Aufbau.
Diese Aufgabe wird bei einem Ringhybrid der einleitend geschilderten Art in der Weise gelöst, daß die
Serienresonanzkreise für eine vorbestimmte Anzahl zu sperrender Frequenzen jeweils eine Serienresonanz
aufweisen und daß die Leitungslängen und Wellenwiderstände in der Leiterschleife, die zwischen den
einzelnen Anschlüssen liegen, derart bemessen sind, daß im Zusammenwirken mit den Blindleiterwerten der
Reaktanzzweipole im Betriebsfrequenzbereich die Entkopplungsbedingungen erfüllt sind.
Die Reaktanzzweipole sind dabei in vorteilhafter Weise als Stichleitungen ausgebildet, von denen an den
jeweiligen Anschlußstellen gegebenenfalls mehrere parallel angeschaltet sind.
In vorteilhafter Weiterbildung des ErfinJungsgegenstandes
ist ferner vorgesehen, daß die Leitungsabschnitte zwischen den entkoppelten Ein- und Ausgängen in
ihrer Mitte kapazitiv wirkende Leitungsansätze aufweisen.
Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt in der Zeichnung
F i g. 1 einen bekannten Ringhybrid, bei dem vic Leitungsabschnitte zu einer geschlossenen Leiterschleife
zusammengefügt sind und
F i g. 2 bis 7 Ringhybride mit erfindungsgemäßer Ausbildung.
Die bekannte Einrichtung nach F i g. 1 arbeitet in der Weise, daß bei Einspeisung elektromagnetischer Wellen
in den Anschluß I diese Wellen aufgeteilt werden auf die Anschlüsse 3 und 4, während der Anschluß 2 entkoppelt
ist. Damit die Impedanzverhältnisse in dieser Schaltung den Anforderungen genügen, wird diese üblicherweise
derart bemessen, daß der Schleifenteil zwischen den Anschlüssen 1 und 2 und der Schleifenteil zwischen den
Anschlüssen 3 und 4 jeweils den Wellenwiderstand Zn
aufweisen, während der Schleifenteil zwischen den Anschlüssen 1 und 3 und den Anschlüssen 2 und 4
jeweils den Wert ?! aufweisen. Die Leitungslängen der
einzelnen Leitungsabschnitte sind dabei A/4, wobei unter λ die mittlere Betriebsfrequenz des bei dieser
Anordnung gegebenen einzigen Betriebsfrequenzbereichs verstanden wird.
Überlegungen im Rahmen der Erfindung haben gezeigt, daß ein Vierpol, bei dem man in Abwandlung zu
dem bekannten 3-dB-Hybrid die niederohmigen Leitungen des Wellen Widerstandes Z/.= |7" durch einen
allgemeinen Vierpol ersetzt und an den Verzweigungspunkten Stichleitungen anordnet, bei der Mittenfrequenz
des Hybrids die gleiche Vierpolphase θμ/und den
ft* gleichen Vierpolwellenwiderstand Zw= ''besitzt. Damit
bleiben also die Eigenschaften als Leistungsteiler bei der Mittenfrequenz des ursprünglichen Hybrids erhal-
ten. Wegen des Frequenzgangs des Vierpolwellenwiderstandes Zw(f) und des nichtlinearen Phasengangs
der Vierpolphase θ umändern sich die Frequenzgänge
der Leistungsaufteilung, der Entkopplung und des Reflexionsfaktors. Die entsprechend bemessenen leerlaufenden
Stichleitungen stellen z. B. bei der doppelten Mittenfrequenz des ursprünglichen Hybrids Kurzschlüsse
dar, so daß diese Frequenz gesperrt wird.
In Fig. 2 ist eine derartige Anordnung dargestallt, wobei alle Leitungen, d.h. sowohl die einzelnen
Leitungen tier Leiterschleife zwischen den einzelnen Verzweigungspunkten als auch die Stichleitungen 5 bis 8
jeweils den Wellenwiderstand Z0 aufweisen. Die
elektrische Länge bzw. das Phasenmaß θ der Leitungsabschnitte zwischen den Anschlüssen 1 und 2 und 3 und
4 ist unverändert λ/4 bzw. 90°, während die Leitungsabschnitte zwischen den Anschlüssen 1 und 3 sowie 2 und 4
sowie die Stichleitungen 5 bis 8 eine elektrische Länge bzw. ein Phasenmaß von A/8 bzw. 45° aufweisen. Die
leerlaufenden A„/8-Stichleitungen 5 bis 8 stellen bei der
doppelten Mittenfrequenz des ursprünglichen Hybrids Kurzschlüsse dar, so daß diese Frequenz gesperrt wird.
Dieser Effekt läßt sich bei einem Gegentaktmischer mit relativ kleinem Frequenzabstand der Oszillator- und
Empfangsfrequenz in vorteilhafter Weise dazu verwenden, die entstehende Summenfrequenz fc+ /ö zu sperren
und die doppelte Oszillatorfrequenz kurzzuschließen, und bei der Parallelschaltung zweier Verstärker läßt er
sich zur Unterdrückung der ersten und zweiten Harmonischen verwenden.
Für einen Ringhybrid mit den Wellenwiderständen Zu und Zu. für die Leitungsabschnitte zwischen den
Anschlüssen 1 und 3 und 2 und 4 bzw. 1 und 2 und 3 und 4 und der elektrischen Länge bzw. dem Phasenmaß Θ,
bzw. 0> für die einzelnen Leitungsabschniite gelten
folgende Beziehungen:
sin f-J, —-
sin (-)-, =
A,
Bei einer Länge der Stichleilungen von λ,,/8 für die
Unterdrückung der doppelten Mittenfrequenz beträgt die elektrische Länge bzw. das Phasenmaß θ ι der
Stichleitungen 45°. Für den Wellenwiderstand Zn der
Stichleitungen gilt
ZJZ1., = 1-12 4 l/l - (/"Y + 2 Il - \(l» Y
Die allgemeinen mathematischen Beziehungen für die elektrische Länge b/w. das Phasenmaß (·)λ und den
Wellenwiderstand Z13 der Stichleitungen lauten:
r-λ, = 90 ■ ^s-
Z0IZ1-3 = tan (90 -
1 -12 +
Diese Gleichungen gelten also für den Fall, daß eine andere Frequenz als die doppelte Mittenfrequenz
gesperrt werden soll. Will man nun mehrere Frequenzen sperren, so werden die Stichleitungen an den Verzweigungspunkten
des Ringhybrids durch allgemeinere Reaktanz-Zweipole ersetzt, die für die zu unterdrückenden
Frequenzen Dämpfungspole und für die Mittenfrequenz den Blindleitwert ß besitzen, wobei sich Saus der
Gleichung für den Wellenwiderstand ergibt, wenn man
S= ^ setzt.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 sind an den Leitungsabschnitten zwischen den entkoppelten Ein-
und Ausgängen in deren Mitte kapazitiv wirkende Leitungsansätze 9 und 10 angebracht, mit welchen eine
geringfügige Variation der Leistungsaufteilung möglich ist. Dabei sind Länge und Wellenwiderstand der
betreffenden L situngsabschnitte und der Wellenwiderstand der Stichleitungen mit geringfügiger Abweichung
von ihrem Normalwert zu bemessen. Eine nachträgliche Korrektur bzw. ein nachträglicher Abgleich auf die
exakte Mittenfrequenz ist durch eine Änderung der Länge der Stichleitungen 5 bis 8 möglich.
Bei dem in F i g. 3 dargestellten Ringhybrid sind die an den einzelnen Verzweigungsstellen angeordneten
Reaktanz-Zweipole, welche bei den zu unterdrückenden Frequenzen Dämpfungspole besitzen, mit B, (f)und B2
(f), bezeichnet. Die Wellenwiderstände zwischen den Anschlüssen 1 und 3 und 2 und 4 sind mit Zu und ihre
elektrische Länge bzw. das Phasenmaß ist mit θι
bezeichnet, der Wellenwiderstand der Leitungsabschnitte zwischen den Anschlüssen 1 und 2 und 3 und 4
mit Zu und deren elektrische Länge bzw. Phasenmaß
mit O2.
Die Fig.4 und 5 zeigen je ein Ausführungsbeispiel
eines Ringhybrids mit Stichleitungen, bei dem die Frequenzen /V» 1=2/2 und Λ»2 = 2/ö unterdrückt werden
sollen. Im ersten Ausführungsbeispiel sind an jeder Verbindungsstelle der einzelnen Leitungsabschniite
jeweils zwei Stichleitungen angeordnet, von denen jeweils eine an jedem Verbindungspunkt einen Dämpfungspol
auf der Frequenz 2 fc und eine einen
Dämpfungspol auf der Frequenz 2 fn besitzt. Bei der
anderen Ausführungsform nach Fig. 5 sind an den Verzweigungsstellen am Anschluß 3 und 4 jeweils zwei
Stichleitungen angeordnet, von denen jeweils eine einen Dämpfungspol auf der Frequenz 2 fc und auf der
Frequenz 2 /0 besitzt, während an den Verzweigungsstellen bei den Anschlüssen 1 und 2 nur jeweils eine
Stichleitung angeordnet ist, die einen Dämpfungspol auf der Frequenz 2 /tbzw. 2 Λ besitzt.
In entsprechender Weise sind in den Fig.6 und 7
zwei Ausführungsformen eines Ringhybrids mit Stichleitungen dargestellt, bei dem die Frequenzen /Oo, = 2f„,
und /°°> = 3/'„, gesperrt werden sollen. Die Stichleitungen
an den Verbindungsstellen besitzen hierbei Dämpfungspole auf den zu unterdrückenden Frequenzen
2 /)„ und 3 f„, bei zwei Slichlcitungcn an einem
Verzweigungspunkt und 2 /„, bzw. 3 f,„ bei einer
Stichleitung an einem Verzweigungspunkt.
lliiM'/.u i Blatt
Claims (3)
1. Ringhybrid für sehr kurze elektromagnetische Wellen, bestehend aus einer in sich geschlossenen
Leitungsschleife, an die wenigstens drei Leitungen in derartigem gegenseitigem Abstand angeschaltet
sind, daß in eine der Leitungen eingespeiste elektromagnetische Wellen auf die anderen beiden
Leitungen verteilt werden und die anderen der beiden Leitungen gegenseitig entkoppelt sind und
bei dem an den jeweiligen Anschlußstellen der Leitungen Reaktanz-Zweipole angeschaltet sind, die
als Serienresonanzkreise wirken, dadurch gekennzeichnet, daß die Serienresonanzkreise
für eine vorbestimmte Anzahl zu sperrender Frequenzen jeweils eine Serienresonanz aufweisen
und daß die Leitungslängen und Wellenwiderstände in der Leiterschleife, die zwischen den einzelnen
Anschlüssen liegen, derart bemessen sind, daß im Zusammenwirken mit den Blindleitwerten der
Reaktanz-Zweipole im Betriebsfrequenzbereich die Entkopplungsbedingungen erfüllt sind.
2. Ringhybrid nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktanz-Zweipole als Stichleitungen
ausgebildet sind, von denen an den jeweiligen Anschlußstellen gegebenenfalls mehrere parallel
angeschaltet sind.
3. Ringhybrid nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungsabschnitte zwischen
den entkoppelten Ein- und Ausgängen in ihrer Mitte kapazitiv wirkende Leitungsansätze aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742431237 DE2431237C3 (de) | 1974-06-28 | Ringhybrid für sehr kurze elektromagnetische Wellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742431237 DE2431237C3 (de) | 1974-06-28 | Ringhybrid für sehr kurze elektromagnetische Wellen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2431237A1 DE2431237A1 (de) | 1976-01-08 |
| DE2431237B2 DE2431237B2 (de) | 1977-06-02 |
| DE2431237C3 true DE2431237C3 (de) | 1978-01-19 |
Family
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