DE2425173C3 - Dauerstrich-Farbstofflaser - Google Patents
Dauerstrich-FarbstofflaserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Dauerstrich-Farbstofflaser gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Farbstoff-Laser haben in letzter Zeit viel Interesse gefunden, weil es mit ihnen möglich ist, Ausgangs-Wellenlängen
stetig über vergleichsweise große Bereiche des sichtbaren Spektrums zu erzeugen. Im Gegensatz
dazu können mit anderen Lasern nur kräftige Ausgangs-Wellenlängen bei einer begrenzten Anzahl
von diskreten Wellenlängen erzeugt werden. Wie bei jedem Laser muß das stimulierbare Medium auf höhere
Anregungsniveaus »gepumpt« werden. Im Falle eines Farbstoff-Lasers kann diese Anregung optisch durchgeführt
werden. Das heißt Energie in Form von elektromagnetischer Energie im optischen Bereich des
Spektrums muß auf den Farbstoff gerichtet werden. Das schließt nicht nur Energie im sichtbaren Bereich des
elektromagnetischen Spektrums ein, sondern auch zusätzliche Energie im infraroten und ultravioletten Teil
des Spektrums.
Bisher wurde das optische Anregen eines Farbstoff-Lasers dadurch erreicht, daß der optische Anregungsstrahl
derart in den optischen Resonator des Farbstoff-Lasers eingeführt wurde, daß der Anregungsstrahl
kollinear mit Bezug auf den optischen Weg der Farbstoff-Laser-Sehwingangen verläuft, wenn der Anregungsstrahl
durch den Farbstoff hindurchtritt. Diese Kollinearitätsforderung stammt hauptsächlich von der
Verwendung von vergleichsweise dicken Farbstoffvolumina, d. h. in der Nähe von etwa 1000 bis 2000 μπι, mit
einem Resonatorweg, der einen sehr kleinen Durchmesser oder »Taille« aufweist, wenn er durch den Farbstoff
hindurchtritt. Das letztere ist erwünscht, um eine möglichst hohe Anregungsenergiedichte zu erzielen, die
wiederum Voraussetzung ist für eine maximale Ausgangsleistung des Farbstoff-Lasers. Typische »Tailien«-
Durchmesser liegen zwischen etwa 10 und 40 μπι.
Um den richtigen Farbstoff-Laser-Ausgangsmodus zu erzielen, d. h. TEMoo. und um den Farbstoff-Laser-Wirkungsgrad
aufs äußerste zu steigern, wird dafür gesorgt, daß der Anregungsstrahlriurchmesser etwa dem der
Farbstoff-Laser-Schwingungs-»Taille« angepaßt ist.
Wenn die Farbstoffdicke im Bereich von beispielsweise 1000 bis 2000 μπι liegt und wenn der optische Weg
der Farbstoff-Oszillationen und ebenso der Anregungsstrahl in der Größenordnung von 10 bis 40 μπι liegt,
dann muß der Anregungsstrahl koaxial oder nahezu koaxial mit dem optischen Weg sein, wenn ein
ausreichendes Volumen des Farbstoffs innerhalb des Weges des optischen Resonators mit dem Anregungsstrahl angeregt werden soll. Oder, anders gesagt, wenn
der Anregungsstrahl nicht koaxial mit dem optischen Weg der Farbstoff-Laser-Oszillationen ist, ist es nicht
möglich, eine ausreichende Anzahl von Farbstoffatomen auf höhere Niveaus zu heben, um eine Laserwirkung
zu unterhalten (»Zeitschrift für Naturforschung«, Bd. 27a, Nr 8/9 [Dez. 1972], S. 1272; »Physik in unserer
Zeit«, Bd. 3, Nr.6 [Nov. 1972], S. 164 bis 173).
Es sind mehrere Techniken dazu verwendet worden, ein koilineares Anregen zu erreichen. Eine übliche
Möglichkeit besteht darin, einen optischen Resonator-Reflektor zu verwenden, der hinsichtlich des vom
Farbstoff erzeugten Wellenlängenbereiches im wesentlichen völlig reflektierend ist, den Durchtritt der
Anregungsstrahlenwellenlänge jedoch ermöglicht, wenn eine Anregungsquelle durch einen Reflektor so
gerichtet wird, daß sie mit dem optischen Weg kollinear ist (US-Patentschrift 37 07 687).
Diese Technik hat mehrere erhebliche Mängel. Das erste Problem ist ein Nachteil, der allen kollinearen
Konstruktionen gemeinsam ist: Der größte Teil des Anregungsstrahls wird absorbiert, wenn er durch den
strömenden Farbstoff hindurchtritt. Es erfolgt jedoch niemals eine 100°/oige Absorption, und so wird bei
kollinearer Anordnung des Anregungsstrahls immer ein Teil des Anregungsstrahls in den Ausgang des
Farbstoff-Lasers eingeführt.
Ein zweites Problem ist die schwierige Aufgabe, einen Reflektor für den optischen Resonator zu entwerfen
und zu konstruieren, der die gewünschten optischen Eigenschaften hai, nämlich nahezu 100% der Farbstoff-Laser-Wellenlängen
zu reflektieren und nahezu 100% der Anregungs-Wellenlängen durchzulassen.
Tatsächliche Reflektoren dieser Art haben mehrere wichtige Beschränkungen.
(1) Es ist nicht möglich, solche Spiegel so zu konstruieren, daß sowohl eine 100%ige Durchlässigkeit
für eine Vielzahl von Anregungsstrahl-Wellenlängen als auch 100% Reflexion für die
Farbstoff-Laser-Wellenlängen ermöglicht wird. Damit wird der Gesamtwirkungsgrad verschlechtert.
(2) Wenn der abgestimmte Ausgang des Farbstoff-Lasers sich der Wellenlänge des Anregungsstrahls nähert, wird es außerordentlich schwierig,
den Farbstoff-Laser zu betreiben, weil die oben beschriebenen Kriterien für den Reflektor unter
diesen Umständen nicht erfüllt werden können.
(3) Da es notwendig ist, daß der Anregungsstrahl durch einen Reflektor für den optischen Resonator
hindurchgeht, wird ein erheblicher Anteil der eingegebenen Anregungsleistung verlorengehen.
(4) Wenn schließlich ultraviolette Anregung verwen-
f.
iPt wird hat das UV-Anregen einen nachteiligen
"SeSSf den Speigel- oder Reflektor-Belag, durch T η der Anregungsstrahl hindurchtritt,
c· andereMöglichkeit, eine kollineare Anregung
.^Farbstoff Lafers zu erreichen, nutzt die Bre-
^«eieenschaften eines Dispersionsprismas aus Wie
:hungse»genscn Brechungswinkel für durch ein
bekann^onspr sma hindurchtretendes Licht mit der
DBif ΤηΐΓαΐ hindurchtretenden Lichtes in Bezie-Welletn
Prisma wird nahe dem optischen Weg des ,o
hunf\ Maser-Resonators angeordnet. Der Anre-Far'Sahl
w rd schief relativ zum optischen Weg gungsstrani d fflhrL Durch richtige Lage des
' et die Brechung durch das Prisma dafür, daß Anreeungsstrahi kollinear mit dem optischen Weg .5
rc ofaSs ausgerichtet wird, wenn er durch den
; -- hindurchtritt (Zeitschrift für Naturforschung,
n""rr^._ m7Oi Q 1T79hk1277V
des Farbstoff- in Richtung der optisch«n Achse »st
wobei die Durchmesser des Anregungsstrahles und der vom Farbstoff ausgehenden kohärenten JtraWung
jeweils im Farbstoffen gemessen, etwa einander gieic
""Die Erfindung soll anhand von A^hrungsbeispiden
g.3^Schema eines weiteren Dauerstrich-Farb-StOi
igTeine Aufsicht auf einen Dauerstrich-Farbstoff-
^^teSeitenansich.einesTeilsdesDauerstnch-
gebrocncn, "»- —
niC F h^wSf SXt darin, daß das Prisma einige
Se Verluste in den optischen Resonator
ZUSfht sowohl hinsichtlich der Farbstoff-Laser-Osz.l-
61 η als auch hinsichtlich des Anregungsstrahls.
latSfeme" ein Dauerstrich-Farbstofflaser mit einem
mzt fließenden Farbstoffilm, als stimul.erbarem
Trί minnerhalb eines von wenigstens zwei Spiegeln
ΐ „^oitischen Resonators, worin er vorzugsweibegnS
dem Brewsterschen Winkel zur optischen Aohse angeordnet ist und wo er mit der Strahlung emes
^^e°KSrtSif bekS^r £
Durch die Erfindung soll eine L.im ιν...^,.& e
werden, mit der ein Dauerstrich-Farbstofflaser direkt optisch angeregt werden kann, ohne daß die anregende
Strahlung durch optische Resonatorspiegel oder andere optische Bauteile hindurchgehen muß, die dem Resonator
des Dauerstrich-Farbstofflasers zugeordnet sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Anregungsstrahlung unter einem spitzen Winkel zur
Achse desjenigen Abschnittes des optischen Resonators, der den Farbstoff enthält, derart verläuft, daß die
Resonatorspiegel davon nicht berührt werden.
Damit wird ein Dauerstrich-Farbstofflaser geschaffen, der gleichzeitig mit einer Vielzahl von Laserstrahlen
angeregt werden kann, und es steht eine verbesserte Anregungseinrichtung für einen Farbstofflaser zur
Verfugung, mit der es möglich ist, daß kein Teil des Anregungsstranis in den Ausgang des Farbstofflasers
eingeführt wird.
Gemäß einer speziellen Weiterbildung der Erfindung ist der von dem Anregungsstrahl und der optischen
Achse eingeschlossene spitze Winkel kleiner als d/t Radiant, wobei dder Durchmesser des Anregungsstrahle«:
heim Durchtritt durch den Farbstoff und t die Dicke
wesentlichen völlig retiektiereuucu »v,. „_
flektor 14 und einen ebensolchen zweiten Reflektor 16 aufweist. Ein optischer Weg 18 ist durch die drei
Reflektoren 12,14 und 16 definiert.
Ein Farbstoffilm oder -strahl 20 schneidet den optischen Weg 18 am Brennpunkt der beiden
Reflektoren 14 und 16. Die Anordnung der Reflektoren 12,14 und 16 auf diese Weise ist eine bekannte Technik,
mit der die Einführung des Strömungsmittelstromes 20 unter dem Brewsterschen Winkel hinsichtlich des
optischen Weges 18 astigmatisch kompensiert wird. Durch den Brewsterschen Winkel ergibt sich eine
maximale Lichtdurchlässigkeit durch den Strömungsmittelstrom für vertikal polarisiertes Licht.
Ein Abstimm-Mechanismus 22 durchsetzt ebenfalls den optischen Weg 18. Der Zweck des Abstimm-Mechanismus
22 liegt darin, die Ausgangswellenlänge des Farbstofflasers 10 zu justieren. Es sind verschiedene
geeignete Abstimm-Mechanismen verfügbar, einer wird in einer gleichzeitig eingereichten Anmeldung der
Anmelderin (DT-OS 24 25 197) beschrieben.
Ein Laser 24, beispielsweise ein Argon-Ionen-Laser, wird dazu verwendet, den Farbstoffilm 20 optisch
anzuregen. Der Ausgang des Anregungsstrahls 26 wird mittels einer Fokussierlinse 28 so fokussiert, daß der
Anregungsstrahl sehr schmal ist, wenn er durch den Farbstoffilm 20 hindurchtritt.
Ein Auffänger 29 absorbiert den Teil des Anregungs-55 Strahls 26, der vom Farbstoffilm 20 nicht absorbiert
wird.
Der Anregungsstrahl 26 tritt in den optischen Resonator des Farbstofflasers 10 schief hinsichtlich der
Resonatorachse 15 ein. Das heißt, der Anregungsstrahl 60 26 ist nicht kollinear mit der optischen Achse
Dadurch wird es möglich, den Farbstoffilm 20 direkt mit dem Anregungsstrahl 26 vom Laser 24 anzuregen. Da
der Anregungsstrahl nicht kollinear hinsichtlich der optischen Achse 15 ist, wird kein Teil des Anregungs-65
sirähls 2S in den Ausgangsstrahl 30 des Farbstofflasers
10 eingeführt.
Eine vergrößerte Ansicht des Farbstoffilms 20, wo dieser die Resonatorachse 15 durchsetzt, ist in F i g.
24
dargestellt. Für die Zwecke der Darstellung wird angenommen, daß sowohl der Anregungsstrahl 26 als
auch der Lichtquerschnitt in der Resonatorachse 15 konstanten Durchmesser haben, wenn sie durch den
Farbstoff hindurchtreten. Diese Annahme ist zwar nicht exakt genau, stellt jedoch eine vernünftige Näherung
dar.
Es ist zu beachten, daß der Farbstoffilm 20 sich unter dem Brewsterschen Winkel Θβ zur Resonatorachse 15
befindet. Die Farbstofflaser-Oszillationen folgen der Resonatorachse. Ersichtlich ist also die Breite oder
»Taille« der Farbstofflaser-Oszillationen sehr klein, wenn die Farbstofflaser-Os;dllationen durch den Farbstoff
20 hindurchtreten.
Unter der Annahme, daß Anregungsstrahl- und Farbstofflaser-Oszillations-»Taille« gleich sind, wurde
festgestellt, daß der Winkel β zwischen der Resonatorachse 15 und dem Anregungsstrahl 26 nicht größer als
der wie folgt definierte Winkel sein soll:
AA
ßmax = — Radiant = — ■ 57,3°.
Wenn der Winkel größer ist, fällt der Wirkungsgrad des Farbstofflasers 10 schnell ab, und schließlich hört
der Ausgang des Farbstofflasers 10 auf.
Ein Schema, mit dem mehrere Farbstoffilme innerhalb des Resonators des Farbstofflasers 10 verfügbar
gemacht werden können, ist in Fig.3 dargestellt. »Mehrere Farbstoffilme« soll bedeuten, daß eine Anzahl
unterschiedlicher Farbstoffe, die jeder unterschiedliche Laser-Wellenlänge haben, innerhalb des Farbstofflaser-Resonatorhohlraums
vorgesehen werden kann. Jeder Farbstoffilm geht von einer Düse 34 aus und wird in
einem Sammler 36 aufgenommen. Der Übersichtlichkeit halber sind in dem in Fig. 3 dargestellten Schema nur
drei unabhängige Farbstofftypen vorgesehen, die in die Düse 34 eingeführt werden können, um den Farbstoffilm
zu bilden. Selbstverständlich kann jede beliebige Anzahl unterschiedlicher Farbstoffe eingeführt werden.
Jeder verschiedene Farbstoff ist mit seinem eigenen Zirkulationssystem oder Kreislauf versehen. Einzelne
Pumpeinheiten 38, 40 und 42 sind für jedes der verschiedenen Farbstoff-Zirkulationssysteme vorgesehen.
Jede dieser Pumpeinheiten enthält eine Pumpe, einen Pumpenantriebsinotor, ein Farbstoffreservoir und
ein Filter mit einer typischen Porengröße von 2 μιη. Das
Filter entfernt irgendwelche Verunreinigungen, die die Farbstofflaser-Schwingungen verschlechtern oder
beenden könnten. Ein Wärmetauscher kann ebenfalls als Teil jedes Kreislaufs vorgesehen werden, um im so
Farbstofflaser absorbierte Wärme zu entfernen. Dadurch wird die Viskosität des Farbstoffs erhöht, um die
Bildung von Blasen im Strom zu verringern. Zwischen 15 und 200C hat sich als befriedigende Farbstofftemperatur
gezeigt.
An die Ausgangsseite der Pumpeinheiten 38, 40 und 42 sind Leitungen angeschlossen, mit denen der
Farbstoff transportiert wird und die mit Düseneingangsöffnungen 44, 46 bzw. 48 abgeschlossen sind. Zu jedem
bestimmten Zeitpunkt ist eine dieser öffnungen mit der Düse 34 ausgefluchtet. In ähnlicher Weise schließen
Ausgangsöffnungen 50, 52 und 54 eine weitere Reihe von Leitungen ab, die mit der Eingangsscite der
Pumpeinheiten 38,40 bzw. 42 verbunden sind.
Es sind Einrichtungen derart vorgesehen, daß (>s
irgendeines der Öffnungspaare 44-50, 46-52 oder 48-54 mit der Düse 34 und dem Kollektor 36 ausgefluchtet
werden kann. Wenn ein Öffnungspaar ausgefluchtet ist.
pumpt die Pumpeinheit das Strömungsmittel durch die Ausgangsöffnung, durch die Düse 34, wo es ein
ungestützter und unbegrenzter Strömungsmittelstrahl wird, wenn es den optischen Resonator des Lasers
überquert. Der Farbstoff wird dann in seiner Pumpeinheit zurückgeführt. Da jeder Farbstoff einen anderen
Wellenlängenbereich hat, ist der Wellenlängenbereich des Ausgangs des Farbstofflasers 10 nach der Erfindung
erheblich größer als für frühere Farbstofflaser, in denen nur ein einziger Farbstoff verwendet wurde.
Eine ins einzelne gehende Darstellung eines Ausführungsbeispieles eines Farbstofflasers 10 ist in F i g. 4 bis
9 dargestellt. Nach den Fig. 4 und 5 ist der Ausgangsreflektor 12 in einer Ausgangsreflekt^.. Stützkonstruktion
56 montiert, die ihrerseits an ein Montagerohr 58 montiert ist. Der Resonatorspiegel 14
sitzt innerhalb eines Spiegelträgers 60, der vom Montagerohr 58 abgestützt wird. In ähnlicher Weise ist
der Resonatorspiegel 16 in einen zweiten Spiegelträger 62 montiert, der seinerseits vom Montagerohr 58
abgestützt wird Das Montagerohr 58 ist an einer Grundplatte 64 befestigt, und zwar mittels einer
Tragplatte 66 und Tragschenkeln 68 und 70.
Die Fokussierlinse 28 ist innerhalb des Gehäuses 72 befestigt, das seinerseits von einer Stütze 74 getragen
wird, die am Montagerohr 58 befestigt ist. Eine Öffnung 76 ist im Spiegelträger 60 vorgesehen, so daß der
Anregungsstrahl 26 unter dem Resonatorspiegel 14 hindurchtreten und den Farbstoffilm 20 in der
beschriebenen Weise durchsetzen kann. Geeignete Justiereinrichtungen sind für jeden der Spiegel 12, 14
und 16 und die Fokussierlinse 28 vorgesehen.
Eine Revolverkopfeinheit 78 ist vorgesehen, damit unterschiedliche Farbstoffe durch den optischen Resonator
des Farbstofflasers 10 hindurchtreten können. Es wird insbesondere auf Fig. 4, 6, 7 und 8 hingewiesen.
Die Revolvereinheit 78 weist eine rotierende Eingangsplatte 80 mit einer Anzahl öffnungen 82 auf, die sich um
den Umfang der Platte 80 herum erstrecken. Die Platte 80 ist um eine zentrale Nabe 84 drehbar, so daß einzelne
Eingangsöffnungen 82 mit der Düse 34 ausgefluchtet werden können.
Der Umfang der Drehplatte 80 ist mit einem Zahnkranz 86 versehen. Zwei Untersetzungsritzel 88
und 90 sind mit einer drehbaren Welle 92 gekuppelt. Durch Verdrehen eines Einstellknopfes 95 kann die
Drehplatte 80 mittels der Welle 92 gedreht werden, um irgendeine der öffnungen 82 mit der Düse 34
auszufluchten.
Die Düse 34 ist an einer Tragplatte 94 befestigt, die
einen Grundteil 98 und einen Ansatz 97 zur Stütze der Welle 92 aufweist. Das Ritzel 90 ist auf die Welle 92
montiert, und das Ritzel 88 ist an der Tragplatte 94 gelagert.
Der Sammler 36 wird von einer Stülzplattc 9( getragen, die von der Revolver-Grundplatte 99 nacr
oben vorsteht. Wie zusätzlich aus Fig. 9 erkennbar ist führt eine öffnung 100 durch die Tragplatte 96. Eine
Ausgangs-Drehplatte 102 ähnlich der Eingangs-Drch platte 80 ist mit einer Anzahl voneinander entfernte:
öffnungen 104 versehen, die durch den äußeren Umfang
hindurchführen. Die Drehplatte 102 ist mit ihrer Nabe 106 so montiert, daß jede der öffnungen 104 mit dci
öffnung 100 ausgefluchtet werden kann, die durch di< Tragplatte 96 führt.
Ein Zahnkranz 108 ist ebenfalls am Umfang de Ausgangs-Drehplatte 102 vorgesehen. Mit den Zahnet
108 kämmt ein Ritzel 110, mit dem wiederum ein Ril/c
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112 kämmt. Das Ritzel 112 hat den gleichen Durchmesser wie das Ritzel 90, und das Ritzel 110 den
gleichen Durchmesser wie das Ritzel 88. Der Zahnkranz 108 hai den gleichen Durchmesser wie der Zahnkranz
86. Dementsprechend sind die beiden Drehplatten 80 und 102 gekuppelt, da das Ritzel 112 mit der gleichen
Welle 92 verbunden ist wie das Ritzel 90.
Eingangsleitungen 114 führen verschiedene Farbstoffe
an jede der öffnungen 82 der Eingangsdrehplatte 80. In ähnlicher Weise führt die Ausgangsleitung 116 die
Farbstoffströme von den einzelnen öffnungen 104 weg zu der jeweiligen Pumpeinheit für jeden Farbstoff.
Wenn im Betrieb ein bestimmter Farbstoff gewünscht wird, wird der Abstimmknopf 95 gedreht, um die
gewünschte Eingangsöffnung 82 mit der Düse 94 auszufluchten. Wenn ein anderer Farbstoff vorher
verwendet wurden war, muß seine Pumpe zunächst
abgeschaltet werden. Da die Ausgangs-Drehpiatie iO2
mit der Eingangs-Drehplatte 80 gekuppelt ist, wird die richtige öffnung 104 automatisch mit dem Sammler 36
ausgefluchtet. Die Pumpe für den gewünschten Farbstoff wird dann eingeschaltet, und der Farbstoff strömt
durch die Eingangsleitung 114, die Drehplatte 80 und aus der Düse 34 heraus als flacher, ungestützter,
unbegrenzter StrömungsmiUelstrom. Gewünschtenfalls kann die Schaltung zur Durchführung dieser Funktion in
die Revolveranordnung eingebaut werden.
Der Farbstoffstrom tritt durch den Sammler 36, durch
Öffnung 100, durch die Ausgangs-Drehplatten-Öffnung 104 und wird schließlich durch die Ausgangsleitung 116
zur Farbstoffpumpeinheit zurückgeführt. Jeder Farbstoff, der nicht durch den Sammler 36 hindurchtritt, fällt
in ein Reservoir 118, das mit einer Reihe von Absaugrohren 120 und 122 versehen ist, um diesen
verlorengegangenen Farbstoff zu entfernen.
Wie am besten aus F i g. 6 und 9 erkennbar ist, reicht der Sammler 36 durch einen Kanal 124, der durch den
Resonatorsupport 58 führt. Um eine wasserdichte Abdichtung zwischen dem Sammler 36 und der
Ausgangs-Drehplatte % zu schaffen, wird eine Gewindemutler 126 verwendet, mit der ein O-Ring 128 dicht
gegen die Platte % gehalten wird. O-Ringe 130 sind auch vorgesehen, um jede der Ausgangsöffnungen 104
abzudichten, ebenso wie die Eingangsöffnungen 82 (nicht dargestellt). Die Eingangsöffnungen 82, die nicht
mit der Düse 34 ausgefluchtet sind, werden mit der Platte 94 blockiert. In ähnlicher Weise werden nicht mit
dem Sammler 36 ausgefluchtete Ausgangsöffnungen 104 mit der Platte 96 blockiert.
Wenn immer ein Farbstoffstrom aufhört und wenn der Strom zusammenfallt, fällt etwas von dem Farbstoff
in den Bodenteil des Sammlers 36. Wenn also ein anderer Farbstoffstrom eingeführt wird, ist es erwünscht,
eine Vermischung des neuen Farbstoffs mit dem alten Farbstoff zu verhindern, der im Sammler 36
verbleibt.
Um das zu erreichen, weist die Öffnung 100, die durch die Platte % führt, einen ersten Bereich 132 auf, der
einen größeren Durchmesser hat als ein zweiter Bereich 134, der sich am nächsten an der Ausgangsöffnung 104
befindet. Längs des Bodens des ersten Bereiches 132 läuft ein Trog 136, der mit einem Ausgangsrohr 138
verbunden ist. Sobald ein neuer Farbstoffstrom voll aufgebaut ist, erstreckt er sich über den ganzen Weg
von der Düse 34 durch die öffnung 100 und in die Ausgangsleitung 116. Innerhalb des Sammlers 36
sammelt sich also praktisch kein Farbstoff an. Wenn jedoch ein Farbstoffilm zunächst gestartet wird, streift
er längs des Bodens des Sammlers 36. Das hat den Effekt, daß irgendein Farbstoff, der von einem
vorangegangenen Betrieb zurückgeblieben ist, ausgespült wird. Der alte Farbstoff wird längs des Sammlers
36 gefegt und in den Trog 136 und zum Auslaß 138 hinaus. Die Schulter 140 zwischen dem ersten Bereich
132 mit größerem Durchmesser und dem zweiten Bereich 134 mit kleinerem Durchmesser der öffnung
100 hindert den alten Farbstoff daran, in das Auslaßrohr
ίο 116 einzutreten, so daß eine Verunreinigung vermieden
wird.
Wenn die Pumpe abgeschaltet wird, um einen Farbstoffstrom 20 zu beenden, wird der größte Teil des
Farbstoffs, der in der Düse 34 bleibt, in die Pumpe und das Reservoir zurückgezogen. Was an Farbstoff
zurückbleibt, verläßt die Düse als erstes, wenn ein neuer Farbstoff eingeführt wird, hat sich, wie bereits erwähnt,
der alte Farbstoff längs des Bodens des Sammlers 36 gesammelt, und wird schließlich aus der Ausgangsleitung
138 herausgefegt. Es besteht also nur eine sehr geringe Möglichkeit für irgendeine merkliche Verunreinigung
des neuen Farbstoffes mit dem restlichen alten Farbstoff.
Eine geeignete Men^. an Farbstoff für jedes
Zirkulationssystem beträgt 1500cmX Das Volumen der
Düse, die Farbstoff zurückhält, beträgt in einem speziellen Ausführungsbeispiel 0,01 cm3. Ersichtlich
würde es selbst im ungünstigsten Falle, d. h., wenn die Düse vollständig mit dem alten Farbstoff gefüllt ist und
3c dieser alte Farbstoff vollständig in den neuen Farbstoff hineinkommt, vieler wiederholter Operationen bedürfen,
um eine merkliche Verunreinigung herbeizuführen. Die Düse 34 kann aus einem kleinen Rohr gemacht
werden, dessen Ende zusammengepreßt wird, um einen
Ii schmalen Schlitz zu bilden. Dieser Schlitz definiert die
Geometrie des Farbstoffilms 20. In einer Ausführungsform ist die öffnung der Düse 34 0,25 mm dick und
1,52 mm lang.
Eine geeignete Pumpe, mit der der Farbstofl umgepumpt werden kann, hat eine Pumpkraft von etwj 2,8 kp/cm2 und sorgt für eine Farbstoffgeschwindigkeii von etwa 6 m/sec.
Eine geeignete Pumpe, mit der der Farbstofl umgepumpt werden kann, hat eine Pumpkraft von etwj 2,8 kp/cm2 und sorgt für eine Farbstoffgeschwindigkeii von etwa 6 m/sec.
Aus der vorangegangenen Beschreibung ist es für der Fachmann möglich, die Erfindung nachzubauen, e;
werden zusätzlich jedoch noch folgende Paramete einer tatsächlichen Ausführungsform eines Farbstoffla
sers nach der Erfindung angegeben: Spiegel 12:
flacher Reflektor, 4% durchlässig.
so Spiegel 14:
7,5 cm Radius, hoch reflektierend. Spiegel 16:
5 cm Radius, hoch reflektierend. Abstand zwischen Spiegel 12 und Spiegel 14:
30 cm.
Abstand zwischen Spiegel 14 und Spiegel 16:
8,75 cm.
Brennpunkt der Spiegel 14 und 16 (Position di Strömungsmittelstroms 20):
'ο 3,75 cm vom Spiegel 14,
'ο 3,75 cm vom Spiegel 14,
5,0 cm vom Spiegel 16.
Fokussierlinse 28:
Fokussierlinse 28:
6 cm.
Abstand zwischen Linse 28 und Farbstoffilm 20: <">
6 cm.
Anregungslaser 24:
Argon-Ionen-Laser (Model 52 der Fa. Cohere Radiation).
Beispiele von vier unterschiedlichen Farbstoffen und deren Wellenlängenbereiche:
5300 AE- 5850 AE Natriumfluoreszin, 5700 AE- 6400 AE Rhodamin 6 G,
5900 AE- 6550 AE Rhodamin B, 6500 AE - 7000 AE Cresyl Violet.
10
Farbstoffträger:
2 g Farbstoff/1,51 Äthylenglycol.
Der Abstimm-Mechanismus 22 gemäß Fig.2 ist de
Übersichtlichkeit halber in F i g. 4 bis 9 nicht dargestellt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Dauerstrich-Farbstofflaser mit einem ungestützt fließenden Farbstoffilm innerhalb eines von
wenigstens zwei Spiegeln begrenzten optischen Resonators, worin er unter im wesentlichen dem
Brewsterschen Winkel zur optischen Achse angeordnet ist und mit der fokussierten Strahlung eines
zusätzlichen optischen Senders angeregt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Anregungsstrahlung
(26) unter einem spitzen Winkel zur Achse (15) desjenigen Abschnittes (14, 16) des
optischen Resonators (12,14,16), der den Farbstoff
(20) enthält, derart verläuft, daß die Resonatorspie- '5 gel (12,14,16) davon nicht berührt werden.
2. Dauerstrich-Farbstofflaser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Anregungsstrahl
(26) und der optischen Achse (15) eingeschlossene spitze Winkel kleiner ist als dlt
Radiant, wobei d der Durchmesser des Anregungsstrahles beim Durchtritt durch den Farbstoff (20) und
f die Dicke des Farbstoffilms in Richtung der optischen Achse (15) ist, wobei die Durchmesser des
Anregungsstrahles und der vom Farbstoff ausgehenden kohärenten Strahlung (30) jeweils im Farbstofffilm
gemessen, etwa einander gleich sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US36531573 | 1973-05-30 | ||
| US365315A US3873941A (en) | 1973-05-30 | 1973-05-30 | Dye laser having non-colinear optical pumping means |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2425173A1 DE2425173A1 (de) | 1974-12-12 |
| DE2425173B2 DE2425173B2 (de) | 1977-03-10 |
| DE2425173C3 true DE2425173C3 (de) | 1977-10-27 |
Family
ID=
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