DE2353673C2 - Vorrichtung zum Auslesen eines scheibenförmigen Aufzeichnungsträgers - Google Patents
Vorrichtung zum Auslesen eines scheibenförmigen AufzeichnungsträgersInfo
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- DE2353673C2 DE2353673C2 DE2353673A DE2353673A DE2353673C2 DE 2353673 C2 DE2353673 C2 DE 2353673C2 DE 2353673 A DE2353673 A DE 2353673A DE 2353673 A DE2353673 A DE 2353673A DE 2353673 C2 DE2353673 C2 DE 2353673C2
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Description
ίο Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Auslesen eines scheibenförmigen Aufzeichnungsträgers, auf dem in tangential verlaufenden Spuren ein Signal
angebracht ist, das mit wenigstens einem Synchronisiersignal versehen ist, welche Vorrichtung eine Ausleseinheit
mit einem Richtsystem und einem Auslesedetektor enthält, wobei mittels des Richtsystems die im
Abtastpumkt des Aufzeichnungsträgers vorhandenen Daten auf den Auslesedetektor übertragen werden, der
das ausgelesene Signal einem Ausgang zuführt, und wobei das Richtsystem ein bewegbares Element enthält,
das in ein Regelsystem aufgenommen ist und das in Abhängigkeit von einem Regelsignal, das von dem aus
dem ausgelesenen Signal abgetrennten Synchronisiersignal abgeleitet wird, eine Regelung der tangentiellen
Lage des Abtastpunktes bewirkt.
Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Vorrichtung zum Auslesen eines Aufzeichnungsträgers,
auf dem in optisch kodierter Form, d. h. auf optischem Wege auslesbar, ein Viedeosignal angebracht ist, das
nach Bearbeitung zur Wiedergabe über einen Fernsehempfänger geeignet ist. Eine derartige Vorrichtung ist
aus der US-Patentschrift 33 81086 bekannt. Das Richtsystem besteht bei dieser bekannten Vorrichtung
aus einem prismaförmigen Element, das zwei Spiegelflächen
aufweist, die einen spitzen Winkel miteinander und mit einem von dem Aufzeichnungsträger herrührenden
Strahlungsbündel einschließen, das von einer Strahlungsquelle erzeugt und von den Daten auf dem
Aufzeichnungsträger moduliert wird. Dieses prismaförmige Element ist um zwei verschiedene Achsen drehbar,
um sowohl die radiale als auch die tangentiale Lage des Ablastpunktes_ auf dem Aufzeichnungsträger regeln zu
können. Unter »Abtastpunkt« ist hier derjenige Punkt des Aufzeichnungsträgers zu verstehen, der endgültig
auf dem Auslesedetektor abgebildet und ausgelesen wird.
Diese Regelung der radialen und der tangentialen Lage des Abtastpunktes ist erforderlich, weil z. B.
infolge Unrundheiten des Aufzeichnungsträgers oder einer Exzentrizität eines Drehpunktes die Datenspur
nicht mehr konzentrisch oder spiralförmig um den Drehpunkt herum verläuft. Dies veranlaßt sowohl
Abweichungen von der radialen Lage des Abtastpunktes als auch Abweichungen in der Zeitbasis des
ausgelesenen Signals. Da die radiale Positionierung des Abtastpunktes und die Weise, auf die eine Regelung
dieser Positionierung erzielt wird, für die Erfindung gar nicht wesentlich sind, wird nachstehend nur die
tangentiale Positionierung beschrieben. Diese tangentiale Positionierung des Abtastpunktes hat zum Zweck,
die durch die genannten Unrundheiten und/oder durch die genannten Exzentrizitäten herbeigeführten Abweichungen
von der Zeitbasis des ausgelesenen Signals auszugleichen.
Diese tangentiale Positionierung des Abtastpunktes wird bei bekannten Vorrichtungen mit Hilfe einer
Antriebsvorrichtung erzielt, die unter dem Einfluß eines Regelsignals das prismaförmige Element um eine
bestimmte Achse kippen lassen kann. Das Regelsignal für diese Antriebsvorrichtung wird dadurch erhalten,
daß aus dem ausgelesenen Videosignal eine Zeüensynchronisierimpulsreihe
abgetrennt und mit Hilfe eines Phasendetektoi s der Phasenunterschied zwischen dieser
Impulsreihe und einer von einem stabilen Oszillator gelieferten Impulsreihe bestimmt wird. Naturgemäß
kann statt der Zeilensynchronisierimpulsreihe auch ein gesondertes Pilotsignal verwende! werden.
Für dieses tangentiale Regelsystem sind also sowohl ,υ
ein stabiler Oszillator als auch ein Phasendetektor erforderlich, welche Elemente verhältnismäßig kostspielig
sind. Außerdem hat dieses Regelsystem den Nachteil, daß eine etwaige Abweichung in der Drehzahl
des Aufzeichnungsträgers ein weniger günstiges Regel- )5
verhalten zur Folge hat. Eine derartige Drehzahlabweichung hat ja zur Folge, daß eine Frequenzabweichung
zwischen der Synchronisierimpulsreihe des ausgelesenen Videosignals und der von dem stabilen Oszillator
gelieferten Impulsreihe auftritt. Dies bedeutet, daß der 2IJ
Phasenunterschied einen kontinuierlich zu- oder abnehmenden Verlauf aufweisen wird. Dadurch wird ebenfalls
die Spiegelausweichung kontinuierlich zu- oder abnehmen, wodurch der Spiegel nach einer gewissen
Zeitdauer eine maximal mögliche Ausweichung erreichen wird. Wenn der Spiegel diese Lage einmal erreicht
hat, ist eine weitere Regelung unmöglich geworden, so daß das tangentiale Folgesystem unwirksam geworden
ist.
Außerdem hat ein derartiges phasenregelndes Systern den Nachteil, daß stets eine derartige Regelung
stattfindet, daß zwischen den ausgelesenen Synchronisierimpulsen und den Impulsen des stabilen Oszillators
ein konstanter Phasenunterschied besteht. Da der scheibenförmige Aufzeichnungsträger mit einer beliebi- J5
gen Winkellage auf die Abspielapparatur gelegt wird, bedeutet dies, daß das tangentiale Folgesystem den
Abtastpunkt auf dem Aufzeichnungsträger über mindestens einen Zeilenabstand verschieben können muß, um
die gewünschte Phasenbeziehung zwischen den beiden Impulsreihen erhalten zu können. Diese Verschiebung
ist aber im allgemeinen viel größer als die benötigte maximale Verschiebung für den Ausgleich des Einflusses
der Exzentrizität des Aufzeichnungsträgers, so daß die Anforderungen, die an das Regelsystem gestellt
werden, unnötig hoch sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Auslesevorrichtung der eingangs genannten Art auf
einfache und billige Weise ein Regelsignal für ein tangentiales Folgesystem zu erzeugen, wobei dieses
Folgesystem zwar die periodischen tangentialen Abweichungen des Abtastpunktes ausgleicht, die beispielsweise
durch eine Unrundheit des Aufzeichnungsträgers oder durch eine Exzentrizität des Drehpunktes herbeigeführt
werden, aber nicht auf eine etwaige sehr langsame oder konstante Abweichung in der Drehzahl
des Aufzeichnungsträgers anspricht, so daß das oben erwähnte ungünstige Regelverhalten vermieden ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung gelöst dadurch, daß dieses Regelsystem ein Filterelement mit bü
einer derartigen Kennlinie enthält, daß die Übertragungsfunktion des Gesamtregelsystems eine Banddurchlaßkennlinie
besitzt, bei der die der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers entsprechende Frequenz innerhalb
dieses Durchlaßbandes liegt, daß das Filterelement (,',
(27) außerdem eine derartige Kennlinie aufweist, daß das Folgesystem nicht auf eine etwaige Gleichstromkomponente
des Steuersignals anspricht und etwaige Abweichungen in der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers
keinen Beitrag zur Regelung liefern, und daß dieses Filterelement das aus dem ausgelesenen Signal (in
einem Separator) abgetrennte Synchronisiersignal eingangsseitig zugeführt bekomTit, um daraus ein Signal
zur Steuerung der Antriebsvorrichtung für das tangentiale Folgesystem zu erzeugen.
Die Erfindung bezweckt, ein tangentiales Regelsystem zu schaffen, das einerseits sehr einfach und
preiswert ist und andererseits das obengenannte ungünstige Regelverhalten nicht aufweist. Die Erfindung
ist dadurch gekennzeichnet, daß in dem Regelsystem ein Filterelement mit einer derartigen Kennlinie
angeordnet ist, daß die Übertragungsfunktion des Gesamtregelsystems eine Banddurchlaßkennlinie aufweist,
bei der die Frequenz, die der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers entspricht, innerhalb dieses
Durchlaßbandes liegt.
Vorzugsweise weist das Filterelement eine derartige Kennlinie auf, daß die Neigung der ansteigenden und
der abfallenden Flanke der Übertragungsfunktion des Gesamtregelsyrtems einen Absolutwert aufweist, der
wenigstens annähernd gleich 6 dB/Oktave ist.
Durch die Maßnahme nach der Erfindung wird einerseits erreicht, daß auf besonders einfache Weise
eine derartige Regelung der tangentialen Lage des Abtastpunktes erhalten wird, daß die durch Unrundheiten
oder Exzentrizitäten des Aufzeichnungsträgers herbeigeführten Abweichungen in der Zeitbasis des
ausgelesenen Signals ausgeglichen werden können, während andererseits eine etwaige Abweichung in der
Drehzahl des Aufzeichnungsträgers keinen Beitrag in diesem Regelsystem liefert. Eine etwaige Drehzahlabweichung
hat nun nur zur Folge, daß die durch Unrundheiten oder Exzentrizitäten herbeigeführten
Abweichungen in der Zeitbasis des ausgelesenen Signals eine etwas abweichende Frequenz aufweisen. Dadurch,
daß die Banddurchlaßkennlinie des Gesamtregelsystems genügend breit gewählt wird, wird erreicht, daß
die Abweichungen mit dieser Frequenz dennoch von dem Regelsystem ausgeglichen werden. Die durch die
Drehzahlabweichung herbeigeführte Komponente mit niedriger Frequenz spielt infolge der Banddurchlaßkennlinie
aber keine Rolle, weil sie außerhalb des Durchlaßhandes des Regelsystems liegt.
Es stellt sich heraus, daß die erfindungsgemäße Maßnahme auf besonders einfache Weise bei einer
optischen Auslesevorrichtung angewendet werden kann, bei der das bewegbare Element durch ein
drehbares Spiegelsystem gebildet wird, das aus einem Spiegel bestehen kann, der von einer Anzahl Drahtwicklungen
umgeben ist, denen ein Steuerstrom zugeführt werden kann, wobei sich das Ganze in einem
Magnetfeld befindet. Es stellt sich heraus, daß einem derartigen Spiegelsystem eine Frequenzkennlinie erteilt
werden kann, die unterhalb einer ersten Grenzfrequenz, die der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers entspricht,
im wesentlichen einen flachen Verlauf aufweist, und oberhalb dieser ersten Grenzfrequenz eine Neigung hat,
die wenigstens annähernd gleich —12 dB/Oktave ist. Wenn das Spiegelsystem eine derartige Frequenzkennlinie
aufweist, kann die gewünschte Banddurchlaßkennlinie für das Gesamtregelsystem auf einfache Weise
dadurch erhalten werden, daß für das Filterelement ein !Netzwerk mit einem differenzierenden Charakter
gewählt wird.
Obwohl oben die Erfindung an Hand einer optischen AuslesevorrichtunR für einen auf optischem Wege
kodierten Aufzeichnungsträger beschrieben wurde, kann die Erfindung auch bei auf andere Weise kodierten
Aufzeichnungsträgern Anwendung finden. Beispielsweise sei ein scheibenförmiger Aufzeichnungsträger erwähnt,
der eine magnetische Schicht enthält, in der in einer spiralförmigen oder konzentrischen Spur Daten
gespeichert sind. Diese Daten können mit einem über dieser Scheibe angeordneten Magnetkopf ausgelesen
werden. Dadurch, daß dieser Magnetkopf in langentialer
Richtung verschoben wird, kann wieder eine Abweichung in der Zeitbasis für das ausgelesene Signal
ausgeglichen werden.
Die Erfindung wird nachstehend beispielsweise an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig.! schematisch eine Ausführungsform der Vorrichtung
nach der Erfindung,
F i g. 2 die gewünschte Übertragungsfunktion,
F i g. 3 eine Ausführungsform des Spiegelsystems, und F i g. 4 die zugehörigen Frequenzkennlinien.
1 bezeichnet in Fig. 1 einen scheibenförmigen Aufzeichnungsträger, der von einem Motor M, über
eine durch eine mittlere öffnung dieses Aufzeichnungsträgers geführte Welle 2 in Drehung versetzt wird.
Dieser Aufzeichnungsträger 1 ist mit einer Datenspur versehen, die im allgemeinen einen spiralförmigen
Verlauf aufweist und in der in optischer Form z. B. ein Videosignal angebracht sein kann.
Für das Auslesen der auf dem Aufzeichnungsträger vorhandenen Daten ist ein optisches System vorgesehen,
das in einem Gehäuse 3 untergebracht ist. Dieses Gehäuse 3 kann mittels einer nicht dargestellten
Antriebsvorrichtung eine kontinuierliche radiale Verschiebung vollführen, deren Geschwindigkeit z. B. gleich
der Ganghöhe der spiralförmigen Datenspur auf dem Aufzeichnungsträger ist.
Das optische Auslesesystem enthält eine Lichtquelle 4 und einen Hohlspiegel 5, von dem das von der
Lichtquelle herrührende Licht zu einem Strahlungsbündel b\ kollimiert wird. Dieses Strahlungsbündel b\ wird
von einem Spiegel 6 in Richtung auf den Aufzeichnungsträger reflektiert und von einer Linse 7 auf die
Datenspur des Aufzeichnungsträgers fokussiert. Der von den Daten modulierte austretende Lichtstrahl wird
von einer Linse 8 zu einem Strahlungsbündel & kollimiert. Dieses Strahlungsbündel bi wird von einem
Spiegel 9 zu einem Strahlungsbündel £»3 reflektiert, das
seinerseits wieder von einem Spiegelelement 11 zu einem Strahlungsbündel b>
reflektiert wird. Das letztere Strahlungsbündel b« trifft endgültig auf eine Detektoreinheit
18 auf, die einen Auslesedetektor 19 enthält, auf dem der Abtastpunkt a des Aufzeichnungsträgers
ausgebildet wird. Dieser Auslesedetektor detektiert die in dem Strahlungsbündel vorhandenen Daten, die an
einer Ausgangsklemme 21 zur Verfügung kommen und nach einer etwaigen Bearbeitung der Wiedergabeapparatur
zugeführt werden können.
Die Detektoreinheit 18 enthält auch einen Meßdetektor
20 zur Bestimmung der radialen Lage des Abtastpunktes a in bezug auf die Datenspur auf dem
Aufzeichnungsträger. Dieser Meßdetektor kann auf verschiedene Weise ausgebildet sein, z. B. auf die in der
genannten USA Patentschrift oder auf die in einer älteren niederländischen Patentanmeldung 71 03 234
(PHN. 5 503) beschriebene Weise, wobei der Meßdetektor aus einer Anzahl lichtdurchlässiger und lichtabsorbierender
Streifen besteht, auf denen das durch die Datenspur gebildete Raster abgebildet wird. In der
Figur ist beispielsweise schematisch dieses Streifenmuster dargestellt, wobei zu bemerken ist, daß tatsächlich
die Streifen 20 naturgemäß innerhalb des Strahlungsbündels b« liegen sollen. Weiter wurde angenommen,
daß die von dem Lichtstrahl beleuchtete Oberfläche im '■ Abtastpunkt a eine Anzahl Spuren bestreicht, so daß
eine Anzahl Spuren auf dem Meßdetektor abgebildet wird.
Ein Signal, das ein Maß für die Abweichung in radialer Richtung des Abtastpunktes a in bezug auf die
Datenspur ist, kommt endgültig an einer Ausgangsklemme 22 des Meßdetektors 20 zur Verfügung und wird
über einen Regelverstärker 23 einer Antriebsvorrichtung 24 zugeführt. Diese Antriebsvorrichtung 24
bewirkt unter dem Einfluß des Regelsignals, daß der
ir> Spiegel 9 in einer Richtung 17 um eine Achse 10 kippt.
Durch diese Winkelverdrehung des Spiegels wird der Abtastpunkt a, d. h. der Punkt des Aufzeichnungsträgers,
der endgültig auf dem Auslesedetektor 19 abgebildet wird, einer radialen Verschiebung unterworfen,
so daß durch das genannte Regelsystem erreicht werden kann, daß der Abtastpunkt a stets der
Datenspur folgt.
Infolge der Unrundheiten des Aufzeichnungsträgers oder einer Exzentrizität des Drehpunktes treten aber
2Ί nicht nur Abweichungen in der radialen Lage, die von
dem radialen Folgesystem ausgeglichen werden, sondern auch Abweichungen in der Zeitbasis des
ausgelesenen Signals auf. Diese Abweichungen können in erster Linie mit Hilfe eines tangentialen Folgesystems
Jf) ausgeglichen werden, von dem das Spiegelelement 11
einen Teil bildet. Dieses Spiegelelement enthält beispielsweise eine Spiegelfläche 12, die auf einem
Träger 13 angebracht ist. Dieser Träger 13 ist in einer Richtung 16 in zwei Lagern 14 und 15 drehbar. Infolge
einer Drehung in dieser Richtung 16 tritt eine Verschiebung des Abtastpunktes in tangentialer Richtung,
also längs der Datenspur, auf. Die Drehbewegung des Trägers 13 mit der Spiegelfläche 12 wird mit Hilfe
eines Antriebselements 25 erzielt, dem ein geeignetes Regelsignal zugeführt werden soll.
Nach der Erfindung wird ein derartiges Regelsignal dadurch erhalten, daß von einem aus dem ausgelesenen
Signal abgetrennten Synchronisiersignal ausgegangen wird. Wenn das aufgezeichnete Signal ein Videosignal
ist, kann dazu z. B. die Zeilensynchronisierimpulsreihe benutzt werden. Diese Zeilensynchronisierimpulsreihe
kann auf bekannte Weise mit Hilfe einer Separatorschaltung 26 aus dem von dem Auslesedetektor 19
gelieferten Videosignal abgetrennt werden. Diese Impulsreihe wird nicht, wie bei der bekannten
Vorrichtung, einem Phasenvergleich mit einer von einem stabilen Oszillator gelieferten Impulsreihe unterworfen,
sondern wird einem Filterelement 27 zugeführt. Das von diesem Filterelement übertragene Signal wird
der Antriebsvorrichtung 25 für das tangentiale Folgesystem zugeführt.
Nach der Erfindung weist das Filterelement 27 eine derartige Frequenzkennlinie auf, daß die Übertragungsfunktion
T des Gesamtregelsystems, d h. der geschlossenen
Schleife des tangentialen Folgesystems, eine Banddurchlaßkennlinie rund um die Frequenz wr
entsprechend der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers aufweist, wie in Fig.2 dargestellt ist, in der in
logarithmischem Maßstab die Frequenzkennlinie des Gesamtregelsystems aufgetragen ist Im Zusammenhang
mit der Stabilität des Systems ist es vorteilhaft wenn die ansteigende und die abfallende Flanke dieser
Kennlinie eine Neigung aufweisen, deren Absolutwert
gleich 6 dB/Oktave ist.
Der Vorteil einer derartigen Erzeugung eines Regelsignals für das tangentiale Folgesystem isi
einerseits die Einfachheit und andererseits die Tatsache, daß dabei das tangentiale Folgesystem zwar die
Abweichungen in der Zeitbasis des ausgelesenen Signals ausgleicht, die durch eine Unrundheit des Aufzeichnungsträgers
oder eine Exzentrizität des Drehpunktes herbeigeführt werden, aber nicht auf eine etwaige
Abweichung in der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers anspricht. Die durch eine Unrundheit oder eine
Exzentrizität des Aufzeichnungsträgers herbeigeführte Abweichung in dem ausgefilterten Synchronisiersignal
am Ausgang des Separators 26 wird durch eine Drehzahlabweichung zwar einer gleichen Frequenzverschiebung
unterworfen, aber wird bei einer geeignet gewählten Bandbreite der Übertragungsfunktion 7um
die gewünschte Drehzahl herum noch immer von dem tangentialen Folgesystem ausgeglichen. Das tangentiale
Folgesystem spricht jedoch nicht auf eine Gleichstromkomponente an, die durch diese Drehzahlabweichung
herbeigeführt wird, die zu einer gleichmäßigen Verdrehung des Spiegelelements 11 Anlaß gibt, weil eine
derartige Gleichstromkomponente gemäß der Übertragungsfunktion Tausgefiltert wird.
Die Erfindung läßt sich besonders vorteilhaft bei einer Ausführungsform des Spiegelsystems nach F i g. 3
anwenden. Bei diesem Spiegelsystem wird die Antriebsvorrichtung 25 durch eine Anzahl Drahtwicklungen
gebildet, die um den Spiegel 12 herum gewickelt sind und denen über zwei Klemmen 30 ein Steuerstrom
zugeführt werden kann. Der Spiegel mit den Drahtwicklungen befindet sich in einem Magnetfeld, das von zwei
entgegengesetzten Magnetpolen 31 und 32 erzeugt wird. Ein den Drahtwicklungen zugeführter Steuerstrom
wird somit eine Verdrehung des Spiegels um die Achse 13, die in zwei Lagern 14 und 15 gelagert ist, zur
Folge haben.
Es erweist sich als einfach, ein derartiges Element mit einer Übertragungsfunktion herzustellen, wie sie in
F i g. 4 mit dem Bezugsbuchstaben S bezeichnet ist, ü. h.
mit einer Kennlinie, die bei niedrigen Frequenzen einen ziemlich flachen Verlauf aufweist, bei der Resonanzfrequenz
des Spiegelsystems, die in der Nähe der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers gewählt wird, etwas zunimmt
und dann mit einer Neigung von —12 dB/Oktave abfällt. Dies bedeutet, daß sich die gewünschte Frequenzkennlinie
des Gesamtregelsystems auf besonders einfache Weise dadurch erhalten läßt, daß für das Filterelement
27 ein differenzierendes Element gewählt wird, also ein Element mit einer Kennlinie D. Wenn nämlich die
beiden Kennlinien Sund D zueinander addiert werden,
wird die Kennlinie Γ erhalten, die in hohem Maße der gewünschten Kennlinie entspricht
Wenn ein KC-Netzwerk als Filterelement verwendet wird, muß die Grenzfrequenz dieses Netzwerkes
erheblich höher als die Frequenz wr liegen, um durch
Addition der Frequenzkennlinien S und D die gewünschte Kennlinie T zu erhalten. Wenn als
Synchronisiersignal die Zeflensynchronisienmpulsreihe, also die Frequenz 15 625 Hz, verwendet wird, muß die
ι»
genannte Grenzfrequenz des differenzierenden Netzwerks ebenfalls in einem genügenden Abstand von
dieser Zeilenfrequenz liegen, weil diese Frequenz ja stark im Regelsystem gedämpft werden muß.
Durch diese Anforderungen kann die Gesamtverstärkung im Regelsystem nur einen beschränkten Wert
annehmen, so daß auch die Genauigkeit des tangentialen Folgesystems einen Grenzwert aufweist. Je nach der
gewünschten Genauigkeit kann eine verbleibende Zeitbasisabweichung im ausgelesenen Signal mit Hilfe
einer veränderlichen Verzögerungsleitung, z. B. eines Eimerkettenspeichers, ausgeglichen werden. Selbstverständlich
kann auch die Verstärkung, und somit die Geauigkeit, des Regelsystems dadurch gesteigert
werden, daß statt der Zeilensynchronisierimpulsreihe ein gesondertes Pilotsignal mit höherer Frequenz auf
den Aufzeichnungsträger aufgezeichnet und als Synchronisiersignal verwendet wird.
Die Anwendung eines flC-Netzwerks als differenzierendes
Netzwerk ergibt den Vorteil, daß die Gleichstromkomponente in erheblichem Maße von der
Kapazität unterdrückt wird. Dabei ist es beim Einschalten des Systems empfehlenswert, das Spiegelelement
erst nach einer gewissen Zeit an das /?C-Netzwerk anzuschließen, damit die Kapazität die Gelegenheit
bekommt, die Gleichstromkomponente in Form von Ladung zu speichern. Dies kann auf einfache Weise
mit Hilfe eine:; Schalters erzielt werden, der über ein Verzögerungselement beim Einschalten der Vorrichtung
betätigt wird.
Auf diese Weise ist demzufolge ein sehr einfaches Regelsystem erhalten, das außerdem ein günstigeres
Regelverhalten als die bekannten Vorrichtungen aufweist. Es wird dem Fachmann klar sein, daß sich die
Erfindung keinswegs auf die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform des tangentialen Folgesystems,
insbesondere des Spiegelelements, und des weiteren optischen Systems beschränkt. Die beiden
Spiegelelemente 9 und 11 können naturgemäß auf die in der genannten US-Patentschrift 33 81 086 beschriebene
Weise kombiniert werden. Auch können statt Spiegel Elemente verwendet werden, die das Licht durchlassen
und die durch Verdrehung eine Ablenkung des Lichtstrahls herbeiführen.
Auch läßt sich die Erfindung bei einer Vorrichtung anwenden, bei der der scheibenförmige Aufzeichnungsträger
nicht mit einem hindurchgehenden Lichtstrahl abgetastet wird, sondern bei der dieser Lichtstrahl von
der Scheibe reflektiert wird (siehe z. B. die noch nicht veröffentliche niederländische Patentanmeldung
72 04 205 (PHN. 6 225)).
Eine Erweiterung der Vorrichtung ist denkbar, bei der aus dem tangentialen Folgesystem ein geeignetes
Regelsignal für das radiale Folgesystem erhalten wird. Die radialen und tangentialen Abweichungen infolge
Unrundheiten und Exzentrizitäten des Aufzeichnungsträgers sind ja eindeutig miteinander korreliert, so daß
ein Phasendrehung gleich einem Viertel einer Umdrehungsperiode des Aufzeichnungsträgers des Signals für
das tangentiale Folgesystem ein geeignetes Signal für das radiale Folgesystem liefern kann.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Auslesen eines scheibenförmigen Aufzeichnungsträgers, auf dem in tangential
verlaufenden Spuren ein Signal angebracht ist, das mit wenigstens einem Synchronisiersignal versehen
ist, welche Vorrichtung eine Ausleseeinheit mit einem Richtsystem und einem Auslesedetektor
enthält, wobei mittels des Richtsystems die im Abtastpunkt des Aufzeichnungsträgers vorhandenen
Daten auf den Auslesedetektor übertragen werden, der das ausgelesene Signal einem Ausgang
zuführt, wobei das Richtsystem ein bewegbares Element enthält, das in ein Regelsystem aufgenommen
ist und das in Abhängigkeit von einem Regelsignal, das von dem aus dem ausgelesenen
Signal abgetrennten Synchronisiersignal abgeleitet wird, eine Regelung der tangentialen Lage des
Abtastpunktes bewirkt, dadurch gekennzeichnet,
daß dieses Regelsystem ein Filterelement (27) mit einer derartigen Kennlinie enthält, daß
die Übertragungsfunktion (T) des Gesamtregelsystems eine Banddurchlaßkennlinie besitzt, bei der die
Drehzahl des Aufzeichnungsträgers entsprechende Frequenz (ωΓ) innerhalb dieses Durchlaßbandes
liegt, daß das Filterelement (27) außerdem eine derartige Kennlinie aufweist, daß das Folgesystem
nicht auf eine etwaige Gleichstromkomponente des Steuersignals anspricht und etwaige Abweichungen
in der Drehzahl des Aufzeichnungsträgers keinen Beitrag zur Regelung liefern, und daß dieses
Filterelement das aus dem ausgelesenen Signal (in einem Separator 26) abgetrennte Synchronisiersignal
eingangsseitig zugeführt bekommt, um daraus ein Signal zur Steuerung der Antriebsvorrichtung
(25) für das tangentiale Folgesystem zu erzeugen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Filterelement (27) eine derartige
Kennlinie aufweist, daß die Neigung der ansteigenden und der abfallenden Flanke der Übertragungsfunktion
(T)des Gesamtregelsystems einen Absolutwert aufweist, der wenigstens annähernd gleich
6 dB/Oktave ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 zum Auslesen eines Aufzeichnungsträgers, auf dem das Signal in
optisch kodierter Form angebracht ist, wobei das bewegbare Element durch ein drehbares Spiegelsystem
gebildet wird, das ein von einer Strahlungsquelle erzeugtes und von dem Signal auf dem
Aufzeichnungsträger moduliertes Strahlungsbündel zu dem Auslesedetektor reflektiert, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spiegelsystem (11) eine Frequenzkennlinie (S) aufweist, die unterhalb einer ersten
Grenzfrequenz (ωΓ), die in der Nähe der Drehzahl
des Aufzeichnungsträgers liegt, im wesentlichen flach verläuft und oberhalb dieser Grenzfrequenz
eine Neigung aufweist, die wenigstens annähernd gleich —12 dB/Oktave ist, und daß das Filterelement
ein differenzierendes Element ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenzkennlinie (D) des
Filterelements (27) eine Neigung von +6 dB/Oktave bis zu einer zweiten Grenzfrequenz aufweist, die
größer als die erste Grenzfrequenz (ωΓ) ist, welche
Kennlinie oberhalb dieser zweiten Grenzfrequenz einen wenigstens annähernd flachen Verlauf aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Regelsystem
eine Schalteinheit angeordnet ist, die die Regelschleife (19, 26, 27, 25, 11) erst eine gewisse
Zeit nach dem Inbetriebsetzen der Vorrichtung schließt
Applications Claiming Priority (1)
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Family
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Family Applications (1)
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