DE23233C - Ebbe- und Fluthmotor - Google Patents
Ebbe- und FluthmotorInfo
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- DE23233C DE23233C DENDAT23233D DE23233DA DE23233C DE 23233 C DE23233 C DE 23233C DE NDAT23233 D DENDAT23233 D DE NDAT23233D DE 23233D A DE23233D A DE 23233DA DE 23233 C DE23233 C DE 23233C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03B—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
- F03B13/00—Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of machines or engines with driving or driven apparatus; Power stations or aggregates
- F03B13/12—Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of machines or engines with driving or driven apparatus; Power stations or aggregates characterised by using wave or tide energy
- F03B13/26—Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of machines or engines with driving or driven apparatus; Power stations or aggregates characterised by using wave or tide energy using tide energy
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Description
Die hier vorliegende Erfindung ist aus dem
Gedanken entsprungen, ein Schiffsgefäfs von der Fluth heben zu lassen, es dann mit Ketten
an einem über dem Schiffsgefafs im Wasser erbauten Galgen aufzuhängen und es nun mit
dem Eintreten der Ebbe etwa wie das Gewicht einer Uhr wirken zu lassen. Das aufgehängte
schwere Gefäfs würde beim langsamen Sinken mechanische Arbeit leisten. Man könnte hierzu
das Schiffsgefäfs durch Ketten auf Windetrommeln wirken lassen, welche Ketten auf
diese Trommeln gewickelt sind, oder man könnte auch direct an die Pfeiler des Galgens
im AVasser senkrecht Zahnstangen anbringen und am Schiffsgefäfs Zahnräder drehbar befestigen,
welche in die Zahnstangen eingreifen und so könnte sogar durch Auftrieb und Sinken
eine Arbeitsleistung in drehender Bewegung gewonnen werden.
Der weitere Gedanke für die Entwickelung des Vorliegenden war nun der, diese Arbeitsleistung
zum Betrieb einer1 dynamoelektrischen Maschine zu benutzen und deren elektrischen
Strom durch Kabel nach einer elektrodynamischen Maschine zu führen oder diesen
auch direct zur Lichterzeugung auf einem Leuchtthurm zu verwenden. Da nun aber die
gedachten Windetrommeln oder Zahnräder äufserst langsam sich bewegen würden, die
elektrische Maschine aber sehr schneller Umdrehungen bedarf, müfste ein Vorgelege geschaffen
werden, welches mindestens eine Ueberse'tzung von t : 100 000 abgabe. Dies ist un-'
möglich, deshalb ist hier folgende andere Einrichtung getroffen. ·
An einer vor dem Seegang geschützten Stelle
sind zwei Pfeiler A auf dem Meeresboden sicher fundirt, und um diese Pfeiler herum befindet
sich das" schwimmende Gefäfs ff, an dem das Wasser durch Auftrieb oder selbst
durch sein Gewicht wirken soll. Unten und oben sind starke Träger C durch und über die
Pfeiler gelegt, und mitten zwischen denselben ist von einem Träger zum anderen die Kolbenstange
D einer grofsen doppeltwirkenden Pumpe gespannt. Der Pumpencylinder E ist fest mit
dem schwimmenden Gefäfs verbunden und die Kolbenstange gegen die Deckel des Pumpencylinders
und auch gegen den Geföfsboden mittelst Stopfbüchsen abgedichtet. Wenn nun
durch Auftrieb das Gefäfs gehoben wird, wird das Wasser in der Pumpe unter deren Kolben F
stark gedrückt werden und dieses Wasser das Aufbewegen des Gefäfses verhindern. Ist
dagegen das Gefäfs gehoben, so wird das Wasser über dem Kolben von der Last des
Gefäfses gedrückt werden, wenn die Ebbe eingetreten ist.
, Das in dem· einen oder dem anderen Falle unter hohem Druck sich befindende Wasser
wird nun in kleinen Mengen aus dem Pumpencylinder ab- und in eine Turbine gelassen und
diese dadurch mit grofser Geschwindigkeit umgedreht. Direct mit der Turbinenwelle ist
die elektrodynamische Maschine gekuppelt.
Es kann nun bei der Benutzung der Fluthwellen nicht ununterbrochen Arbeit gewonnen
■werden. Damit ein Auftrieb in der gehörigen Stärke wirken kann, mufs der Meereswasserspiegel in gewisser Höhe über der Ebene
stehen, in der sonst das Gefäfs vom Wasserspiegel geschnitten wird, wenn es frei schwimmt.
Umgekehrt mufs, wenn das Gewicht des Gefäfses wirken soll, der Wasserspiegel in gewisser
Tiefe unter dieser Schwimmebene des Gefäfses stehen. Verläuft während eines Tages die
Fluthwelle etwa so, wie, in Fig. 4 die Zickzacklinie a-c-a'-c'-a" auf- und abgeht, so mufs die
FIuth von α bis A frei steigen und inzwischen
das Gefäfs bei d festgehalten werden. Beim weiteren Steigen der Fluth von b nach e steigt
dann auch das Gefäfs mit der Fluth mit und kommt bei t an, wenn die Fluth bei c ankommt.
Beim Eintreten der Ebbe fällt der Meeresspiegel wieder frei bis /, und dann erst
folgt ihm das Gefäfs von e', Arbeit verrichtend, bis a' nach. So wird also immer in Perioden,
von drei zu drei Stunden Ruhe und Arbeitsleistung mit einander abwechseln.
Kann man die Fluthhöhe von α bis c im
Durchschnitt zu 3 m annehmen, so wird eine Wassersäulenhöhe d b oder andererseits e'f von
je 0,75 m zur Wirkung kommen, und zwar auf der Strecke von d-e oder c'-d' von je 1,5 m.
Damit nun das Gefäfs in den Punkten d e' wirklich so lange festgehalten · wird, bis die
Fluth bei b oder die Ebbe bei / angekommen ist, mufs während der Ruhepausen die Verbindung
zwischen der Pumpe und der Turbine geschlossen sein, mufs sich aber selbsttätig
öffnen, wenn die Arbeitsleistung beginnen kann. Die Verbindung der Pumpe mit der Turbine
ist in Fig. 5 schematisch dargestellt. Hinter den Druckventilen g g1 befindet sich in der
Leitung zur Turbine ein Cylinder mit einem dünnen Tauchkolben i, und dieser steht direct
mit einem Absperrschieber k in der Leitung in Verbindung. Wächst die Differenz zwischen
der Schwimmebene des Gefäfses und dem Fluth- oder Ebbewasserspiegel, so wächst auch
die Spannung im Wasser unter oder über dem Pumpenkolben, und wenn diese Spannung eine
bestimmte Höhe erreicht hat, wird der durch Gewicht / entsprechend belastete Steuerkplben
gehoben und der Absperrschieber geöffnet. Die · ' Turbine setzt sich so von selbst in Gang und
bleibt so lange thätig, bis durch das Steigen oder Sinken des Gefäfses alles Wasser unter
oder über dem Kolben aus dem Pumpencylinder entfernt ist. Das Ventil k schliefst
sich durch den Druck des Gewichtes /, sobald der Druck unter dem Tauchkolben so schwach
ist, dafs er von der Wirkung des Gewichtes / überwunden wird.
Das durch die Turbine gelaufene Wasser wird von der anderen Kolbenseite der Pumpe
durch eines der Saugventile h oder h' wieder
in die Pumpe eingesogen. Die bei diesem Betrieb etwa vorkommenden Wasserverluste
werden immer dadurch ausgeglichen, dafs die Rückführungslcitung mit einem kleinen Wasserreservoir
//; in Verbindung steht.
Damit das Feuer eines Leuchtthurmes oder eine elektrodynamische Maschine zum Betrieb
etwa eines Ufcrkrancs im Hafen auch während der Ruhepausen der Ebbe- und Fluthwirkung
thätig sein kann, werden im Schiffsgcfäfs Batterien von secundären Elementen aufgestellt,
welche immer in genügendem Mafse mit Elektri· cität. geladen gehalten werden und von ihrem
Vorrath in den Ruhepausen an die Kabel nach aufsen hin abgeben. Diese Batterien sind in '
bekannter Weise mit der dynamoelektrischen Maschine und den den Strom fortführenden
Kabeldrähten so verbunden, daife die Elcktricität in den Batterien aufgespeichert wird, wenn sie
nicht sofort bei ihrer Entstehung gebraucht werden kann. Solche Aufspeicherung wird also
bei der Benutzung des elektrischen Stromes auf einem Leuchtthurm bei Tage und bei der Verwendung
in einer elektrodynamischen Maschine meist des Nachts stattfinden.
Die Pfeiler A, welche, von starken Ankern durchzogen, ein festes Ganzes bilden, sind zusammen
schwerer als der gröfste Auftrieb, der je am Gefäfs stattfinden kann. Das Gefafs selbst
ist gegen die an ihm wirkenden grofsen Kräftedurch starke Eisenconstruetion in sich versteift.
Es ist selbstverständlich, dafs man an einem Gefäfs B mehrere Pumpen E vereinigen kann,
mehrere solcher Pumpen E auf eine Turbine wirken lassen kann, oder auch dafs man an Stelle
einer Turbine eine Wassersäulenmaschine einstellen kann. Statt der doppeltwirkenden
Pumpe könnten auch zwei hydraulische Pressencylinder mit Tauchkolben benutzt werden und
die festen Pfeiler A in manchen Fällen auch die Fundamente für einen Leuchtthurm abgeben.
Als Flüssigkeit könnte man in der Pumpe und Turbine Quecksilber mit Vortheil anwenden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zur Gewinnung der von Ebbe und Fluth gelieferten motorischen Kraft die Benutzung eines schwimmenden Docks B, mit welchem sich ein Cylinder E auf- und niederbewegt und wobei der an den fundamentirten Pfeilern AA befestigte Kolben F abwechselnd nach beiden Seiten auf die Cylinderflüssigkeit drückt, welcher Druck zum Betrieb einer Turbine nutzbar gemacht wird. . '■■!.■'■■'.■'■■'■"■■. ·; : ,;Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE23233C true DE23233C (de) |
Family
ID=299802
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT23233D Active DE23233C (de) | Ebbe- und Fluthmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE23233C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5355708A (en) * | 1993-12-20 | 1994-10-18 | Kauffman Kenneth A | Straight rod stock processor |
-
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- DE DENDAT23233D patent/DE23233C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5355708A (en) * | 1993-12-20 | 1994-10-18 | Kauffman Kenneth A | Straight rod stock processor |
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