-
Elektrischer Drucktastenschalter Die Erfindung betrifft einen elektrischen
Drucktastenschalter mit einen oder mehrere Qederbelastete5 in einem ,Schaltergehäuse
längsverschieblich gefuhrte Schaltschieber, die in einen aus dem Schaltergehäuse
herausragenden und mit einem Druckknopf versehenen Tastenschieber und einen mit
diesem kuppel baren Kontaktschieber unterteilt sind.
-
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art ist der Tastenschieber
mit dem Kontaktschieber durch einen angeformten Mitnehmer wahlweise schleppend oder
durch eine einlegbare Druckfeder elastisch kuppelbar (DZ-AS 2 023 109). Diese Kupplungsart
dient dazu, daß entweder der Tastenschieber erst nach Durchlaufen eines bestimmten
Freihubes den Kontaktschieber betätigt oder daß durch Einsetzen der Druckfeder eine
elastische Kupplung zwischen dem Tas-tenschieber und dem Kont.aktschieber vorgesehen
ist.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektrischen Drucktastenschalter
zu schaffen, mit einem zweigeteilten Schaltschieber, .der Wahlveise in verschiedenen
Längen starr kuppelbar ist, um auf diese Weise mit einem möglichst geringen Aufwand
an unterschiedlichen
Einzelteilen die verschiedensten Schaltungsaufgaben
lösen zu können.
-
Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, daß der Tastenschieber mit
dem Kontaktschieber mittels einer Verzahnung oder dgl. wahlweise in mindestens zwei
verschiedene Längen starr kuppelbar ist.
-
Nach weiterer Ausgestaltung.ist dem Tastenschieber und dem Kontaktschieber
als Kupplungsmittel eine flechteekverzahnung angeformt.
-
Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß der Kontaktschieber mittels
eines angeformten Steuernockens auf als Blattfeder ausgebildete Schaltkontakte einwirkt,
die in Längsrichtung des Schaltschiebers ausgerichtet, einerseits ortsfest am Schaltergehäuse
festgelegt und andererseits mit einem ortsfesten Gegenkontakt zusammenwirken.
-
Weiterhin ist mittels nur eines Steuernockens am Kontaktschieber durch
unterschiedliche Kupplung mit dem Tastenschieber der Schaltkontskt wahlweise äls
Schließ- oder Öffnungskontakt betätigbar.
-
Nach anderer Ausgestaltung sind dem Kontaktschieber zwei parallel,
Jedoch in Längsrichtung verset7t zueinanderliegende
Steuernocken
angeformt, zur Betätigung von zwei parallelen Schaltkontakten als Wechsler.
-
I;ach einer weiteren Ausgestaltung sind dem Kontaktschieber zwei in
ReLhe hintcreinander liegende Steuernocken und zu diesen parallel, in Langsrichtung
jedoch versetzt, etwa zwischen diesem liegend ein weiterer Steuernocken angeforfi1t,
und ist durch unterschiedliche Kupplung des Kontaktschiebers mit dem Tastenschieber
wahlweise der eine oder andere der als Wechsler zusammenwirkenden s chaltkontakte
als Schließ- oder Öffnungskontakt betätigbar.
-
Nach einer weiteren Ausbildung ist auf den aus dem Schaltergehäuse
herausragenden Teil des Tastenschiebers eine Riickholfeder gesteckt, die einerseits
am Schaltergehäuse und andererseits an einr an dem Tastenschieber befestigten Sicherungsscheibe
oder dgl. abgestützt ist.
-
Ein weiteres Merkmal besteht darin, daß an dem freien Ende des aus
dem Schaltergehäuse herausragenden Teils des Tastenschiebers der Druckknopf durch
Rastnasen gehalten ist.
-
Schließlich sind dem Tastenschieber an seiner der Kupplung verzahnung
gegenüberliegenden Seite Rastnocken oder dgl. für ein Zusammenwirken mit im Schaltergehäuse
gelagerten Rastgliedern angeformt.
-
Der elektrische Drucktas-tenschalter nach der Erfindung ist in der
zu Ze Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt Es zeigt Fig. 1 eine Ansicht
eines Drucktastenschalters mit fünf Schaltschiebern, Fig. 2 in vergrößertem Maßstab
einen Schnitt durch den Drucktastenschalter in Längsrichtung des Schaltschiebers,
Fig. 3 einen Schnitt gemäß Fig. 2, wobei der Tastenschieber mit dem Kontaktschieber
in einer anderen Länge gekuppelt ist, Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch den auf
den Tastenschieber aufgesetzten Druckknopf, Fig. 5 bis 9 schematische Darstellungen
des Kontaktschiebers in unterschiedlicher Kupplungsart mit dem Tastenschieber und
in ihrem Zusammenwirken mit den Schaltkontakten.
-
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Gehäuse aus einer
Leiterplatte 1 und einer die eine Seitenfläche der Leiterplatte etiia bügelförmig
übergreifenden Platte 2 gebildet, zwischen denen der aus Tastenschieber 3 und Kontaktschieber
4 gebildete Schaltschieber längsverschieblich geführt ist. Zur Betätigung des Schaltschiebers
ist an dem freien Ende des TastenscllieDers 3 ein Druckknopf 5 befestigt. Der Tastenschieber
3 ist an seinem anderen Ende mit einer Rechteckverzahnung G
versehen,
während der Kontaktschleber 4 eine korrespondierende Rechteckverzahnung 7 aufweist.
Diese Rechteckverzahnung dient als Kupplungsmittel zur starren Kupplung von Tastenschieber
3 und Kontaktschieber 4, die durch ihre längsverschiebliche Führung in dem Schaltergehäuse
1, 2 eine zuverlässige Verbindung erhalten. Un den Tastenschieber 3 mit dem Kontaktschieber
4 in mehr als zwei verschiedenen Langen kuppeln zu können, können ohne weiteres
noch weitere Zähne der Rechteckverzahnung 6, 7 vorgesehen werden.
-
An der Leiterplatte 1 sind als Blattfeder ausgebildete Schaltkontakte
8 angebracht, die in Längsrichtung des Schaltschiebers mit ihrem einen Ende 9 ortsfest
an der Leiterplatte 1 festgelegt und kontaktierend mit einer Leiterbahn verbundensind,
während sie andererseits mit einem Kontaktniet 10 versehen mit einem an der Leiterplatte
1 befestigten weiteren Kontaktniet 11 einen Schaltkontakt bilden. Für die Betätigung
des Schaltkontaktes 8 ist der Kontaktschieber 4 mit einem Steuernocken 12 versehen.
Zu einer zuverlässigen Führung des Kontaktscbiebers 4 in dem Schaltergehäuse besitzt
der Kcntaktschieber ' Zapfen 13, die in Längsschlitzen 14 der Platte 2 geführt sind.
Auf dem aus dem Schaltergehäuse herausragenden Teil des Tastenschiebers 3 ist eine
Rückholfeder 15 aufgesteckt, die einerseits am Schaltergehäuse und andererseits
an einer an dem Tastenschieber 3 befestigten Slcherungsscheibe 16 abgestützt ist.-
Die
Platte 2 ist mit der Leiterplatte 1 mittels ihr angeformter Zapfen 17 verbunden,
die in Durchbrüche der Leiterplatte 1 eingreifen und durch Verschränken oder einen
Nietvorgang befestigt sind. Der Tastenschieber 3 ist an seiner der Kupplungsverzahnung
6 gegenüberliegenden Seite mit einem Rastnocken 18 versehen, der mit einer an der-Platte
2 gelagerten, mit Rastnasen 19 versehenen Rastsc;hiene 20, die durch eine Feder
21 druckbelastet ist, zusammenwirkt. Andererseits kann anstatt des Rastnockens 18
der Tastenschieber 3 mit einer Rastkulisse 22 versehen sein und mit einer Kugel
23, die in einer Nut 24 der Platte 2 verschiebbar geführt ist, zum Zwecke der Verrastung
zusammenwirken.
-
Wie aus der Darstellung gemäß Fig. 4 zu entnehmen ist, kann auf dem
freien Ende des Tastenschiebers 3 der Druckknopf 5 mittels Rastnasen 25, die in
Rastnuten 26 des Tastensiebers 3 eingreifen, zuverlässig gehalten werden. Zu einem
elastischen Ausgleich beim Auf stecken des Druckknopfes 5 auf den Tastenschieber
3 kann dessen freies Ende mit einer Ausnehmung 27 versehen werden.
-
Durch die erfindungsgemäi Ausbildung des Schaltschiebers ist es möglich,
mittels weni'ger Einzelteile die verschiedensten Schaltungsaufgaben zu lösen. Einige
Beispiele sind schematisch ln den Fig. 5 bis 9 dargestellt. Grundsätzlich kann der
Kontaktschieber 4 mit einem zwei oder mehreren Steuernocken 12
versehen
werden, für ein Zv.sammemfirken mit einem, zwei oder mehreren SchaltkontaICten 8,
die parallel zueinander angeordnet sind. Wie aus den Fig. 5 und 6 zu entnehmen ist
kann durch unterschiedliche Kupplung des Tasten'schiebers 3 mit dem Schaltschieber
4 der Schaltkontakt 8 als Schließkontakt (Fig. 5) oder als Öffnungskontakt (Fig.
6) betätigt werden.
-
In Fig. 7 ist eine weitere Variante eines Kontaktschiebers 4 dargestellt,
wobei dieser mit zwei parallel, jedoch in Längsrichtung versetzt zueinanderliegenden
Steuernocken 12 versehen ist, durch die die von ihm gesteuerten Schaltkontakte 8
als Wechsler betätigbar sind.
-
Eine gegenüber Fig. 7 verbesserte Lösung eines Schaltschiebers 4 zeigen
die Fig. 8 und 9. Dabei ist der Schaltschieber 4 mit zwei in Reihe hintereinanderliegenden
Steuernocken 12 und parallel dazu, in Längsrichtung versetzt, etwa zwischen diesen
liegend mit einem weiteren Steuernocken 12 versehen. Mit diesem Schaltschieber ist
es möglich, bei unterschiedlicher Kupplung mit dem Tastenschieber 3 wahlweise die
von ihm als Wechsler betätigten Schaltkontakte 8 als Schließ- oder Öffnungskontakte
zu betätigen. Wie aus der Darstellung zu entnehmen ist, wird somit bei einer Anordnung
gemäß Fig. 9 die gleiche Schaltungsaufgabe gelöst, wie sie mit dem Kontaktschieber
nach Fig. 7 erzielt wurde. n kanal aufgrund der gezeigten Beispiele gesagt werden,
daß bei der Anordnung von zwei Schaltkontakten 8 je
Kontaktschieber
4 mit nur zwei verschiedenen Kontaktschiebern 4 durch unterschiedliche Kupplung
dieser Kontaktschieber mit dem TastenschieDer 3 bereits eine Reihe von verschiedenen
Schaltungsaufgaben gelöst werden kann.
-
Die Erfindung ist nicht auf die in dem Ausführungsbeispi.el gezeigten
Möglichkeiten be schränkt, sondern läßt weitere Variationen zu, So können anstelle
der als Blattfeder ausgebildeten Schaltkentakte 8 auch Schaltkontak-te als Schleifkontakte
vorgesehen werden. Weiterhin kann der Tastenschieber 3 anstatt mit Rastgliedern
für ein Schalten in zwei stabilen Schaltstellungen durch Weglassung der Rastglieder
ausschließlich für Tastfunktion ausgebildet werden.