DE2308552B2 - Kreiskolben-brennkraftmaschine - Google Patents
Kreiskolben-brennkraftmaschineInfo
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- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kreiskolben-Brennkraft- imaschine
in Mehrfachanordnung von Einheiten jeweils mit Schlupfeingriff zwischen eirem auf einer Exzenterwelle
drehbar umlaufenden Kolben und einem epitrochoidalen Gehäusemantel, der einen Einlaßkanal und
einen Auslaßkanal aufweist, wobei jeweils ein Über- ^.
strömkanal eine Arbeitskammer einer Einheit mit der Ansaugkammer einer anderen Einheit verbindet.
Eine Kreiskolben-Brennkraftmaschine der eingangs genannten Art ist bereits aus der DT-OS 15 76 902
bekannt. Zweck dieser Brennkraftmaschine ist es, einen 4s
ruhigen Lauf bei Leerlauf und kleiner Teillast zu ermöglichen, nämlich dadurch, daß das in die Ansaugkammern
gelangende Abgasvolumen verringert wird.
Bei derartigen Kreisklolben-Brennkraftmaschinen in Mehrfachanordnung ist es bekanntlich nicht möglich, y
ein Überlappen der Ansaug- und Ausschiebephasen in jeder Einheit zu vermeiden. Diese teilweise Überlappung
hat bei Betriebsbedingungen unter schwerer Belastung wenig Bedeutung, während jedoch bei einer
Motorverzögerung oder im Leerlauf bei bekannten ss Brennkraftmaschinen ein sogenanntes »Wagenbocken«
infolge eines unregelmäßigen Motorlaufs auftreten kann.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Kreiskolben-Brennkraftmaschine in
Mehrfachanordnung von Einheiten zu schaffen, bei der ein unregelmäßiger Lauf während des Bremsvorgangs
verhindert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Überströmkanal zwischen dem Auslaßkanal der ■
einen Einheit und dem Einlaßkanal der anderen Einheit angeordnet ist und ein Absperrventil aufweist, das den
Überströmkanal beim Bremsvorgang der Maschine in
der Ansaugphase der anderen Einheit freigibt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Bei der erfindungsgemäßen Kreiskolben-Brennkraftmaschine
wird die Verbindung, d. h. der Überströmkanal zwischen dem Auslaßkanal einer Einheit und dem
Einlaßkanal einer anderen Einheit durch ein Absperrventil gesteuert Die Steuerung erfolgt dabei abhangig
vom Bremsvorgang der Brennkraftmaschine. Somit wird das Brennstoff-Luft-Gemisch bei vorbestimmten
Motorbedingungen mit Abgas verdünnt
Die FR-PS 20 90 708 beschreibt eine Kreiskolben-Brennkraftmaschine,
bei der zur Vermeidung einer unvollständigen Verbrennung des Brennstoff-Luft-Gemisches
insbesondere im Verzögerungsbereich oder bei niedrigen Geschwindigkeiten eine bestimmte Menge an
verbranntem Gas in die nächste Einheit geleitet wird, die sich im Zustand maximaler Kompression befindet, so
daß die Bildung von Stickstoffoxyd im Augenblick der Verbrennung verhindert wird. Die Verbindungskanäle
zur Zuführung von verbranntem Gas befinden sich dabei zwischen den Arbeitskammern einer einzigen
Einheit, wobei die Öffnungen dieser Kanäle durch den Rotor selbst geöffnet bzw. verschlossen werden.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung an Hand von Zeichnungen erläutert.
Es zeigt . ,,,,,
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Kreiskolben-Brennkraftmaschine,
F i g. 2 eine gegenüber F i g. 1 abgewandelte Ausfuhrungsform,
F i g. 3 eine weiter abgewandelte Ausführungsform.
Die Erfindung wird nachstehend an einer Kreiskolben-Brennkraftmaschine
mit zwei Einheiten erläutert. Natürlich können auch mehr als zwei Einheiten verwendet werden.
Die in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Brennkraftmaschine mit zwei Kmskolben-Einheiten ist in Sandwichform
geöffnet dargestellt; diese Einheiten sind jedoch tatsächlich hintereinander angeordnet.
Die in F i g. 1 dargestellten Arbeitskammern sind mit A, B und C bzw. A', ß'und Cbezeichnet Sie werden
jeweils gebildet von Gehäusemänteln la, 16 und Kolben
2a, 2b, die in Richtung der Pfeile 3a und 36 rotieren. Koaxial durch diese Arbeitskammern erstreckt sich eine
Exzenterwelle. Im Gehäusemantel la sind eine Ansaugöffnung 4a und eine Auslaßöffnung 5a vorgesehen, im
Gehäusemantel 16 entsprechend eine Ansaugöffnung 46 und eine Auslaßöffnung 56. Zündquellen 6a und 66
sind schematisch gezeigt. Ferner sind Einlaßkanäle 7a und 76 mit Drosselklappen 8a und 86sowie Auslaßkanäle
9a und 96 in den Gehäusemänteln la und 16 vorgesehen.
Beide Gehäusemäntel la und 16 stehen miteinander durch einen Überströmkanal 10 in Verbindung, welcher
vom Auslaßkanal 9a zum Einlaßkanal 76 führt.
Zur Sperrung des Überströmkanals 10 und zur Freigabe desselben bei einer Motorverzögerung dient
eine besondere Vorrichtung, vorzugsweise ein elektrisch betätigbares Absperrventil 11. Diesem Ventil ist
ein elektrischer Kreis 12 mit einem Schalter 13 zugeordnet, der kraftschlüssig mit einem Unterdrucksensor
14 verbunden ist. Der Unterdrucksensor 14 enthält eine Ansaugkammer, die über eine Leitung mit
dem Einlaßkanal 76 in Verbindung steht. Der Unterdrucksensor 14 und der Schalter 13 sind kraftschlüssig
miteinander verbunden, so daß letzterer geschlossen wird, wenn im Einlaßkanal 76 ein vorbestimmter
Unterdruck vorliegt, det höher ist als der Unterdruck
beim Leerlauf des Motors.
Bei einer Brennkraftmaschine mit zwei Kreiskolbeneinheiten wird das Drehmoment des Kreiskolbenmotors
einmal pro Exzenterwellenumdrehung unregelmäßig gemacht, weil bezüglich einer Exzenterwellenumdrehung
eine Zündung der einen Einheit und eine Fehlzündung in der anderen Einheit erfolgte. Somit
wechseln Zündung und Fehlzündung ab, weshalb die Schwingungsfrequenz des Motors nicht resonant ist mit
der Eigenschwindungder Fahrzeugkarosserie.
Die Zeit zwischen dem Beginn der Ausschiebephase und dem Beginn der Ansaugphase kann als Funktion des
Exzenterwellenumdrehungswinkels ausgedrückt werden.
«=360° · 3 · 2 + 180°-Θ
θ gibt den Winkel zwischen einer Exzenterwellenposition,
wenn eine Ansaugphase einer Arbeitskammer beginnt, und einer vorgerückten Exzemerwellenposition
an, wenn eine Ausschiebephase beginnt.
So läßt die Wahl des durch die vorstehende Gleichung bestimmten Zeitabschnitts das Drehmoment
einmal pro Kurbelwellenumdrehung unregelmäßig werden.
Wenn bei der Ausführungsform nach F i g. 1 der Ansaugvorgang im Einlaßkanal Tb an einem stromabwärts
und angrenzend an die Drosselklappe 8b gelegenen Abschnitt einen vorher festgesetzten Pegel
überschreitet, wie es bei einer Miotorbremsung der Fall ist, schließt der Unterdrucksensor 14 den Schalter 13,
der den Kreis 12 schließt, so daß das Absperrventil 11
geöffnet wird. Der vorher festgesetzte Unterdruck soll vorzugsweise höher gewählt sein als ein Unterdruck,
der im Einlaßkanal Tb bei Leerlauf herrscht, um zu verhindern, daß der Kreis 12 erregt wird, wenn der
Motor leer läuft, weil das unerwünschte »Wagenbokken« im Leerlauf nicht stattfindet. Wenn der Überströmkanal
10 geöffnet ist, werden infolge der Druckdifferenz im Überströmkanal 10 Teile der
Ausschiebegase in den Überströmkanal 10 gezogen. Diese Ausschiebegase werden innerhalb des Überströmkanals
10 in Richtung der Pfeile in das im Einlaßkanal Tb befindliche Brennstoff-Luft-Gemisch
strömen, das zur Ansaugöffnung 4b geführt werden soll.
F i g. 2 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der
■. Erfindung. Diese Ausführungsform unterscheidet sich
von der nach F i g. 1 dadurch, daß ein Einweg-Absperrventil 11a, das auf den im Einlaßkanal Tb vorliegenden
Unterdruck anspricht, an Stelle des Absperrventils 11 in
F i g. 1 im Überströmkanal 10 vorgesehen ist. Das
. Absperrventil Ha schließt normalerweise den Überströmkanal
10 und öffnet denselben, wenn der Unterdruck am Einlaßkanal Tb an einem hinsichtlich der
Drosselklappe Sb stromabwärts gelegenen Abschnitt den vorher festgesetzten Unterdruck überschreitet. Die
ι - Funktion dieser Ausführungsform ist genau dieselbe wie
unter Bezugnahme auf F i g. 1 beschrieben wurde.
Das »Wagenbecken« würde nur dann auftreten, wenn der gezeigte Motor im Verzögerungsbereich mit
Drehzahlen von 1200 bis 1500 U/min läuft, wobei die
' Leerlaufdrehzahl 900 U/min beträgt Zur Verhinderung
des »Wagenbockens« wird der Überströmkanal 10 geöffnet, wenn der Motor während des Verzögerns
bremst und die Motordrehzahl im angegebenen Bereich liegt.
In Fig.3 ist eine weitere Ausführungsform der
Erfindung gezeigt. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der in Fig. 1 dadurch, daß zwei in Reihe
verbundene Schalter 13a und 13b vorgesehen sind. Der Schalter 13a ist betätigbar mit einem Exzenterwellen-
v> Drehzahlsensor 16 und einem Sensor 17 verbunden. Der Sensor 17 erfaßt die Stellung des Gaspedals. Die
Schalter 13a und 13b liegen im Kreis 12 (an Stelle des Schalters 13 nach Fig. 1). Mit 15 ist ein Drehzahlsensor
angegeben, der eine Gleichstromspannung erzeugt,
v. welche die Zahl der U/min repräsentiert. Der Drehzahlsensor 16 schließt den Schalter 13a, wenn die
Exzenterwellendrehzahl unter einem vorher festgesetzten Wert ist. Der Sensor 17 schließt den Schalter 13b,
wenn das Gaspedal freigegeben ist und in seine Anfangsstellung zurückkehrt. Die Funktion der Ausführungsform
nach F i g. 3 entspricht derjenigen von Fig. 1.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Kreiskolben-Brennkraftmaschine in Mehrfachanordnung von Einheiten jeweils mit Schlupfeingriff
zwischen einem auf einer Exzenterwelle drehbar umlaufenden Kolben und einem epitrochoidalen
Gehäusemantel, der einen Einlaßkanal und einen Auslaßkanal aufweist, wobei jeweils ein Überströmkanal
eine Arbeitskammer einer Einheit mit der Ansaugkammer einer anderen Einheit verbindet,
dadurch gekennzeichnet, daß der Überströmkanal (10) zwischen dem Auslaßkanal (9a^der
einen Einheit (A) und dem Einlaßkanal (Tb) der anderen Einheit (A') angeordnet ist und ein
Absperrventil (11; Ha) aufweist, das den Überströmkanal
(IG) beim Bremsvorgang der Maschine in der Ansaugphase der anderen Einheit (A') freigibt.
2. Kreiskolben-Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil
(11) mit einem Unterdrucksensor (14) im Einlaßkanal (7tyverbunden ist.
3. Kreiskolben-Brennkraftmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß dem Absperrventil
(U) ein Drehzahlsensor (16), kombiniert mit einem auf die Gaspedalstellung ansprechenden
Sensor (17), zugeordnet ist.
4. Kreiskolben-Brennkrafimaschine nach den
Ansprüchen 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (11) elektromagnetisch
betätigbar ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP47017931A JPS5035967B2 (de) | 1972-02-21 | 1972-02-21 | |
| JP1793172 | 1972-02-21 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2308552A1 DE2308552A1 (de) | 1973-09-20 |
| DE2308552B2 true DE2308552B2 (de) | 1977-05-26 |
| DE2308552C3 DE2308552C3 (de) | 1978-01-19 |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS4885915A (de) | 1973-11-14 |
| US3805746A (en) | 1974-04-23 |
| DE2308552A1 (de) | 1973-09-20 |
| JPS5035967B2 (de) | 1975-11-20 |
| FR2173555A5 (de) | 1973-10-05 |
| GB1378132A (en) | 1974-12-18 |
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Legal Events
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