DE222017C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28B—STEAM OR VAPOUR CONDENSERS
- F28B11/00—Controlling arrangements with features specially adapted for condensers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft die automatische Regulierung der Kühlwassermenge
entsprechend dem niederzuschlagenden Dampfquantum für solche Kondensationsanlagen,
bei welchen die Herstellung des erforderlichen Vakuums dadurch erreicht wird, daß von
einem Kreiselrad Wasserstrahlen mit großer Geschwindigkeit durch den Dampfraum geschleudert
werden, welche vermöge ihrer Strömungsenergie imstande sind, den äußeren Luftdruck wieder zu überwinden. Diese Anlagen
leiden bis jetzt unter dem Übelstande, daß die geförderte Wassermenge und dementsprechend
auch der Kraftbedarf sich stets gleich bleiben, gleichgültig, ob viel oder wenig
Dampf zuströmt. Der Kondensator wird demnach hier bei Leerlauf wie bei voller Belastung
der Betriebsmaschine den gleichen Kraftbedarf und die gleiche Kühlwassermenge benötigen,
auch wird hier bei normaler Belastung das erreichbare Vakuum schlechter sein als
bei schwacher, was mit Rücksicht auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage durchaus unerwünscht
ist.
Die Neuerung erreicht nun die Regulierung der Wassermenge dadurch, daß die Düse,
durch welche das Kühlwasser in den Dampfraum tritt, mit einem Material von großem
Wärmeausdehnungs - Koeffizienten derart in Verbindung gebracht wird, daß bei abnehmendem
Vakuum, also steigender Kondensatortemperatur, die Wärmeausdehnung dieses Materials
die Öffnung der Düse bewirkt und umgekehrt. Entsprechend der verschiedenen Düsenöffnungen wird dann auch mehr oder
weniger Kühlwasser in den Dampfraum treten.
Der Erfindungsgedanke werde an Hand der Fig. ι oben, welche den einfachsten Fall darstellt,
erläutert. Das Kühlwasser tritt hierbei durch die am Umfang des Kreiselrades angeordnete Düse α, welche in diesem Falle
mitrotiert, in den Dampfraum ein. Die Wände b dieser Düse sind mit dem Rad
durch die Zylinder c und d, von denen der erstere aus Material mit kleinem und der
letztere aus Material mit großem Wärmeausdehnungs-Koeffizienten besteht, verbunden.
Wenn nun beispielsweise die Temperatur im Kondensator steigt, so dehnt sich der Zylinder
d mehr aus als Zylinder c. . Es wird sich also der Spalt der Düse α erweitern. Damit
die Zylinder c und d rascher die wechselnde Temperatur annehmen, sind sie mit Aussparungen
und Löchern e von beliebiger Form versehen. Ferner ist durch Anbringung von
Dichtungsmaterial f verhindert, daß Wasser zwischen die Zylinder treten und ihre Temperatur
beeinflussen kann.
In Fig. ι unten sind mehrere Zylinder c und d hintereinandergeschaltet, um an Raum
nach der Seite hin zu sparen. Ferner ist dort an der linken Seite des Kreisels die Reguliervorrichtung
weggelassen.
In Fig. 2 ist der Fall dargestellt, daß die · Verbindung der Düsenwand b mit dem Zylinder
d. der wie oben aus Material mit großer Wärmeausdehnung besteht, nicht durch einen
Zylinder mit kleiner Wärmeausdehnung, sondern durch Hebel g, welche radial angeordnet
sind, und deren Drehpunkt bei h ist, erfolgt. Dadurch wird eine wesentliche Vergrößerung
der Düsenverstellung erreicht.
Fig. 3 enthält die Anwendung der Erfindung
auf den Fall, daß die Düse nicht mitrotiert.
- Der Zylinder c besteht wieder aus Material mit kleiner, der Zylinder d aus Material mit
großer Wärmeausdehnung. Selbstverständlich kann auch hier wie in Fig. 2 der Zylinder d
durch Hebel oder eine andere Vorrichtung mit der Düsen wand verbunden werden.
Die oben erwähnten Aussparungen e können ίο sich natürlich auch auf die ganze Länge der
Zylinder erstrecken, so daß diese in einzelne Stäbe, welche zylindrisch angeordnet sind, zerfallen.
Die besprochene Vorrichtung kann natürlieh auch bei solchen Kondensatoren Anwendung
finden, bei welchen sich die Düse nur auf einen Teil des Kreisumfangs erstreckt oder das Kreiselrad nicht vorhanden ist, also
beispielsweise Druckwasser in die Düse geleitet wird.
Claims (3)
1. Selbsttätige Reguliervorrichtung für Kondensatoren, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wände der Düse, durch welche das Wasser in den Dampfraum tritt, mit einem Material von großem Wärmeausdehnungs
- Koeffizienten derart verbunden werden, daß bei steigender oder fallender Kondensatortemperatur durch die Wärmeausdehnung
dieses Materials die Düse geöffnet bzw. geschlossen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material
von großem Wärmeausdehnungs-Koeffizienten mit Aussparungen e versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung
der Düsenwand mit dem Material von großem Wärmeausdehnungs - Koeffizienten
durch Hebel g bewirkt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE222017C true DE222017C (de) |
Family
ID=482948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT222017D Active DE222017C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE222017C (de) |
-
0
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