DE2220005B2 - Unabhängige Vorderradaufhängung für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Unabhängige Vorderradaufhängung für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine unabhängige Vorderradaufhängung für Kraftfahrzeuge entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einer bekannten Vorderradaufhängung der vorgenannten Art liegt, bezogen auf eine Seitenansicht,
bei Geradeausfahrstellung des Rades der Anienkpunkt der Spurstange am Lenkspurhebel vor dem Anienkpunkt
des Führungslenkers am Radträger, der etwa gleiche Höhenlage und Erstreckungsrichtung wie die
Spurstange aufweist. In Verbindung mit der bei dieser
bekannten Konstruktion gewählten Lage für den lenkgetriebeseitigen Anienkpunkt der Spurstange hat
dies zur Folge, daß die jeweils gewählte Vor- oder Nachspur, im folgenden kurz Spur genannt, beim Ein-
und Ausfedern nicht konstant gehalten wird.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Radaufhängung der eingangs genannten
Art so auszugestalten, daß der konstruktiv festgelegte Wert für die Vor- oder Nachspur eines Rades über den
gesamten Federbereich konstant gehallen wird.
Bei einer Radaufhängung der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß' durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch das erfindungsgemäß erreichte Konstanthalten der jeweils gewählten Spur für die Geradeausfahrstellung
wird eine gute Spurhaltung und eine gute Fahrrichtungsstabilität erreicht, da Spuränderungen,
d. h. Vor- bzw. Nachspuränderungtn beim gleich- oder wechselseitigen Einfedern der Räder nicht eintreten.
Ferner wird durch die Konstanthaltung der Spur auch der Reifenverschleiß vermindert.
Für die Lage des lenkgetriebeseitigen Anlenkpunktes der Spurstange erweist es sich häufig als optimal, wenn
dieser Anienkpunkt in der durch den Anienkpunkt der Spurstange am Lenkspurhebel in seinen verschiedenen
Durchfederlagen des Rades bei unveränderter Spur entsprechenden Stellungen aufgespannten Ebene liegt.
Im Rahmen der Erfindung erweist es sich weiterhin als zweckmäßig, wenn die Spurstange in Höhe des
oberen Führungslenkers liegt, da so eine geschützte Lage für die Spurstange zu erreichen ist. Insbesondere
bei einer derartigen Anordnung ist es zweckmäßig, den Radträger so weit nach oben zu verlängern, daß die
Anlenkpunkte für Spurstange und Führungslenker im wesentlichen oberhalb des Rades liegen, so daß eine
Begrenzung des Radeinschlages durch diese Teile nicht gegeben ist. Im Rahmen der Erfindung kann, abweichend
von dem Vorgeschilderten, die Spurstange allerdings auch in Höhe des unteren Führungslenkers
vorgesehen werden.
Im Rahmen der Erfindung ist es ferner möglich, den Anienkpunkt zwischen dem Lenkspurhebel und der
Spurstange so zu legen, daß er sich, bezogen auf eine Draufsicht, in größerem Abstand von der Längsmittelebene des Fahr/eupps als der Anlenknunkt des
entsprechenden Führungslenkers am Radträger befindet.
Eine derartige Anordnung ist insbesondere bei in Höhe des oberen Führungslenkers liegender Spurstange
und bei frontgetriebenen Fahrzeugen zweckmäßig, da sich so mit einfachen Mitteln ein kleiner Lenkrollhalbmesser
erreichen läßt
Im Rahmen der Erfindung besteht aber ferner die Möglichkeit, den Anlenkpunkt zwischen dem Lenkspurhebel
und der Spurstange so zu legen, daß er sich in größerem Abstand von der Radebene als der Anlenkpunkt
des entsprechenden Führungslenke.rs am Radträger befindet Diese Lösung empfiehlt sich beispielsweise
bei in Höhe des unteren Führungslenkers liegender Spurstange und bei Fronttrieb für das Fahrzeug, da sich
so wiederum auf einfache Weise ein kleiner Lenkrollhalbmesser erreichen läßt Weiter hat diese Lösung
auch den Vorteil, daß in der Spurstange geringere Kräfte auftreten.
In Anpassung an die jeweiligen Konsti uktionsgegebenheiten
kann die erfindungsgemäße Lösung in Verbindung mit Radaufhängungen Verwendung finden,
bei denen jeweils wenigstens einer der Führungslenker als Längs-, Schräg- oder Querlenker angeordnet ist
Ferner können auch jeweils beide Führungslenker in vorbeschriebener Weise angeordnet werden, so daß in
Anpassung an die jeweiligen Konstruktionsfordernisse
die jeweils günstigste Radaufhängung gewähl: werden kann und bei jeder der gewählten Aufhängungen
trotzdem über den gesamten Federbereich exakt die eingestellte Spur, worunter hier Vor- oder Nach";pur i<
> verstanden wird, beibehalten wird. Dies gilt insb. auch bezüglich Führungslenkern mit verschränkt zueinander
liegenden Drehachsen.
In konstruktiver Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Radaufhängung erweist es sich als zweckmäßig, tr>
wenn der Lenkspurhebel einstückig mit dem Radträger ausgebildet ist und wenn als Führungslenker Dreieckslenker vorgesehen sind.
Um die durch die erfindungsgemäße Führung des Radträgers erreichte Spurkonstanz nicht durch unerwünschte
Eigenbeweglichkeiten der Führungslenker bzw. der Spurstange in Frage zu stellen, erweist es sich
als zweckmäßig, den radträgerseitigen Anlenkpunkt des Führungslenkers, dessen Anlenkpunkt am Radträger
auf gleicher Höhe mit dem Anlenkpunkt der Spurstange v, am Lenkspurhebel liegt sowie zumindest den äußeren,
gestellseitigen Anlenkpunkt dieses Führungslenkers durch eine hart ausgebildete Lagerstelle zu bilden.
Eine besonders wirtschaftliche und zweckmäßige Ausgestaltung besteht darin, die Drehachsen des oberen r>o
und des unteren Führungslenkers zusammenzulegen, so daß oberer und unterer Führungslenker zu einem
einstückigen Führungslenker zusammengefaßt werden können. Der als Koppel gegenüber diesem einstückigen
Führungslenker geführte Radträger kann über wenig- v,
stens ein Zylinderlager geführt sein, dessen Achse mit der Verbindungsgeraden der Anlenkpunkte zusammenfällt,
von denen bei fliegender Lagerung des Radträgers am Führungslenker einer einen theoretischen Anlenkpunkt
bildet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Draufsicht
auf eine erfindungsgemäße, unabhängige Vorderradaufhängung für Kraftfahrzeuge, br>
Fig. 2 eine Rückansicht der Darstellung gemäß
Fig. 1, wiederum nur schematisiert,
F i e. 3 eine schematisierte Seitenansicht der Darstellung
gemäß Fig. 1, wobei in Umrissen ein Teil des Fahrzeugaufbaues und des Fahrzeugrahmens dargestellt
sind,
F i g. 4 in Draufsicht eine weitere Ausgestaltungsmöglichiceit
einer erfindungsgemäßen Radaufhängung, wiederum in schematischer Darstellung,
Fig.5 eine perspektivische, schematische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform einer unabhängigen Radaufhängung gemäß der Erfindung, und
F i g. 6 in perspektivischer und schematisierter Darstellung eine konstruktive Ausgestaltungsmöglichkeit
einer Radaufhängung gemäß F i g. 5.
Die F i g. 1 bis 3 zeigen eine erste Ausführungsform einer unabhängigen Vorderradaufhängung für Personenkraftwagen
in einer schematisierten Darstellung, in der bis auf Umrißandeutungen für einzelne der
Karosserie bzw. deren Bodengruppe zugehörigen Teile (Fig.3) lediglich die den Radaufhängungen und der
Lenkung zugehörigen Elemente dargestellt sind.
Die Radaufhängungen für die Vorderräder !,über die,
was hier nicht weiter dargestellt ist, gegebenenfalls der Antrieb des Fahrzeugs erfolgen kann, umfassen jeweils
einen Radträger 2, an dem die Führungslenker 3, 4 in entsprechenden Anlenkpunkten angreifen. Von den als
Dreieckslenkern ausgebildeten Führungslenkern 3. 4 bildet der Führungslenker 3 den vorderen, unteren
Führungslenker für den als Koppel geführten Radträger 2 und ist mit diesem in dem unten am Radträger 2
liegenden Anlenkpunkt £ verbunden. In dem oben am Radträger 2 vorgesehenen Anlenkpunkt F greift der
obere, mit 4 bezeichnete Führungslenker an. Die gestellseitigen Anlenkpunkte des unteren, vorderen
Führungslenkers 3 sind mit A und B, diejenigen des oberen, hinteren Führungslenkers 4 mit C und D
bezeichnet. Über die gestellseitigen Anlenkpunkte A, B bzw. C, Oder Führungslenker 3 bzw.4 sind deren mit 5
bzw. 6 bezeichnete Drehachsen festgelegt, die, wie die Zeichnungen zeigen, verschränkt zueinander liegen.
Neben den Führungslenkern 3, 4 ist am Radträger 2 ein Lenkspurhebel 7 starr angebracht, der im Ausführungsbeispiel
einstückig mit dem Radträger 2 ausgebildet ist und sich im wesentlichen in einer Fahrzeugquerebene, also einer zur Fahrzeuglängsachse 8 in
Draufsicht senkrechten Ebene erstreckt.
An dem Lenkspurhebel 7 ist ein Anlenkpunkt für eine Spurstange 9 vorgesehen, der mit K bezeichnet ist und
der im Ausführungsbeispiel auf gleicher Höhe sowie in einer Fahrzeugquerebene mit dem radträgerseitigen
Anlenkpunkt F des oberen Führungslenkers 4 liegt. Ferner erstreckt sich die Spurstange 9 im wesentlichen
in einer durch die Anlenkpunkte C, D und Fdes oberen Führungslenkers 4 aufgespannten Ebene, und zwar
derart, daß ihr dem Lenkgetriebe 10 zugeordneter Anlenkpunkt L im Bereich der Drehachse 6 des oberen
Führungslenkers 4 liegt. Bei der im Rahmen der Erfindung bevorzugten Lösung liegt der dem Lenkgetriebe
10 zugeordneter Anlenkpunkt L der Spurstange 9 auf einer Geraden, die, bezogen auf die Geradeausfahrstellung
des Rades, senkrecht zu einer Ebene steht, welche durch den Anlenkpunkt K der Spurstange 9 am
Lenkspurhebel in seinen verschiedenen Durchfederlagen des Rades 1 bei unveränderter Spur desselben
einsprechenden Stellungen aufgespannt ist, und die diese hier nicht dargestellte Ebene im Mittelpunkt des
Kurvenbogens durchstößt, der von dem Anlenkpunkt K der Spurstange 9 am Lenkspurhebel 7 beim Durchfedern
des Rades bei unveränderter Spur beschrieben wird.
Der dem Lenkgetriebe 10 zugeordnete Anlenkpunkt L der Spurstange 9 ist im Ausführungsbeispiel für jede
der den beiden achsgleich zueinander liegenden Rädern 1 zugeordneten Radaufhängungen zugehörigen Spurstangen
9 an einem Lenkzwischenhebel 11 vorgesehen, der als Winkelhebel ausgebildet ist und der jeweils um
eine ortsfeste, beispielsweise mit der Bodengruppe des Fahrzeuges verbundene Achse 12 verschwenkbar ist.
Die Achse 12 des in den Zeichnungen linksseitig liegenden Lenkzwischenhebels Ii ist durch die Abgangswelle
des Lenkgetriebes 10 gebildet, so daß durch Betätigung des Lenkgetriebes 10 über dessen hier nur
angedeutete Lenkspindel 13 der linksseitig liegende Lenkzwischenhebel 11 verschwenkbar ist, der mit dem
rechtsseitig liegenden Lenkzwischenhebei 1 i über eine Lenkstange 14 in Verbindung steht, wobei die
Lenkstange 14 mit dem jeweils vom Anlenkpunkt L abgelegenen Schenkel des Lenkzwischenhebels 11 in
einem Anlenkpunkt M schwenkbar verbunden ist. Selbstverständlich sind im Rahmen der Erfindung auch
andere Lenkanordnungen als die hier dargestellte möglich, wobei allerdings stets sichergestellt sein muß,
daß die dem Lenkgetriebe zugeordneten Anlenkpunkte L der Spurstangen 9 in der Konstruktionslage die
vorbeschriebene Stellung einnimmt,
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 bis 3 ist der Radträger 2, wie insbesondere aus F i g. 1 und 2
ersichtlich, in die Schüssel des Rades 1 hineingezogen und es liegt auch der Anlenkpunkt E des unteren
Führungslenkers 3 innerhalb der Radschüssel. Nach oben erstreckt sich der Radträger 2 seitlich des Rades 1
bis über dessen Scheitel, und es liegen dementsprechend die Anlenkpunkte Fund K oberhalb des Radscheilels.
Diese Lage der Anlenkpunkte und die entsprechende, insbesondere aus Fig. 1 und 2 ersichtliche Lage der
Führungslenker 3 und 4 macht große Einschlagwinkel für die Räder 1 und damit enge Wendekreise für mit
einer derartigen Radaufhängung versehene Fahrzeuge möglich. Die Achsen 5 bzw. 6 der Führungslenker 3 bzw.
4 liegen verschränkt zueinander und es erstreckt sich, wie die F i g. 1 bis 3 zeigen, die Drehachse 6 des oberen
Führungslenkers 4 gegen die Längsmitte des Fahrzeuges schräg nach vorne und unten, während die
Drehachse 5 des vorderen, unteren Führungslenkers 3 bei nahezu horizontaler Erstreckung schräg nach hinten
gegen die Längsmitte des Fahrzeuges verläuft und mit der Längsachse 8 des Fahrzeuges in der Draufsicht
einen spitzen, sich nach vorne öffnenden Winkel einschließt.
In der Darstellung gemäß Fig.3 ist strichpunktiert
ein in Längsrichtung verlaufender, mit 16 bezeichneter Verstärkungsteil der Bodengruppe des Fahrzeuges
angedeutet. Ferner ist auch noch ein Teil des Umrisses des weiter nicht dargestellten Fahrzeuges gezeigt und
mit 17 bezeichnet
Die Lage der radträgerseitigen Anlenkpunkte E und F, von denen der Anlenkpunkt F des oberen
Führungslenkers 4 in größerem Abstand zur Radebene 15 als der Anlenkpunkt fTdes unteren Führungslenkers 3
liegt ergibt einen verhältnismäßig kleinen Lenkrollhalbmesser und damit günstige Kraftverhältnisse. Ferner ist
bei der Ausführungsform gemäß F i g. 1 bis 3 auch der
wirksame Hebelarm für die Spurstange 9 verhältnismäßig groß, so daß zum Einschlagen der Räder 1 keine
besonders großen Betätigungskräfte über das Lenkgetriebe 10 aufzubringen sind.
Die im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 4 dargestellte Ausführungsform einer unabhängigen Radaufhängung
gemäß der Erfindung entspricht in ihrem grundsätzlichen Aufbau der im Ausführungsbeispiel
gemäß F i g. 1 bis 3 dargestellten, und es finden deshalb für gleiche Teile entsprechende, durch einen Index
gekennzeichnete Bezugszeichen Verwendung. Ferner wird deshalb im nachfolgenden die Beschreibung der
Fig.4 auf die gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.l bis 3 unterschiedlichen Merkmale
beschränkt.
to Abweichend vom Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 sind im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.4 die
Spurstangen 9' und die oberen Führungslenker 4' in ihrer Lage gegenüber den Ebenen 15' der Räder Γ
vertauscht, es liegen bei der Ausführungsform gemäß F i g. 4 also die Spurstangen 9' den Radebenen 15' näher
als die oberen Führungslenker 4'. Dies bedingt, daß an den Radträgern 2' in ihrem oberen Endbereich der
Lenkspurhebel T so vorgesehen wird, daß er gegen die jeweilige Radebene 15' hin ragt. Der Anlenkpunkt K
zwischen der Spurstange 9' und dem Lenkspurhebel T liegt daher in der Draufsicht gemäß Fig.4 unmittelbar
über dem Rad Γ, während der Anlenkpunkt F' zwischen dem oberen Führungslenker 4' und dem Radträger 2
wie schon beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 bis 3 seitlich neben dem Rad Γ liegt. Die lenkgetriebeseitigen
Anlenkpunkte L' der Spurstangen 9' liegen, wie schon beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 bis 3, jeweils
auf einer Geraden, die, bezogen auf die Geradeausfahrstellung des Rades Γ, senkrecht zu einer Ebene steht
welche durch den Anlenkpunkt K'der Spurstange 9' arr Lenkspurhebel T in seinen verschiedenen Durchfederlagen
des Rades Γ bei unveränderter Spur entsprechenden Stellungen aufgespannt ist und die diese Ebene irr
Mittelpunkt des Kurvenbogens durchstößt, der von derr Anlenkpunkt K'der Spurstange 9' am Lenkspurhebel 7
beim Durchfedern in Geradeausfahrstellung des Rade; !'beschrieben wird.
Im lenkgetriebeseitigen Anlenkpunkt L' der Spurstange 9' ist diese mit einem Lenkzwischenhebel 11
verbunden, der als Winkelhebel im Ausführungsbeispie ausgebildet ist und der um eine ortsfeste, z. B. gegenübei
der Bodengruppe des Fahrzeuges befestigte Achse 12 schwenkbar ist. Im Anlenkpunkt M'ist jeder der beider
Lenkzwischenhebel 11' mit der Lenkstange verbunden die hier zweiteilig ausgebildet ist und durch die
Lenkstangenteile 14a' und 14b' gebildet ist, welch« jeweils in einem Anlenkpunkt Na' bzw. Nb'mit eineir
Lenkstockhebel 19' verbunden sind, der mit der hier be 20' angedeuteten Ausgangswelle des Lenkgetriebes 10
drehfest verbunden ist. Die Anlenkpunkte Na' und Nb liegen auf dem Lenkstockhebel 19' einander unmittelbai
benachbart. Anstelle einer zweigeteilten Lenkstange könnte auch im Falle der Ausgestaltung gemäß F i g. '
eine einstückige Lenkstange Verwendung finden, sofen diese, was hier nicht dargestellt ist, gegenüber den
Lenkstockhebel, also quer zu ihrer Erstreckungsrich tung längsverschieblich und schwenkbar angelenkt ist
Auch die anhand des Ausführungsbeispiels gemät Fig.4 dargestellte Radaufhängung gemäß der Erfin
dung ermöglicht einen verhältnismäßig kleinen Lenk rollhalbmesser bei einem verhältnismäßig großei
Angriffshebelarm für die Spurstange 9', und es sine damit günstige Voraussetzungen für eine Lenkbarkei
gegeben.
Erstrecken sich bei den Ausführungsbeispielen gemäl F i g. 1 bis 4 die Führungslenker 3 bzw. 3' und 4 bzw. 4'
bezogen auf die Fahrzeuglängsrichtung, nach entgegen gesetzten Richtungen und weisen räumlich verschränk
zueinander liegende Drehachsen auf, so ist in F i g. 5 eine davon abweichende, lediglich der Erläuterung
dienende Ausführungsform im Schema gezeigt, bei der die Führungslenker in bezug auf die Fahrzeuglängsrichtung
gleiche Erstreckungsrichtung aufweisen und auch um die gleiche Drehachse verschwenkbar sind. Um den
Überblick im Rahmen der vorliegenden Anmeldung nicht zu erschweren, sind für die Anlenkpunkte auch bei
diesem Ausführungsbeispiel sich lediglich durch den verwendeten Index unterscheidende Bezugszeichen
verwendet So ist der radträgerseitige Anlenkpunkt des unteren, bezogen auf die Fahrzeuglängsrichtung hier
nach hinten ragenden und wiederum als Dreieckslenker ausgebildeten unteren Führungslenkers 103 mit fund
der entsprechende Anlenkpunkt des oberen, bezogen auf die Fahrzeuglängsrichtung ebenfalls nach hinten
ragenden und auch als Dreieckslenker ausgebildeten Führungslenkers 104 mit F" bezeichnet Die entsprechenden,
gestellseitigen Anlenkpunkte der Führungslenker 103 und 104 sind mit A"und ß"bzw. C"und D"
bezeichnet und liegen auf einer gemeinsamen Achse, der Drehachse 105. Der Radträger ist mit 102 bezeichnet
und der mit dem Radträger 102 einstückige Lenkspurhebel trägt das Bezugszeichen 107. An diesem ist im
Anlenkpunkt K" die Spurstange 109 angelenkt deren lenkgetriebeseitiger Anlenkpunkt mit L" bezeichnet ist.
Im Anlenkpunkt L" ist die Spurstange 109 mit dem Lenkzwischenhebel 111 verbunden, der wiederum als
zweischenkeliger Hebel ausgebildet ist und dessen Drehachse 112 durch die Abtriebswelle des Lenkgetriebes
110 gebildet ist. Das Lenkgetriebe UO ist über die Lenkspindel 113 und das Lenkrad 120 zu betätigen. Die
Verbindung mit den entsprechenden Lenkungsstellen des achsgleich angeordneten, hier nicht weiter dargestellten
Rades erfolgt über eine Lenkstange 114, die an
einander entsprechenden Schenkeln der Lenkzwischenhebel 111 in Anlenkpunkten M"angebracht ist
Auch bei dieser Ausführungsform einer unabhängigen Vorderradaufhängung für Fahrzeuge gemäß der Erfindung
liegt der Anlenkpunkt L"etwa auf einer Geraden, die, bezogen auf die Geradeausfahrstellung des
jeweiligen Rades senkrecht zu einer Ebene steht welche durch den Anlenkpunkt K" der Spurstange 109 am
Lenkspurhebel 107 in seinen verschiedenen Durchfederlagen des Rades bei unveränderter Spur entsprechenden
Stellungen aufgespannt ist und die diese Ebene im Mittelpunkt des Kurvenbogens durchstößt der von dem
Anlenkpunkt K"der Spurstange 109 am Lenkspurhebel 107 beim Durchfedern in Geradeausfahrstellung des
Rades beschrieben wird. Der Anlenkpunkt /fliegt auch
bei dieser AusfOhrungsform auf Höhe des Anlenkpunktes F" und in einer gemeinsamen, zur Radebene
senkrechten Vertikaiebene mit diesem.
Während in Fig.5 die gleichachsige Anordnung der
Führungslenker 103 und 104 mehr prinzipiell gezeigt ist, zeigt Fig.6 eine Ausführungsform, die eine besonders
vorteilhafte konstruktive Auswertung des anhand von Fig.5 erläuterten Ausführungsbeispiels enthält Um
den Obergang von der Prinzipdarstellung gemäß F i g. 5 zu der schematischen Konstruktionslösung gemäß
Fig.6 deutlich zu machen, sind für die Anlenkpunkte
entsprechende Bezugszeichen beibehalten worden.
Die in der Prinzipdarstellung gemiB Fig.5 zwar
achsgleich angeordneten, aber noch getrennt dargestellten Führungslenker, Ober die erfindungsgemäß der
Radträger als Koppel geführt ist, sind im Ausführungsbeispiel gemiB Fig.6 zu einem Fühningslenker 203
zusammengefaßt der gestellseitige Anlenkpunkte A" C" und B" D" aufweist Die Drehachse des Führungslenkers 203, die durch dessen gestellseitige Anlenkpunkte
A " C'und B" £>"festgelegt ist, ist mit 205 bezeichnet
Die Anlenkpunkte E" und F" gemäß F i g. 5 sind im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.6 durch zylindrische
Führungen 221 und 222 gebildet, in denen der Radträger 202 über Führungszapfen 223 und 224 gelagert ist Am
Radträger 202 ist der Lenkspurhebel 207 angebracht an dessen freien Ende der Anlenkpunkt K" für die
ίο Spurstange 209 am Lenkspurhebel 207 liegt Der
lenkgetriebeseitige Anlenkpunkt der Spurstange 209 ist wiederum mit L" bezeichnet und stellt die Verbindung
zu einem Lenkzwischenhebel 211 dar, dessen Drehachse
212 durch die Abtriebswelle des ortsfest angeordneten
ι ■> Lenlcgetriebes 210 gebildet ist Die in F i g. 6 wie schon
in F i g. 5 nicht weiter dargestellte Aufhängung für das achsgleich angeordnete, der gegenüber liegenden Seite
eines Fahrzeuges zugeordnete Rad ist entsprechend der hier gezeigten und geschilderten aufgebaut und die
Verbindung zwischen den Lenkzwischenhebeln 211, von denen der der hier nicht weiter gezeigten Achsseite
zugehörige um eine ortsfeste Drehachse 212 schwenkbar ist wird durch eine Lenkstange 214 hergestellt
welche in den Anlenkpunkten Af" mit den Lenkzwischenhebeln 211 verbunden ist
Anstelle der in Fig.6 dargestellten, zweiseitigen
Führung für den Radträger 202 in Führungsbuchsen 221 und 222 ist es selbstverständlich auch möglich, diesen
fliegend zu lagern, was beispielsweise dadurch erreichbar ist, daß der Radträger über lediglich eine
Zylinderlagerung, d.h. eine zylindrische Führung mit
dem Führungslenker verbunden ist Die Erstreckungsrichtung dieser Führung für den Radträger muß dann
allerdings auch so gewählt sein, daß die Schwenkachse des Radträgers zumindest annähernd eine Lage hat die
der hier dargestellten entspricht und die mit einer die Anlenkpunkte F" und E" verbindenden Geraden
zusammenfällt
Bei allen dargestellten Ausführungsformen sind die gestellseitigen Anlenkpunkte, in den F i g. 1 bis 3 mit A,
B, C und D bezeichnet, der Führungslenker durch Führungsbuchsen gebildet und es erweist sich als
zweckmäßig, die Führungsbuchsen der Führungslenker, die zur Spurstange etwa gleiche Erstreckungsrichtung
aufweisen, hart auszubilden, um unerwünschte Eigenlenkeffekte
zu vermeiden. Die radträgerseitigen Anlenkpunkte der Führungslenker sowie auch die Anlenkpunkte
des Lenksystems, im Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 1 bis 3 mit fund Fbzw. mit K1L und M bezeichnet
so sind als Kugelgelenke ausgebildet
Um trotz der zweckmäßigerweise harten Auslegung der, wiederum auf F i g. 1 bis 3 bezogen, gestellseitigen
Anlenkpunkte C und D einen guten Fahrkomfort zu erreichen, kann es zweckmäßig sein, diese Anlenkpunk te zusammen mit den ortsfesten Anlenkpunkten im
Lenksystem auf einem gemeinsamen Hilfsträger od. dgL anzuordnen, der seinerseits elastisch und in Fahrzeuglängsrichtung nachgiebig, z. B. gegenüber der Bodengruppe des Fahrzeuges abgestützt sein kann.
Dadurch, daß bei eifindungsgemißen unabhängigen
Vorderradaufhängungen, wie sie in den Ausführungsbeispielen dargestellt sind, der Anlenkpunkt der Spurstange am Lenkspurhebel und der radträgerseitige Anlenkpunkt des Führungslenkers, der etwa gleiche Höhenlage
zur Spurstange aufweist, in einer zur Radebene senkrechten Vertikalebene liegen, ergibt sich für den
Anlenkpunkt der Spurstange am Lenkspurhebel beim Durchfedern des Rades unter Konstanthaltung von
dessen Spur, d. h. von dessen Vor- oder nach Nachspur eine Kurvenbahn, von der sich in guter Annäherung
sagen läßt, daß sie in einer Ebene liegt. Dies macht es möglich, einen lenkgetriebeseitigen Anlenkpunkt für die
Spurstange zu bestimmen, der bei Geradeausfahrstellung des Rades gewährleistet, daß dieses ohne
Spuränderung durchfedern kann.
Ist z. B. aus konstruktiven Gründen die gestellseitige
Anlenkung der Spurstange derart, daß der Anlenkpunkt auf der Geraden liegt, die die durch den Anlenkpunkt
der Spurstange am Lenkspurhebel in mehreren
10
Federlagen aufgespannte Ebene im Mittelpunkt des von diesem Anlenkpunkt hierbei beschriebenen Kurvenbogens
durchstößt, nicht möglich, so läßt sich gemäß der Erfindung eine nahezu vollständige Spurkonstanz auch
dadurch erreichen, daß dieser Anlenkpunkt nahe der Geraden in die Ebene gelegt wird, die von dieser
Geraden und dem Anlenkpunkt der Spurstange am Lenkspurhebel aufgespannt wird. Insbesondere hat
diese Anlenkung auch zur Folge, daß die unter
ίο Umständen auftretenden, geringen Änderungen in der
Spur keine Lenkeffekte hervorrufen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Unabhängige Vorderradaufhängung für Kraftfahrzeuge,
insbesondere Personenkraftwagen, mit einem unteren und einem oberen Führungslenker
und einem über die Führungslenker als Koppel geführten Radträger, an dem ein Lenkspurhebel
starr angebracht ist, und mit einer mit dem Lenkspurhebel in einem Anienkpunkt, der auf Höhe
des Anlenkpunktes eines Führungslenkers am Radträger liegt, verbundenen Spurstange, die mit
einem Lenkgetriebe in Verbindung steht und etwa in der durch die Anlenkpunkte des Führungslenkers,
dessen Anienkpunkt am Radträger sich auf Höhe des Anlenkpunktes der Spurstange am Lenkspurhebei
befindet, aufgespannten Ebene liegt und deren dem Lenkgetriebe zugeordneter Anienkpunkt im
Bereich der Drehachse dieses Führungslenkers angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die auf gleicher Höhe liegenden Anlenkpunkte (K und F) der Spurstange (9) am Lenkspurhebel (7)
und des einen Führungslenkers (4) am Radträger (2) in einer zur Radebene (15) senkrechten Vertikalebene
liegen und daß der dem Lenkgetriebe (10) zugehörige Anienkpunkt (L) der Spurstange (9) auf
einer Geraden liegt, die, bezogen auf die Geradeausfahrstellung des Rades (1), senkrecht zu einer Ebene
steht, welche durch den Anienkpunkt (K) der Spurstange (9) am Lenkspurhebel (7) in seinen
verschiedenen Durchfederlagen des Rades bei Jo unveränderter Spur entsprechenden Stellungen
aufgespannt ist, und diese Ebene im Mittelpunkt des Kurvenbogens durchstößt, der von dem Anienkpunkt
der Spurstange am Lenkspurhebel beim Durchfedern des Rades bei unveränderter Spur ->■>
beschrieben wird.
2. Vorderradaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Lenkgetriebe
(10) zugeordnete Anienkpunkt (L) der Spurstange (9) in der durch den Anienkpunkt (K) der Spurstange 4«
(9) am Lenkspurhebel (7) in seinen verschiedenen Durchfederlagen des Rades (1) bei unveränderter
Spur entsprechenden Stellungen aufgespannten Ebene liegt.
3. Vorderradaufhängung nach Anspruch 1 oder 2, 4r>
dadurch gekennzeichnet, daß die Spurstange (9) in Höhe des oberen Führungslenkers (4) liegt.
4. Vorderradaufhängung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spurstange in
Höhe des unteren Führungslenkers (3) liegt. w
5. Vorderradaufhängung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Anienkpunkt (K') zwischen dem Lenkspurhebel (7') und der Spurstange (9') in Draufsicht von der
Längsmittelebene des Fahrzeuges weiter entfernt v-,
liegt als der Anienkpunkt (F') des entsprechenden Führungslenkers (4') am Radträger (2')(F i g. 4).
6. Vorderradaufhängung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anienkpunkt (K) zwischen dem w> Lenkspurhebel (7) und der Spurstange (9) in
Draufsicht in größerem Abstand von der Radebene (15) als der Anienkpunkt des entsprechenden
Führungslenkers (4) am Radträger (2) liegt (F i g. 1).
7. Vorderradaufhängung nach einem der vorher- e>5
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lenkspurhebel (7) einstückig mit dem Radträger
8. Vorderradaufhängung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der radträgerseitige Anlenkpankt (F) des Führungslenkers (4), dessen Anienkpunkt (F) am Radträger (2)
auf gleicher Höhe mit dem Anienkpunkt (K) der Spurstange (9) am Lenkspurhebel (7) liegt und
mindestens der äußere, gestellseitige Anienkpunkt (C) dieses Führungslenkers (4) durch hart ausgebildete
Lagerstellen gebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722220005 DE2220005C3 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Unabhängige Vorderradaufhängung für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722220005 DE2220005C3 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Unabhängige Vorderradaufhängung für Kraftfahrzeuge |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2220005A1 DE2220005A1 (de) | 1973-11-08 |
| DE2220005B2 true DE2220005B2 (de) | 1980-03-06 |
| DE2220005C3 DE2220005C3 (de) | 1980-11-06 |
Family
ID=5843077
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722220005 Expired DE2220005C3 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Unabhängige Vorderradaufhängung für Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2220005C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3309152C2 (de) * | 1983-03-15 | 1986-03-27 | Daimler-Benz Ag, 7000 Stuttgart | Unabhängige Radaufhängung für lenkbare Räder im Bereich eines Fahrzeugendes von Kraftfahrzeugen |
-
1972
- 1972-04-24 DE DE19722220005 patent/DE2220005C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2220005C3 (de) | 1980-11-06 |
| DE2220005A1 (de) | 1973-11-08 |
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