DE2201376B2 - Elektromagnetischer Schrittschaltmotor für Uhrwerke - Google Patents
Elektromagnetischer Schrittschaltmotor für UhrwerkeInfo
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Description
40
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromagnetischen Schrittschaltmotor für Uhrwerke mit einem
scheibenförmigen Rotor, der in einem Kranz angeordnete Magnete von wechselnder Polarität trägt, deren
Magnetfeld parallel zur Achse des Rotors gerichtet ist, und der zwischen zwei ringförmigen Statorplatten angeordnet
ist, die je ebenfalls in einem Kranz angeordnete Pole tragen, an denen sich die Magnete des Rotors
bei einem in den Polen auf Grund der Speisung des Motors mit Impulsen wechselnder Polarität gebildeten,
periodisch wechselnden Magnetfeld schrittweise vorbeidrehen.
Ein derartiger elektromagnetischer Schrittschaltmotor ist beispielsweise aus der US-PS 35 31 709 bekannt,
in der ein elektromagnetischer Umwandler erschlossen wird, der sich vor allem durch einen komplizierten Aufbau
auszeichnet. So arbeitet der Umwandler mit einer Vielzahl von kleinen Elektromagneten, die eine ebenso
große Anzahl von Spulen erfordern und somit eher Bauteile eines herkömmlichen Motorprinzips darstellen.
Außerdem ist der Umwandler entsprechend seinem Einsatzbereich mit einer Vielzahl von Rotormagneten
und einer Anzahl von Statorplatten ausgerüstet, die eine aufwendige Bauweise bedingen, da die Rotormag- <>5
nete außerdem noch einzeln zwischen zwei Platten mit Hilfe von Bolzen zu befestigen sind.
Es ist auch ein Schrittschaltmotor bekannt, der eine den Rotor darstellende Scheibe aufweist, die jeweils
zwei in Nähe ihres äußeren Umfangs ,in einander
genau gegenüberliegenden Stellen angeordnete C-förmige Magnete durchläuft (US-PS 29 94 023). Bei einem
weiteren bekannten Schrittschaltmotor wird ebenfalls ein als Scheibe ausgebildeter Rotor verwendet, der
zwischen zwei ringförmigen Magnetspulen angeordnet ist (DT-PS 9 48 631). Dieser Aufbau der Schrittschaltmotor
erfordert nachteilig die Verwendung von mindestens zwei Spulenwicklungen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Motor für Uhrwerke zu schaffen, der sich vor allem durch einen unkomplizierten
Aufbau und eine einfache Bauweise auszeichnet und der bei Impulsbetrieb sicher und zuverlässig
arbeitet.
Diese Aufgabe wird bei einem elektromagnetischen
Schrittschaltmotor der eingangs genannten Art nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Statorplatten
durch radiale, in axialer Richtung zumindest teilweise durchgehende Einschnitte in gleichmäßige Statorsegmente
unterteilt sind, deren Anzahl gleich J-,- Hälfte der Magnete des Rotors ist, und daß die Segmente auf
ihrem dem Rotor zugewandten Stirnseiten zumindest teilweise in Umfangsrichtung auf die Einschnitte hin
axial nach außen geneigte Schrägflächen aufweisen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß die Verwendung von nur
einem Spulenkörper mit nur einer Wicklung einerseits die Anzahl der erforderlichen Bauelemente verringert
wird und andererseits den sonst notwendigen Platzbedarf erheblich eingeschränkt, was gerade bei der in der
Uhrenindustrie geübten Kleinbauweise von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus zeichnet sich der derart
ausgebildete Schrittschaltmotor auch durch einen geringen baulichen Aufwand aus.
In weiterer Ausgestaltung der trfindung weist vorteilhaft die den Rotor bildende Scheibe an ihrem Umfang
gleichmäßig über diesen verteilte radiale Einschnitte auf, zwischen welchen die Magneten bildende
Rotorkreissegmente stehengeblieben .^ind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind zweckmäßig Schrägflächen jedes Statorsegmentes
durch eine in der Mitte des Statorsegmentes liegende, senkrecht zur Achse des Motors verlaufende
Fläche voneinander getrennt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht eines Schrittschaltmotors nach der Erfindung,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Schrittschaltmotor
nach der Erfindung zur Erläuterung der Wirkungsweise,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Schrittschaltmotor
nach F i g. 2 im abgewickelten Zustand bei positiver Impulsgabe,
F i g. 4 eine schematische Darstellung eines Schrittschaltmotors nach F i g. 3 in Ruhelage nach Abklingen
des positiven Impulses,
Fig.5 eine schematische Darstellung eines Schrittschaltmotors
nach F i g. 3 beim Anfang der Bewegung nach Anlegen des negativen Impulses und
F i g. 6 eine schematische Darstellung eines Schrittschaltmotors nach F i g. 5 in Ruhelage nach Abklingen
des negativen Impulses.
Der dargestellte Schrittschaltmotor nach F i g. 1 enthält
einen Rotor 1, der aus einer dünnen Scheibe aus Platin-Kobalt, Ferrit oder einem beliebigen anderen
22 Oi 376
Werkstoff mit hoher Koerzitivkraft besteht. Diese Scheibe ist so ausgestanzt, daß sie an ihrem Umfang
radiale Einschnitte 2 aufweist, zwischen welchen Magneten la bildende Rotorkreissegmente stehengeblieben
sind, wobei die Magneten von wechselnder Polari· tat sind, deren Magnetfeld, wie durch die Pfeile 3 angedeutet,
parallel zur Achse des Rotors gerichtet ist.
Der Rotor t dreht sich zwischen zwei ringförmigen Polstücken 4, die radiale Einschnitte 5 aufweisen, zwiichen
welchen Unterteilungen bildende Statorsegmente 4a stehengeblieben sind, an welchen sich die Magneten
beim Laufen des Rotors 1 vorbeibewegen.
Die dem Rotor 1 zugekehrte Stirnfläche 6, 7 jedes Statorsecments 4a weist zwei jeweils an die das Polstück
4 begrenzenden Einschnitte 5 angrenzende Schrägflächen 6 mit einander entgegengesetzter Neigung
auf, die zwischen sich einen konvexen Flächenwinkel bilden. Diese Schrägflächen jedes Statorseumentes
4a sind durch eine in einer zur Achse des Motors lotrechten Ebene liegende Fläche 7 voneinander
getrennt.
Die Polstücke 4 sind an den Enden 8j eines aus
einem Blechpaket gebildeten bügeiförmigen Jochen 8 befestigt. Der Mittelabschniu des Joches 8 ist von einer
Spule 9 umgeben.
Die Anzahl der Statorsegmente jedes Polstückes 4 beträgt die Hälfte der Anzahl der Magneten hi des
Rotors 1. Bei der dargestellten Ausführungsform gibt es drei Statorsegmente 4a und sechs Magneten la. jedoch
könnte dieses Verhältnis beispielsweise auch vier zu acht betragen.
Im Ruhezustand hält sich der Rotor 1 durch die Ein wirkung des Magnetfeldes seiner Magneten Ia in einer
Stellung, in welcher sich die Magneten la den .Schrägflächen 6 der Statorsegmente 4a gegenüber befinden.
Wenn nun ein periodisch unterbrochenes Magnetfeld in dem Joch 8 gebildet wird, indem an die Anschlußklemmen
der Spule verhältnismäßig kurze Impulse von wechselnder Polarität in der Größenordnung von 10
bis 30 Millise*unden bei einer Frequenz in der Größen-Ordnung
von 1 Hz angelegt werden, wird der Rotor bei jedem Impuls, und zwar auf Grund der Schrägflächen 6
der Statorsegmente 4a, einer Kraft ausgesetzt, die ihn
um eine seiner Teilung, d. h. der Anzahl seiner Magneten la entsprechende Winkelstrecke drehen läßt. Der
Rotor bleibt in der nächsten stabilen Lage stehen, bii der nächste Impuls von der Polarität des vorhergehenden
Impulses entgegengesetzter Polarität ihn erneut um einen Schritt weiterdreht.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise des erfindungsgemäßen
Schrittschaltmotors wird auf die F i g. 2. 3. 4 und 5 Bezug genommen. Die F i g. 2 zeigt eine schematische
Darstellung eines Schrittschaltmotors nach der Erfindung, der durch die folgenden Elemente grundsätzlich
gebildet wird: das Joch, die Statorsegmente, den Rotor und die Spule.
Die Draufsicht entlang einer gedachten Schnittlinie in Höhe des Rotors zeigt an Hand der schraffierten
Zonen deutlich, wie gerade zwei Magnete des Rotors ein Statorsegment eines Polstücks bedecken. Weiter
sind die radialen Einschnitte ganz genau in ihrer Ausformung zu erkennen.
Zum Prinzip der Wirkungsweise des Schrittschaltmotor:
Versteilung des Rotors.
Wenn ein positiver Impuls an die Spule angelegt wird, nehmen die Staiorsegmenie der Polsiüeke die in F i g. 3 gezeigte Polarität an, wobei der besseren Anschauung wegen der Schrittschaltmotor im aufgewikkelten Zustand gezeigt ist. Die besondere Gestaltung der Staiorsegmente wirkt sich nun dahingehend ai'j,
Wenn ein positiver Impuls an die Spule angelegt wird, nehmen die Staiorsegmenie der Polsiüeke die in F i g. 3 gezeigte Polarität an, wobei der besseren Anschauung wegen der Schrittschaltmotor im aufgewikkelten Zustand gezeigt ist. Die besondere Gestaltung der Staiorsegmente wirkt sich nun dahingehend ai'j,
ίο daß der mit (A) gekennzeichnete Magnet des Rotors
vom Rand des engen Bereichs des Luftspaltes zwischen den Polen der Staiorsegmente aus seiner stabilen Lage
hinweggedrückt wird, während der mit (B) gekennzeichnete Magnet des Rotors in diesen Bereich des
Luftspaltes hineingezogen wird. Für die anderen Polpaare der Statorsegmente gilt dieses Phänomen identisch.
Wenn also die Energiequelle dem Motor den ersten Impuls einer Folge von Impulsen abwechselnder PoIarität
hinlänglich kurzer Dauer liefert, dann wird der Rotor
beim Empfang des ersten Iripulses demgemäß aus
seiner stabilen Lage heraus bis . .· seiner maximal erreichbaren Geschwindigkeit beschlejnigt: d.h.. wenn
sich der Magnet direkt unter dem Statorsegment befindel. Sodann tritt eine Phase der Bremsung oder negati-
\er Beschleunigung bei noch nicht ganz abgeklungenem li'iipuls ein, an dessen linde sich der Rotor wieder
in einer neuen stabilen Lage befindet.
Bei einem an der Spule anliegenden negativen Jm-
-,c puls erhält man die in F i g. 5 gezeigte Darstellung, in
der sich der Rotor auf die oben beschriebene gleiche Weise um einen Schritt weiterdreht; d.h.. der mit (B)
gekennzeichnete Magnet des Rotors wird aus seiner eingenommenen stabilen Lage vom Rand des engen
ν Bereichs des Luftspaltes zwischen den Polen der Statorsegmente
hinweggedrückt, während der mit (A) gekennzeichnete Magnet des Rotors in diesen Bereich
des Luftspaltes hineingezogen wird. cür die anderen
Polpaare der Statorsegmente gilt dasselbe.
Ruhelage des Rotors.
Der Rotor wird von sechs Magneten abwechselnder Polarität gebildet, deren Feldvektoren parallel zur
Achse des Rotors gerichtet sind. Die stabile Lage oder Ruhelage nach Abklingen des positiven Impulses ist in
Fig.4 dargestellt. Aus der Darstellung ist deutlich /u
erkennen, daß sich der Rotor in einer Stellung befindet,
in der sich die durch zwei aufeinanderfolgende Magneten gegebenen Feldlinien bei einem minimalen magnetischen
Widerstand schließen können: d. h.. die Magncten des Rotors befinden sich gegenüber den Schrägflächen
der Statorsegmente. Der Magnet (B) müßte eigentlich infolgt der Polaritätsverhältnisse zunächst
genuu unter den Polen der Statorplatten stehenbleiben. Die noch vorhandene kinetische Energie bewirkt jedoch
offensichtlich ein Übergleiten in den in F i g. 4 dargestellten Zustand, bei der gleichmäßige Reduktanzverhältnisse
bei aufeinanderfolgenden Magneten vorliegen.
Die Ruhelage nach Abklingen des negativen Impulses
ist in F i g. 6 dargestellt, d. h., die Magneten des Rotors befinden sich wieder gegenüber den Schrägflächen
der Statorsegmente.
Hierzu 3 B'att Zeichnungen
Claims (3)
1. Elektromagnetischer Schrittschaltmotor für Uhrwerke mit einem scheibenförmigen Rotor, der
in einem Kranz angeordnete Magnete von wechselnder Polarität trägt, deren Magnetfeld parallel
zur Achse des Rotors gerichtet ist, und der zwischen zwei ringförmigen Statorplatten angeordnet
ist, die je ebenfalls in einem Kranz angeordnete Pole tragen, an denen sich die Magnete des Rotors
bei einem in den Polen auf Grund der Speisung des Motors mit Impulsen wechselnder Polarität gebildeten,
periodisch wechselnden Magnetfeld schrittweise vorbeidrehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Statorplatten durch radiale, in axialer Richtung zumindest teilweise durchgehende Einschnitte
(5) in gleichmäßige Statorsegmente (4a) unterteilt sind, deren Anzahl gleich der Hälfte der Magnete
des Rotors (1) ist, und daß die Segmente (4a) auf ihren dem Rotor (1) zugewandten Stirnseiten zumindest
teilweise in Umfangsrichtung auf die Einschnitte (5) hin ax/al nach außen geneigte Schrägflächen
(6) aufweisen.
2. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Rotor (1) bildende Scheibe an ihrem
Umfang gleichmäßig über diesen verteilte radiale Einschnitte (2) aufweist, zwischen welchen die
Magneten (la) bildende Rotorkreissegmente stehengeblieben sind.
3. Motor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da^ die Schrägflächen (6) jedes Statorsegmentes
(4a) durch eine in der Mitte des Statorsegmentes liegende, se-.krecrr zur Achse des
Motors verlaufende Fläche (7) voneinander getrennt sind.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH78671A CH590516B5 (de) | 1971-01-19 | 1971-01-19 |
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Family Applications (1)
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Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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