DE2124758C3 - Verfahren zur Stahlerzeugung in einem senkrechten Konverter - Google Patents

Verfahren zur Stahlerzeugung in einem senkrechten Konverter

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DE2124758C3 DE19712124758 DE2124758A DE2124758C3 DE 2124758 C3 DE2124758 C3 DE 2124758C3 DE 19712124758 DE19712124758 DE 19712124758 DE 2124758 A DE2124758 A DE 2124758A DE 2124758 C3 DE2124758 C3 DE 2124758C3
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Aldo Dr. Rom Ramacciotti
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Centro Sperimentale Metallurgico S.P.A., Rom
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stahlerzeugung in einem senkrechten Konverter, der sich um seine vertikale Achse dreht, durch Aufblasen von oxydierenden Gasen, insbesondere technisch reinem Sauerstoff auf eine Schmelze, die aus flüssigem Roheisen, Eisenoder Stahlschrott und/oder Roheisenmasseln, Flußmit-
durch Ausrichten des Primärstrahles gegen die Schmelze der Hauptteil der Schlacke im unteren Teil des Rotationsparabcloids zurückgehalten wird.
Die Einblasung des Primärstrahles einerseits und das Sekundärstrahies andererseits gewährleistet einen schnellen Verlauf der Frischungs-Reaktionen und daher ein wirkungsvolles Erhitzen des Bades, ohne daß die feuerfeste Auskleidung gefährdet würde. Letztere wird nämlich sowohl über dem Boden, als auch praktisch über der gesamten vertikalen Wand von dem paraboloidförmig ausgebildeten Schmelzbad abgeschirmt
Die Schlacke, die leichter als das flüssige Metall ist und dementsprechend zum Aufsteigen an der Oberfläche des Paraboloids neigt, wird durch die Ausrichtung des Primärstrahles daran gehindert, sich im oberen Bereich des Paraboloids anzuhäufen. Sie wird vielmehr dazu gezwungen, sich mit ihrem Hauptteil im unteren Bereich anzusammeln. Auf diese Weise ist in denjenigen Bereichen, in denen die oxydierenden Gase auf die Schmelze auftreffea immer eine ausreichende Schlakkeschicht vorhanden. Der Frischlings-Prozeß kann also durch ein Fehlen der Schlacke nicht verlangsamt werden. Abgesehen davon besteht nicht mehr die Gefahr, daß die Schlacke zu einem erhöhten Verschleiß des oberen Auskleidungsbereiches beiträgt. Der obere Bereich des Schmelzbades wird von dem Restteil der Schlacke von einer dünnen Schicht und/oder Gischt bedeckt.
Gegebenenfalls kann man das oxydierende Gas des Primärstrahles mit einem Inertgas, wie etwa Argon, Stickstoff od. dgl, mischen, und zwar in einer Menge, die bis zum Doppelten der Menge an Sauerstoff oder oxydierendem Gas beträgt
Im Hinblick auf die Ausbildung des paraboloidförmigen Schmelzbades spielt die Drehzahl des Konverters eine kritische Rolle, und zwar sowohl im Hinblick auf den Ablauf des metallurgischen Prozesses, als auch im Hinblick auf den Schutz der feuerfesten Auskleidung. Dementsprechend ist der Konverter vorzugsweise mit Vorrichtungen zum schnellen Variieren seiner Drehzahl und zum Umschalten der Drehrichtung ausgestattet.
Auf Grund der Tatsache, daß bei der Nachverbrennung bis zu 90% des beim frischen entstehenden Kohlenmonoxyds erfaßt werden, wird eine entsprechend große Wärmemenge frei. Damit bietet sich die vorteilhafte Möglichkeit, den Konverter mit kaltem, nicht vorerhitztem Material in Mengen von sogar über^ 50% der Gesamtbeschickung zu füllen, und zwar ohne die Notwendigkeit, zusätzlichen Brennstoff einzuführen.
Das Ansteigen des Bades entlang den Wänden des so Konverters kann ferner dazu ausgenutzt werden, die Menge des Einsatzes zu vergrößern. Vorzugsweise liegt das Füll-Verhältnis des Konverters — ausgedrückt als Verhältnis zwischen dem gesamten Innenvolumen des Konverters (m3) und dem Einsatzgewicht (t) — unter 0,40. Zum Vergleich sei angegeben, daß dieses Verhältnis bei stationären, vertikalen Konvertern zwischen 0,8 und 1,0 liegt. Die nach der Erfindung mögliche Erhöhung des Einsatzes verhindert nicht, daß Frischungszeiten eingehalten werden können, die innerhalb des konventionellen LD-Prozesses liegen.
Das Ansteigen des Bades auf Grund der Zentrifugalwirkung muß in der Tat so groß sein, daß der Primär-Strahl daran gehindert wird, die Auskleidung des Konverters zu erreichen, und gleichzeitig darf sie nicht so groß sein, daß sie die Entwicklung von unbeeinflußten Zonen fördert, die wenig oder gar nicht an den Frischungs-Reaktionen beteiligt sind. Die Drehzahl sollte so gewählt werden, daß sie die Bildung eines Paraboloids zuläßt bei dem das Verhältnis von Höhe zu innerem Durchmesser des Konverters zwischen 0,7 und 1,5 liegt
Vorteilhafterweise werden Operationen wie die Entschlackung und/oder des Oxydation und/oder Legierung am Ende des Frischens ohne weitere Wärmezufuhr durchgeführt Die durch die Nachverbrennung erzeugte Wärme reicht also aus, das Schmelzbad entsprechend zu überhitzen, sofern der gewünschte Oberhitzungseffekt bei der Menge an kaltem Einsatz berücksichtigt wird.
Es wurde gefunden, daß die optimale Entwicklung der Frischungs-Reaktionen davon abhängig ist, an welcher Stelle der Primärstrahl auf das Bad auftrifft. Bei industriellen Konvertern hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, daß der die Schlacke auf den Boden des Paraboloids herunterdrückende Primärstrahl die Oberfläche des geschmolzenen Metallbades in einer Radialdistanz von der Mittellinie des Konverters trifft, die bei 10 bis 40% des Konverter-Innendurchmessers liegt.
Infolge dieses besonderen Aufblasvorganges werden an der Oberfläche des Paraboloids und über dem Auftrefipunkt bestimmte Strömungen gebildet, die direkt gegen den Auftreffpunkt gerichtet sind und so die unter der Wirkung der Fliehkraft erfolgende Aufwärtsbewegung der Schlacke hemmen; unterhalb dieses Auftreffpunktes hält die Kraft des Strahls die Schlacke im Scheitelpunkt des Paraboloids zurück; die Drehgeschwindigkeit ist so gewählt, daß mit Sicherheit jeder Punkt des Paraboloids unter den Primär-Strahl zu liegen kommt, ehe die Schlacke wesentlich über den Auftreffpunkt hinaus steigen kann. So wird ein wirksames Durchrühren der Schlacke mit dem Schmelzbad und damit eine konsequente Verbesserung des Frischens erzielt.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, daß der Primärstrahl durch eine Lanze zugeführt wird, die mit einer einzelnen vertikalen Düse ausgerüstet, vertikal und horizontal justierbar und außerhalb der Mitte des Konverters mit einer Exzentrizität angeordnet ist, die 10 bis 40% des Innendurchmessers des Konverters ausmacht, und außerdem eine Entfernung zwischen dem Auftreffpunkt des Primärstrahls auf die Oberfläche der Metallschmelze und dem Kopf der Lanze aufweist, die zwischen 18 und 65% des Innendurchmessers des Konverters ausmacht
Alternativ dazu besteht die ebenfalls bevorzugte Möglichkeit, daß der Primärstrahl durch eine Lanze eingebracht wird, die vertikal verstellbar und mit einer oder mehreren Düsen versehen ist, deren Achse relativ zur Längsachse im Winkel von 15 bis 45% geneigt ist, wobei diese Lanze in zentraler Lage und in einer Entfernung angeordnet ist, die zwischen dem Auftreff · punkt des Primärstrahls auf die Oberfläche der Metallschmelze und dem Kopf der Lanze liegt und 18 bis 65% des Innendurchmessers des Konverters beträgt.
Vorteilhafterweise wird der Sekundär-Strahl in den Konverter in der Weise eingeführt, daß er die feuerfeste Auskleidung oder die Oberfläche der Schmelze nicht direkt trifft. Dies geschieht insbesondere dadurch, daß der Sekundärstrahl durch Düsen eingebracht wird, die einen Durchmesser haben, der zwischen '/so und Viso der Entfernung von den Düsen zur Schmelze variiert.
Falls der Primär-Strahl durch eine außerhalb der Mitte angeordnete Lanze eingeblasen wird, so ist es besonders vorteilhaft, daß der Sekundär-Strahl durch
eine zweite Lanze eingeführt wird, die vertikal und horizontal einstellbar ist und deren Exzentrizität von 0 bis zu der der ersten Lanze variierbar ist, wobei die zweite Lanze eine oder mehrere Düsen hat und in den Konverter bis zu einer Tiefe nach unten geführt wird, die, gemessen von der Konvertermündung, 10 bis 40% des Innendurchmessers des Konverters ausmacht.
Bläst man hingegen den Primärstrahl durch eine zentrale Lanze ein, so ist es vorzuziehen, daß der Sekundärstrahl durch Zusatzdüsen, die um den Umfang der Lanze sitzen, derart eingebracht wird, daß er im Hinblick auf die Achse der Lanze im Winkel von 10 bis 30° geneigt und im Innern des Konverters in einer Entfernung von der Konvertermündung liegt, die zwischen 10 und 40% des Innendurchmessers des Konverters beträgt. Auch besteht beim Aufblasen des Primär-Strahls durch eine zentrale Lanze die Möglichkeit, daß der Sekundär-Strahl durch zusätzliche Düsen eingebracht wird, die um den Umfang der Lanzenspitze in einer Entfernung von deren Ende sitzen, die weniger ao als 2 Durchmesser der Lanze ausmacht.
Für den Fall, daß das Aufblasen des Primärstrahls durch eine zentrale Lanze erfolgt, besteht erfindungsgemäß die weitere Möglichkeit, daß der Sekundär-Strahl durch eine zweite, vertikal und horizontal einstellbare »s sowie exzentrische Lanze mit einer oder mehreren Düsen eingebracht wird, wobei die Exzentrizität zwischen 10 und 40% des Innendurchmessers des Konverters variiert und wobei die Düsen in den Konverter bis zu einer Tiefe eingeführt werden, die, von der Konverteröffnung gemessen, zwischen 10 und 40% des Innendurchmessers des Konverters beträgt.
Vorzugsweise beträgt die Durchflußmenge des Sekundär-Strahles 40 bis 100% der Durchflußmenge des Primär-Strahls, wobei der Durchfluß des Sekundär-Strahls während des Prozeßverlaufes — unabhängig von dem des Primär-Strahls — von 0 bis zum optimalen Wert einstellbar ist.
Um den Verschleiß der Konverterauskleidung auf einem Minimum zu halten, sorgt man dafür, daß zwischen dem Bad und dem Konverter während der Drehung keine Relativbewegungen auftreten.
Das durch die Verbrennung von CO entstandene Überhitzen wirkt sich derart aus, daß ein Zusatz von Schlacke-Flußmitteln überflüssig wird, und außerdem gestaltet es — am Ende des Frischungsprozesses — noch die Durchführung anschließender Stufen der Schlackenenlfernung, außerdem ein Reinigen und Legieren. Auf diese Weise erhält man in kurzer Zeit und ohne nachträgliche Wärmezufuhr ein hochgradiges Produkt, welches durch Prozesse mit gleicher Dauer nicht erzielt werden kann und vergleichbar oder besser ist als diejenigen Produkte, die in weit längeren Zeiten mit dem Elektroofen erzeugt werden. Außerdem bewirkt der Umstand, daß ein Teil der Oberfläche des Bades nur mit einer dünnen Schlackeschicht bedeckt ist. schneller und wirksamer ein Oberhitzen des Bades.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist aslo außerordentlich flexibel: Es kann nicht nur in Anlagen angewendet werden, in denen nur spärliche Mengen an Roheisen verfügbar sind, sondern auch dort, wo das flüssige Roheisen sowohl hohe Mengen an Schwefel und Phosphor als auch an anderen oxydierbaren Verunreinigungen enthält Auch in diesem Falle bringt das erfindungsgemäße Verfahren das Frischen auf Werte, welche durch irgendein anderes Verfahren — zumal in vergleichbar kürzen Zeiten— nicht erzielbar sind.
Um die Vorteile der Erfindung näher zu erläutern.
folgen nachstehend: eine Tabelle 1, die die Daten von einigen ausgeführten Schmelzen zusammenfaßt, einige Beispiele des Verfahrens sowie eine Tabelle 2, die den Aufwand an feuerfestem Material zeigt, wobei als Beispiel einige Durchschnittsresultate zusammen mit bevorzugten Ausführungen des erfindungsgerräßen Verfahrens erläutert werden.
Tabelle 1 zeigt die Daten von bestimmten Schmelzen, ausgewählt aus denjenigen Gruppen von Schmelzen, die zum Testen verschiedener Aufblasmethoden ausgeführt wurden.
Kolonne 1 zeigt die Daten von einer der ersten Schmelzen, die ausgeführt wurden, um die Richtigkeit und Eichung des Prozesses zu ermitteln und bei denen nur Primär-Sauerstoff eingeblasen wurde.
Die Kolonnen 2, 3, 4 und 5 zeigen die Daten von Schmelzen, die stattfanden unter Aufblasen auch von Sekundär-Sauerstoff. Dabei sind zwei Lanzen mit variabler Exzentrizität und Eintauchtiefe in den Konverter verwende' worden.
Die Kolonnen 6. 7 und 8 zeigen die Daten von Schmelzen, die unter Aufblasen von Sekundär-Sauerstoff ausgeführt wurden und unter Verwendung einer einzelnen Lanze, die aus verschiedenen Düsen sowohl Primär- als auch Sekundär-Sauerstoff liefert.
In den Schmelzen 1,2, 3,5 und 7 wurden nachträglich alle möglichen Zusätze an Eisenlegierungen in der Pfanne ausgeführt.
In den Schmelzen 4, 6 und 8 ist in dem Konverter Fe-Si zugeschlagen worden.
Beispiel 1
Dieses Beispiel bezieht sich auf die Schmelze 5 gemäß Tabelle 1. Bei dieser Schmelze ist die Wirksamkeit des Prozesses sowohl vom Standpunkt des Frischens als auch der End-Ausbeute geprüft worden. Es fielen folgende Arbeitsgänge an:
1. Beschicken mit einem Teil des Kalkes (etwa 2/5 der Gesamtmenge), dann mit Schrott, flüssigem Roheisen und zum Schluß mit weiteren 2/5 an Kalk in der Reihenfolge,
2. Start der Konverterdrehung,
3. Absenken der Haupt-Lanze und Aufblasen bei Niederdruck.
4. gleichzeitige Stabilisierung der Umdrehungsgeschwindigkeit auf einen bestimmten Wert,
5. Durchmischung zur Entphosphorung, Ersetzung der Schlacke,
6. Inbetriebnahme der Haupt-Lanze. Die Haupt-Lanze wird in die Betriebsstellung gesenkt und das Aufblasen des Haupt-Sauerstoffstromes hat den berechneten Gang erreicht,
7. Entkohlungsbeginn und Zuschlag der Rest-Kalkmenge,
8. Einstellen der Sekundär-Lanze und Anblasen des Sekundär-Sauerstoffstromes,
9. Aufblasen des Sekundär-Sauerstoffstromes bei dem berechneten Gang,
10. Aufheben der Sekundär-Lanze, Durchfluß des Sekundär-Sauerstoffstromes auf Null,
11. Abbrechen des Aufblasens des Haupt-02-Stromes.
12. gleichzeitiges Aufheben der Primär-Lan« und Beginn zum Anhalten des Konverters.
13. kurze Durchmischung,
14. Konverter gestoppt; Schrägstellen des Konverters. Temperaturmessung und Probenahme aus Bad und Schlacke,
15. Kippen des Konverters und Abstich.
609 647/181
Während des Versuches gab es in den ersten Minuten des Aufblasens einen leichten Konverterauswurf.
Der Primär-Sauerstoff wurde durch eine exzentrische Lanze mit einer Düse aufgeblasen, und der Sekundär-Sauerstoff wurde ebenfalls durch eine exzentrische Lanze, jedoch mit zwei Düsen mit einem Durchmesser von 32 mm, aufgeblasen. Das prozentuale Verhältnis zwischen Sekundär- und Primär-Ch-Menge betrug 100.
Wie in der Tabelle gezeigt, ist das Verhältnis zwischen dem End- und Anfangsi-Schwefelgehalt 0,33, und das Verhältnis zwischen dem End- und Anfangs-Phosphorgehalt beträgt etwa 0,062.
Der Sauerstoff- und Stickstoffgehalt des erhaltenen Stahls liegt unter 0,001%. Die Ausbeute an Eisen betrug 93,6%.
Ein Durchmischungszyklus besteht im Anlassen des Konverters, um die berechnete Betriebsgeschwindigkeil zu erreichen, dann im Anhalten des Konverters, im anschließenden Starten im entgegengesetzten Sinne und zum Schluß im abermaligen Anhalten.
Beispiel 2
Dieses Beispiel bezieht sich auf die Schmelze 6 der Tabelle 1.
Diese Schmelze — eine der ersten, die mit einer einfachen Lanze und der Einführung von Primär- und Sekundär-O2 — ausgeführt wurde — hatte das Ziel, das Entschwefelungsvermögen zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurde flüssiges Roheisen mit sehr hohem Schwefelgehalt und eine kleine Menge Schrott aufgegeben. Die betriebliche Folge war mit der im Beispiel 1 gezeigten identisch, abgesehen von der Tatsache, daß die Durchmischung und die Schlacken-Entnahme gemäß Punkt 5 nicht durchgeführt wurden und daß nach Stufe 12 folgende Arbeitsvorgänge ausgeführt wurden: 13. Anhaltendes Konverters,Kippen,Temperaturmessung und Probeentnahme von Schlacke und Stahl, 14. Umstellen des Konverters in vertikale Lage, Entschlacken mit zwei Durchmischungszyklen,
15. Zuschlag von Dcsoxydationsmitteln und Kalk,
16. zwei Durchmischungszyklen,
17. Kippen des Konverters, Messen der Temperatur jo und Probeentnahme von Schlacke und Stahl und
18. Abstich.
Die einzelne Lan,.e — in axialer Stellung - hatte zum Zuführen von Primär-Ch zwei Düsen und zum Zuführen von Sekundär-O2 sechs Düsen. Die »Sekundär«-Düsen wurden in dem Konverter in einer Tiefe angeordnet, die 20% des Durchmessers des Konverters entspricht, und ihr Durchmesser war 0,6% der Entfernung der Düsen vom Metallbad.
Das Verhältnis End- zu Anfangs-Schwefelgehalt ao betrug 0,089, wä'irend dann, als keine Entphosphorung erfolgte, das Verhältnis End- zu Anfangs-Phosphorgehalt 0,33 betrug.
Der gewonnene Stahl hatte einen Gehalt an 0,009% Sauerstoff und an 0,010% Stickstoff. Infolge der relativ kleinen Kapazität des verwendeten Konverters und auf Grund eines erheblichen Konverterauswurfes sowie verschiedener Stufen zur Schlakkenzersetzung lag die Ausbeute an Eisen bei 88,5%.
bie Tabelle 2 zeigt den Verschleiß an feuerfestem Material nach 50 nicht kontinuierlichen Schmelzen.
Als feuerfestes Material diente gestampfte Dolomit-Stampfmasse; ihr Verschleiß war geringer als üblicherweise.
Tabelle 1
Schmelze Nr
1 2
Prozentuale Zusammensetzung des
Einsatzes
Flüssiges Roheisen 83
Schrott 13
Kalk 4 4
Prozentuale Zusammensetzung des
flüssigen Roheisens
C 3,6
Si 0.49 0,75
Mn 0,64 0^5
P 0,10 0,11
S 0,032 0,057
Temperatur (0C) 1405 1370 Charakteristiken des Primär-Aufblasens Exzentrizität/Konverter-Durchmesser(%) 30 Höhe, Konverter-Durchmesser (%) 25 Charakteristiken des Sekundär-Aufblasens Exzentrizitäl/Koiiverter-Durchmesser (%) — 0 Tiefe, Konverter-Durchmesser (%) — Zahl der Düsen — 4 Dösen-Durchmesser/Badentfernung in (%) — 0,6
Menge an Sekundär-O2/ — Menge an Primär-Ch in (%)
Verhältnis von verbr. CO/erzeugtem
65
30
5
3.6
1,01
0.84
0,15
0,054
1364
15
20
10
15
3.2
100
54
83
13
4
3.6
0.56
0,87
0,13
0,045
1370
20
25
20
20
3^
100
64
71 25
25
25
3.2
100
83
13
4
20
6
0.4 100
5b 40 4
3.6 3.32 3,6
0.62 0,62 0.48
0,72 0,64 0,61
0,16 0.16 0,09
0,079 0,112 0,063
1366 1370 1373
40
25 4
0,6 77
43
11
12
Fortsetzung
Schmelze Nr. 12
Gesamt-Ch-Verbrauch in NmVt Stahl
Aufblas-Dauer in Minuten
Entschlackung und anschließende Durchmischung
Zahl der Zyklen Aufblas-Dauer/Arbeitsdauer in (%)
Endzusammensetzung des Stahls nach dem Abstich in (%)
P
S
Ch
Temperatur (0C) Eisen-Ausbeute
Schlackenzusammensetzung am Endpunkt des Aufblasens Fe insgesamt Basizitäts-lndex
44
15
55
18
49
22
53
15
3 6 4 4
iOO 53,6 52 52
0,14 0.16 0,08 0,40 0,16 0,37 0,09 0,50
0,28 0,29 0,09 0,19 0,14 0,35 0,13 0.22
spuren spuren spuren 0,25 spuren 0,17 spuren 0,26
weise weise weise weise weise
0,022 0.021 0.005 0,029 0,010 0,053 0,009 0.03
0,022 0,035 0.016 0,004 0,026 0,01 0,026 0.02
_ 0,0065 0.0091
_ 0,010 0.0080
1660 1625 1590 1632 1615 1621 1620 164t
94.8 95.2 93.4 94,0 93.6 88.5 92.9 94.7
17.2 12,5 26,1 20,0 21,6 10,5 23.1 14.2
3.4 3.5 5,2 5.0 4,7 2,6 4,8 3,3
Tabelle 2
Entfernung von Mündung — gesamte nutzbare Höhe des Konverters in %
0 7 11 14 17 21 25 29 32 36 39 43 46-65
Stärke des abgetragenen, feuerfesten Maierials/Gesamt-Stärke in °/o 32.5 25 22 25 24 20 20 18 15 10 10 1 0
68-^74
77-100

Claims (15)

  1. Patentansprüche:
    * 1. Verfahren zur Stahlerzeugung in einem Senkrechten Konverter, der sich um seine vertikale Achse dreht, durch Aufblasen von oxydierenden Casen, insbesondere technisch reinem Sauerstoff auf fine Schmelze, die aus flüssigem Roheisen, Eisenader Stahlschrott und/oder Roheisenmasseln, Flußmitteln und gegebenenfalls Eisenerz besteht und dynamisch durch die Rotation gewölbt wird, dadurch gekennzeichnet, daß dieSchmelte ohne Verwendung zusätzlicher Brennstoffe direkt frhitzt wird durch die an sich bekannte Verbrennung »on bis zu 90% des beim Frischen entstehenden Kohlenmonoxyds unter Einblasen eines Sekundär-Strahles aus oxydierenden Gasen in den Konverter, •nd daß durch Ausrichten des Primär-Strahles gegen die Schmelze der Hauptteil der Schlacke im unteren Teil des Rotationsparaboloids zurückgehalten wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Konverter mit Vorrichtungen zum »chnellen Variieren seiner Drehzahl und zum Umschalten der Drehrichtung ausgestattet ist.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Konverter mit kaltem, nicht Vorerhitztem Material in Mengen von sogar über $0% der Gesamt-Beschickung gefüllt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Füll-Verhältnis des Konverters — ausgedrückt als Verhältnis zwischen dem gesamten Innen-Volumen des Konverters (in m3) und dem Einsatzgewicht (t) — unter 0,40 liegt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Operationen wie die Entschlackung und/oder Desoxydation und/oder Legierung am Ende des Frischens ohne weitere Wärmezufuhr durchgeführt werden.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schlacke auf den Boden des Paraboloids herunterdrückende primär-Strahl die Oberfläche des geschmolzenen Kletallbades in einer Radialdistanz von der Mittellinie des Konverters trifft, die bei 10 bis 40% des Konverter-Innendurchmessers liegt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Primär-Strahl durch eine Lanze Zugeführt wird, die mit einer einzelnen vertikalen Düse ausgerüstet, vertikal und horizontal justierbar lind außerhalb der Mitte des Konverters mit einer Exzentizität angeordnet ist, die 10 bis 40% des Innendurchmessers des Konverters ausmacht, und iußerdem eine Entfernung zwischen dem Auftreffbunkt des Primär-Strahls auf die Oberfläche der Metallschmelze und dem Kopf der Lanze aufweist, die zwischen 18 und 65% des Innendurchmessers des Konverters ausmacht.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennieichnet, daß der Primär-Strahl durch eine Lanze eingebracht wird, die vertikal einstellbar und mit einer oder mehreren Düsen versehen ist, deren Achse relativ zur Lanzenachse im Winkel von 15 bis 45% geneigt ist, wobei diese Lanze in zentraler Lage und in einer Entfernung angeordnet ist, die zwischen dem Auftreflfpunkt des Primär-Strahls auf die Oberfläche der Metallschmelze und dem Kopf der Lanze liegt und 18 bis 65% des Innendurchmessers des Konverters beträgt.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundär-Strahl in den Konverter in der Weise eingeführt wird, daß er die feuerfeste Auskleidung oder die Oberfläche der Schmelze nicht direkt trifft.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundär-Strahl durch Düsen eingebracht wird, die einen Durchmesser haben, der zwischen '/so und V150 der Entfernung von den Düsen zur Schmelze variiert.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundär-Strahl — falls der Primär-Strahl durch eine außerhalb der Mitte angeordnete Lanze eingeblasen wird — durch eine zweite Lanze eingeführt wird, die vertikal und horizontal einstellbar ist und deren Exzentrizität von 0 bis zu der ersten Lanze variierbar ist, wobei die zweite Lanze eine oder mehrere Düsen hat und in den Konverter bis zu einer Tiefe nach unten geführt wird, die, gemessen von der Konverter-Mündung, 10 bis 40% des Innendurchmessers des Konverters ausmacht.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aufblasen des Primär-Strahls durch eine zentrale Lanze der Sekundär-Strahl durch Zusatz-Düsen, die um den Umfang der Lanze sitzen, derart eingebracht wird, daß er im Hinblick auf die Achse der Lanze im Winkel von 10 bis 30° geneigt und im Innern des Konverters in einer Entfernung von der Konverter-Mündung liegt, die zwischen 10 und 40% des Innendurchmessers des Konverters beträgt.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aufblasen des Primär-Strahls durch eine zentrale Lanze der Sekundär-Strahl durch zusätzliche Düsen eingebracht wird, die um den Umfang der Lanzenspitze in einer Entfernung von deren Enden sitzen, die weniger als zwei Durchmesser der Lanze ausmacht.
  14. \A. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei Aufblasen des Primär-Strahls durch eine zentrale Lanze der Sekundär-Strahl durch eine zweite, vertikal und horizontal einstellbare sowie exzentrische Lanze mit einer oder mehreren Düsen eingebracht wird, wobei die Exzentrizität zwischen 10 und 40% des Innendurchmessers des Konverters variiert und wobei die Düsen in den Konverter bis zu einer Tiefe eingeführt werden, die, von der Konverteröffnung gemessen, zwischen 10 und 40% des Innendurchmessers des Konverters beträgt.
  15. 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußmenge des Sekundär-Strahles 40 bis 100% der Durchflußmenge des Primär-Strahls beträgt, wobei der Durchfluß des Sekundär-Strahles während des Prozeßverlaufes von 0 bis zum optimalen Wert einstellbar ist.
DE19712124758 1970-05-22 1971-05-19 Verfahren zur Stahlerzeugung in einem senkrechten Konverter Expired DE2124758C3 (de)

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IT5089470 1970-05-22
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DE2124758A1 DE2124758A1 (de) 1971-12-02
DE2124758B2 DE2124758B2 (de) 1976-04-08
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