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Elektrisch leitende, isolierende, transparente Materialien und Verfahren
zu deren Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf transparente, isolierende Materialien,
wie beispielsweise Glas oder transparente Kunststoffe, in welche elektrische Leiter
eingebettet sind. Solche elektrischen Leiter verursachen Beugung des durchfallenden
Lichts und setzen die Sicht herab. Ziel der Erfindung ist es, die Lichtbeugung in
solchen, mit elektrischen Leitern versehenen transparenten, isolierenden Materialien
soweit wie möglich zu verringern. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß die optische
Dichte dieser Leiter von einem Maximalwert in der Nähe ihrer Mitte bis zu einem
Minimalwert abseits der Mitte abgestuft wird, wodurch die Lichtbeugung merklich
verringert wird.
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Ziel dieser Erfindung ist somit, den Verlust an Auflösungsvermögen
infolge Lichtbeugung beim Durchschau.en durch ein transparentes Isolationsmaterial,
wie Glas oder Kunststoff, kleinzuhalten, in welchem Reihen von elektrischen Leitern
angeordnet sind, welche diskrete, d. h. ausgeprägte Ränder aufweisen; dieses Ziel
wird dadurch erreicht, daß stattdessen eine hnordnung von Leitern verwendet wird
die. keine diskreten Kanten aufweisen.
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Ein -weiteres Ziel der Erfindung ist, die Beugung innerhalb einer
Anordnung von Leitern in einer durchsichtigen Tafel, wie z. B. einem Fenster dadurch
stark herabzusetzen, daß die optische Dichte der. Leiter von deren Mitte ab allmählich
verringert wird, so daß ein begrenzter Rand nicht entsteht.
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In den Zeichnungen sind einige der zahlreichen Ausführungsformen,
in denen die Erfindung auftreten kann, dargestellt, wobei diese Ausfuhrungsformen
-so ausgewählt wurden, daß die Prinzipien der vorliegenden Erfindung klar erkannt
werden können.
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Figur 1 zeigt schematisch die Anordnung eines-Leiters in einer transparenten,
eleKtrisch isolierenden Tafel, und läßt die Zonen unterschiedlicher optischer Dichte
eines solchen Leiters erkennen; Figur 2 ist eine ähnliche schematische Darstellung
wie Figur 1, Jedoch in viel vergrößertem Maßstabe, wobei die Zonen unterschiedlicher
optischer Dichte durch.Punkte angedeutet sind, die sich auf einem photographischen
Film oder dergleichen befinden können. Figur 2 kann einen optischen Modifikator
darstellen, der vor oder hinter- einem viel schmäleren Leiter verwendet wird; die
Figuren 3 bis 14 zeigen im Schnitt Abschnitte quer zur Ebene der Tafel und erläutern
die bevorzugten Herstellungsverfahren für den in Figur t gezeigten Leiter;
Figur
3 zeigt im Schnitt eine durchsichtige Tafel, auf welche ein Photolack aufgetragen
worden ist' Figur 4 ist eine Ansicht ähnlich der Figur 3 und zeigt, wie ein Kontaktdruck
auf diesem Photolack gemacht wird; Figur 5 zeigt im Schnitt einen entwickelten Abdruck
in diesem Photolack; Figur 6 zeigt im Schnitt eine weniger bevorzugte Äusführungs
form, bei welcher eine Zeile in den Photolack eingeschnitten ist; Figur 7 zeigt
im Schnitt eine Vertiefung oder einen kanal in dem Träger, die durch Ätzen durch
den Photolack der Figuren 5 und 6 hindurch erzielt worden sind; Figur 8 zeigt im
Schnitt einen Leiter, der in der Vertiefung oder dem Kanal von Figur 7 niedergeschlagen
worden ist; Figur 9 erläutert im Schnitt das Anbringen einer optischen Abdeckblende
zur Verringerung der Lichtbeugung des ;in Figur 8 gezeigten Leiters und zeigt zugleich
in einem Diagramm die erzielte optische Abstufung; Figur 10 erläutert im Schnitt
einen Kontaktabdruck der in Figur 9 gezeigten Abdeckblende zur Herstellung eines
Modifika tors, mit welchem die Beugung des in figur 8 gezeigten Leiters eliminiert
werden soll; Figur 11 erläuter-t im Schnitt eine andere und weniger bevorzugte Technik
zur Herstellung eines Modifikators durch Verdampfung zum Zwecke de Verringerung
der Beugung des in Figur 8 gezeigten Leiters; Figur 12 zeigt im Schnitt einen Träger
und den Leiter von Figur 8 bei weggenommenem Photolack;
Figur 13
zeigt im Schnitt den Träger und den.Leiter VonFigur 8 bei weggenommenem Photolack
wie in Figur 12, auf welche der gemäß Figur 10 hergestellte Photomodifikator aufzementiert
worden ist. Dies ist eine der am meisten bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
und kann in vielen Fällen in Form eines geeigneten Laminats erhalten werden, wenn
zum Verbinden mit einem an'deren transparenten Tafel ein geeigneter Klebstoff verwendet
wird; Figur 14 zeigt im Schnitt, wie ein Modifikator, der durch Verdampfung gemäß
Figur 11 hergestellt worden ist, auf einen mit einem Leiter versehenen Träger aufzementiert
wird; Figur 15 eigt im Schnitt die Herstellung des Kontaktabdrucks eines Umkehr-Photolacks
mittels einem Abdeckblende, die auf die Kombination aus Träger und Leiter angewendet-wird,
Figur 16 zeigt im Schnitt die Vakuumabscheidung eines Modifikators direkt auf dem
Leiter und in der Vertiefung sowie in der Nähe der Vertiet-ung zum Zwecke der Verringerung
der Beugung; Figur 17 zeigt im Schnitt das Polieren eines Leiters zum Zwekke der
Eliminierung diskreter Ränder und der Verringerung der Beugung, Figur 18 zeigt im
Schnitt ein Laminat aus transparenten, elektrisch isolierenden Schichten mit einem
Leiter gemäß Figur 8 und unter Verwendung eines Klebstoffs; Figur 20 zeigt im Schnitt
die Verwendung eines Niederschlage von abgestufter Dichte gemäß Figur 18 zur Verringerung
der Beugung an einem Draht, der in dem Laminatklebstoff eingebettet ist; Figur 21
zeigt im Schnitt die Kombination eines gemäß Figur 1 hergestellten, die Beugung
herabsetzenden Photomodifikators mit einem Draht, der in dem vom Laminatklebstoft
eingenommen reich liegt;
Figur 22 zeigt im Schnitt einen Träger
mit einein Photolack, d-er darauf abgeschieden und zur Erzielung einer Rill-e, -in-
welcher ein Leiter niedergeschlagen werden soll, einem Kontaktabdruck unterworten
worden ist; Figur.23 zeigt im Schnitt den entwickelten Photolacks und den Träger
von Figur 22; Figur 24 zeigt die Struktur von Figur 23 mit dem durch an sich bekannte
chemische Spiegelabscheidung oder durch an sichibekannte Vakuumabscheidung auf dem
Träger direkt- nieder;geschlagenen Leiter; Figur 25 zeigt im Schnitt das Ergebnis
der Vakuumabscheidung eines Modifikators auf der Oberfläche des Leiters nach dem
Entfernen des entwickelten Photolacks unter Verwendung der in Figur 11 gezeigten
Technik; Figur 26 zeigt im Schnitt-das Aufzementieren eines gemäß Figur 10 hergestellten
Photomodifikators auf der Oberfläche des Leiters und des Photolacks; Figur 27 zeigt
im Schnitt einen Träger, auf welchem ein Leiter gemäß Figur 24 niedergeschlagen
worden ist, wobei der in Figur 24 gezeigte Photolack weggenommen und ein anderer
Photolack über dem Leiter dem Träger aufgebracht ist; Figur 28 zeigt im Schnitt
die Durchführung des Kontaktabdrucks des in Figur 27 gezeigten Photolacks durch
die in Figur 9 und 10 gezeigte Abdeckblende, wodurch das Wegätzen des Leiters -an
dessen Rändern ermöglicht wird; Figur 29 zeigt im Schnitt das Ergebnis des Wegätzens
von Leitermaterial mittels einer geeigneten Säure durch den entwickelten Photolack
hindurcl-,wobei Ränder von geringer optischer Dichte erzielt werden;
Figur
30 zeigt im Schnitt ein-en lichtempfindlichen Film auf einem Filmträger, welcher
durch eine Abdeckblende von abgestufter optischer Dichte gemäß Figur 9 und iO einem
Kontaktabdruck unterworfen wird. Die Figur zeigt eine Glasgrundlage, die gegebenenfalls
als Filmträger dient; Figur 31 zeigt im Schnitt das Ergebnis, das erhalten wird,
wenn die lichtempfindliche Schicht in Figur 30 durch eine Abdeckmaske, die relativ
lichtundurchlässige Bereiche an den Stellen aufweist, wo Leiter niedergeschlagen
werden sollen, die von der Mitte nach außen abnehmende optische Dichte haben, belichtet
wird und diezlichtempfindliche Schicht entwickelt und nach dem Verfahren von;.Bla,ke
und Strange behandelt wird, so daß Silber an die Oberfläche des lichtempfindlich
gemachten Films wandern kann, um einen Leiter zu bilden, der eine hohe optische
Dichte in der Mitte und abnehmende optische Dichte nach den Rändern zu aufweist;
Figur 32 ist der Figur 31 ähnlich und zeigt den Träger und den photographischen
Film, der elektrisch leitende Bereiche aus Silber und elektrisch nichtleitende Bereiche
aus Silber aufweist, die mit einem positiven Photolack, wie Shipley beschichtet
worden sind; Figur 33 zeigt die Durchführung des Kontaktabdrucks auf dem gemäß Figur
32 aufgebrachten Photolacks durch eine Photomaske, die genau wieder genau in die
Position gebracht worden in der sie sich vorher befand; Figur 34 zeigt das Ergebnis
der Entwicklung des positiven Photolacks von Figur 33, wobei diese die leitenden
Silberbereiche bedeckt und schützt, jedoch von den nichtleitenden Silberbereichen
weggenommen ist; Figur 35 zeigt das Ergebnis der Behandlung des photogrLophischen
Films, zweckmäßigerweise mit einem ReduktionsmltteL, .wobei die nichtleitenden,
entwickelten Silberbereiche entfernt und die leitenden Silberbereiche zurückgelassen
sind;
diese Abbildungen sind prinsitielle Darstellungen und sollen
ausdrùcken,,daß die Entfernung von nichtleitenden Silberbereichen sich von der Kante
nach innen erstreckt, wobei abseits der J\.fl4tte eine verringerte optische Dichte
sich ausbildet; Figur 36 zeigt die geometrischen Verhältnisse des Lichtdurc-htritts
durch einen Spalt und eine Linse auf eine Bildebene; Figur 77 erläutert die Beziehung
eines herkömmlichen Spalts zu einer Bildebene; Figur 38 erläutert die Beziehung
eines Spalts mit linear von einer Kante zunehmender optischer Dichte zur Bildebene;
Figur 39 erläutert die gleichen Beziehungen für den Pall, bei dem die optische Dicht
eines Spalts von der Mitte nach außen nach einer Cosinus-Funktion abnimmt; alle
Figuren 36, 37, 38 und 39 sollen die nachfolgenden mathematischen Ableitungen verständlich
machen; Figur 40 zeigt eine Reihe von Kurven und vergleicht die Åmplituden für die
einzelnen, in Betracht gezogenen Spalte, wobei Ep/Aα als Ordinate gegen bS
als Abszisse aufgetragen ist.
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In den Zeichnungen sind durchweg gleiche Bezugsziffern für gleiche
Teile verwendet worden.
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Elektrisch leitende, transparente Tafeln, in denen eine Anordnung
von diskreten Leitern in einem transparenten Träger oder nahe eines solchen eingebettet
worden ist, waren bisher wegen schwerer optischer Fehler in ihrer Verwendung stark
beschränkt.
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Diese optischen Fehler sind das Ergebnis der Lichtbeugung, die einen
Lichtstrahl in mEhrere spektrale Wellenlängenkomponenten dadurch aufteilt, daß der
Strahl entweder infolge Transmission oder Reflektion an einer Kante oder einer Reihe
von Kanten aufprallt, die wegen ihrer Nähe und Aufeinanderfolge als individuelle
Lichtquellen wirken, aus denen Wellenlängentomponenten austreten, die in Abhängigkeit
von ihrer Wellenlänge
getreut werden.
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Beugungseffekte treten immer auf, wenn diskrete kanten im Lichtweg
liegen und bewirken, daß das Licht chromatisch gefächert wird, wenn man in Licht
der Normalen auf Die Ebehé einer solchen Anordnung schaut. Das Ergebnis ist ein
Undeutlichwerden eines durch die Tafel betrachteten sichtbaren Bildes. Werden Lichtquellen,
wie Scheinwerfer, Glühbirnen oder Reflektionen an hellen oder spiegelnden Oberflächen
verwendet, wiederholen sich diese gefächerten sicht baren Spektren in Abhängigkeit
von der Wiederholungsfrequenz der Reihenanordnung, und bei breiten Reflektions-Lichtquellen
vervielfacht sich das beobachtete Bild. Dieser Beugungseffekt ist in allen Scheiben
herkömmlicher Art vorhanden, die mit Linienmustern oder Drahtanordnungen versehen
sind und führt unvermeidbar zu einem Verlust an Bildauflösung.
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Bei Scheiben, die zahllose kleine Leiter enthalten, wie sie z.B. im
USA-Patent 2 932 710 beschrieben sind, führt die große Wiederholungsfrequenz zu
einem besonders ungüngstigen Verlust an Bildauflösung, weil die Drähte in der Leiteranordnung
so dicht beieinander angeordnet sind, daß sie mit dem unbewaffneten Auge bei einer
20-20-Sicht aus einer Entfernung von 45 cm oder mehr nicht unterschieden werden
können. In diesen Scheiben herkömmlicher Art wird der große Vorteil, der dadurch
erzielt wird, daß die Leiter so nahe beieinander angeordnet sind, daß sie im wesentlichen
unsichtbar werden, zum großen Teil dadurch wieder aufgehoben, daß die Auflösung
des betrachteten Bildes stark verschlechtert wird.
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Es ist bekannt, daß die Fraunhofer-sche Beugung des Lichts.
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welches durch einen langen, schmalen Spalt tritt, auf einer Betrachtungsebene
ein umsäumtes Muster der Lichtintensitäten hervorruft. Dies wird durch den Phasenunterschied
des Lichts hervorgerufen, das von gegenüberliegenden Stellen des Spalts ankommt.
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In den nachstehenden Ableitungen werden die folgenden Ausdrücke verwendet:
A = Spitzenamplitude der Lichtwelle
-a = Spaltbreite y = cos des Winkels ROH (Figur 36) E = Amplitude der zwischen Störung
auf der Betrachtungsebene e = Basis des natürlichen Logarithmus' I = Intensität
w = Wellenlänge der Lichtwelle Po - Position auf der Achse in der Bildebene P =
jede andere Position auf der Bildebene p = Konstante T = beliebiger Phasenwinkel
t = Zeit u = Konstante x = Wert der Transmissionsfunktion für die Position y y =
Position auf der Achse entlang des Spalts w = Winkelfrequenz der Lichtwelle, = 2T
f, wenn f die Frequenz (pro sek.) ist.
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Von ROSSI, "Optics" (Addison-Wesley 1957) Kapitel 4, ist die Formel
für die Lichtintensität auf der Betrachtungsebene unter der Annahme scharfer Spaltränder
und gleichmäßiger Spaltbeleuchtung entwickelt worden. Die Geometrie dieser Zusammenhänge
ist in Figur 36 dargestellt. Die Amplitude an einem abseits der Achse liegenden
Punkt P auf der Betrachtungsebene, de einem abseits der Achse liegenden Punkt am
Spalt entspricht, kann folgendermaßen ausgedrückt werden:
Die gesamte optische Amplitude bei P erhält man durch Integration
der Gleichung (1) über den Bereich der Spaltbreite +a/2 bis -a/2 entlang der y-Achse:
Setzt man nun ein:
eia-e-ia - ein α (4) 21 =sin OG (4) dann wird E zu p Ep1 = Aa ##### #1(#t-#)
(5) Da die Lichtintensität der ins Quadrat genommenen Amplitude entspricht, folgt:
Ip1 = A²a² ##### (6) was seinen physikalischen Ausdruck in dem bekannten Beugungsmuster
für eine punktförmige, durch einen Spalt betrachtete Lichtquelle findet. Der Ausdruck
(sinα)/α in Gleichung (5) ist in Figur 40 als Kurve 1 dargestellt.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Anordnung aus Leitern mit
diskreten Rändern durch eine Anordnung aus leitern mit nicht diskreten Rändern ersetzt.
Die optische Dichte wird nach einem regelmäßigen oder unregelmäßigen Schema von
einem Maximum in oder nahe der Mitte des Leiters nach beiden Seiten von der kitte
weg reduziert, so daß Beugungseffekte verringert werden.
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Die nachstehenden Gleichungen erläutern, in welcher Weise die Abstufung
der optischen Dichte erfolgen kann: Die cyclische oder Randmuster-Darstellung der
Betrachtungsebene wird qualitativ häufig als auf die Wirkung eines Spalts mit scharfen
Rändern zurückgehend angenommen. Unter Berücksichtigung der Gleichungen (1) und
(6) kann dies betrachtet werden alsX (a) Phaseninterferenz quer zum Spalt, und (b)
abrupte Grenzflächenbedingungen (Spaltränder).
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Wenn die Lichtamplitude A quer zum Spalt durch gesteuerte Spalttransmission
in der y-Achse modifiziert wird, werden besonders bei der Betrachtung von punktförmigen
Lichtquellen Vorteile erzielt.
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Zunachst seien die Modifizierungen der Spalttransmission in der Achse
zu einem linearen Übergang zur Trübung, wie in Figur 38 angedeutet, betrachtet,
dabei ist:
| # 0 |
| x = ##y + A # (7a) |
| # -a/2 |
| # +a/2 |
| x = - ##y + A # 0 (7b) |
Nun ist eine Integration der Formel
erforderlichen, wobei m = ## und -##. Unter Anwendung von Standard-Integrationsgleichungen
ergibt sich: Ep0 = Aa####### (9)
Die Kurve 2 der Figur 40 ist die
dargestellte Form für (1-cosα)/α².
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Wenn eine glatte Abstufung des Randes gemäß einer Cosinus-Form (Figur
39) verwendet wird, wird die Transmission wiedergegeben durch:
| x = #(1 +cos###) # +a/2 (10) |
| # -a/2 |
Die Integration führt zu:
Die erste Integration ist die eines herkömmlichen Spalts: a#### (13) während die
zweite übereinstimmend unter Verwendung der Definition von sdin Gleichung (3) und
der Formel
integriert werden kann, was einfach zu: -a sinα (15) führt. Daher ist: Ep3
= Aa(#### - sinα) (16) Das ist in Kurve 3 von Figur 40 dargestellt.
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Die weitere Untersuchung der Gleichung (2) zeigt, daß die Einfülmng
von Integrationsgrenzen % a/2 sw-zgend zu zwei Exponential-Ausdrücken führt, einmal
zu e+t und zum anderen zu Der Bezug auf Gleichung (4) und die ähnliche COsinus-Identität
lassen die Unmöglichkeit des völligen Vermeidens einer trigonometrischen Form für
Ep (und somit für Ip) erkennen, unabhängig von der Wahl von A = f(y) durch Spaltabstüfung.
Eine beträchtliche Reduzierung der Helligkeit anderer Streifen als dem zentralen
Streifen nullter Ordnung ist jedoch möglich, wie E zeigt.
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p2 Die Verringerung der Beugungseffekte ist groß genug, um die erfindungsgemäßen
fransparenten Tafeln für eine Vielzahl von Verwendungszwecken geeignet zu machen,
welche Durchsicht mit klarer BildauSlUsung voraussetzen. Mit HilSe der vorliegenden
Erfindung können die beobachteten Beugungserscheinungen auf weniger als 5 % der
Erscheinungen reduziert werden, die in herkömmlichen Anordnungen mit ausgeprägten
Leiterrändern auftreten. Erfindungsgemäß geht das Licht durch transparente Bereiche
der Tafel hindurch, ohne daß sich optisch wirksame Kanten zwischen den einzelnen
Leitern befinden.
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Schaut man durch eine Tafel gemäß der vorliegenden Erfindung auf eine
punktförmige Lichtquelle, dann stellt man fest, daß trotz der Anwesenheit der Leiter
die Beugung außerordentlich stark reduziert ist. Die Leiter können, wie es im obengenannten
USA-Patent 2 932 710 beschrieben ist, in Reihen- oder in Parallel-Schaltung oder
in Reihenparailelsohaltung vorliegen, wobei sie über geeignete Kontakte oder Sammelleitungen
miteinander verbunden sind. Die Leiter können auch in Gruppen als Elemente in einem
Kondensator zusammengefaßt werden.
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Der transparente Träger der erfindungsgemäßen Tafeln besteht in vielen
Fälienaus Glas oder einem durchsichtigen Kunststoff, wie Methylmethadrylat, Polyvinylbutyral,
Celluloseacetat oder Polyester. Der Träger ist zweckmäßigerweise mit anderen durch
sichtigen Schichten, die aus Glas oder Kunststoff bestehen,
mittels
eines Doppelschichtklebstoffs oder - binde - mittels, die zweckmäßigerweise aus
Polyvinylbutyralharz oder einem anderen, geeigneten Kunstoffkleber bestehen, verbundene
Wie weiter unten näher erläutert wird, können die Leiter in Rillen oder Vertiefungen
in dem transparenten Träger angeord net oder in dem Bindemittel eingebettet, bezw.
auf ihm aufgetragen sein, oder sie können gewünschtenfalls auf dem rlträg5r niedergeschlagen
sein. Zwar können die Leiter aus geeigneten schmalen Drähten bestehen, jedoch bestehen
sie vorzugsweise aus langen, schmalen Abscheidungen aus elektrisch leitendem Metall,
vorzugsweise aus Silber, Gold oder Kupfer.
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Das erfindungagemäße Prinzip der Reduzierung der Lichtbeugung ist
auf alle Leiter ohne Rücksicht auf deren Durchmesser und Abstände anwendbar. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform, wobei die Leiter in dem transparenten Tafel im
we-sentlichen unsichtbar sein sollen, sollen die Leiter so schmal sein und soll
ihr Abstand voneinander so beschaffen sein, daß sie für das Auge eines Betrachters
mit normaler Sicht (20=20) in einem Abstand von 45 cm oder mehr unsichtbar sind.
Zu diesem Zwecke können die Leiter, wie im Patent 2 932 710 erläutert ist, parallel
zur Ebene der Scheibe 0,00254 mm bis 0,02286 mEß stark und in Richtung quer zu dieser
Ebene 0,00254 bis 0,00762 mm stark sein; die Zahl der Leiter kann zwischen 2 pro
mm und 10 pro mm betragen.
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Wegen dieser erwünschten Feinheit der Leiter werden diese vor zugsweise
niedergeschlagen oder an Ort und Stelle erzeugt9 anstatt aus vorgefertigten Metalldrähten
gebildet zu werden Obgleich gemäß dor vorliegenden Erfindung die Reduzierung der
Lichtbeugung nicht davon abhängig ist9 wie groß die Fläche der transparenten Scheibe
ist, die von den Leitern tatsächlich be deck wird, wird vorzugsweise, da die Leiter
unsichtbar sein sollen und das Licht nicht wesentlich behindert erden soll 9 nur
eine begrenzte Fläche der transparenten Scheibe von den
Leitern
eingenommen, die nicht mehr als etwa 25 % und vorzugsweise nur zwischen 0S5 und
10 VA ausmacht.
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Die Erfindung ist nicht auf die Art und Weise beschränkt, in welcher
die Leiter in die Tafel eingebracht werden, jedoch ha -ben bestimmte 'ltechniken
Vorteile für sich. Nachstehend werden mehrere mögliche Verfahren es Einbringens
der Leiter in die Tafel erläutert: 1. Leitendes Material in Rillen im Träger Es
gibt verschiedene Möglichkeiten, Rillen im Träger zu bilden und leitendes Material
darin abzuscheiden: a) Es können Rillen im Träger dadurch erzeugt werden, daß ein
Photolack aufgebracht und in diesen durch Binritzen oder durch Photoreduktion Linien
gezeichnet werden, worauf der Träger durch den Lack hindurch abgeätzt wird; danach
können Leiter in diesen Rillen gebildet werden, die von der Mitte nach außen zu
variable optische Dichte aufweisen, indem ein Metall mit variabler optischer Dichte
durch Vakuumabscheidung niedergeschlagen wird, oder indem eine photographische Emulsion,
die eine leitende Silberschicht erzeugt, durch eine Abdeckblende von variabler optischer
Dichte belichtet wird, oder indem ein Leiter von gleichmäßiger optischer Dichte
abgeschieden wird, ein Photolack darauf aufgebracht wird, der Photolack durch eine
Abdeckblende mit variabler optischer Dichte belichtet wird, der Photolack entwickelt
wird und dann von dem Leiter nahe seiner Ränder Metall weggeätzt wird, um die optische
Dichte zu verringen b) Es kann Material in abgestufter Dichte in einer Rille niedergeschlagen
werden. Eine Vakuumabscheidung kann in einer Weise durchgeführt werden, daß Material
maximaler optischer Dichte in der Motte der Rille und Material geringerer optischer
Dichte in den Außenbereichen der Rille niedergeschlagen wird.
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Dies kann dadurch erreicht werden, daß die Verdampfung durch
eine
Reihe-von Schlitzen so vorgenommen wird, daß der Niederschlag gegenüber der Mitte
der Schlitze am dichtesten und weniger dicht an den beiden Seiten ist. Eine Vakuumabscheidung
pflegt einer zeilenförmigen Bahn zu folgen,es sei denn, sie wird durch die Wände
des Schlitzes abgebeugt. Beliebige Metalle können durch Vakuumabscheidung niedergeschlagen
werden; gewisse Vorteile ergeben sich bei der Verwendung von Chrom oder Inconel
unter einem Vakuum von der Größenordnung von 5 x 10 5 Torr.
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c) Ein Leiter kann in jeder Rille abgeschieden werden, und dann kann
seine Dicke durch Polieren oder Läppen an Stellen- abseits der Mitte so reduziert
werden, daß eine geringe optische Dichte resultiert. Zahlreiche Metalle in dünner
Abscheidung, die transparent sind, sowie Silber und Gold eignen sich besonders für
diese Technik. Ein brauchbares Schleifmittel zur Abschwächung der Ränder des niedergeschlagenen
Leiters ist feinteiliges Ceriumoxid.
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2, Leiter. die aug dem Träger niedergeschlagen und dann mit einem
Modifikator überdeckt werden. der einen Rand mit abgestufter optischer Dichte aufweist.
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Der Modifikator kann ein Niederschlag, wie e; B. eine Film-Vakuumabscheidung
sein, oder er kann ein photographischer Film sein, der tür die variable optische
Dichte abseits der Mitte sorgt.
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3. Leiter. die auf dem Träger oder dem Doppelschichtklebstoff.
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z. 3. durch chemische Spiegel- oder Vakuumabscheidung niedergeschlagen
werden.
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Eine Eliminierung der Kanten zum Zwecke der Erzielung einer abgestuften
optischen Dichte kann erreicht werden, indem ein Photolack aufgetragen und dieser
durch eine Abdeckblende belichtet und danach entwickelt wird, worauf die Kante des
Leiters weggeätzt wird, oder indem eine Vakuumabscheidung und DeckschicM erzeugt
wird, die als Modifikator wirkt und eine Zeile mit abgestufter
optischer
Dichte ausbildet. Gewünschtenfalls kann der Photolack ein Umkehrphotolack sein,
der an den Stellen unlöslich wird, an denen er vom Licht nicht getroffen wird, und
dort löslicher wird, wo das Licht ihn trifft. Geeignete Materialien dieser Art sind
aus der Technik des chemischen Materials betrages z.B. unter der Bezeichnung Shipley
AZ.340 bekannt.
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4. Leiters die direkt mit von der Mitte -weg abgestufter ontischer
Dichte-unter Anwendung eines photogranischen Verfahrens gebildet werden. welches
das Silber in einem photographischen Bilde leitend macht.
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Die photographische Emulsion kann direkt aut den Träger oder auf den
Doppelschichtkleber aufgebracht oder kann in Form eines separaten tunststoff-Films
eingeführt werden, der auf ein oder mehrere Träger aufzementiert ist.
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Ein Verfahren dieser Art ist von R. Kingsley Blake und Jack F. Strange
entwickelt worden und wurde im J. Photochem.Etching Juli 1966 veröffentlicht worden.
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Die Figuren 1 und 2 zeigen sehr schematisch in Draufsicht die Zeile,
den Draht oder ein anderes Element einer Leiteranordnung, wobei von einer Reihe
von elektrisch leitenden Elementen nur eins gezeigt wird. Ein Draht 50 ist in drei
sich längs erstrek kende Zonen unterteilt, die von einem entfernten Punkte im rechten
Winkel zur Oberfläche des Trägers betrachtet werden.
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Figur 1 zeigt einen mittleren Kern 51, der aus im wesentlichen festem
Material besteht, daher weitgehend undurchsichtig ist und dessen Logarithmus der
optischen Dichte einen Wert in der Größenordnung von 4,0 bis 6t0 hat. An Jeder Seite
des zentralen Kerns liegen Beugungszonen 52, die bei 55 an ds mittleren Kern anschließen,
weitgehend undurchsichtig sind und an den Außenkanten 54 zu einem sehr niedrigen
Wert des Logarithmus der optischen Dichte, in der Größenordnung von 0,01, abfallen.
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Figur 2 zeigt den gleichen Gegenstand wie Figur 1 in der Form diskreter
Punkte oder Zonen, die z. B. mittels photographischer Verfahren in der gewünschten
optischen Dichte erzeugt worden sind. Im zentralen-Kern sind die Punkte dicht gepackte
und an Jeder Seite davon liegt eine Zone 52, in welcher die Punkte bei 53 nahe des
Kerns dicht gepackt und bei 54 am Rande sehr dünn gepackt sind. Zahlreiche Methoden
zur Erzielung dieser Antibeugungserscheinungen sind beschrieben, Die Figuren 3 bis
16 erläutern die Ausbildungen ä von Rillen oder Kanälen in dem Träger9 in welchen
Drähte oder dergleichen eingelegt worden, wie es im wesentlichen im USA-Patent 2
932 710 beschrieben ist, worauf ein Modifikator aufgelegt wird9 der die durch Beugung
verursachten Störungen weitgehend beseitigt Die Figuren 3 bis 8 zeigen, wie eine
transparente Scheibe entsteht, die mit einer Anordnung von Drähten oder dergleichen
versehen ist, welche gemäß dieser Erfindung ausgebildet sind. Figur 3 zeigt einen
Träger 55, der z.B. eine Tafel aus durchsichtigem Glas oder durchsichtigem Kunstoff
beliebiger Art, z.B. aus Methylmethacrylat9 Polyvinylchlorid oder e.us irgend einem
an deren geeigneten, transparenten Tafelmaterial sein kann. Diese Tafel ist zweckmäßigerweise
mit einem geeigneten Photolack 56 (Ätzgrund, Reservierungsgrundlage), beschrichtet,
der gegen das zu verwendende Ätzmittel beständig ist, welches z.B. aus Fluorwasserstoffsäure
im Falls von Glas bestehen kann.
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Auf dem mit dem lichtempfindlichen Photolack 56 beschichteten Träger
55 wird nun mittels einer entfernten Lichtquelle 57, durch eine Abdeckblende ein
Kontaktabdruck vorgenommen, wobei diese Blende diskrete Bereiche 60 entsprechend
den Linien aufweist, entlang welchen die für die Aufnahme von Leitern geeigneten
Ril len erzeugt werden sollen Als Ergebnis nach dem Entwickeln des Photolacks 56
sind, wie Figur 5 zeigt, in Abständen angeordnete Linien 61 an den Stellen entstanden,
an denen der er 55 der tzmittel oder dergleichen ausgesetzt wurde.
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Anstatt die Linien 61 durch ciie vorstehend beschriebene Photogravurtechnik
zu erzeugen, kann der Träger mit einem Atzgrund 56' beschichtet werden, wie es Figur
d zeigt, und die Linien 61 können durch Anreißen oder auf ähnliche Weise erzeugt
werden.
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Für Glasträger kann der Ätzgrund 56' aus Wachs bestehen.
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Unabhängig davon, ob der Ätzgrund und die zu ätzenden Bereiche durch
Anreißen oder nach photochemisenen Verfahren erzeugt werden, wie es Figuren 5 und
6 zeigen, wird der Träger 55 anschliebend geätzt. lm Falle von Glas wird als Ätzmittel
z. B. Fluorwasserstoffsäure verwendet, die längliche Vertiefungen 62 entsprechend
einer in Figur 7 dargestellten Anordnung erzeugt.
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Die Leiter können Metalldrähte sein, welche in die Vertiefungen gelegt
werden, Jedoch ist es vorteilhafter, Leiter 63 in den Vertiefungen niederzuschiagen,
z. B. durch Anwendung chemischer Versilberungsverfahren oder durch Vakuumabscheidung
oder Zerstäubungsverfahren, wie sie allgemein bekannt sind, wobei der Ätzgrund b
die Aufgabe hat, eine Abscheidung an anderen Stellen außer den Vertiefungen 62 zu
verhindern.
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Die Leiter 63 brauchen nicht aus Silber zu sein, sondern können aus
jedem anderen geeigneten Metall bestehen, welches abgeschieden werden kann und welches
vorzugsweise ein gut leitendes Metall, wie Gold oder Kupfer ist Um einen Antibeugungseffekt
an jedem der Leiter 63 zu erzielen, wird nach einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ein photographischer Film 64, wie in Figur 9 dargestellt, durch eine
Schlitzblende 65 belichtet, welche eine Anzahl von im Abstand angeordneten Schlitzen
66 aufweist, die das Licht einer entfernten Lichtquelle 67 durchlassen. Dieses Licht
beleuchtet eine dem Schlitz direkt gegenüber liegende Fläche 68, in der es hohe
optische Dichte erzeugt, und wird zunehmend gebeugt, um die außen liegenden Flächen
70 zu beleuchten, wo es zunehmend geringere optische Dichte erzeugt; die Verteilung
der optischen Dichte in dem fotographischen Film 64 zeigt das Diagramm 71-.
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Das Ergebnis der Belichtung der Flächen 68 und 70 entspricht somit
den Figuren 1 und 2. Der Musterfilm 64, der eine große Anzahl von Flächen 68 und
70 aufweist in geeignetem Abstand, wird dann entwickelt und später mittels einer
entfernten Lichtquelle 71t auf photographischem Modifizierfilm 72 einem Kontaktabdruck
unterworfen, wobei ein genaues Duplikat entsteht, welches eine Fläche 68' in der
Mitte mit hoher optischer Dichte und Plächen 70' am Rande mit geringer optischer
Dichte aufweist, wie Figur 10 zeigt.
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Ein Modifikator 72' ähnlich dem in Figur 10 gezeigten kann durch Vakuumabscheidung,
Elektrodenzerstäubung oder Verdampfungstechniken gemäß Figur 11 hergestellt werden,
wobei eine Blende 73 mit zahlreichen Schlitzen 74 verwendet wird und unter einem
hohen Vakuum von etwa 5 x 10 5 Torr ein geeignetes Metall, wie Chrom oder Inconel
von einer Elektrode 75j durch welche Strom fließt, verdampft wird, um auf einem
Kunstoff-Film 76 aus Polyesterharz oder anderem Material niedergeschlagen zu werden.
Der Niederschlag hat seine größte Dicke und -maximale optische Dichte bei 682 gegenüber
dem Schlitz 74 und abnehmende optische Dichte an den abseits liegenden Punkten 702.
Wegen ihrer extrem geringen Schichtdicke haben die Ausßenbereiche 70² eine hohe
Lichtdurchlässigkeit im Vergleich zu der zentralen Zone 68².
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Die Figur 12 zeigt den Träger 55 von Figur 8 mit dem darauf abgeschiedenen
Leiter 63, Jedoch nach Entfernung des Ätzgrundes 56. Figur 13 zeigt den gemäß Figur
10 photographisch erzeugten Modifikator 72, welcher gegenüber den Leitern Bereiche
68 von hoher optischer Dichte hat dLe-an ihren Rändern von Bereichen 70' von minimaler
optischer Dichte überlappt werden. Der Photomodifikator 72 ist zweckmäßigerweise
auf den Träger aufzementiert, z. Bo mittels eines transparenten Klebstoffs, wie
Polyvinylbutyral, der bei 72' dargestellt ist.
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Figur 14 zeigt den durch Vakuumabscheidung gemäß Figur 11 erzeugten
Modifikator 76, der Bereiche 68² gegenüber jedem Leiter und Bereiche von geringer
optischer Dichte 702 aufweist, die sich
seitlich eines Jeden Leiters
erstrecken und die Beugung reduzieren. Der Kunststoff 76 ist auf den Träger aufgeklebt.
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Figur 15 zeigt einen erfindungsgemäßen Modifikator, der aus einem
Umkehrphotolack 77 hergestellt ist, welcher in einer ents.r9chenden Rille 62 über
dem Leiter 63 abgeschieden wurde', und auf welchem mittels einer Lichtquelle 78
durch eine Photoabdeckblende 64 der in Figur 9 erläuterten Art, die einen optisch
dichten Bereich 68 gegenüber dem Leiter 63 und optisch relativ schwächere Bereiche
70 gegenüber den sich seitwärts des Leiters erstrekkenden Bereichen aufweist, ein
Kontaktabdruck gemacht wurde. Da der Photolack von der Art ist, die dort die niedrigste
optische Wichte erzeugt, wo sie das meiste Licht erhält,liefert er eine allmählich
abnehmende optische Dichte abseits der Mitte entlang der Seiten 80 und wirkt somit
dem Beugungseffekt entgegen.
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In manchen Fällen wird es vorgezogen, anstatt den Modifikator als
separaten Film oder Überzug oder als separate Schicht wie in Figur 13 und 14 gezeigt
oder als Photolack gemäß Figur 15 aufzubringen, eine Vakuumabscheidung oder Zerstäubung
anzuwenden, um einen Modifikator gemäß Figur 16 herzustellen. Zu diesem Zwecke hat
eine Abdeckblende 81 eine Reihe von Schlitzen 82 gegenüber den Leitern 63, die in
den Vertiefungen im Träger 55 liegen, und aus einer entfernt gelegenen Quelle wird
unter hohem Vakuum und bei erhöhten Temperaturen, wie beschrieben, ein geeignete-s
Metall, wie Chrom oder Inconel als Abscheidung 83 an und in der Vertiefung so niedergeschlagen,
daß dieser Niederschlag maximale optische Dichte bei 683 gegenüber jedem Schlitz
und minimale optische Dichte in den Bereichen 703 abseits des Leiters aufweist und
somit die Beugung verringert.
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Die zur Erzielung geringer optischer Dichte erwünschte geringe Schichtdicke
abseits der Mitte kann durch Polieren, Schleifen oder Läppen erzielt werden, wiees
Figur 17 zeigt. Hier ist der Leiter 63 in der Vertiefung 62 aus Figur 12 mit einem
geeigneten chleifmittel poliert oder geläppt woraen, um die Ränder bei 704 abzuschwächen,
so daß der Leiter an den Rändern eine geringe optische
Dichte
erhält. Ein geeignetes Schleifmittel in feintei liger Form für diesen Zweck ist
Ceriumoxid. Durch seitliches Verschmieren des Metalls werden die Leiterränder etwas
verbreitert.
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In manchen Fällen wird es vorgezogen, Rillen und Vertiefungen ganz
zu vermeiden, und in solchen Fällen kann der Leiter mit der gewünschten seitlichen
Abstufung der optischen Dichte direkt auf dem Träger gemäß Figur 18 niedergeschlagen
werden Indem man bei hohen Temperaturen und unter Vakuum arbeitet, wird ein Dampfstrahl
aus geeignetem Metall, wie Silber, Gold und Kupfer, bei 84 durch einen Schlitz 85
in einer Abdeckblende 86 treten gelassen, und eine dicke Schicht aus Leitermaterial
63 wird bei 685 gegenüber dem Schlitz und zunehmend dünnere Schicht -ten werden
bei 705 abseits der gegenüber dem Schlitz liegenden Stelle niedergeschlagen.
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Angesichts der Tatsache, daß der Leiter in diesem Falle hervorsteht,
ist es für die Herstellung eines Sicherheitglas-Laminats oder dergleichen zweckmäßig,
wie in Figur 19 gezeigt ist, einen Doppelschicht-Klebstoff 86 aus geeignetem Material,
wie Polyvinylbutyral zu verwenden, der dick genug aufgetragen ist, um alle Schwierigkeiten
in Bezug auf Kontinuität zu vermeiden und einen glatten Verbund mit der anliegenden
GlasX oder Kunstoffschicht 55' zu gestatten0 In einigen Fällen wird es vorgezogen,
Drähte 63' zu verwenden, die in den Doppelschichtkunststoff 86 eingelassen oder
auf diesen gelegt sindt Ein Modifikator, der für Bereiche geringer pptischer Dichte
an beiden Seiten des Drahtes 63', von einer entfernten Stelle aus gesehen, sorgt
kann direkt auf den Trager gemäß Figur 18 aufzementlert oder kann auf den Doppelschichtkleber
86 aufzementiert werden, und in beide Fällen werden9 wie Figur 20 zeigt, die durch
die Lage der Drähte in dem Doppelklebstoff 86 hervorgerufenen Beugungsprobieme überwunden.
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Wie die Figur 21 zeigt, kann ein Glas- oder Kunststoff-Laminat unter
Verwendung eines Photomodifikators 72 hergestellt werden, der aug den Träger 55
aufzementiert und gemäß Figur 10 hergestellt ist, wobei Bereiche 70' geringer optischer
Dichte auf Jeder Seite Jedes Drahtes 63' der Anordnung entstehen, und wobei der
Modifikatorfilm 72 auf der einen Seite auf dem Träger 55 in geeigneter Weise aufzementiert
und auf der anderen Seite mit dem Doppelschichtklebsto,ff 86 verbunden ist.
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Die Figuren zeigen keine Multiträger-Laminate, wie sie im USA-Patent
2 932 710 beschrieben sind, Jedoch können solche auch gemäß der vorliegenden Erfindung
verwendet werden.
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Es gibt noch andere Techniken zur Erzeugung von Antibeugungs-Modifikatoren
auf geeigneten Leitern1 die ohne Einbettung in den Träger aufgebracht werden. Figur
22 zeigt einen Photolack 8?, der auf einen Träger aufgetragen und durch eine (nicht
gezeigte) Photoabdeckblende belichtet worden ist, um einen Bereich 88 zu erzeugen,
der gemäß Figur 23 bei 90 entfernt wird und nach Entwicklung des Photolacks einen
Standort für einen Leiter ergibt. Ein Leiter 632 (Figur 24) ist in Jedem der Standorte
90 mittels chemischer Spiegelabscheidung oder Vakuumabscheidung niedergeschlagen.
Ein Modifikatorfilm 682 ist direkt auf den Leiter 632 mittels Vakuumabscheidung
gemäß Figur 25 aufgebracht und weist geringe optische Dichte (702) an den Stellen
abseits der Mitte des Leiters auf.
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Im Gegensatz hierzu hat gemäß Figur 26 der durch Spiegel- oder Vakuumabscheidung
aufgetragene Leiter 632 einen auf ihm und dem benachbarten Ätzgflrnd aufzementierten
Photomodifikator 72 gemäB Figur 10. Gewünschtenfalls kann der Leiter an den Rändern
geätzt werten, um abseits der Mitte eine verringerte optische Dichte zu erzeugen.
Figur 27 zeigt eine Anordnung von Leitern 63², die direkt auf dem Träger 55, z.
B. mittels chemischer Spiegel- oder Vakuumabscheidung niedergeschlagen worden sind,
und auf welchen eine Photolackschicht 91 aufgebracht worden ist.
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Eine Photoabdeckblende 64, die gemäß Figur 9 und 10 hergestellt
ist
und Bereiche 68 mit hoher optischer Dichte gegenüber der Mitte des Leiters (Figur
28) und Bereiche 70 geringer optischer richte gegenüber den Rändern des Leiters
aufweist, wird auf den Photolack gelegt, und ein Kontaktabdruck wird durch die Abdeckblende
durchgeführt, um den Lack zu belichten. Die Abdeckblende wird entfernt, der Photolack
wird belichtet und entwickelt, und dann wird der Leiter 632 an den Stellen, an denen
es die Abdeckblende zuläßt, mittels eines geeigneten Atzmittels, wie z. B.
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nalpetersäure für Silber, geätzt, wobei als Ergebnis ein Leiter 632
gemäß Figur 29 entsteht, der eine hohe optische Dichte in der Mitte und geringe
optische Dichte abseits derselben aufweist und daher keine Beugung hervorruft.
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Für die photographische Herstellung von elektrisch leitenden Zellen
oder dergleichen mit abgestufter optischer Dichte von der Mitte weg ist es zweckmäßig,
einen lithographischen Silberhalogenid-Film zu verwenden, der vorzugsweise in eine
Kunststoffgrundlage, z. B. aus Polyester, eingearbeitet ist; gemäß Figur 30 sind
der lichtempfindliche Film und die Grundlage 92 mit einem transparenten Träger 55
verbunden. Das Ganze wird aurch eine Photoabdeckblende 64 (im übrigen wie in Figur
9 gezeigt), einem Kontaktabdruck unterworfen, wobei auf dem lithographischen Film
unbelichtete Bereiche 93 zurückbleiben, die den Leiter bilden sollen, und andere
Bereiche 94, welche belichtet werden.
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Nach dem Kontaktabdruck (Figur 30) wird die Abdeckblende 64 entfernt
und die photographische Filmschicht 92 zunächst entwickelt und gewaschen und dann
mit einer Lösung (Figur 31) behandelt, welche eine Wanderung von Silber an die Oberfläche
der unbelichteten Bereiche entsprechend den Standorten 93 bewirkt, wo der Leiter
zu liegen kommen soll, dessen optische Dichte von einem Maximum bei 68t in der Mitte
zu einem Minimum bei 70t abseits der Mitte des Leiters abnehmen soll. Das Entwickeln,
das asche und die Behandlung zur Förderung der Silberwanderung werden zwekmäßigerweise
nach dem oben beschriebenen Verfahren von ley und Blake durchgeführt. Als Ergebnis
der Entwicklung und de Behandlung zur Förderung der Silberwanderung werden die belicl1-teten
Bereiche
94 fast lichdndurchlässig, jedoch nicht leitend.
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Bis zu diesem Punkte kann man sich an das photographische Verfahren
von Kingsley und Blake halten.
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Dann wird der belichtete und behandelte pho-tographische Film mit
einer positiven Reservierungsgrundlage 95 (Figur 32) beschichtet, wie z. B. mit
dem oben genannten Shipley-Produkt, und diese Grundlage wird in bekannter Weise
trocknen gelassen. Danach wird unter Anwendung bekannter YiLederabdeckverfahren
die Photoabdeckblende 64 erneut auf den photographischen Film (Figur 33) aufgelegt,
wobei die Bereiche 68 und 70 auf der Phdtoabdeckblende, die dem Standort eines Leiters
entsprechen sollen, in genaue Übereinstimmung mit Bereichen 68 und 70' auf der photographischen
Schicht 92 gebracht werde wo ein Leiter zu liegen kommen soll.
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Die Figur 33 zeigt zwar die Photoabdeckblende oben auf der Reservierungsgrundlage
95, jedoch kann die Belichtung auch von unten vorgenommen werden, weil die unbelichteten
Bereiche 94, obgleich relativ lichundurchlässig, dennoch etwas Licht durchlassen.
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Nach Belichtung der Reservierungsgrundlage gemäß Figur 33 wird entwickelt,
wie in Figur 34 gezeigt, wobei sich eine Abscheidung 96 aus Reservierungsgrundlage
an der Stelle bildet, an der der Leiter gewünscht wird, und die Grundlage von den
Bereichen entfernt wird, an denen kein Leiter gewünscht wird. Dann werden gemäß
Figur 35 die Bereiche 94, die ursprünglich auf dem Film 92 nicht belichtet wurden,
unter Verwendung eines bekannten photograrhischen Reduktionsmittels entfernt, wobei
die dispergierte Silberemulsion insgesamt entfernt und die Leiter mit ihrer abgestuften
optischen Dichte zurückgelassen werden. Eine typische photographische Reduktionslösung
zur Entfernung von dispergiertem Silber hat die folgende Zusammensetzung: Kupfer(II)-Nitrat
75 Gramm Kaliumbromid 4 Gramm Milchsäure (8 62,4 ml Wasser Rest.
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Dieser Ansatz wird auf 1000 ml verdünnt. Zur Herstellung der fertigen
Reduktionslösung werden die folgenden Volumina verwendet: Michsäurelösung (wie oben)
1 Teil Wasserstoffperoxid (3%) i.Wasser 1 Teil Wasser 2 Teile Insgesamt 4 Teile.
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Die erfindungsgemäßen Tafeln können auf den unterschiedlichsten Gebieten
eingesetzt werden. Von besonderer Bedeutung ist die Verwendung solcher reiteranordnungen
zur Verhinderung des Vereisens und Beschlagens von Fenstern, in Kraftwagen, Raumfahrzeugen,
Flugzeugen und Sahiffen,in Frontplatten, in Helmen von Astro nauten, Nebelkammern
usw. . Die erfindungsgemäßen Tafeln sind auch verwendbar zur Erzeugung von Energiefeldern
in rontscheim ben von Kinescopen, Antennenbereicheng antistatischen Vorrichtungen,
elektromagnetisch-optischen Blenden mit kurzer Anregungsdauer (Kerr-Zellen), leitenden,
transparenten dielektrischen Tafeln fÜr photographische Effekte,' Elektrodenstrahlführungen9
elektrolumineszente Scheiben und Informations-Anzeigetafeln, die z. B. auf ein Signal
auf einer Achse und ein Signal auf eines Y-Achse ansprechen.
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Die Erfindung kann auch in Schaugläsern verwendet werden, welche einen
Betrachter vor Kernprozessen, elektrschen oder anderen Hochenergie-Prozessen schützen
sollen, sowie in Schaugläsern an elektrischen Heizungen usw.
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Die optische Dichte kann von einem Punkt im Kern aes Leiters in Richtung
zu dem unbestimmten Rande desselben nach irgend einer beliebigen Gesetzmäßigkeit
abnehmen, die arithmetisch oder geometrisch, oder aber unregelmäßig sein kann. Das
Ziel ist lediglich die Ausbildung eines undefinierten Randes, und die Abstufung
der optischen Dichte in Richtung zum Rande des Leiters kann in beliebiger Weise
verlaufen.
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Die erfindungsgemäß erzielten Ränder an Jedem Leiter können bei Vergrößerung
visuell nicht genau definiert werden, und Je stärker die Vergrößerung ist, desto
unsicherer ist die Bestimmung der Grenzen.
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Zahlreiche Änderungen und Modifizierungen der hier erläuterten Ausführungsformen
sind möglich, ohne daß der Rahmen der Brfinaung verlassen würde.