DE2014236B2 - Bremskraftverstärker für Fahrzeuge - Google Patents
Bremskraftverstärker für FahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bremskraftverstärker nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Bekannte Bremskraftverstärker dieser Art weisen einen in einem Gehäuse angeordneten verschiebbaren
Verstärkerkolben auf. In der Nabe des Verstärkerkolbens ist ein Steuerventil angeordnet, welches mit einer
Betätigungsstange willkürlich betätigbar ist und den Verstärkerkolben mit einer Druckdifferenz beaufschlagt Zwischen dem Verstärkerkolben bzw. dem
Steuerventil und dem Kolben im Hauptbremszylinder ist ein Kraftübertragungsglied angeordnet welches die
Gesamtbremskraft über eine zwischengeschaltete hydraulische Kammer überträgt Die Gesamtbremskraft
setzt sich dabei aus der vom Verstärkerkolben erzeugten Kraft und der willkürlich auf die Betätigungsstange ausgeübten Betätigungskraft zusammen. Diese
beiden Kräfte setzen das hydraulische Strömungsmittel in der zwischengeschalteten Kammer auf voneinander
getrennten Flächen an der Stirnseite des Kraftübertragungsgliedes unter Druck.
Aus der GB-PS 9 64 496 ist ferner ein Bremskraftverstärker bekannt, der ebenfalls einen Servokolben
besitzt welcher aus der Druckdifferenz zwischen Atmosphärendruck und Ansaug-Unterdruck die Servokraft gewinnt Hierfür ist ein doppeltwirkendes
Steuerventil vorgesehen, welches bei Betätigung des Bremspedals den entsprechenden Kammern die entsprechenden Drücke zuführt Die direkt über Jas
Bremspedal aufgebrachte Kraft addiert sich algebraisch zu der Servokräft. Dies geschieht dadurch, daß
Servokolben und pedalbetätigter Kolben funktionell parallel zueinander angeordnet sind. Bei dem bekannten
Bremskraftverstärker wirken ferner Servokräft und Pedalkraft über die Stirnflächen zweier konzentrischer
Kolben. Die Fläche, über welche die Pedalkraft ausgeübt wird, ist nun immer die gleiche, unabhängig
davon, ob Servodruck vorliegt oder nicht. Ebenso ist die Fläche, über welche die Servokräft ausgeübt wird,
unabhängig vom Vorliegen des Servodrucks. Bei Ausfall oder Erschöpfung des Servodrucks ist zwar die Kraft,
die vom Servokolben über diese Fläche ausgeübt wird, Null; das Verhältnis der Flächen, über welche die sich
addierenden Kräfte wirken, ist aber bei Vorliegen und Ausbleiben des Servodrucks dasselbe.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Bremskraftverstärker der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß die aktive Fläche des pedalbetätigten Teils des Kraftübertragungsgliedes auf Kosten der
servobetätigten Fläche vergrößert wird, wenn der Hilfsdruck ausfällt.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs beschriebene Erfindung gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
angegeben.
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung ist der Übergang vom Betrieb mit Hilfskraft auf den Betrieb
ohne Hilfskraft so, daß der Fahrer das Fahrzeug im Notfall noch sicher abbremsen kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert; es zeigt
F i g. 3 einen vergrößerten Teilschnitt durch den Bremskraftverstärker gemäß Fig. 1 in einem ersten
Betriebszustand,
Fig.4 einen vergrößerten Teilschnitt durch den
Bremskraftverstärker gemäß F i g. 1 in einem zweiten Betriebszustand,
F i g. 5 ein Schaubild unter Darstellung der Abhängigkeit zwischen, dem hydraulischen Bremsdruck und der
vom Fahrer ausgeübten Betätigungskraft, und
F i g. 6 ein Schaubild zur Darstellung der Abhängigkeit zwischen dem hydraulischen Bremsdruck und dem
Bremspedalweg.
In Fig. 1 ist ein Bremskraftverstärker schematisch is
dargestellt, der eine Unterdruck-Hilfskraftvorrichtung
10 aufweist, die von einem Bremspedal 12 betätigt wird und damit einen Hauptbremszylinder 14 betätigt, der
Leitungen 16 und 17 unter Druck setzt und du vorderen
und hinteren Bremsen 18 und 20 des Fahrzeuges mit Druck beaufschlagt
Die Hilfskraftvorrichtung 10 ist mit einem vorderen
Deckel 22 und einem hinteren Deckel 24 versehen, die bei 26 mittels eines bajonettartigen Verschlusses
miteinander verbunden sind. Ein verschiebbarer Ver-Stärkerkolben 28 ist innerhalb des durch die Deckel
gebildeten Raums angeordnet und teilt zwei Kammern 30 und 32 veränderlichen Volumens ab. Der Verstärkerkolben 28 weist eine Nabe 34, eine Membran 36 und eine
Membranbefestigungsplatte 38 auf. Die Nabe 34 ist in einem Abschnitt 40 des hinteren Deckels 24 gleitend und
dichtend geführt Die Membran 36 ist mit einem äußeren Rand 42 versehen, der zwischen Ringflanschen
44 und 46 der Deckel 22 und 24 druckdicht eingespannt ist. Die Membran 36 ist ferner mit einem inneren Rand
48 versehen, der um eine mittlere öffnung 50 der Membranbefestigungsplatte 38 angeordnet ist Die
Membranbefestigungsplatte 38 weist Finger 52 auf, welche die Befestigungsplatte 38 an der Nabe 34
befestigen, um somit eine Abdichtung zwischen der Membran 36 und der Nabe 34 zu vermitteln.
Gemäß F i g. 1 und 2 ist die Nabe 34 ferner mit einer Einrichtung 54 zur Änderung des Druckverhältnisses
versehen, welche aus drei zueinander konzentrischen Kolben 58,60 und 62 besteht Das Bremspedal 12 ist mit
einer Betätigungsstange 64 verbunden, welche an dem innersten Kolben 62 angreift und ein Steuerventil 66
betätigt, das eine Druckdifferenz an dem Verstärkerkolben 28 bewirkt Dabei ist die Kammer 30 mit dem
Ansaugkanal der Brennkraftmaschine über ein Rückschlagventil 68 verbunden. Der Verstärkerkolben 28
wird durch den Unterdruck in der in F i g. 1 gezeigten Lage gehalten, in der die Bremse gelöst ist, da das
Steuerventil 66 die Kammer 32 mit der Kammer 30 über Kanäle 31 und 33 verbindet Das Steuerventil 66 wird
durch das Bremspedal 12 betätigt und beaufschlagt die Kammer 32 über den Kanal 33 mit atmosphärischem
Luftdruck, wodurch der Verstärkerkolben 28 nach links in F i g. 1 verschoben wird. Eine Feder 70 ist zwischen
dem Deckel 22 und der Nabe 34 angeordnet und führt den Verstärkerkolben 28 in seine nicht betätigte
Stellung nach dem Lösen der Bremse zurück. Eine weitere Feder 72 ist zwischen einem Flansch des
Steuerventils 66 und einem Flansch 76 der Betätigungsstange 64 angeordnet und führt die Betätigungsstange in
ihre Ruhestellung zurück.
Wie am besten aus Fig 1 ersichtlich ist, ist der
Hauptbremszylinder 14 in einer mittleren öffnung 78
des vorderen Deckels 22 angeordnet Der Hauptbremszylinder 14 weist eine Bohrung 80 auf, die gleitend über
dem Außenumfang des Kolbens 58 angeordnet ist Die Bohrung EO ist mit einer Ringnut 82 versehen, in der eine
Dichtung 84 zur Abdichtung zwischen der Bohrung 80 und dem Kolben 58 angeordnet ist Außerdem weist der
Außenumfang des Hauptbremszylinders 14 eine Nut 86 auf, in der eine Dichtung 88 vorgesehen ist, welche den
Hauptbremszylinder 14 und den vorderen Deckel 22 abdichtet Ein Flansch 90 ist am Hauptbremszylinder 14
angeordnet und stützt sich am Deckel 22 ab, um somit zwischen dem Hauptbremszylinder 14 und der Einrichtung 54 zur Änderung des Druckverhältnisses eine
vorbestimmte axiale Einstellung zu vermitteln.
Der äußere Kolben 58 der Einrichtung 54 dient zur
gleitenden Führung des Zwischenkolbens 60 und weist eine innere Schulter auf, an der sich der Zwischenkolben
60 über eine Stirnfläche 92 normalerweise abstützt Der Zwischenkolben 60 ist mit einer Ringnut 94 für eine
Dichtung 96 versehen, welche die Kolben 58 und 60 gegeneinander abdichtet Der innere Kolben 62 ist im
Zwischenkolben 60 gleitend geführt und weist an einem Ende einen Flansch 98 und am anderen Ende eine Nut
100 und einen Befestigungsring 102 auf, um damit zwischen den Kolben 60 und 62 eine begrenzte axiale
Bewegung zu ermöglichen. Der Kolben 62 weist ferner eine Ringnut 104 mit einer Dichtung 106 auf, die zur
Dichtung zwischen den Kolben 60 und 62 dient Der innere Kolben 62 weist ein Ventilglied 108 auf, das sich
in eine hydraulische Kammer 110 erstreckt, die durch das Ende der Einrichtung 54, die Bohrung 80 des
Hauptbremszylinders 14 und einen in der Bohrung 80 verschiebbar geführten Kolben 112 gebildet ist Gemäß
F i g. 3 weist der Kolben 112 einen Ventilsitz 114 auf, der
aus einem nachgiebigen O-Ring 116, einer Ringscheibe mit konischem Sitz 118 und einem Befestigungsring 120
besteht, der mit einer Nut 122 im Kolben 112 zusammenwirkt. Hierbei wird der Ventilsitz 114
ausgerichtet gehalten und sein Zusammenwirken mit dem Ventilglied 108 ermöglicht. Die Kammer 110 ist
durch Kanäle 123,124 und 125 mit einer Speicherkammer 126 des Hauptbremszylinders 14 in Verbindung.
Das mit dem Ventilsitz 114 zusammenwirkende Ventilglied 108 vermittelt somit ein Ventil, das die
Verbindung zwischen der Kammer 110 und den Kanälen 123, 124 und 125 des Hauptbremszylinders
steuert Der Kolben 112 weist ferner eine Ringnut 128 mit einer Dichtung 130 auf, die eine Abdichtung
zwischen der hydraulischen Kammer 110 und dem Kanal 124 dann vermittelt, wenn das Ventilglied 108 auf
seinem Sitz liegt Die Kammer 110 ist ferner mit einem
Kanal 132 versehen, in dem ein Verschluß 134 eingeschraubt ist, um somit beim Zusammenbau oder
der Wartung der Anordnung die Kammer 110 entlüften zu können.
Im folgenden ist die Betriebsweise geschildert Ist in
F i g. 1 das Bremspedal 12 in der nicht betätigten Lage, so liegt der Verstärkerkolben 28 am hinteren Deckel 24
über einen Anschlag 136 an und das Ventilglied 108 ist vom Ventilsitz 114 entfernt Bei einer anfänglichen
Betätigung des Bremspedals 12 wird das Ventilglied 108 nach links bewegt und setzt auf den Ventilsitz 114 auf,
wodurch die Kammer 110 abgeschlossen wird.
Gemäß Fig.3 wird bei Bremsbetätigung das Bremspedal 12 niedergedrückt und stößt somit die
Betätigungsstange 64 nach innen. Dadurch sperrt das Steuerventil 66 die Kammer 32 von der mit Unterdruck
beaufschlagten Kammer 30 ab und atmosphärischer
Luftdruck gelangt durch die Nabe 34 und den Kanal 33 in die Kammer 32. Damit ist an die Membran 36 ein
Druckunterschied angelegt, wobei die Kammer 32 mit atmosphärischem Druck und die Kammer 30 mit
Unterdruck beaufschlagt ist.
Der Druckunterschied bewirkt ein Verschieben des Verstärkerkolbens 28 nach links wie in Fig.3
dargestellt. Sobald der Verstärkerkolben 28 sich nach links bewegt, übt die Nase 34 eine Kraft auf den äußeren
Kolben 58 aus, der sich nach links innerhalb der Bohrung 80 des Hauptbremszylinders 14 verschiebt. Die
innere Schulter des Kolbens 58 stößt an die Stirnfläche 92 des Zwischenkolbens 60 an und nimmt diesen nach
links mit. Das Niederdrücken des Bremspedals 12 hat außerdem eine Bewegung des inneren Kolbens 62 durch
die Betätigungsstange 64 nach links zur Folge, so daß die Einrichtung 54 insgesamt nach links verschoben
wird. Die konzentrischen Kolben, die somit als einziger Kolben zu betrachten sind, setzen das Strömungsglied in
der abgesperrten hydraulischen Kammer 110 unter Druck, der somit eine Kraft ausübt, die den Kolben 112
nach links verschiebt und die Fahrzeugbremsen 18 und 20 unter Druck setzt. Das in der abgeschlossenen
Kammer 110 eingeschlossene hydraulische Strömungsmittel
übt lerner eine Reaktionskraft auf das Bremspedal durch den Kolben 62 aus und überträgt Kräfte auf
den Verstärkerkolben 28 durch die Kolben 58 und 60. Diese Kräfte sind durch die Kolben proportional
aufgeteilt, um die Anordnung ins Gleichgewicht zu bringen. Das Schaubild in Fig.5 zeigt die auf das
Bremspedal ausgeübte Betätigungskraft in Abhängigkeit des hydraulischen Drucks in der Bremszuführungsleitung,
der auf der Ordinate aufgetragen ist. Der Kurvenzug 138 in F i g. 5 stellt die Betätigung der oben
beschriebenen und in F i g. 3 dargestellten Anordnung durch die Hilfskraft dar. Am Punkte der Erschöpfung
der Hilfskraft (Bezugszeichen 140 in F i g. 5) kann sich der Verstärkerkolben 28 und damit der Kolben 58 nicht
mehr weiter nach links in Abhängigkeit von der Unterdruckhilfskraft bewegen, um das hydraulische
Strömungsmittel weiter unter Druck zu setzen. Durch das Bremspedal 12 und die Betätigungsstange 64 kann
jedoch eine zusätzliche Betätigungskraft durch den Fahrer erfolgen, um den Kolben 62 weiter nach links zu
verschieben, bis der Flansch 98 und der Zwischenkolben 60 in Berührung gelangen.
Somit vermittelt die vergrößerte Betätigungskraft auf das Bremspedal eine weitere Verschiebung nach links
der Kolben 62,60 und 58, so daß die Reaktionskraft der Kammer 110 zwischen dem Verstärkerkolben 28 und
dem Bremspedal 12 geteilt wird. Die Anordnung wird durch die Reaktionskraft ins Gleichgewicht gebracht,
die zwischen dem Verstärkerkolben 28 und dem Bremspedal 12 aufgeteilt wird. Das Ansteigen im
Strömungsmitteldruck, das durch die weitere Linksbewegung der Einrichtung 54 vermittelt wird, ist durch den
Kurvenzug 142 in F i g. 5 dargestellt. Die Kurvenzüge in Fig.6 stellen den Bremspedalweg (Abszisse) in
Abhängigkeit von dem Druck in der Zuführungsleitung der Bremsen (Ordinate) dar. Kurvenzug 144 in F i g. 6
ίο stellt den Bremspedalweg dar, der der Unterstützung
mit der Unterdruckhilfskraft und der weiteren Betätigung nach der Erschöpfung der Hilfskraft zugeordnet
ist.
Nach dem Lösen der Bremse führen die Federn 70 und 72 den Verstärkerkolben 28 und das Bremspedal 12 in ihre unbetätigte Stellung zurück. Der Befestigungsring 102 stößt ans Ende des Zwischenkolbens 60 und bringt diesen in die gelöste Stellung zurück.
In F i g. 4 ist die Betätigung der Hilfskraftvorrichtung 10 und insbesondere die willkürliche Betätigung der Einrichtung 54 dargestellt, falls der Verstärkungsdruck ausfällt Dabei ist angenommen, daß aus irgendeinem Grund der Verstärkerkolben 28 nach Betätigung des Bremspedals 12 nicht mit einem Druckunterschied beaufschlagt wird. Steht kein Druckunterschied an, so bleiben die Nabe 34 und der äußere Kolben 58 in Ruhelage, d. h, sie bewegen sich nicht aus ihrer Ruhestellung, die in F i g. 1 dargestellt ist jedoch übt die Betätigungsstange 64 auf den inneren Kolben 62 eine Kraft aus und verschiebt ihn nach links, um die Bremsen in der beschriebenen Weise zu betätigen. Sobald sich der Kolben 62 nach links zu bewegen beginnt, stößt der Flansch 98 an den Zwischenkolben 60 und verschiebt ihn nach links gemeinsam mit dem Kolben 62. Aus einem Vergleich der Fig.3 und 4 ist zu ersehen, daß eine Änderung im hydraulischen Druckverhältnis hergestellt wird, da nur zwei der drei konzentrischen Kolben nach links verschoben werden, um das Druckmittel in der Kammer 110 unter Druck zu setzen. Da anstelle der drei Kolben nur die Kolben 60 und 62 in Tätigkeit sind, ist im Falle eines Druckausfalls die auf den Kolben 112 ausgeübte wirksame Kraft größer. Somit hält die Änderung des Druckverhältnisses den bekannten Anstieg der Betätigungskraft auf das Bremspedal, der sich als Folge eines Druckausfalls einstellt, möglichst gering. Der Kurvenzug 146 in Fig.5 zeigt die Bremskraft, die bei einem Ausfall der Unterdruckhilfskraft erforderlich ist Der Kurvenzug 148 in F i g. 6 stellt den Bremspedalweg dar, der bei Ausfall der Unterdruckhilfskraft zurückgelegt wird.
Nach dem Lösen der Bremse führen die Federn 70 und 72 den Verstärkerkolben 28 und das Bremspedal 12 in ihre unbetätigte Stellung zurück. Der Befestigungsring 102 stößt ans Ende des Zwischenkolbens 60 und bringt diesen in die gelöste Stellung zurück.
In F i g. 4 ist die Betätigung der Hilfskraftvorrichtung 10 und insbesondere die willkürliche Betätigung der Einrichtung 54 dargestellt, falls der Verstärkungsdruck ausfällt Dabei ist angenommen, daß aus irgendeinem Grund der Verstärkerkolben 28 nach Betätigung des Bremspedals 12 nicht mit einem Druckunterschied beaufschlagt wird. Steht kein Druckunterschied an, so bleiben die Nabe 34 und der äußere Kolben 58 in Ruhelage, d. h, sie bewegen sich nicht aus ihrer Ruhestellung, die in F i g. 1 dargestellt ist jedoch übt die Betätigungsstange 64 auf den inneren Kolben 62 eine Kraft aus und verschiebt ihn nach links, um die Bremsen in der beschriebenen Weise zu betätigen. Sobald sich der Kolben 62 nach links zu bewegen beginnt, stößt der Flansch 98 an den Zwischenkolben 60 und verschiebt ihn nach links gemeinsam mit dem Kolben 62. Aus einem Vergleich der Fig.3 und 4 ist zu ersehen, daß eine Änderung im hydraulischen Druckverhältnis hergestellt wird, da nur zwei der drei konzentrischen Kolben nach links verschoben werden, um das Druckmittel in der Kammer 110 unter Druck zu setzen. Da anstelle der drei Kolben nur die Kolben 60 und 62 in Tätigkeit sind, ist im Falle eines Druckausfalls die auf den Kolben 112 ausgeübte wirksame Kraft größer. Somit hält die Änderung des Druckverhältnisses den bekannten Anstieg der Betätigungskraft auf das Bremspedal, der sich als Folge eines Druckausfalls einstellt, möglichst gering. Der Kurvenzug 146 in Fig.5 zeigt die Bremskraft, die bei einem Ausfall der Unterdruckhilfskraft erforderlich ist Der Kurvenzug 148 in F i g. 6 stellt den Bremspedalweg dar, der bei Ausfall der Unterdruckhilfskraft zurückgelegt wird.
Claims (4)
1. Bremskraftverstärker, bestehend aus einer Unterdruck-Hilfskraftvorrichtung und einem hydraulischen Hauptbremszylinder mit wenigstens
einem Kolben zum Beaufschlagen der Bremszylinder eines Fahrzeugs, wobei die Unterdruck-Hilfskraftvorrichtung einen in einem Gehäuse angeordneten verschiebbaren Verstärkerkolben, ein in einer
Nabe des Verstärkerkolbens angeordnetes und durch eine Betätigungsstange zum Beaufschlagen
des Verstärkerkolbens mit einer Druckdifferenz willkürlich betätigbares Steuerventil und ein zwischen dem Verstärkerkolben bzw. dem Steuerventil
und dem Kolben im Hauptbremszylinder angeordnetes Kraftübertragungsglied zum Übertragen der
Gesamtbremskraft über eine z*ischengesch,\ltete
hydraulische Kammer aufweist, wobei sich die Gesamtbremskraft aus der vom Verstärkerkolben
erzeugten Kraft und der willkürlich auf die Betätigungsstange ausgeübten Betätigungskraft zusammensetzt, und wobei diese beiden Kräfte zum
Unterdrucksetzen des hydraulischen Strömungsmittels in der zwischengeschalteten Kammer auf
voneinander getrennte Flächen an der Stirnseite des Kraftübertragungsgliedes einwirken, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (54) zur
selbsttätigen Vergrößerung des Verhältnisses der der Betätigungsstange (64) und dem Verstärkerkolben (28) zugeordneten Flächen des Kraftübertra-
gungsgliedes (58, 60, 62) bei Ausfall oder Erschöpfung der Hilfskraft
2. Bremskraftverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftübertragungsglied aus
drei koaxialen Kolben besteht, nämlich einem äußeren, fest mit dem Verstärkerkolben (28)
verbundenen und gleitend sowie abdichtend in einer Bohrung (80) der zwischengeschalteten hydraulischen Kammer (110) geführten Kolben (58), einem in
dem äußeren Kolben (58) gleitend und dichtend geführten Zwischenkolben (60) und einem inneren,
mit der Betätigungsstange (64) wirksam verbundenen Kolben (62), der in dem Zwischenkolben (60)
gleitend und dichtend geführt ist, und daß die axiale Verschiebung des Zwischenkolbens (60) gegenüber
dem äußeren Kolben (58) in nur einer Richtung und gegenüber dem inneren Kolben (62) in beiden
Richtungen begrenzt ist.
3. Bremskraftverstärker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der axialen so
Verschiebung der Kolben an einem Ende des äußeren Kolbens (58) eine innere Schulter angeformt ist, die an eine Stirnfläche (92) des
Zwischenkolbens (60) anlegbar ist, so daß der Zwischenkolben (60) gegenüber dem äußeren
Kolben (58) ausschließlich in Richtung auf die hydraulische Kammer (110) zu verschiebbar ist
4. Bremskraftverstärker nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der
axialen Verschiebung an einem Ende des inneren Kolbens (62) ein radialer Flansch (98) angeformt ist
und am anderen Ende des inneren Kolbens (62) ein Befestigungsring (102) angeordnet ist, daß der
Flansch (98) und der Befestigungsring (102) an entgegengesetzte Stirnflächen des Zwischenkolbens
(60) anlegbar sind und in einem derartigen Abstand voneinander angeordnet sind, daß eine freie
Verschiebung des inneren Kolbens (62) um einen
Betrag möglich ist der mindestens gleich dem
normalen Betätigungshub des Steuerventils (66) gegenüber dem Verstärkerkolben (28) ist
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