DE2002256B - Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Trager, und Mantel zur Durchfuhrung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Trager, und Mantel zur Durchfuhrung dieses Verfahrens

Info

Publication number
DE2002256B
DE2002256B DE2002256B DE 2002256 B DE2002256 B DE 2002256B DE 2002256 B DE2002256 B DE 2002256B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
jacket
carrier
role
roll
applying
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Die Anmelder Sind
Original Assignee
Maurer, Ludwig, 6908 Wiesloch, Schmitz, Gerhard, 5064 Rosrath

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi oder einem gleichartigen Werkstoff auf einen Träger, insbesondere eine Rolle, bei dem der Mantel, dessen Innenabmessungen kleiner als die zugehörigen Abmessungen des Trägers bzw. der Rolle sind, aufgeweitet, koaxial über den Träger bzw. die Rolle gebracht und aufgeschrumpft wird.
Bekannt ist ein Verfahren zur Aufbringung eines solchen Mantels auf Rollen mittels Druckluft. Dabei wird in das eine offene Ende des Mantels ein Druckluft-Blasmundstück abdichtend eingeführt und das andere offene Ende des Mantels in Berührung mit der zu übeiziehenden Rolle gebracht, so daß praktisch auch dort eine Abdichtung stattfindet. Anschließend wird durch das Blasmundstück Druckluft in den Mantel eingeleitet, der sich weitet und über die Rolle schieben läßt.
Nachteilig ist bei dem bekannten Verfahren zunächst die aufwendige Vorbehandlung der Rolle und des Mantels. Die Rolle muß nämlich vor Aufbringung des Überzugs sandgestrahlt oder sauber abgedreht und anschließend mit einem Verbindungskleber bestrichen werden. In ähnlicher Weise muß die Innenfläche des Mantels mit Kleber behandelt werden, der abbindet, nachdem der Mantel über die Rolle geschoben worden ist.
Nachteilig ist ferner, daß bei dem bekannten Verfahren der Innendurchmesser des Mantels nicht beliebig viel kleiner als der Außendurchmesser der zu tiberziehenden Rolle sein darf. Außerdem darf die Wand· dicke des Mantels nicht beliebig groß sein, damit beim Aufbringen des Mantels nicht eine Überreckung des Mantels und damit eine Beschädigung stattfindet. Außerdem sind diese Grenzen durch diejenigen Aufweitekräfte bestimmt, die mit Druckluft überhaupt
s erreichbar sind. Die Folge ist, daß bei nach dem bekannten Verfahren überzogenen Rollen der Mantel für die meisten Anwendungen nicht fest genug auf der Rolle sitzt. Dies gilt vor allem dann, wenn durch diese Rollen als Antriebs- oder Bremsrollen größere
ίο Drehmomente übertragen werden müssen oder auch bei hoch belasteten Tragrollen. Insbesondere machen sich Stoßbelastungen nachteilig bemerkbar, die z.B. unter Abwurfvorrichtungen auftreten können.
Nachteilig ist schließlich, daß sich bei den nach
dem bekannten Verfahren aufgebrachten Mänteln die Blasenbildung zwischen Mantel und Rolle nicht mit Sicherheit vermeiden läßt. Blasenbildung aber führt zur Lockerung des Verbandes zwischen Mantel und Rolle und zu einer frühzeitigen Zerrüttung des
ao Mantels.
Ferner ist aus der USA.-Patentschrift 3 010194 ein Verfahren bekannt, bei dem die Außenseite eines Mantels zur Aufbringung auf eine Rolle zunächst mit Unterdruck und anschließend zur festen Verklebung
as von Mantel und Rolle mit Überdruck beaufschlagt wird. Zur Durchführung dieses bekannten Verfahrens ist eine sehr aufwendige Apparatur erforderlich Im übrigen weist dieses Verfahren infolge der mechanischen Reckung des Mantels dieselben Nachteile auf wie das zuvor beschriebene Verfahren.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, mit dem die zuvor beschriebenen Mantel weitgehend unabhängig von ihrer Wanddickc und den Abmessungsverhältnissen zwischen Mantel und Träger mit geringem Aufwand und einwandfreier Verbindung auf den Träger aufgebracht werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß das Aufweiten des Mantels durch Quellen des Gummis bzw. des gleichartigen Werkstoffes mit einem Quellmittel erfolgt. Dadurch wird die für das Aufbringen erforderliche Zeit erheblich verkürzt. Es ist ferner ein geringerer Aufwand für die Aufbringung erforderlich. Außerdem wird der Mantel durch das Ouellen sehr viel schonender behandelt als durch mechanische Reckung. Der Mantel kann ferner eine weitaus größere Wanddicke haben. Schließlich können die Innenabmessungen des Mantels im Verhältnis zu den Außenabmessungen des Trägers sehr viel kleiner als bisher gewählt werden, wodurch sich nach dem Rückgang der Quellung des Mantels naturgemäß sehr viel stärkere Schrumpfkräfte zwischen Mantel und Träger einstellen. Als Quellmittel dienen inbevorzugter Weise Chlorkohlenwasserstoffe, z. B. Trichloräthylen oder Perchloräthan. Diese Quellmittel haben sich als besonders schnell und gleichzeitig schonend auf den Mantel wirkend herausgestellt Auch Ester, z. B. Butylazetate oder Äthylazetate, können
So als Quellmittel verwendet werden.
In Weiterbildung dieses Verfahrer» geht man dabei mit Vorteil so vor, daß vor dem Aufbringen des gequollenen Mantels zwischen den Träger bzw. die Rolle und den Mantel örtlich begrenzt oder durchge-
Ss hend in an sich bekannter Weise eine die Haftung des Mantels auf dem Träger bzw. der Rolle verbessernde Schicht gebracht wird. Man erziehlt so eine weitere Verbesserung der Verbindung zwischen Mantel und
Träger. Die Schicht: kann z, B. nur an den Enden des Mantels aufgetragen werden, wenn dort eine örtliche Erhöhung der Haftung ratsam erscheint.
Die Erfindung betrifft ferner einen Mantel dessen Innenabmessungen kleiner als die zugehörigen Abmessungen des Trägers bzw. der Rolle sind, der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens so ausgebildet ist, daß er an seiner Innenfläche eine einer zugeordneten Oberflächenprofilierung des Trägers bzw. der Rolle entsprechende Profilierung aufweist. Hierdurch ergibt sich nach dem Aufschrumpfen des Mantels ein besonders fester, formschlüssiger Verband zwischen Mantel und Träger, der in der Lage ist, selbst höchste Belastungen sicher aufzunehmen.
Die Erfindung findet mit besonderem Vorteil Anwendung bei Laufrollen für Förderbänder, Bandanlagen, Seitenführungen, Antriebs-, End- und Spannrollen sowie bei Förderrollen ohne Band, mit denen also die zu fördernden Güter unmittelbar in Berührung kommen,
Außerdem dient die Erfindung zur vorteilhaften Panzerung von bewegten und ruhenden Körpern, z, B, Rührern.
Allgemein kann nach der Erfindung ohne die bisher erforderlichen Einschränkungen der Träger mit einem Mantel versehen werden, der sehr genau den ίο im Betrieb zu erwartenden Anforderungen genügt. Dabei ist insbesondere an einen Verschleißschutz, Korrosionsschutz und die Isolation des Trägers gedacht.
Nach dem heutigen Stand der Technik bereitet es keine Schwierigkeiten, den Mantel mit einer beliebigen Innen- und/oder Außeuprofilierung herzustellen. Diese Herstellung kann z.B. durch Extrudieren erfolgen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi oder einem gleichartigen Werkstoff auf einen Träger, insbesondere eine Rolle, bei dem der Mantel, dessen Innenabmessungen kleiner als die zugehöriger. Abmessungen des Trägers bzw. der Rolle sind, aufgeweitet, koaxial über den Träger bzw. die Rolle gebracht und aufgeschrumpft wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufweiten des Mantels durch Quellen des Gummis bzw. des gleichartigen Werkstoffes mit einem Quellmittel erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufbringen des gequollenen Mantels zwischen den Träger bzw. die Rolle und den Mantel örtlich begrenzt oder durchgehend in an sich bekannter Weise eine die Haftung des Mantels auf dem Träger bzw. der Rolle verbessernde Schicht gebracht wird.
3. Mantel zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, dessen Innenabmessungen kleiner als die zugehörigen Abmessungen des Trägers bzw. der Rolle sind, dadurch gekennzeichnet, daß er an seiner Innenfläche eine, einer zugeordneten Oberflächenprofilierung des Trägers bzw. der Rolle entsprechende Profilierung aufweist.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3690695C2 (de) Verfahren zur Erzeugung von Sch}tz}berz}gen an derRohrleitungsinnenfl{che und Einrichtung zur D}rch f}hrung desselben
DE2901463A1 (de) Prisma oder zylinder, dessen seitenflaechen bzw. dessen mantelflaeche mit einer umhuellung aus polymerem material ueberzogen ist, und verfahren zu seiner herstellung
DE602004006097T2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von kunststoffrohren durch biaxiales ziehen und fertigungsstrasse zur durchführung des verfahrens
DE2502055B2 (de) Verfahren zum Auskleiden eines langgestreckten zylindrischen Hohlkörpers, insbesondere eines bereits verlegten Rohrleitungsabschnittes
CH415534A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von thermoplastischem, flächenhaftem Material
DE2724565C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines beschichteten orientierten Folienschlauches
DE1932320C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines schlauchförmigen GummHiberzuges für eine FörderbandroHe
DE2527690B2 (de) Bandhaspel zum auf- und abwickeln von metallbaendern
WO2000007953A2 (de) Verfahren und beschichtungsvorrichtung zur herstellung einer verbundscheibe und zweiachsig gebogene verbundscheibe
DE102008057463B4 (de) Feder aus einem Faserverbundwerkstoff sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung derselben
EP3170646B1 (de) Verfahren zur herstellung eines auskleidungsschlauchs zur auskleidung von rohrleitungen sowie vorrichtung zur durchführung des verfahrens
DE2002256B (de) Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Trager, und Mantel zur Durchfuhrung dieses Verfahrens
DE2002256C (de) Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Träger, und Mantel zur Durchführung dieses Verfahrens
DE69413801T2 (de) Formkörper, insbesondere verwendet als verpackungsmaterial, verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung und seinem gebrauch
DE102009009351B3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von dünnen Bändern, insbesondere von Bändern mit Ausschnitten und von Reststücken
EP1215045B1 (de) Verfahren zum Austauschen des Mantels einer Walze zum Führen
DE4421310C2 (de) Beschichtungs- oder Farbauftragwalze
EP3539763A1 (de) Verfahren zum bearbeiten von schaumstoffen mittels förderbändern
DE2210657C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kalibrieren beim Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischem Kunststoff
DE69121437T2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Schlauches mit geringer Permeabilität
DE2002256A1 (de) Verfahren zum Aufbringen eines elastischen nahtlosen Mantels auf einen Traeger
DE69214945T2 (de) Abdichtungselemente für den durchgang von geweben in einem kontinuierlich arbeitenden autoklav
DE1943729A1 (de) Anordnung,um in aufeinanderfolgenden Abschnitten eines sich fortbewegenden,biegsamen Schlauches eine Druckdifferenz aufrechtzuerhalten,insbesondere Verfahren und Anordnung zur kontinuierlichen Herstellung eines schrumpffaehigen Schlauches
DE2160897A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung verstärkter dichter Rohre
DE2057334A1 (de) Foerderbandrolle und Verfahren zu ihrer Herstellung