DE2002256B - Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Trager, und Mantel zur Durchfuhrung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Trager, und Mantel zur Durchfuhrung dieses VerfahrensInfo
- Publication number
- DE2002256B DE2002256B DE2002256B DE 2002256 B DE2002256 B DE 2002256B DE 2002256 B DE2002256 B DE 2002256B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- jacket
- carrier
- role
- roll
- applying
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 19
- 230000008961 swelling Effects 0.000 claims description 7
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 claims description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 4
- XEKOWRVHYACXOJ-UHFFFAOYSA-N Ethyl acetate Chemical compound CCOC(C)=O XEKOWRVHYACXOJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- DKPFZGUDAPQIHT-UHFFFAOYSA-N Butyl acetate Natural products CCCCOC(C)=O DKPFZGUDAPQIHT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- XSTXAVWGXDQKEL-UHFFFAOYSA-N Trichloroethylene Chemical group ClC=C(Cl)Cl XSTXAVWGXDQKEL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000853 adhesive Substances 0.000 description 1
- 230000001070 adhesive effect Effects 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 230000015556 catabolic process Effects 0.000 description 1
- 150000008280 chlorinated hydrocarbons Chemical class 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 1
- 150000002148 esters Chemical class 0.000 description 1
- 238000001125 extrusion Methods 0.000 description 1
- 239000003292 glue Substances 0.000 description 1
- VHHHONWQHHHLTI-UHFFFAOYSA-N hexachloroethane Chemical compound ClC(Cl)(Cl)C(Cl)(Cl)Cl VHHHONWQHHHLTI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- FUZZWVXGSFPDMH-UHFFFAOYSA-N hexanoic acid Chemical compound CCCCCC(O)=O FUZZWVXGSFPDMH-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000010791 quenching Methods 0.000 description 1
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi oder einem
gleichartigen Werkstoff auf einen Träger, insbesondere eine Rolle, bei dem der Mantel, dessen
Innenabmessungen kleiner als die zugehörigen Abmessungen des Trägers bzw. der Rolle sind, aufgeweitet,
koaxial über den Träger bzw. die Rolle gebracht und aufgeschrumpft wird.
Bekannt ist ein Verfahren zur Aufbringung eines solchen Mantels auf Rollen mittels Druckluft. Dabei
wird in das eine offene Ende des Mantels ein Druckluft-Blasmundstück abdichtend eingeführt und das
andere offene Ende des Mantels in Berührung mit der zu übeiziehenden Rolle gebracht, so daß praktisch
auch dort eine Abdichtung stattfindet. Anschließend wird durch das Blasmundstück Druckluft in den Mantel
eingeleitet, der sich weitet und über die Rolle schieben läßt.
Nachteilig ist bei dem bekannten Verfahren zunächst die aufwendige Vorbehandlung der Rolle und
des Mantels. Die Rolle muß nämlich vor Aufbringung des Überzugs sandgestrahlt oder sauber abgedreht und anschließend mit einem Verbindungskleber
bestrichen werden. In ähnlicher Weise muß die Innenfläche des Mantels mit Kleber behandelt werden,
der abbindet, nachdem der Mantel über die Rolle geschoben worden ist.
Nachteilig ist ferner, daß bei dem bekannten Verfahren der Innendurchmesser des Mantels nicht beliebig viel kleiner als der Außendurchmesser der zu tiberziehenden Rolle sein darf. Außerdem darf die Wand·
dicke des Mantels nicht beliebig groß sein, damit beim Aufbringen des Mantels nicht eine Überreckung des
Mantels und damit eine Beschädigung stattfindet. Außerdem sind diese Grenzen durch diejenigen Aufweitekräfte
bestimmt, die mit Druckluft überhaupt
s erreichbar sind. Die Folge ist, daß bei nach dem bekannten Verfahren überzogenen Rollen der Mantel
für die meisten Anwendungen nicht fest genug auf der Rolle sitzt. Dies gilt vor allem dann, wenn durch
diese Rollen als Antriebs- oder Bremsrollen größere
ίο Drehmomente übertragen werden müssen oder auch
bei hoch belasteten Tragrollen. Insbesondere machen sich Stoßbelastungen nachteilig bemerkbar, die z.B.
unter Abwurfvorrichtungen auftreten können.
Nachteilig ist schließlich, daß sich bei den nach
dem bekannten Verfahren aufgebrachten Mänteln die Blasenbildung zwischen Mantel und Rolle nicht mit
Sicherheit vermeiden läßt. Blasenbildung aber führt zur Lockerung des Verbandes zwischen Mantel
und Rolle und zu einer frühzeitigen Zerrüttung des
ao Mantels.
Ferner ist aus der USA.-Patentschrift 3 010194
ein Verfahren bekannt, bei dem die Außenseite eines Mantels zur Aufbringung auf eine Rolle zunächst mit
Unterdruck und anschließend zur festen Verklebung
as von Mantel und Rolle mit Überdruck beaufschlagt
wird. Zur Durchführung dieses bekannten Verfahrens ist eine sehr aufwendige Apparatur erforderlich
Im übrigen weist dieses Verfahren infolge der mechanischen Reckung des Mantels dieselben Nachteile auf
wie das zuvor beschriebene Verfahren.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, mit dem die zuvor beschriebenen
Mantel weitgehend unabhängig von ihrer Wanddickc und den Abmessungsverhältnissen zwischen Mantel
und Träger mit geringem Aufwand und einwandfreier Verbindung auf den Träger aufgebracht werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß
das Aufweiten des Mantels durch Quellen des Gummis bzw. des gleichartigen Werkstoffes mit einem
Quellmittel erfolgt. Dadurch wird die für das Aufbringen erforderliche Zeit erheblich verkürzt. Es ist
ferner ein geringerer Aufwand für die Aufbringung erforderlich. Außerdem wird der Mantel durch das
Ouellen sehr viel schonender behandelt als durch mechanische Reckung. Der Mantel kann ferner eine
weitaus größere Wanddicke haben. Schließlich können die Innenabmessungen des Mantels im Verhältnis
zu den Außenabmessungen des Trägers sehr viel kleiner als bisher gewählt werden, wodurch sich nach
dem Rückgang der Quellung des Mantels naturgemäß sehr viel stärkere Schrumpfkräfte zwischen Mantel
und Träger einstellen. Als Quellmittel dienen inbevorzugter Weise Chlorkohlenwasserstoffe, z. B. Trichloräthylen
oder Perchloräthan. Diese Quellmittel haben sich als besonders schnell und gleichzeitig schonend
auf den Mantel wirkend herausgestellt Auch Ester, z. B. Butylazetate oder Äthylazetate, können
In Weiterbildung dieses Verfahrer» geht man dabei
mit Vorteil so vor, daß vor dem Aufbringen des gequollenen Mantels zwischen den Träger bzw. die
Rolle und den Mantel örtlich begrenzt oder durchge-
Ss hend in an sich bekannter Weise eine die Haftung des
Mantels auf dem Träger bzw. der Rolle verbessernde Schicht gebracht wird. Man erziehlt so eine weitere
Verbesserung der Verbindung zwischen Mantel und
Träger. Die Schicht: kann z, B. nur an den Enden des
Mantels aufgetragen werden, wenn dort eine örtliche Erhöhung der Haftung ratsam erscheint.
Die Erfindung betrifft ferner einen Mantel dessen Innenabmessungen kleiner als die zugehörigen Abmessungen
des Trägers bzw. der Rolle sind, der zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens so
ausgebildet ist, daß er an seiner Innenfläche eine einer zugeordneten Oberflächenprofilierung des Trägers
bzw. der Rolle entsprechende Profilierung aufweist. Hierdurch ergibt sich nach dem Aufschrumpfen
des Mantels ein besonders fester, formschlüssiger Verband zwischen Mantel und Träger, der in der
Lage ist, selbst höchste Belastungen sicher aufzunehmen.
Die Erfindung findet mit besonderem Vorteil Anwendung bei Laufrollen für Förderbänder, Bandanlagen,
Seitenführungen, Antriebs-, End- und Spannrollen sowie bei Förderrollen ohne Band, mit denen
also die zu fördernden Güter unmittelbar in Berührung kommen,
Außerdem dient die Erfindung zur vorteilhaften Panzerung von bewegten und ruhenden Körpern,
z, B, Rührern.
Allgemein kann nach der Erfindung ohne die bisher erforderlichen Einschränkungen der Träger mit
einem Mantel versehen werden, der sehr genau den ίο im Betrieb zu erwartenden Anforderungen genügt.
Dabei ist insbesondere an einen Verschleißschutz, Korrosionsschutz und die Isolation des Trägers gedacht.
Nach dem heutigen Stand der Technik bereitet es keine Schwierigkeiten, den Mantel mit einer beliebigen
Innen- und/oder Außeuprofilierung herzustellen.
Diese Herstellung kann z.B. durch Extrudieren erfolgen.
Claims (3)
1. Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi oder einem gleichartigen
Werkstoff auf einen Träger, insbesondere eine Rolle, bei dem der Mantel, dessen Innenabmessungen
kleiner als die zugehöriger. Abmessungen des Trägers bzw. der Rolle sind, aufgeweitet, koaxial
über den Träger bzw. die Rolle gebracht und aufgeschrumpft wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Aufweiten des Mantels durch Quellen des Gummis bzw. des gleichartigen Werkstoffes mit einem Quellmittel erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufbringen des gequollenen
Mantels zwischen den Träger bzw. die Rolle und den Mantel örtlich begrenzt oder
durchgehend in an sich bekannter Weise eine die Haftung des Mantels auf dem Träger bzw. der
Rolle verbessernde Schicht gebracht wird.
3. Mantel zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, dessen Innenabmessungen kleiner als die zugehörigen Abmessungen
des Trägers bzw. der Rolle sind, dadurch gekennzeichnet, daß er an seiner Innenfläche eine,
einer zugeordneten Oberflächenprofilierung des Trägers bzw. der Rolle entsprechende Profilierung
aufweist.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3690695C2 (de) | Verfahren zur Erzeugung von Sch}tz}berz}gen an derRohrleitungsinnenfl{che und Einrichtung zur D}rch f}hrung desselben | |
| DE2901463A1 (de) | Prisma oder zylinder, dessen seitenflaechen bzw. dessen mantelflaeche mit einer umhuellung aus polymerem material ueberzogen ist, und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE602004006097T2 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von kunststoffrohren durch biaxiales ziehen und fertigungsstrasse zur durchführung des verfahrens | |
| DE2502055B2 (de) | Verfahren zum Auskleiden eines langgestreckten zylindrischen Hohlkörpers, insbesondere eines bereits verlegten Rohrleitungsabschnittes | |
| CH415534A (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von thermoplastischem, flächenhaftem Material | |
| DE2724565C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines beschichteten orientierten Folienschlauches | |
| DE1932320C3 (de) | Verfahren zum Herstellen eines schlauchförmigen GummHiberzuges für eine FörderbandroHe | |
| DE2527690B2 (de) | Bandhaspel zum auf- und abwickeln von metallbaendern | |
| WO2000007953A2 (de) | Verfahren und beschichtungsvorrichtung zur herstellung einer verbundscheibe und zweiachsig gebogene verbundscheibe | |
| DE102008057463B4 (de) | Feder aus einem Faserverbundwerkstoff sowie Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung derselben | |
| EP3170646B1 (de) | Verfahren zur herstellung eines auskleidungsschlauchs zur auskleidung von rohrleitungen sowie vorrichtung zur durchführung des verfahrens | |
| DE2002256B (de) | Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Trager, und Mantel zur Durchfuhrung dieses Verfahrens | |
| DE2002256C (de) | Verfahren zum Aufbringen eines nahtlosen Mantels aus Gummi auf einen Träger, und Mantel zur Durchführung dieses Verfahrens | |
| DE69413801T2 (de) | Formkörper, insbesondere verwendet als verpackungsmaterial, verfahren und vorrichtung zu seiner herstellung und seinem gebrauch | |
| DE102009009351B3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von dünnen Bändern, insbesondere von Bändern mit Ausschnitten und von Reststücken | |
| EP1215045B1 (de) | Verfahren zum Austauschen des Mantels einer Walze zum Führen | |
| DE4421310C2 (de) | Beschichtungs- oder Farbauftragwalze | |
| EP3539763A1 (de) | Verfahren zum bearbeiten von schaumstoffen mittels förderbändern | |
| DE2210657C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Kalibrieren beim Strangpressen von Hohlprofilen aus thermoplastischem Kunststoff | |
| DE69121437T2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Schlauches mit geringer Permeabilität | |
| DE2002256A1 (de) | Verfahren zum Aufbringen eines elastischen nahtlosen Mantels auf einen Traeger | |
| DE69214945T2 (de) | Abdichtungselemente für den durchgang von geweben in einem kontinuierlich arbeitenden autoklav | |
| DE1943729A1 (de) | Anordnung,um in aufeinanderfolgenden Abschnitten eines sich fortbewegenden,biegsamen Schlauches eine Druckdifferenz aufrechtzuerhalten,insbesondere Verfahren und Anordnung zur kontinuierlichen Herstellung eines schrumpffaehigen Schlauches | |
| DE2160897A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung verstärkter dichter Rohre | |
| DE2057334A1 (de) | Foerderbandrolle und Verfahren zu ihrer Herstellung |