DE19945846A1 - Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen - Google Patents

Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen

Info

Publication number
DE19945846A1
DE19945846A1 DE1999145846 DE19945846A DE19945846A1 DE 19945846 A1 DE19945846 A1 DE 19945846A1 DE 1999145846 DE1999145846 DE 1999145846 DE 19945846 A DE19945846 A DE 19945846A DE 19945846 A1 DE19945846 A1 DE 19945846A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acetate
apple
methyl
alkyl
female
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1999145846
Other languages
English (en)
Inventor
Silvia Dorn
Alan Hern
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer CropScience AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE1999145846 priority Critical patent/DE19945846A1/de
Priority to EP00960658A priority patent/EP1213963A1/de
Priority to AU72872/00A priority patent/AU7287200A/en
Priority to PCT/EP2000/008938 priority patent/WO2001022815A1/de
Publication of DE19945846A1 publication Critical patent/DE19945846A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/02Saturated carboxylic acids or thio analogues thereof; Derivatives thereof

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Carbonsäureestern als Lockstoffe zum Einsatz bei der Überwachung und Bekämpfung von Apfelwicklerweibchen sowie Mittel und Vorrichtungen, die diese Lockstoffe enthalten.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung spezieller Carbonsäureester als Lockstoffe zum Einsatz bei der Überwachung und Bekämpfung von Apfelwickler­ weibchen sowie Mittel und Vorrichtungen, die diese Lockstoffe enthalten.
Der Apfelwickler ist weltweit verbreitet (Wong et al., Journal of Economic Entomo­ logy, 64(2), 553-554, 1971). Zu seinen Wirtspflanzen gehört neben dem Apfel auch Birne, Quitte, Walnuß und die Prunusarten Aprikose, Pflaume, Pfirsich und Nekta­ rine. Der wirtschaftliche Schaden kann in einer Obstanlage über 30% betragen und entsteht durch die Raupe, die sich durch ihre Fraßtätigkeit an den Früchten bis in das Kerngehäuse vorarbeitet (Schmidt, Pflanzenschutz im Obstbau, 2. Auflage, VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag Berlin, 1964). Bei dem Apfelwickler können je nach Verbreitungsgebiet bzw. geographischer Lage zwischen 1-5 Generationen pro Jahr auftreten. Die Überwachung und Bekämpfung von Apfelwicklerweibchen ist daher von großer Bedeutung. Die Effizienz von mechanischen, biologischen und/oder chemischen Bekämpfungsverfahren kann dadurch erheblich gesteigert werden, daß die zu bekämpfenden Weibchen durch geeignete Lockstoffe zu den Bekämpfungsvorrichtungen bzw. zu den insektiziden Mitteln gelockt werden.
Die Lockwirkung aromatischer Substanzen auf Apfelwickler wurde bereits getestet, allerdings war die Fangrate sehr gering und die Anziehung somit fraglich. Eine ge­ schlechtsspezifische Aussage konnte zudem nicht getroffen werden. Aliphatische Substanzen wurden nicht getestet (Eyer et al., Journal of Economic Entomology, 24, 702-711, 1931).
Die Wirkung von Apfelduftstoffen auf Apfelwicklerweibchen wurde untersucht. Die Versuche zeigten jedoch nur unzureichende Ergebnisse (Wearing et al., New Zealand Journal of Science, 16, 697-710, 1973).
Ebbinghaus konnte nachweisen, daß die Flugorientierung der Weibchen durch Duft­ stoffe des Apfels beeinflußt wird, spezifische, diesen Effekt auslösende Substanzen konnten allerdings nicht identifiziert werden (Ebbinghaus, Dissertation, Universität Hohenheim, 1998). Yan und Mitautoren bestätigten diesen Befund, wobei sie grüne Äpfel und Apfelzweige mit Blättern benutzten (Yan et al., Journal of Chemical Ecology, 25 (6), 1343-1351).
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Carbonsäureestern der For­ mel (I)
in welcher
Ra für gegebenenfalls verzweigtes C1-C7-Alkyl steht und
Rb für gegebenenfalls verzweigtes C1-C8-Alkyl steht
als Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen.
Bevorzugt verwendet werden Verbindungen der Formel (I),
in welcher
Ra für gegebenenfalls verzweigtes C3-C6-Alkyl steht und
Rb für gegebenenfalls verzweigtes C3-C7-Alkyl steht.
Besonders bevorzugt verwendet werden Verbindungen der Formel (I),
in welcher
Ra für unverzweigtes C3-C6-Alkyl (beispielsweise für n-Propyl, n-Butyl, n-Pentyl oder n-Hexyl) steht und
Rb für unverzweigtes C3-C7-Alkyl (beispielsweise für n-Propyl, n-Butyl, n-Pentyl, n-Hexyl oder n-Heptyl) steht.
Ganz besonders bevorzugt verwendet wird die Verbindung der Formel (I),
in welcher
Ra für n-Pentyl steht und
Rb für n-Butyl steht.
Die Carbonsäureester der Formel (I) sind bekannte Verbindungen, die käuflich oder durch übliche Syntheseverfahren zugänglich sind.
Die Carbonsäureester der Formel (I) können vorteilhaft zum Anlocken von Apfel­ wicklerweibchen Cydia pomonella, insbesondere in der Landwirtschaft, der Forst­ wirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden. In Verbindung mit einem Klebstoff erfolgt die gezielte Überwachung der Apfelwicklerweibchen. In Verbindung mit einem insektiziden Wirkstoff erfolgt die gezielte Bekämpfung der Apfelwicklerweibchen. Wird zusätzlich ein Pheromon, das die Apfelwicklermännchen anlockt, beigemischt, so werden diese ebenfalls bekämpft.
Die erfindungsgemäßen Mittel können neben einem oder mehreren Carbonsäureestern der Formel (I) UV-Absorber enthalten. Bevorzugt sind UV-Absorber, die mit Wasser nur wenig mischbar sind. Unter UV-Absorbern sind Substanzen zu verstehen, die in der Lage sind, UV-Licht zu absorbieren, vorzugsweise UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht im Wellenlängenbereich von 270 bis 400 nm. Vorzugsweise in Betracht kommen UV-Absorber, wie
  • - 2-(2-Hydroxyphenyl)-benzlriazole der Formel
    in welcher
    R1 für Wasserstoff oder Chlor steht,
    R2 für Wasserstoff, Alkyl, Phenylalkyl oder Phenyl steht und
    R3 für Alkyl, Phenylalkyl, Phenyl oder -(CH2)2-COO-Alkyl steht,
  • - 2-Hydroxy-4-alkoxy-benzophenone der Formel
    in welcher
    R4 für Wasserstoff, Alkyl oder Alkoxy steht und
    R5 für Alkyl, vorzugsweise für Isooctyl oder Dodecyl steht,
  • - Oxalanilide der Formel
    in welcher
    R7 für Alkyl steht,
  • - Zimtsäure-Derivate der Formeln
    in welcher
    R7 für Alkyl, vorzugsweise für n-Butyl steht, oder
    in welcher
    R8 und R9 für Alkyl stehen, oder
    in welcher
    R10 für Alkyl, vorzugsweise für Butyl oder den Rest
    steht,
und
  • - Triazin-Derivate der Formel
    in welcher
    R11 für Wasserstoff oder Hydroxy steht,
    R12 für Alkyl mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen steht,
    R13 für Alkyl mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder Alkoxy mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen steht,
    R14 für Alkyl mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen steht und
    m und n für die Zahlen 0, 1 oder 2 stehen.
Als Beispiele für 2-(2-Hydroxyphenyl)-benztriazole der Formel (II) seien die in der folgenden Tabelle 1 aufgeführten Stoffe genannt:
Tabelle 1
Die erfindungsgemäßen Mittel können ferner ein Öl, bevorzugt ein ungesättigtes, mit Wasser wenig mischbares Öl enthalten. Hierunter sind alle geradkettigen oder verzweigten, gegebenenfalls funktionelle Gruppen enthaltenden öligen Flüssigkeiten synthetischen oder natürlichen Ursprungs zu verstehen, die eine oder mehrere unge­ sättigte Bindungen zwischen 2 Kohlenstoffatomen aufweisen und die eine Wasser­ löslichkeit <1 g/l haben. Bevorzugt sind ungesättigte Öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die sich durch einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren auszeichnen.
Beispiele solcher Öle sind Leinöl, Palmöl, Erdnußöl, Baumwollöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Rüböl, Rizinusöl und Fischöl. Besonders bevorzugt ist Rizinusöl. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel können jedoch auch die in den genannten Ölen enthaltenen Fettsäuren, oder Verbindungen die durch chemische Modifizierung der Fettsäuren gewonnen werden wie z. B. Fettsäureethoxylate, verwendet werden. Beispiele solcher Fettsäuren, die einzeln oder als Gemisch eingesetzt werden können, sind Myristoleinsäure, Palmitoleinsäure, Ölsäure, Gadoleinsäure, Erucasäure, Ricinolsäure, Linolsäure, Linolensäure, Arachidonsäure und Clupanodonsäure.
Die erfindungsgemäßen Mittel können einen oder mehrere insektizide Wirkstoffe ent­ halten. Hierunter sind alle üblichen, zur Bekämpfung der schädlichen Insekten ge­ eigneten Substanzen zu verstehen. Vorzugsweise in Betracht kommen Carbamate, organische Phosphor-Verbindungen, Nitrophenole und deren Derivate, Nitromethylene, Nicotinoide, Formamidine, Harnstoffe, Phenylbenzoylharnstoffe, Pyrethroide, chlorierte Kohlenwasserstoffe und Bazillus thuringensis-Präparate. Als Beispiele seien die folgenden Stoffe genannt:
Abamectin, AC 303 630, Acephat, Acrinathrin, Alanycarb, Aldicarb, Alphamethrin, Amitraz, Avermectin, AZ 60541, Azadirachtin, Azinphos A, Azinphos M, Azo­ cyclotin,
Bacillus thuringiensis, Bendiocarb, Benfuracarb, Bensultap, Betacyfluthrin, Bifenthrin, BPMC, Brofenprox, Bromophos A, Bufencarb, Buprofezin, Butocarboxin, Butyl­ pyridaben,
Cadusafos, Carbaryl, Carbofuran, Carbophenothion, Carbosulfan, Cartap, CGA 157 419, CGA 184699, Chloethocarb, Chlorethoxyfos, Chlorfenvinphos, Chlorfluazuron, Chlormephos, Chlorpyrifos, Chlorpyrifos M, Cis-Resmethrin, Clocythrin, Clofentezin, Cyanophos, Cycloprothrin, Cyfluthrin, Cyhalothrin, Cyhexatin, Cypermethrin, Cyromazin,
Deltamethrin, Demeton M, Demeton S, Demeton-S-methyl, Diafenthiuron, Diazinon, Dichlofenthion, Dichlorvos, Dicliphos, Dicrotophos, Diethion, Diflubenzuron, Dimethoat, Dimethylvinphos, Dioxathion, Disulfoton,
Edifenphos, Emamectin, Esfenvalerat, Ethiofencarb, Ethion, Ethofenprox, Ethoprophos, Etrimphos, Fenamiphos, Fenazaquin, Fenbutatinoxid, Fenitrothion, Fenobucarb, Fenothiocarb,
Fenoxycarb, Fenpropathrin, Fenpyrad, Fenpyroximat, Fenthion, Fenvalerate, Fipronil, Fluazinam, Flucycloxuron, Flucythrinat, Flufenoxuron, Flufenprox, Fluvalinate, Fonophos, Formothion, Fosthiazat, Fubfenprox, Furathiocarb,
HCH, Heptenophos, Hexaflumuron, Hexythiazox,
Imidacloprid, Iprobenfos, Isazophos, Isofenphos, Isoprocarb, Isoxathion, Ivermectin, Lambda-cyhalothrin, Lufenuron,
Malathion, Mecarbam, Mervinphos, Mesulfenphos, Metaldehyd, Methacrifos, Methamidophos, Methidathion, Methiocarb, Methomyl, Metolcarb, Milbemectin, Monocrotophos, Moxidectin,
Naled, NC 184, NI 25, Nitenpyram
Omethoat, Oxamyl, Oxydemethon M, Oxydeprofos,
Parathion A, Parathion M, Permethrin, Phenthoat, Phorat, Phosalon, Phosmet, Phosphamdon, Phoxim, Pirimicarb, Pirimiphos M, Pirimiphos A, Profenofos, Promecarb, Propaphos, Propoxur, Prothiofos, Prothoat, Pymetrozin, Pyrachlophos, Pyradaphenthion, Pyresmethrin, Pyrethrum, Pyridaben, Pyrimidifen, Pyriproxifen,
Quinalphos,
RH 5992,
Salithion, Sebufos, Silafluofen, Sulfotep, Sulprofos,
Tebufenozid, Tebufenpyrad, Tebupirimiphos, Teflubenzuron, Tefluthrin, Temephos, Terbam, Terbufos, Tetrachlorvinphos, Thiafenox, Thiamethoxan, Thiodicarb, Thiofanox, Thiomethon, Thionazin, Thuringiensin, Tralomethrin, Triarathen, Triazophos, Triazuron, Trichlorfon, Triflumuron, Trimethacarb,
Vamidothion, XMC, Xylylcarb, Zetamethrin.
Als Zusatzstoffe, die in den erfindungsgemäßen Mitteln vorhanden sein können, kommen alle diejenigen Substanzen in Frage, die üblicherweise in Pflanzenbe­ handlungsmitteln als Additive einsetzbar sind. Hierzu gehören Polymere, ober­ flächenaktive Substanzen, Farbstoffe, Antoxidantien, Verdicker, Füllstoffe, Kältestabi­ lisatoren und Lösungsmittel. Außerdem können die erfindungsgemäßen Mittel auch Wasser enthalten.
Als Polymere, die in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten sein können, kommen alle üblichen, in Wasser löslichen oder dispergierbaren Polymerisate oder Copoly­ merisate in Frage. Vorzugsweise in Betracht kommen Polymere, die durch anionische oder nichtionische Polymerisation von geeigneten Monomeren, z. B. durch Emul­ sionspolymerisation oder Perlpolymerisation mit Hilfe von Radikalbildnern oder anderen Initiatorsystemen synthetisch zugänglich sind. Vorzugsweise einsetzbar sind auch Polymerisate auf Basis von Naturkautschuk-Latices.
Als Beispiele für besonders bevorzugte Polymere seien die folgenden Substanzen ge­ nannt:
Polyvinylacetat (Mowilith®), Polyvinylalkohole mit unterschiedlichem Verseifungs­ grad (Mowiol®), Polyvinylpyrrolidone (Lewiskol K®, Agrimer®), Polyacrylate (Carbopol®), in Wasser lösliche oder dispergierbare Lacksystem-Bindemittel auf Acrylat-, Polyol- oder Polyester-Basis (Desmophen®, Roskydal®, Bayhydrol®), außer­ dem Copolymerisate aus zwei oder mehreren Monomeren wie Acrylsäure, Meth­ acrylsäure, Itaconsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Maleinsäureanhydrid, Vinyl­ pyrrolidon, ethylenisch ungesättigten Monomeren, wie Ethylen, Butadien, Isopren, Chloropren, Styrol, Divinylbenzol, α-Methylstyrol oder p-Methylstyrol, ferner Vinylhalogeniden, wie Vinylchlorid und Vinylidenchlorid, weiterhin Vinylestern, wie Vinylacetat, Vinylpropionat oder Vinylstearat, außerdem Vinylmethylketon oder Ester der Arylsäure oder Methacrylsäure mit einwertigen Alkoholen oder Polyolen, wie Methylacrylat, Methylmethacrylat, Ethylacrylat, Ethylenmethacrylat, Laurylacrylat, Laurylmethacrylat, Decylacrylat, N,N-Dimethylamino-ethylmethacrylat, 2-Hydroxy­ ethylmethacrylat, 2-Hydroxypropylmethacrylat oder Glycidylmethacrylat, ferner Diethylestern oder Halbestern ungesättigter Dicarbonsäuren, weiterhin (Meth)acryl­ amido-N-methylolmethylether, Amiden oder Nitrilen, wie Acrylamid, Methacrylamid, N-Methylol(meth)acrylamid, Acrylnitril, Methacrylnitril, darüber hinaus N-substi­ tuierten Maleinimiden und Ethern, wie Vinylbutylether, Vinylisobutylether oder Vinylphenylether.
Als oberflächenaktive Substanzen, die in den erfindungsgemäßen Mitteln enthalten sein können, kommen alle diejenigen Stoffe mit oberflächenaktiven Eigenschaften in Frage, die üblicherweise in Pflanzenbehandlungsmitteln vorhanden sind. Vorzugsweise in Betracht kommen nicht-ionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen- Fettsäure-Ester, Polyoxyethylen-Fettalkohol-Ether, Alkylaryl-Polyglykol-Ether, Fett­ aminethoxylate, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Alkylarylsulfonate, Arylsulfate und Silicontenside. Beispiele für derartige oberflächenaktive Substanzen sind in Mc Cutcheon's "Emulsifiers and Detergents" 1982 North America Edit, MC Publishing Co., 1'75 Rock Road, Glen Rock, NJ 07 452, USA, aufgeführt.
Als Farbstoffe kommen lösliche oder wenig lösliche Farbpigmente in Betracht, wie beispielsweise Titandioxid, Farbruss oder Zinkoxid.
Als Antoxidantien kommen alle üblicherweise für diesen Zweck in Pflanzenbe­ handlungsmitteln einsetzbaren Stoffe in Frage. Bevorzugt sind sterisch gehinderte Phenole und alkylsubstituierte Hydroxyanisole und Hydroxytoluole.
Als Verdicker kommen alle üblicherweise für diesen Zweck in Pflanzenbehand­ lungsmitteln einsetzbaren Stoffe in Betracht. Vorzugsweise in Frage kommen orga­ nische Polymere, wie teilweise oder vollständig neutralisierte Polyacrylsäuren (Carbopol®), Polyvinylpyrrolidon Homo- oder Copolymerisate (Luviskol K® oder Luviskol VA®), Polyethylenglykole (Polyox®), Ethylenoxid-Propylenoxid-Copolymeri­ sate (Pluronic®) Polyvinylalkohole und nicht-ionisch oder ionisch modifizierte Zellulosen (Tylose®), thixotrope Verdickungsmittel auf Xanthan-Basis (Kelzan®), und außerdem anorganisch disperse Verdicker, wie gefällte oder pyrogene Kieselsäuren, Kaoline, Bentonite, Aluminium-/Silizium-Mischoxide und Silikate.
Als Kältestabilisatoren kommen alle üblicherweise für diesen Zweck in Pflanzen­ behandlungsmitteln einsetzbaren Stoffe in Betracht. Vorzugsweise in Frage kommen Harnstoff, Glycerin oder Propylenglykol.
Als Füllstoffe kommen wiederum alle üblicherweise für diesen Zweck in Pflanzen­ behandlungsmitteln einsetzbaren inerten Materialien in Betracht. Vorzugsweise in Frage kommen Gesteinsmehle, Calciumcarbonat, Quarzmehl und Aluminium-/Sili­ zium-Mischoxide oder -hydroxide.
Als Lösungsmittel kommen alle üblicherweise für diesen Zweck in Pflanzenbe­ handlungsmitteln einsetzbaren inerten, organischen Solventien in Betracht. Bevorzugt sind Glykole wie Propylenglykol und Polyethylenglykole mit unterschiedlichem Mole­ kulargewicht; Ketone wie Methylisobutyl- und Methylisopropylketon sowie Cyclo­ hexanon; Amide wie Dimethyl- oder Diethylformamid; N,N-dialkylierte Carbon­ säureamide (z. B. Hallcomid®); Alkyllactame wie substituierte Pyrrolidone (z. B. N- Methylpyrrolidon und Surfadone®) und Caprolactame (z. B. Azone®); Kohlen­ wasserstoffe, n-Paraffine sowie Isoparaffine mit unterschiedlichen Siedebereichen, wie sie beispielsweise unter den Handelsnamen Exxol®, Norpar® und Isopar® erhältlich sind; aromatische Kohlenwassserstoffe wie Xylol sowie aromatische Destilla­ tionsschnitte (z. B. Solvesso®); Ester wie Propylenglykol-monomethylether-acetat, Adipinsäure-dibutylester und Phthalsäure-di-n-butylester; Ether wie Propylenglykol­ methyl- oder butylether; Alkohole wie Ethanol, n- und i-Propanol, n- und i-Butanol, n- und i-Amylalkohol, Benzylalkohol, Tetrahydrofurfurylalkohol, 1-Methoxy-2-Propanol sowie höhere Alkohole, außerdem durch Modifizierung von Pflanzenölen gewonnene Flüssigträger wie z. B. Rapsölmethylester und 2-Ethylhexyllaurat; und ferner Dimethyl­ sulfoxid, Dioxan und Tetrahydrofuran. Die Lösungsmittel sind als Einzelkomponenten oder als Gemische einsetzbar. Besonders bevorzugt sind solche, die mit dem UV- Stabilisator oder dem ungesättigten Öl mischbar und nicht übermäßig flüchtig sind.
Als Pheromone können in den erfindungsgemäßen Mitteln alle üblichen Stoffe enthalten sein, die auf die zu bekämpfenden Apfelwicklermännchen anziehend wirken oder deren Verhalten ändern. Als Beispiele für derartige Stoffe seien die folgenden Substanzen genannt:
Z-5-Decenylaceta, Dodecanylacetat, Z-7-Dodecenylacetat, E-7-Dodecenylacetat, Z-8- Dodecenylacetat, E-8-Dodecenylacetat, Z-9-Dodecenylacetat, E-9-Dodecenylacetat, E- 10-Dodecenylacetat, 11-Dodecenylacetat, Z-9, 11-Dodecadienylacetat, E-9, 11- Dodecadienylacetat, Z-11-Tridecenylacetat, E-11-Tridecenylacetat, Tetradecenylacetat, E-7-Tetradecenylacetat, Z-8-Tetradecenylacetat, E-8-Tetradecenylacetat, Z-9-Tetra­ decenylacetat, E-9-Tetradecenylacetat, Z-10-Tetradecenylacetat, E-10-Tetradecenyl­ acetat, Z-11-Tetradecenylacetat, E-11-Tetradecenylacetat, Z-12-Pentadecenylacetat, E- 12-Pentadecenylacetat, Hexadecanylacetat, Z-7-Hexadecenylacetat, Z-11-Hexa­ decenylacetat, E-11-Hexadecenylacetat, Octadecanylacetat, E,Z-7,9-Dodecadienyl­ acetat, Z,E-7,9-Dodecadienylacetat, E,E-7,9-Dodecadienylacetat, Z,Z-7,9-Dodeca­ dienylacetat, E,E-8,10-Dodecadienylacetat, E,Z-9,12-Dodecadienylacetat, E,Z-4,7- Tridecadienylacetat, 4-Methoxy-cinnamaldehyd, β-Ionon, Estragol, Eugenol, Indol, 8- Methyl-2-decyl-propanoat, E,E-9,11-Tetradecadienylacetat, Z,Z-9,12-Tetradecadienyl­ acetat, Z,Z-7,11-Hexadecadienylacetat, E,Z-7,11-Hexadecadienylacetat, Z,E-7,11- Hexadecadienylacetat, E,E-7,11-Hexadecadienylacetat, Z,E-3,13-Octadecadienylacetat, E,Z-3,13-Octadecadienylacetat, E,E-3,13-Octadecadienylacetat, Aethanol, Hexanol, Heptanol, Octanol, Decanol, Z-6-Nonenol, E-6-Nonenol, Dodecanol, 11-Dodecenol, Z- 7-Dodecenol, E-7-Dodecenol, Z-8-Dodecenol, E-8-Dodecenol, E-9-Dodecenol, Z-9- Dodecenol, E-9,11-Dodecadienol, Z-9,11-Dodecadienol, Z,E-5,7-Dodecadienol, E,E- 5,7-Dodecadienol, E,E-8,10-Dodecadienal, E,E-8,10-Dodecadienol, E,Z-8,10-Dodeca­ dienol, Z,Z-8,10-Dodecadienol, Z,E-8,10-Dodecadienol, E,Z-7,9-Dodecadienol, Z,Z- 7,9-Dodecadienol, E-5-Tetradecenol, Z-8-Tetradecenol, Z-9-Tetradecenol, E-9- Tetradecenol, Z-10-Tetradecenol, Z-11-Tetradecenol, E-11-Tetradecenol, Z-11- Hexadecenol, Z,E-9,11-Tetradecadienol, Z,E-9,12-Tetradecadienol, Z,Z-9,12- Tetradecadienol, Z,Z-10,12-Tetradecadienol, Z,Z-7,11-Hexadecadienol, Z,E-7,11- Hexadecadienol, (E)-14-Methyl-8-Hexadecen-1-ol, (Z)-14-Methyl-8-Hexadecen-1-ol, E,E-10,12-Hexadecadienol, E,Z-10,12-Hexadecadienol, Dodecanal, Z-9-Dodecenal, Tetradecanal, Z-7-Tetradecenal, Z-9-Tetradecenal, Z-11-Tetradecenal, E-11- Tetradecenal, E-11,13-Tetradecadienal, E,E-8,10-Tetradecadienal, Z,E-9,11- Tetradecadienal, Z,E-9,12-Tetradecadienal, Hexadecanal, Z-8-Hexadecenal, Z-9- Hexadecenal, Z-10-Hexadecenal, E-10-Hexadecenal, Z-11-Hexadecenal, E-11- Hexadecenal, Z-12-Hexadecenal, Z-13-Hexadecenal, (Z)-14-Methyl-8-Hexadecenal, (E)-14-Methyl-8-Hexadecenal, Z,Z-7,11-Hexadecadienal, Z,E-7,11-Hexadecadienal, Z,E-9,11-Hexadecadienal, E,E-10,12-Hexadecadienal, E,Z-10,12-Hexadecadienal, Z,E- 10,12-Hexadecadienal, Z,Z-10,12-Hexadecadienal, Z,Z-11,13-Hexadecadienal, Octa­ decanal, Z-11-Octadecenal, E-13-Octadecenal, Z-13-Octadecenal, Z-S-Decenyl-3- methyl-butanoat, Seudenol: 3-Methyl-2-cyclohexen-1-ol, Sulcatol: 6-Methyl-5-hepten- 2-ol, cis-2-Verbenol: cis-4,6,6-Trimethylbicyclo[3,1,1]hept-3-en-2-ol cucurbitacin, 2- Methyl-3-buten-2-ol, 4-Methyl-3-heptanol, 2-Methyl-3-buten-2-ol, 4-Methyl-3-hepta­ nol, α-Caryophyllen: 4,11,11-Trimethyl-8-methylenbicyclo[7,2,0]undecan, Z-9- Tricosen, α-Multistriatin 2(2-endo, 4-endo)-5-Ethyl-2,4-dimethyl-6,8-dioxabi­ cyclo[3,2,1]octan, Methyleugenol: 1,2-Dimethoxy-4-(2-propenyl)phenol, Lineatin: 3,3,7-Trimethyl-2,9-dioxatricyclo[3,3,1,0]nonan, Chalcogran: 2-Aethyl-1,6-dioxa­ spiro[4,4]nonan, Frontalin: 1,5-Dimethyl-6,8-dioxabicyclo[3,2,1]octan, endo- Brevicomin: endo-7-Ethyl-5-methyl-6,8-dioxabicyclo[3,2,1]octan, exo-Brevicomin: exo-7-Ethyl-5-methyl-6,8-dioxabicyclo[3,2,1]octan, (Z)-5-(1-Decenyl)dihydro-2-(3H)- furanon, Farnesol 3,7-, 11-Trimethyl-2,6,10-dodecatrien-1-ol, Nerolidol 3,7,-11- Trimethyl-1,6,10-dodecatrien-3-ol, 3-Methyl,6-(1-methyläthenyl)-9-decen-1-ol-acetat, (Z)-3-Methyl-6-(1-methyläthenyl)-3,9-decadien-1-ol-acetat, (E)-3,9-Methyl-6-(1- methyläthenyl)-5,8-decadien-1-ol-acetat, 3-Methylen-7-methyl-octen-1-ol-propionat, (Z)-3,7-Dimethyl-2,7-octadien-1-ol-propionat, (Z)-3,9-Dimethyl-6-(1-methyläthenyl)- 3,9-decadien-1-ol-propionat.
Die Konzentrationen an den einzelnen Komponenten können in den erfindungsge­ mäßen Mitteln innerhalb eines großen Bereiches variiert werden. So liegen die Konzentrationen, nach Abzug des gegebenenfalls in den erfindungsgemäßen Mitteln enthaltenen Wassers,
  • - an Carbonsäureester der Formel (I) im allgemeinen zwischen 0,01 und 10 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,05 und 3 Gew.-%,
  • - an UV-Absorbern im allgemeinen zwischen 1 und 40 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 5 und 20 Gew.-%,
  • - an ungesättigten Ölen zwischen 10 und 90 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 40 und 85 Gew.-%,
  • - an pestiziden Wirkstoffen im allgemeinen zwischen 0 und 10 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0 und 5 Gew.-%,
  • - an Zusatzstoffen zwischen 0 und 70 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0 und 60 Gew.-%,
  • - an Pheromonen im allgemeinen zwischen 0,01 und 1 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 0,05 und 0,3 Gew.-%.
Im übrigen können die erfindungsgemäßen Mittel auch Wasser enthalten. Der Wassergehalt ist vor dem Trocknen innerhalb eines großen Bereiches variabel. Er liegt im allgemeinen zwischen 0 und 80 Gew.-%.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel geht man im allgemeinen so vor, daß man zunächst durch Lösen oder Dispergieren eines Carbonsäureesters der Formel (I), gegebenenfalls eines oder mehrerer UV-Absorber, gegebenenfalls eines oder mehrerer insektizider Wirkstoffe und gegebenenfalls eines Pheromons in gegebenenfalls einem ungesättigten Öl unter Rühren bei Temperaturen zwischen 20°C und 70°C, vorzugsweise bei Raumtemperatur, eine Vormischung herstellt und gegebenenfalls Zusatzstoffe hinzufügt. Bei der Herstellung von erfindungsgemäßen Mitteln kann man jedoch auch in anderer Weise verfahren. So kann man beispielsweise die Vormischung unter Rühren bei Temperaturen zwischen 20°C und 70°C, vorzugsweise bei Raumtemperatur, in einer Lösung mindestens einer oberflächenaktiven Substanz in Wasser dispergieren. Die Dispergierung kann dabei so durchgeführt werden, daß sich eine Öl-in-Wasser-Emulsion bildet, in der die mittlere Teilchengröße im allgemeinen zwischen 0,5 und 50 µm, vorzugsweise jedoch zwischen 1 und 20 µm liegt. Die entstehende Emulsion kann anschließend unter Rühren bei Temperaturen zwischen 20°C und 70°C, vorzugsweise jedoch bei Raumtemperatur, mit einer Lösung bzw. Dispersion mindestens eines Polymers in Wasser sowie gegebe­ nenfalls mit Zusatzstoffen versetzt werden.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel kann man jedoch auch in anderer Art und Weise vorgehen. Prinzipiell ist es möglich, die Bestandteile in beliebiger Reihenfolge zu vermischen. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Mittel kommen alle dafür üblichen Rühr- und Mischaggregate in Betracht.
Die erfindungsgemäßen Mittel fallen bei der Herstellung in dünnflüssigem oder viskosem Zustand an. Nach der Ausbringung bleiben sie je nach Herstellungsart viskos, oder sie bilden einen nicht fließfähigen Belag.
Die erfindungsgemäßen Mittel können unter Verwendung konventioneller Vorrich­ tungen, wie sie dem Fachmann bekannt sind, in der Form von Tröpfchen, tropfen­ ähnlichen Bereichen oder dünnen begrenzten Schichten auf die zu behandelnden Pflanzen oder Kulturflächen ausgebracht und dort verteilt werden. Besonders geeignet für die Behandlung von Obstplantagen ist ein Verfahren, bei dem die erfindungsgemäßen Formulierungen mit Hilfe von Dosierspendern, Pipetten oder Spritzen in definierter Menge an den Stamm, an die Zweige und/oder Blätter der Pflanzen appliziert werden, wobei die Applikationsvorrichtung zur flächigen Ver­ teilung der Mittel über einen größeren Bereich auch mit einer Streichvorrichtung oder mit einer flächigen Düse versehen sein können. Es ist auch möglich, die erfindungsgemäßen Formulierungen auf einer festen Unterlage auszustreichen und dort trocknen zu lassen.
Die Mengen, in der die erfindungsgemäßen Mittel ausgebracht werden, können innerhalb eines größeren Bereiches variiert werden. Sie liegen im allgemeinen in der Größenordnung, die üblicherweise für den Einsatz von "Attract-and-kill-Formulie­ rungen" gewählt wird.
Die erfindungsgemäßen Mittel können auch auf eine geeignete, z. B. mit Leim versehene Unterlage, z. B. durch Bestreichen, Aufsprühen, Imprägnieren, Aufdrucken, appliziert werden, gegebenenfalls zusammen mit weiteren wirksamen Mitteln, wie anlockenden Farben und/oder Wärme und/oder Feuchtigkeit.
Die erfindungsgemäßen Mittel können in Klebfallen eingearbeitet werden, wobei die Mischungen entweder mit dem Insektenfangleim gemischt, bevorzugt aber auf den Leim und ganz besonders bevorzugt auf eine saugfähige Unterlage (z. B. Fil­ terpapierstreifen) appliziert werden, die anschließend auf den Leim aufgebracht wird. Dieser befindet sich auf einer geeigneten Unterlage, vorzugsweise aus Pappmaterial, das mit einer die Lockwirkung verstärkenden Farbe, besonders bevorzugt dunkle Töne, ganz besonders bevorzugt Schwarz, versehen ist.
Die Form ist entweder flächig (Fangfläche) oder röhrenförmig (Fangröhre), wobei sich im letzteren Fall der Leim außen und/oder innen befindet.
Die erfindungsgemäßen Mittel können auch in einer Form vorliegen, in der sie über einen längeren Zeitraum freigegeben werden (slow release-Formulierungen). Hierzu können z. B. handelsübliche Pheromondispenser verwendet werden, oder sie werden in Polymermaterial, Paraffinen, Wachsen usw. eingearbeitet oder liegen mikrover­ kapselt vor.
Die erfindungsgemäßen Mittel können auch in anderen Fallensystemen eingesetzt werden, z. B. Elektrofallen mit Hochspannungsgitter oder Saugfallen, wobei die erfindungsgemäßen Mischungen entweder auf inertem Trägermaterial (z. B. Pappe, Filterpapier) oder als slow release - Formulierungen in der Falle appliziert werden.
Die "slow release-Formulierungen" können neben der Anlockung und Bekämpfung von Apfelwicklern auch zur Überwachung herangezogen werden.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen Mittel wird durch die folgenden Beispiele veranschaulicht.
Testmethode Lockwirkung auf Apfelwickler in einem Y-Rohr-Olfaktometer
Es werden befruchtete Apfelwicklerweibchen und zum Vergleich Apfelwickler­ männchen getestet.
Im Y-Rohr-Olfaktometer herrscht Dunkelheit, die Temperatur beträgt 24°C.
Gereinigte befeuchtete Luft wird in die beiden Arme des Y-Rohr-Olfaktometers ein­ geleitet.
In einem Arm des Y-Rohr-Olfaktometers befindet sich eine Kammer mit 50 µl Test­ substanz (Carbonsäureester gelöst in Hexan), aufgetragen auf ein Silicon/Teflon- Septum, im anderen Arm befindet sich das reine Lösungsmittel.
Eine Motte wird am Eingang des Y-Rohr-Olfaktometers plaziert und die Position der Motte wird nach 15 min. festgehalten.
Bleibt die Motte im Ausgangsrohr, wird dieses Verhalten als Nicht-Wahl klassifi­ ziert. Entscheidet sich die Motte für die Testsubstanz oder die Kontrolle, so wird dieses Verhalten als Wahl klassifiziert.
Die Berechnung der Lockwirkung erfolgt nach dem X2-Quadrat-Test (Zar, Biostatistical Analysis, Prentice Hall Intern. Inc., 4th Edition, 6635, 1998).
Die in Tabellen 1 und 2 aufgeführten Versuche wurden mit der oben beschriebenen Methode durchgeführt.

Claims (5)

1. Verwendung von Verbindungen der Formel (I)
in welcher
Ra für gegebenenfalls verzweigtes C1-C7-Alkyl steht und
Rb für gegebenenfalls verzweigtes C1-C8-Alkyl steht
als Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen.
2. Mittel, enthaltend eine oder mehrere Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1.
3. Verfahren zum Anlocken von Apfelwicklerweibchen, dadurch gekennzeich­ net, daß man Mittel gemäß Anspruch 2 im Lebensraum der Apfelwickler­ weibchen ausbringt.
4. Mittel gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Phero­ mone enthalten sind.
5. Verfahren zur Anlockung von Apfelwicklermännchen und -weibchen, dadurch gekennzeichnet, daß man Mittel gemäß Anspruch 4 im Lebensraum der Apfelwickler ausbringt.
DE1999145846 1999-09-24 1999-09-24 Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen Withdrawn DE19945846A1 (de)

Priority Applications (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999145846 DE19945846A1 (de) 1999-09-24 1999-09-24 Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen
EP00960658A EP1213963A1 (de) 1999-09-24 2000-09-13 Lockstoffe für apfelwicklerweibchen
AU72872/00A AU7287200A (en) 1999-09-24 2000-09-13 Attractants for female codling moths
PCT/EP2000/008938 WO2001022815A1 (de) 1999-09-24 2000-09-13 Lockstoffe für apfelwicklerweibchen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1999145846 DE19945846A1 (de) 1999-09-24 1999-09-24 Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19945846A1 true DE19945846A1 (de) 2001-03-29

Family

ID=7923197

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1999145846 Withdrawn DE19945846A1 (de) 1999-09-24 1999-09-24 Lockstoffe für Apfelwicklerweibchen

Country Status (4)

Country Link
EP (1) EP1213963A1 (de)
AU (1) AU7287200A (de)
DE (1) DE19945846A1 (de)
WO (1) WO2001022815A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012095444A3 (en) * 2011-01-14 2012-09-07 Basf Se Poly(meth)acrylate based microcapsules comprising pheromone
US8975292B2 (en) 2010-01-22 2015-03-10 Basf Se Method for controlling arthropods comprising the spot-wise application of a gel

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
SE9500774D0 (sv) * 1995-03-03 1995-03-03 Jan Loefqvist Bekämpning av skadeinsekter
DE19528529A1 (de) * 1995-08-03 1997-02-06 Bayer Ag Schädlingsbekämpfungsmittel

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8975292B2 (en) 2010-01-22 2015-03-10 Basf Se Method for controlling arthropods comprising the spot-wise application of a gel
WO2012095444A3 (en) * 2011-01-14 2012-09-07 Basf Se Poly(meth)acrylate based microcapsules comprising pheromone
CN103458684A (zh) * 2011-01-14 2013-12-18 巴斯夫欧洲公司 包含信息素的聚(甲基)丙烯酸酯基微胶囊
EP2735230A1 (de) * 2011-01-14 2014-05-28 Basf Se Lockstoffzusammensetzung enthaltend Ethyl-3-methylbutanoat und (E,E)-8-,10-dodecadien-1-ol
CN103458684B (zh) * 2011-01-14 2016-01-20 巴斯夫欧洲公司 包含信息素的聚(甲基)丙烯酸酯基微胶囊

Also Published As

Publication number Publication date
EP1213963A1 (de) 2002-06-19
AU7287200A (en) 2001-04-30
WO2001022815A1 (de) 2001-04-05

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US6528049B2 (en) Bisexual attractants, aggregants and arrestants for adults and larvae of codling moth and other species of lepidoptera
EP0721735B1 (de) Schädlingsbekämpfungsmittel
US6001346A (en) Aqueous emulsion comprising biodegradable carrier for insect pheromones and methods for controlled release thereof
EP0845942B1 (de) Schädlingsbekämpfungsmittel
JP3370610B2 (ja) 害虫防除剤
EP0305139A1 (de) Polymerische Zusammensetzungen
JP2019099491A (ja) 害虫忌避剤
JP2989729B2 (ja) 害虫防除剤、その製造方法および害虫防除方法
CN102578133B (zh) 一种防治卫生害虫的喷剂
WO2023239934A1 (en) Universal synergist for insect attractants
US20230122932A1 (en) New sex pheromone components for the fall armyworm, spodoptera frugiperda
WO2001022815A1 (de) Lockstoffe für apfelwicklerweibchen
JP2001170908A (ja) 木材保存剤
JP3180483B2 (ja) 害虫忌避剤
DK176371B1 (da) Olie-i-vand-formulering af avermectiner, fremgangsmåde til fremstilling af en olie-i-vand-formulering af avermectiner samt anvendelse deraf
MXPA98000914A (es) Agentes pesticidas
AU2015203790A1 (en) Method for Controlling Pest Animals
JP2011105758A (ja) 有害腹足類の殺滅剤及び殺滅方法
NZ600852B (en) Methods for controlling pest animals

Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: BAYER CROPSCIENCE AG, 40789 MONHEIM, DE

8139 Disposal/non-payment of the annual fee